Connect with us

UX/UI & Webdesign

Wie viel Einfluss bleibt uns als Menschen in der Arbeit mit KI? › PAGE online


KI generiert auf Knopfdruck Bilder und Ideen. Doch wer entscheidet, was noch als kreativ gilt? Ein Blick darauf, wer wirklich der »Creative Agent« hinter dem Output ist und wie sich das gerade schlagartig verändert.

Wie viel Einfluss bleibt uns als Menschen in der Arbeit mit KI? › PAGE online

Welche Rolle spielen wir als Menschen eigentlich noch, wenn es um KI-Tools oder insbesondere um Bildgenerierung geht? Spiegelt der Output wirklich unsere kreativen Ideen und menschliche Kreativität wider, oder ist er mittlerweile so stark automatisiert, dass wir gar keinen Einfluss mehr auf das haben, was am Ende entsteht? 

Noch vor ein paar Jahren war es sehr deutlich, dass wir Menschen im Punkt der Kreativität immer den Einfluss und die Handlungsfähigkeit behalten werden und KI lediglich die ausführende Instanz ist. Wenn wir uns jedoch die aktuellen Entwicklungen und vor allem die Geschwindigkeit und Qualität von KI-Tools anschauen, stellt sich die Frage, wie groß unser Einfluss noch ist. Denn unsere aktuellen Tools liefern keine groben Entwürfe, sondern vermeintlich perfekte Lösungen. 

Wer genauer hinschaut – und vor allem in die Forschung blickt –, erkennt, dass es dabei nicht nur um technische Innovation geht, sondern um eine Verschiebung dessen, was wir unter »Creative Agency« verstehen. Der englische Begriff meint die Fähigkeit, kreativ zu handeln. Ideen zu entwickeln, Entscheidungen zu treffen und Bilder zu kreieren. Wenn wir ihn ins Deutsche übersetzen, sprechen wir häufig von »kreativer Handlungsfähigkeit«. Und genau diese Fähigkeit wird durch KI-Systeme nicht ersetzt, sondern neu verteilt und neu gedacht.

Was akademische Forschung unter Kreativität in KI-Systemen versteht

In der akademischen Literatur ist die Position klarer, als man es angesichts der öffentlichen Debatten vermuten würde: KI-Systeme haben keine eigene Intention, keine ästhetische Subjektivität. Sie produzieren Bilder, indem sie Wahrscheinlichkeiten berechnen und visuelle Muster aus gigantischen Trainingsdatensätzen zusammenbringen. KI generiert also keine neuen Bilder oder Ideen, sondern synthetisiert das, was bereits vorhanden ist.

Der Medienwissenschaftler Matteo Pasquinelli und der Designer Vladan Joler formulieren es unmissverständlich: »AI does not create meaning. It recombines signals extracted from pre-existing data sets.« (Pasquinelli und Joler 2021). Und das ist entscheidend: KI kann nichts Neues hervorbringen. Sie kann nur remixen, was bereits existiert. Die Vorstellung, dass diese Systeme kreativ sein könnten, entsteht oft durch die visuelle Wirkung der Ergebnisse und nicht durch den Prozess dahinter. Und genau hier setzt die Theoretikerin und Künstlerin Hito Steyerl an, die den Begriff der »Mean Images« geprägt hat. Steyerl beschreibt diese Bilder als statistische Mittelwerte eines riesigen visuellen Archivs. Nicht das Besondere oder Neue wird generiert, sondern das, was rechnerisch am häufigsten vorkommt. Sie schreibt: »Mean images replace likeness with likeliness.« (Steyerl 2023). KI-Bilder entsprechen nicht einer tatsächlichen Referenz, einer realen Person oder Szene, sondern einem statistischen Wahrscheinlichkeitsprofil dessen, was eine Person »dieser Art« in den Trainingsdaten repräsentiert. 

KI-Bilder spiegeln keine Vielfalt in unserer Kultur wider, sondern einen Durchschnitt.

