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Mini-Bluetooth-Lautsprecher Marshall Willen II im Test: warm, bassstark, schick


Der Marshall Willen II kombiniert das kultige Marshall-Design mit langer Akkulaufzeit – und erstaunlich gutem Klang.

Ziemlich jeder Lautsprecher-Hersteller, der etwas auf sich hält, hat einen Mini-Bluetooth-Lautsprecher im Portfolio. Auch Marshall bildet keine Ausnahme: Mit dem Willen II hat die Marke einen Brüllwürfel im Programm, der ikonisches Design mit dem Versprechen von „legendärem Sound“ und mehr als 17 Stunden Akkulaufzeit kombiniert. Aber rechtfertigt das den stolzen Preis von 100 Euro (Amazon)? Wir haben den Lautsprecher getestet.

Design und Verarbeitung des Marshall Willen II

Schönheit liegt im Auge des Betrachters – aber Marshall hat mit dem Willen II einen verdammt stylischen Mini-Bluetooth-Lautsprecher kreiert. Optisch hat sich gegenüber dem Vorgänger kaum etwas geändert, doch das war auch nicht nötig. Der Willen II sieht aus wie ein typischer Marshall-Speaker in klein – und das reicht, um unser audiophiles Herz zu erobern.

Bei den Maßen reiht sich der Willen II in die Riege vergleichbarer Mini-Bluetooth-Lautsprecher ein. Mit 10,5 × 10,5 × 4,3 cm und 360 g ist er ähnlich groß wie der Teufel Boomster Go und passt bequem in jeden Rucksack oder eine geräumige Jackentasche. Eine Schlaufe an der Rückseite erlaubt die flexible Befestigung, etwa am Fahrradlenker.

Bei der Farbauswahl wagt Marshall keine Experimente. Wie der Vorgänger ist auch der Willen II in Schwarz und Creme erhältlich; preisliche Unterschiede zwischen den Varianten gibt es nicht. Der charakteristische goldene Marshall-Schriftzug prangt bei beiden auf der Front.

Die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen. Käufer bekommen gewohnte Marshall-Qualität – mit einer Besonderheit: Der Lautsprecher verfügt über eine abnehmbare Gummiummantelung, die ihn vor Stößen schützt. Zudem ist der Speaker nach IP67 zertifiziert, übersteht also 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe und ist staubdicht.

Wie gut klingt der Marshall Willen II?

Gegenüber dem Vorgänger hat Marshall technisch ordentlich nachgelegt. Statt eines 10-Watt- arbeitet nun ein 38-Watt-Class-D-Verstärker im Inneren. Der Frequenzbereich verbreitert sich um 25 Hz nach unten auf 75 Hz bis 20.000 Hz, der maximale Schalldruckpegel steigt um 6 dB auf 88 dB SPL. Als Treiber kommen ein 2-Zoll-Breitbandtreiber mit 10 Watt und zwei Passivmembranen zum Einsatz.

Beim Hörtest überrascht der Willen II positiv: Sprachinhalte wie Podcasts klingen erstaunlich natürlich und klar, bleiben aber auch bei höherer Lautstärke angenehm warm. Für einen Mini-Bluetooth-Lautsprecher ist das ungewöhnlich.

Dieser Eindruck bestätigt sich bei Musik zumindest teilweise. Auch hier bleibt der Klang warm, allerdings ziemlich basslastig. Daran ändern auch die drei voreingestellten Equalizer-Settings in der Marshall Bluetooth App wenig. Klassische Musik wie Royers Pièces de clavecin – Vertigo entfaltet dadurch ordentlich Wucht, während Klavierstücke wie Schuberts Impromptus Nr. 3 eher dumpf klingen – so, als hätte jemand ein Kissen über den Lautsprecher gelegt.

Marshall Willen II

Bei Pop und Rock fällt der gedämpfte Klang weniger ins Gewicht; hier punktet vielmehr der wirklich gute Bass. Die Beats von The Weeknds Blinding Lights etwa machen richtig Spaß, ohne zulasten des Gesangs zu gehen. Auch bei Ed Sheerans Lego House bleibt die Stimme schön klar, auch wenn die Gitarre wieder etwas dumpf wirkt.

