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Neue Macs im Anflug: Apple lädt zur „Apple Experience“ nach Los Angeles
Die Hinweise darauf, dass Apple noch in diesem Monat frische Macs vorstellen wird, verdichten sich. Nach ersten Spekulationen, dass der Konzern die Rechner zusammen mit dem neuen Creator-Studio-Abopaket präsentieren könnte, sowie schlechter Verfügbarkeiten der alten Modelle im Apple Online Store kommt nun eine dritte Information hinzu. Denn Apple hat zu einem speziellen Event geladen: YouTuber, TikToker und andere „Creators“ aus dem Influencer-Segment sollen vom 27. bis 29. Januar nach Los Angeles kommen. Worum es bei der Veranstaltung geht, die der Konzern schlicht als „Apple Experience“ tituliert, ist unklar. Auch deutsche Vlogger sind wohl unter den Eingeladenen. Ob klassische Medien dabei sein werden, blieb zunächst unklar.
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Drei Tage Los Angeles
Interessant an der Veranstaltung ist die Länge: An den drei Tagen könnte Apple nicht nur sein Creator Studio und neue Hardware vorstellen, sondern auch Seminare und Kurse zum direkten Ausprobieren der Produkte abhalten. Neu ist dieser Ansatz, bei dem „Creators“ als Erstes gebrieft werden, nicht: Der Konzern agierte bereits im vorvergangenen Jahr bei seinen M4-Maschinen ähnlich. Damals gab es zusätzlich aber auch Keynote-Videos, die die Rechner vorstellten. Ob das dieses Mal so sein wird, bleibt unklar.
Mit dem Creator Studio vermarktet Apple seine macOS-Programme Final Cut Pro, Logic Pro, Pixelmator Pro sowie Tools wie Motion oder MainStage erstmals in einem Abo-Paket (12,90 Euro im Monat oder 129 Euro im Jahr), das um zusätzliche „Premium-Inhalte“ für iWork-Programme ergänzt wird. Es wäre ungewöhnlich, einem solchen Produkt ein dreitägiges Kreativen-Event zu gönnen – entsprechend wahrscheinlich ist neue Hardware.
Welche Macs erwartet werden
Aktuell geht die Gerüchteküche von mindestens zwei neuen MacBook-Pro-Baureihen aus, die vorgestellt werden könnten. Nachdem nur das Midrange-Modell MacBook Pro M5 mit 14 Zoll im Herbst präsentiert wurde, stehen noch MacBook Pro M5 Pro und MacBook Pro M5 Max aus – jeweils mit 14 und 16 Zoll. Weitere Rechner mit M5-Chip könnten ebenfalls kommen, wobei diese – etwa MacBook Air M5 und Mac Mini M5 und M5 Pro – aktuell eher Richtung Jahresmitte erwartet werden. Schließlich steht Beobachtern zufolge auch noch ein neues Kompakt-MacBook mit iPhone-Chip aus, doch davon hat man seit längerem nichts mehr gehört.
Die neuen Macs sollen etwa lokale Sprachmodelle (noch) schneller ausführen können. Momentan gibt es nur die einfachen M5-Chips. Diese stecken neben dem erwähnten MacBook Pro M5 auch im iPad Pro M5 sowie der Vision Pro M5.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
VW-Chef Blume kündigt radikale Kostensenkungen an
Nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr sucht der VW-Konzern nach einem neuen Zukunftsplan. Angesichts der sich rasant ändernden weltweiten Rahmenbedingungen arbeitet der Konzern an einem Transformationsplan für die Zeit bis 2030, sagte Konzernchef Oliver Blume bei der Bilanzvorlage in Wolfsburg. Dabei gehe es auch um erneute Kostensenkungen. Details sollen im Laufe des Jahres erarbeitet werden.
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„Wir konzentrieren uns dabei auf die Überarbeitung unseres Geschäftsmodells unter neuen Rahmenbedingungen“, sagte Blume. Das Geschäftsmodell, das VW über Jahrzehnte getragen hat, funktioniere in dieser Form nicht mehr. Dem wolle man mit einem neuen „Zielbild Volkswagen Konzern 2030“ begegnen.
„Ein Teil dieses Transformationsplans wird natürlich auch die Kosteneffizienz sein“, sagte Blume. Denn nach wie vor sei die Kostenbasis bei VW zu hoch – vor allem in Euro. „Wir werden jeden Stein umdrehen. Das geht über alle Kostenarten.“
Einsparungen in allen Bereichen
Personalkosten stünden zunächst aber nicht im Vordergrund. Die machten bei der Kostenstruktur nur einen kleinen Teil aus. Die großen Kosteneinsparungen kämen schon bisher aus anderen Bereichen wie Beschaffung, Entwicklung, Material, Produktion und Vertrieb. Das will der Konzern jetzt „im Laufe des Jahres Schritt für Schritt durcharbeiten“. Beim Personal setzt VW laut Blume zunächst das konsequent um, was bereits vereinbart wurde.
