Apps & Mobile Entwicklung
HP IQ: Copilot-Gegenspieler für Business-Kunden mit Local-AI-Focus
Mit HP IQ stellt HP eine KI-Plattform für Business-PCs vor, die als zusätzliche Schicht über Windows arbeitet. Die Lösung kombiniert lokale KI-Verarbeitung, Gerätesteuerung und automatische Vernetzung im Büro. Ziel ist es, typische Arbeitsabläufe zu vereinfachen und Funktionen direkt im Nutzungskontext bereitzustellen.
Eine eigene KI-Plattform für Business-PCs
Mit HP IQ hat HP zur Hausmesse HP Imagine 2026 eine neue KI-Plattform für Business-PCs vorgestellt. Dahinter steckt keine einzelne Funktion, sondern eine zusätzliche Software-Schicht auf Windows-Ebene, die Arbeitsabläufe, Geräte und Anwendungen miteinander verknüpfen soll. HP positioniert IQ funktional in einem ähnlichen Bereich wie Microsoft Copilot, bindet die Plattform aber eng an eigene Hardware und den Einsatz in Unternehmen.
Im Mittelpunkt stehen typische Office-Aufgaben: Dokumente zusammenfassen, Inhalte durchsuchen, Meeting-Notizen erstellen oder Systemeinstellungen per Sprache anpassen. Die Bedienung erfolgt über Text- oder Spracheingaben direkt auf dem Gerät. Anders als klassische Cloud-Assistenten sollen viele dieser Funktionen lokal auf AI-PCs ausgeführt werden, um Latenzen zu reduzieren und sensible Daten auf dem Gerät zu halten. Voraussetzung sind dementsprechend CPUs respektive SoCs mit mindestens 40 TOPS NPU-Leistung („Copilot+ PCs“).
Lokale KI-Verarbeitung als Kernansatz
Technisch setzt HP auf ein hybrides Modell. Ein lokales Modell mit rund 20 Milliarden Parametern übernimmt einen Großteil der Aufgaben direkt auf dem PC. Nur wenn es erforderlich ist und die Unternehmensrichtlinien es erlauben, werden Anfragen an Cloud-Dienste weitergereicht. HP begründet das mit geringeren Kosten, schnellerer Reaktion und vor allem mit Datenschutz.
Die Funktionen sollen über eine kontextabhängige Oberfläche bereitgestellt werden, die situativ eingeblendet wird. Ziel ist es, Aktionen ohne App-Wechsel anzustoßen und Nutzer im Arbeitsfluss zu halten. HP spricht hier von einer „intelligenten Oberfläche“, die sich bei der fertigen IQ-Software an Kontext und Nutzung anpassen soll, statt als klassische Anwendung permanent im Vordergrund zu stehen.
Geräte werden automatisch verbunden
Ein zentrales Element von HP IQ ist die Vernetzung von HP-Geräten. Über die sogenannte NearSense-Technologie erkennen sich kompatible HP-Geräte in der Umgebung automatisch und können miteinander interagieren. Dazu gehören neben PCs auch Drucker sowie Poly-Konferenzsysteme.
Konkret ermöglicht das unter anderem die direkte Dateiübertragung zwischen Geräten ohne vorherige Einrichtung, das automatische Verbinden mit Konferenzräumen oder den Beitritt zu Meetings per Klick. Prinzipiell entspricht das einer AirDrop-ähnlichen Dateiübertragung und Apples Continuity-System, allerdings im Kontext von Unternehmensgeräten und gemeinsam genutzter Infrastruktur.
Klar an Unternehmen adressiert
HP IQ richtet sich – zumindest derzeit – ausschließlich an den Unternehmensbereich. Unterstützt werden zunächst ausgewählte EliteBook-, ProBook- und Workstation-Modelle sowie passende Konferenzlösungen. Die Plattform lasse sich in bestehende IT-Strukturen integrieren und wird über HPs Workforce Experience Platform oder Tools wie Microsoft Intune verwaltet, erklärt der Hersteller. IT-Abteilungen sollen Richtlinien definieren, Updates ausrollen und die Nutzung überwachen können. Auch der Funktionsumfang kann je nach Gerät und Konfiguration variieren.
