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Low-End-Grafikkarten im Gaming-Test – ComputerBase


Welche Grafikkarte für unter 300 Euro ist die beste? Der Test vergleicht Nvidia GeForce RTX 3060, 4060, 5050, 5060, AMD Radeon RX 7600, RX 9060 XT und Intel Arc B580 für 250 bis 300 Euro miteinander. Getestet wird in Full HD mit angepassten Grafikdetails. Am Ende gehen zwei Modelle als Sieger vom Platz.

Einsteiger-Grafikkarten im Gaming-Benchmark

Normalerweise steht auf ComputerBase Mittelklasse- und High-End-Hardware im Fokus, weil ein Großteil der Community auf entsprechende Hardware zurückgreift. Auch das Testprozedere bei Gaming-Grafikkarten ist auf diese Modelle ausgerichtet, er kürzlich wurde bei der Neuauflage des Grafikkarten-Testparcours 2026 so verfahren.

Uninteressant sind Einsteiger-Grafikkarten indes nicht, erst recht nicht in Zeiten, in denen PC-Hardware deutlich im Preis gestiegen ist. Nur einfach so im Parcours für schnellere Modelle getestet werden können langsamere Modelle nicht: Die viel zu fordernden Benchmarks hätten keinen Praxisbezug.

Mit diesem Artikel passt die Redaktion daher das Testverfahren auf entsprechende Beschleuniger an. Getestet wird in Full-HD-Auflösung, durchweg kommen DLSS, FSR oder XeSS mit dem Quality-Preset (XeSS: Ultra Quality) zum Einsatz. Falls notwendig werden in den Spielen darüber hinaus auch die Grafikdetails reduziert um ein flüssiges Spielen zu ermöglichen.

Mehr als 300 Euro darf die Grafikkarte nicht kosten

Bei den Einsteiger-Grafikkarten, die möglichst aktuell sein sollten, hat die Redaktion darauf geachtet, dass der Kaufpreis die 300-Euro-Marke nicht überschreitet. Im Test vertreten sind GeForce RTX 4060, RTX 5050, RTX 5060, Radeon RX 7600, RX 9060 XT 8 GB und die Arc B580. Preislich beginnen die Testkandidaten derzeit bei etwa 255 Euro, die teuersten Vertreter kosten ziemlich genau 300 Euro:

Die Einsteiger-Grafikkarten im Testfeld

Überraschungsgast: Die GeForce RTX 3060 12 GB

Neben aktuellen Grafikkarten findet sich auch ein „altes“ Modell im Test wieder, das es seit Herbst 2025 nur noch als Restposten zu horrenden Preisen kaufen gibt: die Nvidia GeForce RTX 3060 12 GB von Anfang 2021. Der Grund: Seit Monaten gibt es das Gerüchte, dass es in Kürze einen „Relaunch“ geben wird. Anlass genug für ComputerBase die Frage zu stellen: Was leistet das Modell in einem aktuellen Parcours im Vergleich zu den Nachfolgern (mit weniger VRAM).

Die MSI GeForce RTX 3060 Gaming X
Die MSI GeForce RTX 3060 Gaming X

Nicht nur klassische Benchmarks stehen im Fokus des Artikels. Darüber hinaus gibt es auch Testreihen, die genauer darauf eingehen, welche Leistungsverluste eine moderne GeForce RTX 5060 mit lediglich 8 GB VRAM in Kauf nehmen muss, die es bei der alten RTX 3060 mit 12 GB Speicher nicht gibt. Ebenso wird getestet, inwieweit es Unterschiede zwischen Mainboards mit PCIe 5.0 und PCIe 4.0 gibt. Ältere Platinen, die oft in Verbindung mit Low-End-Hardware eingesetzt werden, bieten nämlich nur den lediglich halb so schnellen PCIe-4.0-Standard, was das Nachladen von Texturen bei akutem Speichermangel noch einmal zum schwerwiegenderem Problem werden lässt.

