Künstliche Intelligenz
Lyte: Frühere Apple Face ID-Ingenieure lancieren ihr Robotik-Start-up
Führende Mitglieder des Teams hinter Face ID von Apple haben ein Start-up namens Lyte vorgestellt, das Robotern das „Sehen“ ermöglichen soll. Hinter Lyte stehen drei ehemalige Apple-Mitarbeiter, die maßgeblich an der Entwicklung der Gesichtserkennungssoftware von Face ID beteiligt waren. Mit ihrem neuen Unternehmen wollen sie Technologien entwickeln, die Robotern helfen sollen, besser „zu sehen“ und sich sicherer in ihrer Umgebung zu bewegen. Das berichtete am Montag die US-Nachrichtenagentur Bloomberg.
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Dem Bericht zufolge hat Lyte in einer Finanzierungsrunde zuletzt rund 107 Millionen US-Dollar von verschiedenen Investoren eingesammelt. Gegründet haben die drei ehemaligen Apple-Mitarbeiter Alexander Shpunt, Arman Hajati und Yuval Gerson das Start-up mit Sitz in Mountain View im US-Bundesstaat Kalifornien bereits im Jahr 2021. Es beschäftigt heute rund 100 Mitarbeiter.
PrimeSense und Apple als Schule
Shpunt, Hajati und Gerson waren laut Bloomberg maßgeblich an der Entwicklung der Tiefenerkennungs- und Wahrnehmungstechnologie beteiligt, die Face ID zur Gesichtserkennung einsetzt. Shpunt war zudem Mitbegründer des 3D-Sensorik-Anbieter PrimeSense, der den Grundstein für Face ID legte. Auch Gerson arbeitete für PrimeSense. Das Unternehmen mit Sitz in Tel Aviv wurde Ende 2013 für 360 Millionen US-Dollar von Apple übernommen.
Apple sei eine gute Schule gewesen, so Shpunt gegenüber Bloomberg. „Wir versuchen, das Beste, was Apple uns beigebracht hat – die Liebe zum Detail, operative Exzellenz und die Fähigkeit, Kunden zu begeistern und zu beeindrucken – auf den Robotikmarkt zu übertragen.“
Visuelles Gehirn für Roboter
Lyte soll laut Shpunt durch die Konzentration auf Sensorik- und Wahrnehmungstechnologie als „visuelles Gehirn“ für die Robotik dienen. „Wir sind uns bewusst, dass die Wahrnehmung und ganz allgemein die Fähigkeit von Robotern, ihre Aufgaben zu verstehen, sicher zu sein und sofort auf ihre Umgebung zu reagieren – also keine Zombie-Roboter zu sein –, etwas ist, das wir lösen möchten“, so Shpunt. „Also haben wir uns daran gemacht, dieses Problem zu lösen.“
Das Flaggschiffprodukt des Unternehmens, LyteVision, umfasst demnach drei Sensortypen – eine Kamera, einen Trägheitsbewegungssensor und einen 4D-Sensor, der Entfernung und Geschwindigkeit misst – und liefert sofort verwertbare Standort- und Bilddaten. Mit diesen sollen Roboter in der physischen Welt „klar sehen“ und „sicher agieren“ können. Shpunt glaubt, dass Lyte in den kommenden drei bis fünf Jahren bedeutende Fortschritte im Bereich Sicherheit erzielen kann. Die vorhandenen finanziellen Mittel sollen eingesetzt werden, um in das Kernprodukt zu investieren, mehr Mitarbeiter einzustellen und den Betrieb auszuweiten, heißt es.
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Neben LyteVision entwickelt das kalifornische Start-up maßgeschneiderte Siliziumchips, Optiken und Software für Roboterhersteller. Lyte macht zwar keine Angaben zu seinen aktuellen Kunden; seine Technologie könne aber auf verschiedene Formen der Robotik angewendet werden, von Humanoiden und mobilen Robotern bis zu Roboter-Taxis, so das Unternehmen. Laut Bloomberg ist in der Robotik-Branche vor allem der teilweise jahrelange Prozess der Sensorintegration eine große Herausforderung. Durch eine Plug-and-Play-Lösung, bei der Sensoren und andere Komponenten in eine einzige Infrastruktur integriert sind, will Lyte den Prozess vereinfachen.
