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Pläne zur Alterskontrolle in der EU: Analyse sieht VPNs als Problem bei Durchsetzung


Eine Analyse des Wissenschaftlichen Dienstes des Europäischen Parlaments sieht VPN-Dienste als mögliches Problem für die von der EU geplante Alterskontrolle, weil sie von Kindern und Jugendlichen damit leicht umgangen werden kann. Ein Verbot von VPN-Angeboten steht derzeit allerdings nicht zur Debatte.

Altersnachweis versus VPN-Dienste

Darüber berichtet Golem.de mit Verweis auf eine im Januar erstellte und inzwischen veröffentlichte Analyse (PDF) des Wissenschaftlichen Dienstes des Europäischen Parlaments (EPRS). Die Autoren kommen darin zu dem Schluss, dass VPN-Dienste die von der Europäischen Union vorangetriebenen Pläne für einen europaweiten digitalen Altersnachweis unterlaufen könnten. Ziel der geplanten Regelung ist es, Minderjährigen den Zugriff auf pornografische Inhalte, Glücksspielangebote oder andere ausschließlich für Erwachsene gedachte Online-Dienste zu erschweren.

Mit der derzeit von der EU entwickelten Mini-Wallet, die zu einem späteren Zeitpunkt Teil der europäischen Digital Identity Wallet werden soll, sollen Erwachsene ihr Alter künftig bestätigen können, ohne dabei Namen oder andere personenbezogene Daten preisgeben zu müssen. Damit will die EU zugleich dem Datenschutz Rechnung tragen.

Kontrollen leicht zu umgehen

Laut der Analyse könnten VPN-Dienste genutzt werden, um entsprechende Alterskontrollen zu umgehen, indem Kinder und Jugendliche beispielsweise soziale Netzwerke scheinbar aus einem Staat außerhalb der Europäischen Union aufrufen. Deshalb steht die Frage im Raum, ob entsprechende Angebote künftig reguliert werden müssten, um eine wirksame Durchsetzung der Alterskontrollen sicherzustellen.

Der nun veröffentlichte Bericht stellt allerdings keine konkreten Pläne der Europäischen Kommission für eine strengere Regulierung von VPN-Diensten dar. Stattdessen skizziert die Analyse mögliche Szenarien, wie sich VPN-Angebote auf die Durchsetzung der geplanten Alterskontrollen auswirken könnten und welche Maßnahmen denkbar wären, um Umgehungen der rechtlichen Vorgaben zu erschweren oder verhindern zu können.

Verschlüsselungen aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken

Gleichzeitig betonen die Autoren der Analyse die große Bedeutung von VPN-Diensten für sichere und verschlüsselte Verbindungen. Insbesondere in Unternehmen seien sie angesichts des gestiegenen Anteils mobiler Arbeit inzwischen unverzichtbar geworden, um sensible Daten zu schützen. Auch Journalisten und Aktivisten seien in zahlreichen Regionen der Welt zunehmend auf verschlüsselte Kommunikation angewiesen, um ihre Sicherheit und teilweise sogar ihr Leben zu schützen.

Gleichzeitig verweist die Analyse darauf, dass manche Kritiker VPN-Verschlüsselungen als Gesetzeslücke betrachten, die geschlossen werden müsse. Ebenso wird in dem Papier eingeräumt, dass wirksame Altersüberprüfungen technisch weiterhin schwierig umzusetzen und innerhalb der EU bislang uneinheitlich geregelt seien. Bestehende Systeme, die auf Selbstauskunft, Altersschätzung oder Identitätsprüfung basieren, beschreibt die Analyse zudem als vergleichsweise leicht zu umgehen.

Nachfrage gestiegen

Dennoch stuft das Papier die vergleichsweise einfache Umgehung entsprechender Vorgaben als erhebliches Problem ein. Verwiesen wird unter anderem auf Großbritannien, wo die Nachfrage nach VPN-Diensten nach der Einführung verschärfter Online-Safety-Regeln sprunghaft angestiegen sei. Ähnliche Entwicklungen hätten sich auch in mehreren US-Bundesstaaten beobachten lassen, in denen vergleichbare Regelungen eingeführt wurden.

