Künstliche Intelligenz
OpenAI mag Nvidias Inferenz-Beschleuniger angeblich nicht
Zwischen den zwei Partnern Nvidia und OpenAI scheint es aktuell nicht ganz rund zu laufen. Aktuelle Gerüchte brachten OpenAI-Chef Sam Altman dazu, eine Stellungnahme über X zu teilen: „Wir lieben die Zusammenarbeit mit Nvidia, sie machen die besten KI-Chips der Welt. Wir hoffen, noch lange Zeit ein gigantischer Kunde zu bleiben. Ich verstehe nicht, woher all dieser Wahnsinn kommt.“
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Es gibt jedoch Hinweise, dass es im Hintergrund kriselt. Aus einem 100 Milliarden US-Dollar schweren Abkommen im September 2025 ist bis heute noch nichts geworden. Nvidia-Chef Jensen Huang sagte erst kürzlich, dass er zwar gerne viel Geld im Rahmen einer Investitionsrunde in OpenAI stecken will, aber „nichts dergleichen“ Richtung 100 Milliarden Dollar. Intern soll Huang das September-Abkommen als nicht bindend abgetan haben.
OpenAI angeblich unzufrieden mit Nvidia
Kurz nach einem Bericht des Wall Street Journal über den pausierten Deal schrieb die Nachrichtenagentur Reuters, dass OpenAI mit Nvidias Inferenz-Beschleunigern unzufrieden sein soll. Solche führen fertig trainierte KI-Modelle aus, beantworten also etwa ChatGPT-Anfragen oder generieren Code für OpenAIs Codex-Agenten.
Inferenz-Beschleuniger brauchen weniger Rechenleistung als Chips fürs Training von KI-Modellen. Stattdessen profitieren sie noch stärker von eng angebundenem, schnellem Speicher. OpenAI soll sich daher nach Alternativen umsehen, die vor allem viel Speicher in Form von SRAM direkt in die Chips integrieren. So sinkt die Latenz verglichen mit Beschleunigern wie von Nvidia, die vor allem auf externe Speicherbausteine wie GDDR7 oder HBM setzen.
AMD und Cerebras schon im Boot
Nun ließen sich Berichte über einen Wechsel von Nvidia zu Konkurrenten wie eine Trotzreaktion bei OpenAI interpretieren, die ihre 100 Milliarden Dollar nicht bekommen. Allerdings hat OpenAI schon Anfang Oktober 2025 einen konkreten Deal mit AMD über Inferenz-Hardware abgeschlossen. Die Gespräche müssten parallel zu den Nvidia-Verhandlungen gelaufen sein.
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Demnach kauft OpenAI über fünf Jahre hinweg AMD-Beschleuniger mit einer Gesamtkapazität von sechs Gigawatt, angefangen mit der Instinct-MI400-Serie dieses Jahr. Die Spezifikationen sind noch nicht ganz klar, allerdings integriert AMD schon heute größere Caches als Nvidia, was für die Inferenz nützlich ist.
Im Januar 2026 folgte eine Partnerschaft mit Cerebras. OpenAI kauft dessen sogenannte Wafer Scale Engines (WSE), riesige Chipkonstrukte mit massenhaft integriertem Speicher. Die aktuelle WSE 3 kommt mit 44 GByte SRAM. Das Abkommen erstreckt sich bis 2028 und umfasst eine Kapazität von 750 Megawatt.
OpenAI soll auch mit Groq über dessen auf Inferenz spezialisierten Beschleuniger verhandelt haben. Jedoch kam Nvidia OpenAI mit einem 20-Milliarden-Dollar-Deal zuvor: Nvidia lizenziert seit Dezember 2025 Groqs Technik und hat im Rahmen der Partnerschaft große Teile des Designteams übernommen. Nvidia könnte damit in den kommenden Jahren das eigene Inferenz-Angebot stärken. Für OpenAI ergibt ein Abkommen mit Groq so keinen Sinn mehr.
Besonders latenzarme Beschleuniger sollen künftig rund zehn Prozent von OpenAIs gesamter Inferenz-Flotte ausmachen, berichtet Reuters anhand eigener Quellen. Gedacht sind sie demnach für gut zahlende Kunden, die möglichst zügige Antworten bekommen sollen. Nvidia-Hardware könnte demnach weiter den Großteil von OpenAIs Hardware ausmachen.