(akn)
Künstliche Intelligenz
Elektro-Kleinsttransporter Fiat Tris: Lokal emissionsfrei bienenfleißig
Die Ape (zu Deutsch „Biene“) ist in Italien längst automobiles Kulturgut, bei meist jungen Enthusiasten weltweit inzwischen sogar Kult. 2025 hat Piaggio die Produktion des seit 1947 auf Vespa-Basis gebauten Dreirads in Pontedera endgültig beenden müssen und bietet stattdessen den elektrischen Porter NPE auf Suzuki-Basis an. Angeblich waren die Zulassungsvorschriften der EU zu streng geworden für das minimalistische Fahrzeug, es soll jedoch in Indien weitergebaut werden. Italien hat wohl die höchste Dichte enger Altstadtgassen in Europa. Doch auch anderswo auf der Welt gibt es offenbar genügend Nachfrage für solche stadttauglichen Kleinsttransporter.
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Der Fiat Tris, dahinter sein technischer Verwandter, der Citroën Ami, alias Fiat Topolino, alias Opel Rocks auf der Brüsseler Motor Show 2026
(Bild: Stellantis)
Mit Technik aus dem Fiat Topolino
Gewissermaßen im Anschluss legt Fiat Professional nun mit dem Fiat Tris ein frappierend ähnlich dimensioniertes Dreirad mit Elektroantrieb neu auf, um es in Afrika und „anderen Schwellenregionen“ zu vermarkten. Entworfen vom Fiat Style Centre und produziert in Marokko, wird er von dort auch nach Europa exportiert. Das Elektrodreirad mit Pritsche und Kabine setzt auf die im Konzern bereits vorhandene Technik der Stellantis-Kleinkraftwagenmodelle Fiat Topolino, Opel Rocks und Citroën Ami. Fiat zeigt das Minimalmobil auf der Brüssel Motor Show vom 9. bis 18. Januar 2026.
Mit Kabine, Pritsche oder als Koffer
Fiat bietet den Tris in den drei Versionen Kabine, mit Pritsche und als Koffer an. Die Abmessungen sind, ähnlich wie bei der Ape, mit 3,17 m Länge und dank des einzelnen Vorderrads konkurrenzlosen Wendekreises von 3,05 m auf engste urbane Verhältnisse ausgelegt. Er kann eine Europalette transportieren und bietet eine Nutzlast von 540 kg, passgenau für die Last-Mile-Logistik. Der Antrieb mit dem 6-kW-Motor und einer Spitzenleistung von 9 kW sowie einer statt 5,5 wie im Fiat Topolino 6,9 kWh fassenden Lithiumbatterie soll unter den Bedingungen des WMTC 90 km Reichweite ermöglichen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt die für Leichtkraftwagen einigermaßen unglücklich festgesetzten 45 km/h. An der Steckdose soll eine Ladung von leer auf 80 Prozent in 3,5, von null auf 100 Prozent in 4,4 Stunden möglich sein. Laden an der Wallbox ist nicht möglich.

Fiat / Piaggio
)
Niederschwelliger Einstieg in die Mobilität
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Der Fiat Tris überführt so das geistige Erbe der Ape in die Zukunft nachhaltiger Mobilität. In Afrika, wo es auch gebaut wird, verspricht das Mikromobil einen niederschwelligen Einstieg in die Mobilität. In Europa könnte eine Kombination aus dem ansteigenden Last-Mile-Transportbedarf und strengen urbanen Emissionsvorschriften sowohl bei Lärm als auch beim Abgas dem elektrifizierten Dreirad zu einem 1947 sicher unvorhergesehen langen Leben verhelfen. Der Tris wird 2026 in den relevanten europäischen Märkten eingeführt, beginnend in Italien, schreibt Stellantis heute.
