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Künstliche Intelligenz

Nvidia RTX Spark: Was von der Notebook-CPU und ihrem Ableger N1 zu erwarten ist


Nvidia-Chef Jensen Huang nutzte seine Keynote-Ansprache zu Beginn der Computermesse Computex in Taiwan unter anderem dafür, den lange erwarteten beziehungsweise verspäteten Notebookprozessor N1X endlich vorzustellen. Viel mehr als den offiziellen Markennamen RTX Spark verriet er aber nicht – Modellvarianten mit zugehörigen Modellnummern sind wie offizielle Angaben zur Abwärme oder andere Eckdaten weiterhin Fehlanzeige.

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Die Geheimniskrämerei werten wir als Warnsignal, dass RTX-Spark-Geräte vielleicht doch etwas später erscheinen könnten, als Nvidia verspricht: Huang sprach auf der Bühne von Herbst, unter der Hand nannten uns Notebookhersteller konkreter September oder Oktober als aktuellen Zieltermin. Sämtliche öffentlich auf der Computex ausgestellten Notebooks waren funktionslose Mockups; einzig Nvidia selbst hatte lauffähige Systeme in seinen Räumen. Dort wiederum konnte man zwar laufende Demos begutachten, durfte die Geräte aber nicht selbst bedienen.


6 graue Laptops lehnen an einer Wand

6 graue Laptops lehnen an einer Wand

In der ersten Welle von Notebooks mit Nvidias RTX Spark werden sechs Herstellern vertreten sein, teilweise mit mehr als einem Gerät.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Das Fehlen konkreter technischer Spezifikationen ist auch deshalb verwunderlich, weil Gerüchteköche diese bereits kurz vor der Keynote herumreichten. Und zwar nicht nur für Varianten des N1X, sondern auch vom schwächeren Massenmarktableger N1. Unsere Nachforschungen in Taipei bestätigten diese Gerüchte – und wir entdeckten sogar einen laufenden N1 unter anderem Namen auf dem Messestand eines engen Nvidia-Partners.

Es ist kein Geheimnis, dass der N1X für Windows-Geräte technisch eng verwandt ist mit dem GB10 der Mini-Workstation DGX Spark, die unter Linux läuft: Das sagte Jensen Huang in einer Pressefragerunde selbst. Ihm gefällt der Codename N1X nach eigener Aussage auch weiterhin so gut, dass er ihn gerne weiterbenutzt, obwohl die offizielle Sprachregelung nun eben RTX Spark lautet.

Wie schon beim AMD-Mobilprozessor Ryzen AI 300 Max alias Strix Halo zeigt sich aber, dass Chips in Mini-PCs mehr Energie verheizen dürfen als in Notebooks. Strix Halo läuft in stationären kleinen Workstations mit bis zu 140 Watt, in den damit bestückten Mobilgeräte hingegen eher mit 45 bis 65 Watt. In der Gerüchteküche kursiert für N1X eine zulässige Abwärme von 45 bis 80 Watt, also in derselben Größenordnung.

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Unsere Recherchen auf der Computex stützen das: Zwar wurden keine direkten Fragen zur TDP von N1X beantwortet. Doch die Tatsache, dass viele Notebookhersteller ihren N1X-Notebooks 140-Watt-Netzteile beilegen werden, spricht Bände: Das lässt Luft, um entweder den Akku zu laden oder unter Volldampf noch Reserven für RAM, SDD und Bildschirm zu haben.

Microsoft wurde im Gespräch mit c’t sogar noch präziser: Das Kühlsystem im Surface Laptop Ultra ist auf 110 Watt ausgelegt. Reserven sind üblich, um Fertigungstoleranzen auszugleichen und auch an heißen Tagen noch zuverlässig kühlen zu können – oder schlicht die Lüfter langsamer und somit leiser drehen zu lassen.


Ein Laptop wurde auf die Kante gestellt, die einzelnen Schichten getrennt

Ein Laptop wurde auf die Kante gestellt, die einzelnen Schichten getrennt

So sieht Microsofts Surface Laptop Ultra mit RTX Spark im Schichtmodell aus.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Mit dieser Bestätigung halten wir wiederum die geleakten Specs für glaubwürdig, wonach es N1X notebooktypisch in mehreren Varianten geben wird. Der Vollausbau hat zehn ARM Cortex-X925, zehn Cortex-A725 und 48 GPU-Kerne. Es soll auch eine Variante kommen, die nur je neun CPU-Kerne (also insgesamt 18 statt 20) sowie eine auf 40 GPU-Kerne abgespeckte Blackwell-GPU hat. Über ihr 256-Bit-Speicherinterface adressieren beide zwischen 16 und 128 GByte Arbeitsspeicher.

Noch geheimnisvoller sind kleinere Modelle, deren Entwicklung unter dem Codenamen N1 (ohne X) laufen. Dass dieser Codename existiert und mit RTX Spark zusammenhängt, hat Jensen Huang in der Pressefragerunde selbst als Ausblick erwähnte. Er vertröstete dabei allerdings unbestimmt in die Zukunft – also einen Zeitrahmen nach Herbst 2026, in dem N1X-Notebooks starten sollen.

N1 ist nach unseren Informationen eine abgespeckte Variante der Bausteine, die in N1X stecken. Um wieder wie oben AMD zum Vergleich heranzuziehen: Strix Halo (Ryzen AI 300 Max) ist das dicke Gegenstück zu N1X und Strix Point (Ryzen AI 300) die „normale“ Variante, wie N1. Hier wie dort bedeutet dies, dass es ein Speicherinterface mit der üblichen Breite von 128 Bit (für 8 bis 64 GByte RAM) gibt, aber auch kleinere CPU- und GPU-Konfigurationen.


Aufsteller mit Text: "MEDIATEK - Flagship Agentic Al Smart Cockpit Platform - MediaTek Dimensity AX C-XI - Bringing Superintelligence to Next-Gen Vehicles - Ultra-efficient 3nm Process Node - MediaTek & NVIDIA Partnership - Superior Edge Compute and Outstanding Graphics Performance - ARM v9.2 architecture 12-Core CPU @ 530K DMIPS - NVIDIA Blackwell GPU @10.2 TFLOPS (FP32) - NVDLA3 NPU @ 80 TOPS (INT8) - Up to 12 Displays and 24 Cameras - NVIDIA DRIVE OS Architecture Cable 2KXак"

Aufsteller mit Text: "MEDIATEK - Flagship Agentic Al Smart Cockpit Platform - MediaTek Dimensity AX C-XI - Bringing Superintelligence to Next-Gen Vehicles - Ultra-efficient 3nm Process Node - MediaTek & NVIDIA Partnership - Superior Edge Compute and Outstanding Graphics Performance - ARM v9.2 architecture 12-Core CPU @ 530K DMIPS - NVIDIA Blackwell GPU @10.2 TFLOPS (FP32) - NVDLA3 NPU @ 80 TOPS (INT8) - Up to 12 Displays and 24 Cameras - NVIDIA DRIVE OS Architecture Cable 2KXак"

Der Aufsteller zu MediaTeks Standdemo des Automotive-Chips Dimensity AX C-X1 enthält etliche Hinweise, die auf die schwächere RTX-Spark-Variante N1 schließen lassen.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Konkret spricht die Gerüchteküche bei N1 von einer Kombination aus acht Cortex-X925, vier Cortex-A725 und 20 GPU-Kernen. Der GPU-Ausbau klingt dahin stimmig, da es mit GB207 (GeForce RTX 5050) bereits ein Stand-Alone-Gegenstück gibt – und mit GB205 alias GeForce RTX 5070 übrigens auch eines für N1X.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf schlenderten wir über das Messegelände und wurden bei MediaTek stutzig: Nvidias Entwicklungspartner, der für GB10 wie auch N1(X) die CPU-Chiplets zuliefert, zeigte dort seinen Automotive-Chip Dimensity AX C-X1, in dem bekanntermaßen GPU-Technik von Nvidia steckt. Interessanterweise sprachen die Aufsteller am Messestand davon, dass der Chip insgesamt zwölf ARM-Kerne besitzt – Zufall?

Wir sagen: „Nein.“ Der Aufsteller nannte zwar keine Details zur Anzahl der GPU-Kerne, wohl aber eine Rohrechenleistung der Blackwell-Grafikeinheit von gut 10 TFlops im Datenformat FP32. Zusammen mit der Abwärme von 90 Watt, die ein MediaTek-Ingenieur am offen zu bestaunenden C-X1-Entwicklerkit verriet, wird per Dreisatz ein Schuh daraus: Da die 48 GPU-Kerne von GB10/N1X bei 140 Watt rund 31 TFlops im Datenformat FP32 liefern, landet man auch ohne konkrete Taktraten bei ziemlich genau 20 GPU-Kernen, die C-X1 haben muss. Daher sind wir uns sicher: C-X1 ist derselbe Chip, den Nvidia später als N1 für RTX-Spark-Notebooks verkaufen will.


Offenes Gehäuse eines Computers mit großem Kühlerkörper

Offenes Gehäuse eines Computers mit großem Kühlerkörper

Unter dem Kühlkörper dieses Entwicklersystems arbeitet MediaTeks Dimensity AX C-X1, der später dann als N1 auch in Notebooks zum Einsatz kommen wird.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)



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Amazon-App zeigt KI-generierte Produkte, die es so nicht gibt


Computer, show me a table”. In der Star-Trek-Folge Schisms (TNG S06E05) bilden Crewmitglieder am Holodeck eine Folter- und Experimentierkammer nach, um sich verdrängte Erinnerungen daran wachzurufen. Auf ähnliche Weise möchte Amazon.com Kauflust wecken: Die Amazon Shopping App wird mit neuen generativen KI-Funktionen ausgestattet.

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Sobald man etwas in die Suchleiste eingibt, erscheinen Darstellungen von Sachen, vorerst aus den Abteilungen Gewand und Haushaltsgegenstände des Online-Kaufhauses. Die gezeigten Dinge gibt es aber gar nicht, die Bilder sind KI-generiert. Ein Klick auf eine Darstellung soll zu ähnlichen Produkten aus dem Amazon-Katalog führen. Mitunter zeigt die Anwendung auch Zusammenstellungen verschiedener Kleidungsstücke und Accessoires, ebenfalls KI-generiert, die in der Form also gar nicht bestellbar sind.

Alternativ können Kauflustige die Kamera ihres Smartphones auf echte Gegenstände richten, um zu versuchen, sie bei Amazon zu bestellen. „Visuelle Suchfunktionen machen Einkaufen unterhaltsamer”, hofft das Unternehmen. Diese Funktionen sind inspiriert von Google Lens und heißen entsprechend Amazon Lens Live. Auch Amazons Lens erlaubt, Bildteile durch Einkreisen hervorzuheben. Zudem kann die optische Suche durch Eingabe von Text fokussiert werden, beispielsweise durch Angabe einer gewünschten Farbe oder Marke. „Computer, make this a metal table.

