Apps & Mobile Entwicklung
Liquid Glass: Apple plant für macOS 27 kleinere optische Korrekturen

Apples aktuelle Designsprache Liquid Glass erhält für den Desktop kleinere optische Anpassungen, die der Lesbarkeit dienlich sein sollen. Die Veränderungen seien unter anderem auch deshalb notwendig, weil noch kein Mac mit einem OLED-Display ausgerüstet ist. Die „27er“ OS-Generation von Apple soll vor allem auch Bugs beheben.
Liquid Glass funktioniere auf mobilen Endgeräten wie dem iPhone oder iPad (Pro mit OLED-Display) besser als auf dem Mac, konstatiert Bloomberg, und führt dies unter anderem auf die verwendete Display-Technologie zurück. LC-Displays der verschiedenen Mac-Serien würden die Transluzenz, Schatten und Glaseffekte im Vergleich zum iPhone weniger gut darstellen, sodass es auch zu Problemen in der Darstellung komme: schwer leserlicher Text, helle und dunkle überlappende Menüs, falsche Kontrastverhältnisse.
27er Betriebssysteme mit weniger Bugs
Entsprechende Bugs in der Darstellung sollen mit macOS 27 beseitigt werden. Die Vorstellung Apples neuer Betriebssysteme wird zur WWDC im Juni erwartet, bevor die (öffentlichen) Beta-Versionen und schließlich der finale Release im Spätsommer folgen, wenn auch wieder mit neuer Hardware zu rechnen ist.
Abseits von AI kaum neue Features erwartet
Liquid Glass werde laut Bloomberg aber nicht wieder verschwinden, kleinere Anpassungen seien stattdessen Apples Weg – auch für iOS 27 und iPadOS 27. Apple wolle dieses Jahr neben den KI-Verbesserungen, die in erster Linie mit der neuen Siri einhergehen, die Google Gemini als Unterbau nutzt, vor allem Fehlerkorrekturen vornehmen. Erstmals soll Siri als eigenständige App angeboten werden. Außerdem wolle Apple die Betriebssysteme hinsichtlich Batterielaufzeit und Leistung optimieren. Das gelte für alle Neuauflagen und somit auch für visionOS 27, das ebenfalls die neue Siri erhalten soll.
Nächstes MacBook Pro setzt auf OLED
Für eine bessere Darstellung der Liquid-Glass-Effekte könnten die OLED-Bildschirm des bevorstehenden MacBook Pro mit M6 sorgen. Auf die M5-Generation (Test) soll ein vollständig neu entworfenes MacBook Pro mit neuem Chassis, M6-Prozessoren und OLED-Touch-Bildschirm folgen. Es wäre die Premiere von macOS mit Touch-Bedienung. Die Neuauflage wird für Ende dieses bis Anfang nächsten Jahres erwartet.
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Pläne zur Alterskontrolle in der EU: Analyse sieht VPNs als Problem bei Durchsetzung
Eine Analyse des Wissenschaftlichen Dienstes des Europäischen Parlaments sieht VPN-Dienste als mögliches Problem für die von der EU geplante Alterskontrolle, weil sie von Kindern und Jugendlichen damit leicht umgangen werden kann. Ein Verbot von VPN-Angeboten steht derzeit allerdings nicht zur Debatte.
Altersnachweis versus VPN-Dienste
Darüber berichtet Golem.de mit Verweis auf eine im Januar erstellte und inzwischen veröffentlichte Analyse (PDF) des Wissenschaftlichen Dienstes des Europäischen Parlaments (EPRS). Die Autoren kommen darin zu dem Schluss, dass VPN-Dienste die von der Europäischen Union vorangetriebenen Pläne für einen europaweiten digitalen Altersnachweis unterlaufen könnten. Ziel der geplanten Regelung ist es, Minderjährigen den Zugriff auf pornografische Inhalte, Glücksspielangebote oder andere ausschließlich für Erwachsene gedachte Online-Dienste zu erschweren.
Mit der derzeit von der EU entwickelten Mini-Wallet, die zu einem späteren Zeitpunkt Teil der europäischen Digital Identity Wallet werden soll, sollen Erwachsene ihr Alter künftig bestätigen können, ohne dabei Namen oder andere personenbezogene Daten preisgeben zu müssen. Damit will die EU zugleich dem Datenschutz Rechnung tragen.