Dort versuchen politische Verantwortliche inzwischen teilweise mit neuen Gesetzen gegenzusteuern. So hat Utah erst kürzlich als erster US-Bundesstaat ein Gesetz erlassen, das die Nutzung von VPN-Diensten bei der Online-Altersüberprüfung ausdrücklich untersagt. Dabei wird der Standort eines Nutzers anhand seiner physischen Anwesenheit und nicht über die sichtbare IP-Adresse bestimmt. Ob sich entsprechende Umgehungen dadurch tatsächlich verhindern lassen, bleibt allerdings fraglich.

Großbritannien in der Debatte bereits voraus

Kritik an der Analyse dürfte hierzulande nicht lange auf sich warten lassen. In Großbritannien wird bereits seit Längerem eine ähnliche Debatte geführt, nachdem Ende April der „Children’s Wellbeing and Schools Bill“ in Kraft getreten ist. Laut einem Bericht von Tech Radar warnten in diesem Zusammenhang 19 Organisationen, darunter Proton, Tor und Mozilla, die britische Regierung davor, Techniken zur Anonymisierung pauschal als Sicherheitsproblem einzuordnen. Nach Ansicht der Unterzeichner würde das neue Gesetz kaum dazu beitragen, Kinder und Jugendliche im Netz besser zu schützen, sondern stattdessen „das Internet untergraben und Menschenrechte verletzen“.

Darüber hinaus hat die britische Regierung eine Untersuchung zu Online-Gefahren gestartet, denen Minderjährige ausgesetzt sind. Diese läuft noch bis zum 26. Mai 2026. Zudem argumentieren die Verantwortlichen, dass VPN-Dienste künftig selbst Altersbeschränkungen unterliegen könnten, falls die Konsultation zu dem Ergebnis kommen sollte, dass solche Werkzeuge bestehende Schutzmaßnahmen zur Online-Sicherheit umgehen können. Die Entscheidung dürfte daher auch innerhalb der Europäischen Union aufmerksam verfolgt werden.

Billboard März 2026



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Verlage verklagen Microsoft und OpenAI: Inhalte für KI-Training ohne Zustimmung und Vergütung genutzt


Verlage von fast 400 Lokal- und Regionalzeitungen haben Microsoft und OpenAI wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverletzungen verklagt. Die Unternehmen sollen Inhalte der Kläger ohne Zustimmung oder Vergütung zum Training von ChatGPT und Copilot genutzt haben. OpenAI beruft sich hingegen auf die Fair-Use-Regelung.

Auch hinter Paywall befindliche Inhalte genutzt

In der am 24. Juni 2026 beim US District Court for the Southern District of New York eingereichten Klage (PDF) vertreten die Verlage laut einem Bericht von Bloomberg (Paywall) die Auffassung, dass das Geschäftsmodell von OpenAI und Microsoft die wirtschaftliche Grundlage des Lokaljournalismus bedrohe. Demnach sollen beide Unternehmen ihre Webseiten systematisch durchsucht und Artikel, Berichte sowie weitere urheberrechtlich geschützte Inhalte ohne Zustimmung auf eigene Server kopiert haben. Nach Darstellung der Kläger seien dabei auch Inhalte hinter Bezahlschranken erfasst worden.

Darüber hinaus werfen die Verlage den beiden Unternehmen vor, beim KI-Training die Urheberrechtsinformationen aus den übernommenen Dokumenten entfernt zu haben. Die trainierten Systeme könnten diese Inhalte anschließend auf Nutzeranfragen reproduzieren. Damit haben die journalistische Arbeit der Kläger die Grundlage für milliardenschwere KI-Produkte geschaffen, ohne dass sie dafür eine finanzielle Beteiligung erhalten hätten. Gefordert werden daher gesetzlicher Schadensersatz sowie eine gerichtliche Anordnung, die künftige Urheberrechtsverletzungen dieser Art verhindern soll. Zudem machen die Kläger Verstöße gegen den Digital Millennium Copyright Act (DMCA) geltend.