Doch diese vermeintliche Neutralität ist trügerisch. Steyerl betont, dass solche Mean Images keineswegs objektiv sind. Sie reproduzieren die dominanten visuellen Ideologien, die in den Trainingsdaten eingeschrieben sind, häufig ohne dass dies bewusst wahrgenommen wird. Dazu zählen Schönheitsideale, Körpernormen, Machtstrukturen und westlich-kommerzielle Bildwelten. Pasquinelli und Joler formulieren diese Problematik ergänzend so: »Mean images generate the illusion of neutrality, while in fact they reproduce the dominant visual ideologies embedded in the training data.« (2021). KI-Bilder spiegeln keine Vielfalt in unserer Kultur wider, sondern einen Durchschnitt. Dieser Durchschnitt ist jedoch kein globaler Querschnitt, sondern wird von westlichen und kapitalistischen Strukturen geprägt. Und genau darin liegt die Gefahr für kreative Handlungsfähigkeit: Die KI erzeugt das Erwartbare, nicht das Unvorhersehbare und verstärkt dadurch Muster, statt sie zu durchbrechen.

Wer oder was handelt eigentlich kreativ?

Statt also zu fragen, ob KI kreativ ist, lohnt sich eine andere Frage: Wie verändert KI die kreative Handlungsfähigkeit von Designer:innen? Denn beim Einsatz generativer Modelle wird deutlich, dass kreatives Handeln nicht mehr ausschließlich im Kopf oder in der Hand eines Menschen sitzt. Es verteilt sich über mehrere Ebenen: auf das Modell, die Daten, das Interface, den Prompt, die Nutzer:innen und die ökonomischen Strukturen dahinter. Diese Verschiebung wird in der Forschung häufig als »distributed agency« beschrieben. Ein KI-Modell trifft zwar keine autonomen Entscheidungen, beeinflusst die Ergebnisse aber dennoch, indem es bestimmte Bildlogiken bevorzugt und andere systematisch ausblendet. Ein Forschungsteam beschreibt diese Co-Produktion als: »Creativity becomes a relational process between human intention and machine imagination.« (Celis Bueno et al., 2024). Diese Formulierung trifft den Kern dessen, was Designer:innen aktuell erleben. Kreative Entscheidungen entstehen in einem Wechselspiel zwischen menschlicher Vision und algorithmischer Vorschläge.

Wie sich kreative Praxis durch KI konkret verändert

Dieser Wandel zeigt sich besonders deutlich im Arbeitsalltag. Die Ideenfindung wird zwar schneller, aber paradoxerweise nicht unbedingt freier. Zwar liefert KI innerhalb von Sekunden visuelle Interpretationen, diese folgen jedoch bestimmten Mustern und Richtlinien. Dadurch wird die Vorstellung davon, wie ein Entwurf aussehen könnte, eingeengt, da ständig die »wahrscheinlichste« Lösung vorgeschlagen wird. Gleichzeitig vervielfacht sich die Anzahl der Iterationen: Statt zehn Varianten entstehen hundert. Doch die Quantität täuscht über ein anderes Problem hinweg, denn die Konzepte werden dadurch nicht automatisch vielfältiger. Viele Versionen unterscheiden sich nur minimal voneinander, aber sie sind oft keine echten Alternativen. Die Verantwortung der Designer:innen verschiebt sich somit: Sie werden stärker zu Kurator:innen, Selektor:innen und Kritiker:innen. Die kreative Arbeit entsteht im Aussortieren, Kommentieren und Umformen. 

