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Nuki Keypad 2 NFC mit Aliro im Test


Nuki Smart Locks lassen sich mit dem neuen Keypad 2 NFC einfach per Smartphone oder Smartwatch über einen digitalen Hausschlüssel öffnen. Denn mit dem neuen offenen Standard Aliro führt Nuki direkt Tap to Unlock über NFC ein. Das funktioniert schon jetzt problemlos und schnell, auch wenn der Standard noch erweitert werden muss.

Seit Jahren steht Tap to Unlock beziehungsweise Tap to Open weit oben auf der Wunschliste vieler Nuki Smart Lock Benutzer. Mit dem Keypad 2 NFC erfüllt Nuki diesen Wunsch nun, nachdem die Connectivity Standards Alliance (CSA) den Standard Aliro Ende Februar veröffentlicht hatte. Nukis Ansatz war es, auf den neuen Standard zu warten, anstatt eine eigene Lösung zu implementieren, die am Ende eventuell nicht dauerhaft mit allen Plattformen funktioniert oder ständiger Anpassungen bedürfte. Mit dem Nuki Keypad 2 NFC kann nun das Smartphone oder auch die Smartwatch genutzt werden, um das verbundene Nuki Smart Lock von außen zu öffnen, indem das Smartphone oder die Smartwatch einfach an das Keypad gehalten wird. Mit Unterstützung für Apple Home Key und Samsung Digital Home Key muss das Smartphone dafür nicht mal entsperrt werden und der Schlüssel ist direkt in die Wallets der Hersteller integriert. Im Test funktioniert die Technik schnell und zuverlässig und stellt eine weitere bequeme Option dar, mit der man das Nuki Smart Lock öffnen kann. Das Öffnen der Tür ist mit der neuen Technik noch einfacher als das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone.

GIF Nuki Keypad 2 NFC: Tap to Unlock mit dem Smartphone

Das Keypad 2 NFC ist ab heute für 179 Euro erhältlich. Damit ist es 20 Euro teurer als das Nuki Keypad 2 ohne NFC zur UVP zuletzt.

Teil des Lieferumfangs des Keypad 2 NFC sind eine Montageplatte, die auf einen möglichst glatten Untergrund geklebt oder verschraubt wird, und vier AAA-Batterien. Anders als beim Nuki Lock Ultra kommt hier noch kein integrierter Akku zum Einsatz. Das Keypad 2 NFC ist ausschließlich in Schwarz erhältlich, da man auf einem weißen Keypad nach einiger Zeit die genutzten Zahlen für den Zugangscode zu leicht nachvollziehen könnte.

Nuki Keypad 2 NFC mit Montageplatte
Nuki Keypad 2 NFC mit Montageplatte
Rückseite des Nuki Keypad 2 NFC mit Montageplatte und Klebepad
Rückseite des Nuki Keypad 2 NFC mit Montageplatte und Klebepad

Bis auf ein NFC-Symbol sieht das Nuki Keypad 2 NFC genauso aus wie das Keypad 2. Wer bereits das Keypad 2 besitzt, kann beim Umstieg auf das Keypad 2 NFC sogar die Montageplatte weiter nutzen, da sie identisch sind. An den Abmessungen von 118 × 29 × 21 mm (H × B × T) hat sich trotz mehr Technik im Inneren nichts geändert.

Das kleine Symbol über dem Fingerabdrucksensor kennzeichnet das Nuki Keypad 2 NFC
Das kleine Symbol über dem Fingerabdrucksensor kennzeichnet das Nuki Keypad 2 NFC
Nuki Keypad 2 NFC (links) neben Keypad 2
Nuki Keypad 2 NFC (links) neben Keypad 2

Zwei Methoden zum Öffnen per NFC

Der Smart-Home-Modus mit Home Key

Das Keypad 2 NFC lässt sich auf zwei verschiedene Arten nutzen. Im Smart-Home-Modus kann man es nahtlos mit Apple Home Key oder Samsung Digital Home Key benutzen, so dass ein Schlüssel in der Wallet des jeweiligen Herstellers erstellt und genutzt wird, sofern ein kompatibles Nuki Smart Lock genutzt wird, also ein Nuki Smart Lock Go, Smart Lock Pro 5. Gen. (Test) oder Nuki Smart Lock Ultra (Test). Google arbeitet zum Testzeitpunkt noch an der Integration von Aliro in die Google-Wallet.

