Entwicklung & Code
PHP-Framework: Tempest 3.0 bringt neuen Error-Handler
Tempest 3.0 ist erschienen. Das noch recht junge PHP-Framework bringt einen neuen Exception-Handler, Performance-Optimierungen, Unterstützung für PHP 8.5 sowie zahlreiche Detailänderungen. Auf GitHub verzeichnet das Projekt 2100 Sterne.
Weiterlesen nach der Anzeige
Das Tool richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler, die Webanwendungen mit einem integrierten Stack aus Routing, ORM, View-System, Konsole und OAuth-Anbindung umsetzen wollen. Es bündelt typische Infrastrukturaufgaben und setzt konsequent auf aktuelle PHP-Versionen. Hinter dem Projekt steht unter anderem Brent Roose, der die Community unter stitcher.io über Neuerungen rund um die Programmiersprache auf dem Laufenden hält.
Fokus auf PHP 8.5
Version 3.0 unterstützt ausschließlich PHP 8.5 oder neuer. Das Projekt bleibt damit bei seiner Linie, nur die jeweils aktuelle PHP-Version zu berücksichtigen. Das soll den Einsatz neuer Sprachfeatures erleichtern, setzt aber eine entsprechend moderne Laufzeitumgebung voraus.
Neuer Exception-Handler und ORM-Updates
Statt der PHP-Bibliothek Whoops nutzt Tempest ab sofort einen eigenen Exception-Handler, der sich offenbar enger in das Framework integrieren lässt und das Debugging verbessern soll.
Im Datenbankbereich wurde das ORM laut Entwicklerteam performanter. Neu ist zudem die Unterstützung von UUIDs (Universally Unique Identifier) als Primärschlüssel. Die Methode Query::toRawSql wurde überarbeitet, um komplexe Abfragen nachvollziehbarer zu machen.
Weiterlesen nach der Anzeige
CSRF, Views und OAuth
Beim Schutz vor Cyberangriffen wie Cross-Site Request Forgery (CSRF) ersetzt Tempest den klassischen Token-Ansatz durch die Header Sec-Fetch-Site und Sec-Fetch-Mode. Das bisherige x-csrf-Element entfällt.
Der View-Parser erhält Whitespace nun unverändert, was das Debugging erleichtern soll. Zusätzlich unterstützt Tempest Validierungsregeln mit Closures und erweitert die OAuth-Integration um Twitch.
Upgrade und Ausblick
Als Major-Release bringt Tempest 3.0 mehrere Breaking Changes, etwa beim Exception-Handling, Session-Management und bei Konfigurationsklassen. Ein Upgrader auf Basis von Rector soll die Migration bestehender Projekte teilweise automatisieren.
Für die 3.x-Reihe plant das Team unter anderem eine Debugging-KI, Unterstützung für den Worker-Modus von FrankenPHP sowie eine Überarbeitung von Event- und Command-Bus. Weitere Informationen zum Release finden sich im Ankündigungsbeitrag auf der offiziellen Website zum PHP-Framework.
(mdo)
Entwicklung & Code
Codex-Spark: Schnelles Coding-Modell von OpenAI
Ein erstes Modell fürs Coden in Echtzeit, so beschreibt OpenAI das neu herausgebrachte GPT-5.3-Codex-Spark. Es ist eine Research-Preview und setzt erstmals auf einem Cerebras-Chip auf.
Weiterlesen nach der Anzeige
Codex-Spark soll besonders schnell sein – konkret 1000 Tokens in der Sekunde liefern können. Doch auch OpenAI schreibt in einem Blogbeitrag, dass das auf Kosten der Qualität gehen kann – das zeigt zumindest der Terminal-Bench 2.0, der auf die Genauigkeit abzielt. Dennoch soll dank der Schnelligkeit eine neue, andere interaktive Arbeit mit dem Modell möglich sein. Codex-Spark lässt sich beispielsweise auch in Echtzeit unterbrechen oder umlenken, heißt es. Es gibt aber etwa keine automatische Vorschau. Verarbeitet wird grundsätzlich nur Text, das Modell hat ein 128K-Kontextfenster.
Im Januar hatte OpenAI die Partnerschaft mit dem kalifornischen Chipdesigner Cerebras bekannt gegeben. Die haben seither verstärkt an einem Chip gearbeitet, der auf Inferenz ausgelegt ist, also besonders schnell KI-Algorithmen auszuführen. Bisher hatte OpenAI auf KI-Beschleuniger von Nvidia gesetzt. So richtig ausgereift klingt Codex-Spark allerdings noch nicht. Im Blogbeitrag steht, man wolle das Modell für frühe Experimente freigeben, während man unter anderem noch an der Endnutzer-Erfahrung arbeite. Zunächst gibt es auch spezielle Rate-Limits, dazu gehört, dass die Nutzung bei vielen Zugriffen auch grundlegend eingeschränkt werden kann. Zugriff haben ChatGPT-Pro-Nutzer mit Codex-App, der CLI und der VS-Code-Erweiterung.
OpenAI kündigt auch bereits an, dass Codex-Spark das erste Modell einer neuen „ultraschnellen Modell-Familie“ sein soll. Multimodalität und weitere Fähigkeiten sollen entsprechend folgen.
Erst vor wenigen Tagen hat OpenAI mit GPT-Codex-5.3 ein neues Modell mit Coding-Fähigkeiten veröffentlicht. Auch dieses soll vor allem schneller sein, als der Vorgänger. Hier geht es aber mitnichten um Echtzeit sondern um minutenlange Denkprozesse zur Aufgabenerfüllung. Zudem gibt es mit der Codex-App eine Kommandozentrale für KI-Workflows.
