Künstliche Intelligenz
Montag: Russland in ukrainischer Starlink-Falle, X-Einspruch gegen DSA-Strafe
Starlink wird für Moskau zum Verhängnis: Die Armee kaschiert Kommunikationsprobleme zwar, doch ukrainische Hacker nutzen gesperrte Terminals offenbar als Köder. Über den Messenger Telegram gaben sie sich als korrupte Helfer oder Insider aus, die gegen Bezahlung gesperrte Starlink-Terminals wieder aktivieren könnten. Doch das war eine Falle. Derweil wehrt sich eine andere Firma von Elon Musk gegen eine jüngst von der EU-Kommission verhängte Millionenstrafe wegen Verstößen gegen den Digital Services Act. Der Kurznachrichtendienst X hat bei der EU offiziell Einspruch eingelegt. Nachdem es die erste EU-Strafe wegen DSA-Verstößen ist, bezeichnet X den Einspruch als Präzedenzfall. In Japan zeigt der Test eines Fertig-PCs von Dell eine neue Konstruktion für den fehleranfälligen Stromanschluss moderner Grafikkarten. Es handelt sich offenbar um ein eigenes Design von Dell oder des Zulieferers, denn die dort gefundene mechanische Verriegelung ist selbst beim Zulieferer nicht öffentlich gelistet, aber sitzt deutlich fester – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Lange Zeit nutzten russische Einheiten das Starlink-Satellitensystem von SpaceX intensiv, obwohl das Unternehmen von Elon Musk den Dienst für Russland offiziell blockiert hatte. Über Drittstaaten und illegale Wege gelangten die Empfänger in die Hände der Invasoren. Diese verwendeten sie in den besetzten Gebieten der Ukraine, um eine stabile und abhörsichere Kommunikation zu gewährleisten und so etwa Drohnenschläge durchzuführen. Die konsequente Abschaltung der illegal genutzten Terminals Anfang Februar bringt das russische Militär jetzt jedoch in Erklärungsnot, und es droht ein taktisches Desaster. Denn die Ukraine konnte wohl auch deshalb einige Gebiete zurückerobern und zudem wurden russische Einheiten Opfer von Starlink-Scam: Ukrainische Hacker nutzten angeblich Starlink-Sperre zur Ortung russischer Truppen.
Gegen eine andere Organisation von Elon Musk hat die EU kürzlich die erste Strafe aufgrund von Verstößen gegen den Digital Services Act (DSA) verhängt. Der von der 120 Millionen Euro hohen Strafe betroffene Kurznachrichtendienst X (vormals Twitter) geht jetzt offiziell dagegen vor und begründet dies unter anderem mit einer nicht ausreichenden Untersuchung seitens der EU, einer Fehlinterpretation des DSA und einer voreingenommenen Staatsanwaltschaft. Zudem betont X, dass der Einspruch ein Musterbeispiel für ähnliche Fälle und Strafen schaffen soll. Nachdem Musk und US-Politiker zunächst harsch reagiert und sogar die Abschaffung der EU gefordert hatten, haben Musk und seine Firmen jetzt den offiziellen Weg eingeschlagen: Elon Musks X geht gegen Millionenstrafe der EU wegen DSA-Verstößen vor.
Eine japanische Webseite hat einen aktuellen Komplett-PC von Dell getestet und beim Zerlegen des Rechners an der Grafikkarte vom Typ RTX 5070 Ti ein interessantes Detail gefunden: Das Adapterkabel von einer 12V-2×6-Buchse auf zwei PCIe-8-Pin-Buchsen weist eine mechanische Verriegelung auf. Dabei scheint es sich um eine Eigenkonstruktion zu handeln. Dem Bericht zufolge stammt sie von dem großen Zulieferer Amphenol, dessen Logo auch auf dem Stecker angebracht ist. Amphenol hat auf seinen Webseiten zwar einige 12V-2×6-Komponenten, einen Stecker wie den im Dell-PC konnten wir dort jedoch nicht finden. Laut Tester sitzt der Stecker bombenfest und lässt sich kaum bewegen. Bei herkömmlichen Verbindern der Bauform ist das nicht so: Verriegelter 12V-2×6-Stecker in Dell-PC entdeckt.
