Künstliche Intelligenz
iX-Workshop IT-Sicherheit: Pentests methodisch planen, anfordern und analysieren
Penetrationstests (Pentests) sind effektive Maßnahmen, um Schwachstellen und Lücken in der eigenen IT-Infrastruktur aufzudecken. Dabei werden IT-Systeme und Netzwerke mit Methoden und Techniken, die auch von echten Angreifern oder Hackern eingesetzt werden, auf ihre Angriffssicherheit überprüft und mögliche Schwachstellen identifiziert.
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In der Regel entscheiden Unternehmen, ob sie Penetrationstests selbst durchführen oder einen externen Experten damit beauftragen. Grundlage für die Durchführung ist eine Ausschreibung, in der Umfang und Schwerpunkte des Tests definiert werden. Die Parameter richten sich nach der individuellen Infrastruktur des Unternehmens, den spezifischen Anforderungen und dem Bedarf.
Im iX-Workshop Penetrationstests: Methodik verstehen, richtig ausschreiben und Ergebnisse auswerten erweitern Sie Ihr Verständnis für Penetrationstests und lernen, worauf es ankommt, wenn Sie Ihre IT-Systeme und Anwendungen professionell durchleuchten lassen wollen.
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Februar 24.02. – 25.02.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 12:30 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 27. Jan. 2026 |
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Juni 30.06. – 01.07.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 12:30 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 02. Jun. 2026 |
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September 29.09. – 30.09.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 12:30 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 01. Sep. 2026 |
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Dezember 15.12. – 16.12.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 12:30 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 17. Nov. 2026 |
An zwei Vormittagen bekommen Sicherheitsbeauftragte, sowie Systemarchitekten und -administratoren eine umfassende Methodenkompetenz für Testbereiche wie Port- und Vulnerability -Scans, Webanwendungen und Endgeräte. Sie hilft ihnen, klassische Fallstricke zu erkennen – nicht nur bei der eigentlichen Durchführung von Penetrationstests, sondern auch bei der Analyse und Bewertung der gewonnenen Ergebnisse.
Sicherheitsexperte Tobias Glemser führt durch diese Schulung. In seiner Tätigkeit als BSI-zertifizierter Penetrationstester, Technischer Leiter für Penetrationstests und OWASP German Chapter Lead verfügt der Geschäftsführer des IT-Sicherheitsunternehmens secuvera über umfangreiche Praxiserfahrung.

(ilk)
Künstliche Intelligenz
Flacher Mini-PC mit starkem Ryzen 7 & USB4 für 525 Euro: Nipogi AM21 im Test
Der Nipogi AM21 liefert mit dem AMD Ryzen 7 8745HS eine Leistung auf Top-Niveau und bietet eine starke Port-Auswahl mit gleich zweimal USB-C.
Als Teil der Mini-PC-Union stellen Nipogi, Acemagic und Co. regelmäßig neue Mini-PC oder neue Varianten bereits vorhandener Mini-PCs vor – so auch hier. Der Nipogi AM21 mit Ryzen 7 8745HS ist dabei die modernere und damit effizientere Version des AM21 – gegenüber dem zuvor getesteten Modell mit Ryzen 9 6900HX (Testbericht). Das System gehört so aktuell zur Oberklasse und bietet 1 TB Speicher und 32 GB RAM. Obendrein punktet der Mini-PC wieder mit zweimal LAN und zweimal USB-C. Wir zeigen, wie gut sich der AM21 gegen die breite Palette an weiteren Mini-PCs mit Ryzen 7 8745HS schlägt.
Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Ausstattung: Welche Hardware bietet der Nipogi AM21?
Der AMD Ryzen 7 8745HS ist mittlerweile ein echter Klassiker im Einstiegsbereich der Oberklasse. Dabei bietet das SoC 8 Kerne und 16 Threads, setzt aber nur auf die Zen4-Architektur („Hawk Point“). Dabei handelt es sich im Grunde also nur um eine Neuauflage der 7000er-Serie. Dennoch gehört die CPU leitungstechnisch zur Spitze und taktet maximal mit 4,9 GHz. Die TDP ist grundsätzlich mit 35 W angesetzt, kann aber vom Systemkonfigurator noch deutlich erhöht werden – Nipogi gibt diese mit 45 W an.
