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Nuki Keypad 2 NFC mit Aliro im Test


Nuki Smart Locks lassen sich mit dem neuen Keypad 2 NFC einfach per Smartphone oder Smartwatch über einen digitalen Hausschlüssel öffnen. Denn mit dem neuen offenen Standard Aliro führt Nuki direkt Tap to Unlock über NFC ein. Das funktioniert schon jetzt problemlos und schnell, auch wenn der Standard noch erweitert werden muss.

Seit Jahren steht Tap to Unlock beziehungsweise Tap to Open weit oben auf der Wunschliste vieler Nuki Smart Lock Benutzer. Mit dem Keypad 2 NFC erfüllt Nuki diesen Wunsch nun, nachdem die Connectivity Standards Alliance (CSA) den Standard Aliro Ende Februar veröffentlicht hatte. Nukis Ansatz war es, auf den neuen Standard zu warten, anstatt eine eigene Lösung zu implementieren, die am Ende eventuell nicht dauerhaft mit allen Plattformen funktioniert oder ständiger Anpassungen bedürfte. Mit dem Nuki Keypad 2 NFC kann nun das Smartphone oder auch die Smartwatch genutzt werden, um das verbundene Nuki Smart Lock von außen zu öffnen, indem das Smartphone oder die Smartwatch einfach an das Keypad gehalten wird. Mit Unterstützung für Apple Home Key und Samsung Digital Home Key muss das Smartphone dafür nicht mal entsperrt werden und der Schlüssel ist direkt in die Wallets der Hersteller integriert. Im Test funktioniert die Technik schnell und zuverlässig und stellt eine weitere bequeme Option dar, mit der man das Nuki Smart Lock öffnen kann. Das Öffnen der Tür ist mit der neuen Technik noch einfacher als das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone.

GIF Nuki Keypad 2 NFC: Tap to Unlock mit dem Smartphone

Das Keypad 2 NFC ist ab heute für 179 Euro erhältlich. Damit ist es 20 Euro teurer als das Nuki Keypad 2 ohne NFC zur UVP zuletzt.

Teil des Lieferumfangs des Keypad 2 NFC sind eine Montageplatte, die auf einen möglichst glatten Untergrund geklebt oder verschraubt wird, und vier AAA-Batterien. Anders als beim Nuki Lock Ultra kommt hier noch kein integrierter Akku zum Einsatz. Das Keypad 2 NFC ist ausschließlich in Schwarz erhältlich, da man auf einem weißen Keypad nach einiger Zeit die genutzten Zahlen für den Zugangscode zu leicht nachvollziehen könnte.

Nuki Keypad 2 NFC mit Montageplatte
Nuki Keypad 2 NFC mit Montageplatte
Rückseite des Nuki Keypad 2 NFC mit Montageplatte und Klebepad
Rückseite des Nuki Keypad 2 NFC mit Montageplatte und Klebepad

Bis auf ein NFC-Symbol sieht das Nuki Keypad 2 NFC genauso aus wie das Keypad 2. Wer bereits das Keypad 2 besitzt, kann beim Umstieg auf das Keypad 2 NFC sogar die Montageplatte weiter nutzen, da sie identisch sind. An den Abmessungen von 118 × 29 × 21 mm (H × B × T) hat sich trotz mehr Technik im Inneren nichts geändert.

Das kleine Symbol über dem Fingerabdrucksensor kennzeichnet das Nuki Keypad 2 NFC
Das kleine Symbol über dem Fingerabdrucksensor kennzeichnet das Nuki Keypad 2 NFC
Nuki Keypad 2 NFC (links) neben Keypad 2
Nuki Keypad 2 NFC (links) neben Keypad 2

Zwei Methoden zum Öffnen per NFC

Der Smart-Home-Modus mit Home Key

Das Keypad 2 NFC lässt sich auf zwei verschiedene Arten nutzen. Im Smart-Home-Modus kann man es nahtlos mit Apple Home Key oder Samsung Digital Home Key benutzen, so dass ein Schlüssel in der Wallet des jeweiligen Herstellers erstellt und genutzt wird, sofern ein kompatibles Nuki Smart Lock genutzt wird, also ein Nuki Smart Lock Go, Smart Lock Pro 5. Gen. (Test) oder Nuki Smart Lock Ultra (Test). Google arbeitet zum Testzeitpunkt noch an der Integration von Aliro in die Google-Wallet.