Testsystem und Testmethodik

ComputerBase nutzt für Grafikkarten-Tests mit dem Ryzen 7 9800X3D einen der aktuell schnellsten Gaming-Prozessoren. Auch die restliche Hardware sowie die Software sind darauf optimiert, die höchste Spieleleistung abliefern zu können. Details dazu folgen weiter unten in einer Tabelle.

Sämtliche Benchmarks wurden mit aktuellen Treibern auf moderner Hardware neu erstellt, zusätzlich kommen neben älteren auch ein paar der neuesten Spiele zum Einsatz.

Als Prozessor wird die schnellste Gaming-CPU verwendet: der AMD Ryzen 7 9800X3D (Werkseinstellung). Er verrichtet auf einem MSI MPG X870E Carbon WIFI seinen Dienst. 48 GB Speicher (2 × 24 GB DDR5-6000, 30-38-38-96) stehen dem Prozessor zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Windows 11 25H2 mitsamt allen verfügbaren Updates auf einer NVMe-SSD (PCIe 4.0) installiert. Resizable BAR ist auf allen Grafikkarten aktiviert. Wie unter Windows 11 auf modernen Systemen mit aktuellen BIOS-Versionen üblich, ist damit die Kernisolierung (VBS) plus Speicher-Integrität (HVCI) automatisch angeschaltet.

AMD Ryzen 7 9800X3D
AMD Ryzen 7 9800X3D

Beim Gehäuse setzt die Redaktion auf ein Fractal Design Torrent, das einen maximalen Luftfluss bietet. Es wird die werkseitig verbaute Lüfterbestückung verwendet. Die Drehzahlen wurden aber deutlich reduziert, um die Lautstärke in Zaum zu halten. Genauere Details dazu und zum Testsystem allgemein finden sich in der folgenden Tabelle.

Treiber für die Grafikkarten

Als Treiber kam für Radeon-Grafikkarten der Adrenalin 26.3.1 zum Einsatz. Bei den GeForce-Beschleunigern wurde der GeForce 596.21 installiert. Intels Arc-Grafikkarten wurden wiederum mit dem 8629 getestet.

Die für die Low-End-Hardware angepassten Grafikdetails

Für die Low-End-Grafikkarten nutzt die Redaktion auch in Full HD durchweg Upsampling auf der Quality-Stufe, um entsprechend hohe Frameraten zu erreichen. Darüber hinaus werden, falls notwendig, die Grafikdetails reduziert. Das Ziel ist es, in allen Spielen mit der GeForce RTX 4060 ein gutes Spielerlebnis zu erreichen.

Die Ausnahme sind jedoch die Texturdetails: Denn eine höhere Texturqualität kostet keine Leistung, wenn diese in den Speicher passt. Entsprechend bleiben die Texturen auf dem Maximum. Da Einsteiger-Grafikkarten teils bereits im Jahr 2021 über 12 GB Speicher verfügten, müssen die aktuellen Modelle mit nur noch 8 GB damit zurechtkommen.

Die genutzten Spiele und die Grafikdetails



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Preiserhöhung bei Intel: Core Ultra 7 270K Plus und Ultra 5 250K Plus sind jetzt teurer


Preiserhöhung bei Intel: Core Ultra 7 270K Plus und Ultra 5 250K Plus sind jetzt teurer

Intel hat die Preise der beiden Arrow-Lake-Refresh-CPUs Core Ultra 7 270K Plus, Core Ultra 5 250K Plus (Test) und Core Ultra 5 250KF Plus angehoben. Der Core Ultra 5 ist laut Preisliste ab sofort 15 Prozent, beim Ultra 7 270K Plus sind es 17, beim Ultra 5 250KF sogar 18 Prozent.

Die neuen Preise sind Intels Produktdatenbank Intel Ark und der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

UVP für die Boxed-Version laut Intel-Preisliste

In Deutschland waren die Prozessoren im März 2026 für 319,90 Euro (270K Plus), 219,90 Euro (250K Plus) und 199,90 Euro (250KF Plus) gestartet, zuletzt waren alle drei bereits günstiger zu bekommen. Bei den beiden K-Modellen ist das auch heute noch der Fall, wenngleich die Preise seit Ende Juni leicht angezogen haben – die Preisanpassung in der Preisliste dürfte hier bereits Wirkung zeigen, wenngleich der volle Effekt noch nicht zur Geltung gekommen zu sein scheint.



