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Künstliche Intelligenz

Muse Spark: Meta präsentiert neues KI-Modell


Der US-Konzern Meta hat am Mittwoch sein neues Flaggschiff-KI-Modell Muse Spark präsentiert. Es ist das erste Modell der neu aufgebauten KI-Abteilung Meta Superintelligence Labs. In deren Aufbau hat Konzernchef Mark Zuckerberg Milliarden investiert, um den Rückstand auf die Konkurrenz aufzuholen.

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Muse Spark ist das erste Modell von Metas neuer Muse-Serie. Aktuell treibt das neue KI-Modell bereits die Meta-KI-App und -Website an, die zugleich ein Upgrade und ein neues Design erhalten. In den kommenden Wochen wird Muse Spark zudem für WhatsApp, Instagram, Facebook, Messenger und KI-Brillen eingeführt, kündigt das Unternehmen in einem Blogbeitrag an. Dieses erste KI-Modell sei, so Meta, bewusst klein und schnell, aber dennoch leistungsfähig genug, um komplexe Fragestellungen in Wissenschaft, Mathematik und Gesundheit zu lösen. „Es bildet ein solides Fundament, und die nächste Generation ist bereits in Entwicklung.“

Man habe Muse Spark mit einer multimodalen Wahrnehmung ausgestattet, so Meta. „So kann Meta AI sehen und verstehen, was Sie betrachten, und nicht nur lesen, was Sie tippen. Fotografieren Sie ein Snackregal am Flughafen, und Meta AI erkennt und sortiert die proteinreichsten Snacks – ganz ohne mühsames Entziffern der Etiketten“, beschreibt das Unternehmen ein Beispiel. Auch könne Meta AI mit Muse Spark Nutzer künftig bei Gesundheitsfragen mit detaillierteren Antworten unterstützen, auch bei Fragen mit Bildern und Diagrammen, verspricht Meta.

Der Konzern setze darauf, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters, dass der Einsatz von KI bei alltäglichen Aufgaben die Interaktion mit den über 3,5 Milliarden Nutzern auf seinen Social-Media-Plattformen steigert und ihm so einen potenziellen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten verschaffe. Anders als bisherige KI-Modelle von Meta wird Muse Spark nicht vollständig als Open Source veröffentlicht. Gerade erst kündigte das Unternehmen an, zwar Teile seiner kommenden KI-Modelle unter Open-Source-Lizenzen herauszubringen; einige Komponenten des Codes aus Sicherheitsgründen aber proprietär zu halten.

Die US-Tageszeitung New York Times verweist darauf, dass nach den von Meta bereitgestellten Daten Muse Spark in Tests zu Schreib- und Denkfähigkeiten deutlich besser abschneidet als bisherige KI-Modelle des Unternehmens. Muse Spark erreichte demnach fast die Leistung der Topmodelle von Konkurrenten wie Google, OpenAI oder Anthropic. Bislang blieben die KI-Modelle von Meta, wie die Llama-Serie, weit hinter der Leistungsfähigkeit der Modellfamilien der Wettbewerber zurück. Muse Spark hinke jedoch weiterhin bei den Programmierfähigkeiten hinterher, die für die Wettbewerber im KI-Wettlauf in den Fokus gerückt sind, so das Blatt weiter.

Metas Ankündigung erfolgt einen Tag, nachdem Anthropic mitgeteilt hat, dass sein neuestes KI-Modell Mythos zu leistungsfähig und damit zu gefährlich für die Öffentlichkeit sei. Stattdessen soll Claude Mythos Preview zunächst ausschließlich einer Reihe von Firmen zur Verfügung gestellt werden, die an IT-Sicherheit arbeiten. Die sollen die KI-Technik nutzen, um die „kritischste Software der Welt“ abzusichern.

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Die US-amerikanischen Tech-Konzerne investieren seit geraumer Zeit Milliardensummen in die Entwicklung von KI-Modellen und den Ausbau der KI-Infrastruktur. Meta versucht, im KI-Wettbewerb eine führende Rolle einzunehmen. Zentraler Baustein dieser Strategie ist die im Sommer 2025 gegründete Einheit Meta Superintelligence Labs. Zu Metas Chief AI Officer wurde der 29-jährige Co-Gründer und ehemalige CEO von Scale AI, Alex Wang, der im Rahmen eines 14,3 Milliarden US-Dollar schweren Deals zu Meta wechselte. Die Übernahme der Unternehmensanteile von Scale AI ist Teil von Metas kostspieliger KI-Offensive, in deren Zuge das Unternehmen gezielt Top-KI-Experterten von OpenAI, Anthropic, Apple und Safe Superintelligence anwirbt.

Mitte Februar vereinbarte Meta eine Partnerschaft mit dem Chipkonzern Nvidia, in deren Zuge der Facebook-Konzern GPUs und CPUs verschiedener Generationen für dutzende Milliarden US-Dollar einkauft. Zudem kündigte der Konzern-Chef Zuckerberg an, 600 Milliarden US-Dollar in neue Rechenzentren zu investieren.