Bei den Bluetooth-Codecs orientiert sich Marshall am modernen Standard: Der Willen II nutzt Bluetooth LE Audio mit LC3-Codec, was gegenüber SBC bessere Klangqualität bei geringerem Energiebedarf liefert. Zusätzlich unterstützt der Speaker Auracast.

Außerdem verfügt der Willen II über ein integriertes Mikrofon, mit dem sich Telefonate entgegennehmen und führen lassen. Die Gesprächsqualität schneidet in unserem Test gut ab.

Bedienung und App des Marshall Willen II

Der Willen II besitzt drei Bedientasten: On/Off-Button und Bluetooth-Taste sitzen an der Oberseite neben der Ladestandsanzeige. Der dritte Knopf befindet sich frontal in der oberen rechten Ecke – und ist kein bloßer Druckknopf, sondern ein Joystick. Damit lässt sich die Wiedergabe starten und pausieren, zwischen Songs skippen und die Lautstärke anpassen. Eine gleichermaßen elegante wie selbsterklärende Lösung.

Dank Auracast lässt sich der Speaker als Quelle nutzen, um den Sound an weitere Lautsprecher zu übertragen – ohne umständliche Koppelungsmechanik, direkt über Bluetooth 5.2.

Für Mini-Bluetooth-Lautsprecher nicht selbstverständlich: Der Willen II wird von der Marshall-Bluetooth-App unterstützt. Darüber lässt sich die Firmware aktualisieren. Zudem bietet die App ein Akkumanagement, mit dem sich die maximale Ladung auf 95 Prozent begrenzen oder die Ladegeschwindigkeit bei hoher Außentemperatur drosseln lässt. Beides soll die Lebensdauer des Akkus erhöhen.

In der App steckt ein Equalizer, der allerdings nur drei Voreinstellungen bietet: Marshall-Sound (Standard), Drücken (Bass- und Höhenverstärkung) sowie Voice (Fokus auf Mitteltonbereich für klare Sprachinhalte). Ein individuell anpassbares Profil fehlt – schade.

Der Akku des Marshall Willen II

Die Akkulaufzeit kann sich sehen lassen: Wo andere Mini-Bluetooth-Lautsprecher bei 10 bis 12 Stunden aufgeben, hält der Willen II bis zu 17 Stunden durch. Eine Schnellladefunktion liefert nach 20 Minuten Ladezeit rund 5,5 Stunden Spielzeit. Eine mehrstufige LED-Anzeige informiert zudem recht genau über den Ladestand.

Was kostet der Marshall Willen II?

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 119 Euro – genauso viel wie beim Vorgänger. Aktuell ist der Willen II für knapp unter 100 Euro (Amazon) zu haben.

Fazit

Wenn das Budget beim Kauf eines Mini-Bluetooth-Lautsprechers eine untergeordnete Rolle spielt, hat der Marshall Willen II eine klare Kaufempfehlung verdient. Im Vergleich mit der Konkurrenz punktet der Speaker beim Design ebenso wie beim Sound und der Akkulaufzeit.

Der kraftvolle Bass und der insgesamt warme Klang lassen die Schwächen bei den Höhen und die enttäuschende Equalizer-Auswahl fast vergessen. Die IP67-Zertifizierung und die praktische Befestigungsschlaufe machen den Willen II obendrein zu einem hervorragenden Begleiter für unterwegs.

Ebenfalls positiv: die hohe Maximallautstärke, die hervorragende Verarbeitung und die Unterstützung des LC3-Codecs inklusive Auracast. Das integrierte Mikrofon für die Freisprechfunktion rundet das Gesamtpaket ab.

Knapp 100 Euro (Amazon) sind zwar kein Schnäppchen, doch Ausstattung und Leistung rechtfertigen den Preis. Wer guten Klang, lange Akkulaufzeit und schickes Design sucht, macht mit dem Willen II alles richtig.



