Künstliche Intelligenz
Kine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
Die wegweisende Konstruktion der Exakta wurde zur Blaupause nachfolgender SLR-Generationen. Zum ersten Mal zeigte eine Kleinbildkamera ein Sucherbild, das exakt dem späteren Foto entsprach. Die Mattscheibe mit ihrem stets gültigen Reflexbild definierte das fotografische Arbeiten neu. Schärfe, Schärfeverlauf und Bildkomposition ließen sich präzise beurteilen – und das für alle Brennweiten gleichermaßen, ganz ohne externe Hilfsmittel.
Jahrzehnte später, im Zeitalter grafischer Benutzeroberflächen, bezeichnete das Akronym WYSIWYG (What you see is what you get) eine vergleichbare Errungenschaft in der Computerwelt. Ihagee wählte eine schlichtere Terminologie und verkündete das Ende der „Blindfotografie“. Photo Porst, damals das „größte Photohaus der Welt“, griff dies auf und bewarb die Kine-Exakta als „Kamera der Zukunft“.

Bernd Kieckhöfel beschäftigt sich seit 2014 mit der Adaption alter Objektive. Aktuell faszinieren ihn Optiken aus Filmkameras und Kino-Projektoren. Er hat seine Erfahrungen in mehreren Büchern veröffentlicht und schreibt für verschiedene Magazine.
Wer damals mit Sucherkameras fotografierte – sei es mit einer Leica, Contax oder anderen Modellen –, kannte das Parallaxen-Dilemma. Bei Normalbrennweiten ermöglichte der Sucher zwar eine hinreichend genaue Einschätzung, doch im Nahbereich setzte die Physik Grenzen: Während der Sucher die Blüte einer Rose anvisierte, bildete das leicht versetzt angeordnete Objektiv lediglich den Stängel ab. Weitwinkel- und Teleobjektive erforderten zudem separate Aufstecksucher. Zubehör wie Entfernungsmesser und Schärfentiefentabellen halfen zwar, doch um Bildausschnitt und Wirkung zuverlässig zu bestimmen, waren viel Erfahrung und ein kleiner Werkzeugkasten nötig.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild“.
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Künstliche Intelligenz
Tschechien will Alt-AKW bis zu 80 Jahre lang laufen lassen
Tschechien will sein ältestes Atomkraftwerk am Standort Dukovany bis zu 80 Jahre lang laufen. Das sei kein Ersatz für den geplanten Bau neuer Atomreaktoren, sondern eine „logische Ergänzung“, teilte Industrie- und Handelsminister Karel Havlicek in Prag mit. Die vier Reaktorblöcke des sowjetischen Typs WWER-440/213 gingen bereits in den Jahren 1985 bis 1987 ans Netz. Sie könnten damit bis in die Jahre 2065 bis 2067 Strom produzieren.
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Von 60 auf 80 Jahre
Bisher habe man mit einer Betriebsdauer von 60 Jahren gerechnet, sagte der Vorstandsvorsitzende des teilstaatlichen Stromkonzerns CEZ, Daniel Benes. Doch aktuelle Wirtschafts- und Sicherheitsanalysen hätten gezeigt, dass man die Reaktorblöcke in Dukovany länger betreiben könne. „Jeden Tag stellen wir fest, dass sie in einem ausgezeichneten Zustand sind“, sagte Benes. Eine Vereinbarung über eine feste AKW-Laufzeit gibt es in Tschechien nicht.
Umweltschützer – vor allem aus dem nahen Österreich – halten die bestehende Anlage des Typs WWER 440/213 für veraltet. Diese Bauart wurde auch in den Blöcken 5 bis 8 des stillgelegten DDR-Atomkraftwerks Greifswald verwendet. Neben dem Weiterbetrieb der alten Reaktorblöcke plant Tschechien in Dukovany auch den Bau von zwei neuen. Den Zuschlag erhielt im vorigen Jahr der südkoreanische Energiekonzern KHNP. Dukovany liegt rund 100 Kilometer nördlich von Wien und rund 210 Kilometer östlich von Passau.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Die Nachtseite der Erde wird nicht gleichmäßig heller, Europa wird gar dunkler
Zwar ist die Erde aufgrund menschlicher Aktivitäten in den vergangenen Jahren merklich heller geworden, das ist aber deutlich ungleichmäßiger geschehen als bislang angenommen. Das ist das Ergebnis einer jetzt vorgestellten Studie, für die die Helligkeitsveränderungen von menschlichen Siedlungen detaillierter und in viel höherer Frequenz gesammelt und ausgewertet wurden. Insgesamt hat die nächtliche Beleuchtung auf der Erde demnach zwischen 2014 und 2022 um 16 Prozent zugenommen, allein ein Drittel davon ist auf China zurückzuführen. Jeweils nach Mitternacht ist Frankreich in diesem Zeitraum dagegen um ein Drittel dunkler geworden, primär, weil dort vielerorts die Straßenbeleuchtung um diese Uhrzeit abgestellt wird. In Deutschland sind die Lichtemissionen derweil etwa konstant geblieben.