(akn)



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Bahn will Sanierungsprogramm für Hauptstrecken überprüfen


Die Deutsche Bahn will ihr großes Sanierungsprogramm für die wichtigsten Strecken auf den Prüfstand stellen. Hintergrund sind die Verzögerungen bei der Baustelle Nürnberg-Regensburg – es ist bereits die zweite sogenannte Generalsanierung, die nicht planmäßig fertig wird. Sie habe entschieden, dass deshalb „die Art und Weise, wie wir mit der Korridorsanierung umgehen, wie wir planen, wie wir umsetzen, wie wir in Betrieb nehmen“ noch mal umfassend auf den Prüfstand gestellt werde, sagte Bahnchefin Evelyn Palla bei einem gemeinsamen Auftritt mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU).

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Der Verkehrsminister betonte, dass nach jeder Korridorsanierung vor allem die Kosten und Zeitabläufe evaluiert und kritisch betrachtet würden. „Und wir haben nun Anlass, das sehr sorgfältig zu tun“, sagte der CDU-Politiker. Das Konzept grundsätzlich infrage stellen wolle er nicht. Die Frage sei aber, „wie müssen wir das Konzept insgesamt ausgestalten, damit es für alle erträglich wird“.

Die Deutsche Bahn will bis Mitte der 2030er Jahre rund 40 besonders wichtige Strecken grundlegend sanieren. Kernbestandteil des Konzepts sind längere Vollsperrungen, um die Arbeiten nicht im laufenden Betrieb umsetzen zu müssen. Im Detail ist die Bahn bereits jetzt vom ursprünglich kommunizierten Konzept abgewichen und entwickelt für jede Strecke etwas unterschiedliche Pläne vor allem mit Blick auf die Länge der Baumaßnahmen.

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Am Dienstag wurde bekannt, dass die Strecke Nürnberg-Regensburg nicht wie geplant am Freitag wieder in Betrieb genommen werden kann. Neuer Eröffnungstermin ist der Bahn zufolge der 31. Juli. Begründet wurde die Verspätung mit Verzögerungen bei den Sicherheitsüberprüfungen der Stellwerkstechnik. Bereits im Frühjahr konnte die Sanierung der Strecke Hamburg-Berlin nicht planmäßig abgeschlossen werden.


(afl)



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Kamerabrillen und Datenschutz: Meta beschwichtigt


Metas Smart Glasses sind äußerlich oft kaum von gewöhnlichen Brillen zu unterscheiden, haben jedoch eine Minikamera integriert. Sobald Fotos oder Videos aufgenommen werden, blinkt eine LED an der Vorderseite, um Menschen in der Umgebung darauf hinzuweisen. In einem Blogpost kündigt das Unternehmen neue Maßnahmen gegen die Manipulation dieser Aufnahme-LED an.

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Meta schreibt, dass die Kamera seit der zweiten Generation der Smart Glasses automatisch deaktiviert wird, sobald das System erkennt, dass Nutzer die LED verdecken. In einem aktuellen Update führt Meta einen neuen Schutzmechanismus ein: Die Kamera soll künftig auch dann deaktiviert werden, wenn die LED physisch manipuliert oder zerstört wurde.

Damit reagiert Meta auf Berichte über Anbieter (Youtube-Video), die im Netz gegen Bezahlung eine dauerhafte Deaktivierung der LED anbieten. Das Unternehmen kündigt an, entsprechende Anzeigen und Angebote auf den eigenen Marktplätzen zu entfernen, beteiligte Konten zu sperren und auch außerhalb der eigenen Plattformen rechtlich gegen solche Anbieter für Manipulationsdienste vorzugehen.

Meta verweist immer wieder auf die Aufnahme-LED, um Datenschutzbedenken auszuräumen. Tatsächlich bemerken Umstehende dennoch oft nicht, dass sie gefilmt werden. Sei es wegen starken Sonnenlichts oder weil sie schlicht nicht erwarten, dass in einer gewöhnlich wirkenden Brille eine Kamera verbaut ist. Aus Sicht von Datenschutzkritikern arbeiten Meta und andere Kamerabrillenhersteller damit an der Normalisierung allgegenwärtiger Aufzeichnungstechnik.

Ist diese erst einmal weithin akzeptiert, könnten schrittweise zusätzliche Funktionen eingeführt werden, die den Datenschutz weiter untergraben, so die Befürchtung. So gibt es seit Längerem Berichte, dass Meta die Einführung von Gesichtserkennung für seine Smart Glasses erwägt. In der Begleit-App der Brillen wurde entsprechender Code entdeckt, der jedoch nicht aktiviert war. Zudem soll Meta Gesichtserkennung eines Pentagon-Zulieferers getestet haben.

Die Financial Times berichtet heute, dass Meta Brillenprototypen testet, die den Alltag der Träger nahezu lückenlos erfassen können. Mit der „Super Sensing“ genannten Funktion könnten Nutzer mithilfe von KI abfragen, was sie gesehen oder gehört haben, oder ihren Tag rekonstruieren. Dem Bericht zufolge erwägen Meta-Führungskräfte, die Aufnahme-LED während der Nutzung dieser Funktion nicht zu aktivieren und diskutieren stattdessen andere Datenschutzmechanismen. Laut den Informanten könnte die Funktion per Softwareupdate auch auf bestehenden Meta-Brillen aktiviert werden. Berichte über eine Funktion namens Super Sensing gab es schon vor über einem Jahr.

