Künstliche Intelligenz
Halbmarathon in Peking: Humanoide Roboter schneller als Menschen
Bei einem Halbmarathon in China sind Roboter der menschlichen Konkurrenz erstmals davongelaufen. In Peking überquerte die ferngesteuerte Version des Humanoids „Blitz“ aus dem Team des Smartphone-Herstellers Honor trotz eines Sturzes kurz vor dem Ende nach 48 Minuten und 19 Sekunden als erster die Ziellinie, wie im Staatsfernsehen zu sehen war. Weil das Regelwerk für ferngesteuerte Roboter aber Extrazeit aufschlägt, wurde die Zeit auf rund 57 Minuten korrigiert.
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Gewonnen hatte deshalb ein weiterer „Blitz“ in der autonom laufenden Version, der nach 50 Minuten und 26 Sekunden ins Ziel rannte. Die Bestzeit von 2 Stunden, 40 Minuten und 42 Sekunden des Roboters „Tiangong Ultra“ aus dem Vorjahr wurde damit deutlich unterboten. Der bestehende Halbmarathon-Weltrekord eines Menschen liegt bei 57 Minuten und 20 Sekunden.
Die Zahl der Entwicklerteams aus Unternehmen und Hochschulen lag in diesem Jahr fünfmal höher, weshalb Dutzende weitere Humanoide an den Start gingen. Einige stürzten unterwegs oder prallten in die Begrenzungen der Rennstrecke. Der Kurs verlief über flache Passagen, Anstiege und 90-Grad-Kurven. Menschen und Roboter hatten die selbe Strecke, die mit Zäunen in zwei Spuren geteilt wurde: Links die natürliche, rechts die künstliche Intelligenz.
Roboter in TV und Alltag
In China, wo die Kommunistische Partei sogenannte „verkörperte Künstliche Intelligenz“ fördert und das Land in eine Führungsposition bringen will, sind die Roboter schon länger auf Messen oder in TV-Galashows als Tänzer oder Boxer im Ring zu sehen. Auch in Polen treibt sich mittlerweile ein chinesischer Roboter herum. Edward Warchocki, wie der Humanoid heißt, vertrieb dort unlängst Wildschweine und machte im Internet damit die Runde. Der Roboter stammt von der Firma Unitree, einem Vorreiter, den Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf seiner China-Reise besuchte.
PR-Stunt oder wissenschaftlicher Fortschritt?
China betont, bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz einen „menschenzentrierten“ Ansatz zu verfolgen. Gemeint ist: Die Technologie soll den Menschen helfen. Doch was bringen halbmarathonlaufende Roboter? Lorenzo Masia von der Technischen Universität München sieht darin einen wichtigen Stresstest für die Roboter. „Eine Distanz von 21 Kilometern zu bewältigen, erfordert nicht nur effiziente Fortbewegung, sondern auch Robustheit, Energiemanagement, thermische Stabilität sowie zuverlässige Wahrnehmung und Steuerung über längere Zeiträume“, sagt der Direktor des Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI).
Langandauernde Fortbewegung zwinge die Entwickler dazu, zentrale Engpässe anzugehen, wie die Batterieleistung, Haltbarkeit von motorischen Antriebseinheiten, Echtzeitsteuerung und Fehlertoleranz, sagt Masia.
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Wo die Roboter eines Tages nützen könnten
Im Alltag sind humanoide Roboter, die lange Strecken laufen, wohl eher kein Anwendungsfall. Der Experte für Chinas Digital-Wirtschaft, Liu Xingliang, sagt: „Es geht hier nicht darum, wer schneller rennen kann, sondern wer nützlichen Robotern immer näher kommt.“ Liu sieht Anwendungsfälle im Service oder im Haushalt, um alte Menschen zu unterstützen, oder in für Menschen gefährlichen Umgebungen wie Bränden oder bei Rettungseinsätzen.
Ein anderes Anwendungsfeld ist die Logistik. So testet die deutsche Drogeriekette Rossmann derzeit den „Walker S2“ des chinesischen Herstellers UBTech. Dieser Roboter kann theoretisch ohne jede Pausen arbeiten, weil er jeweils eines seiner zwei Akkupacks selbstständig wechseln kann.
(nie)
Künstliche Intelligenz
Daten-Turbo für die Forschung: Wie die DSGVO Innovationen beschleunigen soll
Wissenschaftliche Durchbrüche hängen heute mehr denn je von der Verfügbarkeit großer Datenmengen ab. Ob in der Medizin, der Soziologie oder bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz – personenbezogene Informationen gelten als einer der Treibstoffe für modernen Erkenntnisgewinn. Doch in der Forschungsgemeinschaft herrschte lange Unsicherheit, wie die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) mit der Dynamik innovativer Projekte vereinbar sind. Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) stellt nun mit neuen Leitlinien klar: Die DSGVO soll kein Hindernis für den Fortschritt sein, sondern ein verlässlicher Rahmen für verantwortungsvolle Innovation.
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Herausfordernd war bisher schon die Definition, was als privilegierte wissenschaftliche Forschung gilt. Nicht jedes datengetriebene Projekt kann die Ausnahmen der DSGVO für sich beanspruchen. Der EDSA liefert dafür jetzt sechs prägnante Indikatoren.
Ein Forschungsvorhaben muss demnach methodisch und systematisch vorgehen, anerkannte ethische Standards einhalten und eine hohe Transparenz sowie Überprüfbarkeit gewährleisten. Ferner legt die Richtlinie Wert auf die Autonomie der Forscher und die Verfolgung manifester wissenschaftlicher Ziele. Diese sollen das Potenzial haben, bestehendes Wissen zu erweitern. Werden die Kriterien erfüllt, greift die Vermutung der Wissenschaftlichkeit. Das senkt den bürokratischen Rechtfertigungsdruck für akademische Institutionen.
Ende der „Zweckbindungsfalle“
Weitreichend sind die Erläuterungen zur Zweckbindung. In der Praxis stellt sich oft erst im Verlauf einer Studie heraus, dass die erhobenen Daten auch für eine andere, ergänzende Forschungsfrage wertvoll wären. Bisher mussten Forscher in solchen Fällen mühsam prüfen, ob die neue Nutzung mit dem ursprünglichen Erhebungszweck vereinbar ist. Dieser Prozess mündete oft in rechtlichen Sackgassen. Laut den Leitlinien gilt die Weiterverarbeitung zu wissenschaftlichen Zwecken grundsätzlich als kompatibel mit dem Erstzweck. Diese Vermutung entlastet Forscher von komplexen Kompatibilitätstests, sofern die ursprüngliche Rechtsgrundlage der Datenerhebung tragfähig bleibt.
Ein weiteres praktisches Problem ist die Tatsache, dass zum Zeitpunkt der Datenerhebung oft noch nicht alle künftigen Detailfragen einer Untersuchung feststehen. Hier bestätigt der EDSA die Zulässigkeit einer „breiten Zustimmung“. Probanden können ihre Einwilligung also für weit gefasste Forschungsbereiche geben, statt für jede spezifische Analyse einzeln unterschreiben zu müssen.