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(fpi)
Künstliche Intelligenz
Mini-PC Acemagic M1 für 599 € im Test: Intel i9 mit starker Leistung ist leise
Acemagic liefert einen weiteren Mini-PC mit dem Namen „M1“, dieses Mal mit dem älteren Spitzen-SoC Intel i9-13900HK.
Dem treuen Leser unserer Artikel wird auffallen, dass wir den Acemagic M1 bereits getestet haben. Allerdings hat sich die Mini-PC-Union, genauer Acemagic, dazu entschieden, auch eine Version des Mini-PCs mit Intel-CPU anzubieten. So werkelt jetzt der Intel Core i9-13900HK mit 14 Kernen und 20 Threads in dem kompakten Gehäuse. Zudem gibt es satte 32 GB Arbeitsspeicher (RAM) und eine SDD mit 1 TB Kapazität zum Preis von 599 Euro. Die beiden Varianten des M1 kämpfen allerdings in verschiedenen Preisklassen. So stellt sich nur die Frage, wie gut sich der ältere i9 heutzutage noch schlägt. Antworten gibt unser Testbericht.
Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Ausstattung: Welche Hardware bietet der Acemagic M1?
Der Acemagic hat mit dem Intel Core i9-13900HK einen leistungsfähigen Prozessor mit 14 Threads und 20 Kernen. Dabei kommt die bigLITTLE-Architektur zum Einsatz, wobei der Chip über 6 Leistungskerne (P-Cores) mit Hyperthreading und 8 Effizienzkerne (E-Cores) ohne Hyperthreading verfügt. Die Leistungskerne takten mit bis zu 5,4 GHz, bei den Effizienzkernen sind es maximal 4,1 GHz.
Die CPU ist bereits seit 2023 erhältlich, als Speerspitze der erstmaligen Auflage von Raptor Lake-H. Die CPU ist im 10-Nm-Verfahren, auch bekannt als Intel 7, gefertigt und damit nicht so effizient, wie neueste Chips im 5-Nm-Verfahren. Das SoC wird mit einer TDP von 45 Watt angegeben, wobei diese auf maximal 115 Watt vom Systemkonfigurator angehoben werden kann.
Als Grafikeinheit kommt die alte, hauseigene Iris Xe zum Einsatz und nicht eine moderne und leistungsfähigere Arc-iGPU. Der Grafikchip verfügt über 96 Kerne (Compute Units) mit einem maximalen Takt von 1,5 GHz.
Der CPU stehen zudem 32 GB RAM in Form von zwei DDR4-Modulen zur Seite. Leider wird hier auf namhafte Hersteller verzichtet. Die Module liefern eine Übertragungsrate von 3200 MT/s (Megatransfers/s). Damit stellen sie zwar die maximal unterstützte Datenrate für die CPU in puncto DDR4 bereit, der Prozessor unterstützt allerdings auch den neueren DDR5-Standard. Hier hat man also grundsätzlich Leistung ungenutzt gelassen, vor allem iGPUs profitieren von schnellem RAM. Mit üblichen DDR5-SO-DIMM-Modulen wären schon 5200 MT/s möglich gewesen. Immerhin kann der RAM laut Hersteller auf bis zu 64 GB aufgerüstet werden.
Beim Speicher gibt es 1 TB in Form einer M.2-NVMe-SSD – leider wieder No-Name-Hardware. Im Crystaldiskmark erzielt die SSD Geschwindigkeiten von 3481 MB/s (Megabyte/s) im Lesen und 3391 MB/s im Schreiben. Zudem bietet der Mini-PC noch einen weiteren M.2-Port, allerdings nur mit SATA-Geschwindigkeit (B-Key). Beide M.2-Anschlüsse sind für den Formfaktor 2280 ausgelegt und unterstützen offiziell eine Kapazität bis insgesamt 4 TB.