Auswahl zwischen Nuki-App-Modus und Smart-Home-Modus
Auswahl zwischen Nuki-App-Modus und Smart-Home-Modus

Der Smart-Home-Modus erfordert einen Matter-Hub des jeweiligen Herstellers im Haushalt und das passende Smartphone. Dabei ist es sogar möglich, beide Systeme parallel zu nutzen, also einen Apple Home Key und Samsung Digital Home Key für dasselbe Keypad und Smart Lock. Wichtig dabei ist derzeit nur, dass Apple als erstes gekoppelt word und man dann Samsung SmartThings hinzufügt. Mit ein paar Updates des neuen Standards dürfte sich aber auch dies noch ändern.

Bei Apple sind derzeit alle Apple Watches ab der Series 4 und alle iPhones ab dem iPhone XS mit aktuellem iOS mit Apple Home Key kompatibel. Als Matter-Hub können ein Apple TV 4K (3. Gen. 128 GB), Apple TV 4K (2. Gen. mit Thread), ein HomePod (2. Gen.) oder ein HomePod mini dienen.

Nuki Keypad 2 NFC mit Smart Lock Ultra
Nuki Keypad 2 NFC mit Smart Lock Ultra

Bei Samsung wird es etwas komplexer, denn die Smartphones lassen sich nicht so einfach gruppieren. Gemein ist ihnen, dass sie mindestens Android 14 mit der neuesten Version der Samsung-Wallet-App und der SmartThings-App besitzen müssen. Unterstützt werden dann: Die Samsung Galaxy S21 bis S26 Serie, die Z-Fold-Serie vom Z Fold3 bis Z Fold7, die Z-Flip-Serie vom Z Flip 3 bis Z Flip7, sowie das A35 5G, A36 5G, A55 5G, A56 5G und das XCover7 Pro. Als Hub können hier die folgenden Geräte dienen: SmartThings Hub v3, SmartThings Station, Aeotec SmartThings Hub, Aeotec SmartThings Hub 2 sowie ein Fernseher, Monitor oder Soundsystem aus der Liste von Samsung.

Ist der Smart-Home-Modus aktiviert und der Home-Key in der Wallet hinterlegt, kann man einfach das Smartphone oder die Smartwatch an das Keypad 2 NFC halten und dies löst das Aufsperren des Smart Locks aus. Aktiviert man den Expressmodus in der Wallet, ist hierfür nicht einmal mehr eine Authentifizierung etwa mittels Face ID wie beim mobilen Bezahlen nötig, sondern auch das gesperrte Smartphone öffnet die Tür.

GIF Nuki Keypad 2 NFC: Tap to Unlock mit der Smartwatch

Die LED-Leiste des Keypad 2 zeigt über eine neue Animation mit nach außen wanderndem Leuchtsignal an, wenn ein Smartphone oder eine Smartwatch mit Home Key erkannt wurde.

Der Nuki-App-Modus

Die zweite Variante ist der Nuki-App-Modus. Dieser erlaubt Tap to Unlock auch ohne Matter-Hub über NFC. Er erfordert aber ebenso ein Nuki Smart Lock Go, Smart Lock Pro 5. Gen. (Test) oder Nuki Smart Lock Ultra (Test) und die aktuelle App für Android oder iOS auf dem Smartphone, das zudem NFC unterstützen muss.

Kompatibilität des Keypad 2 NFC zu den Nuki Smart Locks
Kompatibilität des Keypad 2 NFC zu den Nuki Smart Locks

Bei der Einrichtung von Tap to Unlock in den Einstellungen des Keypad 2 NFC wird nun nicht der Smart-Home-Modus, sondern der Nuki-App-Modus ausgewählt.

Ein entscheidender Unterschied des App-Modus liegt nun darin, dass man zunächst das Smartphone entsperren muss, bevor man es an das Keypad 2 NFC hält. Ist das Smartphone nämlich entsperrt und hält man es mit NFC an das Keypad, erscheint eine Benachrichtigung, die man anklicken muss (iOS, unter Android öffnet direkt die App) und die Nuki-App öffnet. Das eigentliche Entsperren des Smart Locks erfolgt dann über die Nuki-App, nur dass man diese eben nicht mehr manuell öffnen muss, sondern NFC dies übernimmt.

Der Nuki-App-Modus ist somit deutlich unkomfortabler als der Smart-Home-Modus, bei dem man einfach nur kurz das gesperrte Smartphone oder die gesperrte Smartwatch an das Keypad hält, um die Tür zu öffnen.

Ein Vorteil dieser Variante liegt allerdings darin, dass auch andere, die nicht Teil des Smart-Home-Zuhauses sind, aber in der Nuki-App als Nutzer für das Smart Lock hinterlegt sind, nun Tap to Unlock nutzen können.

