Künstliche Intelligenz
LG Electronics: Kerngeschäft schwächelt, Roboter sind die Zukunft
LG Electronics will sein KI- und Robotikgeschäft ausbauen und sieht darin einen zentralen Wachstumstreiber angesichts des schwächelnden Kerngeschäfts. Die Lieferketten in den USA will das Unternehmen stärken.
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Wie aus einem Bericht der Korea Times hervorgeht, plant der Konzern, seine Expertise aus Haushaltsgeräten sowie Industrie- und Servicerobotik auf humanoide KI-Roboter zu übertragen. LG habe in den vergangenen Jahren Know-how in Bereichen wie Motoren, Aktuatoren und autonomer Navigation aufgebaut und wolle diese Kompetenzen nun bündeln, erklärte Finanzchef Kim Chang-tae während einer Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des vierten Quartals 2025.
Bereits auf der CES hatte LG den Haushaltsroboter CLOiD gezeigt, wie er Wäsche in eine Waschmaschine lädt. Der Roboter bewegt sich auf Rädern, hat zwei Arme mit sieben Achsen und Hände mit fünf Fingern. Sein Kopf enthält Recheneinheit, Sensoren und Anzeige. Der Roboter ist Teil von LGs Konzept eines weitgehend automatisierten Haushalts, in dem Maschinen alltägliche Aufgaben selbstständig erledigen. Das Motto: „Zero labor Home“.
Zudem hatte LG jüngst eine Zusammenarbeit mit dem US-Robotikunternehmen Boston Dynamics bekannt gegeben. Künftig sollen die Forschungsteams von Boston Dynamics und LG Innotek eng zusammenarbeiten, um neue Vision-Sensing-Systeme zu entwickeln, die es dem humanoiden Atlas-Roboter ermöglichen, seine Umgebung besser wahrzunehmen und Objekte besser zu erkennen.
Ein Grund für den neuen Fokus: Das Kerngeschäft schwächelt. Zwar erzielte LG Electronics 2025 mit 89,2 Billionen Won (circa 55 Milliarden Euro) einen Rekordumsatz, wie unter anderem der Korea Herald berichtet. Der operative Gewinn sank jedoch um 27,5 Prozent auf 2,48 Billionen Won. Im vierten Quartal rutschte der Konzern mit einem operativen Verlust von 109 Milliarden Won in die Verlustzone. Besonders das Kerngeschäft um TV-Geräte und Displays entwickelte sich schwach, während Haushaltsgeräte, die B2B-Sparten für Automobilkomponenten sowie Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik Rekordergebnisse erzielten.
Für das laufende Jahr rechnet LG mit anhaltenden Belastungen durch globale wirtschaftliche Unsicherheiten, Zölle und steigende Komponentenpreise. Um gegenzusteuern, will der Konzern unter anderem seine Lieferketten in den USA ausbauen und die Effizienz in den drei dortigen Produktionsstandorten erhöhen.
(rbr)
Künstliche Intelligenz
Millardendeal: Mastercard übernimmt das Stablecoin-Start-up BVNK
Mastercard investiert verstärkt in digitale Währungen. Am Dienstag gab das Unternehmen die geplante Übernahme von BVNK, einem führenden Anbieter von Stablecoin-Infrastruktur, bekannt. Der Deal hat ein Volumen von bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar, darunter 300 Millionen US-Dollar an bedingten Zahlungen, so Mastercard in einer Mitteilung.
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Der Kartenanbieter vergrößert mit dem Kauf des Londoner Stablecoin-Start-ups sein Engagement im Bereich blockchainbasierter Transaktionen. „Angesichts der zunehmenden regulatorischen Klarheit bezüglich digitaler Währungen in verschiedenen Regionen wollen Finanzinstitute und Fintechs ihren Kunden Zahlungsmöglichkeiten anbieten, die auf Stablecoins und tokenisierten Einlagen basieren“, schreibt Mastercard. Mit Stablecoins und tokenisierten Einlagen ließen sich grenzüberschreitende Überweisungen, Geschäftszahlungen und Auszahlungen mit Stablecoins durchführen, so Mastercard weiter. Diese digitalen Zahlungssysteme sind in der Regel schneller und kostengünstiger als traditionelle Kartenzahlungen und ein schnell wachsender Markt. Der Finanzdienstleister geht davon aus, dass die Akzeptanz von Stablecoins in der gesamten Finanzbranche zunehmen wird.
Zahlungsabwicklung zwischen Fiat- und Digitalwährungen
„Mit der Ausgabe verschiedener digitaler Währungen und tokenisierter Einlagen sowie deren zunehmender Verbreitung steigt auch der Bedarf an einer hochsicheren und konformen Zahlungsabwicklung zwischen Fiat- und digitalen Währungen über verschiedene Blockchains hinweg. Die Kombination der Kompetenzen von BVNK und Mastercard ermöglicht eine vertrauenswürdige Interoperabilität in großem Umfang und eine nahtlose systemübergreifende Anbindung“, heißt es in der Mastercard-Mitteilung.
BVNK wurde 2021 gegründet und ist auf Infrastrukturen zur Verbindung von Fiat- und Stablecoins spezialisiert. Die BVNK-Plattform ermöglicht ihren Kunden das Senden und Empfangen von Zahlungen in allen wichtigen Blockchain-Netzwerken in über 130 Ländern.