Kreative Kompetenz wird somit um eine neue Dimension ergänzt

Dabei zeigt sich, dass technisches Wissen plötzlich relevanter wird. Wer versteht, wie Modelle trainiert sind, wie Embeddings funktionieren oder wie sich Bilddaten durch Prompts beeinflussen lassen, hat eine ganz andere Kontrolle über die Ergebnisse. Kreative Kompetenz wird somit um eine neue Dimension ergänzt, die mit Software-Know-how und kritischer Modellkompetenz zu tun hat. Die Forschung macht deutlich, dass KI-Bildgeneratoren Muster reproduzieren, die ihnen kulturell und technisch vorgegeben sind. Das bedeutet, dass Kreativität heute nicht mehr nur darin besteht, Bilder zu erzeugen, sondern auch darin, bewusst mit der Unsichtbarkeit und den Lücken von Systemen umzugehen. Die eigentliche kreative Handlungsfähigkeit der Zukunft liegt vielleicht genau darin, KI nicht nur als Werkzeug zu nutzen, sondern sie aktiv zu formen, zu hinterfragen und immer wieder zu brechen. Designer:innen, die verstehen, dass KI-Bilder keine neutralen Vorschläge sind, sondern Ideologien, können die Systeme produktiv irritieren, gegen sie arbeiten, sie zweckentfremden und vor allem hinterfragen.

Letztendlich geht es weniger darum, ob KI kreativ ist, sondern vielmehr darum, wie wir mit ihr kreativ bleiben. »Creative Agency« wird damit zu einer Haltung, nicht zu einer Methode. Sie zeigt sich darin, welche Fragen wir stellen, welche Bilder wir akzeptieren und welche wir verwerfen sowie darin, wie bewusst wir die Systeme nutzen, die uns umgeben. Die zentrale Erkenntnis aus der Forschung ist, dass nicht die KI über die Zukunft der Kreativität entscheidet, sondern unsere Fähigkeit, sie zu verstehen. Und unsere Bereitschaft, gerade dort abzuweichen, wo ihre Bilder zu glatt, zu perfekt oder zu generisch erscheinen.

Akademische Quellen:

Bueno, Claudio Celis, Pei-Sze Chow, and Ada Popowicz. 2024. “Not ‘What’, But ‘Where Is Creativity?’: Towards a Relational-materialist Approach to Generative AI.” AI & Society, March. https://doi.org/10.1007/s00146-024-01921-3

Pasquinelli, Matteo, and Vladan Joler. 2021. “The Nooscope Manifested: AI as Instrument of Knowledge Extractivism.” AI & Society 36 (4): 1263–80. https://doi.org/10.1007/s00146-020-01097-6

Steyerl, Hito. 2023. “M E a N I M a G E S.” New Left Review. https://newleftreview.org/issues/ii140/articles/hito-steyerl-mean-images.pdf

 



Source link

UX/UI & Webdesign

Was für ein Spot! Thimotée Chalamet macht für adidas Tempo! › PAGE online


Dieser Spot müsste der Anfang einer ganzen »Backyards Legends«-Serie sein: Epische fünf Minuten lang, mit Timothée Chalamet, Bad Bunny, mit Lionel Messi und reichlich Hinterhofcharme läutet adidas die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 ein. Und das ist groß!

Was für ein Spot! Thimotée Chalamet macht für adidas Tempo! › PAGE online

Könnte sein, dass dieser Spot cooler ist als die gesamte FIFA-Weltmeisterschaft 2026, die am 11. Juni beginnt. Zumindest cooler als der Teil, der in den USA ausgetragen wird und wo die Begeisterung bisher verhalten ist, Fußball-Touristen ausbleiben, die Hotelbranche stöhnt.

Was Fußball ist, was für eine Kraft und was für einen Charme er hat, welche Spannung er auslöst und vor allem auch, was für einen unendlichen Spaß er machen kann, das zeigt der neue adidas-Spot »Backyard Legends« zur WM.

Damit punktet adidas nach dem Triumph seiner neuen Laufschuhe Adizero Adios Pro Evo 3 beim Londoner Marathon, erneut.

Und zeigt einmal mehr, warum es so bitter ist, dass der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach nach über 70 Jahren von der Deutschen Nationalmannschaft 2027 gegen Nike als Ausstatter ausgetauscht wird. Hunderte Millionen Dollar sollen bei dem Deal in die Kassen des DFB fließen.