Um den Schutz der Betroffenen dennoch zu wahren, müssen solche Zustimmungen durch zusätzliche Schutzmaßnahmen wie eine ethische Begleitkontrolle oder besondere technische Vorkehrungen flankiert werden. Ergänzend stärkt der EDSA das Modell des dynamischen Einverständnisses. Dabei kommunizieren Forscher über digitale Plattformen fortlaufend mit den Teilnehmern und können so Zustimmungen für neue Projektschritte einholen.
Werden Betroffenenrechte ausgehebelt?
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Auch bei den Rechten von Betroffenen will das Gremium für mehr Praktikabilität im Forschungsalltag sorgen. Zwar bleiben die Grundrechte auf Löschung oder Widerspruch bestehen. Der Ausschuss erkennt aber an, dass deren uneingeschränkte Ausübung die Integrität wissenschaftlicher Studien gefährden könnte. Wenn die Löschung eines Datensatzes die statistische Validität einer Forschungsreihe vernichten würde, können Wissenschaftler Anträge unter bestimmten Bedingungen ablehnen. Das gilt vor allem, wenn die Verarbeitung für Aufgaben im öffentlichen Interesse zwingend erforderlich ist.
Technisch rücken Anonymisierung und Pseudonymisierung stärker in den Blick. Der EDSA betont, dass das Ziel der Forschung immer mit dem geringstmöglichen Risiko für die Privatsphäre erreicht werden muss. Um die technische Umsetzung zu beschleunigen, hat der Ausschuss ein „Sprint-Team“ gebildet. Es soll bis zum Sommer Details zur Anonymisierung liefern.
Damit reagieren die EU-Datenschutzbeauftragten auf die Entwicklung im Bereich Re-Identifizierung durch KI. Hierzulande tobt seit Jahren ein Streit vor allem über den Ausverkauf von Gesundheitsdaten im Namen der Forschung. Interessenvertreter können bis zum 25. Juni im Rahmen einer Konsultation Feedback geben, bevor die Regeln greifen.
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(nie)
Künstliche Intelligenz
Top 7: Die beste Heißluftfritteuse im Test – Cosori Airfryer vor Ninja & Co.
Heißluftfritteusen erlauben einfaches, fettarmes Garen ab 50 Euro. Manche Modelle, wie der Testsieger Cosori, bieten sogar eine App.
Knusprige Pommes, saftige Hähnchenschenkel oder geröstetes Gemüse – und das mit wenig oder ganz ohne Öl: Heißluftfritteusen haben sich vom Nischenprodukt zum festen Bestandteil vieler Küchen entwickelt. Die Geräte arbeiten nach einem simplen Prinzip: Ein Heizelement erhitzt Luft, ein Hochgeschwindigkeitslüfter verteilt sie im Garraum. Dadurch entsteht eine intensive Konvektion, die Speisen von allen Seiten gleichmäßig gart und ihnen eine knusprige Oberfläche verleiht – ähnlich wie beim Frittieren in heißem Fett, aber deutlich fettärmer.
Für diese Bestenliste haben wir fünf im Preisvergleich sehr beliebte Heißluftfritteusen zwischen 50 und 250 Euro getestet und miteinander verglichen. Alle Modelle setzen auf das Schubladen-Design mit herausnehmbarem Garkorb, das sich als Standard durchgesetzt hat. Im Testfeld finden sich sowohl kompakte Single-Drawer-Geräte als auch Dual-Drawer-Modelle mit zwei getrennten Garzonen. Wir zeigen, welche uns am meisten überzeugt hat.
Welche ist die beste Heißluftfritteuse?
Testsieger ist die Cosori Turbo Tower Pro Smart für 279 Euro bei eBay. Sie hat im Test mit gleichmäßigen Garergebnissen, einer durchdachten App-Anbindung mit Fernsteuerung und einem insgesamt stimmigen Gesamtpaket überzeugt.
Einen besonderen Kniff bietet unser Technologiesieger auf Platz 2: die Philips NA555/00 Steam. Sie besitzt nicht nur zwei Garkörbe, sondern eine Dampfgarfunktion – und vereint dadurch zwei Gerätekategorien. Damit lässt sich nicht nur frittieren, sondern auch frisches Gemüse in kürzester Zeit zart dämpfen. Aktuell bekommt man sie bei Amazon für 199 Euro.
Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die Gorenje AF1350DWB für rund 50 Euro bei Amazon – ein Gerät, das für seinen Preis erstaunlich solide arbeitet und zeigt, dass ein guter Airfryer nicht teuer sein muss.
Was ist der Unterschied zwischen Airfryer und Heißluftfritteuse?
Kurz gesagt: Es gibt keinen. Die Begriffe Airfryer, Heißluftfritteuse und Air Fryer bezeichnen alle dasselbe Gerät. „Airfryer“ hat Philips als Markenname für seine Heißluftfritteusen geprägt, inzwischen hat sich der Begriff aber als generische Bezeichnung für die gesamte Produktkategorie etabliert – ähnlich wie „Tempo“ für Taschentücher.
Auch die gelegentlich auftauchende Bezeichnung „Actifry“ stammt von einem Hersteller, nämlich Tefal. Die Tefal Actifry unterscheidet sich allerdings konstruktiv: Sie besitzt einen Rührarm, der das Gargut während des Betriebs automatisch wendet. Klassische Heißluftfritteusen ohne Rührarm erfordern dagegen manuelles Wenden oder Schütteln auf halbem Weg – woran praktisch alle Geräte im Test per Signalton erinnern.
Wer in Onlineshops oder Testberichten nach „Airfryer“ oder „Heißluftfritteuse“ sucht, landet also bei denselben Geräten. Einen technischen Unterschied zwischen den Begriffen gibt es nicht. Lediglich die Bauform variiert – ob Schublade, Korb mit Deckel oder Minibackofen, aber das hat nichts mit der Bezeichnung zu tun.
Wie funktioniert eine Heißluftfritteuse?
Eine Heißluftfritteuse arbeitet im Kern wie ein kleiner, hocheffizienter Umluftofen. Ein ringförmiges Heizelement – meist eine Metall-Heizspirale – sitzt oberhalb des Garkorbs und erhitzt die Luft auf Temperaturen zwischen 80 und 200 Grad Celsius. Manche Modelle wie der Ninja Foodi Flex Drawer schaffen bis zu 240 Grad.
Ein direkt hinter dem Heizelement platzierter Radiallüfter drückt die heiße Luft mit hoher Strömungsgeschwindigkeit nach unten auf das Gargut. Die Luft strömt dabei auch durch die perforierten Löcher des Gitterkorbs hindurch, sodass das Gargut von allen Seiten umspült wird – auch von unten. Diese intensive, gerichtete Konvektion sorgt dafür, dass die Oberfläche der Speisen schnell Feuchtigkeit verliert und die sogenannte Maillard-Reaktion einsetzt: jene chemische Bräunungsreaktion zwischen Aminosäuren und Zucker, die für Röstaromen und Knusprigkeit verantwortlich ist.
Der entscheidende Unterschied zur klassischen Fritteuse: Statt das Gargut in heißes Öl zu tauchen, übernimmt die schnell zirkulierende Heißluft den Wärmetransport. Ein Esslöffel Öl oder ein kurzer Sprühstoß genügt, um Pommes, Nuggets oder Gemüse knusprig zu bekommen. Das reduziert den Fettgehalt der Speisen erheblich.
