Connect with us

Künstliche Intelligenz

Kine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild


Die wegweisende Konstruktion der Exakta wurde zur Blaupause nachfolgender SLR-Generationen. Zum ersten Mal zeigte eine Kleinbildkamera ein Sucherbild, das exakt dem späteren Foto entsprach. Die Mattscheibe mit ihrem stets gültigen Reflexbild definierte das fotografische Arbeiten neu. Schärfe, Schärfeverlauf und Bildkomposition ließen sich präzise beurteilen – und das für alle Brennweiten gleichermaßen, ganz ohne externe Hilfsmittel.

Jahrzehnte später, im Zeitalter grafischer Benutzeroberflächen, bezeichnete das Akronym WYSIWYG (What you see is what you get) eine vergleichbare Errungenschaft in der Computerwelt. Ihagee wählte eine schlichtere Terminologie und verkündete das Ende der „Blindfotografie“. Photo Porst, damals das „größte Photohaus der Welt“, griff dies auf und bewarb die Kine-Exakta als „Kamera der Zukunft“.


Bernd Kieckhöfel

Bernd Kieckhöfel

Bernd Kieckhöfel beschäftigt sich seit 2014 mit der Adaption alter Objektive. Aktuell faszinieren ihn Optiken aus Filmkameras und Kino-Projektoren. Er hat seine Erfahrungen in mehreren Büchern veröffentlicht und schreibt für verschiedene Magazine.

Wer damals mit Sucherkameras fotografierte – sei es mit einer Leica, Contax oder anderen Modellen –, kannte das Parallaxen-Dilemma. Bei Normalbrennweiten ermöglichte der Sucher zwar eine hinreichend genaue Einschätzung, doch im Nahbereich setzte die Physik Grenzen: Während der Sucher die Blüte einer Rose anvisierte, bildete das leicht versetzt angeordnete Objektiv lediglich den Stängel ab. Weitwinkel- und Teleobjektive erforderten zudem separate Aufstecksucher. Zubehör wie Entfernungsmesser und Schärfentiefentabellen halfen zwar, doch um Bildausschnitt und Wirkung zuverlässig zu bestimmen, waren viel Erfahrung und ein kleiner Werkzeugkasten nötig.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



Source link

Künstliche Intelligenz

Musik-Business: Universal schließt Tech-Pakt mit TikTok gegen unautorisierte KI


Die Musikindustrie erfindet sich im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz gerade neu. Im Zentrum der Transformation steht die Universal Music Group (UMG), der unangefochtene Marktführer im globalen Musikgeschäft. Nach intensiven Verhandlungen hat das Label jetzt eine neue, mehrjährige strategische Lizenzvereinbarung mit der Video-Plattform TikTok geschlossen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Der weltweite Deal soll die bestehende, erst nach einem langem, mit harten Bandagen ausgetragenen Streit 2024 ausgehandelte rechtliche Lösung grundlegend vertiefen. Er ist auch ein Zeichen dafür, wie die Branche versucht, den Spagat zwischen technologischem Fortschritt und dem Schutz von Urheberrechten zu meistern. Im Fokus der Kooperation stehen KI-Schutzrechte für Künstler sowie neue Wege der kommerziellen Verwertung.

Die erweiterte Vereinbarung sichert der globalen TikTok-Community nach wie vor den Zugriff auf die umfassenden Kataloge von UMG. Diese umfassen sowohl aufgezeichnete Musik als auch Verlagsrechte. Doch über die reine Bereitstellung von Songs geht die Partnerschaft weit hinaus. Beide Unternehmen wollen eng zusammenarbeiten, um die Verbindung zwischen Content-Creators und Musikern durch moderne Technologien und verbesserte Werbemöglichkeiten zu stärken.

Geplant sind etwa erweiterte Marketing- und Werbekampagnen sowie die Integration von E-Commerce-Werkzeugen, die speziell auf die Bedürfnisse von Künstlern zugeschnitten sind. So sollen neue digitale Fan-Erlebnisse entstehen und die Monetarisierung von Musikwerken auf der Social-Media-Plattform spürbar verbessert werden.

