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Digital Business & Startups

Unser Fokus lag nie auf möglichst schnellem Wachstum


#Interview

„Unsere Kunden haben uns gezeigt, dass sie nicht das nächste Beratungstool suchen, sondern eine Infrastruktur, die bestehende Prozesse intelligenter macht. Deshalb haben wir uns zu einer KI-Infrastruktur für den Pet-Health-Markt entwickelt“, sagt Katharina Bansemer, Gründerin von pivio.

Unser Fokus lag nie auf möglichst schnellem Wachstum

Das Düsseldorfer Startup pivio, 2024 von Katharina Bansemer, Jan Holzapfel und Moritz Wolters gegründet, entwickelt eine „KI-Plattform für Unternehmen rund um Haustiere“. Zielgruppe sind unter anderem Tierkliniken, Tierkrankenversicherungen, Futtermarken, Online-Shops und Labore.

„Diese Unternehmen bekommen jeden Tag viele Fragen von Tierhalter:innen: zu Krankheiten, Futter, Produkten, Versicherungen, Terminen oder Laborergebnissen. Unsere KI hilft dabei, solche Anfragen automatisch, verständlich und tiermedizinisch fundiert zu beantworten“, sagt Gründerin Bansemer.

Zu den Investoren des PetTechs gehören bisher der Aachener TechVision Fund (TVF), das Family Office der Familie Nanz und Harings Invest.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Gründerin Bansemer einmal ausführlich über den Stand der Dinge bei pivio.

Wie würdest Du Deiner Großmutter pivio erklären?
Wir bauen eine KI-Plattform für Unternehmen rund um Haustiere – zum Beispiel Tierkliniken, Tierkrankenversicherungen, Futtermarken, Online-Shops oder Labore. Diese Unternehmen bekommen jeden Tag viele Fragen von Tierhalter:innen: zu Krankheiten, Futter, Produkten, Versicherungen, Terminen oder Laborergebnissen. Unsere KI hilft dabei, solche Anfragen automatisch, verständlich und tiermedizinisch fundiert zu beantworten. Sie erkennt das Anliegen, stellt die richtigen Rückfragen, schätzt die Dringlichkeit ein und leitet wichtige Fälle an die zuständigen Mitarbeitenden weiter. So können Unternehmen ihre Kunden schneller und besser betreuen, Mitarbeiter entlasten und gleichzeitig die Servicequalität verbessern. Kurz gesagt: Wir liefern die spezialisierte KI-Infrastruktur für den Tiermarkt.

War dies von Anfang an Euer Konzept, oder hat sich Euer Modell seit dem Start verändert?
Die fachliche Grundlage war von Anfang an außergewöhnlich stark: Unsere KI basiert auf über drei Millionen proprietären Datenpunkten aus echten Dialogen zwischen Tierhalter:innen und Tierärzt:innen. Dadurch konnten wir früh ein System entwickeln, das tiermedizinische Anliegen präzise versteht und einordnet. Verändert hat sich vor allem unser Verständnis des Marktes. Unsere Kunden haben uns gezeigt, dass sie nicht das nächste Beratungstool suchen, sondern eine Infrastruktur, die bestehende Prozesse intelligenter, effizienter und skalierbarer macht. Deshalb haben wir uns von einem reaktiven Tiergesundheitsberater zu einer spezialisierten KI-Infrastruktur für den Pet-Health-Markt entwickelt. Heute unterstützen wir unsere Kunden entlang der gesamten Customer Journey – von Triage und Risikofrüherkennung über Produktberatung und Befundkommunikation bis hin zu Kundenservice und langfristiger Kundenbindung.

Wie hat sich pivio seit der Gründung entwickelt?
Wir haben uns von Anfang an bewusst für fokussiertes und nachhaltiges Wachstum entschieden. In den rund 1,5 Jahren seit der Gründung sind wir auf etwa zehn Mitarbeitende gewachsen, mit einem starken Schwerpunkt auf Technologie, Produktentwicklung und Sales. Parallel dazu konnten wir eine Vielzahl von B2B-Kunden und strategischen Partnern im Pet-Health-Markt gewinnen und unsere Lösung in realen Anwendungsfällen erfolgreich validieren. Unser Fokus lag dabei nie auf möglichst schnellem Wachstum, sondern auf dem Aufbau eines spezialisierten Teams, das KI, Produkt, tiermedizinische Expertise und kommerzielle Umsetzung eng miteinander verbindet.