Nuki Keypad 2 NFC
Nuki Keypad 2 NFC

So richtet man NFC und Home Key für das Nuki Smart Lock ein

Die Einrichtung des digitalen Schlüssels und von Tap to Unlock mit dem Nuki Keypad 2 NFC ist einfach. Die Einrichtung des Nuki Keypad 2 NFC wird über die Nuki-App gestartet, indem dem Smart Lock in den Einstellungen ein neues Keypad zugeordnet wird. Durch Drücken der Zurücktaste auf dem Keypad für rund fünf Sekunden wird die Verbindung zwischen Smart Lock und Keypad hergestellt. Voraussetzung ist Firmware 2.4.10 auf dem Keypad und 5.7.8 auf dem Smart Lock.

Notwendige Keypad-Firmware 2.4.10

Der Nutzer wird nun in der App durch die Ersteinrichtung geführt, die das Festlegen eines Sicherheitscodes, der zum Verwalten des Keypads nötig ist, eines sechsstelligen Zutrittscodes zum Öffnen des Smart Locks und das optionale Hinzufügen eines Fingerabdrucks enthält.

Auswahl zwischen Nuki-App-Modus und Smart-Home-Modus
Auswahl zwischen Nuki-App-Modus und Smart-Home-Modus
Auswahl zwischen Nuki-App-Modus und Smart-Home-Modus
Auswahl zwischen Nuki-App-Modus und Smart-Home-Modus
Wechsel aus der Nuki-App in die Home-App
Wechsel aus der Nuki-App in die Home-App

Zudem kann man beim neuen Keypad nun eben Tap to Unlock einrichten. Dabei muss zunächst einer der beiden Modi gewählt werden, also der Nuki-App-Modus oder der Smart-Home-Modus. Wählt man den Smart-Home-Modus, muss man im nächsten Schritt noch den Hausschlüssel (Home Key) der Wallet hinzufügen. Hierzu verweist die Nuki-App direkt auf die Home-App. Diese erkennt wiederum, dass nun ein Hausschlüssel für das Smart Lock eingerichtet werden kann. Aktiviert man diese Funktion in Apple Home, wird der Home Key zur Wallet hinzugefügt.

In der Apple Wallet kann man für den Home Key nun über das i-Symbol oben rechts noch den Expressmodus aktivieren. Er regelt, ob man das Öffnen per Face ID oder Code zunächst bestätigen muss oder Tap to Unlock auch bei gesperrtem iPhone und Apple Watch funktionieren soll. Hier hat man also die Wahl zwischen Sicherheit und Schnelligkeit, denn bei aktiviertem Expressmodus gelangt jeder ins Haus, der das Smartphone in Händen hält. Ohne Expressmodus steht ihm noch die Hürde des Entsperrens des Smartphones im Weg. Der Expressmodus lässt sich auch getrennt für iPhone und Apple Watch konfigurieren, falls gewünscht. Im Unterschied zum iPhone entsperrt eine gesperrte Apple Watch, die man nicht am Handgelenk trägt, das Nuki Smart Lock aber nicht. Sie muss zumindest einmalig angelegt und entsperrt worden sein, um daraufhin auch im Standby am Handgelenk das Smart Lock zu öffnen.

Der digitale Hausschlüssel in der Apple Wallet
Der digitale Hausschlüssel in der Apple Wallet
Expressmodus, um auch mit gesperrtem iPhone das Smart Lock zu öffnen
Expressmodus, um auch mit gesperrtem iPhone das Smart Lock zu öffnen

Nutzt man Apple Home und ein iPhone oder eine Apple Watch für Tap to Unlock, ist dies denkbar einfach. Am besten hält man einfach die obere Kante des iPhones an das Nuki Keypad 2 NFC und schon wird der Home Key erkannt und das Nuki Smart Lock öffnet. Bei der Apple Watch hält man das Display an das Keypad und das Nuki Smart Lock öffnet ebenso schnell. Dies funktioniert auch problemlos durch Jacken oder Pullover hindurch.

Sowohl mit Smartphone als auch Smartwatch entsperrt das Nuki Smart Lock über Tap to Unlock somit sehr schnell. Über die Smartwatch ist es im Expressmodus, wenn das Keypad an einem gut erreichbaren Platz montiert wurde, noch bequemer, da man nicht erst das Smartphone aus der Tasche nehmen muss.

Gut zu wissen ist, dass ein Apple Home Key immer für ein Zuhause in Apple Home gilt. Nutzt man mehrere Smart Locks, gilt der Home Key für alle Smart Locks, die dies unterstützen, sofern man Admin des Smart Homes ist. Der Eigentümer kann weiteren Bewohnern entweder ebenso einen virtuellen Generalschlüssel geben, oder aber den Zugang per Home Key auf einzelne Smart Locks beschränken. Mehrere Home Keys kann man dann in der Wallet haben, wenn man beispielsweise gleichzeitig als Eigentümer ein Apple Home verwaltet, aber auch noch in einem weiteren als Bewohner eingeladen wurde.