Gleichzeitig entfällt das lästige Entsorgen von Altöl, und die Geruchsbelastung in der Küche fällt deutlich geringer aus. Gegenüber einem herkömmlichen Backofen mit Umluftfunktion hat der Airfryer den Vorteil des deutlich kleineren Garraums: Die Luft erreicht schneller die Zieltemperatur, die Strömungsgeschwindigkeit ist höher, und die Aufheizphase entfällt praktisch – nach zwei bis drei Minuten ist der Garraum auf Betriebstemperatur.
Was kostet eine gute Heißluftfritteuse – und was bekommt man in welchem Preisbereich?
Der Markt für Heißluftfritteusen erstreckt sich von unter 30 Euro bis über 400 Euro. Unser Testfeld zwischen 50 und 250 Euro deckt dabei das Segment ab, in dem die meisten Käufer fündig werden. Im Einstiegsbereich bis 80 Euro finden sich solide Geräte mit einem einzelnen Garkorb, mechanischen oder einfachen digitalen Bedienelementen und grundlegenden Temperatureinstellungen. Unser Preis-Leistungs-Sieger Gorenje AF1350DWB für 50 Euro zeigt, dass hier bereits ordentliche Garergebnisse möglich sind – Abstriche gibt es bei der Verarbeitung, dem Bedienkomfort und der Programmvielfalt.
Im mittleren Segment zwischen 80 und 150 Euro steigt die Ausstattung spürbar: Touchdisplays, mehr voreingestellte Programme, größere Garkörbe und teils bereits Dual-Drawer-Konzepte gehören hier zum Standard. Auch die Verarbeitungsqualität der Antihaftbeschichtung und der Schubladenführung nimmt zu.
Ab 150 Euro kommen Features wie App-Steuerung, Smart-Home-Integration, flexible Raumteiler, Sichtfenster und höhere Maximaltemperaturen hinzu. Die Cosori Turbo Tower Pro Smart und der Ninja Foodi Flex Drawer gehören zu diesem Premium-Bereich und bieten entsprechend mehr Komfort und Flexibilität. Der Philips NA555/00 Steam Airfryer bietet hingegen einen integrierten Dampfgarer, etwa zum Dämpfen von frischem Gemüse.
Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt davon ab, wie häufig und vielseitig der Airfryer zum Einsatz kommt. Wer nur gelegentlich Pommes oder Nuggets zubereitet, ist mit einem günstigen Modell bestens bedient. Wer dagegen täglich kocht, verschiedene Garzonen benötigt oder den Garvorgang per App überwachen möchte, profitiert von den teureren Geräten.
Worauf sollte man beim Kauf einer Heißluftfritteuse achten?
Drei Kriterien verdienen beim Kauf besondere Aufmerksamkeit: Garergebnis, Bedienung und Reinigung. Das Garergebnis hängt maßgeblich von der Luftzirkulation und der Temperaturpräzision ab. Ein guter Airfryer hält die eingestellte Temperatur stabil und verteilt die Hitze gleichmäßig – sonst werden Pommes auf der einen Seite knusprig und auf der anderen weich. In unseren Tests hat sich gezeigt, dass hier die Preisunterschiede am deutlichsten durchschlagen: Günstige Geräte schwanken stärker in der Temperatur und haben teils Hotspots im Garraum.
Bei der Bedienung gilt: Ein übersichtliches Display, gut ablesbare Symbole und eine intuitive Menüführung sparen im Alltag Zeit und Nerven. Voreingestellte Programme für Pommes, Hähnchen, Fisch oder Gemüse erleichtern den Einstieg, sind aber kein Muss – wer Temperatur und Zeit manuell einstellt, hat ohnehin die volle Kontrolle. Entscheidender ist, wie gut die vordefinierten Programme tatsächlich abgestimmt sind: Manche Geräte liefern mit dem Pommes-Programm auf Anhieb ein angemessenes Ergebnis, bei anderen muss man Temperatur oder Zeit nachjustieren, weil die Werkseinstellungen zu niedrig oder zu hoch angesetzt sind.
Nice to have sind ein Sichtfenster (spart das Öffnen der Schublade und damit Wärmeverlust), ein flexibler Raumteiler für variable Zoneneinteilung und eine Warmhaltefunktion. Auf eine Maximaltemperatur über 200 Grad Celsius kann man für Pommes meist verzichten – wer allerdings Pizza backen oder Fleisch scharf anrösten möchte, profitiert von den 240 Grad der Top-Modelle. Ein Vorheizen ist bei den meisten Modellen nicht zwingend nötig, kann aber bei kurzen Garzeiten für gleichmäßigere Ergebnisse sorgen – drei Minuten gelten als guter Richtwert.
Wie viel Liter Fassungsvermögen sollte eine Heißluftfritteuse haben?
Die richtige Größe hängt direkt von der Haushaltsgröße und den typischen Portionen ab. Für ein bis zwei Personen reichen Geräte mit 2 bis 4 Litern Fassungsvermögen völlig aus – hier passen Pommes für zwei ordentliche Portionen hinein. Unsere günstige Gorenje AF1350DWB fällt mit ihrem kompakten Korb in diese Kategorie und eignet sich damit ideal für kleinere Haushalte oder als Zweitgerät.
Für drei bis vier Personen empfehlen sich Modelle mit 5 bis 8 Litern. Die meisten Dual-Drawer-Geräte in unserem Test – etwa die Tefal Jamie Oliver Dual Drawer oder die Haier I-Master Series 3 – bieten ein Gesamtvolumen in diesem Bereich, aufgeteilt auf zwei Schubladen. Das hat den Vorteil, dass sich zwei verschiedene Speisen gleichzeitig bei unterschiedlichen Temperaturen zubereiten lassen: Pommes bei 200 Grad in der einen Zone, Gemüse bei 160 Grad in der anderen. Wer regelmäßig für fünf oder mehr Personen kocht, sollte nach XXL-Modellen mit 8 Litern oder mehr Ausschau halten – oder in zwei Durchgängen arbeiten.
Wichtig dabei: Die Herstellerangaben zum Fassungsvermögen beziehen sich auf das Bruttovolumen des Korbs. Die tatsächlich nutzbare Kapazität fällt kleiner aus, denn Gargut sollte möglichst einlagig im Korb liegen, damit die Heißluft frei zirkulieren kann. Stapelt man Pommes zu hoch, werden die unteren Schichten weich statt knusprig. Deshalb lieber ein etwas größeres Modell wählen und den Korb nicht bis zum Rand füllen.
Was gelingt im Airfryer richtig gut – und was eher nicht?
Die absolute Paradedisziplin jeder Heißluftfritteuse sind Tiefkühl-Pommes und -Kroketten. Hier spielt das Gerät seine Stärken voll aus: Die Oberfläche wird knusprig, das Innere bleibt weich, und das Ergebnis kommt dem einer Fettfritteuse erstaunlich nahe – bei einem Bruchteil des Fettgehalts. Ebenso hervorragend gelingen Chicken-Wings, Hähnchenschenkel und panierte Schnitzel: Die Haut wird kross, das Fleisch bleibt saftig. Auch geröstetes Gemüse – Brokkoli, Blumenkohl, Zucchini, Süßkartoffel-Wedges – bekommt im Airfryer eine schöne Bräunung, die im Backofen deutlich länger dauern würde.