Rollout im Laufe des Jahres
Erste Geräte mit vorinstallierter HP-IQ-App sollen ab Frühjahr 2026 im Rahmen eines Early-Access-Programms verfügbar sein. Eine breitere Einführung ist für die zweite Jahreshälfte geplant, weitere Funktionen sollen schrittweise folgen. Zum Start ist die Nutzung auf Englisch beschränkt.
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Ja, ich nutze auf dem System direkt integrierte KI-Assistenz
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Nein (aber ich nutze Drittanbieter Apps oder KI im Browser)
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Nein (ich setzte gar keine KI-Assistenten auf der Arbeit ein)
HP IQ ist damit weniger ein eigenständiger Assistent als der Versuch, die Nutzung von KI auf dem PC stärker selbst zu kontrollieren und nicht vollständig dem Betriebssystem oder Cloud-Diensten zu überlassen. Während Microsoft KI-Funktionen direkt in Windows integriert, setzt HP auf eine zusätzliche Schicht, die Hardware, Geräteumgebung und Arbeitskontext einbezieht.
Besserer Copilot oder Bloatware?
Das kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Microsoft seine Copilot-Strategie für Windows 11 bereits neu bewertet. Nach anhaltender Kritik an zu vielen und teils wenig hilfreichen KI-Funktionen wurden geplante Integrationen wieder gestrichen oder zurückgestellt, um die Einbindung weniger aufdringlich zu gestalten.
Ob HPs Ansatz im Alltag tatsächlich einen Vorteil bieten kann, wird sich also zeigen müssen. Entscheidend dürfte sein, ob HP IQ tatsächlich gewollte KI-Prozesse und Standardaufgaben spürbar vereinfachen kann – oder lediglich eine weitere Abstraktionsschicht über bestehende Funktionen legt, die von Nutzern als Bloatware abgestempelt wird.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von HP im Rahmen einer Veranstaltung des Herstellers in New York unter NDA erhalten. Die Kosten für Anreise, Abreise und Hotelübernachtung wurden von HP getragen. Eine Einflussnahme des Herstellers auf die oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Meta Glasses: Neue KI-Brillen starten mit 26 Varianten
Meta erweitert gemeinsam mit EssilorLuxottica das Angebot an KI-Brillen um eine neue Produktlinie unter eigenem Namen. Die Meta Glasses sollen Technik der bisherigen Modelle übernehmen, zum Start in 26 Varianten erscheinen und einen Einstandspreis von 299 US-Dollar haben.
Drei Fassungen zum Start
Nach Ray-Ban Meta und Oakley Meta folgt mit Meta Glasses eine weitere Produktlinie aus der Zusammenarbeit von Meta und EssilorLuxottica. Anders als die bisherigen Modelle tritt hier nicht eine bekannte Brillenmarke in den Vordergrund, sondern Meta selbst. Zum Start nennt der Konzern drei Fassungsformen: Adventurer, Fury und Meta Glasses by Kylie. Adventurer ist als rechteckige Fassung in zwei Größen vorgesehen, Fury setzt auf eine auffälligere Form, während das Kylie-Modell als schmale ovale Fassung beschrieben wird.
Insgesamt sollen 26 Kombinationen aus Farben, Gläsern und Rahmen verfügbar sein. Die Brillen sind laut Meta auch mit Korrektionsgläsern kompatibel. Der europäische Meta-Store listet die Adventurer und Fury ab 309 Euro, die Starfire Kylie Edition ab 419 Euro.
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Meta Glasses by Kylie (Bild: Meta)
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Muse Spark für Meta AI
Die Meta Glasses sind laut Hersteller die ersten KI-Brillen des Unternehmens, die ab dem ersten Tag mit Meta AI auf Basis von Muse Spark starten. Das Modell soll multimodale Funktionen ermöglichen, also etwa Anfragen zur Umgebung beantworten. Meta nennt als Beispiele unter anderem Sportergebnisse, Restaurantempfehlungen, Kalenderfragen oder allgemeine Unterstützung im Alltag.