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Corsairs Scuf Omega Controller im Test


Luxus-Controller mit Gaming-Fokus gibt es mittlerweile fast wie Sand am Meer. Corsairs Pad-Spezialist Scuf setzt den Fokus enger: Das Omega will ein Präzisionswerkzeug für Shooter sein und ist dazu in fast allen Bereichen ein Gegenentwurf zum DualSense Edge. Wie das Duell ausgeht, verrät der Test.

Man könnte fast meinen, der Omega sei eine Schnapsidee, denn trotz offizieller Lizenz hat er Einschränkungen bei Grundfeatures, die Corsair mit der Konzeption erklärt. Auf dem Weg zum messerscharfen Shooter-Controller bleibt erst einmal das Force-Feedback auf der Strecke. Zum Witz wird der Omega dadurch aber wider Erwarten nicht. Es ist mal wieder nicht so einfach. Alle Details im Test.

  • Zahlreiche (deaktivierbare) Zusatztasten
  • Agile, homogene Abstimmung
  • Haltbare Technik
  • App-Konfiguration
  • Kein Force Feedback
  • Premium-Feeling fehlt im Detail
  • PS5: Keine Startfähigkeit, 250 Hz
  • PC: Xinput-Layout

Der Omega im Überblick

Ein PlayStation-Layout mit PlayStation-Lizenz bedeutet horizontal angeordnete Thumbsticks und ein Touchpad im Stil des aktuellen DualSense-Controllers. Für Shooter gilt das als bessere Kombination. Das Genre ist daher auch das erklärte Ziel des Omega.

Aktuelle Technik

Technisch geht Corsair auf den aktuellen Stand. TMR-Sticks mit austauschbaren Aufsätzen und taktile, in allen Segmenten ähnlich klickende „Maustaster“ für sämtliche Buttons befriedigen die Erwartungen eines extrem teuren Produkts und versprechen die Art unmittelbare Rückmeldung, die sich in kompetitiven Szenarien agil und gut anfühlt.

Zusatztasten ermöglichen beim Spielen Eingaben, ohne Finger von den Sticks nehmen zu müssen. Zwei kommen an die Seiten, vier Paddles an den Boden. Diese Zusatztasten sind beim Omega weitgehend modular. Zwei der vier Paddles und die seitlichen Buttons können durch die Nutzung beigelegter Abdeckungen vollständig deaktiviert werden. Am unteren Rand des Controllers liegen zusätzlich fünf auf dem PC frei belegbare Makrotasten. Auf der PlayStation lassen sich zwei davon beliebig nutzen, der Rest dient der Audiosteuerung.

Tasten und Sticks lassen sich per App am Smartphone in drei Profilen programmieren. Für Faceplate, D-Pad, die Anti-Friction-Ringe und ABXY-Kappen, insgesamt 18 Teile, will Corsair bunte Austausch-Optionen anbieten. Was Corsair für Zubehör verlangt, ist noch unklar.

Für die Datenübertragung stehen auf der PlayStation und dem PC entweder ein Kabel oder Funkdongle zur Auswahl. Bluetooth 5.0 bleibt Smartphones und Tablets vorbehalten. Volle 1.000 Hz Polling-Rate sind beim Omega PC-exklusiv, an der PlayStation limitiert Sony wie bei allen Drittanbieter-Produkten auf 250 Hz.

Varianten, Preis und Zubehör

Preise für den Omega beginnen bei rund 240 Euro in Schwarz, Weiß sowie drei verschiedenen Grautönen. Aufwändigere Designs, darunter Sondervarianten im Stil von eSports-Teams, kosten zwischen 10 und 20 Euro Aufpreis.