Hat man endlich Produkte gefunden, die einem Zusagen, blendet Amazons Shopping App bisweilen einen Link ein, der zu weiteren, ähnlichen Produkten führen soll. So kann die Konsumtour reibungslos weitergehen. Wann die neuen Funktionen der Amazon Shopping App im deutschen Sprachraum verfügbar werden, sagt der Konzern in seiner Mitteilung vom Mittwoch nicht. Erst einmal geht es auf Englisch: „Type it, see it, and shop it”.

Im Ausgedinge landet derweil der Einkaufs-KI-Assistent Rufus. Er wird durch Alexa for Shopping abgelöst. Dieser Bot soll Fragen beantworten können, beispielsweise zur Fleckentfernung, für die Amazon selbstredend probate Reinigungsmittel feilbietet. „We’ve all been here before.


(ds)



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Lightroom-Masken optimieren: KI-Auswahlen verfeinern und schneller bearbeiten


Wer seine Fotos detailliert bearbeiten will, nutzt dafür Raw-Daten. Diese liefern die beste Basis für Dynamikumfang und Farben. Doch globale Bildkorrekturen reichen selten aus. Fein abgestimmte Bildergebnisse wurden meist lokal korrigiert. Das erfordert Masken.

Inzwischen gibt es in Adobe Lightroom ein umfangreiches Sortiment an optionalen Maskenmethoden. Zu den ursprünglichen manuellen Pinsel- und Verlaufsmasken kamen Luminanz-, Farb- und Schärfentiefenmasken sowie KI-Masken mit Motiverkennung hinzu. Letztere identifizieren Objekte, Motive, Landschaftsmerkmale wie Wasser oder Himmel und Personen, Gesichtsbestandteile etwa Augen, Mund, Haut und so weiter. Doch nicht immer liefern die erstellten Masken das optimale Ergebnis.

Maike Jarsetz erklärt, wie sich die Methoden erweitern und verfeinern lassen, um wirklich exakt den Bereich zu bearbeiten, den man erfassen möchte – und das ohne aufwendige Prozesse.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Lightroom-Masken optimieren: KI-Auswahlen verfeinern und schneller bearbeiten“.
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Top 5: Der beste mobile Smart-TV im Test – Fernseher mit Akku auf Rollen


Großes Tablet auf Rollen, mobiler Smart-TV oder Monitor mit Akku? Wir haben fünf Modelle getestet und zeigen, warum die Geräte so spannend sind.

Sie sind weder klassisches Tablet noch echter Fernseher, und doch beides: Mobile Smart-TVs auf Rollen etablieren sich als eigene Produktkategorie für all jene, die einen flexiblen Großbildschirm suchen, der sich mühelos von Raum zu Raum bewegen lässt. Mit Displaygrößen zwischen 24 und 32 Zoll, Android-Betriebssystem oder Web OS und fahrbarem Untergestell sind sie flexibler als herkömmliche Smart-TVs oder stationäre Monitore.

Pünktlich zur WM zeigt sich der größte Trumpf dieser Geräte: Der Fernseher rollt mit. Ob bei Spielen am Abend auf der Terrasse oder spätnachts im Schlafzimmer – ohne Umstecken, ohne zweiten Fernseher, ohne Kabelsalat. Wer kein dauerhaftes TV-Gerät im Garten oder auf dem Balkon installieren will, aber für die WM-Wochen flexibel bleiben möchte, bekommt mit einem mobilen Smart-TV auf Rollen genau dafür die passende Lösung. Den integrierten Akku vorausgesetzt, läuft das Spiel auch dort weiter, wo keine Steckdose erreichbar ist.

Die Grundidee ist bei allen Geräten gleich: Ein großer Touchscreen auf einem rollbaren Standfuß, der sich flexibel im Raum positionieren lässt. Ideal für Videotelefonie im Büro, als smartes Display für die eigenen Smart-Home-Geräte, als Küchen-TV beim Kochen, für Präsentationen im Büro oder als Entertainment-Station im Schlafzimmer.

Achtung: Anders als klassische Fernseher besitzen diese Geräte keinen TV-Tuner, sondern setzen ganz auf Streaming-Apps und HDMI-Anschlüsse für externe Quellen. Wer die WM-Spiele in der ARD-Mediathek, im ZDF-Livestream oder über Magenta-TV verfolgt, kommt damit problemlos zurecht – wer auf klassischen DVB-T2-Empfang setzt, benötigt zusätzlich einen Tuner-Stick oder einen Camping-Fernseher (siehe unten).

Doch was können diese Hybrid-Geräte wirklich? Lohnt sich die Anschaffung oder handelt es sich nur um einen kurzlebigen Trend? In unserem Vergleichstest haben wir fünf aktuelle Modelle unter die Lupe genommen. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede in Verarbeitung, Displayqualität und Streaming-Fähigkeiten. Welches der riesigen Tablets am besten ist, zeigt unsere Top 5.

Welcher mobile Smart-TV ist der beste?

Um zu ermitteln, welcher der beste mobile Smart-TV ist – streng genommen ein großes Tablet auf Rollen – haben wir die Geräte mit verschiedenen Streaming-Diensten getestet. Die Lautsprecherqualität haben wir in einem Direktvergleich bewertet, die Helligkeit mit einem Messgerät überprüft. In die Gesamtbewertung flossen außerdem Verarbeitung, Ausstattung und insbesondere das Preis-Leistungs-Verhältnis ein.

Testsieger unter den Riesen-Tablets auf Rollen ist der LG Stanbyme für 830 Euro. Er bietet nicht nur eine gute Lautsprecherqualität und ein schickes Design, sondern auch ein ansehnliches Display. Die Performance kann sich ebenso sehen lassen, der Einsatz des Betriebssystems Web OS hat sich ausgezahlt.

KURZÜBERSICHT

Der Stanbyme ist der Gentleman unter den rollbaren Tablets. Statt mit 4K-Protzerei, punktet er mit Stil und Substanz. Das matte IPS-Display zeigt Inhalte knackscharf und aus jedem Blickwinkel gut erkennbar – selbst wenn man schräg daneben auf dem Boden sitzt, weil der Hund das Sofa besetzt hat.

Ein echter Pluspunkt für Netflix-Junkies: Anders als bei manchen Android-Konkurrenten wird das unterstützte Widevine Level 1 auch tatsächlich von allen Apps erkannt, wodurch selbst Netflix auf dem Stanbyme in voller Full-HD-Pracht erstrahlt. Der Preis von 830 Euro erscheint für das tadellose Gesamtpaket noch fair.

VORTEILE

  • hervorragende Bildqualität mit mattem Display
  • zuverlässiges Betriebssystem (Web OS)
  • Netflix in Full-HD dank Widevine Level 1
  • hochwertige Verarbeitung mit stylishem Stoffbezug
  • gute Lautsprecherqualität

NACHTEILE

  • zu dunkel für draußen
  • magere Anschlussausstattung (nur 1x HDMI, 1x USB)
  • NFC-Übertragung nur mit LG-App und Account nutzbar

Der LC-Power LC-M32S4K Next2U punktet mit seiner 4K-Auflösung und der guten Pivot-Funktion, die das Display automatisch dreht. Die magnetische Kamera-Lösung ist durchdacht, und mit Mini-HDMI sowie USB-C lassen sich externe Geräte anschließen. Wer Wert auf eine hohe Auflösung legt und hauptsächlich Amazon Prime, Disney+ oder YouTube nutzt, findet hier eine brauchbare Lösung – zum allerdings hohen Preis von 1059 Euro.

VORTEILE

  • 4K-Auflösung mit 31,5 Zoll Diagonale
  • clevere magnetische Kamera-Lösung
  • gute Anschlussmöglichkeiten (Mini-HDMI, USB-C)

NACHTEILE

  • zu teuer
  • mittelmäßige Verarbeitung
  • Netflix nur in SD-Qualität (480p)

Der Auvisio ST-238 richtet sich an preisbewusste Nutzer, die ein mobiles Display für den Heimgebrauch suchen. Mit 433 Euro (Ebay) ist er das günstigste Modell im Testfeld und bietet dennoch eine solide Grundausstattung. Wer ein Tablet auf Rollen hauptsächlich für einfache Anwendungen nutzen möchte, bekommt hier ein solides Gerät zu einem vergleichsweise niedrigen Preis. Für anspruchsvolle Streaming-Fans ist das Gerät jedoch aufgrund der fehlenden Widevine L1-Unterstützung weniger geeignet.

VORTEILE

  • vergleichsweise günstiger Preis (449 Euro)
  • solide Verarbeitung
  • viele Ports

NACHTEILE

  • nur Widevine Level 3 (kein Full-HD-Streaming)
  • spiegelndes Display erschwert Nutzung bei Lichteinfall
  • wackeliger Ein-/Aus-Schalter

Ratgeber

Warum einen mobilen Smart-TV mit Rollen kaufen?

Mobiler Smart-TV, Tablet auf Rollen oder ein smartes Touch-Display? Wie auch immer – der große Vorteil liegt in der Kombination: Ein ordentlich dimensionierter Touch-Bildschirm mit vorinstalliertem Betriebssystem, der sich mühelos von Raum zu Raum bewegen lässt. Morgens die Nachrichten im Bad, mittags ein Kochvideo in der Küche, abends ein Film im Wohnzimmer – alles auf demselben Gerät. Tablets auf Rollen kombinieren die Vorteile eines Tablets mit der Bildschirmgröße eines klassischen Fernsehers.

Im Homeoffice macht sich der große, mobile Bildschirm ebenfalls bezahlt. Bildschirmgrößen von 24 bis 32 Zoll – also eine deutlich größere Bildschirmdiagonale als bei jedem Tablet – machen Videokonferenzen auf 27 oder 32 Zoll deutlich angenehmer als auf dem Laptop-Display, und bei Bedarf wechselt der Arbeitsplatz einfach vom Schreibtisch aufs Sofa. Die meisten Modelle können dank HDMI-Input zudem als externe Monitore für Laptops genutzt werden – mitunter sogar ohne Kabel.

So bietet das Gerät von Thomson eine eigene App zur drahtlosen Kopplung, sodass man seinen Laptop-Bildschirm komfortabel erweitern kann. Wer nach der Arbeit noch ein wenig Fitness macht, kann seine Workout-Videos direkt über den großen Bildschirm ansehen – und danach das Gerät zurück ins Wohnzimmer für den Fußball-Abend schieben.