Deutschland leistet sich einen der umfassendsten Sozialstaaten der Welt. Doch das System droht unter seiner eigenen Last zu erstarren. Viele Bürger blicken kaum noch durch, welche Leistungen ihnen in welcher Lebenslage zustehen; die Sachbearbeiter in den Behörden arbeiten an der Grenze ihrer Belastbarkeit. In dieser angespannten, durch den Fachkräftemangel in der Verwaltung verschärften Lage hat die Kommission zur Sozialstaatsreform (KSR) vor Kurzem ihren Abschlussbericht vorgelegt. Die KSR schlägt eine durchgehende Digitalisierung sowie ein zentrales Bürgerportal, einschließlich Datenaustausch zwischen den Ämtern, vor. Doch ein solcher Ansatz ist für Datenschützer seit Langem ein rotes Tuch, heißt es im Missing Link: Digitaler Neustart des Sozialstaats soll Zettelwirtschaft beenden.
Im Rahmen des KI-Gipfels in Indien gab OpenAI-Mitbegründer und CEO Sam Altman eines seiner seltenen ausführlichen Interviews. Dabei wurde er unter anderem nach der von Altmans Konkurrenten Elon Musk propagierten Idee von Rechenzentren im Weltall gefragt. „Ganz ehrlich glaube ich, dass mit der gegenwärtigen Umgebung die Idee von Rechenzentren im All lächerlich ist.“ Wenn man nur die „einfachste Berechnung“ der Kosten des Transports ins All durchführe, zeige sich das. Und dann, so Altman, „Rede ja auch noch keiner davon, wie man eine kaputte GPU im All repariert. Und leider gehen die immer noch sehr oft kaputt.“ Es könne zwar sein, dass sich ein Rechenzentrum im Weltraum irgendwann rechnet, im laufenden Jahrzehnt sieht er das jedoch noch nicht, so Sam Altman: „Rechenzentren im All sind lächerlich“.
Auch noch wichtig:
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(fds)
Künstliche Intelligenz
Pixelmator Pro: Neue Version für Apple Creator Studio im Test
Pixelmator Pro ist ein Bildbearbeitungsprogramm, das sich bei der Bedienoberfläche mehr an Pages, Numbers, Keynote und der Fotos-App, als an den plattformübergreifenden Mitbewerbern Adobe Photoshop und Affinity orientiert. Beim Funktionsumfang und den verwendeten Techniken kann Pixelmator das Vorbild Photoshop jedoch nicht verleugnen.
Entsprechend erstaunt es, wie aufgeräumt und klar gegliedert das mächtige Programm daherkommt. So dient die linke Seitenleiste ausschließlich der Navigation durch die Ebenenstruktur eines Dokuments.
Ebenen lassen sich verschieben, gruppieren, vor versehentlicher Veränderung schützen und ausblenden. Eine Suchfunktion und ein Filter nach Ebenentyp helfen beim Umgang mit komplexen Projekten.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Pixelmator Pro: Neue Version für Apple Creator Studio im Test“.
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Eine Radarkontrolle fürs Büro selber bauen
Mit dem Benewake TFmini-S LiDAR bauen wir eine wirkungsvolle Anlage, die aus gemessenen Distanzen die Geschwindigkeit von vorbeihuschenden Kolleginnen und Kollegen in Echtzeit erfasst. Mit einfachen Mitteln aufzubauen, ist die Geschwindigkeitskontrolle sowohl für Einsteiger als auch für Profis ein Projekt, das mit wenig Aufwand Lust auf kreatives Basteln macht. Erst einmal in Funktion, kommt der Spaß an Bewegung und Bewegungsmessung noch dazu.
LiDAR-Sensor
Bei LiDAR-Sensoren (Light Detection and Ranging) dienen Filter zur Verbesserung der Messqualität. Der TFmini-S verwendet einen 905-nm-Laser, allerdings ohne optische Filter, was sich bei Messungen im Außenbereich negativ bemerkbar machen kann. Unter idealen Bedingungen ist er in der Lage, Objekte auf kurze bis mittleren Distanzen zwischen 0,1 und 12 Metern zu erfassen. Im Außenbereich bei starker Sonneneinstrahlung kann das Umgebungslicht im 905-nm-Bereich jedoch sehr intensiv sein, was sich störend auf das Lasersignal auswirkt und die Reichweite auf 8 Meter oder weniger verringert.
