Künstliche Intelligenz
Kostenlose Bildbearbeitung: Einstieg in Affinity V3
Das australische Softwareunternehmen Canva hat im Herbst 2025 die Grafiksuite Affinity kostenlos freigegeben, nachdem es die Software gut ein Jahr zuvor vom britischen Hersteller Serif übernommen hatte. Affinity V3 vereint professionelle Bildbearbeitung, Vektorgrafik und Schriftsatz in einem Programm. Die Einzelprogramme Affinity Photo, Affinity Designer und Affinity Publisher kosteten zuletzt jeweils 85 Euro. Nun sind diese als die Arbeitsbereiche „Pixel“, „Vektor“ und „Layout“ repräsentiert.
Einsteiger und Gelegenheitsanwender stehen an verschiedenen Stellen des Affinity-Workflows vor scheinbar unüberwindlichen Hürden. Die folgenden Beispiele zeigen, wie man Fotos entwickelt, selektiv bearbeitet und mit Effekten sowie Texttiteln versieht. Die Arbeitsbereiche Vektor und Layout bleiben weitgehend außen vor. In einem weiteren Artikel erklären wir, wie Sie mit Affinity Layout Fotobücher gestalten.
- Affinity V3 steht seit Herbst 2025 kostenlos zur Verfügung und bietet professionelle Bildbearbeitung ohne Abozwang.
- Das Programm gliedert sich in drei kostenlos nutzbare Arbeitsbereiche für „Pixel“, „Vektor“ und „Layout“ sowie einen für kostenpflichtige KI-Funktionen.
- Der Praxisleitfaden zeigt, wie Sie Fotos entwickeln, mit Ebenen und Masken bearbeiten sowie Einstellungen und Effekte nichtdestruktiv einsetzen.
Canva bindet Affinity V3 nach und nach in seine Web-App für Social-Media-Grafik ein. Das Programm funktioniert aber weiterhin lokal und eigenständig. Um Affinity (Download) herunterladen und nutzen zu können, muss man sich mit einem Canva-Konto anmelden, das man kostenlos auf canva.com erstellen kann. Außer auf Affinity kann man damit auch auf die kostenlosen Grundfunktionen der Mobil- und Web-App von Canva zugreifen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kostenlose Bildbearbeitung: Einstieg in Affinity V3“.
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Künstliche Intelligenz
Digitalminister Wildberger warnt vor dramatischen Jobverlusten durch KI
Deutschland muss sich nach Ansicht von Digitalminister Karsten Wildberger auf dramatische Jobverluste wegen des Vormarschs der Künstlichen Intelligenz einstellen. „Die Zeit, in der die Industrie eine Jobmaschine war, geht zu Ende“, sagte Wildberger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). „Mein Appell geht daher an alle Gruppierungen; an Arbeitgeber, Gewerkschaften und aus der Zivilgesellschaft: Wir müssen uns zusammenraufen und die Zukunft neu gestalten.“
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Durch KI entstünden aber auch neue Arbeitsplätze, dies gelte es zu nutzen, sagte der CDU-Politiker. „Die schlimmste aller Antworten wäre es, zu sagen: Wir lehnen KI ab. Aufhalten können wir das nämlich nicht. Wir können und müssen alles tun, um auch als Gesellschaft von der KI zu profitieren.“
KI kann Wachstum deutlich treiben
„Wenn wir in Deutschland die KI-Technologie führend anwenden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu deutlich überproportionalem Wachstum führt, sehr hoch“, sagte Wildberger. „Das wäre eine Grundvoraussetzung, um diesen Wandel überhaupt gestalten zu können.“ Es brauche deutlich höhere Steuereinnahmen, um mit dem Geld den Jobmarkt umbauen zu können. „Wenn die KI den Informatikern, Mathematikern und vielen anderen ihre Jobs wegnimmt, dann brauchen diese Menschen eine andere sinnvolle Betätigung.“
Ein bedingungsloses Grundeinkommen könne Teil einer Lösung sein, um die Umwälzungen am Arbeitsmarkt aufzufangen, sagte der Minister. „Wir Menschen brauchen eine sinnstiftende Tätigkeit. Kaum jemand kann doch nur zu Hause sitzen und Videos schauen, ohne verrückt zu werden.“
(nen)
Künstliche Intelligenz
Amazon will sich offenbar wieder an einem Smartphone versuchen
Amazon will sich offenbar wieder im Smartphone-Markt versuchen. Eine besonders einfache Nutzung der Amazon-Dienste soll das Gerät in die Lage versetzen, mit Apple, Samsung und Co zu konkurrieren. Es wäre nicht Amazons erster Versuch dieser Art: 2014 ging das Unternehmen bereits mit dem Amazon Fire Phone an den Start – und floppte gewaltig.