Auch für den Familienanruf bei der Verwandtschaft eignen sich die riesigen Tablets. Bei Videoanrufen mit den Großeltern sitzen alle bequem vor dem großen Bildschirm, statt sich um ein Smartphone zu quetschen. Die Touch-Bedienung ist dabei intuitiver als die vieler Smart-TVs. In der Küche sind die Tablets besonders praktisch – Rezepte anzeigen, Kochvideos streamen oder nebenbei eine Serie schauen, ohne Arbeitsfläche zu blockieren. Außerdem kann man mit den Tablets auf Rollen mehrere Geräte ersetzen, etwa den Küchen-TV, den Zweitfernseher im Schlafzimmer und den Computermonitor. Ein einzelnes, mobiles Gerät reicht aus, statt in jedem Raum ein separates Display zu installieren.

Als mobiles Interface für Smart-Home-Anwendungen können die Geräte zur Überwachung von Sicherheitskameras oder zur Steuerung von Beleuchtung, Heizung und anderen vernetzten Geräten genutzt werden – und zwar genau dort, wo diese Funktionen gerade gebraucht werden. Home Assistant etwa lässt sich wahlweise per Browser oder mittels der Home-Assistant-Android-App betreiben.

Speziell zur Fußball-WM spielen die Geräte ihren Mobilitätsvorteil aus: Die WM-Spiele laufen über die Mediatheken von ARD und ZDF kostenlos, Magenta-TV überträgt zusätzlich exklusive Partien. Alle Apps lassen sich auf den Android-Modellen direkt aus dem Google Play Store installieren, auf dem LG Stanbyme über den Web-OS-Store. Wer auf dem Balkon oder im Garten schaut und keine Steckdose in Reichweite hat, kombiniert den mobilen Smart-TV mit einer Powerstation – damit reicht der Strom auch für ein komplettes Turnierwochenende.

Betriebssysteme: Android oder Web OS für TV-Streaming

Auf den meisten der von uns getesteten Tablets auf Rollen läuft klassisches Android. Die Geräte weisen sich dabei selbst bei der Einrichtung oder dem Blick in die Systemeinstellungen als „Tablet“ aus. Ebenjene Einrichtung verläuft eins zu eins so, wie man es von seinem Smartphone kennt. Die Wahl von Android hat Vor- und Nachteile. Dafür spricht natürlich die enorme Wandelbarkeit und Flexibilität von Android sowie das enorme App-Angebot durch den Google Play Store. Alle Modelle setzen hier auf ein kaum verändertes Android.

Problematisch sind hier viel mehr die Sicherheitspatches, die bei den Geräten mitunter veraltet sind. Zudem fehlen teilweise ein paar Optimierungen, wodurch es zu Problemen mit vorinstallierten Apps kommt. Auf zwei Geräten beendete sich der Chrome-Browser nach einem App-Update im Test jedes Mal selbst und war dadurch nicht mehr nutzbar. Abhilfe verschaffte das Zurücksetzen der Anwendung auf Werkseinstellungen und die Neuinstallation der Aktualisierung. Android bietet dafür mehr Spielraum für Zusatzfunktionen wie die Nutzung einer integrierten Webcam und ist zudem Touch-optimiert. Das Tippen auf virtuelle Tastaturtasten, die deutlich größer als die eigenen Fingerkuppen sind, wirkt zunächst etwas ungewohnt. Im Alltag funktioniert die Bedienung aber problemlos.

LG Stanbyme: Startbildschirm von Web OS

Eine Ausnahme im Testfeld bildet der LG Stanbyme, der mit dem hauseigenen Web OS kommt – einem waschechten Smart-TV-Betriebssystem. Das merkt man bei der Touch-Bedienung, für die das System merklich nicht gemacht ist, man kommt aber zurecht. Auch hier gibt es einen App-Store, der die meisten wichtigen Apps beinhaltet – im Test haben wir hier nichts vermisst. Die daraus bezogenen Applikationen kommen in einer TV-angepassten Variante, die ebenfalls merklich nicht für die Bedienung mit dem Finger optimiert ist. Insgesamt gefällt uns die Zuverlässigkeit des Betriebssystems aber besser, alles läuft flüssig.

Welches Betriebssystem das bessere ist, hängt vom Einsatzzweck ab: Web OS eignet sich besonders fürs Streaming von Serien und Online-TV, Android punktet mit größerer Flexibilität – allerdings auf Kosten der Herstelleroptimierung.

Streaming-Qualität: Widevine-Level entscheidet über HD-Inhalte

Ein entscheidender, wenn auch komisch klingender Begriff bei Streaming-Geräten ist Widevine, genauer das Widevine-Level. Dabei handelt es sich um Googles DRM-System (Digital Rights Management), das von fast allen großen Streaming-Anbietern wie Netflix, Amazon Prime Video, Disney+ oder HBO Max verwendet wird. Die Zertifizierungsstufen reichen von L1 (höchste Sicherheit) bis L3 (niedrigste Sicherheit). Nur Geräte mit Widevine L1 können Inhalte in HD, Full-HD oder 4K streamen – je nach Abonnement und Anbieter. Geräte mit Widevine L3 sind auf SD-Qualität (Standard Definition, meist 480p) beschränkt, was besonders auf großen Bildschirmen unbefriedigend ist.

Das höchste Widevine-Level 1, das die hochauflösende Wiedergabe von DRM-Inhalten beim Streaming erlaubt, setzt zwingend eine hardwarebasierte, sichere Ausführungsumgebung im Prozessor voraus. Die eigentlichen Zertifikate lassen sich zwar prinzipiell nachträglich per Software-Update einspielen, was aber aufwendig sein kann. Trotzdem sollte man sich vor dem Kauf informieren, ob das gewünschte Gerät L1 unterstützt – am besten über unabhängige Testberichte, denn in den offiziellen Produktspezifikationen schweigen sich die Hersteller dazu meist aus. Gerade bei günstigen Geräten wird die nötige Zertifizierung zudem oft von vornherein eingespart, um Aufwand und Kosten zu sparen.

KTC A32Q7 Pro: Problem mit dem Widevine-Level

Im Test offenbaren sich deutliche Unterschiede zwischen den getesteten Modellen. Während der LG Stanbyme und der LC-Power LC-M32S4K Widevine Level 1 unterstützen, müssen sich die Käufer beim Auvisio ST-238 und beim Auvisio ST-320 mit Widevine Level 3 und damit SD-Auflösung begnügen.

Besonders tückisch ist das Zusammenspiel von Netflix und Widevine: Für Full-HD ist eigentlich Widevine L1 erforderlich, sonst bleibt die Wiedergabe auf SD beschränkt. Auf keinem der getesteten Android-Modelle lief Netflix jedoch in Full-HD – selbst Geräte mit Level-1-Zertifizierung wurden von der App fälschlich als Level 3 erkannt. Andere Streamingdienste wie Disney+ oder Amazon Prime Video erkannten die Zertifizierung dagegen korrekt und spielten Inhalte in Full-HD ab. Ausgelesen haben wir die Zertifizierung mit der App DRM Info. Dass es ausgerechnet bei Netflix hakt, ist uns bereits beim Test klassischer Tablets aufgefallen.

Eine Umgehungslösung ist die Nutzung externer Streaming-Geräte wie FireTV-Stick, Google TV Streamer oder Apple TV über den HDMI-Eingang. Diese bieten in der Regel Widevine L1 und ermöglichen so hochauflösendes Streaming. Allerdings entfällt dabei der Vorteil der direkten Touch-Bedienung, und man benötigt die zusätzliche Fernbedienung des Streaming-Sticks. Wer hauptsächlich Streaming-Dienste nutzen möchte, sollte also unbedingt auf die Widevine-L1-Zertifizierung achten oder zumindest den Kauf eines zusätzlichen Streaming-Sticks einkalkulieren. Passende Lösungen für TV-Streaming zeigen wir im Rahmen unserer Top 10: Der beste TV-Stick im Test – Streaming mit Fire TV, Waipu, Magenta & Co.

Bildqualität: Worauf muss man bei Helligkeit und Blickwinkel achten?

Helligkeit und Blickwinkelstabilität sind zwei Schlüsselfaktoren, die über die praktische Einsatzfähigkeit eines Tablets auf Rollen entscheiden. Ein zu dunkles Display macht die Nutzung auf der Terrasse oder im Garten nahezu unmöglich, während schlechte Blickwinkel die gemeinsame Nutzung in Gruppen einschränken.

Angefangen bei der Helligkeit: Die wird in der Messeinheit Candela pro Quadratmeter (cd/m²) angegeben, was die standardisierte Maßeinheit für Leuchtdichte ist, die in der Displaytechnologie zur Messung der Bildschirmhelligkeit verwendet wird.

Candela (cd) ist die SI-Basiseinheit der Lichtstärke und beschreibt, wie viel Licht in eine bestimmte Richtung abgestrahlt wird. Eine Candela entspricht etwa der Lichtstärke einer herkömmlichen Kerze (daher auch der Name, der vom lateinischen Wort für Kerze stammt). Wenn diese Lichtstärke auf eine Fläche bezogen wird, erhält man die Leuchtdichte in Candela pro Quadratmeter (cd/m²). Diese Einheit wird auch als „nit“ bezeichnet, wobei 1 nit = 1 cd/m² ist.

Bei Displays gibt die Leuchtdichte an, wie hell der Bildschirm erscheint. Je höher der Wert in cd/m², desto heller wirkt das Display für den Betrachter. Moderne Smartphones erreichen typischerweise 700 bis 1000 cd/m², mit Ausnahmen im High-End-Bereich bis 2000 cd/m², während hochwertige HDR-Fernseher und -Monitore 1000 bis 2000 cd/m² oder mehr erreichen können.

Die Messung erfolgt üblicherweise mit einem Kolorimeter oder Spektrometer, das direkt auf die Displayoberfläche aufgesetzt wird. Dabei wird oft ein weißes Testbild mit 100 Prozent Helligkeit angezeigt und an mehreren Stellen des Displays gemessen, um einen Durchschnittswert zu ermitteln. Das haben wir im Test auch so gemacht.

Eine ausreichende Leuchtdichte ist besonders wichtig für die Nutzung in hellen Umgebungen. Als Faustregel gilt:

  • 200 bis 300 cd/m²: Ausreichend für gedimmte Innenräume
  • 300 bis 500 cd/m²: Gut für normal beleuchtete Büroumgebungen
  • 500+ cd/m²: Empfehlenswert für helle Umgebungen (draußen) oder bei Lichteinfall
  • 1000+ cd/m²: Notwendig für direkte Sonneneinstrahlung oder HDR-Inhalte

Neben der rein nominellen Helligkeit ist auch die Beschaffenheit des Displays entscheidend. Während Glossy-Displays, also solche mit glänzender Oberfläche, intensivere Farben und höheren Kontrast bieten, reflektieren sie jedoch Lichtquellen stark. Das führt gerade bei hellem Umgebungslicht zu störenden Spiegelungen. Matte Displays verfügen über eine spezielle Beschichtung, die Lichtreflexionen diffus streut, wodurch sie in hellen Umgebungen und bei direktem Lichteinfall deutlich besser ablesbar sind, allerdings auf Kosten einer leicht reduzierten Farbbrillanz und Bildschärfe.

