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Finanzkommunikation: Die neue Währung der Banken heißt Erlebnis
Ist Begeisterung wirklich messbar?
Die neue Kooperation der Commerzbank mit Eventim zeigt: Finanzmarken versuchen nicht länger, die Kundschaft über Produkte zu emotionalisieren. Sie emotionalisieren stattdessen über besondere Momente. Das ist ein geschickter Marketingschachzug.
Wer heute ein Girokonto bewirbt, hat oftmals ein Problem. Die Gebühren unterscheiden sich nur marginal vom Wettbewerb, die Apps sehen verblü
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Zur richtigen Zeit werben: Mehr als WM und Weihnachten: Die besten Anlässe für wirkungsvolle Kampagnen
Zur richtigen Zeit zu werben, kann die Wirkung einer Kampagne positiv beeinflussen – doch welche Termine sind die besten?
Anlassbezogene Kommunikation zählt zu den wirksamsten Hebeln im Marketing. Neben bekannten Peaks wie Black Friday entstehen die größten Chancen oft im Persönlichen, im Kulturellen oder in gesellschaftlichen Dynamiken. Entscheidend ist, wie präzise Marken relevante Momente erkennen, kommunikativ übersetzen und Kampagnen zum richtigen Zeitpunkt ausspielen. Wer das schafft, erreicht Aufmerksamkeit dort, wo andere untergehen.
Mit einer Heißluftballonfahrt inszeniert Optik Lauth den Herbst als Anlass für einen Sehtest
Bei diesem Beispiel trifft kommunikative Gestaltung auf einen Kontext, in dem sie besondere Relevanz entfaltet. Genau darin liegt die Stärke anlassbezogener Kampagnen: Sie knüpfen an Situationen an, die Menschen bereits beschäftigen, und verleihen Werbebotschaften zusätzliche Aufmerksamkeit. Diese Passung herzustellen, gehört zu den wichtigsten Aufgaben im Marketing. „Der Kontext einer Kampagne bestimmt maßgeblich, wie erfolgreich sie wird“, sagt Thomas Heyen, Managing Creative Director bei Jung von Matt. „Einen zur Marke passenden Anlass originell aufzugreifen, kann die Performance spürbar verbessern.“
Arten von Anlässen: Vom Firmenjubiläum bis zur Bundestagswahl
Werbeanlässe lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: unternehmensbezogen, kundenbezogen und extern. Jede dieser Kategorien folgt eigenen Regeln und eröffnet unterschiedliche Chancen für Marken. Ein Blick auf die drei Anlassarten zeigt, welche Potenziale sich dahinter verbergen.
Noch direkter wirken kundenbezogene Anlässe. Persönliche Trigger wie Geburtstage, Umzüge oder individuelle Meilensteine sind Momente, die Menschen bewegen. „Man holt den Kunden unmittelbar bei einem bedeutenden Lebensereignis ab. Das ist maximal persönlich und oft emotional aufgeladen“, sagt Heyen.
Vielversprechende Anlässe jenseits der Klassiker
Die dritte Kategorie umfasst externe Anlässe. Dazu zählen saisonale Ereignisse, kulturelle Feste, Aktionstage oder gesellschaftliche Entwicklungen, die Marken kommunikativ nutzen können. Weihnachten, Black Friday oder große Sportereignisse sind fixe Größen externer Anlässe. „Es gibt die Erwartung, dass insbesondere bekannte Marken zu solchen Momenten präsent sind. Würden sie fehlen, würde das auffallen. Gleichzeitig sind diese Anlässe kommunikativ überfüllt“, so Heyen. Daher lohne es sich, jenseits dieser Peaks nach aussichtsreichen Situationen zu suchen. „Die unterschätztesten sind die, die man nicht sofort erkennt. Differenzierung entsteht dort, wo kaum jemand hinschaut.“
Der Beauty-Retailer Alina Cosmetics griff beispielsweise den „Tag des Kusses“ auf und zeigte in einem Online-Guide, welche Lippenstifte kussfest sind und wie sich Lippen nach dem Küssen pflegen lassen. Über die zahlreichen im Jahr verteilten Thementage können Marken leicht Bezüge zum Sortiment herstellen oder Kampagnenmechaniken aktivieren, etwa den „Tag der Freundschaft“ für Empfehlungsmarketing.