Eine NPU für die effiziente lokale Nutzung neuronaler Netze ist nicht mit an Bord. Dabei handelt es sich aktuell ohnehin nur um eine Wette für die Zukunft, da die meisten Programme dato NPUs nicht nutzen. Die Grafikeinheit ist die Radeon 780M mit 12 Kernen (Compute Units) und bis zu 2,6 GHz Taktrate. Für eine integrierte GPU ist die 780M enorm stark und ermöglicht sogar schon leichtes Gaming.
Zu einer starken iGPU gehört auch schneller RAM, weshalb der AM21 gleich 32 GB mit 5600 MT/s (Megatransfers/s) im DDR5-Standard bietet. Die beiden 16-GB-Module arbeiten im Dual-Channel und sind von einem mutmaßlich chinesischen No-Name-Hersteller. Laut Nipogi ist das Aufrüsten auf 96 GB problemlos möglich, was wir ebenfalls bestätigen können.
Beim Speicher gibt es 1 TB mit einer schnellen M.2-NVMe-SSD von Rayson im Formfaktor 2280. Mit Crystaldiskmark messen wir 4783 MB/s im Lesen und 4415 MB/s im Schreiben. Die Festplatte soll über PCIe 4.0 x4 angebunden sein, dafür sind die Geschwindigkeiten allerdings ein wenig gering. Das Mainboard bietet noch einen weiteren Steckplatz für eine M.2-SSD im Formfaktor 2280. Der Hersteller gibt das Kapazitätslimit mit 4 TB für den zweiten Slot an, demnach wären insgesamt bis zu 8 TB möglich.
Bei den Anschlüssen stellt der Mini-PC zweimal HDMI 2.1 und zweimal USB-C bereit. Dabei handelt es sich nur bei Port auf der Rückseite um USB4 mit 40 Gbps und Displayport (DP 1.4) und Eingangsstromversorgung. Auf der Vorderseite gibt es nur USB 3.2 in Typ C mit 10 Gbps, aber auch Displayport 1.4.
Auch beim LAN ist genaues Hinsehen erforderlich, hier gibt es nämlich einen Port mit Gigabit-LAN und einen mit 2,5-Gigabit-LAN. Immerhin ist alles präzise beschriftet, was eine Verwechslung der Anschlüsse ausschließt. Die Stromversorgung erfolgt neben USB4 im Typ C auch per klassischer DC-Buchse.
Drahtlos funkt der Mini-PC leider nur mit Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2. Hier hätten wir uns zumindest das neuere Wi-Fi 6E mit zusätzlichem 6-GHz-Band für höhere Geschwindigkeiten im aktuell noch wenig genutzten Frequenzbereich gewünscht. Die Kommunikation findet über die Chipsätze Realtek RTL8168/8111 für Gigabit-Ethernet, Realtek RTL8125 Gaming für 2,5-Gigabit-LAN und Realtek RTL8852BE für die drahtlosen Schnittstellen statt.
Performance: Wie schnell ist der Nipogi AM21?
In PCmark 10 ist der Ryzen 7 8745HS eine echte Wundertüte und liegt bei Werten zwischen 5000 (am Ninkear M8) und fast 7500 Punkten (am Minisforum UM870 Slim) – natürlich stark abhängig von TDP, Kühlung und spezifischem Leistungsprofil. Leider hat sich der Benchmark von PCmark 10 geändert und ist nun in der Version 2.0, weshalb wir das Ergebnis von durchschnittlich 8131 Punkten nicht direkt ins Verhältnis setzen können.
Darum auf zum nächsten, vergleichbaren Benchmark: 3DMark Time Spy. Hier erreicht der AM21 3207 Punkte, davon 2864 für die Grafik und 9982 für die CPU. Damit liegt das System hinter dem UM870 Slim (3365 Punkte) und dem Acemagic W1 (Testbericht) (3225 Punkte, jeweils mit identischem Prozessor). Cinebench R24 liefert die selbe Erkenntnis, hier erreicht der AM21 104 Punkte im Single- und 872 Punkte im Multicore.