Vibrierend – und voller Stars

Mit diesem epischen Fünfminüter, mit Streetstyle und mit Patina führt der Spot auf ein New Yorker Fußballfeld, abgeranzt und voller Graffitis, mit einer Tante, die den teuren Ball bewacht und mit jeder Menge vibrierender Spannung in die Luft.

Als Sport-Scout am Rande des Nervenzusammenbruchs führt der werbe erfahrene Timothée Chalamet seine drei Spieler:innen aufs Feld, die als Hinterhof-Legenden quasi unbesiegt sind.

Bad Bunny, herrlich selbstironisch mit Wassermelonen-Sticks in der Hand, thront gemeinsam mit Lionel Messi über dem Geschehen, um die Talente zu begutachten.

Schließlich sollen schon David Beckham, Alessandro Del Piero und sogar Zinedine Zidane an den drei jungen Fußballer:innen gescheitert sein. 1995, wie es heißt – und dazu sind sie mit modernster CGI verjüngt zu sehen. Und David Beckham sogar noch mit seinem Irokesen Harrschnitt.

Doch der gesamte Spot wimmelt nur so vor Sportstars: Neben Lamine Yamal, Jude Bellingham und Trinity Rodman, Florian Wirtz, Ousmane Dembélé, Raphinha und Pedri, sind Florian Wirtz und Santiago Giménez zu sehen.

Blick zurück

Der Charme des Spots, die schöne Ironie und der liebevolle Blick auf die Nineties sind genauso hoch wie das Staraufgebot, erinnern an das kultige Videospiel »FIFA Street« und sind eine große Freude.

Entwickelt hat ihn Lola USA, die neu gegründete Omnicom-Agentur, die aus dem Zusammenschluss von adam&eveDDB New York und 180 US entstanden ist.

Den Film inszenierte der preisgekrönte australische Regisseur Mark Molloy, produziert wurde »Backyard Legends« von Smuggler.

Das könnte dich auch interessieren



Source link

Weiterlesen

UX/UI & Webdesign

Futuristische Werbung mit Sci-Fi-Charakter › PAGE online


In Hamburg stieg am Dienstagabend ein 3D-Hologramm in die Luft. Diese Installation zeigte, wie DOOH-Kampagnen der Zukunft aussehen könnten. Die Technologien für 3D-Werbescreens gibt es jedenfalls schon.

Futuristische Werbung mit Sci-Fi-Charakter › PAGE onlineBild: Kyrillos Mikhail

Wer am Dienstagabend in St. Pauli in Hamburg ein fliegendes Hologramm gesehen hat, staunte sicherlich nicht schlecht. Und nein, es war kein Trick der eigenen Vorstellungskraft. Es war eine Installation eines fliegenden 3D-Werbescreens, die einen direkt an Hologramme aus Star Wars denken lassen.

Verantwortlich dafür war das in Düsseldorf gegründete 3D-Unternehmen met[ads]. Spezialisiert auf neue Technologien für digitale Außenwerbeflächen, erproben die Mitarbeiter:innen die bisherigen Grenzen von Digital Out-of-Home-Formaten – nach dem Motto »No more boring ads«.

Wenn hinter der »Ritze« ein Hologramm aufsteigt

Langweilig war die Installation jedenfalls nicht, sie gab einen Vorgeschmack auf zukünftige Formate, die man so noch nicht gesehen hat.

Die Aktion startete am Dienstagabend um 22:00 Uhr hinter der altbekannten St. Pauli Kneipe »Zur Ritze«. Die Initiator:innen mussten das Vorhaben allerdings sogar mit dem Hamburger Flughafen abklären. Vermutlich, weil eine Laser- und Lichtshow die Installation begleitete.