Was war zuletzt das Highlight bei Euch?
Ein großes Highlight war für uns die Zusammenarbeit mit der Versicherung BarmeniaGothaer. Das war ein wichtiger Validierungsschritt, weil er zeigt, dass unser Ansatz nicht nur technologisch überzeugt, sondern auch für etablierte Unternehmen im Pet-Health-Markt einen echten strategischen Mehrwert schafft. Ein weiteres Highlight war unser Aufenthalt im Silicon Valley im Rahmen von Plug and Play. Dort konnten wir mit potenziellen internationalen Kunden, Partnern und Investoren sprechen und konkrete nächste Schritte anstoßen. Das hat uns gezeigt, dass die Nachfrage nach spezialisierter KI-Infrastruktur im Tiergesundheitsmarkt weit über Deutschland hinaus wächst. Besonders motivierend ist, dass pivio heute zunehmend nicht mehr als einzelnes KI-Tool, sondern als strategische Infrastruktur wahrgenommen wird, mit der Unternehmen Beratung, Service, Prävention und Customer Journeys im Pet-Health-Bereich neu gestalten können.

Wo steht pivio in einem Jahr?
In einem Jahr wollen wir pivio als führenden AI Infrastructure Layer für den Pet-Health-Markt in Europa weiter etabliert haben – mit starken Kundenbeziehungen in unseren Kernsegmenten und einer wachsenden internationalen Präsenz. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg ist unsere geplante Seed-Finanzierungsrunde im Herbst 2026. Damit wollen wir unsere technologische Infrastruktur weiter ausbauen, neue Anwendungsbereiche erschließen und die Expansion in weitere europäische und internationale Märkte vorantreiben. Unser Ziel ist, dass Unternehmen im Tiermarkt pivio als zentrale Plattform nutzen, um Beratung, Service, Prävention und Kundenkommunikation effizient, skalierbar und datenbasiert zu steuern. Kurz gesagt: In einem Jahr wollen wir bewiesen haben, dass pivio die Digitalisierung des Pet-Health-Markts maßgeblich mitgestaltet und sich für führende Unternehmen der Branche als zentrale Infrastruktur etabliert hat.

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Foto (oben): pivio



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Warum die meisten im Vertrieb viel zu früh aufgeben


Im Gründerszene-Fellowship fanden sich drei Fremde zusammen. Die erste Woche brachte nicht nur eine gemeinsame Idee, sondern auch den ersten Realitätscheck.

Drei Startup-Talente (v.l.): Minh Vu Ngo, Theodora Both, Garry Lazovskis.

Drei Startup-Talente (v.l.): Minh Vu Ngo, Theodora Both, Garry Lazovskis.

Drei Fremde, eine Woche, ein Startup: Im Gründerszene-Fellowship „Gründerszene sucht die Supergründer“ haben sich Theodora Both, Minh Vu Ngo und Garry Lazovskis als Gründerteam gefunden. Gemeinsam arbeiten sie jetzt an einer App für Restaurant-Empfehlungen.

Ihre Idee: Statt anonymen Google-Bewertungen sollen Freunde ihren Freunden die besten (oder schlechtesten) Bars und Restaurants empfehlen. Während Garry von Anfang an in diese Richtung dachten, wollte Vu und Theodora zunächst noch eine Dating-App für digitale Zwillinge entwickeln. Am Ende überzeugte ihn die gemeinsame Vision.

Gründerszene sucht die Supergründer“ ist ein zehnwöchiges Startup-Fellowship von Gründerszene. Acht ausgewählte Fellows entwickeln in Berlin mit Künstlicher Intelligenz Consumer-Startups – von der Idee bis zum ersten Produkt. Während des Programms arbeiten die Fellows gemeinsam im Axel-Springer-Hochhaus und werden von erfahrenen Unternehmern, Investoren und Experten begleitet. Partner wie OpenAI, Vercel, Dash0 und DHL unterstützen sie mit Technologie, Know-how und Mentoring. Gründerszene dokumentiert die gesamte Reise mit Artikeln, Videos und Social-Media-Inhalten – und zeigt hautnah, wie heute die nächste Generation von Startups entsteht.

Eine Idee, mehrere Ansätze

Auf die Grundidee hatte sich das Team schnell geeinigt. Wie die App am Ende aussehen soll, dagegen noch nicht. Statt sich früh auf ein einziges Konzept festzulegen, testen die drei bewusst verschiedene Varianten ihrer Idee.