Auswahl zwischen Nuki-App-Modus und Smart-Home-Modus
Auswahl zwischen Nuki-App-Modus und Smart-Home-Modus

Der Smart-Home-Modus erfordert einen Matter-Hub des jeweiligen Herstellers im Haushalt und das passende Smartphone. Dabei ist es sogar möglich, beide Systeme parallel zu nutzen, also einen Apple Home Key und Samsung Digital Home Key für dasselbe Keypad und Smart Lock. Wichtig dabei ist derzeit nur, dass Apple als erstes gekoppelt word und man dann Samsung SmartThings hinzufügt. Mit ein paar Updates des neuen Standards dürfte sich aber auch dies noch ändern.

Bei Apple sind derzeit alle Apple Watches ab der Series 4 und alle iPhones ab dem iPhone XS mit aktuellem iOS mit Apple Home Key kompatibel. Als Matter-Hub können ein Apple TV 4K (3. Gen. 128 GB), Apple TV 4K (2. Gen. mit Thread), ein HomePod (2. Gen.) oder ein HomePod mini dienen.

Nuki Keypad 2 NFC mit Smart Lock Ultra
Nuki Keypad 2 NFC mit Smart Lock Ultra

Bei Samsung wird es etwas komplexer, denn die Smartphones lassen sich nicht so einfach gruppieren. Gemein ist ihnen, dass sie mindestens Android 14 mit der neuesten Version der Samsung-Wallet-App und der SmartThings-App besitzen müssen. Unterstützt werden dann: Die Samsung Galaxy S21 bis S26 Serie, die Z-Fold-Serie vom Z Fold3 bis Z Fold7, die Z-Flip-Serie vom Z Flip 3 bis Z Flip7, sowie das A35 5G, A36 5G, A55 5G, A56 5G und das XCover7 Pro. Als Hub können hier die folgenden Geräte dienen: SmartThings Hub v3, SmartThings Station, Aeotec SmartThings Hub, Aeotec SmartThings Hub 2 sowie ein Fernseher, Monitor oder Soundsystem aus der Liste von Samsung.

Ist der Smart-Home-Modus aktiviert und der Home-Key in der Wallet hinterlegt, kann man einfach das Smartphone oder die Smartwatch an das Keypad 2 NFC halten und dies löst das Aufsperren des Smart Locks aus. Aktiviert man den Expressmodus in der Wallet, ist hierfür nicht einmal mehr eine Authentifizierung etwa mittels Face ID wie beim mobilen Bezahlen nötig, sondern auch das gesperrte Smartphone öffnet die Tür.

GIF Nuki Keypad 2 NFC: Tap to Unlock mit der Smartwatch

Die LED-Leiste des Keypad 2 zeigt über eine neue Animation mit nach außen wanderndem Leuchtsignal an, wenn ein Smartphone oder eine Smartwatch mit Home Key erkannt wurde.

Der Nuki-App-Modus

Die zweite Variante ist der Nuki-App-Modus. Dieser erlaubt Tap to Unlock auch ohne Matter-Hub über NFC. Er erfordert aber ebenso ein Nuki Smart Lock Go, Smart Lock Pro 5. Gen. (Test) oder Nuki Smart Lock Ultra (Test) und die aktuelle App für Android oder iOS auf dem Smartphone, das zudem NFC unterstützen muss.

Kompatibilität des Keypad 2 NFC zu den Nuki Smart Locks
Kompatibilität des Keypad 2 NFC zu den Nuki Smart Locks

Bei der Einrichtung von Tap to Unlock in den Einstellungen des Keypad 2 NFC wird nun nicht der Smart-Home-Modus, sondern der Nuki-App-Modus ausgewählt.

Ein entscheidender Unterschied des App-Modus liegt nun darin, dass man zunächst das Smartphone entsperren muss, bevor man es an das Keypad 2 NFC hält. Ist das Smartphone nämlich entsperrt und hält man es mit NFC an das Keypad, erscheint eine Benachrichtigung, die man anklicken muss (iOS, unter Android öffnet direkt die App) und die Nuki-App öffnet. Das eigentliche Entsperren des Smart Locks erfolgt dann über die Nuki-App, nur dass man diese eben nicht mehr manuell öffnen muss, sondern NFC dies übernimmt.

Der Nuki-App-Modus ist somit deutlich unkomfortabler als der Smart-Home-Modus, bei dem man einfach nur kurz das gesperrte Smartphone oder die gesperrte Smartwatch an das Keypad hält, um die Tür zu öffnen.

Ein Vorteil dieser Variante liegt allerdings darin, dass auch andere, die nicht Teil des Smart-Home-Zuhauses sind, aber in der Nuki-App als Nutzer für das Smart Lock hinterlegt sind, nun Tap to Unlock nutzen können.

