Apps & Mobile Entwicklung
Insta360 Snap: Selfie-Bildschirm für die Kameras der Smartphone-Rückseite

Insta360 bringt mit dem Snap einen Selfie-Bildschirm für die Smartphone-Rückseite auf den Markt. Somit lassen sich die rückseitigen Kameras, die im Regelfall eine höhere Qualität als die eigentliche Selfie-Kamera abliefern, für Selbstporträts nutzen. Laut Insta360 ist das Zubehör zu Apple- und Android-Smartphones kompatibel.
Die Nutzung der rückseitigen Kameras auch für Selfies ist im Regelfall faltbaren Fold- oder Flip-Smartphones vorbehalten. Dort lässt sich im aufgeklappten Modus der vordere Bildschirm als Sucher und Vorschau für die Kameras nutzen. Insta360 argumentiert, dass die meisten Menschen bei normalen Smartphones für Selfies weiterhin zur deutlich schwächeren Frontkamera greifen – eben weil sie sich während der Aufnahme nicht sehen können. Das soll sich mit dem Insta360 Snap ändern. Der Hersteller richtet sich damit an „Nano-Creator, Vlogger und alltägliche Storyteller“.
USB-C spiegelt den Smartphone-Bildschirm
Der Selfie-Bildschirm lässt sich magnetisch an der Rückseite des Smartphones befestigen, wird mittels USB-C mit diesem verbunden und liefert dann eine Echtzeit-Vorschau der rückseitigen Kameras. Insta360 nennt eine Latenz von 30 ms und erklärt, dass Pairing und Aufladen aufgrund der USB-C-Verbindung entfallen. Der Bildschirm spiegelt das Smartphone-Display und ermöglicht das Anpassen zentraler Einstellungen, des Bildausschnitts sowie die Steuerung von Smartphone-Funktionen.
Kompatibel sind viele Apple- und Android-Smartphones
Der Hersteller nennt eine Reihe von Apple- und Android-Smartphones, die zum Insta360 Snap kompatibel seien. Aufgeführt werden (fast) alle Modelle des iPhone 17, iPhone 16 und iPhone 15. Nicht kompatibel sind iPhone Air und iPhone 17e sowie iPhone 14 und früher mit Lightning-Anschluss. Bei Samsung werden Galaxy S26 bis Galaxy S21 und das Galaxy 10+ genannt, bei Google nur das Pixel 9 Pro und Pixel 8. Bei Huawei stehen Pura 80, Pura 70, P60 bis P30 sowie Mate 70, 40 und 30 auf der Liste. Oppo ist mit dem Find X9 Pro, Find X8 Ultra, Find X7 Ultra und Find N5 vertreten, bei OnePlus sind es 15, 13, 12 und 8 Pro. Xiaomi 17, 15 und 14 werden ebenfalls unterstützt.
Grundsätzlich gilt aber, dass das Smartphone über einen USB-C-Anschluss verfügen muss, der umgekehrtes Laden unterstützt. Darüber hinaus muss über diesen Anschluss auch DisplayPort unterstützt werden, um den Bildschirm zu spiegeln. Das wiederum lässt sich vorab über den Anschluss an einen Monitor oder Fernseher verifizieren. Seien diese drei Voraussetzungen erfüllt, dann lasse sich das Zubehör verwenden, selbst wenn das Smartphone nicht in der offiziellen Support-Liste genannt wird.
Insta360 kommt optional mit Ringlicht
Insta360 bietet das Zubehör in zwei Ausführungen an: ohne oder mit Ringlicht. Das sei in Kooperation mit Amiro entstanden, ein auf Beauty-Produkte spezialisierter Hersteller. Einstellen lassen sich Farbtemperatur und Helligkeit.
Mit dem Licht liegt das Insta360 Snap bei 95,99 Euro, ohne bei 85,99 Euro. Der Verkauf erfolgt über Amazon, den eigenen Store von Insta360 und „ausgewählte Händler“.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Insta360 unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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DE-CIX: Fußball-WM führt zu neuem Rekord beim Datenverkehr

Während des Achtelfinales der Fußball-WM zwischen Argentinien und Ägypten erreichte der Datenverkehr am Internetknotenpunkt DE-CIX einen neuen Höchstwert. Das gilt sowohl über alle DE-CIX-Standorte hinweg gemessen als auch direkt an Europas größtem Internetknotenpunkt in Frankfurt am Main.
Der Rekordwert wurde gestern Abend, den 7. Juli 2026, um 20:05 Uhr gemessen. Über alle Standorte hinweg lag der Datenverkehr bei 29,517 Terabit pro Sekunde (3,69 TB/s). Direkt in Frankfurt wurde mit 19,636 Tbit/s ein neuer Höchststand ermittelt. In den letzten fünf Jahren hat sich der maximal gemessene Wert damit fast verdoppelt, das Plus liegt bei 89 Prozent.