Zwar komme VW mit den 2024 aufgelegten Effizienzprogrammen gut voran, sagte Finanzvorstand Arno Antlitz. Im vergangenen Jahr seien die Gesamtkosten dadurch bereits um 1,5 Milliarden Euro gesunken. Doch das soll angesichts neuer Belastungen etwa durch die US-Zölle nicht reichen.
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Unternehmen und Gewerkschaft hatten sich Ende 2024 nach langem Ringen auf ein Sanierungsprogramm geeinigt, das allein bei der Kernmarke VW den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis 2030 vorsieht. Ähnliche Programme folgten bei Audi und Porsche. Konzernweit sollen so 50.000 Stellen wegfallen. Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen wurden im Gegenzug ausgeschlossen.
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(afl)
Künstliche Intelligenz
Sonos Play: Dritter Sonos-Lautsprecher will draußen spielen
Zum Frühlingsbeginn drängt es Lautsprecherhersteller Sonos mit einem dritten Modell nach draußen. Der akkubetriebene Sonos Play lässt sich fernab eines Heimnetzes via Bluetooth bespielen, und zwar gemäß Wetterschutzklasse IP67 auch in einer Umgebung, in der es staubt und spritzt. Nahe am Haus empfängt er Streams zusätzlich via WLAN und fügt sich nahtlos in einen beliebigen Lautsprecherverbund des Herstellers ein, auf Wunsch im Dauerbetrieb an einer Steckdose. Damit teilt sich der Play das Einsatzprofil der Hybrid-Lautsprecher Roam und Move.
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Im Gegensatz zu ihnen lässt der Play sich zudem per Bluetooth statt nur per WLAN mit passenden Boxen gruppieren. Klanglich dürfte er näher am Move 2 dran sein, da er sich mit ihm eine ähnliche Sound-Hardware teilt: Zwei Hochtöner und ein Mitteltieftöner stecken in beiden Gehäusen. Beim Play kommen zwei passive Bassradiatoren drauf, was im unteren Frequenzbereich für mehr Eindruck sorgen könnte.
Der Play startet am Dienstag zum Preis von 350 Euro in den Vorverkauf und Ende März in den Handel. Das gleiche Timing gilt für den Sonos Era 100 SL, eine mit 200 Euro bepreiste Variante des Speakers ohne SL-Namenszusatz, die ohne Mikros für Sprachassistenzen auskommt.
Sonos Play als goldene Mitte
Der Sonos Play richtet sich an diejenigen, die den Mono-Sound des kleineren Roam 2 zu zentriert und zu dünn finden (enthält einen Tweeter und einen Midwoofer), aber den Preis des bisherigen Luxusmodells Move 2 (500 Euro) nicht mit dem eigenen Budget in Einklang bringen können. Ob der Sound des Play sich dem Preis gemäß unterhalb des Move einordnet oder angesichts der besseren Bassausstattung hörbar besser performt, muss ein Test zeigen.
Alles beim Bewährten lässt Sonos in Sachen Akku. Die Laufzeit bemisst der Hersteller mit 24 Stunden bei den beiden größeren Modellen gleich. Neue Energie tankt der Neuzugang ebenso wie die beiden bisherigen Move-Generationen per mitgelieferter induktiver Ladestation oder via USB-C-Buchse auf der Rückseite. Diese kann umgekehrt auch Smartphones aufladen – wie eine Powerbank. Zudem lässt sich der Akku weiterhin eigenhändig tauschen.
Den Wetterschutz hat Sonos dagegen beim Play gegenüber dem des Move 2 (IP56) verstärkt. Ferner befestigt der Hersteller ab Werk eine Trageschlaufe am Play-Gehäuse, was den Transport während des mobilen Einsatzes erleichtert. Neu ist die Bluetooth-Gruppierung. Auf Knopfdruck lässt sich der Play mit drei zusätzlichen Geräten zu einem Verbund zusammenschalten. Das gilt nicht nur für weitere Play, sondern auch für Exemplare des Move 2, wie Sonos in einem Mediengespräch gegenüber heise online betont. Bisherige Bluetooth-Lautsprecher der Marke waren dazu nicht in der Lage, auch nicht der Move 2.
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Außer via Bluetooth füttert man den Play wie andere Sonos-Lautsprecher mittels Spotify Connect und AirPlay 2 von Apple-Geräten oder per Sonos-App, die Schnittstellen zu diversen Musik-, Radio- und Podcastdiensten bietet. Die eingebauten Mikrofone passen auf Wunsch den Klang des Play automatisch an die räumliche Umgebung an (Automatic Trueplay). Außerdem hören sie auf Sprachbefehle von Amazon Alexa und Sonos Voice Control.
Sonos Era 100 SL: Solides Lebenszeichen
Der Sonos Era 100 SL hat mangels eingebauter Mikrofone ein paar Tricks weniger auf Lager. Die Raumklangeinmessung von Sonos’ Trueplay-Verfahren erledigt man mit den Mikrofonen eines iPhones oder iPads (und ein wenig über Android). Auf Sonos Voice Control hört der Lautsprecher nicht. Alexa-Befehle erteilt man per Smartphone oder über einen separaten Smart Speaker. Das ist kein Problem, wenn man den SL als Rear Speaker für eine TV-Anlage nutzt oder ohnehin nichts von Sprachdiensten hält.