Der M1 stellt nur einen USB-C-Anschluss im USB4-Standard mit 40 Gb/s (Gigabit/s) auf der Vorderseite bereit. Dieser unterstützt zwar die Bildübertragung via Displayport (4K bei 120 Hz), lässt sich aber nicht für die Stromversorgung des Mini-PCs nutzen – diese erfolgt wie so oft nur per DC-Buchse. Zum Anschließen von Monitoren stehen zudem HDMI in der Version 2.0 (4K bei 60 Hz) und Displayport 1.4 (4K bei 120 Hz) bereit. Der RJ45-Ethernet-Anschluss auf der Rückseite überträgt Daten mit bis zu 2,5 Gb/s und wird von dem Chipsatz RTL8125 Gaming von Realtek verwaltet.
Drahtlos funkt der Mini-PC über den Mediatek MT7922 mit Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.2 – ziemlich aktuell, wobei Wi-Fi 7 ideal wäre.
Performance: Wie schnell ist der Acemagic M1?
Der Intel i9-13900HK war einer der stärksten mobilen Prozessoren seiner Zeit. Seit dem Release vor fast drei Jahren hat sich in der Technikwelt allerdings etwas getan, und gerade AMD hat die Effizienz ihrer Chips noch einmal deutlich steigern können. Es ist nicht verwunderlich, dass der i9 in PCMark 10 durchschnittlich 7520 Punkte einfährt. Das ist ein sehr starkes Ergebnis, das nur knapp hinter den Ryzen AI 9 370 HX im Geekom A9 Max (Testbericht) zurückfällt (7684 Punkte).
In 3DMark Time Spy macht sich die schwache Grafik des i9 allerdings deutlich bemerkbar. Das Ergebnis liegt nur bei 1543 Punkten, davon 1347 Punkte für die Grafik und 8971 für den Prozessor. Der A9 Max erzielt hier etwa 3868 Punkte aus 3466 Grafik- und 11305 CPU-Punkten und ist folglich deutlich besser für Gaming und grafikintensive Aufgaben gewappnet.
Die CPU alleine zeigt auch in Cinebench R24 ihre Klasse und erreicht 122 Punkte im Single- und 807 Punkte im Multicore. Abschließend attestiert der Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6.5 der CPU 2813 Punkte im Single- und 9429 Punkte im Multicore. Der OpenGL-Grafikscore beläuft sich auf magere 13.609 Punkte.
Acemagic M1 (i9-13900HK) – Bilderstrecke
Trotz der vergleichsweise schwachen Grafik haben wir uns an die üblichen Spiele getraut: Anno 1800 und Cities Skylines 2. Wir spielen ersteres in Full HD mit aktiviertem FSR (FidelityFX Super Resolution) im Modus „Leistung“ und wählen das niedrige Einstellungspreset. So erhalten wir im fortgeschrittenen Endlosspiel beim Blick auf unsere 50.000-Einwohner-Stadt durchschnittlich 40 FPS. Anno hat aber eine wunderschöne Grafik, die so natürlich nicht mehr ersichtlich ist.
Deshalb wechseln wir zu hohen Einstellungen und FSR im Modus „Qualität“. So sind es im Schnitt nur noch 15 FPS, was das Spielerlebnis trotz schöner Grafik erneut trübt und wir als nahezu unspielbar betiteln müssen. Zum Vergleich: Der Geekom A9 Max erreicht selbst bei ultrahohen Einstellungen und deaktiviertem FSR noch 18 FPS.
Cities Skylines 2 ist noch einmal leistungshungriger, sodass selbst bei niedrigsten Einstellungen und aktiver dynamischer Auflösungsskalierung (Modus „Konstant“) nicht mehr als 11 FPS im Schnitt möglich sind. Die GPU-Auslastung liegt konstant bei 100 Prozent, die der CPU allerdings nur bei rund 15 Prozent – ein klares Bottleneck. Damit ist Cities Skylines 2 in Full HD mit dieser Hardware unspielbar.
Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Acemagic M1?