Das Cloud- und Streaming-Zeitalter treibt den Datenverkehr nach oben
Die Gründe sind wenig überraschend. Cloud-Dienste sowie Streaming-Angebote und KI-Anwendungen treiben den Datenverkehr nach oben, das Wachstum ist konstant. „Die WM unterstreicht einen Trend, den wir seit Jahren beobachten“, sagt DE-CIX-CEO Ivo Ivanov. Das gelte nicht nur für spezielle Events wie Spieltage bei einer Fußball-WM. Datenintensive Dienste erfordern dauerhaft eine leistungsfähige Infrastruktur, so Ivanov.
Dass ein Rekordwert bei der WM ermittelt wird, passt aber ins Bild. Streaming löst das klassische Fernsehen immer mehr ab, Übertragungsformate werden zudem hochauflösender. Was also entsteht, ist mehr Datenverkehr. Insbesondere, wenn wie bei einem WM-Spiel die Streams weltweit nahezu gleichzeitig starten, entstehen Spitzenlasten.
Das betrifft neben den großen Märkten auch kleinere Anbieter, wie der DE-CIX in einer Mitteilung von Anfang Juli erklärte. So verzeichnete etwa ein lokaler Telko-Betreiber aus Kap Verde – also einem Land mit wenigen Einwohnern, das erstmals bei der WM teilnahm – ein merkliches Traffic-Wachstum. Verursacht wurde es vor allem durch Video-Streaming während den WM-Spielen.
DE-CIX als globaler Infrastrukturbetreiber
Der DE-CIX betreibt mehr als 60 Internet- und Cloud-Knotenpunkte in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika, dem Nahen Osten und Asien. Über das globale Interconnection-Ökosystem werden mehr als 4.600 Netzwerke verbunden. Die digitale Infrastruktur ermöglicht den direkten Austausch von Internetdienstanbietern, Cloud-Anbietern, Content-Plattformen und Unternehmen.
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LG OLED W6: Besonders dünne LG-OLED-Fernseher starten teurer

LG verkündet die Verfügbarkeit der neuen OLED-Fernseher der W6-Serie. Das „W“ steht für Wallpaper und meint die besonders flache Ausführung, wodurch Anschlüsse in eine separate Box wandern. Die Montage ist an der Wand vorgesehen. Die Modelle mit 77 Zoll und 83 Zoll Diagonale sind allerdings teurer als ursprünglich angekündigt.
UVP angehoben, Handel unterbietet deutlich
Den OLED Evo W6 mit 77 Zoll (OLED77W69LA) hatte LG Anfang März zum UVP von 5.999 Euro in Aussicht gestellt. Doch jetzt zum Marktstart im Juli liegt die unverbindliche Preisempfehlung bei 6.499 Euro, also 500 Euro darüber.
Beim größeren 83-Zoll-Modell (OLED83W69LA) ist der Preisunterschied zu den vorherigen Angaben noch größer: Statt 7.999 Euro sind es nun 8.999 Euro, also ganze 1.000 Euro mehr. Eine Begründung für die höheren Preise liefert die knappe Pressemitteilung wiederum nicht. LG hatte allerdings bereits Ende März über höhere Preise informiert.
Beide Wallpaper-Fernseher und weitere OLED-Modelle wie der G6 und C6 waren Premieren zur CES Anfang Januar in Las Vegas.
Im Handel werden diese Preisempfehlungen aber unterboten: Das 77-Zoll-Modell wird bei manchen Händlern aktuell für ab 5.099 Euro und der 83-Zoller für ab 6.499 Euro angeboten. Damit liegen die „echten“ Preise bereits deutlich unter den alten UVP.
W6 wird etwas dicker
Die neue Generation der LG OLED W6 fällt mit einer Tiefe von 9,9 mm zwar erneut flach aus, ist allerdings etwas dicker als die Vorgänger. Dafür sind nun Lautsprecher integriert, während zuvor eine externe Soundbar beigelegt wurde. Für den Anschluss wird aber weiterhin eine separate Tuner-Box benötigt, die sogenannte „Zero Connect Box“. Diese ist nun kleiner und verfügt über vier statt bisher drei HDMI-Buchsen. Da Bild- und Tonsignale drahtlos an den Fernseher übertragen werden, kann sie nahezu beliebig aufgestellt werden. Die maximale Reichweite liegt allerdings bei 10 Metern. Die Auflösung 4K UHD wird mit bis zu 165 Hz unterstützt.
Mehr Informationen zu den schlanken OLED-Fernsehern liefern die Produktseiten beim Hersteller:
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Informationsfreiheitsgesetz: Protest gegen Änderungen durch die Bundesregierung wächst
In einem offenen Brief an die Bundesregierung fordern 110 zivilgesellschaftliche Organisationen, Medien, Verbände und Initiativen die Rücknahme der geplanten Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz (IFG). Nach ihrer Auffassung kämen die vorgesehenen Anpassungen einer faktischen Abschaffung der viel genutzten Regelung gleich.
