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Künstliche Intelligenz

OpenAI sorgt sich um die Kluft zwischen KI-Möglichkeiten und Anwendungen


In einem Bericht warnt OpenAI, die Kluft zwischen dem, was KI kann und dem, wie KI bisher eingesetzt wird, müsse verringert werden. Sonst droht nichts Geringeres als der Wohlstandsverlust. KI könne Aufgaben schneller erledigen als ein Mensch und Menschen effizienter machen, heißt es in dem Bericht.

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So weit, so KI-PR-Sprech. Und sicherlich oftmals auch wahr. Dass Künstliche Intelligenz aber vielleicht auch noch nicht überall einsatzbereit ist, davon will OpenAI offenbar nichts wissen. Und dass die vermehrte Nutzung vor allem auch OpenAI selbst zugutekäme, wird in dem Bericht ebenfalls nicht behandelt.

In dem Bericht (PDF) steht: „Allerdings führen verbesserte Fähigkeiten allein nicht zu Produktivitätsvorteilen oder wirtschaftlichen Auswirkungen.“ Dafür müssten KI-Tools von Unternehmen und Ländern noch viel tiefer in Arbeitsabläufe integriert werden. Dass eine vermehrte Nutzung positiven Einfluss auf die Produktivität hat, belegt OpenAI mit einem anderen Bericht von OpenAI, den die Firma vor einigen Wochen herausgebracht hat.

Erneut setzt OpenAI die Nutzung von Thinking-Fähigkeiten in ChatGPT damit gleich, dass jemand auch produktiver ist als Personen, die nur einfacher zu beantwortende Fragen an den Chatbot stellen. „Führende Länder nutzen drei Mal mehr Fähigkeiten im tieferen Denken als Länder, die das weniger nutzen“, schreibt OpenAI. Die Denkfähigkeit besteht aus der Anzahl der Reasoning-Token, die in einem Land genutzt wurden.

Freilich ist zu bedenken, dass Ländern andere KI-Modelle zur Verfügung stehen, deren Nutzung OpenAI nicht einsehen kann. Was man also tatsächlich aus dem Bericht ablesen kann, ist, dass etwa in Singapur mehr Anfragen zum Coden an ChatGPT gestellt werden als in anderen Ländern. Die Nutzung von KI-Modellen kann sich sicherlich positiv auf die Produktivität eines Unternehmens auswirken, vielleicht sogar auf die Wirtschaft eines Landes – es lässt sich aber nicht aus den von OpenAI genannten Zahlen ableiten, schon gar nicht ein Kausalzusammenhang.

Und auch die folgenden Zahlen von OpenAI, die bescheinigen sollen, dass mehr Menschen mehr KI-Funktionen nutzen müssen, lassen Fragen offen. Demnach haben 19 Prozent der ChatGPT Enterprise Nutzer noch nie die Datenanalyse genutzt. Das ist in den Augen von OpenAI problematisch. Diese 19 Prozent können aber auch in einem Feld arbeiten, in dem sie gar keine Daten analysieren müssen oder können.

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Die finanziellen Schwierigkeiten von OpenAI sind bekannt. Abomodelle reichen nicht aus, um die Kosten zu decken. Nun soll Werbung in ChatGPT einziehen. Etwas, mit dem auch andere Unternehmen wie Google und Meta riesig und reich geworden sind, aber nicht unbedingt den Nutzern gefällt. Im Fall von KI und Chatbots haben die Nutzer Alternativen – nämlich unter anderem von besagten Unternehmen Meta und Google.

Für OpenAI liegt eine große Chance darin, „too big to fail“ zu werden, also zu groß, um wieder zu verschwinden. Wenn nur ausreichend Regierungen und Unternehmen auf die Dienste setzen, werden diese auch vieles daran setzen, dass OpenAI nicht pleitegeht. Ein Wechsel wäre schließlich aufwendig und teuer. „Unser Nordstern ist es, dass KI als unverzichtbare Infrastruktur behandelt wird und möglichst vielen Menschen ein breiter Zugang zu KI gewährt werden kann.“

Entsprechend macht OpenAI in dem Bericht auch Werbung für das „OpenAI for Countries“-Programm. Man wolle mit Ländern und Unternehmen zusammenarbeiten und ihnen die eigenen Dienste anbieten, angepasst an die Bedürfnisse eines jeden Landes – ganz uneigennützig, „um noch mehr Menschen die Vorteile von KI zur Verfügung zu stellen.“ Das Programm beinhaltet Unterstützung bei der Einführung von KI in Bildungseinrichtungen, was nun unter dem Namen „Education for Countries“ ein eigenständiger Bereich ist.