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Zunächst in den USA: Microsoft will Weg für „Medical Superintelligence“ ebnen


Microsoft hat mit „Copilot Health“ einen eigens für Gesundheitsfragen konzipierten KI‑Assistenten vorgestellt, der persönliche Gesundheitsdaten aus Wearables, Arztakten und Laboren in einer zentralen, sicheren Umgebung bündelt und nutzerfreundlich aufbereitet. Der Dienst läuft zunächst in den USA und ist als ergänzende Informationsquelle für Patientinnen und Patienten gedacht, nicht als Medizinprodukt oder Ersatz für ärztliche Konsultationen. Der Dienst ist in den USA für diejenigen verfügbar, die über 18 Jahre alt sind und sich für einen Test anmelden.

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Das Bild zeigt eine Nutzeroberfläche von Microsoft Copilot Health, genauer den Bereich zum Verbinden von Gesundheitsdatenquellen.  Zu sehen sind vier Optionen, die aktuell noch deaktiviert sind bzw. Schieberegler:  Connect your health records – für medizinische Unterlagen bzw. elektronische Patientenakten; Connect to Apple Health – für Daten aus Apple Health; Connect to Oura – für Daten aus dem Oura-Ring, Connect to Function – vermutlich eine weitere Gesundheitsquelle oder Fitnessplattform

Das Bild zeigt eine Nutzeroberfläche von Microsoft Copilot Health, genauer den Bereich zum Verbinden von Gesundheitsdatenquellen.  Zu sehen sind vier Optionen, die aktuell noch deaktiviert sind bzw. Schieberegler:  Connect your health records – für medizinische Unterlagen bzw. elektronische Patientenakten; Connect to Apple Health – für Daten aus Apple Health; Connect to Oura – für Daten aus dem Oura-Ring, Connect to Function – vermutlich eine weitere Gesundheitsquelle oder Fitnessplattform

Über Schieberegler können Nutzerinnen und Nutzer festlegen, welche Gesundheitsdaten sie Microsoft anvertrauen.

(Bild: Microsoft)

Copilot Health soll laut Microsoft Daten aus über 50 Wearable‑Plattformen aggregieren, zum Beispiel Apple Health, Fitbit und dem Oura‑Ring sowie klinische Informationen aus einem Netzwerk von mehr als 50.000 Gesundheitseinrichtungen in den USA über die Plattform HealthEx. Aus diesen Daten will das System Aktivität, Schlaf, Vitalwerte oder Laborergebnisse bewerten und sie so visualisieren, dass Nutzer einen besseren Überblick über ihren Gesundheitsstatus erhalten.

Microsoft betont ausdrücklich, dass Copilot Health keine Diagnosen stelle und keine Therapieempfehlungen ausspreiche. Es soll Nutzerinnen und Nutzern helfen, Symptome einzuordnen, Laborwerte zu verstehen und gezielte Fragen für Arzttermine vorzubereiten, damit die Arztgespräche effizienter verlaufen.

Gesundheitsbezogene Chats in Copilot Health sollen in einem separaten, abgeschirmten Bereich laufen, der von der allgemeinen Copilot‑Nutzung getrennt ist. Details dazu und zu Sicherheitsvorkehrungen bei der Datenübermittlung lässt Microsoft offen. Die Gesundheitsdaten würden nicht zur Verbesserung der KI‑Modelle verwendet.

Zur Beantwortung medizinischer Fragen nutzt Copilot Health Inhalte von Gesundheitsorganisationen aus rund 50 Ländern. Die klinische Sicherheit wurde von einem externen Gremium mit über 230 Ärztinnen und Ärzten aus mehr als 24 Ländern begleitet. Damit konkurriert Microsoft mit ähnlichen KI‑Angeboten wie ChatGPT Health von OpenAI, deren Schwächen kürzlich eine Studie offenbarte. Wann und ob Copilot Health auch in Deutschland verfügbar sein wird, ist noch unklar.