„Wir haben gemerkt, dass wir uns nicht auf ein festes Konzept versteifen sollten“, sagen sie. „Stattdessen müssen wir mehrere Ansätze parallel ausprobieren.“ Erst wenn sich zeige, welche Version bei Nutzern wirklich funktioniere, wolle sich das Team vollständig darauf konzentrieren. Bis dahin gelte: testen statt diskutieren.

Warum die meisten im Vertrieb viel zu früh aufgeben

Haben sich beim Gründen gefunden (v.l.): Garry Lazovskis, Theodora Both, Minh Vu Ngo.
Theodora Both

Die Realität ist härter als gedacht

Schon in der ersten Woche folgte der erste Realitätscheck. Um ihre Idee zu validieren, sprach das Team Passanten auf der Straße an und sammelte Feedback.

Das Ergebnis fiel ernüchternd aus. „Wir haben ungefähr 30 Leute angesprochen. Nur ein paar fanden die Idee wirklich gut“, erzählt Garry.

Für die drei war das trotzdem ein Erfolg. Sie hätten gelernt, dass gute Ideen allein nicht reichen – entscheidend sei, wie echte Nutzer darauf reagieren. Genau dafür sei das Fellowship da: möglichst schnell herausfinden, ob ein Product-Market-Fit entstehen kann oder eben nicht.

Als Nächstes wollen die Gründer deshalb einen ersten Prototyp veröffentlichen, Nutzer gewinnen und noch deutlich mehr Feedback einsammeln.

Vertrieb heißt vor allem Durchhalten

Besonders hängen geblieben ist dem Team ein Workshop mit Philipp Strack, Sales-Verantwortlicher bei Dash0. Seine wichtigste Botschaft: Im Vertrieb gewinnt oft nicht die beste Idee, sondern die größte Hartnäckigkeit.

Im Schnitt brauche es 16 Kontaktpunkte, bis aus einem Interessenten ein Kundentermin werde, erklärte Strack. Die meisten gäben allerdings schon nach fünf Versuchen auf.

Diese Denkweise wollen die Gründer nun auch auf ihr eigenes Startup übertragen. Gerade am Anfang sei Erfolg oft ein Numbers Game, nicht das Ergebnis des perfekten Pitches.

Begegnung mit Capital Bra und Samra

Einen eher unerwarteten Moment gab es während ihrer Straßenumfrage ebenfalls: Plötzlich standen Capital Bra und Samra vor ihnen. Die Chance auf ein spontanes Video ließen sie allerdings verstreichen „Wir haben uns nicht ganz getraut“, sagen sie.

Für die zweite Woche ist das Ziel dafür umso klarer: weniger diskutieren, mehr bauen. Der erste Prototyp soll möglichst schnell online gehen. Danach sollen nicht mehr die Gründer entscheiden, welche Version der App die beste ist, sondern die Nutzer.

„Gründerszene sucht die Supergründer“ powered by Dash0DHL, OpenAI & Vercel.





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21-Jähriger will das „Idealo für Secondhand“ bauen


Tagelang coden, kaum Schlaf und ein erster Prototyp: So verlief die erste Woche von Amerigo Velletti im Sommer-Camp „Gründerszene sucht die Supergründer“. Seine Idee: ein „Idealo für Secondhand“ zu bauen.

Secondhand einfacher finden statt stundenlang suchen: Im Sommer-Camp entwickelt Amerigo Velletti eine KI-App für gebrauchte Tech-Produkte.

Secondhand einfacher finden statt stundenlang suchen: Im Sommer-Camp entwickelt Amerigo Velletti eine KI-App für gebrauchte Tech-Produkte.

Schlaf? Eher Mangelware. Motivation? 100 Prozent. So beschreibt Amerigo Velletti seine ersten Tage bei unserem Startup-Camp „Gründerszene sucht die Supergründer“. Acht ausgewählte Fellows haben zehn Wochen Zeit, mithilfe von Künstlicher Intelligenz Consumer-Apps zu entwickeln.

Amerigo ist damit voll in das Gründerleben gestartet. Extra für das Camp ist der 21-Jährige von München nach Berlin gezogen – und verbringt aktuell fast jede wache Stunde mit seiner Idee. „Meine Mitbewohner habe ich immer noch nicht kennengelernt, weil ich immer erst frühestens um 1 Uhr heimkomme. Und ich gehe immer, bevor die überhaupt wach sind. Also, ich sehe deren Schuhe immer in der Früh, aber keine Ahnung, wer das eigentlich ist.“ Auch am Wochenende hat er keine Pause gemacht, erzählt er. Stattdessen hat er weiter an seiner Idee gearbeitet.

