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Künstliche Intelligenz

LibreOffice kritisiert EU-Kommission wegen proprietärer XLSX-Formate


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Die Document Foundation hat in einem offenen Brief die Europäische Kommission aufgefordert, bei der laufenden Konsultation zum Cyber Resilience Act (CRA) nicht ausschließlich auf Microsofts proprietäres XLSX-Format zu setzen. Die EU-Kommission hatte am 3. März 2026 eine Aufforderung zur Rückmeldung zu den CRA-Leitlinien veröffentlicht. Feedback kann bis zum 31. März 2026 ausschließlich über ein XLSX-Template eingereicht werden.

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Die Foundation sieht darin einen Widerspruch zu den eigenen Interoperabilitätszielen der EU. XLSX sei zwar als OOXML nach ISO/IEC 29500 standardisiert, allerdings würden die Implementierungen von Microsoft häufig von den Spezifikationen abweichen. Zudem änderten sich Features oft undokumentiert, was die Kompatibilität mit Open-Source-Software wie LibreOffice erschwere.

In ihrem am 5. März 2026 veröffentlichten Blogpost verweist die Document Foundation auf mehrere EU-Strategien, die eigentlich offene Standards fördern sollten. Dazu zählen das European Interoperability Framework (EIF), die EU Open Source Software Strategy 2020–2023 und deren Nachfolger sowie der Cyber Resilience Act selbst, der systemische Risiken durch Abhängigkeiten von intransparenten Technologien reduzieren soll.

Die Document Foundation fordert konkret, dass das Template vor Ablauf der Frist am 31. März 2026 zusätzlich im Open Document Format (ODF) bereitgestellt wird. Das .ods-Format ist ein vollständig anbieterneutraler ISO-Standard. Ideal wäre zusätzlich ein webbasiertes Formular oder ein Plain-Text-Format, um die Mitwirkung aller Bürger, Organisationen und Institutionen zu ermöglichen.

Die ausschließliche Verwendung von XLSX schaffe eine strukturelle Voreingenommenheit, argumentiert die Foundation. Nutzer von Open-Source-Software würden benachteiligt, da es beim Öffnen und Bearbeiten des XLSX-Templates in LibreOffice zu Kompatibilitätsproblemen bei fortgeschrittenen Formatierungen oder Makros kommen könne. Betroffen seien auch kleine Organisationen und Behörden, die ODF-basierte Workflows einsetzen.

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Der Cyber Resilience Act wurde am 20. November 2024 im EU-Amtsblatt veröffentlicht und trat am 10. Dezember 2024 in Kraft. Die Hauptpflichten gelten ab dem 11. Dezember 2027, Meldepflichten bereits ab dem 11. September 2026. Die Verordnung regelt die Cybersicherheit für Produkte mit digitalen Elementen und richtet sich an Hersteller, Importeure und Distributoren.

Die Document Foundation ruft andere FOSS-Foundations, Projekte und Befürworter dazu auf, den offenen Brief zu unterzeichnen. Eine Reaktion der EU-Kommission auf die Kritik liegt bislang nicht vor. Technisch wäre die geforderte Erweiterung des Templates problemlos umsetzbar.

Kritik an der Verwendung proprietärer Formate durch EU-Institutionen ist nicht neu. Erst kürzlich hat sogar das EU-Parlament einen Bericht verabschiedet, der die EU-Kommission zu Reformen auffordert. Das Ziel müsse Unabhängigkeit von US-Infrastrukturen und mehr heimische KI und Open Source sein. Mit ihrer mangelnden Format-Offenheit in der Konsultation steht die EU-Kommission ohnehin im Widerspruch zu den EU-Zielen der digitalen Souveränität.

Weitere Informationen und der offene Brief selbst finden sich im Blogpost der Document Foundation.


(fo)



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Alte Spiele neu erleben: Die hohe Kunst sehr guter Remaster


Möchte man heutzutage ein Spiel aus der eigenen Kindheit oder Jugend noch einmal erleben, hat man dazu mehr Möglichkeiten als je zuvor: So gibt es Webseiten wie GOG.com, die sich darauf spezialisiert haben, auf modernen Systemen Spiele aus den Achziger und Neunzigerjahre ohne Herumgefummel laufen zu lassen. Ähnliches gilt auch für die Plattform Steam.

Wer ein wenig Handarbeit nicht scheut, dem bieten Softwareemulatoren und Tools wie DOSBox, ScummVM oder WinUAE nahezu perfekt emulierte alte Systeme. Damit laufen ewige Klassiker wie „The Secret of Monkey Island“, „Turrican 2“ oder „Civilization“ genauso, wie man sie in Erinnerung hat.

  • Ein richtig gutes Remaster lässt Retrovideospiele in neuem Glanz erstrahlen, ohne das Originalspielgefühl zu ruinieren.
  • Der Weg dahin ist nicht nur technisch herausfordernd, sondern auch rechtlich.
  • Wie ein richtig gutes Remaster aussieht, haben Nightdive Studios bereits mehrmals eindrucksvoll demonstriert.