Dass Musiklabels heute kaum noch an der Video-App vorbeikommen, liegt an der enormen Marktmacht der App für Kurzvideos. Diese bestimmt das globale Musikgeschäft längst maßgeblich mit. Ein viraler Trend auf TikTok kann Songs quasi über Nacht an die Spitze der weltweiten Streaming-Charts katapultieren. Ein Beispiel für dieses Phänomen ist der Hit „Barbaras Rhabarberbar“ des Kabarettisten Bodo Wartke und des Musikproduzenten Marti Fischer. Der auf einem deutschen Zungenbrecher basierende Rap-Song entwickelte sich auf der Plattform zu einem weltweiten Hype.

Angestoßen durch eine synchrone Choreografie zweier australischer TikTokerinnen, feierten Nutzer rund um den Globus den zugehörigen „Rhabarber-Tanz“ mit Millionen von Video-Aufrufen. Das ging so weit, dass das Lied zeitweise in den internationalen Spotify-Viral-Charts auftauchte und sogar die Aufmerksamkeit der New York Times auf sich zog: Sie berichtete erstaunt darüber, dass das alberne deutsche Wortspiel auf manchen Diensten kurzzeitig sogar US-Popstar Beyoncé überholte.

Weiterlesen nach der Anzeige

Ein Pfeiler des neuen Deals ist vor diesem Hintergrund das gemeinsame Bekenntnis zu strengen KI-Schutzmaßnahmen, die die menschliche Kreativität in den Vordergrund stellen sollen. Angesichts der rasanten Verbreitung von generativer Musik im Netz verpflichten sich TikTok und UMG, nicht autorisierte, KI-generierte Songs konsequent von der Plattform zu entfernen. Damit soll sichergestellt werden, dass die wirtschaftlichen Erträge der Plattform weiterhin verlässlich den tatsächlichen menschlichen Urhebern wie Sängern, Komponisten und Songwritern zugutekommen.

Die Einigung sieht ferner vor, die technische Zuordnung von Künstlern zu optimieren, um falsche Attributionen zu verhindern. Das Management von Universal Music unterstreicht hier die Pionierarbeit, die das Label gemeinsam mit TikTok leiste, um das menschliche Kunstschaffen im digitalen Raum zu schützen und zu stärken. TikTok hebt andererseits die eigene Rolle als globale Schnittstelle für Musikentdeckung hervor, auf der Künstler durch die Kooperation neue Karrierechancen erhalten sollen.

Die TikTok-Übereinkunft ist Teil einer breiteren Digitalstrategie des Musikkonzerns. Erst vor wenigen Tagen traf UMG auch eine Lizenzvereinbarung mit dem Streaming-Dienst Spotify. Während es bei TikTok primär um die Abwehr unlizenzierter KI-Inhalte geht, erlaubt UMG den Schweden im Rahmen dieses separaten Abkommens die Einführung eigener generativer KI-Musikmodelle für Premium-Nutzer auf Basis von Künstler-Zustimmungen.


(nen)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Trump stoppt wichtige Verordnung für KI-Modelle


Eine neue Verordnung, die der US-Regierung die Prüfung neuer KI-Modelle vor deren Veröffentlichung ermöglicht hätte, ist vorerst vom Tisch. US-Präsident Donald Trump sollte die neue Verordnung aus seinem Haus eigentlich am Donnerstag unterzeichnen, vertagte das jedoch bis auf Weiteres. „Bestimmte Aspekte“ daran hätten ihm nicht gefallen, sagte er dazu der Presse.

Weiterlesen nach der Anzeige

Er glaube, die neue Verordnung könne der weltweiten Spitzenposition der USA in der KI-Entwicklung in die Quere kommen, erklärte Trump und verwies auf den Vorsprung vor China auf dem Gebiet. Er wolle demnach jeglichen Schritt in eine solche Richtung vermeiden.

Bedenken hatten Trump und seine Administration ursprünglich in anderer Hinsicht: Die Verordnung war als Antwort auf mögliche Cybersicherheitsrisiken durch neue, fortschrittliche KI-Modelle gedacht, etwa Anthropics Claude Mythos, welches selbst von dem Hersteller als zu gefährlich eingestuft wird, um es der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Bis zu 90 Tage vor der Veröffentlichung wäre es Bundesbehörden möglich gewesen, die Modelle unter die Lupe zu nehmen, zum Beispiel dem Inlandsgeheimdienst National Security Agency, dem Cyber Office des Weißen Hauses oder dem US-Finanzministerium. Eine ähnliche Vereinbarung gibt es schon mit den KI-Herstellern Google, Microsoft und xAI.