Leistungstechnisch konnte der i9 noch ganz gut mit den aktuellen Top-Prozessoren mithalten, doch geht das nur auf Kosten einer hohen Leistungsaufnahme? Wir sehen bereits im Idle einen Verbrauch von 20 Watt, was doch deutlich über den 10 bis 15 Watt der aktuellen Systeme liegt. Unter Volllast steigt der Verbrauch direkt auf 95 Watt an und verweilt dort für rund 90 Sekunden. Der Prozessortakt liegt in dieser Zeit bei 2,7 bis 2,8 GHz, über alle Kerne gemittelt. Anschließend sinkt der Verbrauch dauerhaft auf knappe 81 Watt – dabei liegt die durchschnittliche Taktrate nur mehr bei 2,4 GHz.
Der Geekom A9 Max verhält sich hier sehr ähnlich, bei langer Auslastung liegt der Verbrauch jedoch bei 70 Watt mit 2,9 GHz CPU-Takt – 1 zu 1 lässt sich das aber natürlich nicht vergleichen.
Lüfter: Wie laut ist der Acemagic M1?
Auch die Kühlung macht eine gute Figur, so ist der Lüfter im Idle nicht zu hören. Unter längerer Volllast schafft es die Kühlung, die CPU stets unter 85 Grad zu halten. Dabei messen wir mit dem Smartphone nur 30 dB(A) direkt am Gehäuse des Mini-PCs – ein sehr starkes Ergebnis. In einem Meter Entfernung sind es dann noch 19,5 dB(A) im Schnitt. Damit ist das System gerade in Anbetracht der hohen CPU-Leistung unter Last enorm leise. Die Temperaturen sind zudem im guten Bereich.
Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Acemagic M1 installiert?
Auf dem Acemagic M1 ist Windows 11 Pro vorinstalliert. Ein vollständiger Virenscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund. Das System verzichtet zudem auf jegliche Bloatware mit Ausnahme der Microsoft-Apps und -Dienste.
Auch Linux läuft auf dem System problemlos, so wie es der Hersteller bewirbt. Wir haben Ubuntu 24.04.1 LTS über unseren USB-Stick mit Ventoy gebootet. Dazu sind wir zuvor über das erweiterte Startmenü von Windows in das BIOS gegangen und haben dort die Boot-Reihenfolge angepasst und Secure Boot deaktiviert.
In Ubuntu angekommen, sehen wir, dass die Auflösung unseres Monitors korrekt erkannt ist. Zudem funktionieren Audio via AUX, WLAN, Bluetooth und Ethernet ohne weiteres Zutun. Sogar aus dem Stand-by wacht der Mini-PC zuverlässig auf – besser geht es nicht.
Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Acemagic M1?
Beim Gehäuse setzt der M1 vollständig auf Kunststoff. Das ist hier in einem dunkleren Grauton gefärbt, als bei der AMD-Version. Die Aufteilung der Anschlüsse und die generelle Form sind allerdings identisch. Wir können nur einen wirklichen Unterschied festmachen: Der USB-C-Port auf der Vorderseite hat eine leichte Einbuchtung.
Die Verarbeitung ist in Ordnung, wobei sich das Gerät nicht so hochwertig anfühlt, wie es mit einem Metallgehäuse der Fall wäre. Die hohe Empfindlichkeit der Beschichtung, wie es bei der AMD-Version der Fall ist, ist uns hier nicht so deutlich aufgefallen. Das Gehäuse misst 128,2 × 128,2 × 41 mm und ist damit üblich groß.
Zur Wartung oder Aufrüstung der Hardware lässt sich das Gehäuse mit etwas Vorsicht öffnen. Dazu entfernen wir die vier Gummifüße auf der Unterseite und lösen die darunterliegenden, aber tief eingesetzten Schrauben. An diese gelangt man im Zweifel nur mit einem langen, dünnen Bit, wie von einem elektrischen Präzisionsschraubendreher (Bestenliste). Anschließend müssen wir den Boden aufhebeln und zudem auf der Rückseite die Rahmen der Anschlüsse vom Gehäuse separieren. So können wir den Boden vom Rest des Mini-PCs trennen, wobei nur das Kabel der DC-Buchse mit dem Mainboard verbunden bleibt.