Der fliegende 3D-Screen inklusive Hologramm schwebte in circa 100 Metern Höhe, gezogen von einer Drohne. Dass hier die visuell-räumliche Wirkung auf die Betrachter:innen eine ganz andere ist als bei einem normalen Plakat, dürfte selbstredend sein. Man kann es sich eher ähnlich wie bei einer immersiven Kunstausstellung vorstellen, in der man in einen Raum eintaucht. Nur, dass man hier alles von unten betrachtet.

Eigene Test-Produktion mit Sci-Fi-Charakter

Diese Aktion war zunächst ein Testlauf, der die Technologie erproben sollte, denn ein Vorhaben wie dieses war Premiere. Somit sahen Zuschauer:innen keine reale Kampagne, sondern eine eigene Produktion.

Zuerst sah man eine Art Schein, fast wie ein Geist aussehend, vor einer Hauswand, aus dem sich dann eine Roboterhand erstreckte. Zudem schwebte ein Mensch als Hologramm durch die Luft – und hier gab es einen wirklichen Star Wars-Moment. Das Hologramm fiel dann in eine Art Tor, das sich drehte. Im weiteren Verlauf fiel das Hologramm durch eine Wolke nach unten. Auch einen Schriftzug gab es zu sehen, und zwar mit dem Motto des 3D-Unternehmens.

Beeindruckend war aber auch, wie die Drohne selbst über den Dächern schwebte und dabei hell erleuchtet war, damit die Initiator:innen sie sehen und steuern konnten. Kein Wunder, dass das Ganze mit dem Hamburger Flughafen besprochen werden musste.

Wie sich zukünftig DOOH-Kampagnen in urbanen Räumen entwickeln werden, wird sich zeigen, denn sicher ist solch eine Installation eine kostspielige Sache. Es gibt im Gegenzug aber in jedem Fall reichlich Aufmerksamkeit.

Mehr Eindrücke: 

3D-Installation mit Hologramm in Hamburg
“Menschliches” Hologramm
3D-Installation mit Hologramm in Hamburg
Auftauchende Hand
3D-Installation mit Hologramm in Hamburg
Aufsteigende Drohne

 

Das könnte dich auch interessieren



Source link

Weiterlesen

UX/UI & Webdesign

Design Camp by BECC x PAGE auf der mcbw: Keine Angst vor Wandel! › PAGE online


Mutige Ideen, menschlicher Austausch – und ganz viel Optimismus: Beim BECC-Event »Play Bold. Act Smart. Lead Change.« im Rahmen der mcbw zeigte sich, dass kreatives Denken gerade im KI-Zeitalter lebendiger ist denn je.

Design Camp by BECC x PAGE auf der mcbw: Keine Angst vor Wandel! › PAGE onlineBild: Carina Pilz und BECC Agency & ISARWINKELAls Emily Brummer, Texterin und Markenstrategin bei Kookaburra Copy und Teilnehmerin des Design Camps von PAGE und BECC, den Claim der Gewinnerkampagne ihres Teams auf der Bühne präsentierte, klirrte und polterte es jedes Mal, wenn sie ihn aussprach, im Hintergrund. Etwas krachte zu Boden, etwas fiel um – Emily nahm es mit Humor. Ein Zufall, der zeigt, was diese Kampagne ausmacht: Sie ist kein leises Statement, sondern verschafft sich Gehör und Aufmerksamkeit. Sie weckt auf. Und sorgt am Ende für Optimismus und Mut. Etwas, das wir dringend brauchen – in Zeiten, in denen viele Designer:innen und Kreative unsicher sind, welche Rolle sie im Umgang mit KI künftig spielen und wer im Spannungsfeld von Mensch und Maschine eigentlich die Fäden in der Hand behält.

Und dieser Optimismus zog sich wie ein roter Faden durch den Abend im Münchner Isarwinkel, wo Anfang Mai im Rahmen der Munich Creative Business Week (mcbw) 20 Jahre BECC Agency gefeiert wurde. Highlight war das Live-Voting der Geburtstagskampagne für 40 Jahre PAGE, die 22 Kreative in vier diversen Teams einige Wochen zuvor an nur einem Tag erarbeitet hatten.