Nuki Keypad 2 NFC
Nuki Keypad 2 NFC

So richtet man NFC und Home Key für das Nuki Smart Lock ein

Die Einrichtung des digitalen Schlüssels und von Tap to Unlock mit dem Nuki Keypad 2 NFC ist einfach. Die Einrichtung des Nuki Keypad 2 NFC wird über die Nuki-App gestartet, indem dem Smart Lock in den Einstellungen ein neues Keypad zugeordnet wird. Durch Drücken der Zurücktaste auf dem Keypad für rund fünf Sekunden wird die Verbindung zwischen Smart Lock und Keypad hergestellt. Voraussetzung ist Firmware 2.4.10 auf dem Keypad und 5.7.8 auf dem Smart Lock.

Notwendige Keypad-Firmware 2.4.10

Der Nutzer wird nun in der App durch die Ersteinrichtung geführt, die das Festlegen eines Sicherheitscodes, der zum Verwalten des Keypads nötig ist, eines sechsstelligen Zutrittscodes zum Öffnen des Smart Locks und das optionale Hinzufügen eines Fingerabdrucks enthält.

Auswahl zwischen Nuki-App-Modus und Smart-Home-Modus
Auswahl zwischen Nuki-App-Modus und Smart-Home-Modus
Auswahl zwischen Nuki-App-Modus und Smart-Home-Modus
Auswahl zwischen Nuki-App-Modus und Smart-Home-Modus
Wechsel aus der Nuki-App in die Home-App
Wechsel aus der Nuki-App in die Home-App

Zudem kann man beim neuen Keypad nun eben Tap to Unlock einrichten. Dabei muss zunächst einer der beiden Modi gewählt werden, also der Nuki-App-Modus oder der Smart-Home-Modus. Wählt man den Smart-Home-Modus, muss man im nächsten Schritt noch den Hausschlüssel (Home Key) der Wallet hinzufügen. Hierzu verweist die Nuki-App direkt auf die Home-App. Diese erkennt wiederum, dass nun ein Hausschlüssel für das Smart Lock eingerichtet werden kann. Aktiviert man diese Funktion in Apple Home, wird der Home Key zur Wallet hinzugefügt.

In der Apple Wallet kann man für den Home Key nun über das i-Symbol oben rechts noch den Expressmodus aktivieren. Er regelt, ob man das Öffnen per Face ID oder Code zunächst bestätigen muss oder Tap to Unlock auch bei gesperrtem iPhone und Apple Watch funktionieren soll. Hier hat man also die Wahl zwischen Sicherheit und Schnelligkeit, denn bei aktiviertem Expressmodus gelangt jeder ins Haus, der das Smartphone in Händen hält. Ohne Expressmodus steht ihm noch die Hürde des Entsperrens des Smartphones im Weg. Der Expressmodus lässt sich auch getrennt für iPhone und Apple Watch konfigurieren, falls gewünscht. Im Unterschied zum iPhone entsperrt eine gesperrte Apple Watch, die man nicht am Handgelenk trägt, das Nuki Smart Lock aber nicht. Sie muss zumindest einmalig angelegt und entsperrt worden sein, um daraufhin auch im Standby am Handgelenk das Smart Lock zu öffnen.

Der digitale Hausschlüssel in der Apple Wallet
Der digitale Hausschlüssel in der Apple Wallet
Expressmodus, um auch mit gesperrtem iPhone das Smart Lock zu öffnen
Expressmodus, um auch mit gesperrtem iPhone das Smart Lock zu öffnen

Nutzt man Apple Home und ein iPhone oder eine Apple Watch für Tap to Unlock, ist dies denkbar einfach. Am besten hält man einfach die obere Kante des iPhones an das Nuki Keypad 2 NFC und schon wird der Home Key erkannt und das Nuki Smart Lock öffnet. Bei der Apple Watch hält man das Display an das Keypad und das Nuki Smart Lock öffnet ebenso schnell. Dies funktioniert auch problemlos durch Jacken oder Pullover hindurch.

Sowohl mit Smartphone als auch Smartwatch entsperrt das Nuki Smart Lock über Tap to Unlock somit sehr schnell. Über die Smartwatch ist es im Expressmodus, wenn das Keypad an einem gut erreichbaren Platz montiert wurde, noch bequemer, da man nicht erst das Smartphone aus der Tasche nehmen muss.