Katjes feiert zum Ramadan die Muslime in Deutschland – und seine Halal-Zertifizierung
Kulturelle Anlässe, die für spezifische Zielgruppen traditionell bedeutsam sind, bieten enormes Potenzial für Aufmerksamkeit, Vertrauen und Kaufimpulse. Während Katjes etwa auf Arabisch ein „Frohes Fastenbrechen“ wünscht, entwickelt Ikea mit der Gokvälla-Kollektion Dekorationsartikel rund um den Ramadan. Voraussetzung für solche Ansätze ist kulturelles Verständnis: „Im Team sollten Menschen aus der jeweiligen Kultur an entsprechenden Kampagnen mitarbeiten, um zu vermeiden, dass Kommunikation aufgesetzt wirkt oder missverstanden wird“, rät Heyen.
Ohne perfektes Timing ist alles nichts
So wirkungsvoll ein Anlass sein kann: Er ist flüchtig. „Der Super-GAU ist, zu spät zur Party zu kommen“, sagt Heyen. Dann signalisiert eine Marke das Gegenteil dessen, was sie zeigen will: Aktualität. Und die Kampagne verliert ihre Relevanz, weil das Thema bereits wieder verschwunden ist.
Einen breit diskutierten Auftritt von Friedrich Merz beim DGB griffen Jung von Matt und Sixt für eine humorvolle Kampagne auf
Nach einem viel diskutierten Auftritt von Friedrich Merz im Mai auf einer Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbunds reagierte das Team innerhalb von vier Stunden mit einem Motiv und Claim. Der Post erzielte auf Instagram rund 35.000 Likes und über 1.300 Kommentare. „Tage oder nur Stunden später hätte er deutlich weniger Aufmerksamkeit erzielt“, so Heyen.
Bewusst aus der Masse herausstechen
Das Sixt-Beispiel zeigt auch: Es reicht nicht, einen Anlass zu bespielen – entscheidend ist die Umsetzung. „Wer sich auf generische Botschaften und abgenutzte Formeln beschränkt, wirkt austauschbar und stärkt im Zweifel die Sichtbarkeit des Anlasses, nicht die der eigenen Marke“, warnt Heyen.
Humor, Haltung oder Reibung können laut ihm den Unterschied machen. „Die Sixt-Mechanik funktioniert genau deshalb: Sie kommentiert Ereignisse und fügt dem Diskurs eine neue Perspektive hinzu.“
Auch die Schweizerische Post zeigt mit einem Weihnachtsmailing, wie das gelingen kann. Statt „besinnlicher Grüße“ setzte sie auf eine auffällige lilafarbene Box mit Lippenstift-Motiv. Eine Karte darin zeigte einen Weihnachtsmann mit geschminkten Lippen, Wimpern und Ohrringen. Die Message: Weihnachten ist auch die Zeit, sich herauszuputzen.
„Die Box weckte Neugier, und die ungewohnte Darstellung positionierte das Unternehmen modern und vielfältig, ohne belehrend zu wirken“, urteilt Adrian Schaffner, Geschäftsführer von Evoq Communications. Die Kampagne gewann den „Prix Carte de Noël“, den die Agentur für den attraktivsten Festtagsversand vergibt.
Sicherlich eine Inspiration für alle Marketer, die eine Weihnachtskampagne planen. Am besten bei schönstem Strandwetter. Denn wie gelernt gilt: Timing entscheidet. Erfolgreiche Weihnachtskampagnen beginnen lange, bevor die erste Kerze brennt.
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Design-Plattform: Das ist die erste Arbeit von Mother Berlin für Canva
Canva verspricht schnelle Hilfe in Stress-Situationen
Im Frühjahr hatte sich Mother Berlin im Pitch um Canva gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt. Jetzt legt die Kreativschmiede ihre erste Arbeit für die Design-Plattform vor. Da Canva eine breite Zielgruppe anspricht, setzt das Unternehmen unter anderem auf TV-Spots. In denen geht es hoch her.
„Wenn’s gut werden muss“, dann sollten Heimwerker zu Bauhaus gehen, wird uns seit gut zwei Jahrzehnten in den TV-Werbeblöcken eingeimpft. Fü
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Ipsos-Studie: So viel künstliche Intelligenz vertragen Marken wirklich
Auf den ersten Blick macht KI Kampagnen qualitativ besser.
Wann wird KI in der Werbung akzeptiert, wann nicht? Macht KI-Kampagnen besser oder schlechter? Und für welche Branchen wird das Thema Kennzeichnung besonders wichtig? Dieser und weiteren Fragen geht die aktuelle Ipsos-Studie „Wie viel KI verträgt Ihre Marke?“ nach.
Befragt wurden 23.532 Personen aus 32 Ländern. Von ihnen gaben 54 Prozent gegenüber dem Sozial- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos an
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