Kontrollen leicht zu umgehen
Laut der Analyse könnten VPN-Dienste genutzt werden, um entsprechende Alterskontrollen zu umgehen, indem Kinder und Jugendliche beispielsweise soziale Netzwerke scheinbar aus einem Staat außerhalb der Europäischen Union aufrufen. Deshalb steht die Frage im Raum, ob entsprechende Angebote künftig reguliert werden müssten, um eine wirksame Durchsetzung der Alterskontrollen sicherzustellen.
Der nun veröffentlichte Bericht stellt allerdings keine konkreten Pläne der Europäischen Kommission für eine strengere Regulierung von VPN-Diensten dar. Stattdessen skizziert die Analyse mögliche Szenarien, wie sich VPN-Angebote auf die Durchsetzung der geplanten Alterskontrollen auswirken könnten und welche Maßnahmen denkbar wären, um Umgehungen der rechtlichen Vorgaben zu erschweren oder verhindern zu können.
Verschlüsselungen aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken
Gleichzeitig betonen die Autoren der Analyse die große Bedeutung von VPN-Diensten für sichere und verschlüsselte Verbindungen. Insbesondere in Unternehmen seien sie angesichts des gestiegenen Anteils mobiler Arbeit inzwischen unverzichtbar geworden, um sensible Daten zu schützen. Auch Journalisten und Aktivisten seien in zahlreichen Regionen der Welt zunehmend auf verschlüsselte Kommunikation angewiesen, um ihre Sicherheit und teilweise sogar ihr Leben zu schützen.
Gleichzeitig verweist die Analyse darauf, dass manche Kritiker VPN-Verschlüsselungen als Gesetzeslücke betrachten, die geschlossen werden müsse. Ebenso wird in dem Papier eingeräumt, dass wirksame Altersüberprüfungen technisch weiterhin schwierig umzusetzen und innerhalb der EU bislang uneinheitlich geregelt seien. Bestehende Systeme, die auf Selbstauskunft, Altersschätzung oder Identitätsprüfung basieren, beschreibt die Analyse zudem als vergleichsweise leicht zu umgehen.
Nachfrage gestiegen
Dennoch stuft das Papier die vergleichsweise einfache Umgehung entsprechender Vorgaben als erhebliches Problem ein. Verwiesen wird unter anderem auf Großbritannien, wo die Nachfrage nach VPN-Diensten nach der Einführung verschärfter Online-Safety-Regeln sprunghaft angestiegen sei. Ähnliche Entwicklungen hätten sich auch in mehreren US-Bundesstaaten beobachten lassen, in denen vergleichbare Regelungen eingeführt wurden.
Dort versuchen politische Verantwortliche inzwischen teilweise mit neuen Gesetzen gegenzusteuern. So hat Utah erst kürzlich als erster US-Bundesstaat ein Gesetz erlassen, das die Nutzung von VPN-Diensten bei der Online-Altersüberprüfung ausdrücklich untersagt. Dabei wird der Standort eines Nutzers anhand seiner physischen Anwesenheit und nicht über die sichtbare IP-Adresse bestimmt. Ob sich entsprechende Umgehungen dadurch tatsächlich verhindern lassen, bleibt allerdings fraglich.
Großbritannien in der Debatte bereits voraus
Kritik an der Analyse dürfte hierzulande nicht lange auf sich warten lassen. In Großbritannien wird bereits seit Längerem eine ähnliche Debatte geführt, nachdem Ende April der „Children’s Wellbeing and Schools Bill“ in Kraft getreten ist. Laut einem Bericht von Tech Radar warnten in diesem Zusammenhang 19 Organisationen, darunter Proton, Tor und Mozilla, die britische Regierung davor, Techniken zur Anonymisierung pauschal als Sicherheitsproblem einzuordnen. Nach Ansicht der Unterzeichner würde das neue Gesetz kaum dazu beitragen, Kinder und Jugendliche im Netz besser zu schützen, sondern stattdessen „das Internet untergraben und Menschenrechte verletzen“.
Darüber hinaus hat die britische Regierung eine Untersuchung zu Online-Gefahren gestartet, denen Minderjährige ausgesetzt sind. Diese läuft noch bis zum 26. Mai 2026. Zudem argumentieren die Verantwortlichen, dass VPN-Dienste künftig selbst Altersbeschränkungen unterliegen könnten, falls die Konsultation zu dem Ergebnis kommen sollte, dass solche Werkzeuge bestehende Schutzmaßnahmen zur Online-Sicherheit umgehen können. Die Entscheidung dürfte daher auch innerhalb der Europäischen Union aufmerksam verfolgt werden.