Gut zu wissen ist, dass ein Apple Home Key immer für ein Zuhause in Apple Home gilt. Nutzt man mehrere Smart Locks, gilt der Home Key für alle Smart Locks, die dies unterstützen, sofern man Admin des Smart Homes ist. Der Eigentümer kann weiteren Bewohnern entweder ebenso einen virtuellen Generalschlüssel geben, oder aber den Zugang per Home Key auf einzelne Smart Locks beschränken. Mehrere Home Keys kann man dann in der Wallet haben, wenn man beispielsweise gleichzeitig als Eigentümer ein Apple Home verwaltet, aber auch noch in einem weiteren als Bewohner eingeladen wurde.

Auch der Einsatz mehrerer Nuki Smart Locks mit mehreren Keypad 2 NFC in einem Haushalt und einem Smart Home ist theoretisch so aber kein Problem.

Keine NFC-Tags von Nuki

Nuki plant bisher nicht, NFC-Tags oder NFC-Karten auf den Markt zu bringen, die wie ein Home Key funktionieren und das Smart Lock über der Keypad 2 NFC öffnen können. Man wolle ja gerade physische Schlüssel überflüssig machen und sie stattdessen durch etwas ersetzen, was man ohnehin bei sich hat.

Mit NFC-Tags kann das Nuki Keypad 2 NFC nicht entsperrt werden
Mit NFC-Tags kann das Nuki Keypad 2 NFC nicht entsperrt werden

Ein wenig außer Acht gelassen werden hierbei allerdings Kinder, die ohne Smartphone oder Smartwatch so im Grunde nur auf ein Nuki Fob zurückgreifen können, um das Smart Lock zu öffnen, da Fingerabdrücke gerade bei jüngeren Kindern keine verlässliche Methode zum Öffnen und Codes zu unsicher sind. Für diese wäre das Entsperren per NFC-Tag ohne Smartphone im Alltag am einfachsten.

Was ist überhaupt Aliro?

Eingangs kurz erwähnt, setzt Nuki auf den offenen Standard Aliro, der von der Connectivity Standards Alliance (CSA) entworfen wurde, also einem Zusammenschluss zahlreicher führender Smart-Home-Hersteller. Ende Februar wurde er veröffentlicht und Nuki gehört zu den ersten Herstellern, die den neuen Standard mit dem Keypad 2 NFC auch sofort nutzen. Als offener Standard der CSA für sichere, mobile Zutrittskontrollen, der Smartphones und Wearables als Schlüssel nutzt, kann davon ausgegangen werden, dass sich Aliro durchsetzen wird.

Auch wenn wie bei Nuki vor allem Smart Locks und der Ersatz des physischen Schlüssels für die Haustür das bekannteste Anwendungsgebiet für Aliro sind, ist der Standard sehr viel umfassender ausgelegt und soll in Zukunft auch den Zugang etwa zu Büros, Universitäten, Wohnanlagen oder in der Gastronomie regeln.

Aliro: Der offene Standard der CSA
Aliro: Der offene Standard der CSA (Bild: CSA)

Integration in die Wallets von Apple, Google und Samsung

Eine weite Verbreitung und die Durchsetzung des Standards ist wahrscheinlich, weil Apple, Google und Samsung die Integration der Zugangsschlüssel in ihre mobilen Wallets vornehmen. Dies erleichtert die Nutzung per Smartphone im Alltag enorm, da Nutzer nicht zwischen verschiedenen Plattformen oder Apps hin und her wechseln müssen, sondern die native Wallets des Geräts nutzen können. Wie oben gezeigt, muss man hierfür nicht mal mehr das Smartphone entsperren oder sich wie beim mobilen Zahlen autorisieren, wenn man dies nicht möchte.

Bluetooth, NFC oder UWB zur Erkennung

Der herstellerübergreifende Standard unterstützt Bluetooth Low Energy (BLE), NFC und Ultra-Wideband (UWB), so dass eine breite Interoperabilität gewährleistet ist. Eine asymmetrische Kryptografie gewährleistet die sichere Übertragung zwischen Endgerät und Lesegerät – anders als bei manchen NFC-Readern wird also nicht einfach nur die ID eines NFC-Tags übertragen, um die Authentizität zu bestätigen. Für die Zukunft arbeitet die CSA bereits an einer Erweiterung des Standards, der auch die sichere Weitergabe digitaler Schlüssel beinhalten soll.

Unterschied zu Matter

Die CSA ist dieselbe Organisation, die auch den Smart-Home-Standard Matter entwickelt hat und fortwährend weiterentwickelt. Der Unterschied zwischen Matter und Aliro liegt darin, dass Matter auf die Steuerung von Smart-Home-Geräten beispielsweise über WLAN oder Thread mittels IP-Protokoll ausgerichtet ist, während Aliro speziell auf die direkte Nahfeldkommunikation zwischen Türschloss und Endgerät via NFC oder Bluetooth ausgelegt ist. Matter allein kann kein Tap to Access, das übernimmt nun Aliro. Für Aliro benötigt es zudem per se kein Matter. Ob Hersteller ihre Technik über Matter in das Smart Home einbinden, ist wiederum eine ganz andere Entscheidung.

