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Neuroplastizität: Wie das menschliche Gehirn auf virtuelle Flügel reagiert


Chinesische Neurowissenschaftler wollten untersuchen, wie sich der okzipitotemporale Cortex (OTC) an künstliche Körperteile anpasst, in diesem Fall an virtuelle Flügel. Diese Hirnregion hilft dem Gehirn unter anderem dabei, gesehene Körper und Körperteile als solche zu erkennen und von anderen Objekten zu unterscheiden.

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Für ihr Experiment setzten die Forscher auf Virtual Reality, weil sich damit Sinneseindrücke erzeugen lassen, die mit der normalen Körpererfahrung brechen. Armbewegungen wurden in der Simulation in Flügelbewegungen übersetzt. So entstand eine Verbindung zwischen physischer Bewegung, visueller Rückmeldung und einer nicht-menschlichen Körperform. Die Forschenden wollten prüfen, ob das Gehirn solche evolutionär ungewohnten Körpererweiterungen zumindest teilweise wie eigene Körperteile behandelt. Konkret untersuchten sie, ob die VR-Erfahrung die Reaktion des OTC auf Flügelbilder verändert und welche Art von Veränderung dabei messbar wird.

Für ihre Studie rekrutierten die Forschenden 25 Personen. Alle Teilnehmer absolvierten innerhalb einer Woche insgesamt vier VR-Trainingseinheiten. Ein Trackingsystem erfasste die Bewegungen der Arme und übertrug sie synchron auf virtuelle Flügel, mit denen die Teilnehmer aus der Blickperspektive durch eine virtuelle Umgebung flogen.

Das Training umfasste mehrere Flugübungen, darunter einzelne Flügelschläge, schnelles Fliegen, das Halten der Flughöhe und das gezielte Fliegen durch virtuelle Ringe. Ein vereinfachtes Aerodynamikmodell sorgte dafür, dass ausgestreckte Flügel beim Abwärtsschlag Auftrieb erzeugten und eingezogene Flügel beim Aufwärtsschlag den Luftwiderstand verringerten.

Vor dem ersten und nach dem letzten Training wurde die Hirnaktivität der Teilnehmer per funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRT) gemessen. Die Daten sollten zeigen, ob das Gehirn Flügel nach dem Training stärker wie Arme verarbeitet.

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Das Ergebnis: Nach dem VR-Training ähnelten die Aktivitätsmuster für Flügel im rechten OTC stärker den Mustern für obere Gliedmaßen. Zugleich war diese Hirnregion beim Anblick von Flügeln enger mit Arealen verknüpft, die Bewegungs-, Körperlage- und Berührungsinformationen verarbeiten. Den Forschern zufolge rückten die virtuellen Flügel damit im Gehirn ein Stück an die Repräsentation eigener Körperteile heran.

Die Ergebnisse demonstrieren die Suggestivkraft der Virtual Reality, aber auch wie anpassungsfähig das menschliche Gehirn ist. „In Zukunft werden wir möglicherweise viel Zeit in VR verbringen. Uns interessiert sehr, was das für das menschliche Gehirn bedeuten könnte“, sagt Kunlin Wei, Leiter des Motor Control Lab der Peking University und Mitautor der Studie, gegenüber Science News.

Die Arbeit erschien im Fachjournal Cell Reports und ist frei im Netz verfügbar.


(tobe)



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Gesetz zur Stärkung der Cybersicherheit: Ärzte sehen Schweigepflicht gefährdet


Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat den Regierungsentwurf für das „Gesetz zur Stärkung der Cybersicherheit“ kritisiert. Zwar begrüße sie grundsätzlich das Ziel, die Cyberabwehr zu stärken, die geplanten Befugnisse dürften jedoch nicht zulasten der ärztlichen Schweigepflicht gehen. „Die verdeckten Abwehrmaßnahmen können auch Gesundheitsdaten von Versicherten betreffen, die von Vertragsärztinnen und -ärzten sowie Vertragspsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten verarbeitet werden“, heißt es von der KBV.

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Ihrer Ansicht nach könnten die vorgesehenen verdeckten Cyberabwehrmaßnahmen auch Arztpraxen betreffen. Praxisverwaltungssysteme und die Telematikinfrastruktur seien regelmäßig Ziel von Schadsoftware, insbesondere Ransomware. Würden Sicherheitsbehörden auf kompromittierte Systeme zugreifen, könnten sie dadurch, ohne Wissen der Versicherten, auch auf besonders sensible Gesundheitsdaten stoßen, warnt die Ärztevertretung. Die Sorge der KBV kommt nicht von ungefähr: Einrichtungen des Gesundheitswesens gehören seit Jahren zu den bevorzugten Zielen von Cyberkriminellen.