Aufgewärmte Pizza vom Vortag wird im Airfryer knuspriger als in jeder Mikrowelle und braucht nur drei bis vier Minuten. Und ein echter Alltagstipp: Brötchen aufbacken dauert im Airfryer fünf Minuten statt zehn im Backofen – morgens ein spürbarer Zeitgewinn.
Dann gibt es eine Grauzone: Frühstückseier lassen sich im Airfryer zubereiten, sowohl hart als auch weich gekocht (in der Schale, ohne Wasser), das Ergebnis ist aber nicht besser als im Topf – nur anders. Kuchen und Muffins funktionieren in kleinen, hitzebeständigen Förmchen grundsätzlich, aber die ungleichmäßige Hitzeverteilung in manchen Geräten führt zu unebener Bräunung. Realistisch betrachtet dürfte Kuchenbacken im Airfryer selten der Haupt-Einsatzzweck sein, wenn ein Backofen vorhanden ist.
Auch die One-Pot-Rezepte, die auf TikTok und Instagram kursieren – Pasta mit Soße direkt im Garkorb, überbackene Aufläufe, gefüllte Paprika – funktionieren zwar, haben aber einen entscheidenden Haken: Die Reinigung danach ist aufwendig, weil sich eingebrannte Soße oder Käse in den Perforationen des Gitterkorbs festsetzen.
Hat man eine Fritteuse mit integriertem Dampfgarer, wie den Philips NA555/00 Steam Airfryer, kann man auch Gemüse hervorragend dämpfen. In unserem Feldversuch konnten wir in 12 Minuten Brokkoli hervorragend dämpfen, sodass er zart wurde, aber trotzdem einen guten Biss hatte.
Was definitiv nicht in den Airfryer gehört: Speisen mit flüssigem Teig wie Bierteig für Fish and Chips oder Berliner – der Teig tropft durch den Rost, bevor er fest wird. Auch sehr leichte Zutaten wie einzelne Salatblätter, Kräuter oder dünne Reispapierblätter können vom Luftstrom aufgewirbelt und gegen das Heizelement gedrückt werden. Suppen, Eintöpfe und alles mit viel Flüssigkeit gehören ebenfalls nicht hinein. Als Faustregel gilt: Alles, was im Backofen auf einem Blech oder Rost gelingt, klappt meist auch im Airfryer – nur schneller.
Welches Zubehör für die Heißluftfritteuse lohnt sich?
Für die meisten Airfryer gibt es inzwischen ein breites Zubehörsortiment. Wer Zubehör kauft, sollte vorher die Innenmaße des eigenen Garkorbs ausmessen – nicht jedes Zubehör passt in jedes Modell, und ein zu großer Grillrost, der an den Wänden anstößt, behindert die Luftzirkulation.
Wirklich nützlich sind vorwiegend Grillroste und Spießaufsätze, die das Gargut erhöhen und so die Luftzirkulation verbessern – ideal für Hähnchenschenkel oder Gemüsespieße. Ebenfalls praktisch sind kleine Backformen aus Silikon oder Edelstahl, die in den Garkorb passen und sich für Muffins, Aufläufe oder Eiergerichte eignen. Ein Ölsprüher (ab 5 Euro) gehört fast schon zur Grundausstattung: Damit lässt sich eine hauchdünne Ölschicht gleichmäßig auf Pommes oder Gemüse auftragen, was die Knusprigkeit verbessert, ohne das Gargut in Fett zu ertränken.
Viele Nutzer legen Backpapier oder spezielle, vorgestanzte Airfryer-Papiereinlagen auf den Gitterboden, um sich die Reinigung zu ersparen. Die Idee klingt praktisch und kann bei den angesprochenen One-Pot-Rezepten sinnvoll sein, ist aber bei vielen anderen Gerichten kontraproduktiv.
Der Gitterkorb einer Heißluftfritteuse hat seine Perforierungen nicht ohne Grund: Die heiße Luft strömt von oben nach unten und durch die Löcher des Korbs auch wieder nach oben, sodass das Gargut von allen Seiten gleichmäßig gegart wird. Eine Lage Backpapier auf dem Gitter blockiert genau diesen Luftstrom von unten. Die Folge: Pommes werden auf der Unterseite nicht knusprig, sondern labbrig, und die Garzeit verlängert sich.
Sinnvoll kann Backpapier oder eine Silikonmatte bei Speisen sein, die durch den Rost fallen oder stark kleben würden – etwa kleine Garnelen, mariniertes Gemüse oder Käse-Snacks. Dann sollte das Papier aber möglichst viele Löcher haben (vorgestanzte Airfryer-Einlagen gibt es günstig zu kaufen) und nicht über den Rand des Gitters hinausragen, damit die Luftzirkulation so wenig wie möglich eingeschränkt wird. Wichtig: Backpapier nie ohne Gargut in den Airfryer legen und vorheizen – der Luftstrom kann das leichte Papier gegen das Heizelement drücken, wo es sofort verschmoren oder gar brennen kann.
Welche Zusatzfunktionen bieten Heißluftfritteusen mit App oder Dampfgarfunktion?
Einige der teureren Modelle – darunter unser Testsieger Cosori Turbo Tower Pro Smart – lassen sich per Smartphone-App steuern und überwachen. Konkret bedeutet das: Temperatur und Garzeit einstellen, den Garvorgang starten, pausieren oder stoppen, Benachrichtigungen erhalten, wenn das Essen fertig ist, und auf eine Rezeptdatenbank zugreifen. Manche Apps bieten darüber hinaus Firmware-Updates, mit denen neue Programme nachgeladen werden können.
Klingt komfortabel – aber benötigt man das wirklich? Offen gesagt: Für die meisten Nutzer ist die App ein nettes Extra, kein Muss. Wer den Airfryer in der Küche stehen hat und daneben kocht, benötigt keine Fernsteuerung vom Sofa. Die App wird dann interessant, wenn der Airfryer in einem anderen Raum steht oder wenn man die Garzeit präzise im Blick behalten möchte, ohne in der Küche zu stehen. Zum Befüllen oder Entleeren des Garguts muss man allerdings ohnehin vor Ort sein.
Auch die Rezeptdatenbanken können für Einsteiger hilfreich sein, weil sie passende Zeit-Temperatur-Kombinationen für verschiedene Speisen liefern. Der Haken: App-fähige Modelle kosten in der Regel deutlich mehr als vergleichbare Geräte ohne smarte Anbindung.
Noch neu am Markt sind Heißluftfritteusen mit Dampfgarfunktion. Philips hat entsprechende Modelle im Programm, die zusätzlich zur Heißluft Wasserdampf in den Garraum einblasen. Das soll besonders bei Brot, Brötchen und empfindlichem Gargut wie Fisch für bessere Ergebnisse sorgen. Ob das in der Praxis einen spürbaren Unterschied macht, werden wir in einem kommenden Test klären.
Ist eine Heißluftfritteuse ein Stromfresser?