Praxistest: Shooter-nice

Was Corsair mit dem Omega anbietet, ist in weiten Teilen ein Gegenentwurf zum DualSense Edge (Test). Denn der Scuf Omega bietet genau das, was es bei Sony nicht gibt, während der sich dort bedeckt hält, wo die Stärken des Edge liegen.

Anderes Gefühl

Diese Abgrenzung beginnt haptisch. Anders als ein DualSense-Controller mit glatter Oberfläche liegt das Corsair-Pad fest in der Hand. Als angenehm erweist sich auch die samtige Kunststoff-Oberfläche – der einzige Punkt, wo das Omega weich wirkt.

Insofern klicken auch die Tasten anders. Haptische Trigger? Gibt es nicht. Weiche Rubberdome-Buttons, die sich entspannt drücken lassen? Ausgetauscht. Der Omega will Agilität vermitteln. Sein Werkzeug sind (wie im Gaming-Bereich typisch) Mikrotaster, die sich über alle Buttons hinweg ähnlich anfühlen. Hier haben sie einen kurzen Hub von etwa einem Millimeter.

Das ist spürbar weniger als bei Rubberdome-Buttons, erzeugt aber – anders als beim sofort klickenden Asus Raikiri II (Test) – noch die Wahrnehmung eines Eindrückens. Schnelle „Maustasten“ mit klarem Klick bringen genau das Gefühl von Kontrolle auf den Punkt, das in Shootern Präzision und Unmittelbarkeit an die Fingerspitzen meldet.

Die damit einhergehende „Härte“ unterscheidet ihn vom Edge, der geschmeidiger, aber eben auch nicht so präzise eingibt – zumindest subjektiv. Bei den Sticks liegt die Sache ähnlich. Sony stimmt sie etwas schwergängiger mit mehr Rückstellkraft ab, Scuf wählt eine leichtere Version, die schnellere Reaktionen mit weniger Kraft ermöglicht. Insgesamt präsentiert sich der Edge ausgewogener, passender für zurückgelehntes Spielen, der Omega zackig-agil. Je nach Spiel fühlt sich diese Ausrichtung richtig gut an.

Die Seitentasten können mit Hilfe von Abdeckungen „ausgebaut“ werden
Die Seitentasten können mit Hilfe von Abdeckungen „ausgebaut“ werden
Zwei von vier Paddle-Tasten lassen sich ebenfalls deaktivieren
Zwei von vier Paddle-Tasten lassen sich ebenfalls deaktivieren
Triggersperren sind in die Trigger integriert
Triggersperren sind in die Trigger integriert

Zusatztasten unter der Lupe

Zusatztasten an der Unterseite legt Corsair eng an den Griffen an, während sie beim Edge deutlicher hervortreten. Das verschleiert ihre Position etwas, sorgt aber für einen natürlicheren Griff. Die Priorität des Omega liegt also erneut klar auf der Position in der Hand. Dort machen sich die 80 Gramm Gewichtsunterschied sowie die Ausbalancierung deutlich bemerkbar. Den Omega zu halten ist entspannter, er verschwindet schneller aus der Wahrnehmung. In unmittelbarer Gegenüberstellung wirkt Sonys Luxus-Controller fast schon klobig und behäbig.

Scuf-typisch sind die seitlichen Zusatztasten
Scuf-typisch sind die seitlichen Zusatztasten

Die inneren Tasten sind hingegen eher unbequem zu erreichen, man drückt sie entweder mit der Außenseite der Finger, die den Taster wegdrücken, oder muss seine Fingerspitzen weit bewegen, um ihn „heranzuziehen“. Beides fühlt sich anstrengend an. Die Abdeckung zu wechseln ist die logische Konsequenz. Der Einbau der Blindstopfen gestaltet sich mangels beiliegendem Werkzeug fummelig, beide haben zudem Spiel und klappern etwas. Das ist nicht das Premium-Feeling, das der Kaufpreis vorschreibt. Zusatztasten besitzt das Gamepad jedoch genug. Die an der Seite liegen wie beim Envision hervorragend: Sie fallen bei normaler Haltung nicht auf, lassen sich aber mit geringfügigem Bewegungsaufwand bedienen, wenn die Finger auf den Buttons liegen.