- Entwicklung einer Radarfalle auf Laser-Basis
- Zusammenbau und Sketch zur Geschwindigkeitsmessung
- Kalibrierung, Einrichtung und Nutzung des Geräts
Auch wenn die Wellenlänge des Lasers außerhalb des sichtbaren Lichts im Nahinfrarotbereich (750 und 2500 nm) liegt, ist bei angeschlossener 5-Volt-Stromversorgung eine rote LED im Inneren der Sendelinse zu sehen, was auf eine einwandfreie Funktion des Lasers hinweist. Er benötigt nur 0,7 Watt und lässt sich problemlos direkt an das ESP32-Board anschließen, wie wir in diesem Projekt zeigen werden.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Eine Radarkontrolle fürs Büro selber bauen“.
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Künstliche Intelligenz
Samsung Galaxy S26: Perplexity erhält eigenes Hotword „Hey Plex“
Nachdem Samsung erst vergangene Woche ein Revival seines eigenen Sprachassistenten Bixby verkündet hatte, erweitert das Unternehmen sein Galaxy AI-Ökosystem um eine dritte KI-Plattform: Perplexity soll neben Gemini und Bixby zuerst auf dem Galaxy S26 auf Systemebene integriert sein.
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Perplexity wird Teil von Galaxy AI
Samsung erklärt, dass Nutzerinnen und Nutzer eigenen Erkenntnissen zufolge „zunehmend mehrere KI-Agenten je nach Aufgabe einsetzen, da KI immer mehr in den Alltag integriert wird“. Laut Samsung verlassen sich fast 8 von 10 Nutzern auf mehr als zwei Arten von KI-Agenten. Um diesem Trend zu folgen und Nutzern den Wechsel zwischen den KI-Tools zu vereinfachen, erweitert Samsung sein Galaxy AI-Ökosystem, „um eine Auswahl integrierter Agenten zu unterstützen, sodass Nutzer die Erfahrungen wählen können, die ihren Bedürfnissen, Vorlieben und Gewohnheiten am besten entsprechen“, erklärt das Unternehmen.
Durch die Integration von Perplexity in Galaxy AI soll der Chatbot mehr Möglichkeiten bieten als eine einfache App, die auf einem Galaxy-Smartphone installiert ist: Perplexity ist dem Hersteller zufolge tiefer ins System integriert und soll etwa Zugriff auf Samsung Notes, die Uhr, Galerie, Erinnerungen und Kalender sowie auf ausgewählte Apps von Drittanbietern haben. Samsung hat jedoch nicht konkret gesagt, um welche Apps es sich dabei handelt.
Samsung erklärt weiter, dass die Integration in Galaxy AI die Notwendigkeit reduziere, „zwischen Apps zu wechseln oder Befehle zu wiederholen, sodass Galaxy AI im Hintergrund arbeiten kann“. Perplexity sei damit „nahtlos in die Galaxy-Umgebung eingefügt“. Der Assistent kann außerdem mit einem eigenen Hotword „Hey Plex“ aktiviert werden, ähnlich wie Googles Gemini mit „Hey Google“ oder Bixby mit „Hey Bixby“.
Wie Samsung sich die Nutzung der Multi-KI-Tools, die mit dem Galaxy S26 eingeführt werden, vorstellt, dürfte der Konzern im Zuge des Unpacked-Events am 25. Februar erläutern.
Auch Motorola setzt auf mehrere Chatbots
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Samsung ist nicht das erste Unternehmen, das auf seinen Android-Geräten auf mehrere KI-Assistenten setzt. Auch in Motorolas aktuellen Modellen ist Perplexitys KI-gestützte Suche direkt in Moto AI integriert, außerdem kann darüber auf Microsofts Copilot zugegriffen werden, wobei Googles Gemini offenbar der Standardassistent ist. Die Partnerschaft mit Samsung, dem größten Android-Smartphone-Hersteller weltweit, dürfte für Perplexity einen massiven Wachstumsschub bedeuten.
Sanktionen oder Einschränkungen irgendwelcher Art durch die Integration von Perplexity in Bixby vonseiten Googles dürfte Samsung nicht erfahren. Denn gemäß einer Vereinbarung mit Google dürfen Samsung und andere Hersteller alternative generative KI-Dienste neben Gemini installieren.
(afl)
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