Auch der Einsatz mehrerer Nuki Smart Locks mit mehreren Keypad 2 NFC in einem Haushalt und einem Smart Home ist theoretisch so aber kein Problem.

Keine NFC-Tags von Nuki

Nuki plant bisher nicht, NFC-Tags oder NFC-Karten auf den Markt zu bringen, die wie ein Home Key funktionieren und das Smart Lock über der Keypad 2 NFC öffnen können. Man wolle ja gerade physische Schlüssel überflüssig machen und sie stattdessen durch etwas ersetzen, was man ohnehin bei sich hat.

Mit NFC-Tags kann das Nuki Keypad 2 NFC nicht entsperrt werden
Mit NFC-Tags kann das Nuki Keypad 2 NFC nicht entsperrt werden

Ein wenig außer Acht gelassen werden hierbei allerdings Kinder, die ohne Smartphone oder Smartwatch so im Grunde nur auf ein Nuki Fob zurückgreifen können, um das Smart Lock zu öffnen, da Fingerabdrücke gerade bei jüngeren Kindern keine verlässliche Methode zum Öffnen und Codes zu unsicher sind. Für diese wäre das Entsperren per NFC-Tag ohne Smartphone im Alltag am einfachsten.

Was ist überhaupt Aliro?

Eingangs kurz erwähnt, setzt Nuki auf den offenen Standard Aliro, der von der Connectivity Standards Alliance (CSA) entworfen wurde, also einem Zusammenschluss zahlreicher führender Smart-Home-Hersteller. Ende Februar wurde er veröffentlicht und Nuki gehört zu den ersten Herstellern, die den neuen Standard mit dem Keypad 2 NFC auch sofort nutzen. Als offener Standard der CSA für sichere, mobile Zutrittskontrollen, der Smartphones und Wearables als Schlüssel nutzt, kann davon ausgegangen werden, dass sich Aliro durchsetzen wird.

Auch wenn wie bei Nuki vor allem Smart Locks und der Ersatz des physischen Schlüssels für die Haustür das bekannteste Anwendungsgebiet für Aliro sind, ist der Standard sehr viel umfassender ausgelegt und soll in Zukunft auch den Zugang etwa zu Büros, Universitäten, Wohnanlagen oder in der Gastronomie regeln.

Aliro: Der offene Standard der CSA
Aliro: Der offene Standard der CSA (Bild: CSA)

Integration in die Wallets von Apple, Google und Samsung

Eine weite Verbreitung und die Durchsetzung des Standards ist wahrscheinlich, weil Apple, Google und Samsung die Integration der Zugangsschlüssel in ihre mobilen Wallets vornehmen. Dies erleichtert die Nutzung per Smartphone im Alltag enorm, da Nutzer nicht zwischen verschiedenen Plattformen oder Apps hin und her wechseln müssen, sondern die native Wallets des Geräts nutzen können. Wie oben gezeigt, muss man hierfür nicht mal mehr das Smartphone entsperren oder sich wie beim mobilen Zahlen autorisieren, wenn man dies nicht möchte.

Bluetooth, NFC oder UWB zur Erkennung

Der herstellerübergreifende Standard unterstützt Bluetooth Low Energy (BLE), NFC und Ultra-Wideband (UWB), so dass eine breite Interoperabilität gewährleistet ist. Eine asymmetrische Kryptografie gewährleistet die sichere Übertragung zwischen Endgerät und Lesegerät – anders als bei manchen NFC-Readern wird also nicht einfach nur die ID eines NFC-Tags übertragen, um die Authentizität zu bestätigen. Für die Zukunft arbeitet die CSA bereits an einer Erweiterung des Standards, der auch die sichere Weitergabe digitaler Schlüssel beinhalten soll.

Unterschied zu Matter

Die CSA ist dieselbe Organisation, die auch den Smart-Home-Standard Matter entwickelt hat und fortwährend weiterentwickelt. Der Unterschied zwischen Matter und Aliro liegt darin, dass Matter auf die Steuerung von Smart-Home-Geräten beispielsweise über WLAN oder Thread mittels IP-Protokoll ausgerichtet ist, während Aliro speziell auf die direkte Nahfeldkommunikation zwischen Türschloss und Endgerät via NFC oder Bluetooth ausgelegt ist. Matter allein kann kein Tap to Access, das übernimmt nun Aliro. Für Aliro benötigt es zudem per se kein Matter. Ob Hersteller ihre Technik über Matter in das Smart Home einbinden, ist wiederum eine ganz andere Entscheidung.

