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Microsoft-Alternative: Nextcloud und Ionos entwickeln quelloffenes „Euro-Office“


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Nextcloud, Ionos und weitere Partner entwickeln unter dem Projektnamen „Euro-Office“ eine quelloffene Office-Suite als Alternative zum marktbeherrschenden Microsoft Office. Die Software soll im Sommer in einer ersten stabilen Version erscheinen. Das kündigten Ionos und Nextcloud am Freitag gemeinsam in Berlin an. „Das Produkt ist für den gesamten Markt gedacht, vom Kleinunternehmen bis zum Public Sector“, sagte Ionos-CEO Achim Weiß.

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Die beiden Partner fangen nicht bei Null an, sondern haben die als Open-Source-Code verfügbaren Bestandteile von OnlyOffice geforkt und wollen darauf aufbauen. Im Sommer soll die Software dann die bisherige Office-Komponente Collabora in Nextcloud und dem Ionos Nextcloud Workspace ersetzen. Eine „technische Vorschau“ ist bereits bei GitHub verfügbar.

Die Entscheidung für den Only-Office-Fork begründen Nextcloud und Ionos mit der moderneren Architektur und Codebasis im Vergleich zu LibreOffice und dessen Browservariante Collabora. „Libre Office ist 35 Jahre alt und nicht mehr das innovativste und flüssigste“, sagte Nextcloud-Chef Frank Karlitschek. „Das merkt man auch im Browser.“ Man werde aber weiter mit Collabora zusammenarbeiten und eventuell Collabora-Komponenten in Euro-Office übernehmen.

OnlyOffice hat Wurzeln in Russland. Ein Sicherheitsrisiko für Euro-Office ergebe sich daraus nicht, betonten Ionos und Nextcloud. Die Partner hätten den Open-Source-Code geprüft. Komponenten, die nicht quelloffen verfügbar waren, haben sie laut eigenen Aussagen neu gebaut. „Für unsere Version können wir die Hand ins Feuer legen“, sagte Karlitschek. Weiß betonte: „Jeder kann es selbst prüfen.“

Vom Open-Source-Paket openDesk des bundeseigenen ZenDiS wollen sich Ionos und Nextcloud unter anderem durch eine stärkere Integration der einzelnen Anwendungen und durch KI-Funktionen abheben. Nextclouds federführende Entwicklung soll die tiefere Integration gewährleisten. „Nextcloud hat den Hut auf“, sagte Weiß. Beide Partner wollen nach eigenen Angaben „jeweils eine zweistellige Anzahl von Entwicklern“ für die Weiterentwicklung von Euro Office einstellen.

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Das ZenDiS könne Euro-Office aber auch problemlos als Office-Komponente von openDesk verwenden, sagte Karlitschek. In openDesk stecken aktuell Nextcloud als Dateiaustauschplattform und Collabora Online als Office-Komponente. Ebenso könnten auch andere Anbieter das quelloffene Euro-Office betreiben.

Neben Ionos und Nextcloud unterstützen weitere Partner wie XWiki, Soverin, OpenProject und die EuroStack-Initiative das Euro-Office-Projekt. Sie ermuntern laut Pressemitteilung „öffentliche Stellen, Community-Mitwirkende und zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für offene Standards, digitale Rechte und souveräne digitale Infrastruktur einsetzen“, zur gemeinsamen Weiterentwicklung der Software.


(cwo)



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#TGIQF: Das Quiz rund um „Quake“


Die Zeit rennt: „Quake“ wurde diese Woche 30 Jahre alt. Am 22. Juni 1996 veröffentlichte id-Software den First-Person-Shooter, der das Genre in die Moderne führte.

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Die Ego-Shooter war bereits einige Jahre populär. Mit Wolfenstein 3D und DOOM etablierte die Gamingschmiede bereits die Spiele, die bis heute stilprägend sind. Quake war aber nicht weniger wichtig, denn das Spiel brachte bahnbrechende Neuerungen, ebenfalls ausgeheckt von John Romero, John Carmack und American McGee.

Waren vorige Shooter noch aufgrund der begrenzten Leistungsfähigkeit mit Kompromissen behaftet und eine Mischung aus Pixel-Gegnern und Pseudo-3D, lieferte „Quake“ einen vollen dreidimensionalen Effekt mit Polygongrafik in allen Bereichen.