Auffällig ist, wie Trumps plötzlicher Kurswechsel offenbar zustande kam. Tech-Investor David Sacks soll laut einem Bericht des Magazins Politico kurz vor der Unterzeichnung der Verordnung auf Trump eingewirkt haben. Mehrere Personen aus dem Trump-Umfeld, deren Identität Politico zum Quellenschutz nicht nennen möchte, berichteten dem Magazin demnach von einem Gespräch zwischen Sacks und Trump. Sacks soll Trump hier überzeugt haben, dass KI-Firmen schon ausreichend mit der US-Regierung kooperieren, die geplante Verordnung Innovationen behindere und die USA im Wettlauf um die beste KI ausbremsen würden. Den Politico-Quellen zufolge war Sacks nicht der einzige Gegner der neuen Verordnung an den Spitzen führender KI-Hersteller.

Einem weiteren Politico-Bericht zufolge waren wichtige Köpfe der Branche wie Meta-CEO Mark Zuckerberg, OpenAI-Chef Sam Altman und Anthropic-CEO Dario Amodei lange vorher über die geplante Verordnung Bescheid, kurz vor der Unterzeichnung der Verordnung war demnach sogar ein Treffen mit Trump geplant. Doch die drei Tech-CEOs versetzen den Präsidenten glatt. Wie Politico aus informierten Kreisen erfuhr, sagten alle drei das Treffen ab, wollten aber Vertretungen schicken. Blieb nur noch Sacks, und von dem ließ Trump sich offenbar ordentlich die Leviten lesen, sodass er nun von seiner eigens in Auftrag gegebenen Verordnung einen Rückzieher macht.

Lesen Sie auch


(nen)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Top 10: Der beste Offroad-E-Scooter – Top-Federung & Riesen-Akku ab 500 Euro


Epowerfun EPF-Pulse im Test

Der Epowerfun EPF-Pulse ist ein vollgefederter E-Scooter mit starkem Motor, großem Akku, Blinker vorn und hinten sowie toller Verarbeitung. Wir testen, ob er hält, was das Datenblatt verspricht und für wen sich der Kauf lohnt.

VORTEILE

  • Vollfederung, Motor, Bremse
  • Blinker vorn und hinten, 140 kg Zuladung, Diebstahlschutz
  • variable Akkukapazität bis zu 960 Wh

NACHTEILE

  • Aufhängung des Frontlichts wirkt zerbrechlich
  • Display bei Sonne schwer ablesbar

Der Epowerfun EPF-Pulse ist ein vollgefederter E-Scooter mit starkem Motor, großem Akku, Blinker vorn und hinten sowie toller Verarbeitung. Wir testen, ob er hält, was das Datenblatt verspricht und für wen sich der Kauf lohnt.

Bei über 65 getesteten E-Scootern haben wir festgestellt, dass die elektrischen Tretroller immer besser werden. Immer mehr Modelle kommen mit Federung vorn und hinten, starken Motoren, guten Lichtanlagen, Blinkern, hochwertiger Verarbeitung und leistungsfähigen Bremsen daher. Auch der Epowerfun EPF-Pulse mit Straßenzulassung bildet hier keine Ausnahme. Bereits in der Vergangenheit konnten uns E-Scooter des Herstellers überzeugen.

Dazu zählt etwa der Epowerfun EPF-1 Pro (Testbericht), der mit seinem starken Motor und der hohen Reichweite punktet, allerdings ohne Luftreifen auskommen muss. Der Epowerfun EPF-2 XT (Testbericht) bessert an vielen Stellen nach. Auch er überzeugt mit kräftigem Antrieb und großem Akku, bietet darüber hinaus aber Luftbereifung und einen Blinker am Lenker. Ebenfalls hervorragend gefiel uns der Epowerfun EPF-2 City (Testbericht), dessen größter Nachteil das Fehlen einer Federung an Vorder- und Hinterrad war.