Parallel kündigt Meta weitere Softwarefunktionen an. Eine „Dynamic Photo“ genannte Funktion soll mehrere Bilder aufnehmen und anschließend einen Vorschlag für die beste Aufnahme machen. Für Brillen ohne Display soll außerdem eine Fußgängernavigation mit Schritt-für-Schritt-Hinweisen folgen. Die Live-Übersetzung wird um 14 Sprachen erweitert, darunter Japanisch, Mandarin, Hindi und Koreanisch.
Datenschutz bleibt ein Streitpunkt
Wie bei bisherigen Kamera-Brillen dürfte auch bei den Meta Glasses die Frage nach Privatsphäre und Alltagstauglichkeit eine Rolle spielen. Meta verweist auf Einstellungen zur Kontrolle geteilter Daten und auf eingebaute Schutzmaßnahmen für Personen in der Umgebung. Entscheidend wird aber weiterhin sein, wie deutlich Außenstehende erkennen können, wann eine Brille aufnimmt oder KI-Funktionen nutzt.
Die neuen Brillen sind laut Meta ab sofort über Meta.com sowie ausgewählte Händler erhältlich.
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Ab 7 nm abwärts: Chip-Fertiger TSMC soll alle Advanced Nodes teurer machen

Laut dem meist gut informierten Journalisten Tim Culpan hebt der Auftragsfertiger TSMC nicht nur beim modernen 3-nm-Prozess die Preise an. Kunden müssen demnach bei allen „Advanced Nodes“ mit steigenden Preisen rechnen. Damit sind sämtliche Prozesse ab 7 nm und darunter gemeint, die zuletzt 74 Prozent des Geschäfts ausmachen.
„TSMC-Kunden mussten Preiserhöhungen bei allen fortschrittlichen Fertigungsprozessen hinnehmen“ lautet die Überschrift des Berichts von Tim Culpan. Diese Herstellungsprozesse sind zusammen für 74 Prozent des Umsatzes von TSMC verantwortlich, was die Größenordnung verdeutlicht. In vorherigen Berichten waren primär von Preissteigerungen im jüngsten 3-nm-Prozess berichtet worden, schon seinerzeit wurde aber auch erkannt, dass ältere Nodes ebenfalls im Preis anziehen werden, es nur eine Frage der Zeit sei.
Die Preissteigerungen sollen im Bereich von 5 bis 10 Prozent noch relativ moderat ausfallen. Allerdings gibt es dazu widersprüchliche Aussagen, so Culpan. Je nach Produktkategorie, Prozess und Kunde könne es zudem anders aussehen. Einige Kunden, mit denen der Journalist gesprochen habe, würden sogar befürchten, dass auch die noch älteren „Legacy Nodes“ teurer werden könnten. In einer Grafik wird der Anteil der jeweiligen Nodes am Jahresumsatz von TSMC veranschaulicht.
TSMC macht es den Speicherherstellern nach
Als Ursache für die Preisanhebungen beim weltgrößten Auftragsfertiger für Halbleiterprodukte mit Hauptsitz in Taiwan sei der Blick auf die Speicherhersteller: „Der taiwanesische Auftragsfertiger musste zusehen, wie seine Konkurrenten im Speicherbereich von höheren Preisen profitierten, und wollte ebenfalls davon profitieren, wie Führungskräfte meinen Quellen zufolge angaben“, heißt es weiter in dem Bericht.
Bekanntlich sind die Preise für Speicherchips wie DRAM und NAND durch die extrem hohe Nachfrage für Rechenzentren deutlich gestiegen. Das bekommen nicht nur Unternehmen, sondern letztlich auch Endverbraucher zu spüren.