Nvidia-Aktie stagniert
Die Reibereien zeigen sich derweil an der Börse. Während die meisten Halbleiterfirmen diese Woche leicht bis deutlich im Plus sind, ist Nvidias Aktie mehrere Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn herrscht Stagnation.
(mma)
Künstliche Intelligenz
Product Owner Days 2026: Drei Workshops und mehr als 20 Talks
Nach zwei erfolgreichen Ausgaben richten die Veranstalter iX und dpunkt.verlag die Product Owner Days bereits zum dritten Mal aus: Am 5. und 6. Mai 2026 bietet die Präsenzkonferenz in Köln ein vielfältiges und praxisnahes Programm an zwei Tagen mit mehr als 20 Vorträgen. Die Konferenztickets sind bereits ausverkauft, doch Kombi-Tickets in Verbindung mit einem von drei Workshops sind noch buchbar. Allerdings sind die Plätze begrenzt.
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Zielgruppe der Konferenz sind Product Owner und Produktmanagerinnen, die Erfahrung in ihrer Rolle mitbringen und ihre Fähigkeiten weiter ausbauen möchten.
Die Workshops: KI-gestützte Produktdesigns, Produktstrategie und Produktvisionen
Am 4. Mai 2026 finden im Rahmen der Konferenz drei ganztägige Workshops in Präsenz statt.

Ralf Lethmate und Gregor Sälker
KI verändert die Rolle von Product Ownern und Product Managern grundlegend. Im Workshop von Ralf Lethmate und Gregor Sälker (beide it-agile) entwickeln die Teilnehmenden in Zweierteams eine voll funktionsfähige Web-App – ohne selbst zu programmieren, aber mit KI-Einsatz. Dafür sind keine Programmierkenntnisse, jedoch fundiertes Produktmanagement-Handwerk erforderlich. Wer hier teilnimmt, sollte Nutzerprobleme verstehen und in klare Anforderungen übersetzen können sowie ein sicheres Gespür für User-Flows besitzen.

Tim Herbig
Tim Herbig (Product-Management-Coach und Keynote-Speaker auf der Konferenz) zeigt in seinem Workshop, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu strategischer Klarheit für ihr Produkt gelangen. Sie lernen Tools für Strategieprozesse und Zusammenarbeit kennen und erfahren, wie sie klare Ziele erarbeiten können, die auf Firmenprioritäten einzahlen und dabei den Fortschritt dieser strategischen Entscheidungen messen. Wer bei diesem Workshop mitmachen möchte, sollte bereits von Produktstrategie-Ansätzen oder dem Zusammenspiel von Strategie und Zielen gehört haben.

Dominique Winter
Wie man Produktvisionen entwickeln und nutzt, ist Thema des Workshops von Dominique Winter (Die Produktwerker). Statt abstrakter Produktvisionen erarbeitet er gemeinsam mit den Teilnehmenden Schritt für Schritt nicht nur tragfähige Visionen, sondern auch griffige Product Vision Statements. Um vom Workshop zu profitieren, sollte man bereits praktische Erfahrung in der Arbeit an digitalen Produkten mitbringen, etwa in der Priorisierung von Product Backlogs oder der Zusammenarbeit mit Entwicklungsteams.
Praxisnahe Vorträge und ein interaktives Abendprogramm
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Das Konferenzprogramm der Product Owner Days wurde durch den Programmbeirat aus Expertinnen und Experten kuratiert und besteht aus zwei Tracks an zwei Tagen, mit 20 Vorträgen und vier Keynotes.
Auszug aus dem Programm:
- Als Produktmanager ohne Macht führen
- KI im Product-Owner-Alltag
- Human-Centered Research unter echten Bedingungen
- Bau dir dein eigenes agiles Framework
- Product Design x Product Management: Wer macht was – und was macht AI?
- Wie aus chaotischem Monitoring ein gutes Produkt wurde
Am ersten Konferenztag wird es zudem ein inhaltliches, interaktives Abendprogramm unter Moderation von Dominique Winter geben: den Experience Market. Dieser bringt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz in einen offenen Austausch. An thematisch kuratierten Stationen diskutieren sie praxisnahe Fragestellungen, teilen Erfahrungen aus ihrem Arbeitsalltag und entwickeln gemeinsam neue Perspektiven auf aktuelle Herausforderungen im Produktmanagement. Im Dialog statt Frontalvortrag entsteht damit ein Raum für kollektives Lernen, Vernetzung und Inspiration.