Weitere Details zum Nuki Keypad 2 NFC

Mit Ausnahme der zusätzlichen NFC-Schnittstelle für Aliro bietet das Keypad 2 NFC wie bereits kurz erwähnt alle Funktionen des Nuki Keypad 2 (Test). Neben dem Tastenfeld für die Eingabe eines Zugangscodes für das Smart Lock ist somit auch wieder ein Fingerabdrucksensor im unteren Bereich integriert, über den man das Smart Lock ebenfalls öffnen kann. Auch nach dem erstmaligen Einrichten des Fingerabdrucks lernt der Scanner des Keypad 2 NFC bei jeder erfolgreichen Öffnung dazu, so dass leichte Veränderungen von allein registriert werden und kein erneutes Anlernen des Fingers nötig ist. Laut Nuki liegt die Falschakzeptanzrate eines Fingerabdrucks bei 1:500.000 – bei einem von 500.000 Versuchen führt also auch ein falscher Fingerabdruck zum Erfolg. Als Sicherheitsmaßnahme werden die Berechtigungen auch beim neuen Modell nicht auf dem Keypad gespeichert, sondern auf dem Smart Lock, da das Keypad im Freien installiert und einfach entwendet werden kann. Das Keypad verbindet sich verschlüsselt über Bluetooth mit dem Smart Lock.

Nuki Keypad 2 NFC
Nuki Keypad 2 NFC
Vier AAA-Batterien versorgen das Keypad mit Energie
Vier AAA-Batterien versorgen das Keypad mit Energie
Batteriefach des Keypad 2 NFC
Batteriefach des Keypad 2 NFC

Für die Montage im Freien ist das Keypad 2 NFC nach IP65 staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt, so dass es nicht zwingend unter einem Vordach platziert werden muss – aber in Reichweite des Smart Locks. Die Betriebstemperatur liegt zwischen -20 und +70 °C.

Für alle Details zur Einrichtung und Nutzung mit Zahlencode oder Fingerabdruck sei an dieser Stelle auf den Test des Keypad 2 verwiesen, da sich hieran mit der NFC-Variante nichts ändert.

Fazit

Das Nuki Keypad 2 NFC macht im Alltag genau das, wofür es gedacht ist. Mit Aliro und NFC bietet es mit Tap to Unlock eine weitere Möglichkeit zum Entsperren des Nuki Smart Locks über das Smartphone oder die Smartwatch – neben einer Tastenkombination oder einem Fingerabdruck. In die Apple oder Samsung Wallet integriert, registriert das Keypad den Home Key beim Ranhalten des Geräts schnell und öffnet das Smart Lock. Im Expressmodus geht dies sogar schneller und einfacher als das mobile Bezahlen, da man das Smartphone nicht einmal mehr entsperren muss. Hält man dies für zu unsicher, da das Smartphone in diesem Fall bei Verlust tatsächlich wie ein normaler Schlüssel die Tür öffnen kann, spart man sich die Aktivierung des Expressmodus und bestätigt das Öffnen per Face ID oder PIN. Am komfortabelsten ist jedoch zweifellos der Expressmodus.

GIF Nuki Keypad 2 NFC: Tap to Unlock mit dem Smartphone

Der Smart-Home-Modus mit Hub ist im Alltag dabei klar die präferierte Art der Nutzung. Der alternative Nuki-App-Modus, wenn man keinen Hub im Haushalt hat, spart quasi nur das manuelle Öffnen der Nuki-App ein, indem man das Smartphone hierfür an das Keypad hält. Ihn will man eigentlich nicht nutzen und er ist kein Grund, auf das neue Keypad 2 NFC zu setzen.

Das Keypad 2 NFC ist wie seine Vorgänger vor allem für all jene eine sinnvolle Ergänzung, die ihr Smart Lock nicht mit Auto Unlock und Auto Lock steuern möchten, also ganz ohne Interaktion nur durch Annäherung des Smartphones. Denn hat man die Hände voll, ist Tap to Unlock kein Ersatz für Auto Unlock, das bei Näherung das Smart Lock aufsperrt, da genau dies nicht passiert. Man muss das Smartphone oder die Smartwatch an das Keypad 2 NFC halten, damit das Nuki Smart Lock reagiert.