Thomson Go Plus – Blickwinkel von der Seite

In unserem Test zeigten die Modelle erhebliche Unterschiede. Keines der getesteten Tablets auf Rollen erreicht eine ausreichende Helligkeit für den Außeneinsatz – der LC-Power LC-M32S4K und der Auvisio ST-320 führen mit jeweils rund 360 cd/m² das Feld an, gefolgt vom Thomson Go Plus mit etwa 340 cd/m² und dem Auvisio ST-238 mit rund 330 cd/m². Der LG Stanbyme bleibt mit maximal rund 250 cd/m² überraschend dunkel.

Die matten Displays des Thomson Go Plus und des LG Stanbyme reduzieren Reflexionen effektiv, während die glänzenden Oberflächen des LC-Power, des Auvisio ST-238 und des Auvisio ST-320 bei Lichteinfall störende Spiegelungen verursachen. Bei der Blickwinkelstabilität hat das IPS-Panel des LG Stanbyme Vorteile gegenüber den VA-Panels der anderen Modelle, die bei seitlicher Betrachtung unter Farbverschiebungen leiden – ein wichtiger Aspekt für die gemeinsame Nutzung in Gruppen.

Für den Einsatz als geselliger Mittelpunkt beim Fußballabend oder für Familienvideokonferenzen sollten Käufer daher besonders auf gute Blickwinkel achten. IPS-Panels haben hier generell Vorteile gegenüber VA- oder TN-Panels.

Anschlüsse: Auf welche Schnittstellen sollte man Wert legen?

Bei Tablets auf Rollen sind die richtigen Anschlüsse entscheidend für die Vielseitigkeit – unverzichtbar ist mindestens ein Vollformat-HDMI-Eingang, um externe Geräte wie Laptops, Spielkonsolen oder Streaming-Sticks anzuschließen. Mehrere USB-A-Ports gehören zur Pflichtausstattung, da sie Tastaturen, Mäuse, Webcams oder externe Speichermedien aufnehmen können. Einige Modelle wie der LC-Power LC-M32S4K und der Auvisio ST-320 bieten zusätzlich USB-C, was Datenübertragung und in manchen Fällen auch DisplayPort-Signale per Kabel ermöglicht.

KTC A32Q7 Pro – Anschlüsse

Alle getesteten Modelle bieten USB-A sowie HDMI-Anschlüsse – diese aber in unterschiedlichen Ausführungen. Der LC-Power kommt etwa mit Mini-HDMI, was zusätzliche Adapter erfordert und daher weniger praktisch ist als die Vollformat-HDMI-Ports der anderen Geräte. Für stabiles Internet fehlt allen Geräten ein Ethernet-Anschluss – wer nicht ausschließlich auf WLAN angewiesen sein möchte, kann für etwa 10 Euro einen USB-auf-Ethernet-Adapter anschließen. Am Ende ist die Frage „Welchen Anschluss brauche ich unbedingt?“ aber nur je nach Anwendungsfall zu beantworten.

Akkulaufzeit: Was leisten die integrierten Akkus?

Alle getesteten mobilen Smart-TVs verfügen über einen integrierten Akku, der netzunabhängiges Streamen ermöglicht. Die Kapazitäten liegen zwischen 7800 mAh (Auvisio ST-238 und ST-320) und 9800 mAh (LC-Power LC-M32S4K). In der Praxis bedeutet das Laufzeiten von rund 3 bis 4 Stunden – genug für einen Spielfilm oder ein Fußballspiel inklusive Verlängerung, aber nicht für einen kompletten Serien-Marathon. Wer länger schauen will, muss das mitgelieferte Netzteil anschließen.

Der Auvisio ST-320 wird über ein klassisches 12-V-Netzteil mit Rundhohlstecker geladen, was theoretisch auch den Betrieb über einen 12-V-Anschluss im Wohnmobil oder Auto erlaubt – ein passender Adapter vorausgesetzt. Für den Garten- oder Balkoneinsatz ohne Steckdose bietet sich die Kombination mit einer Powerstation an, die die Laufzeit beliebig verlängert.

Alternative: Rollbarer TV-Ständer

Wer noch einen überschüssigen Fernseher herumstehen hat, kann diesen auch in eine Art „TV-Wagen“ einsetzen. Diese Halterungen haben ebenfalls Rollen und sind somit mobil. Hier kann man dank Vesa-Halterung normale Fernseher einsetzen, sie unterstützen meist Modelle bis 70 Zoll und 20 kg. Welcher Ständer zum eigenen Fernseher passt, hängt vom jeweiligen Modell ab. Die entsprechend benötigte Vesa-Größe kann man üblicherweise der Bedienungsanleitung oder den Herstellerspezifikationen online entnehmen.

Den Einstieg bildet der eher spartanisch aussehende Aokcos TV Ständer Rollbar, der für etwa 33 Euro bis 40 kg und 65 Zoll aufnehmen kann. Wer es schicker haben möchte, bekommt vom selben Hersteller ein weißes Modell mit ansehnlicherem Design und integrierter Holzablagefläche für 51 Euro – oder in Schwarz und ohne Holzregal für 70 Euro. Schick und bis 70 Zoll tragfähig ist der Fitueyes TV Bodenständer Rollbar, ebenfalls mit Holzablage, zum Preis von 68 Euro. Besonders ausgefallen und edel wirkt das Design des Fitueyes Design TV Ständer aus Buchenholz, der aber mit 200 Euro preislich deutlich über den übrigen Modellen liegt.

Für Fernseher jenseits der 80 Zoll geeignet sind etwa der Onkron TV Ständer mit Rollen für 155 Euro (bis 60 kg) oder für 213 Euro (bis 75 kg).

Alternative: Camping-Fernseher mit TV-Tuner

Wer für den Camping-Urlaub einen klassischen TV mit Tuner für lineares Fernsehen möchte, aber wenig Platz hat, kann sich nach einem mobilen Camping-Fernseher umsehen. Diese kommen mit einer Empfangsantenne für DVB-T2 und sind meist zwischen 10 und 22 Zoll groß. Häufig verfügen sie über einen integrierten Akku mit 3 bis 5 Stunden Laufzeit und lassen sich sowohl über 12V-Anschlüsse im Fahrzeug als auch über normale Steckdosen betreiben. Anders als Tablets auf Rollen bieten sie jedoch selten Smart-TV-Funktionen oder Touchscreens, haben kleinere Displays und sind weniger flexibel in der Raumnutzung. Dafür sind sie aber robuster gebaut, oft wetterfester und für den mobilen Outdoor-Einsatz optimiert.

Preislich liegen viele Geräte etwa zwischen 100 und 150 Euro. Mit 98 Euro vergleichsweise günstig ist der mobile Fernseher von KCR mit 14 Zoll und Akku, aber nur 720p-Auflösung. Ähnlich groß, aber mit 1080p höher auflösend ist der Fernseher von Desobry für 108 Euro (16-Prozent-Coupon anwählen). Der noch kleinere Amazon-Bestseller mit Akku ist der August DA-383 mit 10 Zoll für 145 Euro. Dazu gibt es auch noch 6 Monate HD+. Eine gute Zwischengröße bietet der 19-Zoll-Fernseher von Red Opticum Led für 150 Euro.

Alternative: Mini-Beamer oder externe Lautsprecher

Wer noch mehr Flexibilität bei der Bildgröße sucht, kann statt eines mobilen Smart-TVs auch zu einem Mini-Beamer greifen. Aktuelle Modelle projizieren Bilder von 60 bis über 100 Zoll an die Wand, sind ähnlich kompakt wie ein Buch und haben ebenfalls einen Akku an Bord. Der Nachteil: Sie brauchen eine möglichst dunkle Umgebung und eine ebene Projektionsfläche. Eine passende Übersicht liefert unsere Top 10: Der beste Mini-Beamer mit Akku im Test.

Wer am mobilen Smart-TV vor allem mit dem Klang hadert – etwa beim Auvisio ST-238 mit seinen blechernen Lautsprechern – kombiniert das Gerät einfach mit Bluetooth-Lautsprechern oder schließt klassische PC-Lautsprecher per Klinkenkabel an. Damit verbessert sich der Sound spürbar, ohne dass die Mobilität verloren geht.

Fernseher-Schnäppchen

Wer statt Smart-TV auf Rollen oder Camping-TV nach einem klassischen Fernseher sucht, bekommt derzeit einige spannende Tiefstpreis-Angebote geboten, die wir nachfolgend zusammengefasst haben:

Fazit: Lohnen sich mobile Smart-TVs auf Rollen?

Smart-TVs auf Rollen sind eine ungewöhnliche Produktkategorie, die allerdings noch Verbesserungspotenzial hat, derzeit aber zu teuer ist. Dank des rollbaren Stativs und des integrierten Akkus sind die Geräte überaus flexibel – wahlweise als Smart-Home-Display, Streaming-Gerät oder für Videotelefonie. Das große Display und der Touchscreen sind praktisch, die Bedienung orientiert sich weitgehend am gewohnten Smartphone. Gerade bei sportlichen Großereignissen zeigt sich der Mehrwert: Der Fernseher wandert mit dem Spielplan durch die Wohnung oder auf die Terrasse.

Nachteilig ist bei allen Modellen die geringe Displayhelligkeit von unter 400 cd/m², die für den Außeneinsatz bei Tageslicht viel zu niedrig ausfällt. Hinzu kommen bei den Android-Geräten Probleme mit der Widevine-Zertifizierung, wodurch Netflix die Inhalte nur in SD-Qualität wiedergibt – auf einem so großen Bildschirm ist das besonders bitter.

Im Test überzeugte vor allem der LG Stanbyme, der sich damit den Testsieg sichert – allerdings zu einem stolzen Preis, für den es bereits ordentliche klassische Fernseher gibt. Dass es auch günstiger geht, zeigt der Pearl Auvisio ST-238, wenn auch mit deutlichen Abstrichen bei Software und Verarbeitung. Besonders erstaunt hat uns die Klangqualität des Thomson Go Plus – so gut sollten Lautsprecher in jedem Fernseher oder Monitor klingen.

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LG Stanbyme im Test: Mobiler 27-Zoll-TV mit Web OS überzeugt als Testsieger

Der LG Stanbyme ist unser Testsieger unter den rollbaren Tablets. Mit Web OS statt Android, mattem Display und hochwertiger Verarbeitung setzt er sich an die Spitze unserer Top 5.