Gründerszene sucht die Supergründer“ ist ein zehnwöchiges Startup-Fellowship von Gründerszene. Acht ausgewählte Fellows entwickeln in Berlin mit Künstlicher Intelligenz Consumer-Startups – von der Idee bis zum ersten Produkt. Während des Programms arbeiten die Fellows gemeinsam im Axel-Springer-Hochhaus und werden von erfahrenen Unternehmern, Investoren und Experten begleitet. Partner wie OpenAI, Vercel, Dash0 und DHL unterstützen sie mit Technologie, Know-how und Mentoring. Gründerszene dokumentiert die gesamte Reise mit Artikeln, Videos und Social-Media-Inhalten – und zeigt hautnah, wie heute die nächste Generation von Startups entsteht.

Idealo für Secondhand-Produkte

Seine Idee: eine KI-gestützte Suchmaschine für Secondhand-Produkte – plattformübergreifend.„Quasi Idealo für Secondhand. Das ist so mein Slogan, mit dem ich mich auch beworben habe“, erzählt er im Gespräch mit Gründerszene. Seine App soll Angebote von Plattformen wie Kleinanzeigen, Vinted, Back Market oder Refurbed bündeln. Nutzer geben einfach an, wonach sie suchen, die KI durchsucht verschiedene Marktplätze und liefert die passendsten Treffer.

Dabei geht es Amerigo nicht nur um den günstigsten Preis. Gerade bei gebrauchten Produkten spiele auch der Zustand eine entscheidende Rolle. „Wenn ich irgendwas Secondhand kaufe, schaue ich immer auf den Zustand.“ Zum Start konzentriert er sich deshalb auf Elektronikgeräte.

Seine Zielgruppe sind Menschen, die nachhaltig einkaufen möchten. Langfristig wolle er den gesamten Kaufprozess vereinfachen: „Das wäre eigentlich mein Traum, dass ich halt so ein End-to-End-Funnel baue, dass der User sozusagen weniger Zeit im Shopping benutzen muss.“

So will Amerigo die Suchfunktionen optimieren

Die Idee entstand aus einem alltäglichen Problem. „Wenn ich auf der eBay Kleinanzeigen-App beispielsweise nach einer bestimmten Lampe suche, kriege ich 18 verschiedene Lampen angeboten, bevor ich die Lampe angezeigt kriege, die ich eigentlich suche.“ Genau hier soll KI helfen. „Ich denke, so ein Categorizer, vor allem ein Image-Categorizer mit Embedding-Models, wie man sie jetzt bauen kann, ist ein sehr aktueller Fit, den man auch technisch sehr easy umsetzen kann.“

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Die ersten Schritte zur Vergleichs-Plattform

Technische Unterstützung brauchte Amerigo bisher kaum. „Ich habe schon einige Jahre programmiert.“ Er bringt einen starken technischen Hintergrund mit. Neben seiner Tätigkeit als Gründungsmitglied von Vakanzio, wo er an KI-Agenten, agentenbasierten RAG-Pipelines und Full-Stack-Automatisierung mit Python, LangChain und React arbeitete, absolvierte er seinen Bachelor in Wirtschaftsinformatik an der Technischen Universität München mit der Note 1,0.

Die ersten Tage des Sommer-Camps verbrachte er deshalb vor allem mit dem Aufbau seines Produkts. „Ich habe drei Tage gecodet. Also bisher ist wirklich noch nicht so viel passiert.“

Den Prototyp will Amerigo nun kontinuierlich verbessern.

Den Prototyp will Amerigo nun kontinuierlich verbessern.

Sein wichtigstes Werkzeug ist dabei Codex (Hinweis: OpenAI ist Partner bei unserem Fellowship). Zusätzlich nutzt er Superset als Orchestrierungs-Framework, um mehrere KI-Agenten parallel laufen zu lassen, ohne dass sie einander behindern. Für das Frontend setzt er unter anderem auf Google Stitch, das aus Textprompts, Sprache oder Skizzen Benutzeroberflächen und produktionsreifen Frontend-Code generiert.

Neben der technischen Umsetzung holte er sich früh Feedback ein. Er sprach mit Freunden über seine Idee und kontaktierte Menschen, die an ähnlichen Produkten arbeiten. Parallel analysierte er die bestehenden Anbieter wie eBay, Rebuy oder andere Secondhand-Plattformen.