Nuki Keypad 2 NFC mit Smart Lock Ultra
Nuki Keypad 2 NFC mit Smart Lock Ultra

Eine kleine Einschränkung, die jedoch auch Nuki noch nicht umgehen kann, da sie im Standard begründet liegt, ist die fehlende Möglichkeit, den Home Key zu teilen. Diese Option sieht Aliro bisher nicht vor, sie soll jedoch nachgereicht werden. Für Gäste kann man bis dahin beim Einsatz eines Nuki Smart Locks mit Nuki Keypad weiterhin einen temporären Zugangscode konfigurieren.

Nuki Keypad 2 NFC mit Fingerabdrucksensor, Tastenfeld und NFC-Bereich
Nuki Keypad 2 NFC mit Fingerabdrucksensor, Tastenfeld und NFC-Bereich

Alternativen zum Keypad 2 NFC mit Aliro gibt es bisher auf dem deutschen Markt noch keine. Das Aqara U200 Smart Lock bietet aber bereits Apples Home Key über das Keypad, wenn auch ohne Aliro. Die Aliro-Unterstützung bringt nun der Nachfolger. Das Aqara U400, das in Kürze auch in Deutschland auf den Markt kommen sollte, nutzt ebenfalls Apples Home Key, bietet darüber hinaus aber auch noch mit Ultra-Wideband (UWB), so dass sich das Smart Lock über Bluetooth öffnet, wenn man sich auf rund 2 Meter nähert. Das bietet zwar auch Nuki, aber nicht in Kombination mit UWB.

Nuki Keypad 2 NFC (links) neben Keypad 2
Nuki Keypad 2 NFC (links) neben Keypad 2

Abgesehen von der Neuerung Tap to Unlock verrichten die anderen Funktionen des Keypads gewohnt zuverlässig und schnell ihren Dienst. Der Fingerabdrucksensor erkennt hinterlegte Finger schnell und zuverlässig, wobei die Orientierung auf dem Sensor keine Rolle spielt. Selbst feuchte Finger werden problemlos erkannt. Auch das Teilen der Zutrittsberechtigung über die Nuki-App mit zeitlicher Beschränkung über das Keypad ist erneut kein Problem – wie eben erwähnt mit Ausnahme des digitalen Schlüssels. Möchte man etwa während des Urlaubs niemanden ins Haus lassen, kann man das Keypad auch komplett deaktivieren.

Das Nuki Keypad 2 NFC ist ab heute zur UVP von 179 Euro bei Nuki erhältlich.

ComputerBase wurde das Keypad 2 NFC leihweise von Nuki unter NDA zum Testen zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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Zufallsfund: Unangekündigte Lexar M7 SSD entspricht der NM790-Serie


Zufallsfund: Unangekündigte Lexar M7 SSD entspricht der NM790-Serie

Bild: Lexar

Eine neue SSD-Serie von Lexar steht in den Startlöchern. Ohne offizielle Ankündigung haben Händler schon mit dem Verkauf der Lexar M7 SSD begonnen. Doch bei den Eckdaten der PCIe-4.0-SSD im M.2-Format herrschte noch Verwirrung. Die Informationslage ist dünn, doch inzwischen gibt es etwas Offizielles (siehe Update).

Durch Zufall ist ComputerBase bei der Recherche über die Lexar M7 „gestolpert“. Dieses Modell war der Redaktion bisher nicht bekannt und auch die Suche auf der Website des Herstellers blieb ohne Ergebnis. Augenscheinlich steht eine offizielle Vorstellung auch erst noch aus.

Lexar M7 wird schon verkauft

Das hindert Händler wie so oft nicht daran, das praktisch unbekannte Produkt schon einmal anzupreisen oder sogar schon zu verkaufen. Bei MediaMarkt und Saturn wird die neue SSD-Serie mit Speicherkapazitäten von 512 GB, 1 TB, 2 TB und 4 TB bereits zur Vorbestellung angeboten. Die Auslieferung soll ab dem 25. Juni 2026 beginnen. Das Modell mit 4 TB ist mit einem aktuell auf rund 360 Euro rabattierten Preis besonders interessant, allerdings kann dieses noch nicht bestellt werden und wird wohl erst später erhältlich sein.

Unangekündigte Lexar M7 SSD aufgetaucht
Unangekündigte Lexar M7 SSD aufgetaucht

Eine umbenannte NM790?

Mit den angegebenen Transferraten von bis zu 7.400 MB/s beim Lesen und 6.500 MB/s beim Schreiben und auch den eher ungewöhnlichen TBW-Werten (z.B 1.500 TB beim 2-TB-Modell) erinnert vieles an die schon länger erhältliche Lexar NM790 (Test). Dazu passt auch die Information, dass die SSD keinen eigenen DRAM-Cache besitzt und stattdessen auf „HMB 3.0“ setzt. Damit bewirbt Lexar eben auch die NM790.