#TGIQF: Das heise-online-Quiz

#TGIQF: Das heise-online-Quiz

„Thank God It’s Quiz Friday!“ Jeden Freitag gibts ein neues Quiz aus den Themenbereichen IT, Technik, Entertainment oder Nerd-Wissen:

Herausragend war auch, dass „Quake“ konsequent auf Mehrspielermatches setzte, egal ob per Nullmodem-Kabel, LAN-Netzwerk oder online. Neuartig war zudem die kombinierte Maus-Tastatursteuerung, die eine größere Flexibilität ermöglichte.

Die düstere, gruselige Atmosphäre der verwinkelten Levels und die verschiedenartigen Monster wussten Heranwachsende zu schocken, sodass das Unvermeidliche kam: In Deutschland gelangte das Spiel umgehend auf den Index der Bundesprüfstelle für Jugendgefährdenden Medien (BPjM) und wurde erst im Jahr 2011 wieder daraus entfernt.

Das änderte wenig an der Popularität unter Jugendlichen, denn das Spiel verbreitete sich schnell als Raubkopie: Bereits drei Tage vor dem Veröffentlichungstermin wurde eine Beta-Version ins damals noch sehr junge Internet gestellt.

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Eine 90er-Band schaffte es sogar in das Spiel hinein. Welches Bandlogo taucht denn auf Munitionskisten auf? Das wollen wir von Ihnen wissen in unserem Freitagsquiz.

Wie immer stellte in der heiseshow Moderatorin Anna Bicker dem Chef Dr. Volker Zota und Redakteur Malte Kirchner drei Fragen vorab. Na ja. Die Punktausbeute war jetzt nicht weltmeisterlich, aber auch kein Vorrundenaus.

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Sie können in Ruhe in 10 Fragen maximal 100 Punkte erreichen. Die Punktzahl kann gern im Forum mit anderen Mitspielern verglichen werden. Halten Sie sich dabei aber bitte mit Spoilern zurück, um anderen Teilnehmern nicht die Freude am Quiz zu verhageln. Lob und Kritik sind wie immer gern gelesen.

Bleiben Sie zudem auf dem Laufenden und erfahren Sie das Neueste aus der IT-Welt: Folgen Sie uns bei Mastodon, auf Facebook oder Instagram. Und schauen Sie auch gern beim Redaktionsbot Botti vorbei.

Und falls Sie Ideen für eigene Quizze haben, schreiben Sie einfach eine Mail an den Quizmaster aka Herr der fiesen Fragen.


(mawi)





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77 Pfund pro Person: Das könnte Apple iCloud-Nutzern in Großbritannien zahlen


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Britischen Apple-Kunden steht womöglich ein kleiner Geldsegen bevor: Eine Sammelklage, die die Verbraucherschutzorganisation „Which?“ zusammen mit einem Prozessfinanzierer gestartet hat, soll bis zu 77 britische Pfund pro Kunde einbringen, sollte sie erfolgreich sein. Apples Versuche, das Fortschreiten des Verfahrens zu verhindern, waren zuletzt gescheitert. Bei der Sammelklage im Milliardenwert geht es um die Kosten für den Speicherdienst iCloud – und die Frage, ob Apple seine Nutzer mit dessen Preisgestaltung wettbewerbswidrig in ein Geschäftsverhältnis zwingt, das ihnen keine anderen Alternativen lässt.

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Which? arbeitet ähnlich wie die deutsche Stiftung Warentest und gehört zur gemeinnützigen Consumer Association. Die Gruppe schätzt, dass von Apples Vorgehen in Großbritannien bis zu 40 Millionen iCloud-Kunden betroffen sind. Angesichts der Einwohnerzahl des Vereinigten Königreichs von 68 Millionen Menschen ist das ein sehr hoher Wert. Die Kläger fordern etwas mehr als 3 Milliarden Pfund von Apple. Betroffen sind Personen, die zwischen November 2018 und dem 8. Juni 2026 in Großbritannien gelebt haben.

Die Verbraucherschutzorganisation glaubt, dass Apple Nutzer in seinen iCloud-Dienst „eingesperrt hat“, da es quasi unmöglich sei, alternative Dienste zu verwenden. Seit vielen Jahren bietet Apple nur 5 GByte an kostenlosem Cloud-Speicher an. In Großbritannien muss man für mehr Platz mindestens 99 Pence zahlen – dann gibt es 50 GByte. Die Spanne reicht bis 12 TByte für 55 Pfund.