Gesamteindruck und Details

Die klapprigen Blindstopfen geben im Grunde die Richtung vor: Im Detail löst sich der Premium-Anspruch ein wenig auf. Den Buttons an der Oberseite hätten etwas geringere Toleranzen gutgetan, für das Zubehör mangelt es an einer besseren Unterbringungsmöglichkeit, die über einen lose ins Case geschmissenen Pappkarton hinausgeht. Eine gewisse Unzufriedenheit entsteht durchaus in reziproker Relation zum Preis. Will sagen: Für Spitzensummen heben Kleinigkeiten die Augenbrauen.

An der Konsole grenzt sich der Omega erneut ab. Für das geringe Gewicht müssen Opfer gebracht werden: Der Entfall jeglicher Vibrationsmotoren für Griffe und Trigger nimmt in Spielen eine Wahrnehmungsebene, deren Bedeutung sich durch ihr plötzliches Fehlen zeigt. Mit dem Omega spielt es sich in Einzelspieler-Titeln gefühllos und mit dem Eindruck akuter Taubheit – denn das feinfühlige Force-Feedback ist eine Stärke der PlayStation.

Für Shooter-Profis mag der Vorteil eines geringeren Gewichts überwiegen, mag Vibration ohnehin abgeschaltet sein, mag maximale Abgrenzung gegenüber der „Stangenware“ ein Vorteil sein. Für die Gruppe einfacher Spieler verhält es sich anders. Sie wissen zudem zu schätzen, dass ein Sony-Controller die Konsole auch einschalten kann. Diese Fähigkeit fehlt dem Omega, der sich nach einem Firmware-Update nur zusammen mit der PlayStation ausschaltet.

Auch an der PS5 braucht der Omega seinen Dongle
Auch an der PS5 braucht der Omega seinen Dongle

Man muss aber dazu sagen, dass Corsair den Controller auch genau so vermarktet: Er ist ein Spezialwerkzeug für Multiplayer-Shooter – auf der PlayStation. Am PC werden die Kompromisse noch größer. Dort gibt es zwar 1.000 Hz, aber auch nur die Möglichkeit, per Xinput zu kommunizieren – also mit Steuerungshinweisen in Form von Xbox-Tasten leben zu müssen. Das ist auch unter Linux der Fall, wo das Omega nur via Bluetooth funktioniert und überaus irritierend ist.

Konfiguration per App

Stick- und Triggerkurven sowie Tastenbelegungen ändert Corsair über eine Smartphone-App anstatt über Software auf dem PC oder der Konsole. Warum? Weil Sony eine Konfiguration des Edge jederzeit auf Systemebene ermöglicht. Ähnlich klappt das nun bei Corsair, nur eben auf einem separaten, immer verfügbaren Gerät. Die Idee ist an sich vernünftig und funktioniert, ein größerer Bildschirm wäre natürlich schöner. Und erfordert eine zweite Kopplung. Eigentlich klappt sie gut, aber: Die Menüoption mit Tasten auf der Unterseite („Back“) wird mit „Zurück“ übersetzt. Wieder so ein Detail.

Fazit

Ein wenig mutet der Omega wie eine Schnapsidee an, denn trotz offizieller Lizenz hat er Einschränkungen, die Corsair mit der Konzeption erklärt. Auf dem Weg zum messerscharfern Shooter-Controller bleibt das Force-Feedback auf der Strecke. Zum Witz wird der Omega dadurch aber wider Erwarten nicht. Es ist mal wieder nicht so einfach.

Bilanzieren kann man es am besten so: Das eine ist der Edge Controller, das andere ist der Edge Case. Als reines Shooter-Spezialwerkzeug funktioniert er an der Konsole, wenn auch um den Preis von Force-Feedback und bequemem Einschalten. Wer das will, bekommt einen agilen, leichten Controller mit feinem Präzisions-Feeling, der diesen Anspruch vom ersten Anfassen an unterstreicht. Spätestens abseits von Online-Matches fehlt aber eine befriedigendere Vibration, die das Erlebnis beim Spielen intensiver werden lässt.