Lexar M7 SSD (Bild: Lexar)

Außerdem steht sogar in der Produktbeschreibung im Handel, dass die SSD zur Reihe NM790 zählt. Letztlich kann es sich dabei auch nur um einen Platzhalter handeln, sodass Daten von der NM790-Serie vorerst kopiert wurden, um die Zeilen nicht leer stehen zu lassen.

Eine NM790 unter neuem Namen oder nur Platzhalter?
Eine NM790 unter neuem Namen oder nur Platzhalter?

Die Redaktion hat Lexars PR-Agentur um nähere Informationen gebeten, die nach Büroschluss am Dienstag aber noch nicht vorlagen. Die Preise im Handel liegen aktuell bei rund 110 Euro* (512 GB), 150 Euro* (1 TB), 225 Euro* (2 TB) und 360 Euro* (4 TB, nicht lieferbar).

Update

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.



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Preis der Steam Machine: Subventionen sind für Konsolen, sagt Valve


Wer eine Steam Machine möchte, muss dank KI-getriebener Speicherpreis-Apokalypse über 1.000 Euro ausgeben. Einen subventionierten Preis hält Valve für nicht gesund. Man ist davon überzeugt, dass ein offenes System besser sei, versucht das Unternehmen zu erklären. Das verlangt nach kritischer Einordnung.

Ab 1.039 Euro startet eine Steam Machine bei Valve. Dafür gibt es 512 GB Speicher und noch keinen Controller. Für die Hardware-Spezifikationen ist das viel Geld, auch wenn der Formfaktor angenehm winzig bleibt. Wie viel teurer die Knappheit von Speicherkomponenten den Valve-Rechner gemacht haben, lässt sich nicht genau sagen. Valve sprach von einer Erhöhung etwa im gleichen Rahmen wie beim Steam Deck, dessen Preis um 30 Prozent angehoben wurde.

Valves Argumentation

Auf einen subventionierten Preis brauchen Käufer nicht hoffen. In der Ankündigung distanziert sich Valve vom Konsolen-Modell, man verstehe die Steam Machine als „Erweiterung des PC-Gamings“.

In die gleiche Kerbe schlug der Konzern in einer Stellungnahme gegenüber The Verge. „Wenn wir bei etwas dogmatisch sind, dann bei unserem Glauben, dass offene Systeme langfristig besser sind, für uns und unsere Kunden“, heißt es darin. Gerade die Offenheit des PC-Ökosystems habe Hard- und Software-Innovationen hervorgebracht. Jeder der meine etwas besser machen zu können, könne sich daran versuchen.

Das setzt Valve in Zusammenhang mit einem realistischen Preis. Werde nicht kostendeckend verkauft, wird das immer getan, um ein geschlossenes System zu bauen, bei dem sich nicht ausgesucht werden könne welche Software genutzt wird. „Wir wollen das nicht für PC Hardware, und wir denken nicht dass ihr das wollen solltet“, so Valve weiter. Es soll nicht das Gefühl herrschen, Valve-Hardware kaufen zu müssen, sondern sie als eine Option unter vielen sehen und schauen, welche am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt. Hardware zu subventionieren laufe dem zuwider.

Ein kritischer Blick

Auf den ersten Blick klingt das vernünftig und im Sinne der Kunden. In Abwägungen kann aber durchaus einfließen, dass ein Gerät günstiger als die Konkurrenz angeboten wird, das ist das eine. Das andere: Wer seine Hardware subventioniert, muss nicht zwingend Software fest vorgeben, er könnte sie schlicht offen lassen.

Es ist nicht so, als könnte sich Valve das nicht leisten, das Unternehmen ist dank seiner Plattformgebühr und einer quasi-marktbeherrschenden Stellung auf dem PC ungemein profitabel. Das muss es sein, wenn Besitzer Gabe Newell eine Luxusyacht für 500 Millionen US-Dollar und jüngst eine Villa für 70 Millionen US-Dollar erwerben kann.

Die Sache ist am Ende diese: Valve muss seine Plattform nicht durch exklusive Spiele oder günstige, an Software gebundene Hardware bewerben, weil es in Gänze und der Feature-Breite wenig echte Alternativen gibt. Erst recht nicht unter Linux, wo Proton und SteamOS stehen – und andere Launcher oder Stores eine noch geringere Präsenz haben. So ist auch der Linux-Zug zu verstehen, er sichert Valve gegenüber Microsoft ab. Überlegungen, Windows zu einer geschlossenen Plattform umzubauen, gab es in Redmond immer mal wieder.