Um an RAM, SSD und die CMOS-Batterie zu gelangen, nehmen wir das gesamte Mainboard aus der übrigen Gehäusehälfte. Wir biegen den Rahmen seitlich, sodass die Platine an den Vorrichtungen vorbeipasst – dabei ist bei uns schon ein Teil am Gehäuse ausgebrochen. Beim Zusammenbau ist zudem darauf zu achten, dass die Antennenkabel nicht zwischen Gehäuse und Mainboard eingequetscht werden – hier gibt es extra eine Aussparung an der Platine. Der Mini-PC ist in unseren Augen also nicht sonderlich wartungsfreundlich, wenn man mehr als nur den Lüfter vom Staub befreien möchte.
Preis: Was kostet der Acemagic M1?
Der Acemagic ist in der getesteten Ausstattung mit 32 GB RAM und 1 TB Speicher aktuell zum Preis von 599 Euro auf Amazon erhältlich.
Fazit:
Der M1 mit Intel Core i9-13900HK bietet erstaunlich viel Prozessorleistung und kann in diesem Punkt sogar noch mit modernen Chips der Oberklasse mithalten. Auch der Stromverbrauch ist nicht viel höher. Das Defizit liegt hier vor allem bei der Grafikeinheit, die der CPU nicht gerecht wird. Dadurch ist das System etwa für Gaming sehr unausgewogen und die Grafik hält die restliche Hardware stets zurück. Neue Systeme, sowohl von AMD als auch von Intel, legen einen starken Fokus auf eine solide integrierte GPU, die dann gut und gerne doppelt so stark ist.
Nicht gerade hilfreich ist es in diesem Zusammenhang auch, dass nur DDR4-RAM zum Einsatz kommt. Ansonsten macht die Kühlung eine enorm gute und vor allem leise Figur. Wer also vor allem auf der Suche nach einem Mini-PC mit starker CPU ist, für den zählt der Acemagic M1 als echter Geheimtipp. Für die alltägliche Nutzung gibt es aber Alternativen, die ausgewogener und mit DDR5-RAM zukunftssicherer sind, wie etwa den Minisforum UM760 Slim (Testbericht).
Künstliche Intelligenz
Sicherheitsrisiko: Funk von kritischer Infrastruktur ist leicht abhörbar
Etliche Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Deutschland kommunizieren mit ungeschützter Funktechnik. Der Digitalfunk zahlreicher Haftanstalten, Flughäfen und Energieversorger lässt sich mit geringem technischen Aufwand auch aus der Ferne abhören, weil die Betreiber auf die Verschlüsselung ihrer Netze verzichten, wie die Wirtschaftswoche berichtet.
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Die AG Kritis, eine anerkannte unabhängige Arbeitsgruppe von Fachleuten für den Schutz kritischer Infrastrukturen, beklagte im Magazin: „Dass kritische Infrastruktur über ungesicherte Funknetze kommuniziert, ist ein sicherheitspolitisches Armutszeugnis.“ Man öffne Angreifern Tür und Tor, gefährde die Versorgungssicherheit und letztlich Menschenleben, sagte der Sprecher der AG, Thomas Blinn.
Dem Bericht nach reicht ein Laptop, eine frei verfügbare Software sowie etwas technisches Verständnis, um die Gespräche abzuhören. Dabei könnten auch vertrauliche oder sensible Informationen abgefangen werden.
Auf Verschlüsselung verzichtet
In Deutschland sind mehr als 300 digitale Funknetze auf Basis des Tetra-Standards aktiv. Das ist eine Technik, auf der auch der Polizeifunk basiert. Dieser ist mehrfach verschlüsselt und gilt als relativ abhörsicher. In der Vergangenheit wurden allerdings schon massive Schwachstellen in der Verschlüsselung des Tetra-Funkstandards aufgedeckt. In mehreren Haftanstalten, Flughäfen sowie bei Energieversorgungseinrichtungen werde jedoch eine Version des Tetra-Netzes eingesetzt, die gänzlich ohne Verschlüsselung auskomme, schrieb die Wirtschaftswoche und verwies auf Kostengründe.
(rah)
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