Jetzt geht es vor allem ums Testen. Auch dafür ist Amerigo bereits aktiv geworden: Er hat die Plattformen kontaktiert, auf deren Angebote seine Nutzer später weitergeleitet werden sollen.

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Die größte Herausforderung: an die richtigen Datensätze kommen

Genau dabei stößt er auf ein Problem. „Eigentlich will ich vor allem deren Daten haben. Also für den Beginn brauche ich am besten einen hochwertigen Datenauszug, damit ich anfangen kann, mit Echtbeispielen zu testen.“

Langfristig soll seine App deutlich mehr können, als Angebote verschiedener Plattformen zusammenzuführen und Nutzer weiterzuleiten. Seine Vision sind sogenannte Autonomous Buying Recommendations: KI-Agenten, die passende Produkte nicht nur empfehlen, sondern den Kaufprozess bis kurz vor den Abschluss eigenständig begleiten.

Doch genau dafür braucht er hochwertige Datensätze – und die sind schwer zu bekommen. „Bisher kam da wenig zurück,“ sagt er. Von Refurbed habe er einen kleinen Datenauszug erhalten. Über eBay konnte er sich ebenfalls Datensätze organisieren. Schwieriger gestaltet sich der Austausch mit Vinted: „Vinted hat mir auf Französisch geantwortet, obwohl ich englische Anfragen gestellt habe. Da bin ich ein bisschen stuck.“

Trotzdem arbeitet er weiter daran, zusätzliche Plattformen an seine Anwendung anzubinden. Einen ersten Prototyp gibt es bereits. Er läuft derzeit unter dem Namen Remtio – auch wenn Amerigo mit dem Branding noch nicht glücklich ist. Mit dem aktuellen Entwicklungsstand geht er hart ins Gericht: „Also ich bin jetzt auch nicht so happy, wo der Stand aktuell ist, aber vielleicht habe ich auch einfach mal sehr hohe Ansprüche.“

Eine erste Version der Anwendung steht. Der aktuelle Arbeitstitel: Remtio.

Eine erste Version der Anwendung steht. Der aktuelle Arbeitstitel: Remtio.
Screenshot: Gründerszene

Gerade die Abhängigkeit von externen Partnern koste ihn Zeit. „Wenn man weiß, wie schnell es eigentlich gehen kann, aber man an solchen Sachen hängt, dann frustriert das schon.“ Außerdem steht er in Kontakt mit Idealo aus dem Springer-Netzwerk, verrät er. Wie dort eine mögliche Zusammenarbeit aussehen könnte, soll sich in Woche Zwei des Camps herausstellen. Obendrein will er den Prototypen weiter verbessern. Sein Ziel für Woche Zwei: Seine KI soll den Kaufprozess einen entscheidenden Schritt weiter begleiten. Bislang könne der Agent passende Produkte empfehlen und sie in einen Warenkorb legen. Künftig soll er Nutzer jedoch nahtlos bis zum eigentlichen Kauf führen.

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„Bei den Basics bleiben.“

Das prägendste Gespräch der ersten Woche führte Amerigo mit Dash0-Mitgründer und CEO Mirko Novakovic. „Das war wirklich wahnsinnig beeindruckend.“

Vor allem eine Erkenntnis nimmt er aus dem Austausch mit: Erfolg entsteht nicht durch den einen genialen Einfall, sondern durch konsequente Arbeit am Produkt. „Key-Learning, was ich aus der Woche mitgenommen habe, war auf jeden Fall, bei den Basics bleiben und einfach weitermachen.“ Für ihn bedeutet das: jeden Morgen pünktlich anfangen und stundenlang coden.„Eben so lange an dem Produkt arbeiten, bis es den eigenen Qualitätsstandards genügt. Und dann ein bisschen proud über sich selbst sein.“

„Gründerszene sucht die Supergründer“ powered by Dash0DHL, OpenAI & Vercel.