Jetzt noch zugreifen und Kombi-Ticket sichern
Die regulären Konferenztickets sind bereits ausverkauft, jedoch gibt es eine Warteliste. Noch verfügbar sind limitierte Kombitickets für Konferenz und einen Workshop zum Preis von 1649 Euro pro Person (alle Preise zzgl. 19 % MwSt.) sowie reine Workshop-Tickets für 698 Euro. Darin inbegriffen sind jeweils das Catering während der Konferenz- und Workshoptage sowie das Abendprogramm mit Buffet am ersten Konferenzabend.
Wer über die Product Owner Days auf dem Laufenden bleiben möchte, kann die Konferenz-Website aufsuchen und dort den Newsletter der Dachmarke inside agile abonnieren.
(mai)
Künstliche Intelligenz
Reiche plant umfangreiche Änderungen am EEG – auch zu Einspeisevergütungen
Die Bundesregierung will Ernst machen mit einigen der bereits geplanten Änderungen bei der Energiewende. Aus Kreisen des Bundeswirtschaftsministeriums wurden am Freitagnachmittag viele Details zu den nun geplanten Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz und den vorgesehenen Verfahren für Stromanschlüsse bekannt. Damit würden sich wichtige Parameter der Energiewende ändern – vor allem zulasten kleinerer Erzeuger von Strom aus Photovoltaik.
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Direktvermarktung soll Einspeisevergütung ausstechen
Es gehe um „klügere“ Erneuerbare, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium. 20 Prozent billiger soll der weitere Ausbau aus Staatssicht so werden – mindestens. Was sich über die vergangenen Wochen und Monate bereits abgezeichnet hatte, wird nun konkreter gefasst: Die Bundesregierung sieht keinen Förderbedarf für private PV-Anlagen mehr, da diese sich auch ohne Förderung bei hohem Eigenverbrauchsanteil zeitnah rentieren würden.
Die feste Einspeisevergütung soll daher nun dauerhaft der Direktvermarktung weichen, bei der im Kern der Börsenstrompreis die Vergütung für eingespeisten Strom darstellt. Wie das gerade für kleinere Anlagen künftig genau aussehen soll, ist auch im Ministerium von Katherina Reiche (CDU) noch nicht ausbuchstabiert. Klar aber ist: Aufdach-PV ist der Energieministerin in Summe zu teuer – größere Freiflächen-Anlagen wie etwa auf Feldern sollen stattdessen künftig der Weg sein.
Haus-PV-Anlagen: Eigenverbrauch soll Mittagsbauch vertreiben
Für kleine und mittlere Photovoltaik-Anlagen soll künftig ein einheitlicher Fördersatz gelten, heißt es aus dem BMWE. Das offizielle Ziel der Operation: Netzdienlichkeit. Kleine Anlagen sollen ihre Einspeiseleistung künftig zur Mittagszeit drosseln müssen – auf maximal 50 Prozent. Damit will das Wirtschaftsministerium vor allem die Nutzung von Speichern anreizen – ob zur Selbstnutzung oder zur verzögerten Einspeisung. Inwiefern derartige dezentrale Speicherkapazitäten tatsächlich sinnvoller und netzdienlicher sind als größere Speicherkapazitäten an Knotenpunkten, das erklärt das BMWE bislang nicht.
Netzanschlüsse sollen priorisiert werden
Eine der größten Änderungen betrifft dabei neben jeder Art von Batteriespeicher und Erzeugeranlagen auch Rechenzentren: Das gesamte Verfahren für Netzanschlüsse soll überarbeitet werden. Im Energie- und Wirtschaftsministerium will man statt dem bisherigen First Come, First Served-Windhundprinzip nun unter anderem auf „Reifegrade“ setzen, also den tatsächlichen Projektplanungsstand. Auch Reservierungsgebühren sollen künftig eine Rolle spielen.
