Connect with us

Künstliche Intelligenz

Google-Kartellstreit: US-Regierung legt Berufung ein


Der Kartellstreit um Googles Suchmaschinenmonopol geht in die nächste Runde: Das US-Justizministerium kündigte an, das Schlussurteil des Gerichts anzufechten, das die Maßnahmen gegen Google definiert. Worauf der Rechtsbehelf genau abzielen wird, ist zwar noch unklar, doch der Schritt signalisiert, dass die US-Regierung die bisherigen Auflagen für unzureichend hält.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Gericht hatte im August 2024 geurteilt, dass Google in der Tat ein illegales Suchmaschinenmonopol innehabe. Ein Jahr darauf entschied sich Richter Amit Mehta jedoch gegen härtere Maßnahmen wie den Zwangsverkauf von Chrome oder Android. Auch die zweistelligen Milliardenzahlungen an Apple, um als voreingestellte Suchmaschine auf neuen Geräten präsent zu sein, durften fortbestehen. Kritiker bezeichneten das Urteil nicht ausreichend und riefen nach strengeren Gesetzen.

Anstelle einer Aufspaltung entschied sich das Gericht für eine kontrollierte Marktöffnung: Google muss seine Suchdaten künftig für Rivalen zugänglich machen. Zudem untersagte das Urteil künftige Exklusivverträge für eigene Such- oder KI-Werkzeuge, mit denen der Konzern bisher versucht hatte, konkurrierende Angebote vom Markt fernzuhalten. Das abschließende Urteil wurde im Dezember erlassen.

Im Januar legte Google Berufung ein und bat den Richter, die Anordnung zur Datenfreigabe an Wettbewerber auszusetzen, während das Berufungsverfahren läuft. Auf diese Berufung folgt nun eine eigene Berufung der Kläger, die sich gegen die vom Gericht erlassenen Maßnahmen richtet. Damit geht der Rechtsstreit in die nächste Instanz, wobei jetzt sämtliche Aspekte des Urteils, von der Monopol-Feststellung bis zu den Abhilfemaßnahmen, auf dem Prüfstand stehen. Sollte keine der Parteien das Urteil der nächsten Instanz akzeptieren, könnte der Fall letztlich vor dem Obersten Gerichtshof landen.

Das Kartellrechtsverfahren geht noch auf die erste Trump-Administration zurück und dauert bereits mehr als fünf Jahre an. Das Verfahren gilt als wegweisend für die künftige Regulierung der gesamten Techbranche. Es könnte weitreichende Folgen dafür haben, wie digitale Märkte weltweit funktionieren.


(tobe)



Source link

Künstliche Intelligenz

Atommülltransport: Mögliche Castor-Route per Drohnenverbot verraten


Die Routen von Atommüll-Transporten in Castor-Behältern sind von Behörden eigentlich als „Verschlusssache“ eingestuft, also geheim. Die hoch umstrittenen Transporte per LKW oder Bahn gelten als Anschlagsziele oder als Anlass für Demonstrationen, welche die Aktionen in der Vergangenheit verzögerten und damit verteuerten.

Weiterlesen nach der Anzeige

Wie zuerst der WDR berichtete, kam es dabei nun aber offenbar zu einer Panne. Auf der „Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt“ (dipul.de) des Bundesverkehrsministeriums war eine genau um Autobahnen in Nordrhein-Westfalen eingezeichnete Flugverbotszone für Drohnen zu sehen. Diese erstreckte sich von Jülich nach Ahaus, wo der nächste Castor-Transport nach jahrelangen Klagen stattfinden soll. Damit soll Brennelemente aus einem 1988 stillgelegten Versuchsreaktor zum Zwischenlager in Ahaus gebracht werden.

Eine aktualisierte Veröffentlichung ist bei Dipul.de noch immer zu sehen, wegen eines „polizeilichen Einsatzes bei Ahaus“ gilt sie vom 20. bis zum 27. März 2026. Die Grafiken und ein PDF zum Download zeigen zum Zeitpunkt dieser Meldung aber nur noch einen Kreis, nicht mehr die möglicherweise vorgesehenen Autobahnen, wie sie noch beim WDR zu sehen sind. Überraschend ist die rund 170 Kilometer lange Route indes nicht, wie auch der Sender schreibt: Es handelt sich um die kürzeste Verbindung über die Autobahnen von Süd nach Nord durch NRW.

Laut WDR waren die genauen Routen vom Abend des vergangenen Mittwochs bis zum Donnerstag noch öffentlich. Der Sender berichtet auch, dass eine Anfrage beim Verkehrsministerium nicht beantwortet, die erste Veröffentlichung aber gelöscht wurde. Damit bleibt unklar, wie es zu dem Fehler kommen konnte.