Sam Altman witzelt bei X, dass ihm das neue, schnelle Modell Freude bereiten würde. Dabei bezieht er sich mit dem englischen Satz „It sparks joy for me“ auf die 2010er Fernsehsendung, in der Marie Kondo Menschen beim Ausmisten geholfen hat. Die Aufräum- und Minimalismusexpertin fragte bei jedem Teil, ob es dem Besitzer Freude bereite – nur dann durfte man es behalten. Kondo allerdings ihren eigenen Spark-Stil längst über Bord geworfen und lässt eigenen Aussagen zufolge lieber ein bisschen Chaos zu.
Weiterlesen nach der Anzeige
(emw)
Entwicklung & Code
Neu in .NET 10.0 [10]: Vereinfachung für nameof() mit generischen Typen in C#
Bisher musste man in C# immer konkrete Typparameter angeben, um den Operator nameof() auf generische Typen anzuwenden. Ab dem aktuellen C# 14.0 kann man als kleine Syntaxvereinfachung die Typparameter im Code weglassen
Weiterlesen nach der Anzeige

Dr. Holger Schwichtenberg ist technischer Leiter des Expertennetzwerks www.IT-Visions.de, das mit 53 renommierten Experten zahlreiche mittlere und große Unternehmen durch Beratungen und Schulungen sowie bei der Softwareentwicklung unterstützt. Durch seine Auftritte auf zahlreichen nationalen und internationalen Fachkonferenzen sowie mehr als 90 Fachbücher und mehr als 1500 Fachartikel gehört Holger Schwichtenberg zu den bekanntesten Experten für .NET und Webtechniken in Deutschland.
Folgendes Codebeispiel zeigt den vereinfachten Einsatz von nameof() mit generischen Typen:
// BISHER
Console.WriteLine(nameof(List)); // --> List
Console.WriteLine(nameof(System.Collections.Generic.LinkedListNode)); // --> LinkedListNode
Console.WriteLine(nameof(System.Collections.Generic.KeyValuePair)); // --> KeyValuePair
// NEU
Console.WriteLine(nameof(List<>)); // --> List
Console.WriteLine(nameof(System.Collections.Generic.LinkedListNode<>)); // --> LinkedListNode
Console.WriteLine(nameof(System.Collections.Generic.KeyValuePair<,>)); // --> KeyValuePair
(rme)
Entwicklung & Code
TypeScript 6.0 steht in den Startlöchern: Die letzte JavaScript-basierte Version
Microsoft hat die Betaversion für TypeScript 6.0 veröffentlicht, das letzte Release mit der aktuellen JavaScript-Codebasis. Ab Version 7.0 werden der Compiler und der Language Service in Go geschrieben sein, was Geschwindigkeitsvorteile bringen soll. TypeScript 6.0 soll in erster Linie den Weg zum Umstieg ebnen.
Weiterlesen nach der Anzeige
(Bild: jaboy/123rf.com)

Tools und Trends in der JavaScript-Welt: Die enterJS 2026 wird am 16. und 17. Juni in Mannheim stattfinden. Das Programm dreht sich rund um JavaScript und TypeScript, Frameworks, Tools und Bibliotheken, Security, UX und mehr. Frühbuchertickets sind im Online-Ticketshop erhältlich.
TypeScript 6.0 räumt mit veralteten Funktionen auf
Einige Aspekte gelten in TypeScript 6.0 als veraltet (deprecated) – doch derzeit lassen sich diese Deprecations noch einfach ignorieren. Dazu dient die Einstellung "ignoreDeprecations": "6.0" in der tsconfig.json-Datei. Ab Version 7.0 wird das nicht mehr möglich sein, und die veralteten Funktionen lassen sich dort nicht mehr nutzen.
Die Änderungen sollen den Prozessen Rechnung tragen, die in den vergangenen zwei Jahren seit Version 5.0 stattgefunden haben, so das TypeScript-Team. Unter anderem seien Bundler und ECMAScript-Module zu den häufigsten Modulzielen für neue Projekte geworden, und tsconfig.json habe sich zu einem fast universellen Konfigurationsmechanismus entwickelt, während der Wunsch nach strengerer Typisierung zugenommen habe.
Konkret entfällt unter anderem das Target ECMAScript 5, denn seit über einem Jahrzehnt steht der Nachfolger ECMAScript 2015 (ES 6) bereit und alle modernen Browser können damit umgehen, wie das TypeScript-Team ausführt. Damit einhergehend ist nun auch --downlevelIteration veraltet, da es lediglich für ECMAScript 5 relevant war. Statt der veralteten asserts-Syntax kommt nun das Keyword with für Import-Attribute zum Einsatz.
Ein ausführlicher Blogeintrag geht auf diese und weitere Deprecations sowie Feature-Neuerungen ein.
So geht es weiter
Weiterlesen nach der Anzeige
TypeScript 6.0 gilt mit der Beta als Feature-stabil und soll keine weiteren Funktionen oder Breaking Changes erhalten. Neben der Betaversion sind auch Nightly Builds verfügbar, um frühe Einblicke in das nächste Release zu erhalten. Daneben geht die Arbeit an TypeScript 7.0 weiter, und auch dafür können Interessierte Vorschauversionen ausprobieren sowie Feedback abgeben.
Wer mit TypeScript 6.0 Deprecation-Warnungen erhält, sollte diese zunächst beheben, bevor er oder sie auf Version 7.0 wechselt, empfiehlt das TypeScript-Team. Schon bald nach TypeScript 6.0 soll TypeScript 7.0 erscheinen.
(mai)
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommandozeile adé: Praktische, grafische Git-Verwaltung für den Mac
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenFast 5 GB pro mm²: Sandisk und Kioxia kommen mit höchster Bitdichte zum ISSCC
-
Social Mediavor 2 TagenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Datenschutz & Sicherheitvor 2 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Social Mediavor 2 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