Viele wichtige Fragen noch offen

Bei der eingereichten Klage handelt es sich laut Klägervertreter Matthew Platkin, dem ehemaligem Generalstaatsanwalt von New Jersey, um die bislang größte gemeinsame rechtliche Initiative von Lokal- und Regionalzeitungen gegen KI-Unternehmen. Die Klage sei notwendig, weil frühere Verfahren – etwa von CNN, der New York Times, Reddit und Merriam-Webster gegen Perplexity AI – zwar grundlegende Rechtsfragen aufgeworfen hätten, lokale Medienhäuser dabei bislang jedoch kaum berücksichtigt worden seien. Die Kläger betonen zudem die Bedeutung des Lokaljournalismus als unverzichtbaren Bestandteil der demokratischen Öffentlichkeit, bei dem die überwiegende Mehrheit der Amerikaner lokale Medien als vertrauenswürdige Nachrichtenquellen ansehe. Sollten KI-Unternehmen deren Inhalte weiterhin ohne Vergütung nutzen dürfen, drohe dies, die wirtschaftliche Existenz zahlreicher lokaler Nachrichtenanbieter weiter zu gefährden.

OpenAI sieht Vorgehen von Fair-Use-Regelung gedeckt

OpenAI weist die Vorwürfe erwartungsgemäß zurück und beruft sich auf den Fair-Use-Grundsatz. Demnach seien die KI-Modelle ausschließlich mit öffentlich zugänglichen Informationen trainiert worden. In einem separaten Bericht aus dem Jahr 2024 räumten CEO Sam Altman gemeinsam mit Anthropic und Google jedoch offen ein, dass die Entwicklung von Systemen wie ChatGPT ohne die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte praktisch unmöglich wäre. Gleichzeitig verwies er darauf, dass bereits ein Mangel an hochwertigen Trainingsdaten bestehe. Microsoft äußerte sich zunächst nicht zu der Klage.



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ESU noch bis Oktober 2027: Microsoft verlängert Sicherheitsupdates für Windows 10


ESU noch bis Oktober 2027: Microsoft verlängert Sicherheitsupdates für Windows 10

Auch Privatkunden mit Windows 10 erhalten optional weiterhin Sicherheitsupdates über das Extended Security Updates Program (ESU). Jetzt hat Microsoft angekündigt, dass die eigentlich in diesem Oktober auslaufende Frist um ein Jahr verlängert wird. Sicherheitsupdates für Windows 10 gibt es somit noch bis zum 12. Oktober 2027.

Am 14. Oktober 2025 beendete Microsoft den regulären Support für das Betriebssystem Windows 10. Seitdem gibt es auf normalem Weg überhaupt keine Updates mehr, auch Sicherheitsupdates wurden auf herkömmlichem Wege eingestellt, was den Umstieg auf Windows 11 eigentlich zwingend nötig machte, sofern man noch sicher im Internet unterwegs sein wollte.

  • Support-Ende*: Goodbye, Windows 10! Und nun?

Allerdings war der Anteil der Nutzer von Windows 10 im vergangenen Jahr noch hoch. Augenscheinlich hoch genug, dass sich Microsoft dazu entschloss, das eigentlich nur für Firmen und Behörden angebotene Extended Security Updates Program (ESU) auch Privatnutzern zur Verfügung zu stellen. Darüber konnte die Frist bis zum Ende der Sicherheitsupdates um ein Jahr, also bis zum 14. Oktober 2026 verlängert werden. Benutzer mit einem Microsoft-Konto erhielten den Service kostenlos, ohne Konto wurden 30 US-Dollar Gebühr fällig.

Jetzt gibt es ein weiteres Jahr ESU für Windows 10

Relativ überraschend hat Microsoft jetzt im eigenen Blog verkündet, dass die Frist bis zur Einstellung der optionalen Sicherheitsupdates für Windows 10 via ESU-Programm um ein Jahr verlängert wird. Der neue Stichtag ist der 12. Oktober 2027. Die ohne Konto anfallenden Kosten betragen unverändert 30 US-Dollar. Wer bereits am ESU-Programm teilnimmt, muss nichts unternehmen oder noch einmal zahlen: Der Update-Zeitraum verlängert sich automatisch.

Firmenkunden haben noch länger Zeit

Für Firmen und Behörden gibt es die verlängerten Sicherheitsupdates für Windows 10 sogar auf Wunsch noch bis Oktober 2028. Allerdings verdoppeln sich hier die Kosten jährlich von 61 US-Dollar im ersten Jahr auf 122 US-Dollar im zweiten und 244 US-Dollar im dritten Jahr.