Und so ist Valve faktisch längst eine Art Plattformbetreiber geworden, der nur nicht so genannt werden will und der Wert auf einen offeneren Anstrich legt. Es hat durchaus Gründe, warum Sonys Rückkehr zu Exklusivspielen auch von Valves neuer Hardware-Sparte getrieben wurde. Die bietet schließlich genau das, ein Konsolen-artiges Nutzungserlebnis. Am Ende gilt also: Die Leute kaufen ohnehin bei Steam, deren PC muss deshalb nicht günstiger gemacht werden und Valve kann auch daran noch verdienen.



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HPE-Rack mit AMD Venice: 81.920 Kerne durch 40 Blades mit je acht 256-Kern-CPUs bei bis zu 400 kW


HPE-Rack mit AMD Venice: 81.920 Kerne durch 40 Blades mit je acht 256-Kern-CPUs bei bis zu 400 kW

AMDs neue Epyc-CPU Venice wirft auch bei HPE große Schatten voraus. Im GX5000 sucht die Dichte an Prozessorkernen in einem Schrank dabei seinesgleichen: 81.920 Kerne im Rack werden so zu finden sein. Das übertrifft die Lösung mit Nvidias Vera-CPU deutlich und macht so noch einmal eine ganz andere Liga auf.

Ursprünglich hat HPE den extrem dicht gepackten GX5000 zur GTC 2026, also Nvidias Hausmesse in den USA, enthüllt. Dabei wurden 16 Vera-CPUs in ein Blade für 640 CPUs pro Rack gepackt, was in 56.320 Olympus Arm-Kernen, die mit SMT 112.640 Threads bieten, resultierte. Die Lösung von HPE lag dabei bereits deutlich über Nvidias Referenz-Rack, das „nur“ eine Behausung für 256 Prozessoren darstellte.

Das GX5000 kann aber noch viel mehr, wie uns HPE zur ISC 2026 erklärte. Denn mit den neuen Server-Prozessoren AMD Venice und auch neuen Instinct-HPC-Beschleuniger könnten damit noch nie dagewesene und extrem leistungsstarke Systeme gebaut werden. Das modulare Konzept erlaubt dabei nämlich unterschiedliche Ansätze. Als moderner HPC-Ansatz mit einer Mischung aus CPUs und GPUs wird je ein 600-Watt-Venice-Prozessor mit vier AMD Instinct MI430X kombiniert, 28 Blades des Typ GX350a sind dann insgesamt in einem dieser Racks zu finden – 112 Instincts insgesamt. Das Nvidia-Pendant GX440n nutzt dazu 24 Blades, ist jedoch mit jeweils vier Vera-CPUs und acht GPUs bestückt, 192 Rubin-GPUs sind hier also zugegen.

HPE Cray GX5000 zur ISC 2026
HPE Cray GX5000 zur ISC 2026

Natürlich hat HPE zusammen mit AMD aber auch die All-in-CPU-Version am Start. Von den theoretisch maximal nutzbaren 44 Einschüben werden nun 40 genutzt und mit jeweils acht Venice-Prozessoren vollgepackt, die 256 Kerne und 512 Threads bei bis zu 600 Watt im Sockel SP7 bieten. Das Endergebnis ist dann nur noch Mathematik mit großen Zahlen: 81.920 Prozessorkerne, die insgesamt 163.840 Threads zur Verfügung stellen, wird eines dieser GX5000-Racks in der Maximalkonfiguration mit GX250-Blades bieten.

Die Racks haben dabei insgesamt Ausmaße angenommen, die mit normalen Server-Schränken nicht mal mehr ansatzweise vergleichbar sind. Sie sind nicht nur viel höher, sondern auch deutlich breiter und auch noch viel tiefer. Auch ein Einschub ist dabei leicht höher als 1U mit 44,4 mm, OpenU (OU) genannt, der 48 mm Höhe nutzt.

Ab Februar werden die Systeme mit unterschiedlichen Blades gebaut, also realistisch wohl ab Q2/2027 verfügbar. Die Startkonfigurationen sind dabei für bis zu 400 Kilowatt ausgelegt, doch in den Plänen für die nächsten Jahre sind die Ausbaustufen auf 600, 800 und gar 1.000 Kilowatt bereits klar definiert. Sollte es dann weiter hinaus gehen, muss ein neues Design her. Doch hier hofft HPE, dass es so sechs bis sieben Jahre dauern wird.



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