Weitere Details zum Nuki Keypad 2 NFC

Mit Ausnahme der zusätzlichen NFC-Schnittstelle für Aliro bietet das Keypad 2 NFC wie bereits kurz erwähnt alle Funktionen des Nuki Keypad 2 (Test). Neben dem Tastenfeld für die Eingabe eines Zugangscodes für das Smart Lock ist somit auch wieder ein Fingerabdrucksensor im unteren Bereich integriert, über den man das Smart Lock ebenfalls öffnen kann. Auch nach dem erstmaligen Einrichten des Fingerabdrucks lernt der Scanner des Keypad 2 NFC bei jeder erfolgreichen Öffnung dazu, so dass leichte Veränderungen von allein registriert werden und kein erneutes Anlernen des Fingers nötig ist. Laut Nuki liegt die Falschakzeptanzrate eines Fingerabdrucks bei 1:500.000 – bei einem von 500.000 Versuchen führt also auch ein falscher Fingerabdruck zum Erfolg. Als Sicherheitsmaßnahme werden die Berechtigungen auch beim neuen Modell nicht auf dem Keypad gespeichert, sondern auf dem Smart Lock, da das Keypad im Freien installiert und einfach entwendet werden kann. Das Keypad verbindet sich verschlüsselt über Bluetooth mit dem Smart Lock.

Nuki Keypad 2 NFC
Nuki Keypad 2 NFC
Vier AAA-Batterien versorgen das Keypad mit Energie
Vier AAA-Batterien versorgen das Keypad mit Energie
Batteriefach des Keypad 2 NFC
Batteriefach des Keypad 2 NFC

Für die Montage im Freien ist das Keypad 2 NFC nach IP65 staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt, so dass es nicht zwingend unter einem Vordach platziert werden muss – aber in Reichweite des Smart Locks. Die Betriebstemperatur liegt zwischen -20 und +70 °C.

Für alle Details zur Einrichtung und Nutzung mit Zahlencode oder Fingerabdruck sei an dieser Stelle auf den Test des Keypad 2 verwiesen, da sich hieran mit der NFC-Variante nichts ändert.

Fazit

Das Nuki Keypad 2 NFC macht im Alltag genau das, wofür es gedacht ist. Mit Aliro und NFC bietet es mit Tap to Unlock eine weitere Möglichkeit zum Entsperren des Nuki Smart Locks über das Smartphone oder die Smartwatch – neben einer Tastenkombination oder einem Fingerabdruck. In die Apple oder Samsung Wallet integriert, registriert das Keypad den Home Key beim Ranhalten des Geräts schnell und öffnet das Smart Lock. Im Expressmodus geht dies sogar schneller und einfacher als das mobile Bezahlen, da man das Smartphone nicht einmal mehr entsperren muss. Hält man dies für zu unsicher, da das Smartphone in diesem Fall bei Verlust tatsächlich wie ein normaler Schlüssel die Tür öffnen kann, spart man sich die Aktivierung des Expressmodus und bestätigt das Öffnen per Face ID oder PIN. Am komfortabelsten ist jedoch zweifellos der Expressmodus.

GIF Nuki Keypad 2 NFC: Tap to Unlock mit dem Smartphone

Der Smart-Home-Modus mit Hub ist im Alltag dabei klar die präferierte Art der Nutzung. Der alternative Nuki-App-Modus, wenn man keinen Hub im Haushalt hat, spart quasi nur das manuelle Öffnen der Nuki-App ein, indem man das Smartphone hierfür an das Keypad hält. Ihn will man eigentlich nicht nutzen und er ist kein Grund, auf das neue Keypad 2 NFC zu setzen.

Das Keypad 2 NFC ist wie seine Vorgänger vor allem für all jene eine sinnvolle Ergänzung, die ihr Smart Lock nicht mit Auto Unlock und Auto Lock steuern möchten, also ganz ohne Interaktion nur durch Annäherung des Smartphones. Denn hat man die Hände voll, ist Tap to Unlock kein Ersatz für Auto Unlock, das bei Näherung das Smart Lock aufsperrt, da genau dies nicht passiert. Man muss das Smartphone oder die Smartwatch an das Keypad 2 NFC halten, damit das Nuki Smart Lock reagiert.

Nuki Keypad 2 NFC mit Smart Lock Ultra
Nuki Keypad 2 NFC mit Smart Lock Ultra

Eine kleine Einschränkung, die jedoch auch Nuki noch nicht umgehen kann, da sie im Standard begründet liegt, ist die fehlende Möglichkeit, den Home Key zu teilen. Diese Option sieht Aliro bisher nicht vor, sie soll jedoch nachgereicht werden. Für Gäste kann man bis dahin beim Einsatz eines Nuki Smart Locks mit Nuki Keypad weiterhin einen temporären Zugangscode konfigurieren.