(mack)



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Speicherkrise: Micron macht so viel Umsatz wie AMD und Intel zusammen


Der Speicherhersteller Micron ist der erste von drei Weltmarktführern, der Geschäftszahlen für den Jahresbeginn 2026 veröffentlicht. Sie zeigen, wie erheblich die aktuelle Speicherkrise ist und wie enorm Speicherhersteller davon profitieren.

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Micron hat von Anfang Dezember 2025 bis Ende Februar 2026 rund 23,9 Milliarden US-Dollar umgesetzt. In diesen Zeitraum fällt das zweite Fiskalquartal 2026 für Micron. In nur drei Monaten ist der Umsatz damit um 75 Prozent gewachsen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 196 Prozent. Microns Umsatz ist damit auf dem Niveau von AMD und Intel zusammen.

Das Wachstum beim Nettogewinn ist mit 13,8 Milliarden US-Dollar noch viel größer, da Micron die Preise steigert und damit die Marge maximiert. Ein Jahr zuvor machte die Firma 1,6 Milliarden US-Dollar Nettogewinn. Die Bruttomarge ist in dem Zeitraum von 56 auf 74 Prozent gestiegen, die Betriebsmarge von 45 auf 68 Prozent. Micron verbucht das als Rekord.

Obwohl KI-Rechenzentren die Speicherkrise ausgelöst haben, verzeichnet Micron das größte Wachstum bei NAND-Flash (SSD-Speicher) und DRAM (Arbeitsspeicher) für Desktop-PCs, Notebooks, Smartphones und andere Client-Geräte. In einem Jahr ist der Umsatz von 2,2 Milliarden auf 7,7 Milliarden US-Dollar gestiegen. Die Betriebsmarge explodiert von einem auf 76 Prozent.

Damit ist Client-Speicher das lukrativste Geschäft für Micron. Das liegt an den besonders hohen Preissteigerungen, die der Hersteller dort durchdrücken kann. In nur einem einzigen Quartal ist der Umsatz um 81 Prozent gestiegen – obwohl die verkaufte Speichermenge aufgrund von Produktionsumstellungen gesunken ist. Das heißt, die Preise sind um über 81 Prozent gestiegen.



Microns Umsatz nach Sparten aufgeschlüsselt. „Cloud Memory“ enthält DRAM und NAND-Flash für Cloud- und KI-Rechenzentren. Mit „Core Data Center“ sind klassische Server ohne KI-Fokus gemeint.

(Bild: Micron)

KI- und Cloud-Rechenzentren haben zuletzt gut 7,7 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht, klassische Server 5,7 Milliarden. Automotive und Embedded landeten bei 2,7 Milliarden US-Dollar. Alle Sparten verzeichneten erhebliches Wachstum.

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DRAM für Arbeitsspeicher bleibt Microns Kerngeschäft. 18,8 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 79 Prozent des Umsatzes entfielen auf diesen Speichertyp. NAND-Flash für SSDs landete bei 5 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 21 Prozent.

Beide Speichertypen bleiben bis auf Weiteres knapp. Micron erwartet keine Entspannung im Kalenderjahr 2026. Auch darüber hinaus sollen DRAM und NAND-Flash knapp bleiben. Bei SSDs sieht die Situation besonders schlecht aus: „Wir stellen derzeit fest, dass die Nachfrage nach NAND-Speicher auf absehbare Zeit deutlich über unserem verfügbaren Angebot liegt.“

Langfristige Abkommen mit Abnehmern untermauern, dass die Industrie keine platzende KI-Blase erwartet: Micron hat ein erstes fünfjähriges „strategisches Kundenabkommen“ unterschrieben. Darin sollen anders als in bisherigen Langzeit-Rahmenverträgen „spezifische Verpflichtungen“ vermerkt sein.

Die Investitionen in neue Fertigungskapazitäten steigen derweil. Micron will im Fiskaljahr 2026 (September 2025 bis Ende August 2026) über 25 Milliarden US-Dollar investieren. Im folgenden Fiskaljahr 2027 sollen die Ausgaben um mindestens 10 Milliarden US-Dollar steigen, hauptsächlich für zusätzliche Fertigungskapazität. Bisherige Investitionen schlagen sich allerdings erst frühestens Ende 2027 auf die Produktionsmenge aus, da der Bau neuer Halbleiterwerke dauert.