Zudem möchte das Unternehmen Zertifizierungen anbieten und gemeinsam Cyber-Sicherheitsmaßnahmen aufbauen sowie im Gesundheitswesen eingesetzt werden. OpenAI bekäme also Zugang zu nahezu allen kritischen und zukunftsweisenden Infrastrukturen verschiedenster Länder.

In Deutschland gibt es bereits eine Partnerschaft zwischen OpenAI und SAP, bei der es auch um den Einsatz von KI zu Regierungszwecken geht. „Das Ziel: den Beamten mehr Zeit geben, sich auf die Menschen zu konzentrieren, nicht auf Papierkram, und sicherstellen, dass Zugang und Vorteile breit geteilt werden.“


(emw)



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Künstliche Intelligenz

Thunderbird optimieren: E-Mails effizient organisieren und filtern


„You’ve got Mail!“ Früher hat man sich über digitale Post noch gefreut, heute nervt sie bisweilen. Spam, Phishing, falsche Versprechen – trotz allem bleibt die E-Mail weiterhin ein relevantes und zentrales Kommunikationsmittel. Allein die vielen Accounts bei diversen Online-Diensten verlangen nach einer E-Mail-Adresse. Dann soll wenigstens die Postverwaltung leicht von der Hand gehen.

  • E-Mails sind weiterhin ein wichtiges Kommunikationsmittel, doch sie nerven auch – Spam sei Dank.
  • Thunderbird kümmert sich seit zwei Jahrzehnten um digitale Post und erleichtert die Organisation mehrerer Konten.
  • Der Mail-Client ist komplett Open-Source und kostenlos für Windows, macOS und Linux verfügbar, ebenso für Android.
  • Unser Ratgeber hilft bei der Einrichtung und Optimierung von Thunderbird, damit Mails weniger nerven.

Diesen Job übernimmt Thunderbird: Der Mail-Client ist seit zwanzig Jahren die Lieblingsapp vieler Nerds, um Mails effizienter zu organisieren. Die quelloffene App unterstützt nahezu jeden Mail-Dienst und bietet viele durchdachte Funktionen, praktische Tastaturkürzel sowie einen gemeinsamen Posteingang. Filter sortieren automatisch aus, was unwichtig ist. Thunderbird ist außerdem komplett kostenlos.

Zwischenzeitlich sah es um die Zukunft von Thunderbird etwas düster aus. Doch wie ein Donnervogel aus der Asche stieg der Mail-Client wieder empor. Die Entwicklung ist gesichert, und Thunderbird bekam jüngst viele neue Funktionen und eine moderne Bedienoberfläche spendiert. Auf irgendwelche KI-Spielereien haben die Entwickler glücklicherweise verzichtet. Was der Mail-Client alles kann und wie man ihn einrichtet, erklärt dieser Ratgeber. Er fokussiert sich dabei auf die Desktop-Version.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels “ Thunderbird optimieren: E-Mails effizient organisieren und filtern“.
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Künstliche Intelligenz

Always-on-Display unter iOS 26: So wird man das unscharfe Bild los


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Aktuelle iPhones kommen mit einem Bildschirm, der stets aktiv bleibt – zumindest, solange die Vorderfront des Gerätes nicht abgedeckt ist. Das seit dem iPhone 14 Pro verbaute Always-on-Display ermöglicht es dann, aktuelle Informationen anzuzeigen, insbesondere die Uhrzeit. Zudem ist das gewählte Hintergrundbild sichtbar, man kann sein iPhone also auch als Fotorahmen nutzen. Mit iOS 26 hat Apple allerdings im letzten Herbst eine Veränderung vorgenommen: Seither ist das Wallpaper nicht mehr nur abgedunkelt, wie bislang, sondern wird auch noch verschwommen dargestellt. Sinn der Sache scheint zu sein, dass sich die Uhrzeit besser ablesen lässt, was aber auch früher eigentlich selten ein Problem darstellte. Glücklicherweise hat Apple aber eine Option in sein Betriebssystem eingebaut, die das „Blurring“ umgehen lässt.

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Die Funktion ist allerdings nicht ganz einfach zu finden: Sie lässt sich nicht etwa bei der Erstellung eines Hintergrundbildes setzen, sondern ist in den allgemeinen Bildschirm-Einstellungen unter „Anzeige & Helligkeit“ in den Systemeinstellungen versteckt. Es ist auch nicht möglich, die verschwommene Anzeige je nach Wallpaper einzustellen, sondern nur über einen Hauptschalter.

Dieser befindet unter „Anzeige & Helligkeit“ im Untermenü „Immer eingeschaltet“, das man erreicht, wenn man etwas scrollt. Neben „Hintergrundbild anzeigen“, „Benachrichtigungen anzeigen“ und der Nutzung des Always-on-Display an sich ist nun auch eine Unschärfeoption hinzugekommen.