Nuki Keypad 2 NFC mit Fingerabdrucksensor, Tastenfeld und NFC-Bereich
Nuki Keypad 2 NFC mit Fingerabdrucksensor, Tastenfeld und NFC-Bereich

Alternativen zum Keypad 2 NFC mit Aliro gibt es bisher auf dem deutschen Markt noch keine. Das Aqara U200 Smart Lock bietet aber bereits Apples Home Key über das Keypad, wenn auch ohne Aliro. Die Aliro-Unterstützung bringt nun der Nachfolger. Das Aqara U400, das in Kürze auch in Deutschland auf den Markt kommen sollte, nutzt ebenfalls Apples Home Key, bietet darüber hinaus aber auch noch mit Ultra-Wideband (UWB), so dass sich das Smart Lock über Bluetooth öffnet, wenn man sich auf rund 2 Meter nähert. Das bietet zwar auch Nuki, aber nicht in Kombination mit UWB.

Nuki Keypad 2 NFC (links) neben Keypad 2
Nuki Keypad 2 NFC (links) neben Keypad 2

Abgesehen von der Neuerung Tap to Unlock verrichten die anderen Funktionen des Keypads gewohnt zuverlässig und schnell ihren Dienst. Der Fingerabdrucksensor erkennt hinterlegte Finger schnell und zuverlässig, wobei die Orientierung auf dem Sensor keine Rolle spielt. Selbst feuchte Finger werden problemlos erkannt. Auch das Teilen der Zutrittsberechtigung über die Nuki-App mit zeitlicher Beschränkung über das Keypad ist erneut kein Problem – wie eben erwähnt mit Ausnahme des digitalen Schlüssels. Möchte man etwa während des Urlaubs niemanden ins Haus lassen, kann man das Keypad auch komplett deaktivieren.

Das Nuki Keypad 2 NFC ist ab heute zur UVP von 179 Euro bei Nuki erhältlich.

ComputerBase wurde das Keypad 2 NFC leihweise von Nuki unter NDA zum Testen zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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Zum 35-jährigen Igel-Jubiläum: Sega legt „Sonic 1 & 2“-Cartridges für Genesis und Mega-Drive neu auf


Viele Spieler verbinden ihre ersten Erinnerungen an Video-Spiele mit Nintendos Mario, andere mit Segas blauem und vor allem schnellen Igel. Zum 35. Geburtstag von Sonic the Hedgehog legt Sega gemeinsam mit iam8bit die ersten beiden Spiele der Reihe erneut als vollständig spielbare Module für Genesis und Mega Drive auf.

1991 fing alles an

Vor genau 35 Jahren erschien „Sonic the Hedgehog“ am 24. Juni 1991 in Europa, einen Tag zuvor bereits in Nordamerika. Mit dem rasenden Igel konnte Sega seinerzeit rund 15 Millionen Module verkaufen und eine neue Generation von Spielern für sich gewinnen. Gleichzeitig etablierte das Unternehmen mit Sonic eine der bekanntesten Figuren der in der Geschichte der Video-Spiele und eine weitere Ikone der Popkultur. Die Spielereihe und ihre Free-to-Play-Ableger für Smartphones und Tablets sollen inzwischen zusammen mehr als 1,7 Milliarden Mal verkauft beziehungsweise heruntergeladen worden sein.

Neuauflage zum Geburtstag

Mit der Neuauflage erweitert Sega die bereits umfangreichen weltweiten Kooperationen zum 35-jährigen Jubiläum von Sonic um ein weiteres Projekt. Gemeinsam mit dem auf Sammlerartikel spezialisierten Anbieter iam8bit erscheinen nun die Klassiker „Sonic the Hedgehog“ und „Sonic the Hedgehog 2“ erneut als physische Cartridges für das Genesis beziehungsweise Mega Drive. Sega und iam8bit beschreiben die Neuauflagen als „eine sorgfältig gestaltete, voll spielbare Neuauflage der Legende handelt, mit der alles begann“ und die den Charme der frühen 1990er-Jahre mit hochwertigen Sammlerkomponenten verbinden soll.

Zum Jubiläum von Sonic the Hedgehog gibt es eine Neuauflage der ersten beiden Module
Zum Jubiläum von Sonic the Hedgehog gibt es eine Neuauflage der ersten beiden Module (Bild: iam8bit)

Komplett spielbar

Die als „Legacy Cartridge Collections“ vermarkteten Neuauflagen sollen nicht nur als Sammlerstücke dienen, sondern vollständig auf dem Genesis-System, wie die Konsole aus namensrechtlichen Gründen nur in Nordamerika hieß, sowie dem Mega Drive spielbar sein. Die Module werden zudem in einem transparenten Gehäuse veröffentlicht. Während der erste Teil in Blau gehalten ist, setzt der zweite Teil auf ein bernsteinfarbenes „Two-Tail Amber“-Design.