Apple hatte mit verschiedenen Strategien versucht, die Klage abzuweisen – unter anderem durch das Angehen des von Which? verwendeten Prozessfinanzierers, der wirtschaftliche Probleme hatte. Apples Anwälte zogen in Zweifel, dass das Unternehmen den Prozess überhaupt durchführen könne. Which? ist angesichts der hohen Kosten aufgrund des Schadensrahmens nicht in der Lage, die Klage allein zu stemmen. Laut einem BBC-Bericht konnte Which? sich aber bislang durchsetzen – die Klage bekam grünes Licht seitens des zuständigen Gerichts. Nun muss das Competition Appeal Tribunal entscheiden. Das Verfahren könnte allerdings Jahre dauern.

Which? argumentiert etwa, dass ein wettbewerbsrechtlich korrektes Angebot des 200-GByte-Pakets statt der aktuellen drei Pfund nur zwei Pfund gekostet hätte, wenn Apple sich nicht illegal verhalten hätte. Diese Illegalität wiederum ergibt sich laut der Verbraucherschützer offensichtlich dadurch, dass Apple nur 5 GByte an kostenlosem Speicher mitliefert. Apple sieht das naturgemäß anders und meint, dass Kunden „jede Menge Alternativen“ hätten. Allerdings ist iCloud tief ins System eingebunden, sei es auf iPhone, iPad oder Mac.

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(bsc)



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AGCM prüft Microsoft 365: Vorwurf intransparenter Preiserhöhungen


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Italiens Wettbewerbsbehörde AGCM hat eine Untersuchung gegen Microsoft wegen möglicher unlauterer Geschäftspraktiken rund um Microsoft 365 eingeleitet. Die Behörde wirft dem US-amerikanischen Unternehmen intransparente Kommunikation bei den Preiserhöhungen vor, die Anfang des Jahres 2026 mitgeteilt wurden. Microsoft bündelt sein Office-Abo mittlerweile mit KI-Produkten. Verbraucher konnten sich gegen die automatische Umstellung per Widerspruch oder Kündigung wehren – allerdings mussten sie dafür aktiv werden. Und das sei ihnen möglicherweise nicht deutlich geworden.

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Im Januar 2026 stellte Microsoft die Tarife um. Microsoft 365 für Privatkunden enthält seither auch den KI-Chatbot Copilot und kostet im Zuge dessen rund 30 Prozent mehr. Betroffen sind die Single- und Family-Abonnements. Das Abo-Paket Microsoft 365 Personal kostet seitdem 99 Euro pro Jahr statt bisher 69 Euro (10 Euro statt 7 Euro monatlich). Bei der Family-Variante stieg der Preis von 99 auf 129 Euro jährlich (13 Euro statt 10 Euro monatlich).

Die italienische Wettbewerbsbehörde ermittelt gegen die Microsoft-Niederlassung in Irland und die in Italien. Informationen habe die Firma „fragmentiert“ kommuniziert, heißt es in der Pressemitteilung. Es habe keinen klaren Hinweis gegeben, dass der höhere Preis auf die Integration von Copilot und Designer zurückgeht.

Die italienische Untersuchung ist auch für Kunden in Deutschland und Österreich interessant: Die AGCM sieht nämlich einen möglichen Verstoß gegen EU-Verbraucherschutzrecht. Sollte Italien zum Ergebnis kommen, dass der Vorwurf zutrifft, könnte das ein Fingerzeig für ein eigenes nationales Verfahren gegen Microsoft sein. Auch außerhalb der EU gibt es Unmut über Microsofts Geschäftsgebaren. In Australien hat die Verbraucherschutzbehörde eine Klage gegen Microsoft eingereicht, weil der Konzern die Preise nach der Copilot-Integration drastisch erhöht und eine günstigere Alternative ohne KI kaum sichtbar gemacht hatte.

Für kommerzielle Abonnements hat Microsoft weitere Preiserhöhungen ab Juli 2026 angekündigt, die alle M365-Business-Varianten betreffen. Mit der Copilot-KI können in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote Texte generiert werden – allerdings mit einem Nutzungslimit, an das Kunden mit durchschnittlichem Verbrauch laut Microsoft aber nicht stoßen sollen. Die KI-gestützte Bildbearbeitung Microsoft Designer wurde den Paketen ebenfalls beigemengt.

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(mki)



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