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Im eigenen Blogpost geht Meta auch auf die Frage ein, was mit den Fotos und Videos geschieht, die Nutzer mit den Smart Glasses aufnehmen und reagiert damit offenbar auf einen Datenschutzskandal aus dem Frühjahr.

Damals berichtete Svenska Dagbladet, dass Beschäftigte eines kenianischen Meta-Dienstleisters im Rahmen einer KI-Datenannotation Zugriff auf hochsensible Aufnahmen von Smart-Glasses-Nutzern hatten, darunter Videos von sexuellen Handlungen. Meta beendete danach die Zusammenarbeit mit dem Dienstleister, mehr als 1.000 Beschäftigte verloren ihren Job.

Eine transparente Aufarbeitung des Falls gab es seither nicht, was das Vertrauen kaum stärken dürfte. Auf Nachfrage von heise online sagte ein Meta-Sprecher damals, dass Meta bei Inhalten, die Nutzer mit Meta AI teilen, mitunter Subunternehmen einsetzt, die diese Inhalte auswerten, um die Funktionsweise der smarten Brillen zu verbessern. Das sei in den Richtlinien klar ausgewiesen. Gänzlich abschalten lässt sich diese Verarbeitung offenbar nicht, da Meta AI tief in die Smart Glasses integriert ist.

In dem Blogpost beschwichtigt Meta-Nutzer mit der Aussage, dass nur sie selbst ihre Fotos und Videos sehen könnten. Es sei denn, sie teilen diese mit Freunden, veröffentlichen sie in sozialen Medien – oder nutzen sie mit Meta AI.


(tobe)



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Opfer des 23andme-Datenlecks erhalten Millionen-Entschädigung


Die Opfer des Datenlecks bei 23andme erhalten eine Entschädigung. Das hat ein US-Gericht entschieden. Das US-Genanalyse-Unternehmen hatte die Verantwortung damals von sich gewiesen und behauptet, die Nutzer seien selbst schuld am Verlust ihrer Daten.

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Der Insolvenzrichter Brian Walsh am US Bankruptcy Court in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri hat einen Vergleich genehmigt, nach dem 23andme-Eigentümerin Chrome Holding eine Entschädigung in Höhe von 46,75 Millionen US-Dollar an die Opfer zahlen muss. Das berichtet die BBC.

Allerdings muss die Chrome Holding jetzt nur 32,46 Millionen US-Dollar zahlen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Von dem Vergleichsbetrag werden 14,29 Millionen US-Dollar abgezogen, die zuvor im Zusammenhang mit dem Datenleck ausgezahlt wurden.

2023 kam es zu einem Datenleck bei dem Genanalyse-Unternehmen: Über vier Millionen Datensätze von Kunden wurden seinerzeit von Kriminellen kopiert und zum Verkauf angeboten. Die Datensätze enthielten Namen, Wohnort und Geburtsjahr sowie Informationen über das Genom der betroffenen Personen. Außerdem bekamen die Angreifer auch Zugriff auf die Profile von Personen, die die Opfer auf der Suche nach Verwandten innerhalb der Plattform freigegeben hatten.

23andme wies damals die Verantwortung von sich und berief sich auf Credential Stuffing: Das bedeutet, die Zugangsdaten, die bei dem Hack genutzt wurden, hatten die Opfer bereits andernorts eingesetzt. Dort seien sie erbeutet und dann für den Angriff auf 23andme genutzt worden, argumentierte das Unternehmen. Nach dieser Auffassung wären die Opfer selbst schuld am Verlust ihrer Daten.

23andMe wurde 2006 von Anne Wojcicki, später Ehefrau von Google-Gründer Sergey Brin (2007 bis 2015), Linda Avey und Paul Cusenza gegründet. Das Unternehmen analysiert DNA-Proben auf die Veranlagung für bestimmte Krankheiten oder Merkmale sowie auf ihre Abstammung. Im vergangenen Jahr meldete das Unternehmen Insolvenz an, als Spätfolge des Datenlecks.

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Nach diesem verlor 23andMe an Wert, der Aktienkurs fiel 2024 um 75 Prozent. Am Ende war das Unternehmen insolvent und wurde versteigert. Den Zuschlag erhielt die Chrome Holding, die als TTAM Research Institute auftritt, für 305 Millionen US-Dollar. Hinter dem nicht gewinnorientierten TTAM Research Institute steht 23andme-Gründerin Wojcicki.

Kürzlich wurde wegen des Datenlecks ein neues Verfahren gegen 23andme eröffnet. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta wirft dem Unternehmen vor, verdächtige Aktivitäten auf den Servern ignoriert zu haben, die Implementierung widerstandsfähiger Datenschutzmaßnahmen versäumt sowie die Öffentlichkeit nicht angemessen über den Vorfall informiert zu haben.


(wpl)



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