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Über die neuen Pläne berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf vier mit der Angelegenheit vertraute Personen. Demnach soll das Projekt unter dem Namen Transformer laufen. Wie sich das Gerät von anderen Smartphones abheben soll, darüber ist bisher wenig bekannt. Es soll sich unterwegs mit Amazons Home Assistant Alexa synchronisieren lassen können. Zudem soll die Nutzung von Amazon-Diensten wie Prime Video, Prime Music oder Partnerdiensten wie Grubhub, einem US-Lieferdienst für Essen, besonders einfach sein – zudem soll der Fokus auf KI-Funktionen liegen. Details zum Verkaufspreis, Ausstattung, Erscheinungstermin oder Amazons angesetztes Entwicklungsbudget sind nicht bekannt. Noch befinde sich das Gerät in der Entwicklung.
Neues Amazon-Smartphone für mehr KI-Nutzung
Exklusive Cloud- und KI-Funktionalitäten wären durchaus ein Weg für Amazon, sich von der Smartphone-Konkurrenz abzusetzen. Den Reuters-Quellen zufolge wird Amazon Alexa nach seiner KI-freundlichen Überarbeitung intern als große Zukunftshoffnung gesehen. Das geplante Smartphone sei nun ein weiterer Versuch, Kunden zu mehr KI-Nutzung zu bewegen.
Amazons Debüt am Smartphone-Markt liegt schon über eine Dekade zurück und verlief alles andere als rosig: Im Juli 2014 startete der Verkauf des Fire Phones in den USA, im September auch in Deutschland. Zu seinen besonderen Funktonen gehörten unter anderem ein 3D-Display. Doch das Fire Phone hatte mit geringen Verkaufszahlen, unzufriedenen Kunden und schlechten Kritiken zu kämpfen. Schon ein Jahr später endete der Verkauf in den USA, in Deutschland sogar früher. Amazon gestand damals auch selbst ein, dass das Produkt ein Flop war.
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(nen)
Künstliche Intelligenz
Ölkrise im Nahen Osten: Energieagentur fordert Homeoffice und Tempolimit
Der Iran-Krieg hat die schwerste Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarkts ausgelöst. Da der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus fast vollständig zum Erliegen gekommen ist, fehlen dem Weltmarkt täglich rund 20 Millionen Barrel Rohöl und Ölprodukte. Das entspricht etwa 20 Prozent des weltweiten Verbrauchs. Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt daher vor drastischen wirtschaftlichen Folgen für Haushalte und Unternehmen, da die Preise für Rohöl bereits die Marke von 100 US-Dollar überschritten haben und besonders Diesel sowie Kerosin deutlich teurer werden.
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Zwar haben die IEA-Mitgliedstaaten bereits die Freigabe von 400 Millionen Barrel aus Notfallreserven beschlossen. Doch reichen diese angebotsseitigen Maßnahmen laut der Institution allein nicht aus, um die Lücke zu füllen. In einem neuen Bericht drängt die IEA daher auf sofortige Verhaltensänderungen auf der Nachfrageseite. Dabei steht vor allem der Straßenverkehr im Fokus, der fast die Hälfte des globalen Ölbedarfs verursacht.
Ein Pfeiler der Strategie ist die Ausweitung von Homeoffice. Laut IEA könnten allein drei zusätzliche Tage Fernarbeit pro Woche den Ölverbrauch von Autos auf nationaler Ebene um zwei bis sechs Prozent senken. Für den einzelnen Pendler, der bisher täglich zur Arbeit fährt, bedeute ein solcher Wechsel sogar eine Ersparnis beim persönlichen Kraftstoffverbrauch von bis zu 20 Prozent.