Dank verschiedener Videooptionen im Emulator kann man sie sogar mit grafischen Extras aufwerten, genießt Gamepad-Support und oft auch eine Schnellspeicherfunktion.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Alte Spiele neu erleben: Die hohe Kunst sehr guter Remaster“.
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Framework Laptop 13 Pro: Ubuntu-Option und neue Hardware-Details


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Framework nimmt wie versprochen Vorbestellungen für den Laptop 13 Pro entgegen. Damit stehen jetzt auch alle Konfigurationen und Preise fest. Der offizielle Store hält eine Überraschung bereit: Die Versionen mit Intel-Prozessor sind günstiger und voraussichtlich flotter als die AMD-Typen. Aktuelle Bestellungen will Framework ab Juli ausliefern.

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Die sogenannte DIY-Edition ohne Speicher und Betriebssystem ist mit Intels Achtkerner Core Ultra 5 325 ab 1349 Euro erhältlich. Die günstigste AMD-Version mit dem ebenfalls achtkernigen Ryzen AI 7 350 gibt es ab 1579 Euro. Bei einer mittleren Konfigurationliegt die Differenz bei 60 Euro: Für die Variante mit dem 16-Kerner Core Ultra X7 358H ruft der Hersteller 1799 Euro auf, für jene mit dem 12-Kerner Ryzen AI 9 HX 370 sind es 1859 Euro.

Vom Topmodell mit Core Ultra X9 388H ist aus Preis-Leistungs-Sicht abzuraten: Die CPU-Kerne takten etwas höher, dafür kostet die Konfiguration 230 Euro mehr. Aktuell ist sie auch nicht verfügbar.

Die Preise sind nicht der einzige Unterschied zwischen den AMD- und Intel-Notebooks. Framework setzt ausschließlich beim Intel-Mainboard auf ein stromsparendes und schnelles Low Power Compression Attached Memory Module 2 (LPCAMM2) für LPDDR5X-7467-RAM. AMD-Nutzer müssen mit langsamerem DDR5-5600-RAM in SO-DIMM-Bauform vorliebnehmen. Ein LPCAMM2 mit 32 GByte RAM kostet 490 Euro. 32 GByte DDR5 kosten wahlweise 524 Euro auf zwei SO-DIMMs verteilt oder 452 Euro als einzelnes SO-DIMM.

Wie üblich verkauft Framework auch komplette Notebooks mit RAM, SSD und Betriebssystem. Aktuell bietet der Hersteller eine Intel-Konfiguration mit Core Ultra X7 358H, 32 GByte RAM und einer 1 TByte großen PCIe-4.0-SSD an.

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Erstmals installiert Framework auf Wunsch ein Linux-Betriebssystem in Form von Ubuntu 24.04 LTS. Damit kostet die Komplett-Konfiguration 2369 Euro. Wer auf Windows 11 Pro besteht, muss 220 Euro Aufpreis zahlen.

Die gewünschten Anschlüsse kommen obendrauf. USB-C für Thunderbolt 4 etwa kostet jeweils 10 Euro. Neu ist ein 10-Gigabit-Ethernet-Adapter für 109 Euro.

Alle DIY- und Komplett-Konfigurationen des Laptop 13 Pro sind derzeit ausschließlich mit schwarzem Gehäuse vorbestellbar. Einzelteile und Nachrüstsätze erscheinen auch mit silberfarbenen Gehäuseteilen; entsprechende Konfigurationen könnten also noch folgen.

Wer einen bisherigen Framework Laptop 13 besitzt, kann künftig die verbesserten Komponenten der Pro-Version nachrüsten. Der Hersteller bietet dazu Einzelteile und Kits an. Der größere Akku erfordert auch die neue Gehäuse-Unterseite und den neuen „Input Cover Frame“. Mainboards mit den Core-Ultra-300-Prozessoren listet Framework noch nicht.


Mann schraubt an einem Notebook

Mann schraubt an einem Notebook

Auch der Framework Laptop 13 Pro bleibt reparierfreudig. Alte Modelle lassen sich aufrüsten.

(Bild: Framework)


(mma)



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EU-Kommission: RTL darf Sky übernehmen


Die RTL Group darf Sky Deutschland übernehmen. Gut zehn Monate nach der Ankündigung des Übernahmeplans hat die EU-Kommission uneingeschränkt grünes Licht für das Geschäft gegeben.

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Die EU-Kommission prüft bei Fusionen und Übernahmen großer Unternehmen im Europäischen Wirtschaftsraum regelmäßig, ob wettbewerbsrechtliche Bedenken bestehen. Im Fall von RTL und Sky stellte die Behörde „nach sorgfältiger Prüfung“ fest, dass die Transaktion den Wettbewerb „nicht erheblich verringern würde“ und genehmigte sie ohne Auflagen.