Lesen Sie auch


(nie)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Digitalminister Wildberger warnt vor dramatischen Jobverlusten durch KI


Deutschland muss sich nach Ansicht von Digitalminister Karsten Wildberger auf dramatische Jobverluste wegen des Vormarschs der Künstlichen Intelligenz einstellen. „Die Zeit, in der die Industrie eine Jobmaschine war, geht zu Ende“, sagte Wildberger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). „Mein Appell geht daher an alle Gruppierungen; an Arbeitgeber, Gewerkschaften und aus der Zivilgesellschaft: Wir müssen uns zusammenraufen und die Zukunft neu gestalten.“

Weiterlesen nach der Anzeige

Durch KI entstünden aber auch neue Arbeitsplätze, dies gelte es zu nutzen, sagte der CDU-Politiker. „Die schlimmste aller Antworten wäre es, zu sagen: Wir lehnen KI ab. Aufhalten können wir das nämlich nicht. Wir können und müssen alles tun, um auch als Gesellschaft von der KI zu profitieren.“

„Wenn wir in Deutschland die KI-Technologie führend anwenden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu deutlich überproportionalem Wachstum führt, sehr hoch“, sagte Wildberger. „Das wäre eine Grundvoraussetzung, um diesen Wandel überhaupt gestalten zu können.“ Es brauche deutlich höhere Steuereinnahmen, um mit dem Geld den Jobmarkt umbauen zu können. „Wenn die KI den Informatikern, Mathematikern und vielen anderen ihre Jobs wegnimmt, dann brauchen diese Menschen eine andere sinnvolle Betätigung.“

Ein bedingungsloses Grundeinkommen könne Teil einer Lösung sein, um die Umwälzungen am Arbeitsmarkt aufzufangen, sagte der Minister. „Wir Menschen brauchen eine sinnstiftende Tätigkeit. Kaum jemand kann doch nur zu Hause sitzen und Videos schauen, ohne verrückt zu werden.“


(nen)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Amazon will sich offenbar wieder an einem Smartphone versuchen


Amazon will sich offenbar wieder im Smartphone-Markt versuchen. Eine besonders einfache Nutzung der Amazon-Dienste soll das Gerät in die Lage versetzen, mit Apple, Samsung und Co zu konkurrieren. Es wäre nicht Amazons erster Versuch dieser Art: 2014 ging das Unternehmen bereits mit dem Amazon Fire Phone an den Start – und floppte gewaltig.

Weiterlesen nach der Anzeige

Über die neuen Pläne berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf vier mit der Angelegenheit vertraute Personen. Demnach soll das Projekt unter dem Namen Transformer laufen. Wie sich das Gerät von anderen Smartphones abheben soll, darüber ist bisher wenig bekannt. Es soll sich unterwegs mit Amazons Home Assistant Alexa synchronisieren lassen können. Zudem soll die Nutzung von Amazon-Diensten wie Prime Video, Prime Music oder Partnerdiensten wie Grubhub, einem US-Lieferdienst für Essen, besonders einfach sein – zudem soll der Fokus auf KI-Funktionen liegen. Details zum Verkaufspreis, Ausstattung, Erscheinungstermin oder Amazons angesetztes Entwicklungsbudget sind nicht bekannt. Noch befinde sich das Gerät in der Entwicklung.

Exklusive Cloud- und KI-Funktionalitäten wären durchaus ein Weg für Amazon, sich von der Smartphone-Konkurrenz abzusetzen. Den Reuters-Quellen zufolge wird Amazon Alexa nach seiner KI-freundlichen Überarbeitung intern als große Zukunftshoffnung gesehen. Das geplante Smartphone sei nun ein weiterer Versuch, Kunden zu mehr KI-Nutzung zu bewegen.

Amazons Debüt am Smartphone-Markt liegt schon über eine Dekade zurück und verlief alles andere als rosig: Im Juli 2014 startete der Verkauf des Fire Phones in den USA, im September auch in Deutschland. Zu seinen besonderen Funktonen gehörten unter anderem ein 3D-Display. Doch das Fire Phone hatte mit geringen Verkaufszahlen, unzufriedenen Kunden und schlechten Kritiken zu kämpfen. Schon ein Jahr später endete der Verkauf in den USA, in Deutschland sogar früher. Amazon gestand damals auch selbst ein, dass das Produkt ein Flop war.

Lesen Sie auch


(nen)



Source link

Weiterlesen

Beliebt