Ist diese abgedreht, bleibt das Wallpaper künftig auch im Always-on-Modus schön scharf. Die Ablesbarkeit der Uhrzeit tangiert das übrigens kaum, denn diese wird auch dann noch deutlich hervorgehoben, ein eventuell vorhandener Glaseffekt beispielsweise reduziert. Offenbar fand man den Unschärfe-Look in Apples User-Interface-Team besonders attraktiv. Über Usability-Gründe lässt sich streiten.

Denkbar wäre nur, dass Apple das Blurring aus Privatsphärengründen umsetzt – so kann man nicht direkt scharf sehen, was der Nutzer als Wallpaper gewählt hat. Allerdings reicht ein Tipper auf den Bildschirm, um das Bild wieder scharf zu machen, ein Entsperren des iPhone ist nicht notwendig. Apple experimentiert nach wie vor mit dem umstrittenen Liquid-Glass-Look. Ob das unscharfe Always-on-Hintergrundbild auch in iOS 27 erhalten bleibt, das im Herbst erwartet wird, ist also offen.

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(bsc)



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Künstliche Intelligenz

LibreOffice kritisiert EU-Kommission wegen proprietärer XLSX-Formate


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Die Document Foundation hat in einem offenen Brief die Europäische Kommission aufgefordert, bei der laufenden Konsultation zum Cyber Resilience Act (CRA) nicht ausschließlich auf Microsofts proprietäres XLSX-Format zu setzen. Die EU-Kommission hatte am 3. März 2026 eine Aufforderung zur Rückmeldung zu den CRA-Leitlinien veröffentlicht. Feedback kann bis zum 31. März 2026 ausschließlich über ein XLSX-Template eingereicht werden.

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Die Foundation sieht darin einen Widerspruch zu den eigenen Interoperabilitätszielen der EU. XLSX sei zwar als OOXML nach ISO/IEC 29500 standardisiert, allerdings würden die Implementierungen von Microsoft häufig von den Spezifikationen abweichen. Zudem änderten sich Features oft undokumentiert, was die Kompatibilität mit Open-Source-Software wie LibreOffice erschwere.

In ihrem am 5. März 2026 veröffentlichten Blogpost verweist die Document Foundation auf mehrere EU-Strategien, die eigentlich offene Standards fördern sollten. Dazu zählen das European Interoperability Framework (EIF), die EU Open Source Software Strategy 2020–2023 und deren Nachfolger sowie der Cyber Resilience Act selbst, der systemische Risiken durch Abhängigkeiten von intransparenten Technologien reduzieren soll.

Die Document Foundation fordert konkret, dass das Template vor Ablauf der Frist am 31. März 2026 zusätzlich im Open Document Format (ODF) bereitgestellt wird. Das .ods-Format ist ein vollständig anbieterneutraler ISO-Standard. Ideal wäre zusätzlich ein webbasiertes Formular oder ein Plain-Text-Format, um die Mitwirkung aller Bürger, Organisationen und Institutionen zu ermöglichen.

Die ausschließliche Verwendung von XLSX schaffe eine strukturelle Voreingenommenheit, argumentiert die Foundation. Nutzer von Open-Source-Software würden benachteiligt, da es beim Öffnen und Bearbeiten des XLSX-Templates in LibreOffice zu Kompatibilitätsproblemen bei fortgeschrittenen Formatierungen oder Makros kommen könne. Betroffen seien auch kleine Organisationen und Behörden, die ODF-basierte Workflows einsetzen.

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Der Cyber Resilience Act wurde am 20. November 2024 im EU-Amtsblatt veröffentlicht und trat am 10. Dezember 2024 in Kraft. Die Hauptpflichten gelten ab dem 11. Dezember 2027, Meldepflichten bereits ab dem 11. September 2026. Die Verordnung regelt die Cybersicherheit für Produkte mit digitalen Elementen und richtet sich an Hersteller, Importeure und Distributoren.

Die Document Foundation ruft andere FOSS-Foundations, Projekte und Befürworter dazu auf, den offenen Brief zu unterzeichnen. Eine Reaktion der EU-Kommission auf die Kritik liegt bislang nicht vor. Technisch wäre die geforderte Erweiterung des Templates problemlos umsetzbar.

Kritik an der Verwendung proprietärer Formate durch EU-Institutionen ist nicht neu. Erst kürzlich hat sogar das EU-Parlament einen Bericht verabschiedet, der die EU-Kommission zu Reformen auffordert. Das Ziel müsse Unabhängigkeit von US-Infrastrukturen und mehr heimische KI und Open Source sein. Mit ihrer mangelnden Format-Offenheit in der Konsultation steht die EU-Kommission ohnehin im Widerspruch zu den EU-Zielen der digitalen Souveränität.

Weitere Informationen und der offene Brief selbst finden sich im Blogpost der Document Foundation.


(fo)



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