„Die Transaktion ermöglicht es etablierten europäischen Mediengruppen, ihre Position in einer Zeit des Branchenwandels zu festigen, in der sie zunehmend unter Druck von globalen Streaming-Plattformen stehen“, teilte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera mit. Durch die Bündelung ihrer Kompetenzen seien RTL und Sky besser gerüstet, um in diesem sich rasant verändernden Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Im Juni 2025 hatte die RTL Group ihre Pläne zur Übernahme von Sky Deutschland vorgestellt. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die Marktposition im deutschen Streaming- und TV-Geschäft gegenüber großen US-Anbietern zu stärken. Durch die Integration von Sky will RTL außerdem sein Abonnementgeschäft ausbauen und unabhängiger vom klassischen TV-Werbemarkt werden, der weiter unter Druck steht.

Die RTL Group setzt zunehmend auf digitale Abo-Modelle, um den Rückgang klassischer Werbeerlöse im linearen Fernsehen auszugleichen. Dazu wurde auch das Angebot von RTL+ weiterentwickelt – etwa durch neue Bündelangebote wie die Kooperation mit HBO Max, die über die Vermarktungstochter AdAlliance vertrieben wird. Der zu Bertelsmann gehörende Konzern will so seine Position als führender Anbieter in der deutschsprachigen Medienlandschaft festigen.

RTL hatte bei der Ankündigung der Sky-Übernahme im Juni 2025 mitgeteilt, dass RTL-Deutschland-Chef Stephan Schmitter CEO des neuen Gemeinschaftsunternehmens werden soll. Sky Deutschland wird künftig Teil von RTL Deutschland. Zu Sky Deutschland gehören neben klassischen Fernsehsendern auch der Streamingdienst Wow.

Sky Deutschland zählt bislang zum US-Medienkonzern Comcast. Der Kaufpreis beträgt rund 150 Millionen Euro in bar, hinzu kommt eine variable Komponente, die an den Aktienkurs der RTL Group gekoppelt ist. Je nach Kursentwicklung könnten für RTL noch bis zu 377 Millionen Euro zusätzlich fällig werden. Mit der Übernahme vereint die börsennotierte RTL Group im deutschsprachigen Raum ein breites Portfolio aus frei empfangbaren TV-Sendern, Bezahlsendern und Streaming-Portalen – ergänzt um Zeitschriften und Audioangebote.

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Der Jahresumsatz von Sky Deutschland lag zuletzt bei rund 2 Milliarden Euro, der der RTL Group bei rund 6 Milliarden Euro. Das Unternehmen hatte zuletzt mit einer schwachen Werbekonjunktur und sinkenden Produktionserlösen zu kämpfen. Auch ein Stellenabbau gehörte zu den Folgen.

Sky blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Der Sender ging aus dem einstigen Kirch-Unternehmen Premiere hervor, das lange Zeit die Fußball-Bundesliga exklusiv im Pay-TV zeigte, wirtschaftlich aber nie dauerhaft profitabel war. 2018 übernahm schließlich Comcast den Bezahlsender.

Seit Gründung des Bezahlsenders liegt der Schwerpunkt auf Sportübertragungen, vor allem Fußball. Ergänzt wird das Angebot um Filme und Serien. Eigene Serienproduktionen wie „Babylon Berlin“ oder „Der Pass“ hatte das Unternehmen zuletzt eingestellt.

Intern gelten rund 80 Prozent der Abonnenten als Sport-Kunden. Die wichtigsten Sportrechte von Sky sind die Freitags- und Samstagsspiele der Fußball-Bundesliga sowie die gesamte 2. Bundesliga. Zu den wichtigen Rechten gehören außerdem die englische Premier League, die Formel 1 und Tennis.

RTL und Sky haben in den vergangenen Jahren häufiger Rechte ausgetauscht. So durfte RTL zuletzt sieben Rennen der Formel 1 im Free-TV zeigen. Für die laufende Saison der wichtigsten Motorsport-Serie gab es bisher keine Einigung zwischen den beiden Sendern. Nach dem Kauf wird mit einer zügigen Klärung gerechnet.

Die Brüsseler Wettbewerbshüter hatten insbesondere die Auswirkungen der Transaktion auf vier Märkte untersucht: das Angebot und den Erwerb von audiovisuellen Inhalten, den Großhandel mit Fernsehkanälen und audiovisuellen Dienstleistungen, den Einzelhandel mit audiovisuellen Dienstleistungen an Endkunden und das Angebot von Werbeflächen in audiovisuellen Inhalten. In keinem der Bereiche hatten sie Bedenken. Sie stellten unter anderem fest, dass die beiden Sender bisher sowohl im Sport- als auch Unterhaltungsbereich unterschiedliche Schwerpunkte haben und daher keine engen Wettbewerber beim Erwerb audiovisueller Inhalte sind.


(vbr)



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