Nein. Obwohl Heißluftfritteusen mit 1000 bis 2000 Watt Leistungsaufnahme auf dem Papier ordentlich zuschlagen, relativiert sich der Verbrauch durch die kurzen Garzeiten. Eine Portion Pommes ist im Airfryer nach 15 bis 20 Minuten fertig – ein Backofen benötigt dafür oft 25 bis 35 Minuten und muss obendrein vorgeheizt werden. Rechnet man den tatsächlichen Energieverbrauch pro Garvorgang, liegt die Heißluftfritteuse daher oft 20 bis 40 Prozent unter dem eines herkömmlichen Backofens – je nach Gerät, Gericht und Nutzungsprofil.
Konkret: Ein Airfryer mit 1500 Watt verbraucht bei 20 Minuten Betrieb grob 0,4 bis 0,5 Kilowattstunden (kWh), je nachdem, wie stark die Leistung nach dem Aufheizen gedrosselt wird. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde sind das etwa 12 bis 15 Cent pro Garvorgang. Wer den Airfryer drei- bis viermal pro Woche nutzt, landet damit im niedrigen bis mittleren zweistelligen Eurobereich pro Jahr. Bei täglicher Nutzung bewegen sich die Kosten typischerweise im mittleren zweistelligen Bereich.
Wie viel Watt eine gute Heißluftfritteuse haben sollte, hängt vom Fassungsvermögen ab: Kompakte Modelle kommen mit 1000 bis 1200 Watt aus, größere Dual-Drawer-Geräte benötigen 1400 bis 1800 Watt, um beide Garzonen ausreichend schnell aufzuheizen.
Wie reinigt man eine Heißluftfritteuse – und wie oft?
Die Reinigung gehört zu den angenehmsten Seiten des Airfryer-Alltags, denn sie ist deutlich unkomplizierter als bei einer klassischen Fritteuse mit Ölbad. Nach jedem Gebrauch sollte man den Garkorb und die Schublade herausnehmen und von Fettrückständen und Speiseresten befreien.
Bei allen Modellen in unserem Test sind Korb und Schublade spülmaschinengeeignet – das spart Zeit und sorgt für eine gründliche Reinigung. Dennoch empfiehlt es sich, die Herstellerangaben genau zu prüfen: Manche Antihaftbeschichtungen leiden langfristig unter aggressiven Spülmaschinen-Tabs, insbesondere solchen mit Bleichmittel oder hohem Chloranteil. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt ein mildes Spülmaschinenprogramm oder reinigt per Hand.
Bei der Handreinigung genügen warmes Wasser, ein mildes Spülmittel und ein weicher Schwamm. Scheuermilch, Stahlwolle oder harte Bürsten sind tabu – sie zerstören die Antihaftbeschichtung, und ohne diese haftet Gargut an, was die Reinigung erst recht zum Kampf macht. Das Gehäuse selbst lässt sich mit einem feuchten Tuch abwischen.
Etwa alle zwei bis vier Wochen lohnt sich ein Blick auf das Heizelement oberhalb des Garraums: Fettspritzer können sich dort festsetzen und bei hohen Temperaturen rauchen oder unangenehm riechen. Ein feuchtes Tuch oder ein mit Essigwasser getränkter Lappen beseitigen solche Ablagerungen zuverlässig – das Gerät muss dabei selbstverständlich vom Strom getrennt und vollständig abgekühlt sein.
Wie lange hält eine Heißluftfritteuse?
Bei normaler Nutzung – also mehrmals pro Woche – halten die meisten Heißluftfritteusen problemlos drei bis fünf Jahre. Die Schwachstelle ist dabei weniger der Motor oder das Heizelement, sondern die Antihaftbeschichtung des Garkorbs. Diese nutzt sich mit der Zeit ab, besonders wenn man mit Metallbesteck im Korb hantiert oder zu aggressive Reiniger verwendet. Ersatzkörbe bieten die meisten Markenhersteller als Zubehör an, was die Lebensdauer des Geräts insgesamt verlängern kann.
Hochwertigere Modelle mit Keramikbeschichtung oder dickeren PTFE-Schichten (umgangssprachlich „Teflon“) halten tendenziell länger als günstige Geräte mit dünner Beschichtung. Wer die Pflegehinweise beachtet – kein Metallbesteck im Korb, keine Scheuermittel, regelmäßige Reinigung – verlängert die Lebensdauer deutlich. Die gesetzliche Gewährleistung beträgt in Deutschland zwei Jahre. Einige Hersteller bieten darüber hinaus eine verlängerte Garantie an.
Wie viel Platz benötigt ein Airfryer?
Bevor es an die Modellauswahl geht, steht eine ganz praktische Frage im Raum: Wohin mit dem Gerät? Eine Heißluftfritteuse benötigt einen festen Stellplatz auf der Arbeitsfläche oder zumindest einen leicht zugänglichen Platz im Schrank. Die Geräte in unserem Test messen je nach Modell zwischen 25 und 40 Zentimeter in der Breite und 30 bis 40 Zentimeter in der Tiefe – das entspricht etwa der Stellfläche einer großen Küchenmaschine. Dual-Drawer-Modelle fallen tendenziell breiter aus als Single-Drawer-Geräte.
Erfahrungsgemäß gilt: Wer den Airfryer nach jedem Gebrauch in den Schrank räumt, nutzt ihn seltener. Ein fester Platz auf der Arbeitsfläche senkt die Hemmschwelle und sorgt dafür, dass das Gerät tatsächlich regelmäßig zum Einsatz kommt. Wer in einer kleinen Küche wenig Stellfläche hat, sollte sich ehrlich fragen, ob der Airfryer oft genug zum Einsatz kommt, um den Platz zu rechtfertigen. Für Gelegenheitsnutzer, die nur alle paar Wochen Pommes machen, reicht womöglich auch der Backofen mit Umluft. Wer hingegen mehrmals pro Woche frittiert, aufbackt oder grillt, wird den Airfryer schnell nicht mehr missen wollen.
Sind Mini-Heißluft-Backöfen eine Alternative?
Neben klassischen Heißluftfritteusen mit Schubladen-Design gibt es auch Mini-Heißluft-Backöfen – kompakte Tischgeräte mit Ofentür, Einschüben und oft zusätzlichen Funktionen wie Oberhitze, Unterhitze, Drehspieß oder Grill. Sie kosten je nach Ausstattung zwischen 60 und 250 Euro und bieten typischerweise 10 bis 30 Liter Garraum. Der wesentliche Vorteil gegenüber einem Airfryer: Man kann darin auch flache Speisen wie Pizza, Aufläufe oder Gratins zubereiten, die in einem Schubladen-Airfryer nur schwer oder gar nicht unterzubringen sind. Auch ganze Hähnchen passen in einen Mini-Backofen, während sie im Garkorb eines Airfryers an ihre Grenzen stoßen.
Der Nachteil: Mini-Backöfen benötigen mehr Platz auf der Arbeitsfläche und heizen langsamer auf. Die Konvektion ist weniger intensiv als bei einem dedizierten Airfryer, weil der Garraum größer ist und die Luft einen längeren Weg zurücklegt. Pommes und Chicken-Wings werden daher im Airfryer knuspriger als im Mini-Backofen.