Der Cross-Platform-Benchmark Geekbench 6 attestiert dem Mini-PC 2546 Punkte im Single- und 12.333 Punkte im Multicore. Der OpenCL-Grafikbenchmark von Geekbench liefert ein Ergebnis von soliden 28.735 Punkten. Alles in allem bewegt sich der AM21 damit im oberen Mittelfeld von allen getesteten Mini-PCs mit Ryzen 7 8745HS.
Nipogi AM21 (8745HS) – Bilderstrecke
Nun aber zum Gaming: Wir spielen wieder Anno 1800 und Cities Skylines 2.
In ersterem spielen wir in Full HD, wählen zunächst das sehr hohe Grafik-Preset und aktivieren FSR (FidelityFX Super Resolution) im Modus „Qualität“. So erhalten wir initial sehr starke 30 FPS beim Blick auf die 50.000-Einwohner-Stadt unseres fortgeschrittenen Endlosspiels. Allerdings sinkt die Bildrate bereits nach kurzer Zeit und stabilisiert sich dann bei nurmehr 20 FPS. Für ein flüssigeres Spielerlebnis wechseln wir zu den hohen Einstellungen, wobei wir zuerst 37 FPS erhalten. Das System pendelt sich dann bei soliden 25 FPS bereits nach kurzer Zeit ein. Damit ist das Spiel erstaunlich gut spielbar und die Optik kaum beeinträchtigt.
In dem fordernderen Titel Cities Skylines 2 spielen wir in Full HD zuerst mit dem hohen Grafikeinstellungen mit deaktivierter dynamischer Auflösungsskalierung. So erhalten wir im Schnitt nur 10 FPS (Frames per Second) in unserem jungen Endlosspiel mit knappen 12.000 Einwohnern. Das Herunterstellen auf mittlere Einstellungen mit konstanter dynamischer Auflösungsskalierung resultiert in 3 zusätzlichen FPS.
Mit niedrigen Einstellungen und damit einer automatischen dynamischen Skalierung erhalten wir schon 22 FPS, was das Spiel direkt flüssiger wirken lässt. Bei sehr niedrigen Einstellungen ist die Auflösungsskalierung wieder konstant, dafür schwanken die FPS hier deutlich mehr. Mit durchschnittlich 23 FPS gibt es auch kaum einen Zugewinn, verglichen mit den niedrigen Einstellungen.
Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Nipogi AM21?
Durch die moderne Architektur ist der Ryzen 7 sehr sparsam und verbraucht im Idle gerade einmal 7 bis 8 W, sofern keine USB-Geräte angeschlossen sind. Unter Volllast des Systems mittels Aida64 steigt der Verbrauch für die ersten vier Minuten auf 72 W an. Dabei taktet die CPU mit rund 3,4 GHz, die iGPU mit knappen 1,8 GHz bei einer Leistungsaufnahme von 54 W nur für das SoC. Anschließend fällt der Verbrauch über 30 Sekunden stetig auf einen Endwert von 62 W. Dabei taktet die CPU dann nur noch mit 3,1 GHz und die iGPU mit 1,7 GHz. Diesen Zustand behält das System dann dauerhaft bei.
Gerade der Minisforum UM870 Slim, aber auch der Acemagic W1 haben eine höhere Leistungsaufnahme unter Last, was das Leistungs-Plus schlussendlich erklärt.
Lüfter: Wie laut ist der Nipogi AM21?
Im Idle ist der Lüfter des AM21 quasi unhörbar. Im Alltag wird er vereinzelt anspringen mit einer Lautstärke um die 28 bis 30 dB(A). Lasten wir das System allerdings mit Aida64 voll aus, messen wir mit dem Smartphone im Schnitt 36 dB(A) direkt am Gehäuse und 21 dB(A) in einem Meter Entfernung. Damit ist das System von der Lautstärke wie erwartet und hält die Temperaturen von CPU und iGPU mit maximal 83 und 80 Grad gut in Schach. Der Lüfter gibt auch hier einen eher pfeifenden Klang von sich, was empfindliche Nutzer stören könnte. Zudem rattert der Lüfter ein wenig bei hohen Drehzahlen.
Das AMI-BIOS bietet leider nur einen geringen Umfang an Einstellungen. Darunter sind weder Leistungs- noch Lüfterprofile.
Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Nipogi AM21 installiert?
Auf dem Nipogi AM21 ist Windows 11 Pro vorinstalliert, das sich direkt ohne Internetverbindung einrichten lässt. Der anschließende vollständige Virenscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund, erst danach verbinden wir das Gerät mit dem Internet für Updates.
Das System verzichtet zudem auf jegliche Bloatware mit Ausnahme der Microsoft-Apps und -Dienste. Über das erweiterte Startmenü von Windows gelangen wir in das BIOS des Mini-PCs, worüber wir auf unseren USB-Stick mit Ventoy booten – Secure Boot war dabei bereits ab Werk deaktiviert.
Wir wählen Ubuntu 24.04.3 LTS als Linux-Repräsentant und merken im System direkt: Das Bild an unserem mobilen Monitor geht wiederholt aus, zudem gibt der Lautsprecher des Monitors jedes Mal ein Plop-Geräusch von sich. Schließen wir den USB-Anschluss des Monitors nicht am Mini-PC, sondern direkt an ein Ladegerät an, ist der Fehler verschwunden.
Die Auflösung erkennt Linux korrekt und Ethernet, WLAN und Bluetooth sind direkt einsatzbereit. Das Audio will über HDMI nicht funktionieren, nur über den AUX-Port in der Front bekommen wir einen Output. Das Aufwecken aus dem Ruhemodus funktioniert dafür einwandfrei.
Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Nipogi AM21?
Der AM21 bietet das identische, vergleichsweise flache Gehäuse zur anderen Variante des AM21 mit Ryzen 9 6900HX (Außenmaße: 119 × 119 × 36,9 mm). Der Rahmen ist vollständig aus Kunststoff gefertigt und gut verarbeitet. Die einzelnen Paneele sind dabei allerdings sehr dünn und damit leider auch leicht biegbar. Damit fühlt sich das Gehäuse nicht so hochwertig und generell fragiler, als ein Metallgehäuse an – auf dem Tisch aber an sich kein Problem.
Nur leichte Schrammen können hier nicht ausgeschlossen werden, wie der Test der anderen Ausstattungsvariante mit Ryzen 9 zeigt. Seitlich und am Boden gibt es Mesh-Gitter zum Luftaustausch, die Oberseite zieren zahlreiche Sticker des Herstellers. Darunter sind neben QR-Codes zum Support auch Hinweise bei den LAN-Ports, dass die Einrichtung von Windows ohne Internet schneller abläuft. So werden nämlich nicht bereits während der Einrichtung die aktuellen Updates heruntergeladen und man landet schneller im System.
Das Öffnen des Gehäuses beginnt mit vier Schrauben auf der Unterseite. Anschließend lässt sich die Bodenplatte leicht abnehmen und erlaubt Zugriff auf RAM und SSD. Im Folgenden können wir alle vier Schrauben am Mainboard lösen und die M.2-SSD ausbauen. Das erlaubt uns nun, den Deckel mitsamt Mainboard aus dem Rahmen zu ziehen. Dabei ist Vorsicht bei den Antennenkabeln geboten, diese sollten abgesteckt oder zumindest aus den Befestigungen am Rahmen gelöst werden.
Das Herausnehmen des Deckels ist ein wenig umständlich, aber mit etwas Geduld nicht unmöglich. Sind die Teile getrennt, müssen wir noch vier Abstandshalter lösen und können anschließend den Lüfter problemlos warten.
Preis: Was kostet der Nipogi AM21?
Der Nipogi AM21 (8745HS) mit 1 TB SSD und 32 GB RAM ist aktuell für 520 Euro (Coupon anwählen) bei Amazon erhältlich. Normalerweise kostet er dort ohne Coupons 700 Euro.
Fazit
Der Nipogi AM21 ist ein effizienter und leistungsstarker Mini-PC mit guter Ausstattung. Sein Ryzen 7 8745HS kommt zwar nicht ganz gegen die stärksten an, liefert im Alltag und beim Gaming aber dennoch solide Leistung. Zudem bietet das System mit zweimal USB-C, davon einer sogar mit Eingangsstromversorgung, und zweimal Ethernet eine hervorragende Konnektivität.