Fazit: Der Omega ist ein Spezialwerkzeug in der Nische
Fazit: Der Omega ist ein Spezialwerkzeug in der Nische

Im Normalfall also lohnt sich eher der Edge, der zwar technisch schwächer, aber auch günstiger(!) und komfortabler ist.

Auf dem PC stellt sich die Lage noch einmal schärfer. Buttons, die in Xbox-Belegung angezeigt werden, nerven, dazu kommt viel Konkurrenz, die – wie ein GameSir G7 Pro 8K – für weniger Geld vibrieren kann und technisch mindestens mithält.

Der Omega bedient am Ende also nur eine winzige Gruppe Spieler: Diejenigen, die an der PlayStation 5 nur kompetitiv spielen wollen und auf alles andere verzichten können.

  • Zahlreiche (deaktivierbare) Zusatztasten
  • Agile, homogene Abstimmung
  • Haltbare Technik
  • App-Konfiguration
  • Kein Force Feedback
  • Premium-Feeling fehlt im Detail
  • PS5: Keine Startfähigkeit, 250 Hz
  • PC: Xinput-Layout

ComputerBase hat den Scuf Omega von Corsair leihweise zum Testen erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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Europäischer Gerichtshof: Rekordstrafe wegen Googles Android-Verstößen bleibt bestehen


Die Rekordstrafe gegen Google bleibt bestehen. Weil der Konzern die marktbeherrschende Stellung im Bereich Android und der Suchmaschinen missbräuchlich ausgenutzt hat, muss der Konzern in der EU 4,1 Milliarden Euro zahlen. Somit endet ein über Jahre dauerndes Verfahren.

Der Beschluss der EU-Kommission stammte bereits aus dem Jahr 2018. Begründet wurde die Strafe mit den Vorgaben, die Google den Smartphone-Herstellern machte, die Android verwenden wollten. Diese mussten sowohl die Google-Suche als auch den Chrome-Browser und weitere Google-Apps vorinstallieren, um eine Lizenz für den Play Store zu erhalten.

Hinzu kamen noch weitere Punkte in den Vereinbarungen zwischen Google und den Smartphone-Herstellern, mit denen Google seine Marktmacht ausspielte. Werbeeinnahmen wurden etwa nur dann weitergeleitet, wenn Smartphone-Hersteller und Mobilfunktreiber auf die Vorabinstallation konkurrierender Suchmaschinen verzichteten.

Fall ging durch mehrere Instanzen

Die Strafe belief sich ursprünglich auf 4,343 Milliarden Euro. In einem ersten Urteil aus dem Jahr 2022 hatte der Gerichtshof der EU den Beschluss der EU-Kommission bereits bestätigt, reduzierte die Summe aber aufgrund einer angepassten Schadensanalyse auf 4,1 Milliarden Euro. In der EU ist das nach wie vor eine Rekordstrafe.

Auch gegen dieses Urteil hatte Google Rechtsmittel eingelegt. Diese weisen die EuGH-Richter nun zurück. Laut der Mitteilung des EuGH wurden keine Rechtsfehler begangen. Google hatte etwa argumentiert, Vorlieben der Nutzer sowie die Qualität der Google-Dienste wären der relevante Faktor für die Abkommen. Das hätte aber nicht nachgewiesen werden können.

Dasselbe gilt für weitere Aspekte des Falls. Die Richter bestätigen etwa die Marktmissbrauch-Analyse der EU-Kommission. So waren die Vereinbarungen zwischen Google und den Smartphone-Herstellern sowie Mobilfunkbetreibern geeignet, die „Absatzmöglichkeiten für nicht kompatible Android-Versionen einzuschränken und somit die beherrschende Stellung von Google zu verstärken“. Somit bleibt die Strafe bestehen.



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