VORTEILE

  • hervorragende Bildqualität mit mattem Display
  • zuverlässiges Betriebssystem (Web OS)
  • Netflix in Full-HD dank Widevine Level 1
  • hochwertige Verarbeitung mit stylishem Stoffbezug
  • gute Lautsprecherqualität

NACHTEILE

  • zu dunkel für draußen
  • magere Anschlussausstattung (nur 1x HDMI, 1x USB)
  • NFC-Übertragung nur mit LG-App und Account nutzbar

Der LG Stanbyme ist unser Testsieger unter den rollbaren Tablets. Mit Web OS statt Android, mattem Display und hochwertiger Verarbeitung setzt er sich an die Spitze unserer Top 5.

LG geht beim Stanbyme (mehr oder weniger absichtlich angelehnt an Ben E. Kings „Stand by me“) einen anderen Weg als die Konkurrenz: Statt auf Android setzt der Hersteller auf Web OS, das Betriebssystem der hauseigenen Smart-TVs. Auf den ersten Blick fällt auch die stoffbezogene Rückseite auf, die dem Gerät eine wohnlichere Optik verleiht. Ob das matte Display wirklich besser ist als die glänzenden Screens der Konkurrenz und warum Web OS hier tatsächlich Vorteile bringt, klären wir in unserem Test. Spoiler: Es gibt einen triftigen Grund, warum dieses Gerät unseren Testsieg einfährt.

Design & Verarbeitung

Der LG Stanbyme sieht aus, als hätte er einen Design-Award verdient (vielleicht hat er den auch). Mit seinem stoffbezogenen Rücken wirkt er wohnlicher als die Plastikkonkurrenz und besticht durch seine hochwertige Verarbeitung und das durchdachte Design. Das 27-Zoll-Display ist in einen eleganten Rahmen eingebettet, während die Rückseite komplett mit einem hochwertigen Stoffgewebe bezogen ist, was dem Gerät eine wohnliche Anmutung verleiht. Mit Abmessungen von 621 × 361 × 29,9 mm ohne Standfuß und einem Gewicht von nur 4,8 kg ist der eigentliche Bildschirm erstaunlich kompakt.

Der Ständer wird am Stück geliefert und lässt sich mit nur einer Schraube im Fuß fixieren. Anschließend muss lediglich der Bildschirm in der Stativ-Arretierung eingehängt und das USB-C-Kabel aus dem Stativ angeschlossen werden. Ein Plastikdeckel verbirgt die Verbindung sauber. Die Montage gelingt intuitiv und ohne Anleitung. Mit dem Standfuß steigt das Gesamtgewicht auf 17,5 kg, was für einen mobilen TV recht hoch ist, aber für gute Standfestigkeit sorgt.

Die Materialqualität ist durchweg hochwertig, alle Teile sind präzise gefertigt und sauber verarbeitet. Der Bildschirm lässt sich in der Höhe verstellen und neigen, was eine optimale Ausrichtung in verschiedenen Nutzungsszenarien ermöglicht. Das Aufladen des integrierten Akkus erfolgt über einen externen Ladeziegel mit Rundhohlstecker.

Ausstattung & Anschlüsse

Der LG Stanbyme bietet trotz seiner kompakten Bauweise eine solide Ausstattung. Als Betriebssystem kommt LGs bewährtes Web OS zum Einsatz, das eine flüssige und zuverlässige Bedienung ermöglicht. Interessanterweise reagiert das System sowohl auf Touch-Eingaben als auch auf die mitgelieferte Fernbedienung, was eine flexible Nutzung erlaubt. Im Vergleich zu den Android-basierten Konkurrenten arbeitet Web OS spürbar zuverlässiger und reaktionsschneller.

Bei den Anschlüssen ist der Stanbyme minimalistisch ausgestattet: ein HDMI 1.4-Eingang und ein USB 2.0-Port – das war es. Daneben gibt es Wi-Fi 5, Bluetooth 5.0 und ein NFC-Feld auf der Rückseite, mit dem sich Inhalte vom Smartphone übertragen lassen – vorausgesetzt, man hat die LG ThinQ App installiert, einen Account erstellt und das Smartphone gekoppelt. Apple-Fans dürfen jubeln: Der Stanbyme unterstützt AirPlay 2 und ist HomeKit-kompatibel – ein seltener Luxus in dieser Geräteklasse.

Der verbaute A7 Gen4 AI-Prozessor sorgt für flüssige Menüführung und gute Bildverarbeitung. Unterstützt werden verschiedene HDR-Formate wie HDR10 und HLG, was für ein Gerät dieser Klasse bemerkenswert ist. Ein echter Tuner ist nicht vorhanden, der Stanbyme ist also primär als Streaming-Display konzipiert. Besonders positiv: Netflix erkennt Widevine Level 1, wodurch Inhalte in Full-HD genossen werden können – etwas, mit dem insbesondere die Android-Modelle Schwierigkeiten haben. Wie auch allen anderen rollbaren Fernsehern fehlt ihm zum vollwertigen TV ein integrierter Tuner.

Display & Praxistest

Das 27-Zoll-Display macht im Test eine ausgezeichnete Figur, trotz der „nur“ Full-HD-Auflösung (1920 × 1080 Pixel) wirkt das Bild knackscharf und detailreich. Besonders beeindruckend sind die exzellenten Blickwinkel, die eine gute Erkennbarkeit aus nahezu jeder Position gewährleisten – ein wichtiges Kriterium für einen mobilen Fernseher, der oft von mehreren Personen gleichzeitig betrachtet wird.

Die matte Displayoberfläche reduziert Reflexionen effektiv und sorgt für ein angenehmes, fast papierähnliches Bild. Mit einer Helligkeit zwischen 199 cd/m² (dunkelste Messstelle) und 247 cd/m² (hellste Messstelle) ist der Stanbyme allerdings kein Sonnenanbeter, in Innenräumen reicht die Helligkeit aber aus. Die rückseitig abstrahlenden 10-Watt-Lautsprecher im Gehäuse klingen erstaunlich gut für ein Gerät dieser Größe. Sie liefern klare Höhen, ordentliche Mitten und sogar einen Ansatz von Bass – nicht genug, um die Nachbarn zu stören, aber ausreichend für gemütliche Netflix-Abende.

Preis

Mit aktuell 830 Euro bei Alza ist der LG Stanbyme für sich genommen nicht gerade günstig. Für diesen Preis könnte man auch einen ordentlichen 55-Zoll-Fernseher bekommen – allerdings keinen, den man mal eben ins Schlafzimmer rollen kann, wenn man im Bett weiterschauen möchte. Im Vergleich zu ähnlichen mobilen TVs liegt er preislich im Mittelfeld, bietet dafür aber dennoch Premium-Qualität und das zuverlässigere Betriebssystem.

Fazit

Der LG Stanbyme ist der Anti-Android unter den Riesen-Tablets mit Rollen – und unser verdienter Testsieger. Web OS läuft stabiler als die Android-Konkurrenz, die Netflix-App zeigt Inhalte in Full-HD, und die Bildqualität des matten Displays ist ein Augenschmaus. Dazu kommen die hochwertige Verarbeitung mit Stoffbezug und die überraschend guten Lautsprecher.

Wie bei allen mobilen TVs gibt es natürlich auch hier Kompromisse: Die Anschlussausstattung ist überschaubar, und für sonnige Terrassen ist das Display nicht hell genug. Aber diese Einschränkungen teilt er mit praktisch allen Konkurrenten. Der Preis von 789 Euro ist zwar kein Schnäppchen, aber für die gebotene Qualität angemessen.

Wer Wert auf Bildqualität, Zuverlässigkeit und ein smartes TV-Erlebnis ohne Android-Eigenheiten legt, für den ist der Stanbyme die richtige Wahl. Fünf Sterne und den Testsieg hat er sich redlich verdient.

LC-Power LC-M32S4K Next2U im Test: Mobiler TV mit Licht, Schatten & Android 13

Der LC-Power LC-M32S4K Next2U will mit 32-Zoll-4K-Auflösung und Android 13 punkten. Ob das 1059-Euro-Gerät die Konkurrenz hinter sich lässt, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • 4K-Auflösung mit 31,5 Zoll Diagonale
  • clevere magnetische Kamera-Lösung
  • gute Anschlussmöglichkeiten (Mini-HDMI, USB-C)

NACHTEILE

  • zu teuer
  • mittelmäßige Verarbeitung
  • Netflix nur in SD-Qualität (480p)

Der LC-Power LC-M32S4K Next2U will mit 32-Zoll-4K-Auflösung und Android 13 punkten. Ob das 1059-Euro-Gerät die Konkurrenz hinter sich lässt, zeigt unser Test.

Der LC-Power LC-M32S4K Next2U positioniert sich mit 4K-Auflösung für 1059 Euro im oberen Segment der mobilen Android-Displays. Das Gerät kommt mit einem markanten Standfuß, der nicht nur für stabilen Halt sorgt, sondern auch die Lautsprecher beherbergt. Dazu gesellt sich eine magnetisch montierbare 8-Megapixel-Kamera, die sowohl im horizontalen als auch vertikalen Betrieb genutzt werden kann. Der verbaute MTK-8395-Prozessor, 8 GB RAM und 128 GB interner Speicher sollen für flüssige Performance sorgen, während der integrierte Akku mobilen Betrieb ermöglicht.

Die Frage ist: Rechtfertigt die gebotene Leistung den stolzen Preis? Und kann der Next2U mit seinen technischen Daten im Vergleich zur Konkurrenz überzeugen? Genau das wollen wir im Test herausfinden.

Design & Verarbeitung

Auf den ersten Blick macht der LC-Power LC-M32S4K Next2U mit seinem silbernen Design einen ansprechenden Eindruck. Bei genauerer Betrachtung zeigen sich jedoch Schwächen in der Verarbeitung. Sowohl der Monitor als auch das Stativ bestehen aus silbernem Kunststoff, der sich nicht besonders hochwertig anfühlt – trotz der metallischen Optik. Besonders auffällig ist der sichtbare Spalt zwischen Displayglas und Gehäuse, der dem Qualitätseindruck schadet.

Die Displayränder fallen recht breit aus, was bei der 32-Zoll-Diagonale aber noch akzeptabel ist. Auch die Kunststoff-Rückseite vermittelt keinen Premium-Eindruck. Positiv hervorzuheben ist hingegen der massive Standfuß, der dem immerhin 16,5 kg schweren Gerät stabilen Halt bietet und die beiden 10-Watt-Lautsprecher beherbergt.