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Anbernic RG Rotate: Handheld mit drehbaren Display ab heute erhältlich

Bereits vor rund einem Monat hatten erste Hinweise auf das neue Handheld von Anbernic die Runde gemacht, das insbesondere mit seinem drehbaren Bildschirm Aufmerksamkeit erregte. Nun sind weitere technische Details bekannt geworden. Ebenso stehen Preise zum heutigen Marktstart fest.
Handheld ganz handlich
Da das 3,5 Zoll große, voll laminierte IPS-Display quadratisch ausgeführt ist und damit auf ein Seitenverhältnis von 1:1 setzt, wird schnell deutlich, dass der Drehmechanismus nicht dafür gedacht ist, Spiele mit hochkant ausgerichtetem Bild besser darstellen zu können. Stattdessen verfolgt der Retro-Spezialist damit vor allem das Ziel, das Handheld leichter verstauen und bequemer transportieren zu können. Darauf deutet auch die gewählte Auflösung von 720 × 720 Pixeln hin.
Ältere Technik..
Für die notwendige Leistung bei der Emulation älterer Retro-Titel kommt ein Tiger T618 zum Einsatz. Der SoC verfügt über acht Kerne, die sich auf zwei Cluster mit zwei Cortex-A75- sowie sechs Cortex-A55-Kernen verteilen und mit Taktraten von bis zu 2 GHz arbeiten. Für die Grafikberechnung ist hingegen eine Mali G52 mit 850 MHz zuständig. Bei der Speicherausstattung bietet Anbernic, anders als bei vielen anderen Handhelds aus dem eigenen Portfolio, ausschließlich eine Variante mit 3 GB Arbeitsspeicher und 32 GB eMCP-Speicher an. Dieser lässt sich allerdings per Speicherkarte um bis zu 2 TB erweitern.
Zur weiteren Ausstattung zählen WiFi 5 sowie Bluetooth 5.0. Der fest verbaute Akku mit einer Kapazität von 2.000 mAh soll zudem Laufzeiten von bis zu fünf Stunden ermöglichen. Für die akustische Untermalung stehen wiederum zwei Stereo-Lautsprecher bereit. Wer seine Umgebung nicht stören möchte, kann neben Bluetooth auch entsprechende Kopfhörer über den integrierten 3,5-mm-Klinkenanschluss mit der Konsole verbinden.
..benötigt ein älteres OS
Als Betriebssystem setzt Anbernic beim RG Rotate auf das bereits in die Jahre gekommene und nicht mehr aktuelle Android 12. Das dürfte vor allem mit dem bereits Ende 2019 vorgestellten SoC zusammenhängen, für den der Hersteller vermutlich keine aktuellen Treiber mehr bereitstellt. Generell verspricht Anbernic, dass sich mit dem neuen Handheld Titel von mehr als 30 klassischen Handhelds, Konsolen und Arcade-Automaten emulieren lassen.
Frühbucher können erneut sparen
Anbernic bietet sein neues Handheld in zwei verschiedenen Farbvarianten an. Während bei Aurora Silver ein vollständig aus Aluminium gefertigtes Gehäuse zum Einsatz kommt, kombiniert Polar Black Aluminium mit Kunststoff. Der Verkaufsstart ist für den 11. Mai um 3:00 Uhr PDT (Pacific Daylight Time) angesetzt, was hierzulande 12:00 Uhr mittags desselben Tages entspricht. Zum Marktstart ruft Anbernic für die schwarze Variante einen Preis von 87,99 US-Dollar auf, während für das silberne Modell mit 107,99 US-Dollar deutlich tiefer in die Tasche gegriffen werden muss. Darüber hinaus bietet der Hersteller erneut Bundles mit 128 GB beziehungsweise 256 GB großen Speicherkarten an, für die zusätzlich 30 respektive 50 US-Dollar berechnet werden.
Wie üblich gewährt Anbernic auch diesmal Frühkäufern einen Preisnachlass. Wer den RG Rotate innerhalb der ersten drei Tage nach Verkaufsstart bestellt, spart bei der schwarzen Variante 5 US-Dollar und bei der silbernen Ausführung 8 US-Dollar.
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Windows Insider Program: Wie Microsoft den Datei-Explorer beschleunigen will
Bei der Rundumerneuerung von Windows 11 ist der Datei-Explorer eine der zentralen Baustellen. Upgrades gibt es in der aktuellen Windows-Insider-Build im Experimental-Kanal. Ob Preloading eine geeignete Methode ist, damit sich der Datei-Explorer im Alltag geschmeidiger anfühlt, bleibt aber strittig.