Wer primär frittierähnliche Ergebnisse möchte, fährt mit einem klassischen Airfryer besser. Wer hingegen einen vollwertigen Zweitbackofen sucht, der auch Heißluft-Frittieren beherrscht, findet im Mini-Backofen die vielseitigere Lösung. Für kleine Küchen ohne eingebauten Backofen – etwa in Wohnheimen oder Ferienwohnungen – kann ein solches Kombigerät sogar die einzige Backmöglichkeit sein.
Was können Airfryer mit aufgesetztem Deckel?
Seit einiger Zeit finden sich auf dem Markt Heißluftfritteusen in einem ungewöhnlichen Formfaktor: Eine offene Schüssel bildet die Basis, auf die ein Deckel mit integriertem Heizelement und Lüfter aufgesetzt wird. Besonders bekannt hat dieses Format die Ninja Crispy gemacht. Hersteller bewerben diese Bauform als platzsparend und vielseitig, weil sich die Schüssel auch separat zum Servieren oder Marinieren nutzen lässt. Manche Modelle bringen zusätzlich einen Rührarm mit, der das Gargut automatisch wendet – das Tefal-Actifry-Prinzip in modernisierter Form.
In der Praxis haben solche Deckel-Airfryer allerdings Nachteile. Die Abdichtung zwischen Schüssel und Deckel ist konstruktionsbedingt weniger dicht als bei einem geschlossenen Schubladensystem. Dadurch entweicht mehr heiße Luft, was die Effizienz mindert und die Garzeiten verlängert. Auch die Knusprigkeit bleibt hinter klassischen Airfryern zurück, weil die Konvektion weniger fokussiert auf das Gargut trifft. Ein weiterer Punkt: Die Schüsseln bestehen häufig aus Glas oder Keramik und sind deutlich schwerer als ein Kunststoff-Drawer – das Handling beim Reinigen ist weniger komfortabel.
Sinnvoll kann diese Bauform für Nutzer sein, die ohnehin häufig Gerichte zubereiten, die regelmäßiges Rühren erfordern – etwa Gemüsepfannen, Reisgerichte oder Eintopf-ähnliche Zubereitungen. Für klassische Airfryer-Disziplinen wie Pommes, Wings oder paniertes Hähnchen bleibt das Schubladen-Design die bessere Wahl. Als einzige Heißluftfritteuse im Haushalt empfehlen sich die Deckel-Modelle daher eher nicht – als Ergänzung für spezielle Einsatzzwecke können sie aber ihren Platz finden.
Welche Heißluftfritteuse empfiehlt die Stiftung Warentest?
Die Stiftung Warentest hat im Test 01/2025 Heißluftfritteusen geprüft und dabei nicht einen einzelnen Sieger, sondern gleich mehrere Testsieger gekürt – jeweils mit der Note „gut (2,3)“. Bei den Geräten mit einer Kammer teilen sich drei Modelle den Testsieg: die Cosori CP158-AF (5,5 Liter), die mit ausgewogenen Garergebnissen und einfacher Bedienung überzeugt hat, die Ninja AF180DE, die besonders bei Handhabung, Sicherheit und niedrigem Stromverbrauch hervorsticht, sowie das Gourmetmaxx-Ofenmodell mit 12 Litern – ein Mini-Backofen-Airfryer mit großem Garraum.
Bei den Dual-Zone-Geräten mit zwei Kammern hat die Cosori CAF-R901-AEU den Testsieg geholt, ebenfalls mit Note „gut (2,3)“. Die Stiftung Warentest hebt hier die Sync-Funktion der zwei Garräume, die gute Handhabung und die Umwelteigenschaften hervor. Insgesamt zeigt der Warentest-Test, dass Cosori in beiden Kategorien vorn liegt – ein Ergebnis, das sich mit unserer Einschätzung deckt, auch wenn wir in unserem eigenen Test andere Modelle und teils andere Schwerpunkte setzen. Die vollständigen Ergebnisse finden sich auf test.de.
Welche Marke stellt die besten Heißluftfritteusen her?
Einen klaren Marktführer gibt es bei Heißluftfritteusen nicht – wohl aber Hersteller, die sich in bestimmten Bereichen hervortun. Ninja hat sich mit innovativen Features wie dem flexiblen Drawer-Trenner und hohen Maximaltemperaturen einen Namen gemacht und zählt zu den Technologieführern. Philips hat die Produktkategorie mit dem Airfryer einst populär gemacht und bietet nach wie vor ein breites Sortiment – inklusive der neuen Modelle mit Dampfgarfunktion. Tefal punktet mit durchdachter Verarbeitung und dem Actifry-Konzept mit Rührarm. Cosori hat sich als starker Herausforderer etabliert, der smarte Funktionen zu wettbewerbsfähigen Preisen bietet – das bestätigen auch die Ergebnisse der Stiftung Warentest.
Auch Discounter-Eigenmarken wie Silvercrest (Lidl) tauchen regelmäßig in Suchanfragen auf. Hinter Silvercrest steckt kein einzelner Hersteller, sondern Lidl lässt die Geräte von wechselnden OEM-Produzenten fertigen. Die Qualität schwankt daher von Modell zu Modell. Grundsätzlich gilt: Die Marke allein entscheidet nicht über die Qualität – entscheidend sind Garergebnis, Verarbeitung und das Preis-Leistungs-Verhältnis des konkreten Modells.
Testverfahren: So testen wir Heißluftfritteusen
In unseren Tests prüfen wir jede Heißluftfritteuse praxisnah. Im Kern steht der Gartest: Wir bereiten in jedem Gerät tiefgekühlte Pommes, frische Hähnchenschenkel und gemischtes Gemüse zu. Dabei bewerten wir die Gleichmäßigkeit der Bräunung, die Knusprigkeit der Oberfläche und den Garzustand im Inneren. Vor allem fühlen wir dem Automatikprogramm auf den Zahn: Liefert das Pommes-Programm auf Anhieb ein angemessenes Ergebnis, oder muss man nachsteuern?
Die Aufheizgeschwindigkeit messen wir, indem wir die Zeit stoppen, die das Gerät benötigt, um die eingestellte Zieltemperatur zu erreichen. Den Stromverbrauch ermitteln wir mit einer haushaltsüblichen AC-Messsteckdose. Zudem prüfen wir die Wärmeentwicklung am Gehäuse: Wie heiß werden Außenwände, Griffe und die Oberseite während des Betriebs? Dafür messen wir die Oberflächentemperatur mit einer Wärmebildkamera – ein wichtiger Sicherheitsaspekt, gerade, wenn Kinder im Haushalt leben.
Ferner bewerten wir die Verarbeitungsqualität (Materialien, Spaltmaße, Haptik der Schubladenführung, Qualität der Antihaftbeschichtung), die Bedienung (Übersichtlichkeit des Displays, Reaktionszeit der Tasten, Intuitivität der Menüführung, App-Funktionalität sofern vorhanden) sowie die Reinigungsfreundlichkeit (Spülmaschinentauglichkeit, Zugänglichkeit des Heizbereichs). Zudem spielt die Lautstärke der Geräte eine Rolle. In die Gesamtwertung fließt schließlich das Preis-Leistungs-Verhältnis ein, denn ein Testsieger muss nicht nur gut sein, sondern auch seinen Preis rechtfertigen.