Ausgeliefert werden die Cartridges in aufwendig gestalteten Klappboxen und werden durch neu gestaltete Vollfarb-Handbücher mit restaurierten Illustrationen sowie weitere Überraschungen im Stil klassischer Packungsbeilagen ergänzt. Für Gestaltung und Restaurierung der Verpackungen zeichnet Jango Snow Art & Design verantwortlich, die vor allem für ihre Popkultur-, Geek- und Video-Spiel-inspirierte Kunst bekannt ist.

Auch für Sammler interessant

Darüber hinaus richten sich die Neuauflagen gezielt an Sammler. Laut iam8bit soll jede achte Cartridge mit sogenannter „Chaos Emerald Energy“ ausgestattet sein. Diese Varianten verfügen über ein einzigartiges transparentes Gehäuse mit einem farbigen Schimmer im Inneren. Dieser soll an die Chaos-Smaragde erinnern – die sieben mystischen, rautenförmig geschliffenen Edelsteine aus dem Universum von Sonic the Hedgehog, die nahezu unendliche, reine Energie in sich bergen.

Ab sofort vorbestellbar

Beide Sammlereditionen werden zum Preis von jeweils 99,99 US-Dollar angeboten und können ab sofort vorbestellt werden. Die ersten Exemplare sollen im dritten Quartal 2026 ausgeliefert werden. Weitere Chargen folgen im vierten Quartal 2026 sowie im ersten Quartal 2027.



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Lenovo über DRAM-Preise: „Es wird nie mehr wie letztes Jahr“


Lenovo hat zur ISC 2026 im Rahmen eines Vortrags erklärt, dass es bei den DRAM- und NAND-Preisen auf lange Zeit nicht mehr so wird wie zuvor bekannt. Selbst nach der Inbetriebnahme deutlich gesteigerter Produktionskapazität werden die Preise wohl „nie“ mehr auf ein Niveau fallen, welches vor einem Jahr noch anzutreffen war.

Das „nie“ war natürlich absichtlich überspitzt und mit einem Lachen auf der Bühne ausgedrückt und bezieht sich dabei letztlich grob auf die nächsten fünf Jahre und auch noch etwas darüber hinaus, ist so jedoch nicht absolut bis „in alle Ewigkeit“ zu betrachten. Demnach könnte sich ab 2030+ ein „neues normal“ einstellen, das jedoch bei den Preisen viel höher liegt als es 2024 und 2025 der Fall war. Berücksichtigt hierbei ist bereits, dass ab 2028 großflächig neue Kapazitäten in der Fertigung online gehen sollen.

Lenovo zur ISC 2026
Lenovo zur ISC 2026

Der grundlegende Tenor beim Lenovo-Vortrag könnte letztlich durchaus stimmen, wenn der Blick parallel zu den Speicherherstellern geht. SK Hynix hatte kürzlich nämlich angekündigt, bis zum Jahr 2034 die Produktionskapazität verdreifachen zu wollen. Dies macht das Unternehmen nicht, wenn dort ab 2028 oder 2030 die Aussicht auf ganz niedrige Preise oder gar Verluste stehen würde, wie es in einigen Teilbereichen Anfang 2025 noch der Fall war, sondern eher aus dem Antrieb heraus, dass die Nachfrage auch dann noch vorhanden sein wird.

Speicherkapazitäten müssen nun viel mehr in die Gleichung bei der Anschaffung von Systemen einfließen, um das RAMageddon zu überleben, betont Lenovo. Hatten bis zum letzten Jahr Serverhersteller oft noch mit großen Speicherkapazitäten geworben, die die Hersteller der jeweiligen Plattform spezifizieren, geht die Rechnung in Richtung Maximalausbau nun oft gar nicht auf. Für viele Anwendungen kann dabei der Weg zu einer GPU-beschleunigten Lösung letztlich sogar der bessere sein, erklärt Lenovo.

Das wiederum macht GPUs noch attraktiver, die natürlich auch ihren Anteil am Speicher nutzen werden, wenngleich als Menge betrachtet eher weniger als CPUs. Neue Systeme mit 16-Kanal-Speicher ab dem Sommer dieses Jahres müssen schließlich auch ordentlich bestückt sein, damit der versprochene Vorteil greifen kann. Unter 1 TByte RAM für ein Dual-Sockel-System mit dann 32 Speicherbänken geht hier jedoch kaum noch etwas.