„BVNK hat die letzten Jahre nicht nur die Technologie entwickelt, sondern auch Lizenzen in verschiedenen Regionen erworben“, sagte Jorn Lambert, Chief Product Officer von Mastercard, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Laut Lambert würde der interne Aufbau einer vergleichbaren Lösung „sehr viel Zeit in Anspruch nehmen“. Die Übernahme ermögliche Mastercard einen deutlich schnelleren Markteintritt. Sie soll vor Ende des Jahres abgeschlossen werden, muss aber noch von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden.
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(akn)
Künstliche Intelligenz
Fußball-WM 2026: YouTube und FIFA vereinbaren Kooperation
Die Videoplattform YouTube und der Fußball-Weltverband FIFA haben eine strategische Zusammenarbeit für die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko geschlossen. Mit der am Dienstag verkündeten Vereinbarung wird YouTube zu einer „bevorzugten Plattform“ des Turniers. Offizielle Medienpartner und YouTuber erhalten damit nach Vorstellung der FIFA mehr Möglichkeiten und Formate, das Turniergeschehen zu präsentieren.
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„Sie können u. a. ausführliche Zusammenfassungen, Hintergrundberichte, Shorts und Video-on-Demand-Inhalte veröffentlichen, um das Publikum auf YouTube zu begeistern und so die Reichweite und die Beteiligung insgesamt zu erhöhen“, heißt es in einer Pressemitteilung der FIFA. Erstmals in der WM-Geschichte erhalten Medienpartner die Möglichkeit, die ersten zehn Minuten jedes Spiels auf ihrem YouTube-Kanal live zu zeigen, so die FIFA weiter.
„Beispielloser Zugang“ für YouTuber
Ausgewählte Partien dürfen auch in voller Länge gezeigt werden. Darüber hinaus öffnet die FIFA ihr digitales Archiv und zeigt auf dem YouTube-Kanal der FIFA Aufzeichnungen früherer WM-Spiele in voller Länge sowie „viele weitere legendäre Momente der Sportgeschichte“, wie es heißt.
FIFA und YouTube wollen, so die Ankündigung, zudem einer Gruppe von YouTube-Redakteuren aus aller Welt einen „beispiellosen Zugang zur Fußball-Weltmeisterschaft“ bieten. Der Weltverband erhofft sich von „dieser einzigartigen, frischen Perspektive mit persönlichen Geschichten, taktischen Analysen und Blicken hinter die Kulissen“ eine lebendigere Berichterstattung, die neue Zielgruppen rund um den Globus ansprechen soll.
Auswirkungen auf den deutschen TV-Markt?
Für deutsche Fußballanhänger bringt die Kooperation möglicherweise einige Veränderungen mit sich. Nach bisheriger Planung will der Rechteinhaber Telekom auf seiner Plattform MagentaTV alle 104 Turnierspiele live übertragen. Überdies haben die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF Sublizenzen erworben. Sie dürfen 60 Spiele im frei empfangbaren Fernsehen zeigen, darunter alle Partien der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale.
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Nach Informationen von Branchenkennern laufen aktuell Gespräche mit den deutschen Lizenznehmern, um zwischen 15 und 30 WM-Spiele live auf YouTube zu übertragen, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet. Um welche Begegnungen es sich dabei handeln soll, stehe bislang aber nicht fest.
(akn)
Künstliche Intelligenz
Nikon Z5II, Z6III und ZR – Qualitätsmängel in Bauteilen erfordern Reparatur
Nikon gibt Qualitätsmängel bei der Produktion der drei Kameras Z5II, Z6III und ZR zu. Der Kamerahersteller erklärt auf seiner Support-Website, dass einige Bauteile nicht den eigenen Qualitätsstandards entsprächen. Diese könnten die Kamera unbrauchbar machen. Um welche Teile es sich handelt, teilte Nikon nicht mit.
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(Bild: heise )
Nicht alle produzierten Modelle sind jedoch betroffen. So dürfen Nutzer einer Z6III, die diese innerhalb Europas erworben haben, schon einmal aufatmen. Nach Angaben von Nikon sind diese Kameras technisch intakt. Alle anderen Käufer können anhand der Seriennummer ihrer Kamera prüfen, ob sie ihr Modell von Nikon reparieren lassen müssen. Die Kosten für Reparatur und Versand trägt das Unternehmen. Anfragen dafür nimmt Nikon ab dem 26. März 2026 entgegen. Wer weitere Informationen benötigt, soll sich an das nächste von Nikon lizenzierte Servicecenter wenden – am besten nimmt man die betroffene Kamera gleich mit.
Es ist nicht das erste Mal, dass Nikon Ärger mit fehlerhaften Bauteilen hat. 2023 wurde die Z8 gleich zweimal zurückgerufen, da zuerst die Verriegelung der Objektive nicht korrekt funktionierte und später die Ösen für den Kameragurt einfach ausbrachen. Ob Nikon weiterhin das Vertrauen seiner Kunden behält, bleibt nach den neuerlichen Problemen abzuwarten.
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(cbr)
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