An sich ist der Mini-PC also nahezu tadellos, das einzige Problem: die Konkurrenz. Der mit dem gleichen Ryzen 7 8745HS ausgestattete Minisforum UM870 Slim bietet zum gleichen Preis neben einer gleichwertigen Ausstattung auch noch mehr Leistung. Hier spricht dann nur noch das kompakte Gehäuse und möglicherweise der zusätzliche Ethernet-Port für den AM21.
Künstliche Intelligenz
IT-Recht im All: Der Orbit als digitaler Rechtsraum
Der Weltraum ist längst kein exotisches Spielfeld einzelner Raumfahrtnationen mehr, sondern ein intensiv genutzter digitaler Raum. Internetzugang, Navigation, Logistik, Wetterdienste, Finanzhandel und kritische Infrastruktur stützen sich auf Satelliten.
Mit New-Space-Akteuren, Megakonstellationen und cloudbasierten Diensten im Orbit verschiebt sich der Schwerpunkt von der klassischen Raumfahrttechnik hin zu IT-Fragen. Plötzlich stehen Firewalls, Verschlüsselung, Software-Updates und KI-Modelle im Mittelpunkt eines Rechtsgebiets, das ursprünglich Raketenstarts und Staatenhaftung regeln sollte.
- Relevante Weltraumgesetze stammen noch aus analogen Zeiten, in denen Schäden an Satelliten physischer Natur und digitale Gefahren wie Datenintegrität oder fehlerhafte Software unbekannt waren. Hier klaffen rechtliche Lücken, die es zu schließen gilt.
- NIS2 stuft Satelliten und Bodenstationen bereits als kritische Infrastruktur ein, die wie verteilte Rechenzentren zu behandeln ist. Ein geplanter EU Space Act zielt ebenfalls auf Cybersicherheit im Weltraum.
- Der Weltraum ist zu einem Teil der weltweiten IT-Infrastruktur geworden. Entsprechend relevant sind Rechtsbereiche wie Datenrecht und Datenintegrität, Geschäftsgeheimnisse, KI, Haftung und geistiges Eigentum. Noch gibt es zahlreiche offene Fragen und Rechtsunsicherheiten. Hier ist schnellstens Regulierung gefragt.
Das Fundament des Weltraumrechts bilden weiterhin fünf UN-Verträge, allen voran der Weltraumvertrag von 1967 und das Haftungsübereinkommen von 1972. Der Weltraumvertrag legt Prinzipien fest wie friedliche Nutzung, Verbot der Aneignung von Himmelskörpern und internationale Verantwortung der Staaten für alle nationalen Weltraumaktivitäten. Er schreibt ausdrücklich fest, dass Staaten auch für private Betreiber haften und diese genehmigen und beaufsichtigen müssen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „IT-Recht im All: Der Orbit als digitaler Rechtsraum“.
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Ende einer Ära und Neuanfang – das VR-Beben bei Meta
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Diese Woche wurde Virtual Reality von der Realität eingeholt.
Das volle Ausmaß von Metas strategischer Kehrtwende ist noch nicht bekannt. Fest steht, dass es sich um die bislang größte Zäsur für die junge Industrie handelt.
Die VR-Branche war schon immer ein künstliches Gebilde, das zu weiten Teilen von Metas Investitionen lebte. Nach zehn Jahren und Verlusten in Milliardenhöhe ließ der Konzern diese Woche zum ersten Mal in aller Deutlichkeit erkennen, dass diese Aufwendungen nicht bedingungslos sind und ein jähes Ende finden können.

Tomislav Bezmalinović ist fasziniert von Gesichtscomputern aller Art. Seit 2025 schreibt er für heise online über die neuesten Trends im Bereich Smart Glasses, VR-Headsets und AR-Brillen.
Die jüngsten Ereignisse bedeuten weder das Aus für Metas VR-Sparte noch für Virtual Reality an sich. Aber für eine Branche, die stark von Mark Zuckerbergs Wohlwollen abhängt, könnten die neuen Signale eine gefährliche Kettenreaktion auslösen.
Verlieren Entwickler den Glauben an die Zukunft der Plattform, sinkt auch deren Bereitschaft, weitere Ressourcen in den Marktplatz zu stecken. Bleiben als Folge neue Anwendungen und Inhalte aus, verliert die Hardware ihr wichtigstes Kaufargument – mit gravierenden Folgen für das gesamte Ökosystem.