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Was auch viele kleinere Projekte eher positiv stimmen könnte: Die Betreiber sollen künftig konkrete Rückmeldefristen einhalten müssen und mehr Transparenz über vorhandene Kapazitäten, Reservierungen und Freigaben geben müssen. Zudem sollen die Betreiber anhand vorgegebener Kriterien Projekten höhere und geringere Prioriäten einräumen können. Hier sollen die Regeln aber nicht dem einzelnen lokalen Verteilnetzbetreiber überlassen sein, sondern grundsätzlich von den Übertragungsnetzbetreibern kommen. Diese sollen überregionale Probleme und Dispatchingmaßnahmen im Blick behalten.
Formaler Kapazitätsnotstand soll Entschädigungen verhindern
Das Dispatchen von Kapazitäten in Teilnetzen ist dabei für die BMWE-Führungsebene offenkundig einer der Hauptgegner: Derzeit, heißt es aus dem Haus, würden unnützerweise Entschädigungen für Anlagen in abgeregelten Bereichen fällig, zugleich aber Ausgleichskapazität bezahlt. Genau das soll sich ändern. Eine der weiteren Ideen des Wirtschafts- und Energieministeriums ist deshalb der sogenannte „Redispatch-Vorbehalt“: Betreiber von Verteilnetzen sollen Abschnitte ihres Netze künftig als zu schwach („kapazitätslimitiert“) markieren dürfen. Damit soll zwar der Ausbau erneuerbarer Energien nicht verboten werden – aber wenn Erzeugungsanlagen dann abgeregelt werden, soll das künftig keinerlei Entschädigungszahlung mehr nach sich ziehen. Außerdem will das BMWE künftig regional unterschiedliche Baukostenzuschüsse erheben – dafür soll die Bundesnetzagentur zuständig werden.
Sowohl die konkreten Gesetzestexte für ein „Erneuerbare-Energien-Gesetz 2027“ als auch für die Reformen bei den Netzanschlüssen wurden bislang noch nicht vorgelegt. Im parlamentarischen Verfahren im Bundestag ist dabei eine intensive Auseinandersetzung mit Teilen der Opposition zu erwarten.
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(nie)
Künstliche Intelligenz
US-Geschworene: Musk schädigte Twitter-Aktionäre bewusst
Tech-Milliardär Elon Musk hat in einem Prozess um sein Vorgehen bei der Übernahme von Twitter eine Niederlage erlitten. Geschworene eines Bezirksgerichts in San Francisco kamen zu dem Schluss, dass Musk im Jahr 2022 mit zwei irreführenden Äußerungen ein Wertpapiergesetz verletzt hatte. Da das den Aktienkurs drückte, könnte er verpflichtet werden, damaligen Anteilseignern eine hohe Wiedergutmachung zu zahlen. Musk äußerte sich zunächst nicht zu dem Urteil – er könnte dagegen in höherer Instanz in Berufung gehen.
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Der Tech-Milliardär hatte im April 2025 mit Twitter die Übernahme des Kurznachrichtendienstes für einen Kaufpreis von rund 44 Milliarden Dollar vereinbart. Doch wenig später behauptete er, dass Twitter viel mehr automatisierte Bot-Accounts habe als offiziell angegeben – und drohte mit einem Rückzieher. Der Twitter-Verwaltungsrat beharrte jedoch auf der Einhaltung der Vereinbarung und am Ende schloss Musk den Kauf Ende Oktober 2022 doch zum abgesprochenen Preis ab.
Musk könnte Entschädigung leicht stemmen
Aktionäre von Twitter zogen bereits Anfang Oktober 2022 vor Gericht und warfen Musk vor, mit seinen Äußerungen den Kurs absichtlich manipuliert zu haben. Die Geschworenen berechneten nun auch den jeweiligen Betrag (PDF), um den Musks Worte den Twitter-Aktienkurs an einzelnen Tagen zwischen dem 13. Mai und dem 3. Oktober 2022 aus ihrer Sicht künstlich gedrückt hatten.
Zu einem späteren Zeitpunkt soll festgelegt werden, wie viel Wiedergutmachung Musk damaligen Aktionären zahlen soll. Es könnten hunderte Millionen oder auch einige Milliarden US-Dollar werden. Sein Vermögen, das größtenteils aus Aktien des Elektroauto-Herstellers Tesla und der Weltraumfirma SpaceX besteht, wird vom Finanzdienst Bloomberg aktuell auf gut 640 Milliarden Dollar geschätzt. Eine Zahlung an die Twitter-Aktionäre dürfte für den reichsten Menschen der Welt damit finanziell leicht zu verkraften sein.
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