Hier setzt der Epowerfun EPF-Pulse an, den wir in diesem Testbericht genauer unter die Lupe nehmen. Er verfügt nämlich über eine Vollfederung und bietet darüber hinaus viele weitere sinnvolle Features. Dabei kommt er in drei Varianten, welche sich lediglich in der Akkukapazität und damit einhergehend, im Gewicht und Preis unterscheiden. Folgende Varianten zeigt Epowerfun:

  • Epowerfun EPF-Pulse 480 (480 Wh, lt. Hersteller 52 km, 799 Euro)
  • Epowerfun EPF-Pulse 720 (720 Wh, lt. Hersteller 78 km, 949 Euro)
  • Epowerfun EPF-Pulse 960 (960 Wh, lt. Hersteller 104 km, 1079 Euro)

Ob er die hohen Erwartungen erfüllen kann, die das vielversprechende Datenblatt weckt, soll dieser Test klären.

Versicherung

Für E-Scooter gibt es eine Haftpflicht-Versicherungspflicht, aber auch andere Versicherungen können wichtig sein. Selbst die vorsichtigsten Fahrer können die Gefahr eines Unfalls nie zu 100 Prozent ausschließen. Wir empfehlen deshalb Zusatzversicherungen, um die möglichen negativen Konsequenzen abzumildern.

Bei vielen Versicherungen lohnt sich das Vergleichen wirklich. Denn wer regelmäßig vergleicht, spart gut und gerne mehrere hundert Euro im Jahr. Wo man am meisten spart, zeigen die Tarifrechner von heise online.

Highlights am Epowerfun EPF-Pulse

  • Federung vorn und hinten 
  • starker Motor
  • Akku mit bis zu 960 Wh
  • helle Lichtanlage mit Blinker vorn und hinten
  • hochwertige Verarbeitung
  • Scheibenbremsen an beiden Rädern
  • selbstheilende, schlauchlose 10-Zoll-Reifen
  • hohe Zuladung von 140 kg
  • NFC-Wegfahrsperre

Aufbau: Kaum Kunststoff bei der Verpackung

Schon beim Auspacken punktet Epowerfun mit dem Verzicht auf unnötiges Plastik. Der EPF-Pulse ist fast komplett in Pappe und Papier gewickelt – vorbildlich, da deutlich umweltverträglicher als die sonst üblichen Kunststoffe. Nach dem Auspacken muss nur noch der Lenker mit wenigen Schrauben befestigt werden. Ein abschließender Rundum-Check, bei dem alle Schrauben auf festen Sitz und die Reifen auf den korrekten Luftdruck geprüft werden, ist wie bei allen E-Scootern ratsam. Dann steht der ersten Fahrt nichts mehr im Wege – am Besten mit Helm. Smarte Empfehlungen dazu finden sich in unserer Bestenliste Top 7: Der beste smarte Fahrradhelm.

Optik: Wie gut schaut der Epowerfun EPF-Pulse aus?

Optisch zeigt sich der Epowerfun EPF-Pulse im dezenten Matt-Grau mit blauen Akzenten an Vorderradaufhängung und Lenkerlager. Die filigran, aber robust wirkende Vorderradfederung sticht optisch positiv ins Auge. Auch der Aufbau am Heck mit erhöhtem Trittbrett zum Schutz des Schutzblechs vor versehentlichen Tritten wirkt durchdacht und bietet bei Bedarf einen komfortablen Abstellplatz für den hinteren Fuß. Auffällig unauffällig verläuft die Kabelführung – es sind lediglich die beiden Bremszüge sichtbar, die von den Bremsgriffen in die Lenkstange führen.

Qualität: Ist der Epowerfun EPF-Pulse robust?

Qualitativ macht der E-Scooter einen hochwertigen Eindruck. Die Lenkstange sitzt bombenfest und wackelt nicht, die massiven Schutzbleche sollten auch einen versehentlichen Tritt problemlos wegstecken. Einzig die Befestigung des Frontlichts wirkt ein wenig fragil, dafür sind die Blinker am Heck vorbildlich stabil angebracht. Mit einer Zuladung von bis zu 140 kg ist der EPF-Pulse auch für schwerere Fahrer oder viel Gepäck geeignet.

Epowerfun EPF-Pulse

Klappmechanismus: Wie klappt’s beim Epowerfun EPF-Pulse?