De facto Abschaffung der Bürgerkontrolle befürchtet
Das Bündnis wertet die geplanten Änderungen als erheblichen Eingriff in die Informations- und Pressefreiheit sowie in die demokratische Kontrolle staatlichen Handelns. In dem an die Bundesregierung, das Bundesinnenministerium und die Mitglieder des Innenausschusses des Deutschen Bundestages gerichteten offenen Brief warnen die Unterzeichner davor, dass das IFG im Falle einer Verabschiedung der Pläne faktisch seine Wirkung verlieren und der Zugang zu staatlichen Informationen massiv eingeschränkt werden würde. Hinzu kommt, dass die vom Koalitionsausschuss beschlossenen Änderungen nach Auffassung der Verfasser im Widerspruch zu den Vereinbarungen des Koalitionsvertrags von 2025 stehen. Darin hatten Union und SPD angekündigt, das Informationsfreiheitsgesetz mit einem Mehrwert für Bürger und Verwaltung weiterentwickeln zu wollen. Die nun geplanten Änderungen würden diesem Anspruch jedoch nicht gerecht, sondern stattdessen zu erheblichen Einschränkungen führen.
Mit dem Schreiben (PDF) wollen die Unterzeichner den politischen Druck auf die Bundesregierung im Streit um die Zukunft des Informationsfreiheitsgesetzes erhöhen. Sie fordern die Regierung auf, sämtliche Pläne zur Einschränkung des Gesetzes aufzugeben und das bestehende Recht auf Informationsfreiheit uneingeschränkt zu erhalten.
Anträge wären nur noch wenigen möglich
Die Initiatoren des Schreibens kritisieren insbesondere den geplanten Nachweis eines „berechtigten Interesses“ als Voraussetzung für künftige IFG-Anträge, der zahlreiche Antragsteller ausschließen würde. Nach den Plänen dürften nur noch natürliche Personen entsprechende Anträge stellen, darüber hinaus wolle die Koalition prüfen, ob dieses Recht künftig auf in Deutschland lebende deutsche Staatsangehörige und EU-Bürger beschränkt werden soll. Damit würden unter anderem zivilgesellschaftliche Organisationen, Journalisten sowie Menschen ohne deutsche oder EU-Staatsangehörigkeit ausgeschlossen. Zusätzlich sollen weitere Ausnahmeregelungen für Ablehnungen sowie die Abschaffung der Gebührendeckelung von 500 Euro diskutiert werden, wodurch eine Frage schnell mehrere tausend Euro kosten kann. Die Unterzeichner befürchten deshalb, dass ein Großteil der heute zulässigen IFG-Anträge nach den Änderungen nicht mehr möglich wären und ohne nähere Begründung abgelehnt werden könnten.
Nach Ansicht der Organisationen ist das Informationsfreiheitsgesetz seit zwei Jahrzehnten ein zentrales Instrument zur Aufdeckung von Korruption, Machtmissbrauch und Missständen in Behörden. Die geplanten Änderungen würden investigative Berichterstattung deutlich erschweren, die öffentliche Kontrolle staatlichen Handelns schwächen und das Vertrauen in politische Institutionen weiter beschädigen.
Gegenwind wächst schnell an
Die Bundesregierung begründet den Umbau des IFG unter anderem mit Bürokratieabbau, der Stärkung der staatlichen Resilienz sowie dem Schutz kritischer Infrastruktur. Die Unterzeichner des offenen Briefes stellen diese Argumentation allerdings infrage und verweisen darauf, dass das geltende Gesetz bereits heute ausreichende Möglichkeiten biete, sicherheitsrelevante Informationen zu schützen. Stattdessen sehen sie in den Plänen von CDU und SPD die Möglichkeit, ein für Verwaltung und Politik zunehmend unangenehm gewordenes, von der Bevölkerung jedoch intensiv genutztes Kontrollinstrument abzuschaffen. Laut einer im Brief angeführten Studie wünschen sich 83 Prozent der Menschen in Deutschland mehr Transparenz und einen einfacheren Zugang zu Informationen staatlicher Stellen. Eine von FragDenStaat initiierte Petition verzeichnete zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bereits mehr als 413.000 Unterzeichner.
Auch außerhalb des offenen Briefes ist der Widerstand in den vergangenen Tagen deutlich gewachsen. So befürchten sowohl der Chaos Computer Club als auch die Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten von Bund und Ländern (IFK) eine faktische Abschaffung der bisherigen Regelung.
Gesetz soll Ende des Jahres kommen
Nach den Plänen der Bundesregierung soll das Bundesinnenministerium unter der Leitung von Innenminister Alexander Dobrindt in den kommenden Monaten einen entsprechenden Gesetzentwurf ausarbeiten, der zum Ende des Jahres von den Fraktionen beschlossen werden soll.
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