Die etwas wackelig sitzenden Bedienknöpfe befinden sich an der Unterseite, wobei der rechte Knopf für Ein/Aus oder Displaysperre zuständig ist. Eine Beschriftung gibt es leider nicht, erfühlen kann man die Funktion der Knöpfe nur durch einen mittig sitzenden Strich auf dem Ein-/Aus-Knopf, den die anderen beiden Knöpfe (Lautstärke +/-) nicht haben. Neben der Bedienung per Gehäuseknopf und Display liegt auch eine IR-Fernbedienung bei.

Der Aufbau gestaltet sich unkompliziert: Die zweiteilige Standsäule wird zusammengesteckt und verschraubt, wobei eine magnetische Klappe die Schraube verdeckt. Nach der Befestigung am Standfuß wird der Monitor einfach eingehakt und festgeklickt. Die Konstruktion erlaubt eine Höhenverstellung von etwa 200 mm, einen Neigungswinkel von -18° bis +18° sowie einen Schwenkbereich von -30° bis +30°. Der Monitor lässt sich um 90 Grad drehen (Pivot-Funktion), wobei Android die Ausrichtung automatisch erkennt.

LC-M32S4K „Next2U“ – Qualität der Webcam

Ein cleveres Detail ist die mitgelieferte 8-Megapixel-Webcam, die über magnetische Kontakte am Monitor befestigt wird. Für horizontalen und vertikalen Betrieb gibt es jeweils eigene Kontaktstellen – eine durchdachte Lösung, die ohne Kabelgewirr auskommt.

Ausstattung & Anschlüsse

Der LC-Power LC-M32S4K Next2U kommt mit einer überschaubaren, aber zweckmäßigen Ausstattung. Als Betriebssystem dient Android 13 in einer weitgehend unveränderten Version („Stock Android“), lediglich eine Kamera-App wurde vom Hersteller hinzugefügt. Allerdings wirkt die Oberfläche des System-Update-Menüs mit ihrem veralteten Design wie aus der Android-2.3-Ära – ein merkwürdiger Kontrast zur sonst modernen Software und für ein 1059-Euro-Gerät eigentlich nicht angemessen. Der Monitor selbst bezeichnet sich im Übrigen als Innocn 32S2U Pro, eine kurze Recherche fördert auch das identische Gerät bei Innocn zutage. Auch Hersteller Dahua Security bietet ein gleich aussehendes Gerät unter dem Namen LM32-U400P an. Es scheint ganz so, als würde dieses Modell von einem Hersteller für viele weitere Firmen gefertigt zu werden.

Für die Konnektivität sorgen ein Mini-HDMI-2.0-Anschluss (4K @ 60 Hz) und ein USB-C-Port. Drahtlose Verbindungen werden durch einen WiFi-6-Adapter ermöglicht. Der integrierte Lithium-Akku mit 14,8 V und 9800 mAh soll für mobile Nutzung sorgen, wobei LC-Power keine konkreten Angaben zur Laufzeit macht.

Die Hardware-Spezifikationen umfassen einen Mediatek-MTK-8395-Prozessor, 8 GB RAM und 128 GB internen Speicher. Für die Tonausgabe sind zwei 10-Watt-Lautsprecher im Standfuß verbaut, die zwar voluminös, aber nicht ausgewogen klingen. Tiefe Frequenzen dröhnen stark hervor und überlagern die Mitten, während es auch an Höhen mangelt. Für Videotelefonie steht neben der Kamera auch ein 4-Mikrofon-Array zur Verfügung.

LC-M32S4K „Next2U“ – abnehmbare, magnetische Webcam

Im Lieferumfang befinden sich neben dem Display und dem Standfuß auch die 8-MP-Kamera, ein Netzteil sowie HDMI- und USB-C-Kabel und das nötige Montagematerial.

Display & Praxistest

Das 31,5-Zoll-Display des LC-Power LC-M32S4K Next2U löst mit 3840 x 2160 Pixeln (4K Ultra HD) auf und nutzt ein VA-Panel mit 60 Hz Bildwiederholrate. In der Praxis misst das glänzende Display an der hellsten Stelle 363 cd/m² – knapp über den vom Hersteller angegebenen 350 cd/m². Für den Außeneinsatz oder bei starkem Lichteinfall ist das allerdings zu wenig, zumal die glänzende Oberfläche zusätzlich Spiegelungen verursacht.

Auffällig ist das Verhalten des Displays bei Berührung, wo es deutlich sichtbar flackert und sich verfärbt. Das ist grundsätzlich bei LCDs normal, beim LC-Power LCM32S4K allerdings wesentlich stärker – trotz dickem Schutzglas über dem Panel. Die Blickwinkelstabilität geht in Ordnung, könnte aber für ein VA-Panel mit angegebenen 178° (horizontal/vertikal) besser sein.

Die Farbdarstellung mit 16,7 Millionen Farben und einer Abdeckung von 99 Prozent sRGB, 85 Prozent AdobeRGB, 88 Prozent NTSC und 93 Prozent DCI-P3 ist auf dem Papier überzeugend. Das Kontrastverhältnis von 3000:1 (statisch) bzw. 1.000.000:1 (dynamisch) sorgt für satte Schwarzwerte, wie man sie von VA-Panels erwarten darf.

Ein wichtiger Punkt für Streaming-Fans: Obwohl das Gerät laut DRM-Info über Widevine Level 1 verfügt (nötig für Full-HD-Streaming), erkennt die Netflix-App nur Level 3 an. Das bedeutet, dass Netflix-Inhalte nur in SD-Qualität (480p) wiedergegeben werden können – auf einem 32-Zoll-4K-Display ein echtes Problem. Amazon Prime Video und Disney+ funktionieren hingegen in Full-HD, ebenso YouTube. Als Workaround könnte man einen TV-Stick über den Mini-HDMI- oder USB-C-Anschluss nutzen – bei einem 1059-Euro-Gerät sollte das aber nicht nötig sein.

Preis

Mit einem Preis von 1059 Euro positioniert sich der LC-Power LC-M32S4K Next2U im gehobenen Segment. Im Vergleich zur Konkurrenz fehlt es an Alleinstellungsmerkmalen, die diesen Preis rechtfertigen würden. Die Kombination aus mittelmäßiger Verarbeitung und funktionalen Einschränkungen macht das Preis-Leistungs-Verhältnis fragwürdig.

Fazit

Der LC-Power LC-M32S4K Next2U bleibt hinter den Erwartungen zurück – das Konzept ist spannend, die Umsetzung weist jedoch einige Schwächen auf. Zu den Stärken zählen die 4K-Auflösung, die flexible Positionierung dank des stabilen Standfußes und die clevere magnetische Kamera-Lösung. Auch die Pivot-Funktion mit automatischer Ausrichtungserkennung ist gut gelöst. Die Android-13-Plattform mit Google Play Store bietet zudem eine breite Software-Basis.

Auf der anderen Seite stehen die mittelmäßige Verarbeitung, die Eigenheiten des VA-Panels bei Berührung, die unausgewogene Klangqualität und vor allem die Probleme mit Netflix-Streaming in HD-Qualität. Für ein Gerät, das primär als Entertainment-Center gedacht ist, wiegt letzteres besonders schwer.

Zum Preis von 1059 Euro kann der LC-Power LC-M32S4K Next2U daher nur bedingt überzeugen und bekommt im Test 3,5 von 5 Sternen.

Mobiles Tablet auf Rollen für preisbewusste Nutzer: Auvisio ST-238 im Test

Der Auvisio ST-238 von Pearl ist mit 433 Euro das günstigste Tablet auf Rollen im Testfeld. Wir haben untersucht, ob der mobile 23,8-Zoll-Bildschirm mit Android 13 im Alltag überzeugt.

VORTEILE

  • vergleichsweise günstiger Preis (449 Euro)
  • solide Verarbeitung
  • viele Ports

NACHTEILE

  • nur Widevine Level 3 (kein Full-HD-Streaming)
  • spiegelndes Display erschwert Nutzung bei Lichteinfall
  • wackeliger Ein-/Aus-Schalter

Der Auvisio ST-238 von Pearl ist mit 433 Euro das günstigste Tablet auf Rollen im Testfeld. Wir haben untersucht, ob der mobile 23,8-Zoll-Bildschirm mit Android 13 im Alltag überzeugt.

Mit dem Auvisio ST-238 bietet Pearl ein Tablet auf Rollen zu einem vergleichsweise günstigen Preis von 433 Euro (Ebay) an. Der 23,8-Zoll-Bildschirm mit Full-HD-Auflösung läuft mit Android 13 und macht im Vergleich zu seinem größeren Bruder, dem ST-270, auf den ersten Blick einen deutlich besseren Eindruck. Das weiße Metallgehäuse wirkt solide verarbeitet, die Displayränder sind ordentlich, und die Übergänge kommen ohne große Spaltmaße aus.

Die Frage ist: Kann der günstige Preis die Schwächen ausgleichen, oder sollte man besser zu einem teureren Modell greifen? Wir haben den Auvisio ST-238 ausführlich getestet.

Design & Verarbeitung

Das Design des Auvisio ST-238 ist zweckmäßig und unauffällig. Das weiße Metallgehäuse vermittelt eine grundsolide Verarbeitung, auch wenn es nicht unbedingt Premium-Charakter ausstrahlt. Mit Abmessungen von 116 x 54 x 34 cm und einem Gewicht von 12 kg ist der ST-238 zwar kein Leichtgewicht. Die Verarbeitung der Displayränder ist ordentlich, und die Übergänge zwischen den verschiedenen Materialien kommen ohne störende Spaltmaße aus. Einzig der Ein-/Aus-Schalter sitzt etwas wackelig im Gehäuse und wirkt, als wäre er nicht optimal integriert worden.

Beim Aufbau stellte sich heraus, dass wir eine veraltete Bedienungsanleitung bekommen haben. Statt mit einer großen Schraube muss man den Standfuß nun mit vier kleinen Schrauben festziehen. Zusätzlich muss man noch ein USB-C-Kabel im Standfuß anstecken – auch davon steht nichts in der Anleitung. Die Arretierung des Displays am Ständer befestigt man mit acht kleinen, recht fummeligen Schrauben. Der Bildschirm lässt sich um 90 Grad drehen und um jeweils 15 Grad nach vorne und hinten neigen. Die Basisplatte mit Rollen sorgt für die nötige Mobilität, wobei die Konstruktion insgesamt stabil wirkt und nicht wackelt.

Im Vergleich zum größeren Modell ST-270, das ein deutlich billigeres Gehäuse aufweist, macht der ST-238 einen wesentlich besseren Eindruck. Die Verarbeitungsqualität ist für den Preisbereich angemessen, auch wenn sie nicht mit hochpreisigeren Konkurrenzprodukten mithalten kann.