Micron bestätigt Schätzungen, dass die Fertigungskapazität von DRAM und NAND-Flash im Kalenderjahr 2026 herstellerübergreifend um gut 20 Prozent steigen soll. Diese Steigerung kommt durch neuere Fertigungsprozesse, die mehr beziehungsweise dichter gepackte Speicherchips auf einem Wafer ermöglichen.

Im laufenden Quartal erwartet Micron 33,5 Milliarden US-Dollar Umsatz (+/- 750 Millionen). Das entspricht 40 Prozent sequenzielles Wachstum. Die Bruttomarge soll auf 81 Prozent steigen. Heißt: Die Preise steigen weiter erheblich.

Microns Aktie ist seit Bekanntgabe der Geschäftszahlen um etwa sieben Prozent gefallen. Das dürfte allerdings an der gesamten Marktlage liegen: Fast alle Techunternehmen sind gerade rot, auch wegen des Iran-Kriegs. Zudem finden Analysten die prognostizierte Marge nicht hoch genug.


(mma)



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1&1 kommt beim Ausbau seines Handynetzes voran


Das vierte deutsche Handynetz bleibt klein, wird aber etwas größer. Wie der Mobilfunk-Anbieter 1&1 in Montabaur mitteilte, waren zum Jahreswechsel gut 2000 Antennen-Standorte aktiv. Im vergangenen Jahr seien pro Quartal im Schnitt 300 neue Standorte hinzugekommen, dieses Ausbautempo soll auch dieses Jahr fortgesetzt werden. „Wir wachsen weiter und erreichen mit diesen Standorten (…) über 25 Prozent der Haushalte“, sagte Firmenchef Ralph Dommermuth. 2030 sollen es über 50 Prozent sein, eine entsprechende Vorschrift der Bundesnetzagentur werde 1&1 „sehr gut schaffen“.

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1&1 ersteigerte 2019 erstmals eigene Frequenzen, danach hatte das Unternehmen mit Lieferproblemen von Vertragspartnern zu kämpfen und der Ausbau verzögerte sich. Anfang 2023 waren nur fünf Standorte in Betrieb und boten Verbindungen für ein Festnetz-Ersatzprodukt an, laut einer staatlichen Vorschrift hätten es 1000 sein müssen.

Ende 2023 ging es mit dem Handynetz los, seither wurden schrittweise immer mehr Standorte in Betrieb genommen. Im Vergleich zu den drei etablierten Mobilfunkern ist das 1&1-Netz klein. Vodafone hat in Deutschland circa 28.000 Standorte, O2 29.000 und die Telekom 36.500. Dort, wo 1&1 kein eigenes Netz hat, werden die Kunden mit dem Netz von Vodafone verbunden. Dafür zahlt 1&1 Geld an Vodafone.

1&1 legte Jahreszahlen vor, denen zufolge der Umsatz 2025 um 1,8 Prozent auf rund 4,1 Milliarden Euro gestiegen ist. Der Nettogewinn sank um knapp die Hälfte auf 166 Millionen Euro. Das lag etwa daran, dass die Vodafone-Roamingkosten höher ausfielen als von 1&1 angenommen. Außerdem wurden mehr Rechenzentren gebaut und Antennen installiert als zuvor, wodurch die Abschreibungen auf das Mobilfunknetz höher ausfielen.

Finanzanalysten spekulieren schon länger, ob der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica zugreifen und 1&1 kaufen könnte, um seine Deutschlandtochter O2 zu stärken – dann könnte es wieder nur drei Handynetze geben und nicht mehr vier. „Ich habe nicht vor, das Unternehmen zu verkaufen“, sagte 1&1-Chef Dommermuth, der zugleich auch Hauptaktionär der 1&1-Mutter United Internet ist. „Wir sind aus dem Schlimmsten draußen. Warum sollten wir jetzt das Unternehmen verkaufen, die Party hat ja noch gar nicht begonnen.“

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(afl)



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