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Milliardenspritze: Deutsche Glasfaser sichert Finanzierung für Netzausbau


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

In einer Zeit, in der viele Glasfaseranbieter aufgrund gestiegener Zinsen und hoher Baukosten ins Straucheln geraten, setzt die Deutsche Glasfaser (DG) ein Zeichen der Stabilität. Das Unternehmen hat sich mit seinen Eigentümern, der schwedischen Investitionsgruppe EQT und dem kanadischen Pensionsfonds Omers, sowie seinen Gläubigern auf ein umfassendes Restrukturierungs- und Rettungspaket geeinigt. DG ist nach der Deutschen Telekom der wichtigste Akteur auf dem deutschen Breitbandmarkt und auf den ländlichen und suburbanen Raum fokussiert.

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Insgesamt fließen dem Unternehmen so mehr als 1,2 Milliarden Euro an neuem Guthaben zu, das sich aus frischem Eigenkapital der Gesellschafter und weiteren Krediten der Finanzpartner zusammensetzt. Die Finanzspritze soll sicherstellen, dass der Ausbau der digitalen Infrastruktur in ländlichen Regionen ohne Verzögerungen fortgesetzt werden kann. Ursprünglich wollte das Unternehmen dem Vernehmen nach aber 1,7 Milliarden Euro von den Geldgebern.

Bestandteil der Einigung ist auch die Restrukturierung der bestehenden Schuldenlast. Der dem operativen Geschäft zuzurechnende Fehlbetrag wird signifikant reduziert, während die verbleibenden Verbindlichkeiten auf eine langfristige, planbare Basis gestellt werden.

Für das Unternehmen kommt dies einem Befreiungsschlag aus einer Lage gleich, in der die hohen Kapitalkosten den operativen Fortschritt gebremst hätten. Bis Ende Juni soll die Transaktion formal abgeschlossen sein, womit die DG nach eigenen Angaben voll durchfinanziert ist.

Firmenchef Andreas Pfisterer sieht in der Einigung einen Meilenstein, der die DG vom Wettbewerb abhebe. Für Beschäftigte und Partner bedeute der Deal vor allem Planungs- und Finanzierungssicherheit. Doch die finanzielle Freiheit soll nicht nur in den Tiefbau fließen.

Pfisterer kündigte auch eine neue Strategie an: die Transformation vom reinen Baukonzern, der Gräben zieht und Kabel verlegt, zu einem kundenorientierten Breitband-Serviceanbieter. Dieser Wandel sei nötig, um die gewonnenen Kunden langfristig zu binden und die Rentabilität der teuren Infrastruktur durch attraktive Dienste zu sichern.

Branchenverbände werten die Rekapitalisierung als Signal für den ganzen Standort. VATM-Geschäftsführer Frederic Ufer spricht von einem Zeichen des Vertrauens in privatwirtschaftliche Investitionen. Die DG sei mit rund 2,8 Millionen realisierten Anschlüssen ein Pionier und Treiber der Digitalisierung.

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Ufer hob hervor, dass der Ausbau gerade im aktuellen Marktumfeld Verlässlichkeit und faire Wettbewerbsbedingungen brauche. Politik und Regulierung seien gefordert, um Investitionshemmnisse abzubauen und den eigenwirtschaftlichen Ausbau zu stützen.

Hinter den positiven Nachrichten verbirgt sich eine Korrektur der ursprünglichen Ambitionen. Von dem einstigen Ziel, 6 Millionen Haushalte zu versorgen, hat sich das Unternehmen faktisch verabschiedet. Mit aktuell rund 2,6 Millionen Haushalten, die mit FTTH (Fiber to the Home)| erreicht werden, liegt die DG weit hinter den Vorgaben zurück.

Die neue Marschrichtung ist defensiver: 2026 und 2027 sollen je nur noch etwa 200.000 neue Anschlüsse realisiert werden. Der Fokus liegt nun primär darauf, bereits erreichte Adressen auch tatsächlich als Kunden zu aktivieren und bereits begonnene Projekte fertigzustellen.