Fazit
Heißluftfritteusen haben sich ihren festen Platz in der Küche verdient – nicht als Ersatz für Backofen oder Herd, aber als schnelle, energiesparende und fettarme Ergänzung. Unser Test zeigt: Bereits ab 50 Euro liefern Airfryer solide Garergebnisse, die für Gelegenheitsnutzer völlig ausreichen. Wer mehr Komfort, bessere Verarbeitung und smarte Features wie App-Fernsteuerung möchte, investiert zwischen 150 und 250 Euro und bekommt dafür Geräte wie die Cosori Turbo Tower Pro Smart, den Ninja Foodi Flex Drawer oder den Philips NA555/00 Steam Airfryer.
Das Grundprinzip hinter den Geräten ist dabei identisch – ob Airfryer, Heißluftfritteuse oder Air Fryer auf der Verpackung steht, spielt keine Rolle. Entscheidend vor dem Kauf ist die ehrliche Frage: Wie oft und für wie viele Personen kommt das Gerät zum Einsatz – und hat man Platz dafür? Für Gelegenheitsnutzer und kleine Haushalte reicht ein kompaktes, günstiges Modell. Wer regelmäßig für die Familie kocht und Wert auf Flexibilität legt, profitiert von einem Dual-Drawer-Gerät mit getrennten Temperaturzonen. Am Ende zählt, was auf dem Teller landet: knusprig, fettarm und in einem Bruchteil der Zeit, die ein Backofen benötigt.
Weitere Themen rund um den Haushalt sind unter anderem:
Künstliche Intelligenz
NRW-Datenschutzbeauftragte warnt vor Datennutzung um jeden Preis
Die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen, Bettina Gayk, hat ihren 31. Tätigkeitsbericht für das Jahr 2025 vorgelegt – und schlägt deutliche Töne an. Im bevölkerungsreichsten Bundesland stiegen die Eingaben auf einen historischen Höchstwert, zugleich warnt Gayk vor einer schleichenden Aushöhlung der Grundrechte durch KI-Euphorie und übereilte Gesetzgebung. „Datennutzung ist in aller Munde und das neue Synonym für Fortschritt. Ich möchte aber davor warnen, die Gefahren ungezügelter Datennutzung zu ignorieren“, so Gayk.
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Beschwerden explodieren – Bußgelder nahe einer halben Million Euro
Laut Tätigkeitsbericht erreichten im Jahr 2025 insgesamt rund 18.060 Eingaben die Behörde – ein Plus von rund 45 Prozent gegenüber dem bisherigen Höchststand von 12.490 Eingaben im Vorjahr. Besonders auffällig ist der Anstieg bei den individuellen Datenschutzbeschwerden: Sie kletterten von 7.539 auf 12.592 Fälle, ein Zuwachs von mehr als 67 Prozent.
Für Gayk sind die Zahlen auch ein Beleg dafür, dass Datenschutz bei den Menschen angekommen ist: Die Bürgerinnen und Bürger wollten, dass auf ihre Rechte geachtet werde, ihnen seien die Arbeit und der Auftrag der Behörde wichtig.
KI als zweischneidiges Schwert – Kritik an NRW-Sicherheitsgesetzen
Ein zentrales Thema des Berichts ist der Einsatz künstlicher Intelligenz durch Sicherheitsbehörden. Gayk übt scharfe Kritik am überarbeiteten Polizeigesetz und am neuen Verfassungsschutzgesetz NRW. In beiden Gesetzen seien unzureichende Regelungen zur Nutzung und zum Training von KI geschaffen worden, die weder die unterschiedlichen Auswirkungen der vielfältigen KI-Anwendungen noch die sich aus der Datenbasis ergebenden Probleme ausreichend würdigten.
Die Landesbeauftragte differenziert dabei klar: Es sei weniger kritisch, wenn KI zum Formulieren sprachlich verständlicher Schreiben genutzt werde. Sollten hingegen mittels KI die Wahrscheinlichkeit potenzieller Straftaten oder Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Tendenzen ermittelt werden, könne sich das ganz erheblich auf die Privatsphäre aller Bürgerinnen und Bürger auswirken. Besonders problematisch ist dabei, dass beide Gesetze die Nutzung behördlicher Datenbestände für KI-Training erlauben, auch die Nutzung personenbezogener Daten, wenn die Anonymisierung voraussichtlich mit einem hohen Aufwand verbunden ist. Gayk warnt, große Datenbestände seien fast nie aktuell, Fehler in den Ursprungsdaten könnten schlimmstenfalls zur Verfolgung Unschuldiger führen.
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NRW weitet Polizeibefugnisse trotz Verfassungsrüge aus
Dabei nimmt Gayk auch Bezug auf Palantirs Datenanalyse-Software – in NRW als DAR (Datenanalyse und Recherche) bekannt. Die LDI befürchtet, dass US-Behörden über den Cloud Act und den Foreign Intelligence Surveillance Act Zugriff auf Polizeidaten erhalten könnten.
Nach einer klaren Rüge des Bundesverfassungsgerichts hätte Nordrhein-Westfalen sein Polizeigesetz eigentlich präzisieren und grundrechtskonform nachschärfen müssen. Stattdessen habe die Landesregierung die Gelegenheit genutzt, die Befugnisse der Polizei zur Datenanalyse und zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz deutlich auszuweiten – und dabei zentrale Kritikpunkte weitgehend ignoriert. Gayk warnt, dass einige Regelungen „dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit nicht ausreichend Rechnung tragen“.
Höchst eingriffsintensive Durchforstungen des polizeilichen Datenbestands
Die LDI NRW sieht darin einen massiven Eingriff: „Höchst eingriffsintensive Durchforstungen des polizeilichen Datenbestands“ würden ermöglicht – bei gleichzeitig unzureichenden gesetzlichen Hürden. Besonders problematisch sei, dass damit der Grundsatz der Zweckbindung faktisch ausgehebelt werde: Bürger würden die Kontrolle darüber verlieren, wofür ihre einmal erhobenen Daten künftig verwendet werden.
Zwar sieht das Gesetz eine Anonymisierung vor, doch diese kann entfallen, wenn sie „voraussichtlich mit einem hohen Aufwand verbunden“ ist. Denn gerade KI-Systeme sind darauf ausgelegt, versteckte Zusammenhänge in Daten zu erkennen – auch dann, wenn offensichtliche Identifikatoren entfernt wurden. „Eine Anonymisierung gestaltet sich damit generell schwierig“, heißt es in der Bewertung. Das Risiko, dass Personen indirekt wieder identifizierbar werden, bleibt hoch – auch für Zeug*innen oder Opfer, deren Daten in polizeilichen Systemen gespeichert sind.
Auch bei der Speicherung von Daten bleibt das Gesetz hinter den verfassungsrechtlichen Anforderungen zurück. Die Neuregelung in NRW differenziert jedoch nicht ausreichend zwischen verschiedenen Speicherzwecken. So werden Daten zur Gefahrenabwehr, zur Dokumentation und zur späteren Nutzung „in einem Abwasch“ geregelt – obwohl sie unterschiedlich stark in Grundrechte eingreifen. Die Folge: zu lange Speicherfristen, fehlende Nutzungsbeschränkungen und eine insgesamt unklare Rechtslage.