Ausstattung & Anschlüsse

Der Auvisio ST-238 läuft mit Android 13 als Betriebssystem, was eine gute Basis für verschiedene Anwendungen bietet. Die Bedienung erfolgt über das 10-Punkt-Multitouch-Display. Zusätzlich liegt eine IR-Fernbedienung bei.

Bei den Anschlüssen bietet der ST-238 einen vollwertigen HDMI-Eingang, zweimal USB-A sowie USB-C. Für die drahtlose Kommunikation stehen WLAN nach Wifi-5-Standard sowie Bluetooth zur Verfügung.

Für den Sound sorgen integrierte Stereolautsprecher mit einer Spitzenleistung von 6 Watt. Diese klingen im Vergleich dünn und blechern und können nicht mit der Konkurrenz mithalten. Der integrierte Akku mit 7.800 mAh soll laut Hersteller eine Laufzeit von bis zu 3,5 Stunden ermöglichen, was für kurze mobile Einsätze ausreichend sein dürfte.

Der Lieferumfang umfasst neben dem Monitor selbst auch den Standfuß, die Basisplatte mit Rollen, Montagematerial, die Fernbedienung, ein Netzteil sowie eine deutsche Anleitung.

Display & Praxistest

Das 23,8-Zoll-IPS-Panel des Auvisio ST-238 löst mit 1920 x 1080 Pixeln (Full HD) auf und bietet ein Seitenverhältnis von 16:9. Die Displayqualität bewegt sich im Mittelfeld – sie ist nicht herausragend, aber für den Alltagsgebrauch akzeptabel.

In unserem Helligkeitstest erreicht das Display je nach Messstelle zwischen 268 und 328 cd/m². Damit liegt es leicht über der Herstellerangabe von 300 cd/m², bleibt aber insgesamt auf einem eher niedrigen Niveau. Für den Einsatz in hellen Umgebungen oder gar im Freien ist diese Helligkeit definitiv zu gering. Hinzu kommt das spiegelnde Glossy-Display, das Reflexionen begünstigt und die Nutzung bei direkter Lichteinstrahlung zusätzlich erschwert.

Die Auflösung und Farbqualität des Displays sind für den Preis in Ordnung, können aber im Vergleich mit den Konkurrenzmodellen nicht vollständig überzeugen. Ein deutlicher Schwachpunkt ist die fehlende Unterstützung von Widevine Level 1. Stattdessen wird nur Level 3 unterstützt, was bedeutet, dass Streaming-Dienste wie Netflix, Disney+ und andere nur in SD-Qualität und nicht in Full HD wiedergegeben werden können. Bei einem 23,8-Zoll-Display ist dies zwar noch halbwegs erträglich, für regelmäßige Streaming-Nutzer aber definitiv ein Minuspunkt.

Preis

Mit einem Preis von 433 Euro (Ebay) ist der Auvisio ST-238 das günstigste Modell im Testfeld der Tablets auf Rollen. Allerdings muss man bei diesem Preis auch Kompromisse eingehen, insbesondere bei der Displayqualität und der Streaming-Fähigkeit.

Fazit

Der Auvisio ST-238 von Pearl positioniert sich als preiswertes Einstiegsmodell im Segment der Tablets auf Rollen. Für 449 Euro erhält man ein solide verarbeitetes 23,8-Zoll-Gerät mit Android 13, das sich flexibel im Raum positionieren lässt und auch als externer Monitor verwendet werden kann.

Die Stärken des Geräts liegen im günstigen Preis und der grundsoliden Verarbeitung. Das Metallgehäuse macht einen deutlich besseren Eindruck als das des größeren Bruders ST-270. Die Schwächen zeigen sich vor allem beim Display: Die Helligkeit ist mit maximal 328 cd/m² zu gering für helle Umgebungen, und das spiegelnde Glossy-Panel verstärkt dieses Problem noch. Der größte Kritikpunkt ist jedoch die fehlende Unterstützung von Widevine Level 1, wodurch Streaming-Dienste nur in SD-Qualität genutzt werden können.

Insgesamt ist der Auvisio ST-238 eine solide Option für preisbewusste Nutzer, die ein mobiles Display für einfache Anwendungen suchen. Für anspruchsvolle Multimedia-Nutzer mit Fokus auf Streaming-Inhalte gibt es jedoch bessere, wenn auch teurere Alternativen im Markt.

Thomson Go Plus im Test: 32-Zoll-4K-TV mit Premium-Design und starkem Sound

Der Thomson Go Plus ist ein flexibles, riesiges Premium-Tablet mit 4K-Auflösung und einem Aluminium-Gehäuse. Ob ein Kauf zu empfehlen ist, klärt unser Test.

VORTEILE

  • hochwertiges Aluminium-Gehäuse mit Premium-Design
  • klasse Lautsprecherqualität
  • matte Displayoberfläche reduziert Reflexionen

NACHTEILE

  • Software-Probleme mit Chrome und Netflix
  • relativ geringe Maximalhelligkeit für den Außeneinsatz

Der Thomson Go Plus ist ein flexibles, riesiges Premium-Tablet mit 4K-Auflösung und einem Aluminium-Gehäuse. Ob ein Kauf zu empfehlen ist, klärt unser Test.

Flexibler Monitor mit eingebautem Akku oder smarter TV-Ersatz? Der Thomson Go Plus lässt sich in beide Kategorien einordnen und verspricht mit seinem 32-Zoll-Display, 4K-Auflösung und hochwertigem Aluminium-Gehäuse ein Premium-Erlebnis für verschiedene Räume im Haus. Was den Thomson Go Plus besonders macht, ist zunächst sein edles Design. Doch kann der Monitor neben seinem edlen Äußeren auch in der Praxis und zu seinem Preis von 794 Euro überzeugen? Wir haben ihn getestet.

Design & Verarbeitung

Das Gehäuse des Thomson Go Plus besteht größtenteils aus hochwertigem Aluminium in eleganter Champagnerfarbe. Die Rückseite mit ihren charakteristischen rundlichen Öffnungen erinnert stark an das Apple-Pro-Display und verleiht dem Monitor einen Premium-Look. Diese durchdachte Gestaltung ist nicht nur optisch ansprechend, sondern beherbergt auch die beeindruckenden Lautsprecher des Geräts.

Die Bedienelemente befinden sich auf der Rückseite neben den Anschlüssen in einer kleinen Leiste über der linken Gehäusekante (von vorne betrachtet). Die Tasten haben zwar einen angenehmen Druckpunkt, sind jedoch nicht leicht zu erfühlen und kaum blind zu unterscheiden, da alle die gleiche Größe und Form aufweisen. Glücklicherweise liegt eine IR-Fernbedienung bei, mit der sich der Monitor bequem steuern lässt.

Bei aller Hochwertigkeit gibt es jedoch auch Schwachstellen in der Verarbeitung. Besonders auffällig ist ein kurzes Stück am 90-Grad-Knick des ansonsten soliden Metallstativs, das aus auffallend dünnem, billig wirkendem Kunststoff besteht. Zudem ließ sich die Kunststoffabdeckung für die Einhängung des Monitors nicht richtig montieren – ein irritierendes Detail bei einem Gerät dieser Preisklasse.

Der Standfuß ist mittig angebracht und höhenverstellbar, was eine flexible Positionierung ermöglicht. Mit Abmessungen von 73,1 × 133,2 × 16,5 cm und einem Gewicht von 19,2 kg ist der Go Plus kein Leichtgewicht.

Ausstattung & Anschlüsse

Der Thomson Go Plus bietet eine solide, wenn auch nicht überwältigende Ausstattung an Anschlüssen. Mit einem HDMI 2.0-Eingang, einem USB-A 3.0- und einem USB-A 2.0-Port deckt er die grundlegenden Anforderungen ab. Drahtlose Verbindungen sind dank Wi-Fi 6 (802.11a/b/g/n/ac/ax) und Bluetooth 5.1 möglich, was die kabellose Nutzung von Peripheriegeräten erlaubt.

Unter der Haube arbeitet ein Quad-Core-Prozessor auf ARM Cortex-A55-Basis, der das vorinstallierte Android 13 antreibt. Die Leistung reicht für alltägliche Aufgaben wie Streaming und Browsen aus, stößt aber bei anspruchsvolleren Anwendungen an ihre Grenzen. Im Test traten zudem einige Software-Probleme auf: Nach einem automatischen Update stürzte die Chrome-App wiederholt ab und konnte erst nach mehreren manuellen Eingriffen wiederhergestellt werden – ein Ärgernis, das bei einem 999-Euro-Gerät nicht auftreten sollte.

Bei den Streaming-Fähigkeiten gibt es Licht und Schatten: Während der Monitor laut DRM Info App Widevine Level 1 unterstützt, erkennt Netflix nur Widevine Level 3 an, was die Wiedergabe auf SD-Qualität beschränkt. Amazon Prime Video und Disney+ laufen hingegen problemlos in Full-HD, ebenso wie YouTube. Trotz der Angabe „None“ beim HDCP-Level in der DRM Info App funktionierte die Anzeige von HDCP-geschützten Inhalten über HDMI einwandfrei.

Display & Praxistest

Das 32-Zoll-VA-Display des Thomson Go Plus bietet mit seiner 4K-Auflösung (3840 × 2160 Pixel) eine scharfe und detailreiche Darstellung. Die matte Oberfläche reduziert störende Reflexionen und sorgt für eine gute Lesbarkeit, was besonders in helleren Umgebungen von Vorteil ist. In puncto Helligkeit zeigt sich der Monitor jedoch nicht von seiner stärksten Seite. Mit maximal 342 cd/m² am hellsten Punkt und nur 221 cd/m² am dunkelsten erreicht er lediglich durchschnittliche Werte im Vergleich zu anderen Displays. Für den Einsatz im Freien bei direkter Sonneneinstrahlung ist er damit trotz matter Oberfläche nur bedingt geeignet.

Die Bildwiederholfrequenz liegt nativ bei 60 Hz. Der statische Kontrast von 3.000:1 ist für ein IPS-Panel respektabel und sorgt für eine ansprechende Bildtiefe.

Das Highlight des Thomson Go Plus sind seine Lautsprecher. Mit einer Gesamtleistung von 10 Watt (2 × 5 W) liefern sie einen für diese Geräteklasse außergewöhnlich guten Klang. Die sauberen Höhen, breiten Mitten und sogar wahrnehmbaren Tieftöne sorgen für ein voluminöses Klangerlebnis, das besser ist als bei vielen Monitoren und Fernsehern – wir wünschen uns so gute integrierte Lautsprecher ab jetzt bitte überall.

Preis

Mit einer UVP von 1299 Euro positioniert sich der Thomson Go Plus im oberen Segment der Riesen-Tablets auf Rollen. Aktuell bekommt man ihn bei Galaxus für 794 Euro.