Los ging es mit spannenden Impulsen des BECC-Teams mit ganz unterschiedlichen Perspektiven auf Kreativität, Verantwortung und Wandel. Sie machten nicht nur Hoffnung, sondern richtig Lust auf die Zukunft! »KI kann alles, aber will nichts«, sagte BECC-Geschäftsführer Metin Seyrek. Co-Geschäftsführer Leif Geuder ergänzte: »KI macht uns alle zu Produzenten. Aber niemanden zum Autor.« Denn die Urheber bleiben wir, die Menschen und die Branche mit ihrer Haltung und all ihren kreativen Ideen.

PAGE als Begleiterin durch unsichere Zeiten

Für mich als Chefredakteur von PAGE ist das ein klarer Auftrag: Gerade in einer Zeit, in der KI vieles schneller und effizienter macht, wird umso sichtbarer, worauf es in der Kreativbranche wirklich ankommt – nämlich den Austausch untereinander und echte Ideen, die für Gänsehaut sorgen. PAGE begleitet diese Entwicklung nicht nur, sondern bietet den Raum, in dem Kreative gemeinsam Zukunft gestalten. Wir möchten ihren Stimmen Gehör verschaffen und der Branche auch in unsicheren Zeiten Orientierung geben.

Vielleicht war ich deshalb bei meinem Intro für die Teilnehmer:innen unseres Design Camps nervöser als vor manchem Auftritt auf der großen Bühne. Weil es nicht nur um eine Geburtstagskampagne ging, sondern um die Frage, was bleibt, wenn sich Werkzeuge radikal verändern. Genau dafür steht PAGE seit 40 Jahren.

Gewinnerkampagne ab Juli auf allen Kanälen

Und dann wurde gevotet! In diesem Moment war ich wahrscheinlich aufgeregter als die Teilnehmenden alle zusammen. Und ich bin wirklich froh, dass ich diese Entscheidung nicht alleine treffen musste! Alle vier Kampagnen, die in unserem Design Camp entstanden sind, stellen wir in Ausgabe 03/26 Ende September ausführlich vor. Die Gewinnerkampagne wird ab Juli auf all unseren Kanälen zu sehen sein, laut und mutig.

So viel sei vorab verraten: Design ist lebendiger denn je – auch und gerade in Zeiten von KI! Design Camp-Teilnehmerin Anna-Maria Muro Pita von häppy brachte es auf den Punkt: »Die stärksten Ideen entstehen im Miteinander. Im Austausch, in Reibung und durch unterschiedliche Perspektiven. KI kann helfen, gute Ideen weiterzudenken und auszuarbeiten. Aber sie ersetzt nicht das gemeinsame Denken, Fühlen und Hinterfragen.«

Bei der Präsentation der Kampagne ihres Teams sagte Teilnehmerin Janine Kerscher: »Wir haben keine Angst vor Wandel. Wir gestalten ihn aktiv mit.« Gemeinsam. Und vor allem mit ganz viel Mut und Optimismus. Denn schließlich, so Teilnehmerin und Illustratorin Ari Liloan: »Bei all dem industriellen Wandel dürfen wir nicht vergessen, dass die Branche auch noch andere Themen hat.«

Mann steht auf einer Bühne und spricht in ein Mikrofon, während er in der anderen Hand Notizen hält. Hinter ihm ist eine große Leinwand mit der Aufschrift „BECC x PAGE“ sowie dem Titel „Co-Creation Birthday Campaign“ zu sehen. Er trägt ein schwarzes T-Shirt mit „40 PAGE“-Logo. Im Vordergrund sind unscharf sitzende Zuhörer zu erkennen, links steht eine große Zimmerpflanze, die dem Event-Setting eine lockere Atmosphäre verleiht.Bild: Carina Pilz und BECC Agency & ISARWINKEL

Das könnte dich auch interessieren



Source link

Weiterlesen

Beliebt