Da TSMC unter anderem zahlreiche Prozessoren und Grafikchips für Kunden wie Apple, AMD, Nvidia und Qualcomm herstellt, drohen also auch bei deren Halbleiterprodukten steigende Preise. Inwieweit sich das auf die Endprodukte auswirkt, die schon durch die hohen Speicherpreise teurer wurden, bleibt abzuwarten. Moderne SSD-Controller werden zum Beispiel in einem 6-nm-Prozess bei TSMC hergestellt, der auch unter die „Advanced Nodes“ fällt. Auch im 7-nm-Verfahren sind noch diverse Mikroprozessoren und Netzwerkchips zu Hause.
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Linux: Cosmic-Desktopumgebung 1.1 erschienen, das sind die Neuerungen

System76 hat Cosmic Epoch 1.1 für Pop!-OS und andere Linux-Distributionen veröffentlicht. Ein eigener Systemmonitor ersetzt dabei das zuvor genutzte Gnome-Pendant, doch auch viele andere Cosmic-Apps haben Überarbeitungen erfahren.
Auf den Release von Cosmic 1.0 im Dezember des vergangenen Jahres folgt nun rund sechs Monate später die Version 1.1 der in der Programmiersprache Rust geschriebenen Desktop-Umgebung von System76. Neben dem neuen Cosmic-Monitor, der bald standardmäßig in Pop!-OS statt des Gnome-Systemmonitors verwendet wird, gibt es eine ganze Reihe an Fehlerbehebungen für Cosmic-Files, die Cosmic-Einstellungen, das Cosmic-Terminal, das Cosmic-Panel und mehr.
Update 1.1 für Cosmic im Überblick
Zukünftig sollen Minor-Updates der eigenen Desktop-Umgebung regelmäßiger erscheinen, wie System76 in den Patchnotes für Cosmic Epoch 1.1.0 auf GitHub schreibt. Dabei bringt das jüngste Update Änderungen und Korrekturen für insgesamt 12 Systembestandteile und Apps. So haben die Entwickler beispielsweise eine ruckelnde Animation beim Minimieren von Cosmic-Applets behoben und die Wallpaper-App Cosmic-BG bietet jetzt rekursives Durchsuchen von Verzeichnissen nach Hintergrundbildern an.
Cosmic-Comp, der Wayland-Compositor des Cosmic-Desktops, lässt Anwender jetzt angepinnte Workspaces benennen und beherrscht Ausnahmen für das Fenster-Tiling. Darüber hinaus haben die Entwickler eine ganze Reihe an Fehlern in Cosmic-Comp behoben, die zuvor zu Abstürzen geführt haben. Und der Cosmic-Editor soll nun auch leere Dateien ohne Endung korrekt öffnen können.
Der Dateimanager Cosmic-Files unterstützt jetzt die Bild-auf- und Bild-ab-Tasten. Ferner konnte ein Fehler in Cosmic-OSD behoben werden, wodurch das Overlay für die Lautstärkeregelung jetzt auch erscheint, wenn die Ein- und Ausgabelautstärken identisch sind. Und wenn Fractional Scaling verwendet wird, reicht das Cosmic-Panel bei entsprechend gewählter Option dank eines in Cosmic 1.1 eingeflossenen Bugfixs auch bis zum Rand.
Cosmic-Settings, die Systemeinstellungs-App des Cosmic-Desktop von System76, hat eine Fehlerbereinigung beim Importieren von OpenVPN-Dateien erhalten und nutzt jetzt in einem bestimmten Fall eine neue Programmierschnittstelle. Der zugehörige System-Dienst cosmic-settings-daemon von Cosmic-Settings unterstützt nun die Varlink-API für das PipeWire-Audiosystem.
Zudem arbeitet das Terminal Cosmic-Term jetzt etwas effizienter, da das System-Thema jetzt nicht mehr bei jedem Aufruf der Menüleiste von der Festplatte gelesen wird. Und für die Schnittstelle xdg-desktop-portal-cosmic steht nun eine bessere Anordnung der Ausgänge im Bildschirmaufnahme-Dialog zur Verfügung. Weitere Details können den englischsprachigen Patchnotes zu Cosmic Epoch 1.1.0 auf GitHub entnommen werden.
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