Eine beispiellose Schrumpfkur
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Nachdem sich bereits Ende letzten Jahres drastische Sparmaßnahmen in Metas VR-Sparte abgezeichnet hatten, schlugen diese am Dienstag mit voller Wucht ein.
Der Konzern entließ rund 1.500 Angestellte der für Zukunftstechnologien verantwortlichen Reality Labs und schloss den Großteil seiner VR-Spielestudios. Bestätigt sind Armature Studio („Resident Evil 4“), Sanzaru Games („Asgard’s Wrath 2“) und Twisted Pixel („Marvel’s Deadpool VR“). Camouflaj, das Team hinter dem preisgekrönten „Batman: Arkham Shadow“, wurde auf ein Rumpfteam reduziert und wird keine neuen VR-Spiele mehr entwickeln. Zudem stellte Meta die Weiterentwicklung der Fitness-App „Supernatural“ ein, was Fragen zur Zukunft des verantwortlichen Studios Within aufwirft. Ready at Dawn („Lone Echo“) und Downpour Interactive („Onward“) hat Meta bereits 2024 und 2025 geschlossen.
Damit ist von Metas neun VR-Studios kaum mehr als ein kleiner Rest geblieben. In Entwicklung befindliche Titel, darunter eine Fortsetzung von „Batman: Arkham Shadow“, wurden eingestampft. Auch die Förder- und Inkubatorprogramme für externe Studios, eine wichtige Lebensader des Ökosystems, wurden angeblich gestrichen. Damit steht fest, dass sich Meta aus der VR-Spielentwicklung zurückzieht.
Metas oft belächelte Metaverse-Plattform „Horizon Worlds“ wird künftig primär auf Mobilgeräte statt auf VR-Brillen zugeschnitten, in der Hoffnung „Roblox“ und „Fortnite“ Marktanteile abzujagen. Ein Vorhaben, das angesichts der übermächtigen Konkurrenz zum Scheitern verurteilt scheint.
Die Sparmaßnahmen trafen auch andere Bereiche der VR-Sparte: Meta hat die hauseigene VR-Meeting-App und das Enterprise-Geschäft mit Quest-Geräten eingestellt. Da seit Dienstag fast täglich Meldungen über neue Streichungen die Runde machen, wäre es keine Überraschung, wenn in den kommenden Tagen weitere Projekte und Programme bekannt würden, die dem Rotstift zum Opfer gefallen sind.
Metas VR-Subventionen: Segen und Fluch zugleich
Vor einigen Jahren sah die Situation noch ganz anders aus. Meta Quest 2 verkaufte sich millionenfach. Viele Entwickler und Studios konnten auf der Quest-Plattform eine wirtschaftliche Existenz aufbauen und in Projekte für die nächste Hardware-Generation investieren.
Doch seit dem Ende der Pandemie ging das Interesse an VR-Brillen kontinuierlich zurück. Auch Playstation VR2, Meta Quest 3 und selbst Apple Vision Pro konnten diesem Trend wenig entgegensetzen. Ein Großteil der Branche lebt nach wie vor von der Quest-Plattform und dem Verkauf von Spielen. Doch gerade dieser Sektor hat in den vergangenen Jahren einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen.
Viele VR-Nutzer, die Meta Quest 2 zum Erfolg verholfen haben, sind von der Plattform abgewandert. An ihre Stelle sind Kinder und Jugendliche getreten, die neue Arten von Spielen mit Free-to-Play-Geschäftsmodell bevorzugen. Nachlassendes Interesse, veränderte Konsumgewohnheiten und Metas eigene Plattformpolitik haben die VR-Branche in eine Krise geführt, die sich in Entlassungen und Studioschließungen seitens unabhängiger Studios niederschlug. Auch die von Meta stillschweigend geduldete Piraterie dürfte zu dieser schleichenden Misere beigetragen haben.