Viele nutzen Windows 10 immer noch

Laut den Statistiken von Statcounter erreichte Windows 10 im Mai 2026 immerhin noch einen globalen Marktanteil von rund 26 Prozent bei den Desktop-Betriebssystemen. Windows 11 lag hingegen schon bei knapp 72 Prozent.

Und wie sieht es in der ComputerBase-Community aus?

Nutzt ihr auf eurem Desktop-PC noch Windows 10?
  • Ja, ich nutze noch Windows 10.

  • Nein, ich nutze bereits Windows 11.

  • Nein, ich nutze ein anderes Betriebssystem.

Die Redaktion dankt Redirion für den Hinweis im Forum.

Downloads

  • Windows 10 ISO

    3,9 Sterne

    Mit den ISO-Dateien von Windows 10 lassen sich bootfähige Installationsmedien erstellen.

    • Version 22H2 (Build 19045.2965) Deutsch
  • Windows 10 Kumulatives Update

    4,4 Sterne

    Paket mit Hotfixes, Sicherheitsupdates, kritischen Updates und Updates zur Behebung von Problemen.

    • Version 21H2/22H2 (Build 19045.7417) KB5094127, Win 10 Deutsch
    • Version 1809 (Build 17763.8880) KB5094123, Win 10 Deutsch
    • Version 1607 (Build 14393.9234) KB5094122, Win 10 Deutsch
  • Windows 10 Media Creation Tool

    4,3 Sterne

    Das Windows 10 Media Creation Tool erstellt bootfähige USB-Sticks oder updatet Windows.

    • Version 22H2 (Build 19045.3803) Deutsch
  • Windows 10 Update Assistent

    3,5 Sterne

    Der Windows 10 Update Assistent unterstützt bei der Installation von Windows 10 aus 7/8(.1) heraus.

    • Version 22H2 Build 1.4.19041.2183, Win 10 Deutsch
    • Version 20H2 Build 1.4.9200.23258 Deutsch



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Summer Sale: Der heiße Sommer bringt jetzt auch auf Steam heiße Rabatte


Summer Sale: Der heiße Sommer bringt jetzt auch auf Steam heiße Rabatte

Bild: Valve

Wenige Tage nach dem astronomischen Sommeranfang kommt die heiße Jahreszeit auch auf Steam an. Für Spieler, die sich von massiver Hitze nicht abschrecken lassen, hält der Store zwei Wochen lang Rabatten auf Spiele verschiedenster Genre, Entwickler und Publisher bereit. Hardware ist aber wieder nicht im Preis reduziert.

Kein Sommer ohne Summer Sale

Jedes Jahr ruft Valve kurz nach Sommerbeginn zur Rabattschlacht auf Steam auf. Während es auf GoG schon letzte Woche los ging, startet der Steam Summer Sale heute Abend. Anschließend läuft die Rabattaktion bis zum 9. Juli 2025 um 19:00 Uhr. Wie eh und je gibt es Rabatte in verschiedensten Genres und Rubriken. Eine Auswahl teilnehmender Titel stellt Valve wie üblich mit einem kurzen Trailer vor.

Neben rabattierten Games rückt Valve abermals auch kostenlose Demos und bald erscheinende Games in den Mittelpunkt. Wer die algorithmisch personalisierte Entdeckungsliste durchklickt, erhält drei Chat-Sticker.

Zu bedenken ist bei derartigen Rabattaktionen wie üblich, dass Sale-Preise nicht unbedingt Tiefstpreise sein müssen. Eine Übersicht über derzeit reduzierte Spiele, bisherige Tiefstpreise und diverse Filter-Optionen liefert die Datenbank SteamDB. Wer am Event teilnehmende und derzeit im Preis reduzierte Spiele empfehlen möchte, kann dies gerne in den Kommentaren tun. Auch Anmerkungen oder Erfahrungen zu teilnehmenden Titeln sind gerne gesehen.

Nach dem Steam Sale ist vor dem Steam Sale

Nach dem Ende des diesjährigen Summer Sales dauert es nicht lange, bis am 13. Juli direkt die nächste Rabattaktion auf Steam aufschlägt. An der Reihe sind dann soziale Deduktions­spiele, bevor es Ende Juli mit Zügen weitergeht. Die nachfolgende Tabelle bietet eine Übersicht über alle Steam-Rabattaktionen bis zum Ende des Jahres 2026.

Übersicht zu bereits angekündigten Steam-Aktionen



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