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Einzelne Ereignisse aus dem All sichtbar
Die Studie zeige damit einen deutlich dynamischeren Planeten, auf dem Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung messbare Folgen haben. Laut der Ruhr-Universität Bochum, von der Christopher Kyba als Experte für Nachtlichtfernerkundung an der Arbeit teilgenommen hat, basiert diese auf der Auswertung von Daten zu einzelnen Tagen. Bisher seien solche Arbeiten auf monatlichen und jährlichen Daten begründet worden, was die Erkennung von Veränderungen stark erschwert habe. Zudem sei für die jetzt vorgestellte Arbeit ein eigens entwickelter Algorithmus benutzt worden, der den Blickwinkel des Satelliten einbeziehen konnte, der die jeweilige Aufnahme gemacht hat. Darauf beruhende Schwankungen in der Helligkeit seien in die bei Nature veröffentlichte Arbeit also erstmals einberechnet worden.
Man könne die aufgedeckten Dynamiken als „Herzschlag der Gesellschaft“ deuten, sagt Zhe Zhu von der University of Connecticut. Deutlich zeigten die Daten etwa den scharfen Helligkeitsabfall in der Ukraine nach dem russischen Großangriff Anfang 2022. Auch die Konflikte in Syrien und dem Jemen seien auf den Nachtaufnahmen deutlich zu erkennen. Man könne sogar exakt erkennen, wann und wo die Lockdowns im Kampf gegen die Corona-Pandemie jeweils in Kraft getreten seien, schreibt die US-Universität. Gleichzeitig zeigen die Daten demnach den Erfolg der europäischen Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung und fürs Stromsparen. Denn der Rückgang der Helligkeit gehe hier nicht nur auf die Regulierung nächtlicher Beleuchtung, sondern unter anderem auch auf die Umstellung auf LED-Leuchten zurück.
Wer die ermittelten Daten im Detail einsehen will, kann dies auf einem eigens eingerichteten Internetportal tun. Auf einer Weltkarte kann man in einzelne Städte oder Siedlungen hereinzoomen und sich abrupte sowie graduelle Veränderungen in der nächtlichen Helligkeit anzeigen lassen. Da kann man beispielsweise sehen, dass das Zentrum Berlins zwischen 2014 und 2022 nach Mitternacht merklich dunkler, die Außenbezirke aber heller geworden sind. Gleichzeitig sind die Metropolen Paris und London aber fast überall deutlich dunkler geworden, mit positiven Folgen für Menschen und die Umwelt. Kyba will das noch genauer erforschen und will der Europäischen Weltraumorganisation ESA deshalb vorschlagen, einen speziellen Erdbeobachtungssatelliten zu entwickeln und ins All zu schicken.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Netzteiländerung beim MacBook Pro M5 Max und M5 Pro sorgt für Ärger
Apple hat in mehreren Ländern das beim neuen MacBook Pro mit 16-Zoll-Bildschirm mitgelieferte Netzteil verändert. Die Geräte mit M5 Max und M5 Pro werden mit einer 140-Watt-Stromversorgung verkauft. Diese verfügte bislang innen stets über einen C7-Anschluss, an den auch Eurostecker-Kabel via Kleingerätekupplung direkt passten – sowie Apples eigene Aufsätze für verschiedene Länderstecker, die der Konzern über viele Jahre auch im Rahmen seines World-Travel-Adapter-Kits (ab 101 €) verkauft hatte. Letzteres wurde allerdings kürzlich vom Markt genommen.
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Interner Anschluss verändert
Der nun verbaute männliche Anschluss in den M5-Max- und M5-Pro-Netzteilen scheint proprietär zu sein. Er ist damit auch nicht mehr kompatibel zu Apples eigenem Netzteilverlängerungskabel (ab 21,05 €), wie Bilder zeigen, die Macrumors veröffentlicht hat. Im Vergleich zum C7 ist der Anschluss länger und dünner und ihm fehlt die typische Einbuchtung. Es blieb zunächst unklar, ob Apple die Veränderung weltweit vornimmt oder nur in bestimmten Märkten. Berichte dazu gibt es unter anderem aus Australien sowie China.
Das 140-Watt-Netzteil wird von Apple auch einzeln veräußert, etwa im Reich der Mitte, wie ChargerLAB zeigte. Das Gerät ermöglicht wie gehabt unter anderem das Aufladen eines 16-Zoll-MacBook-Pro-Rechners zu 50 Prozent in einer halben Stunde, sofern man ein USB-C-auf-MagSafe-3-Kabel oder ein 240-Watt-fähiges USB-C-Kabel verwendet.
Schnelle Verlängerung dank C7
Die Apple-Netzteile sind zwar teuer, haben aber einen guten Ruf. Durch die Verwendung des C7-Anschlusses, an den man durch Abnahme des Stromsteckers gelangte, konnte man sie auch vergleichsweise einfach verlängern. Mit dem proprietären Anschluss müsste Apple nun sowohl sein Verlängerungskabel als auch sein World-Travel-Adapter-Kit anpassen. Beides ist bislang nicht geschehen.
In der EU und in Großbritannien hatte Apple zuletzt damit begonnen, Notebooks ohne Netzteil zu verkaufen. Dies gilt etwa für das MacBook Neo. Laut EU-Vorgaben müssen Hersteller Nutzern erlauben, ihren Rechner auch ohne Stromversorgung zu erwerben, sofern sie bereits eine solche besitzen. Apple interpretiert das so, dass es künftig gar keine Netzteile in der Verpackung mehr gibt. Eine Alternative mit Netzteil ist nicht im Programm. Die Gerätepreise sanken dadurch übrigens nicht.
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(bsc)
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