Gleichzeitig konnten sich viele VR-Studios überhaupt nur dank Metas jahrelanger Unterstützung so lange über Wasser halten: Der Konzern trug zur Finanzierung neuer Projekte bei und garantierte Studios über deren Teilnahme am Spiele-Abodienst „Horizon+“ regelmäßige Einnahmen. Diese prekäre Situation verweist auf ein tiefer sitzendes Problem: Metas schrankenlose VR-Subventionierung, die neben Entwicklerförderung auch andere Bereiche betrifft.
Mit Dumping-Preisen für Quest-Gerät gewann Meta rasch die Führungsposition auf dem VR-Markt, gewöhnte Konsumenten aber auch an unrealistisch niedrige Preise und verzerrte die tatsächliche Nachfrage. Konkurrenten, die für einen gesunden Wettbewerb hätten sorgen können, wurden vom Markt gedrängt. Gleichzeitig investierte Meta Milliarden in den Zukauf von VR-Studios, um mit exklusiven VR-Spielen den Abverkauf von Hardware zu beschleunigen. Doch selbst hochwertige und mit viel Aufwand produzierte Lizenztitel wie „Batman: Arkham Shadow“ (2024) und „Marvel’s Deadpool VR“ (2025) konnten nichts an den rückläufigen Absätzen des Jahres 2025 ändern. Es war daher nur eine Frage der Zeit, bis Meta die Reißleine ziehen würde.
„Dieses Jahr wird wahrscheinlich entscheiden, ob all unsere Arbeit als visionärer Durchbruch oder als legendäres Missgeschick in die Geschichte eingehen wird“, schrieb Reality-Labs-Leiter Andrew Bosworth Ende 2024 an seine Angestellten. Ein Jahr später ist das vorläufige Urteil gefallen.
Ein Blick in die Zukunft
Unter VR-Entwicklern ist Meta berüchtigt für häufige Strategiewechsel und die Neigung, Trends hinterherzujagen. Angesichts der jüngsten Einschnitte stellt sich die Frage, ob der Konzern hier nicht vorschnell und endgültig Brücken niederbrennt. Eine moderatere Förderung und realistischere Erwartungen seitens Meta hätten den Aufprall von dieser Woche abfedern können, der nun zu einem unwiederbringlichen Verlust an Vertrauen, Wissen und Talent führen wird.
Die aktuelle Entwicklung hat jedoch auch positive Seiten: Die VR-Branche hat sich von dem durch Meta selbst befeuerten Metaverse-Hype der Pandemie-Jahre verabschiedet. Sie soll sich künftig langsamer und organischer, aber mit mehr Bodenhaftung und Nachhaltigkeit entwickeln. Bei Meta ist inzwischen die wertvolle Einsicht gewachsen, dass Hard- und Software schlicht noch nicht ausgereift genug sind, um den VR-Markt bedeutend zu vergrößern.
Von einer vollständigen Abkehr von Virtual Reality seitens Meta zu sprechen, wäre jedenfalls verfrüht. Für Reality Labs arbeiten noch immer mehr als 10.000 Angestellte, darunter viele an VR-Hardware. Berichten zufolge ist auch eine neuartige VR-Brille mit dem vielsagenden Codenamen „Phoenix“ in Entwicklung.
Nachdem weder kabellose VR und günstige Geräte noch hochwertige Inhalte einen breiteren Markt für VR-Brillen erschließen konnten, nimmt sich Meta einer weiteren Hürde an: dem Formfaktor und Gewicht. Das neue Gerät soll um ein Vielfaches kompakter und leichter als aktuelle VR-Brillen sein. Im Einklang mit Metas Ziel, ein nachhaltigeres VR-Geschäft zu etablieren, wird künftig auf Subventionen verzichtet und das Gerät vermutlich deutlich teurer ausfallen als bisherige Quest-Modelle. Bei der Vermarktung dürfte sich der Fokus weg vom Gaming hin zu Arbeit und Medienkonsum verschieben. Als Erscheinungstermin wird 2027 angepeilt.
Sollte auch dieser Versuch hinter Metas Erwartungen zurückbleiben, könnte es eng für die VR-Ambitionen des Konzerns werden. Schon jetzt ist eine Umverteilung der Investitionen in das Smart-Glasses-Geschäft im Gange. Ein Bereich, in dem Meta ein deutlich größeres Marktpotenzial sieht.
(tobe)
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