Das Preloading testet Microsoft bereits seit November 2025 im Windows Insider Program. Teile des Explorers werden also bereits im Hintergrund geladen, sodass dieser beim Öffnen eines Fensters schneller bereit ist. Die Konsequenz ist aber ein höherer RAM-Verbrauch. Laut einer Analyse von Windows Latest benötigt der Explorer-Task ohne Preloading 32,4 MB RAM und mit dem Preloading 67,4 MB RAM.
Rund 35 MB RAM sind angesichts der typischen RAM-Mengen in Systemen nicht viel. Dennoch steht die Frage im Raum, ob das Preloading-Konzept trotzdem sinnvoll ist.
Preloading überdeckt Probleme mit Altlasten
Dass der Datei-Explorer sich in Windows 11 langsamer anfühlt als in Windows 10, liegt an den modernen WinUI/XAML-Elementen, die auf der klassischen Win32-UI-Basis aufbauen, beschreibt Windows Latest. Während Windows 10 noch die klassische Win32 UI nutzt, verwendet Windows 11 zwar ebenfalls denselben Kern des Systems, ergänzt diesen aber um WinUI-Elemente. So sorgt die Integration des moderneren Benutzeroberflächen-Frameworks für zusätzliche Rendering-Ebenen, die den Datei-Explorer behäbiger wirken lassen.
Preloading hilft nun, den Datei-Explorer wieder schneller wirken zu lassen. Wie Windows Latest anmerkt, hilft diese Lösung aber nur beim ersten Start. Sind die Fenster erst geöffnet, kann es sich immer noch schwerfällig anfühlen, wenn Anwender sich durch Ordner mit Vorschaubildern wühlen oder das Kontextmenü öffnen.
Ein weiterer Kritikpunkt, der in sozialen Netzwerken immer wieder genannt wird: Das Preloading überdeckt am Ende Probleme, die sich aus einem veralteten technischen Grundgerüst ergeben.
Microsoft optimiert auch den Kern des Datei-Explorers
Am Kern des Datei-Explorers setzt Microsoft auch an, erklärt Tali Roth. Sie ist verantwortlich für den Bereich Windows Shell. Wie Roth auf X schildert, optimiert Microsoft etwa die Startsequenz, indem die Ladereihenfolge sowie kritische Pfade im Code des Datei-Explorers optimiert werden. Entfernt werden zudem unnötige Prozesse und visuelle Animationen, die Verzögerungen ausmachen. Und um generell die Geschwindigkeit des Datei-Explorers zu erhöhen, arbeitet man daran, unnötige Festplattenzugriffe und Hänger zu reduzieren.
Laut Windows Latest sind solche Maßnahmen tatsächliche Fortschritte, die den Datei-Explorer beschleunigen. Bis der Umstieg auf WinUI 3 abgeschlossen ist, verursacht die hybride Framework-Architektur eine zusätzliche Rechenlast. Die Optimierungen zeigen aber nur, dass Microsoft ernsthaft an dem Problem arbeite und es nicht nur mit zusätzlichen Hardware-Ressourcen – also mehr RAM-Verbrauch – erschlagen wolle.
Für die Allgemeinheit freigegeben werden die Datei-Explorer-Optimierungen laut Roth in den nächsten Monaten.
Explorer-Optimierungen in der aktuellen Preview Insider Build
Verbesserungen für den Datei-Explorer verteilt Microsoft auch über die aktuelle Windows 11 Preview Build 26300.8376 im Experimental-Kanal. So unterstützt die Adressleiste nun Pfade mit doppelten Backlashes sowie Anführungszeichen wie etwa C:\Users\user oder „C:\Users\user“. Verbessert wird auch die Lesbarkeit von Dateigrößen, indem diese in der Detailansicht mit der passenden Einheit angezeigt werden – also etwa KB, MB oder GB anstatt ausschließlich KB.
Microsoft setzt auch beim Umbenennen an. Reine Änderungen von Groß- und Kleinschreibung werden nun etwa sofort in der Ordneransicht übernommen.
All das sind Bestandteile von Microsofts Rundumerneuerung für Windows 11. Neben Performance-Verbesserungen zählen dazu auch Optimierungen bei der Benutzeroberfläche und der KI-Integration.
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