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Project Q erhält 15 Millionen – Skalar bekommt 12 Millionen – MAIA sammelt 4 Millionen ein


#DealMonitor

+++ #DealMonitor +++ DefenseTech Project Q erhält 15 Millionen +++ Steuerkanzlei-Startup Skalar bekommt 12 Millionen +++ KI-Startup MAIA sammelt 4 Millionen ein +++ NextGO Epi erhält 2 Millionen +++ FairCap kauft New Work InterNations ab +++

Project Q erhält 15 Millionen – Skalar bekommt 12 Millionen – MAIA sammelt 4 Millionen ein

Im #DealMonitor für den 14. Juli werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland

INVESTMENTS

Project Q
+++ Der Warschauer Early Stage-Investor Expeditions, der Rüstungskonzern Hensoldt, der Frankfurt Geldgeber Heliad sowie Altinvestoren wie Project A investieren 15 Millionen Euro (Series A) in Project Q. Das DefenseTech, 2024 von Leonard Wessendorff und Frank Christian Sprengel in München gegründet, entwickelt „intelligente, interoperable Systeme, die in Echtzeit ein umfassendes Lagebild liefern, operative Entscheidungen unterstützen und damit Europas technologische Souveränität im Verteidigungsbereich stärken“. Erst im Juli 2025 sammelte das Unternehmen 7,5 Millionen Euro ein. Das frische Kapital soll vor allem „in die Weiterentwicklung von HYDRIS, einer europäischen Open-Source Integrations- und Orchestrierungsplattform“ fließen. Project A hält derzeit rund 20 % am Unternehmen. Auf Hensoldt entfallen rund 5 %. Expeditions ist mit 8 % an Bord. Mehr über Project Q

Skalar
+++ Der Berliner Investor Headline, der junge KI-Investor futurepresent, QED Investors, Repeat, MS&AD und Foreword sowie Business Angels investieren 12 Millionen Euro (Pre-Seed-, Seed) in Skalar. Das Münchner Startup, 2025 vom Stocard-Gründer Björn Goß (100 Millionen-Exit an Klarna), Niklas Wagener, Florian Lang, Martin Gugel und Christian Pötter gegründet, positioniert sich als „AI-first Steuer- und Buchhaltungskanzlei“. Das Team verbindet dabei „einen eigens entwickelten Technologie-Stack mit menschlichen Steuerexperten“. Das Ziel sind „schnellere, proaktivere und besser skalierbare Leistungen in Steuer, Buchhaltung und Lohn“. Das frische Kapital soll unter anderem in die Weiterentwicklung des „KI-Systems“ fließen. Mehr über Skalar

MAIA
+++ TGFS Technologiegründerfonds Sachsen und die SBG – Sächsische Beteiligungsgesellschaft investieren 4 Millionen Euro in MAIA. Das Startup aus Leipzig, 2021 von Carolin Maier, Mathias Jakob und Moritz von Hammerstein gegründet, kümmert sich um industrielle Produktentwicklung. „Das wertvolle Know-how technischer Unternehmen wächst über Jahre, verteilt sich aber über unzählige Dokumente und Systeme. Genau dieses Wissen führt die KI-Software zusammen und macht es datenschutzkonform und in Sekunden für die Mitarbeitenden verfügbar“, heißt es zum Konzept. TGFS Technologiegründerfonds Sachsen, ein Schweizer Family Office und Business Angels investieren zuvor bereits eine siebenstellige Summe in MAIA. TGFS hielt zuletzt rund 20 % am Unternehmen. Mehr über MAIA

NextGO Epi 
+++ Der Berliner Frühphasengeldgeber Vireo Ventures, der amerikanische Geldgeber Ultratech Capital Partners und der Berliner Investor IBB Ventures investieren 2 Millionen Euro in NextGO Epi. Das Startup aus Berlin, 2025 von Ta-Shun Chou, Andreas Popp und Andreas Fiedler als Spin-off des Leibniz-Institut für Kristallzüchtung gegründet, produziert Galliumoxid-Epitaxiewafer für Leistungshalbleiter. Die Materialien bilden die Grundlage für energieeffizientere Leistungselektronik in Bereichen wie Elektromobilität, Energietechnik und KI-Infrastruktur. Vireo hält nun rund 11 % am Unternehmen. Mehr über NextGO Epi

MERGERS & ACQUISITIONS

FairCap InterNations 
+++ Die Münchner Beteiligungsgesellschaft FairCap übernimmt von New Work das Unternehmen InterNations, ein Netzwerk für Menschen, die im Ausland leben und arbeiten. Der Kaufpreis ist nicht bekannt. „Die Transaktion steht für eine konsequente Fokussierung der New Work SE auf das Geschäft mit Recruiting- und Employer-Branding-Lösungen“, heißt es zum Deal. InterNations gehörte seit 2017 zu New Work. Damals legte das Unternehmen rund 30 Millionen für InterNations auf den Tisch. Mehr über InterNations

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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