Der Sparkurs hinterlässt auch in der Belegschaft Spuren. Nachdem bereits im Januar 2024 fünf Prozent der Beschäftigten entlassen wurden, folgte im Oktober 2025 die Ankündigung, weitere 250 Arbeitsplätze abzubauen. Die DG muss ihre Wirtschaftlichkeit insgesamt steigern und die Ausbauprioritäten anpassen.

Für viele ländliche Regionen bedeutet das das Ende der Hoffnungen auf einen schnellen Anschluss: Orte, die in der bis Ende 2027 reichenden Planung nicht berücksichtigt sind, werden von der DG vorerst keinen Glasfaseranschluss erhalten. Neue Projekte werden laut Firmenangaben nur noch selektiv unter strengen Kriterien beauftragt.

Parallel tobt ein Machtkampf um die Kontrolle der Kupfer-Glas-Migration. Das aktuelle Telekommunikationsgesetz (TKG) räumt der Telekom eine privilegierte Stellung ein. Nur der Bonner Konzern hat das Recht, die Abschaltung alter Kupferleitungen zu beantragen. Wettbewerber und die Monopolkommission beobachten das mit Misstrauen.

Es steht der Vorwurf im Raum, die Telekom schalte das alte Netz dort schnell ab, wo sie selbst Glasfaser verlegt hat. Sie halte aber an der Kupferleitung fest, wenn Konkurrenten den Ausbau vorangetrieben haben. Diese regulatorische Unsicherheit hat die einstige Goldgräberstimmung in der Branche spürbar getrübt.

Sven Knapp vom Verband Breko unterstreicht, es reiche nicht aus, den laufenden Ausbau abzusichern. Es müssten Milliarden in neue Netze investiert werden, wofür das Digitalministerium und die Bundesnetzagentur Anreize schaffen müssten. Die Bundesregierung visiert 2035 für die vollständige Kupferabschaltung an.

Doch der rechtliche Rahmen ist lückenhaft. Ein Konzept der Regulierungsbehörde sieht vor, dass eine Abschaltung erst bei einer Glasfaserabdeckung von 80 Prozent der Haushalte möglich ist, flankiert von einem verpflichtenden offenen Netzzugang (Open Access). Die Zeit drängt. Eine einschlägige TKG-Novelle soll noch vor der Sommerpause verabschiedet werden, um bis Anfang 2027 Rechtssicherheit zu schaffen.


(wpl)



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Digitalminister Wildberger ließ Reden und Gastbeiträge von KI schreiben


„Die genannten Texte wurden mit Unterstützung von KI erarbeitet.“ Mit diesem Satz hat ein Sprecher des Digitalministeriums der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ bestätigt, dass Karsten Wildberger einige seiner öffentlichen Äußerungen von Künstlicher Intelligenz erstellen ließ. Betroffen sind unter anderem um Gastbeiträge für renommierte Medien wie das Handelsblatt, auch mindestens eine von Wildbergers Reden im Bundestag soll maßgeblich mit KI verfasst worden sein.

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Wie die Zeit berichtet, hat das Blatt eine Vielzahl von Wildbergers Äußerungen mit der Analysesoftware „Pangram“ untersucht. Dieses Tool, das seinerseits auf KI basiert, gilt als derzeit bestes Werkzeug, um mit KI erstellte Texte zu erkennen. Vermeintliche Wildberger-Texte, die Pangram als KI-generiert bezeichnete, hat die Zeit von Menschen überprüfen lassen.

Besonders auffällig waren zwei Gastbeiträge, den einen hat das Handelsblatt veröffentlicht, den anderen die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Darin fanden sich nicht nur schön klingende, aber eher inhaltsleere Floskeln, wie auch Stilmittel, die KI-Generatoren häufig im Übermaß verwenden. Dazu gehören Gedankenstriche und Dreiklänge, Beispiel aus dem Handelsblatt: „einen Server, eine Datenbank oder eine KI-Anwendung“. Auch Verneinungen als Stilmittel fanden sich häufig.

Auch 30 Reden, die Wildberger gehalten hat, untersuchte die Zeit. Nur eine, die der Minister in den USA hielt, scheint komplett aus der KI zu stammen, bei sieben Ansprachen wirkte ein Chatbot mit. Vier davon gab Wildberger im Bundestag zum Besten – eine ausgerechnet zur Bedeutung von KI im März dieses Jahres. Wie das Ministerium auf Anfrage der Zeit sagte, würden alle Texte, die unter Wildbergers Namen erscheinen, auch von Menschen geprüft.