In fortgeschrittenen Volkswirtschaften sei etwa jeder dritte Arbeitsplatz für mobiles Arbeiten geeignet, erläutert die Agentur. In Schwellenländern seien es rund 20 Prozent. Die IEA rät Regierungen, Firmen zum Zulassen von Telearbeit zu motivieren und im öffentlichen Dienst mit gutem Beispiel voranzugehen. Das könnte heißen, etwa Behörden an bestimmten Werktagen zu schließen. Erste Länder wie Pakistan oder die Philippinen hätten bereits verkürzte Arbeitswochen für Staatsbedienstete eingeführt.
Raser-Stopp gegen den Preisschock
Zusätzlich fordert die IEA eine Senkung von Autobahn-Tempolimits um mindestens 10 km/h. Diese Maßnahme sei besonders effektiv, da sie sofort umgesetzt werden könne und den Kraftstoffverbrauch eines Pkws unmittelbar um fünf bis zehn Prozent reduziere. Auf nationaler Ebene ließen sich so je nach Infrastruktur zwischen einem und sechs Prozent des Pkw-Ölverbrauchs einsparen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erinnerte in dem Zusammenhang an ihre Petition, hierzulande „für Klimaschutz, Menschenleben und weniger Abhängigkeit von Ölimporten“ überhaupt ein Tempolimit einzuführen.
Auch für den Schwerlastverkehr sieht die IEA hier Potenziale: Trotz der ohnehin geringeren Geschwindigkeiten von Lkws führe eine Reduktion um 10 km/h zu einer Kraftstoffersparnis von etwa fünf Prozent pro Fahrzeug. Dies würde vor allem die stark angespannte Versorgungslage bei Diesel entlasten. Historische Vorbilder für solche Schritte finden sich in der Ölkrise von 1973, als Länder wie Frankreich die Limits drastisch senkten. Aktuell hat Pakistan bereits die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen für Pkw von 120 auf 100 km/h reduziert.
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Die IEA schlägt weitere Schritte vor, um den Druck auf die Märkte zu mindern. Dazu gehört die verstärkte Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, was durch günstigere Tarife oder kostenlose Angebote wie in Luxemburg oder Malta gefördert werden könne. Auch Fahrgemeinschaften, effizientere Fahrweisen (Eco-Driving) und die Reduktion von Geschäftsreisen per Flugzeug könnten den Bedarf an Kerosin und Benzin kurzfristig um zweistellige Prozentbeträge senken.
In Städten empfiehlt die Agentur zeitweise Fahrverbote basierend auf Kennzeichennummern, um Staus und den damit verbundenen unnötigen Verbrauch durch Leerlauf und Stop-and-Go-Verkehr zu minimieren. Sie betont, dass solche Ansätze entscheidend dazu beitrügen, die Kosten für Verbraucher zu senken und die Energieversorgung für lebensnotwendige Bereiche zu sichern.
Deutsche Preisdebatte
In Deutschland hat der Preisanstieg, der Benzin und Diesel vielerorts über die Zwei-Euro-Marke getrieben hat, eine heftige politische Debatte entfacht. Während Automobilclubs und Teile der Opposition eine „Spritpreisbremse“ durch Steuersenkungen oder das Aussetzen der CO2-Abgabe fordern, reagiert die Bundesregierung bisher eher zurückhaltend mit ordnungspolitischen Instrumenten. Sie brachte ein Kraftstoffmaßnahmenpaket auf den Weg. Es sieht etwa vor, dass Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen dürfen. Das soll die Transparenz erhöhen und den Wettbewerb stärken. Ökonomen sind gegen pauschale Subventionen wie einen neuen Tankrabatt, da diese die tatsächliche Knappheit verschleierten.
Die IEA ruft auch die Industrie auf, ihren Beitrag zu leisten. In Ländern, in denen die Versorgung mit Flüssiggas (LPG) unter Druck steht, könnten Anlagen auf alternative Rohstoffe umsteigen. Insgesamt sollten staatliche Förderungen zielgerichtet und zeitlich begrenzt sein. Es gehe darum, soziale Härten abzufedern, ohne den Anreiz zum Energiesparen zu untergraben.
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