Nächste Klage wahrscheinlich
Besonders deutlich wird die Kritik der Datenschutzbeauftragten in einem Punkt: Ihre Einwände wurden im Gesetzgebungsverfahren vollständig ignoriert. „Leider konnte die LDI NRW keine Auseinandersetzung mit ihren Bedenken feststellen“, heißt es im Fazit.
Verfassungsschutz: Web-Crawling und Kamerazugriff
Beim neuen Verfassungsschutzgesetz kritisiert Gayk, dass im Wesentlichen unbeschränkt mögliches Web-Crawling möglich ist, außerdem die nicht näher eingegrenzte Nutzung von Datenanalysetools mittels KI, die Nutzung von Verfassungsschutzdaten zum KI-Training sowie neu eingeräumte Zugriffsmöglichkeiten auf private Videoüberwachungsanlagen. Die Stellungnahme der LDI NRW ist als Landtagsdrucksache 18/2863 abrufbar. Besonders der Kamera-Zugriff sorgte für Aufsehen. Der Sachverständige Prof. Mark A. Zöller nannte die Regelung „in einem Rechtsstaat vollkommen inakzeptabel“.
300.000 Euro Bußgeld gegen 1N Telecom
Zudem enthält der Bericht auch drastische Einzelfälle, etwa das von 1N Telecom, einem Telekommunikationsunternehmen aus NRW. 1N Telecom erhielt Ende 2025 ein Bußgeld von 300.000 Euro. Über einen Zeitraum von nahezu zwei Jahren versandte das Unternehmen personalisierte Werbeschreiben, die dem Anschein nach aus der Feder eines bekannten großen Telekommunikationsunternehmens stammten. Trotz hunderter Beschwerden und klarer Datenschutzverstöße ignorierte das Unternehmen die Maßnahmen der LDI und änderte seine Geschäftspraktiken nicht.
Social Media
Weitere Fälle betreffen den Gesundheitsbereich. Mehrfach sind Pflegekräfte aufgefallen, die Pflegebedürftige durch Reels oder Livestreams im Internet zur Schau gestellt hatten – teils über Snapchat, teils als Livestreams während Nachtschichten. In keinem der geprüften Fälle war das Vorgehen rechtlich zulässig. Eine Arztpraxis veröffentlichte ohne Einwilligung Bilder einer Patientin zur Brustvergrößerungssimulation – inklusive versehentlich lesbarem Klarnamen. Das Bild war zehn Stunden über den Instagram-Account mit mehreren tausend Followern abrufbar; die LDI leitete ein Bußgeldverfahren ein.
Ebenfalls mit Gesundheitsdaten befasste sich ein Verfahren rund um den Online-Verkauf von Arzneimitteln. Bereits 2019 hatte die LDI NRW mehr als zehn Apotheken in NRW überprüft und festgestellt, dass keine von ihnen beim Online-Verkauf apothekenpflichtiger Medikamente eine Einwilligung der Besteller in die Nutzung ihrer Daten einholte. Die Apotheken argumentierten, bei nicht verschreibungspflichtigen Mitteln ließen sich keine Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand ziehen. Die LDI und die Gerichte sehen das anders: Auch Bestelldaten nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel seien in Kombination mit Name und Lieferadresse als Gesundheitsdaten im Sinne der DSGVO zu werten.
Ebenfalls für Aufsehen sorgte bei der LDI ein sogenanntes Versicherungs-„Datenkartell“: Knapp 40 Versicherer aus Deutschland und Liechtenstein tauschten zur Betrugserkennung Kundendaten über einen gemeinsamen E-Mail-Verteiler aus – darunter Gesundheitsdaten und Daten Minderjähriger. Und ein Onlinedienst-Anbieter hatte über Jahre rechtswidrig Standortdaten von Nutzerinnen und Nutzern an Dritte weitergeleitet; die Daten landeten schließlich bei einem US-Databroker.
Datenpannen: Cyberangriffe dominieren
Die Meldungen zu Datenpannen erreichten mit 2.844 Fällen ebenfalls einen neuen Rekord (2024 waren es 2.170). Mit 34 Prozent waren Cyberangriffe die häufigste Ursache, gefolgt von Fehlversand (24 Prozent) und unbefugter Weitergabe (20 Prozent). Bei einer Sonderprüfung von 33 Universitätskliniken und Krankenhäusern fiel auf: Zwölf Kliniken gaben an, dass ihnen 2023 und 2024 keine einzige Datenpanne bekannt wurde – was die LDI für unwahrscheinlich hält und auf lückenhafte interne Meldeprozesse hindeutet.
Apple, Schulen und digitale Souveränität
Im Schulbereich bleibt die iPad-Nutzung ein Dauerthema. Bedenken hinsichtlich der iCloud konnten bislang noch nicht vollständig ausgeräumt werden. Für Gayk ist eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der in der iCloud gespeicherten Daten, bei der die Schlüssel nicht bei Apple liegen, die datenschutzrechtlich nachhaltigste Lösung. Bis zur vollständigen Klärung rät die LDI zum Verzicht auf die iCloud. Ergänzend begrüßt die Behörde das länderübergreifende Projekt „telli“, das Schulen eine datenschutzkonforme Nutzung von KI-Sprachmodellen über pseudonymisierte Accounts ermöglichen soll.
Kritik an Zentralisierungsdebatte
Ein regelmäßiger Vorwurf der Wirtschaft, die Datenschutzaufsicht sei uneinheitlich, löste eine Diskussion über die Zentralisierung der Datenschutzaufsicht aus. Gayk hält diese Idee für abwegig. Wer eine faire und grundrechtekonforme Datenverarbeitung wolle, solle keine Hand an die föderale Datenschutzaufsicht legen, sondern einen ortsnahen Zugang zur Prüfung von Datenverarbeitungen aufrechterhalten.
Teil einer bundesweiten Entwicklung
Die NRW-Zahlen fügen sich nahtlos in ein bundesweites Bild ein. In Hessen meldete der Datenschutzbeauftragte Alexander Roßnagel einen Anstieg der Beschwerden um 58 Prozent auf 6.070 Fälle, in Baden-Württemberg verzeichnete Prof. Tobias Keber sogar ein Plus von über 90 Prozent auf 7.673 Beschwerden – ein Trend, den die Tätigkeitsberichte beider Länder ausführlich dokumentieren. Mehrere Landesbehörden nennen übereinstimmend KI als zentralen Treiber der Entwicklungen – sowohl weil sich Beschwerden inzwischen KI-gestützt formulieren lassen, als auch weil der Einsatz von KI-Systemen in Verwaltung, Polizei und Wirtschaft neue Datenschutzrisiken schafft. Gemeinsam ist den Berichten zudem die Sorge vor der wachsenden Abhängigkeit von Unternehmen aus den USA und China, die Forderung nach mehr digitaler Souveränität sowie die Warnung vor überhasteten Gesetzgebungsverfahren, die Grundrechte unzureichend berücksichtigen.
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(mack)
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