Der EPF-Pulse verfügt über einen klassischen Klappmechanismus am unteren Ende der Lenkstange. Ein Sicherungshebel hält die Stange aufrecht. Öffnet man ihn, klappt die Lenkstange nach hinten und rastet an einem Haken ein, sodass der Roller an der Stange getragen werden kann. Bei einem Gewicht von rund 23,5 kg bis 25 kg je nach Akkuversion macht das auf Dauer aber nur bedingt Spaß. Aufgeklappt misst der EPF-Pulse 129 cm in der Länge, 65 cm in der Breite und 130 cm in der Höhe. Zusammengeklappt reduziert sich die Höhe auf 62 cm, sodass er in die meisten Kofferräume passen sollte. Als zusammengeklappter E-Scooter benötigt der EPF-Pulse in öffentlichen Verkehrsmitteln kein extra Ticket.

Lenker: extra-breit, extra-bequem

Der üppig dimensionierte Lenker misst satte 65 cm in der Breite, was zusammen mit den ergonomisch geformten Griffen auch bei längeren Fahrten für entspanntes und sicheres Handling sorgt. Rechts befinden sich der Ein-/Aus-Taster, der Lichtschalter sowie der etwas straffe Daumengas-Hebel, der bei ausgedehnten Touren eventuell für einen müden Daumen sorgen könnte. Links sitzen die Taster für den Blinker, eine kleine Glocke und der Hebel für die elektrische Bremse.

Epowerfun EPF-Pulse

Display: Minimalistisch mit Leuchtschwäche

Das mittig platzierte LED-Display fügt sich nahtlos in den Lenker ein und informiert über Geschwindigkeit ohne Nachkommastelle, gewählte Unterstützungsstufe und Akkukapazität in fünf Balken. Die Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung könnte besser sein.

Wegfahrsperre mit NFC-Karte

Als praktischer Diebstahlschutz erweist sich die NFC-Wegfahrsperre: Nach dem Einschalten lässt sich der Roller erst mit einer der drei beiliegenden NFC-Karten (Lesepunkt unterhalb des Displays) entsperren. Im gesperrten Zustand aktiviert jeder Bewegungsversuch die Motorbremse und löst ein akustisches Warnsignal aus. Ein Wegtragen des Rollers verhindert das natürlich nicht – wer auf Nummer sicher gehen will, sollte ein gutes Schloss verwenden. Auf Wunsch lässt sich diese automatische Wegfahrsperre deaktivieren. Hier geht es zu unseren Ratgeber Fahrradschloss für E-Bike & E-Scooter: Smart, mit App, Alarm & GPS.

Epowerfun EPF-Pulse

Licht & Blinker: Wie gut ist die Lichtanlage am Epowerfun EPF-Pulse?

Die Beleuchtungsanlage des EPF-Pulse weiß zu gefallen: Neben den gut platzierten Blinkern an den Lenkerenden und am Heck verfügt er über ein mit 80 Lux angenehm helles Frontlicht mit gutem Lichtkegel, das sich in der Höhe verstellen lässt. Auch das Rücklicht ist hell genug, um rechtzeitig gesehen zu werden und leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf – ein weiteres Plus für die Sicherheit. Beim Aktivieren ertönt ein akustisches Signal, das sich über die App deaktivieren lässt. Der Blinker schaltet sich nicht automatisch aus, sondern erfordert eine manuelle Deaktivierung durch den Fahrer.

App: Was kann die App des Epowerfun EPF-Pulse?

Der E-Scooter kommt außerdem mit einer App. Die App benötigt keine Registrierung und findet in unserem Fall den E-Scooter auf Anhieb. Dort kann unter anderem die maximale Geschwindigkeit gedrosselt, Tageskilometer eingesehen und der Blinkerton ausgeschaltet werden. Außerdem sieht man die Gesamtkilometer und einige weitere Metriken. Nett, dass es eine App gibt. Wirklich wichtig ist sie jedoch nicht.

Fahren: So fährt sich der Epowerfun EPF-Pulse?

Mit dem EPF-Pulse steht einer bequemen und sicheren Fahrt nichts im Wege. Er reagiert direkt auf Lenkeingaben und meistert dank großzügiger Bodenfreiheit auch höhere Bordsteinkanten problemlos. Die Federung wirkt auf den ersten Blick eher straff, entpuppt sich beim Fahren aber als gut abgestimmt. Kleinere Unebenheiten wie Kopfsteinpflaster oder kürzere Feldwege bügelt sie souverän aus. Auf längeren, unebenen Passagen ist man als Fahrer aber dennoch gefordert.