Im Heimkino-Rücklautsprecher muss jetzt nicht unbedingt ein Alexa-Mikrofon stecken. Daher gibt es die Sonos Era 100 SL ohne.
(Bild: Sonos)
Klang (zwei Tweeter, ein Midwoofer) und Anschlüsse (Bluetooth, WLAN, Klinkenanschluss per Adapter) des SL entsprechen dem, was die 2023 erschienene Original-Version zu bieten hat. Das ist ein ziemlich leises Lebenszeichen für die Produktlinie, die Sonos mit dem Era 100 und Era 300 lautstark eingeführt hat. Fan-Wünsche nach einem größeren 500er-Modell zu erfüllen, scheint derzeit in weiter Ferne zu liegen. Die verblüffende Namenswahl des neuen Play-Modells legt sogar eher eine Rückkehr zur früheren Play-Lautsprecherreihe nahe.
Era-Verschnaufpause
Laut Jeff Derderian, Vice President Hardware, nimmt sich der Hersteller nach dem älteren Ärger über den System-Split und jüngerem Ärger über einen vermasselten App-Relaunch sowie anschließendem Chefwechsel eine Verschnaufpause und sammelt sich. Man wolle nicht zurück zur Play-Reihe. Die Era-Ära sei nicht beendet. „Wir befinden uns in einer Phase der Neuorientierung. Es gibt viele Ideen. Da wird auf jeden Fall mehr kommen“, sagt Derderian.
Der Fokus liegt derzeit auf Systempflege statt radikaler Neuerungen, betont der Sonos-VP. Die wichtigste Software-Baustelle hält er jedoch für geschlossen. „Unser Ziel war es, die App auf den alten Stand von Leistung und Zuverlässigkeit zu bringen. An dem Punkt sind wir jetzt.“
(dahe)
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Langzeitarchivierung: DNA-Speicher auf dem Weg in Rechenzentren
Synthetische DNA als Speichermedium rückt näher an die Marktreife. Das französische Unternehmen Biomemory plant, seine DNA-basierten Speicher in Rechenzentren einzusetzen. Dank der Übernahme von Technologien des US-Unternehmens Catalog Technologies will Biomemory schon 2026 kommerzielle Lösungen anbieten. Die DNA-Speicher sollen eine nachhaltige, sichere und langlebige Alternative zu herkömmlichen Medien darstellen.
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Das Unternehmen hat eine patentierte Methode zur Produktion von biosicherer DNA und enzymatischen Verbrauchsmaterialien entwickelt. Diese soll die industrielle Herstellung von DNA-Speicher ermöglichen, die Daten über 50 bis 150 Jahre zuverlässig speichern können. Die DNA-Speicher werden in Rackserver integriert und sollen als zusätzliche Speicherstufe innerhalb bestehender Architekturen dienen. Durch die Übernahme von Catalog Technologies hat Biomemory Zugriff auf den DNA-Schreiber „Shannon“, der die Speicherung auf DNA effizient und skalierbar erledigen soll. Diese Herangehensweise ergänzt laut eigenen Aussagen Biomemorys Ansatz durch hohe Geschwindigkeit und niedrige Fehlerquoten. Angaben zu Speichergröße oder Schreib- und Lesegeschwindigkeit der DNA-Speicher liegen nicht vor.
Olivier Lauvray, Biomemeorys Vizepräsident für Industrialisierung und Partnerschaften, warnt jedoch vor zu großen Erwartungen: „Unsere Strategie besteht darin, Geräte in Rechenzentren einzusetzen, beginnend mit unserem eigenen Rechenzentrum. In diesem Jahr besteht unser erster Schritt (der bereits einen wichtigen Meilenstein darstellt) jedoch darin, das erste echte kommerzielle Angebot, eine vollständig qualifizierte End-to-End-Lösung, auf den Markt zu bringen. Diese Lösung wird mit der IT-Rechenzentrumsumgebung kompatibel und interoperabel sein, jedoch nicht als physische Appliance in Rechenzentren von Drittanbietern eingesetzt werden. […] Dazu müssen wir noch viel Arbeit leisten, da dies ein hohes Maß an Automatisierung und zahlreiche Stresstests erfordert.“
Alternative Langzeitspeicherung
DNA-Speicher gehört wie auch Glasspeicher zu den möglichen Speichermedien für eine echte Langzeitarchivierung – solche Speicher sollen nicht nur 30 Jahre wie Tape, sondern viele hundert oder gar tausend Jahre überdauern. Konkurrenz droht den DNA-Speichern etwa von Microsoft mit seinem Project Silica (mehr dazu in der nächsten c’t) und Cerabyte mit seinem gleichnamigen Keramikspeicher auf einer Glasscheibe. Noch aber bleibt die einzig praktikable Methode für eine Datenspeicherung über mehr als 10 Jahre Tape – ein Band speichert mit der aktuellen LTO-Version 10 immerhin 40 TByte.
(ll)
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