Dass Minister ihre Reden nicht immer selbst verfassen, ist ein übliches Vorgehen. Der Job des „Redenschreibers“ ist im politischen Geschäft durchaus renommiert, und oft ein Sprungbrett für eine weitere Karriere. Dass ein Digitalminister auch moderne Tools benutzt, ist ebenso wenig überraschend. Auffällig ist an den aktuellen Vorgängen jedoch, dass die Texte – insbesondere die beiden Gastbeiträge – mit vielen Floskeln, schiefen Sprachbildern und ermüdendem Gebrauch von anderen Stilmitteln nur eine geringe Qualität aufweisen.

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Offenbar ist das sowohl im Ministerium, als auch in den Redaktionen nicht aufgefallen. Dabei hat etwa die Frankfurter Allgemeine interne Regeln, welche rein KI-generierte Texte verbieten. Diese hat das Blatt erst in dieser Woche auszugsweise veröffentlicht, und zwar in einem Beitrag, der die Löschung eines Gastbeitrags des thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt behandelt. Auch er hatte sich den Text von KI schreiben lassen. Der fragliche Beitrag von Karsten Wildberger ist zum Zeitpunkt dieser Meldung am Sonntagmittag noch bei der Frankfurter Allgemeinen online.


(nie)



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Züge von Hamburg nach Berlin rollen nach Sanierung wieder


Mit sechs Wochen Verspätung ist die Bahnstrecke Hamburg–Berlin wieder ans Netz gegangen. Der erste Fernverkehrszug fuhr mit kleiner Verspätung um 5.36 Uhr vom Hamburger Hauptbahnhof Richtung Berlin ab, wie die Deutsche Bahn mitteilte. „Die Strecke ist wieder freigegeben, zwischen Hamburg und Berlin rollen die ersten Züge. Schon gestern Abend starteten Züge des Güterverkehrs auf der frisch sanierten Strecke“, hieß es.

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Auch von Berlin in Richtung Hansestadt fuhren die Züge wieder los. Die Bahn rief Fahrgäste allerdings auf, sich vor der Reise über die genaue Abfahrtszeit zu informieren. „Bei einer Inbetriebnahme dieses Ausmaßes kann es anfänglich noch zu Anlaufschwierigkeiten kommen.“

Tausende Pendlerinnen und Pendler sind nun nicht mehr auf den Schienenersatzverkehr mit Bussen angewiesen. Während der Fernverkehr über Stendal und Uelzen umgeleitet wurde, waren auf der Strecke monatelang keine Regionalbahnen unterwegs. Seit Mitte Mai fahren bereits Züge wieder durchgehend zwischen Hamburg und Schwerin.

Die Bauarbeiten auf der Strecke begannen im August 2025. Die sogenannte Generalsanierung sollte eigentlich Ende April abgeschlossen werden, doch der harte Winter und der zugefrorene Boden sorgten laut Bahn für Verzögerungen.

Im Rahmen der Bauarbeiten wurden 165 Kilometer Gleise erneuert und 61 Kilometer instand gesetzt. 249 Weichen wurden eingebaut, 28 Bahnhöfe modernisiert.


(nen)



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Video: Wie weit kommt das E-Bike?


Wir haben das Tanay HX von Cilo (Schweiz) getestet, um die angegebene Reichweite von 153 km in Fahrstufe 2 zu überprüfen. Das E-Bike kostet knapp 6.500 Euro, hat einen 708-Wh-Akku von Darfon und einen Shimano-EP6-Motor mit 85 Nm Drehmoment. Die Bedingungen waren günstig: flaches Terrain, etwa 400 Höhenmeter, moderate Temperaturen – allerdings regnete es zu Beginn.

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Ob die versprochenen 153 km wirklich reichen, haben wir auf dem Mauerradweg ausprobiert. Und das inklusive Stadtverkehr, Regen und grobstolligen Reifen, die alle ihren Teil zum Ergebnis beitragen. Wie weit wir wirklich gekommen sind und was wir für zukünftige Touren empfehlen, zeigen wir im Video.


(mond)



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