Für viel Fahrspaß sorgt der leistungsstarke Heckmotor mit 500 Watt Nennleistung und 1200 Watt Peak-Power – einer der stärksten bisher von uns getesteten legalen Antriebe. Er beschleunigt den Roller in Windeseile auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h plus Toleranz, die wir per GPS-Messung mit sehr guten 21 bis 22 km/h bestätigen können. Hier könnten sich viele andere, zögerlicher ausgelegte E-Scooter etwa von Xiaomi oder Segway Ninebot eine Scheibe abschneiden.

Epowerfun EPF-Pulse

Sicher unterwegs ist man auch dank der vorbildlichen Bremsanlage mit Scheibenbremsen an beiden Rädern, die über Bremshebel am Lenker verzögern. Zusätzlich sorgt die über einen Daumengriff ansteuerbare Motorbremse für verlustfreie Verzögerung. Diese Kombination macht sowohl beim sanften Abbremsen als auch bei einer Vollbremsung eine gute Figur.

Zum guten Gesamteindruck tragen auch die 10 Zoll großen, schlauchlosen Luftreifen mit selbstheilender Spezialbeschichtung bei, die kleinere Einstiche etwa durch Dornen selbstständig abdichten können.

Akku: Wie ist die Reichweite des Epowerfun EPF-Pulse?

Käufer haben beim EPF-Pulse die Wahl zwischen drei Akkuvarianten: 480 Wh, 720 Wh oder üppige 960 Wh Kapazität, für die der Hersteller Reichweiten von 52, 78 oder 104 km angibt – gemessen unter optimalen Bedingungen.

In der Praxis liegen die erzielbaren Reichweiten erfahrungsgemäß darunter. Faktoren wie Fahrergewicht, Außentemperatur, Topografie, Fahrbahnbeschaffenheit und Fahrstil (etwa viel Stop-and-Go im Stadtverkehr) haben großen Einfluss auf die tatsächliche Reichweite. Wir haben die 960-Wh-Variante getestet und kamen bei 80 kg Fahrergewicht im sommerlichen Stadtverkehr mit vielen Ampelstopps auf gute 60 km Reichweite. Pauschale Angaben zur Reichweite sind aber schwierig, da die individuellen Einflussfaktoren stark variieren.

Preis: Was kostet der Epowerfun EPF-Pulse?

In der 480 Wh-Version kostet der Epowerfun EPF-Pulse 799 Euro, mit 720-Wh-Akku werden 949 Euro fällig und die große 960-Wh-Variante schlägt mit 1079 Euro zu Buche. Dafür bekommt der Käufer einen leistungsstarken, komfortablen und hochwertigen E-Scooter mit Straßenzulassung, der auch für Ausflüge abseits befestigter Wege geeignet ist.

Fazit: Wie gut ist der Epowerfun EPF-Pulse?

Mit dem EPF-Pulse hat Epowerfun einen rundum gelungenen E-Scooter im Programm, der dank seiner hervorragenden Vollfederung, dem kraftvollen Antrieb und der guten Ausstattung kaum Wünsche offen lässt. Die hochwertige Verarbeitung und die üppige Zuladungskapazität prädestinieren ihn auch für große und schwere Fahrer, die auf der Suche nach einem zuverlässigen Begleiter für Stadt und Gelände sind.

Erfreulich ist die Auswahl zwischen drei Akkugrößen. In Kombination mit der hellen Lichtanlage und der praktischen NFC-Diebstahlsicherung bietet der EPF-Pulse ein stimmiges Gesamtpaket, das die meisten Konkurrenten alt aussehen lässt.

Kleinere Kritikpunkte wie die in der Höhe nicht verstellbare Lenkstange, ein nur mit Werkzeug wechselbarer Akku, die fragil wirkende Befestigung des Frontlichts und der bei Sonne schwer ablesbaren Geschwindigkeitsanzeige fallen da nur wenig ins Gewicht. Unter dem Strich ist der Epowerfun EPF-Pulse einer der besten E-Scooter, der die Messlatte für Komfort, Sicherheit und Fahrleistungen ein gutes Stück nach oben verschiebt – und damit trotz des stolzen Preises eine klare Kaufempfehlung verdient.



Source link

Weiterlesen

Beliebt