Lenovo zur ISC 2026
Lenovo zur ISC 2026

Vor allem Nvidias GB200-NVL4-basierte Lösungen sind auf der Messe allgegenwärtig und auch bei Lenovo als präferiertes Modell hier gezeigt. Dort liegt die kombinierte Speichermenge bei rund 1 TByte, jedoch als Kombination aus LPDDR5 für die beiden CPUs und jeweils 186 GByte HBM3e für die vier GPUs. Es entfallen hierbei also nur vermutlich 240 GByte RAM auf die beiden CPUs – Nvidia wirbt in der Regel mit 480 GByte LPDDR5X für ein Grace-Doppelpack – und so letztlich 120 GByte pro Prozessor. Das wiederum ist vergleichsweise sehr wenig und sonst bei neuen Prozessoren im Server heutzutage eigentlich gar nicht mehr möglich.

Lenovo zur ISC 2026
Lenovo zur ISC 2026

Mit maximalem RAM-Ausbau zu werben hat sich nach letzten Gerüchten auch Nvidia bei den Vera-Prozessoren überlegt. Diese sollen jetzt mitunter auch nur mit halbem RAM-Ausbau an den Start gehen können, also 768 GByte statt bis zu 1,5 TByte. Je nach Systemgröße kann das durchaus schnell eine große Menge Geld einsparen, im NVL72-Rack sinkt die SOCAMM-Kapazität so von rund 55 TByte auf rund 28 TByte.

Billboard März 2026



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Valve Steam Update: Controller-Optimierungen, Remote-Play-Option und mehr


Valve Steam Update: Controller-Optimierungen, Remote-Play-Option und mehr

Bild: Valve

Das zweite Juni-Update für den Steam-Client steht ab sofort zum Download bereit. Neben Verbesserungen für das Steam Deck und Controller-Eingaben führt Valve damit zusätzliche Konfigurationsoptionen für Remote Play ein.

Valve hat ein neues Update für Steam veröffentlicht, das auf allen Plattformen zur Verfügung steht. Die Korrekturen und Verbesserungen betreffen die Bereiche Steam Input, Remote Play, Freunde und Chat, das In-Game-Overlay sowie allgemeine Anpassungen. Ein gesondertes Client-Update für das Steam Deck ist zeitgleich dazu erschienen. Wie üblich erfolgt das Herunterladen des Updates automatisch.

Diese Neuerungen bringt das Steam-Update

Die allgemeinen Änderungen umfassen unter anderem eine aktualisierte Benutzeroberfläche beim Koppeln von Controllern, Fehlerbehebungen beim Autostart von Videos und eine Optimierung der Sitzungslogik des Pipewire-Audiosystems unter Linux. In den Patchnotes für den Steam-Deck-Client findet sich zudem der Punkt, dass dank des Updates nun die Optionen „Skalierung“, „Filterung“ und „Schärfen“ korrekt im Performance-Menü angezeigt werden sollten.

Remote Play erhält mit dem jüngsten Steam-Client-Update eine Option für 100 Mbit/s Bandbreite. Darüber hinaus kann die „unlimitierte“ Bandbreite-Option jetzt mit einer adaptiven Bitrate bis zu 250 Mbit/s arbeiten, wenn eine Remote-Play-Verbindung zu einem Rechner besteht, der die aktuellste Steam-Beta verwendet. Ferner gibt es jetzt einen gesonderten Button, um die Leistungsdarstellung im Streaming-Overlay umzuschalten.

Im Bereich Steam Input gibt es die größte Zahl an Änderungen und Korrekturen zu verzeichnen, hier führen die Patchnotes des aktuellen Steam-Client-Updates insgesamt neun Punkte auf. Dazu gehören beispielsweise die Unterstützung für mehr als vier Xbox-Controller unter Windows, wenn die neue Microsoft-API GameInput v3 genutzt wird. Dazu muss Steam mit der Kommandozeilenoption „-gameinput“ aufgerufen werden. Weitere Änderungen umfassen Rumble-Support bei Verwendung eines GameCube-Controllers mit PC-Adapter und verschiedene Fehlerbehebungen in Konfigurationsmenüs.

Bei der Freunde- und Chat-Funktion hat Valve lediglich einen Fehler behoben, der dazu geführt hat, dass nach einem Klick auf „Alle ignorieren“ in der eigenen Steam-Freundesliste keine Steuerung per Gamepad mehr möglich war. Auch beim In-Game-Overlay gibt es nur einen Bugfix: Hier wurde zuvor teilweise nur FG (für Frame Generation) im Performance-Monitor angezeigt, obwohl genau genommen Nvidias DLSS für die Zwischenbilderzeugung verwendet wurde.

Downloads

  • Steam

    4,7 Sterne

    Steam ist Valves Plattform zum digitalen Vertrieb von Spielen und aktuell der Marktführer.

    • Version 2026-06-23 Deutsch



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