Fazit

Der Thomson Go Plus ist ein hochwertiger 4K-Monitor mit Premium-Anspruch, der vor allem durch sein edles Aluminium-Gehäuse und die hervorragenden Lautsprecher überzeugt. Die Audioqualität setzt Maßstäbe in dieser Produktkategorie und macht den Monitor zu einer attraktiven Option für Multimedia-Anwendungen.

Die Bildqualität ist solide, wenn auch nicht herausragend, und die Ausstattung mit Android 13 bietet grundsätzlich viel Flexibilität. Allerdings trüben Software-Probleme und Einschränkungen bei Netflix das Gesamtbild. Auch kleine Verarbeitungsmängel wie das billig wirkende Kunststoffteil am Standfuß und die problematische Abdeckung für die Kabelführung sind bei einem Gerät dieser Preisklasse enttäuschend.

Letztendlich ist der Thomson Go Plus ein zweischneidiges Schwert: Einerseits bietet er ein Premium-Erlebnis mit hervorragendem Sound und edlem Design, andererseits zahlt man einen erheblichen Aufpreis gegenüber dem technisch nahezu identischen KTC A32Q7 Pro. Wer Wert auf Optik und Klangqualität legt, wird mit dem Go Plus glücklich werden. Preisbewusste Käufer sollten hingegen einen Blick auf die günstigere Alternative werfen.

Auvisio ST-320 im Test: Mobiler Smart-TV mit 32 Zoll, Full-HD und Android 13

Fernsehen in jedem Raum: Der Auvisio ST-320 von Pearl ist ein mobiler 32-Zoll-Smart-TV mit Android 13 für Streaming und IPTV – einen TV-Tuner hat er nicht.

VORTEILE

  • Android 13 mit Zugriff auf Google Play Store
  • Akku-Ladestandsanzeige am Standfuß
  • integrierter Akku mit 3,5 Stunden Laufzeit

NACHTEILE

  • nur Full-HD auf 32 Zoll und spiegelndes Display
  • mäßige Verarbeitungsqualität
  • DRM-Inhalte nur in 480p (kein Widevine L1)
  • blechern klingende Lautsprecher

Fernsehen in jedem Raum: Der Auvisio ST-320 von Pearl ist ein mobiler 32-Zoll-Smart-TV mit Android 13 für Streaming und IPTV – einen TV-Tuner hat er nicht.

Der Auvisio ST-320 vom Versandhändler Pearl ist ein mobiler 32-Zoll-Smart-TV mit Android 13 für 620 Euro (eBay). Das Gerät auf Rollen löst mit Full-HD (1920 × 1080 Pixel) auf und bietet 4 GB Arbeitsspeicher (RAM) sowie 64 GB internen Speicher. Für mobilen Einsatz sorgt ein integrierter Lithium-Ionen-Akku mit 7800 mAh, der bis zu 3,5 Stunden Laufzeit ermöglicht.

Zur Ausstattung gehören integrierte Stereolautsprecher, WLAN nach Wi-Fi-5-Standard und Bluetooth. Bedienen lässt sich das Gerät per Infrarot-Fernbedienung oder direkt per Touchscreen. Ob das Gesamtpaket in seiner Preisklasse überzeugt, klärt unser Test.

Design & Verarbeitung

Das Gehäuse des Auvisio ST-320 besteht vollständig aus weißem Kunststoff, lediglich das Stativ ist aus Aluminium gefertigt. Die Verarbeitung wirkt solide, aber nicht hochwertig – für den Preis hätte man mehr erwarten können. Der abgerundete Standfuß besteht aus Kunststoff, wirkt aber dennoch stabil.

Ein deutlicher Schwachpunkt zeigt sich an der Display-Umrandung: Greift man mit der Hand an die Kunststoffkanten rund um das Display, lassen sie sich punktuell mit wenig Kraftaufwand anheben und leicht hin und her biegen. Die gesamte Umrandung sitzt zwar fest und wackelt nicht durchgehend, an einzelnen Stellen entstehen aber sichtbare Spalten zwischen Kunststoff und Displayglas. Im direkten Vergleich zum ähnlich aufgebauten KTC A32Q7 Pro schneidet der ST-320 hier erheblich schlechter ab und hinterlässt keinen besonders langlebigen Eindruck.

Das Stativ aus Metall besteht aus zwei zusammenklappbaren Hälften, die ineinander gesteckt werden. In der Mitte befindet sich eine Durchführung für das interne Kabel, das den Akku mit dem Bildschirm verbindet. Der Aufbau gestaltet sich etwas umständlich, da man beim Zusammenstecken präzise ausgerichtet werden müssen. Danach fixiert man das Verbindungsstück mit einer Schraube und steckt es in den Bodenstandfuß. Dort sichert man das Ganze mit vier Schrauben von unten. Der Bildschirm wird dann mit dem aus dem Stativ heraushängenden Kabel verbunden und an einem metallenen Verschluss eingehängt. Ein Kunststoffdeckel versteckt die Halterung und sorgt für einen ordentlichen Abschluss.

Zur Fortbewegung verfügt der Standfuß über fünf gummierte Rollen, die das Verschieben des 18 kg schweren Geräts erleichtern.

Ausstattung & Anschlüsse

Als Betriebssystem kommt Android 13 zum Einsatz – samt Zugriff auf den Google Play Store und alle gängigen Apps. Bedient wird der Fernseher per Touchscreen, der bis zu zehn gleichzeitige Berührungen erkennt, oder mit der mitgelieferten Infrarot-Fernbedienung.

Bei den Anschlüssen finden sich auf der Rückseite des Displays ein HDMI-Eingang, ein USB-A-Anschluss, der Rundhohlstecker für das 12-V-Netzteil sowie ein Schalter zum Umschalten zwischen Netz- und Akkubetrieb. Im Stativ sind zusätzlich zwei USB-C-Ports zur Datenübertragung verbaut. Drahtlos kommuniziert der Auvisio ST-320 über WLAN nach Wi-Fi-5 sowie Bluetooth für die Verbindung zu kabellosen Lautsprechern, Kopfhörern oder anderen Peripheriegeräten.

Der integrierte Lithium-Ionen-Akku mit 7800 mAh soll laut Hersteller eine Laufzeit von bis zu 3,5 Stunden ermöglichen. Das reicht für einen Film oder eine längere Serie, für dauerhaften Betrieb muss das mitgelieferte 12-V-Netzteil angeschlossen werden. Mit 4 GB RAM und 64 GB internem Speicher ist der ST-320 ausreichend ausgestattet für Streaming-Apps und leichte Anwendungen.

Display & Praxistest

Das 32-Zoll-Display des Auvisio ST-320 löst mit 1920 × 1080 Pixeln (Full-HD) im 16:9-Format auf. Damit liegt die Pixeldichte deutlich unter der von 4K-Konkurrenten wie dem Thomson Go Plus oder dem KTC A32Q7 Pro. Auf 32 Zoll wirkt Full-HD merklich unscharf, einzelne Pixel sind bei näherem Hinsehen erkennbar. Für einen mobilen Smart-TV, der oft aus größerer Entfernung betrachtet wird, mag das noch akzeptabel sein, als Arbeitsmonitor für den Schreibtisch ist die Auflösung zu gering.

Die Helligkeit bewegt sich zwischen 297 und 363 cd/m² – ein eher mäßiger Wert. Besonders problematisch wird das in Kombination mit dem glänzenden Glossy-Display, das deutliche Spiegelungen verursacht. Bei Gegenlicht oder in hellen Räumen wird die Ablesbarkeit dadurch erheblich eingeschränkt. Für den Einsatz im Freien ist der ST-320 praktisch ungeeignet, da die Helligkeit nicht ausreicht, um gegen Sonnenlicht anzukommen.

Im Vergleich zur Konkurrenz schneidet das Display schwach ab. Der LG Stanbyme punktet mit mattem Display und besserer Blickwinkelstabilität, der Thomson Go Plus und der KTC A32Q7 Pro bieten 4K-Auflösung. Auch der kleinere Auvisio ST-238 mit 23,8 Zoll wirkt durch die geringere Bildschirmdiagonale bei gleicher Auflösung schärfer.

Ein noch größerer Schwachpunkt zeigt sich beim Streaming: Der ST-320 wird von Apps wie Netflix nicht als Widevine-Level-1-Gerät erkannt. Apps, die auf DRM-geschützte Inhalte angewiesen sind, spielen entsprechend nur in SD-Qualität mit 480p ab. Auf einem 32-Zoll-Display ist das ein gravierender Nachteil, der den Genuss aktueller Serien und Filme deutlich trübt. Dieses Problem teilt sich der ST-320 allerdings mit fast allen Android-basierten Konkurrenten.

Für den Sound sorgen zwei integrierte Stereolautsprecher mit insgesamt 10 Watt, die in der Rückseite des Displays untergebracht sind. Sie klingen etwas blechern, erfüllen aber ihren Zweck für Hintergrundmusik oder Nachrichten. Für Filmabende oder Musikgenuss empfiehlt sich der Anschluss externer Lautsprecher über Bluetooth.

Preis

Aktuell kostet der Auvisio ST-320 rund 620 Euro bei eBay sowie bei Pearl direkt.

Fazit

Der Auvisio ST-320 von Pearl ist ein mobiler 32-Zoll-Smart-TV, der seine Zielgruppe nur schwer findet. Die Verarbeitung aus weißem Kunststoff wirkt für den Preis nicht hochwertig genug, das Full-HD-Display erscheint auf 32 Zoll matschig und unscharf. Die geringe Helligkeit macht den glänzenden Bildschirm bei Gegenlicht praktisch unbrauchbar – für den Außeneinsatz ist der ST-320 damit nicht geeignet. Hinzu kommt die fehlende Widevine-Level-1-Zertifizierung: DRM-geschützte Inhalte sind dadurch nur in 480p abspielbar über Streaming-Dienste wie Netflix.

Im Vergleich zur Konkurrenz fällt der ST-320 deutlich zurück. Der Thomson Go Plus bietet für einen ähnlichen Preis schon 4K-Auflösung und bessere Lautsprecher. Der LG Stanbyme punktet mit mattem Display und dem zuverlässigeren WebOS statt Android – und umgeht so das Widevine-Problem. Selbst das kleinere Schwestermodell Auvisio ST-238 wirkt durch die kompaktere Bauweise bei gleicher Auflösung schärfer und kostet weniger.

Wer einen mobilen Smart-TV sucht, sollte daher entweder zum günstigeren ST-238 greifen oder etwas mehr investieren und zur 4K-Konkurrenz wechseln. Der ST-320 bewegt sich in einer ungünstigen Preisklasse, in der er weder beim Preis noch bei der Leistung überzeugen kann.



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