Laut der Bundesregierung dienen die Befugnisse ausschließlich der Gefahrenabwehr und seien keine Überwachungsmaßnahmen. Nach Sicht der KBV ist für den Schutz der ärztlichen Schweigepflicht nicht entscheidend, welchem Zweck der staatliche Zugriff diene. Entscheidend sei, ob die Behörden tatsächlich Zugang zu vertraulichen Patientendaten erhalten könnten.

Die Ärztevertretung fordert deshalb, den besonderen Schutz von Berufsgeheimnisträgern nach § 62 Bundeskriminalamtgesetz auf die neuen Cyberabwehrmaßnahmen auszudehnen und eine entsprechende Regelung auch im Bundespolizeigesetz zu schaffen. So solle gewährleistet werden, dass die Kommunikation zwischen Ärzten, Psychotherapeuten und ihren Patienten auch im Rahmen staatlicher Cyberabwehrmaßnahmen besonders geschützt bleibt.

Mit dem Gesetzentwurf sollen die Befugnisse von Bundespolizei und Bundeskriminalamt erweitert werden, um Cyberangriffe schneller erkennen, bewerten und abwehren zu können. Vorgesehen ist unter anderem, Datenverkehr umzuleiten sowie auf kompromittierten IT-Systemen Daten auszulesen, zu löschen oder zu verändern.

Mit ihrer Kritik steht die KBV nicht allein. So warnt die Arbeitsgruppe Kritische Infrastrukturen (AG KRITIS) vor weitreichenden Eingriffsbefugnissen der Sicherheitsbehörden, fordert stärkere rechtsstaatliche Kontrollmechanismen und einen restriktiveren Umgang mit Sicherheitslücken. Während sich die AG KRITIS vor allem auf grundsätzliche Fragen staatlicher Cyberbefugnisse konzentriert, hebt die KBV insbesondere die Risiken für die ärztliche Schweigepflicht und den Schutz sensibler Gesundheitsdaten hervor.

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(mack)



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Kühl durch die Hitze: Mythen und Fakten rund um die Klimaanlage


Nichts kühlt besser bei Hitze als eine Klimaanlage. Doch gerade in Deutschland ist die Skepsis gegenüber den kühlenden Klimageräten immer noch hoch, trotz weiter steigender Sommertemperaturen. Ob nun der steife Nacken oder die Kosten, viele scheuen die Anschaffung einer eigenen Klimaanlage.

In diesem Artikel möchten wir mit einigen Mythen zur Klimaanlage aufräumen und ein paar Fakten liefern, die Ihnen die Entscheidung für oder gegen eine Klimaanlage erleichtern. Ob nun mobiles Klimagerät oder eine fest installierte Anlage, Optionen gibt es am Markt einige. Welcher Typ die richtige Wahl für Sie ist, finden Sie hier ebenfalls. Falls Ihnen weitere Mythen oder Fragen zum Thema Klimaanlage auf den Nägeln brennen, stellen Sie diese gerne im Forum unter diesem Artikel.

Pauschal ist das falsch. Bei guter Pflege und Wartung hat man keine erhöhte Belastung durch Keime und Krankheitserreger zu erwarten. In der Regel reicht es, die Filter vor den Lufteinlässen regelmäßig zu reinigen. Die Filter halten auch Staub und Pollen ab, die für Asthmatiker und generell empfindliche Menschen zum Problem werden können.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kühl durch die Hitze: Mythen und Fakten rund um die Klimaanlage“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



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Commodore senkt Preis des Callback 8020 nach Kritik aus der Community


Commodore hat den Preis seines neu angekündigten Klapphandys Callback 8020 kurz nach der Präsentation deutlich gesenkt. Statt 499 US-Dollar sollen die meisten Varianten des Geräts nun ab 399 US-Dollar erhältlich sein. Die Vorbestellungen starten am 30. Juni.

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Nach Angaben des Unternehmens war die weltweite Resonanz auf das Klapphandy zwar positiv. Gleichzeitig hätten jedoch viele Interessenten kritisiert, dass der Einstiegspreis zu hoch ausfalle. Commodore-Chef Peri Fractic erklärt in einer Mitteilung, das Unternehmen habe die Rückmeldungen ernst genommen und innerhalb einer Woche gemeinsam mit seinen Zulieferern nach Einsparmöglichkeiten gesucht.

Die Preissenkung gilt für vier der fünf Modellvarianten: Basic Beige, ProtoPET White, SX Silver und die transparente Starlight Edition. Unverändert bei 640 Dollar bleibt lediglich die Founders Edition, deren höherer Preis unter anderem mit einem Gehäuseelement aus 24-karätigem Gold und zusätzlichem Zubehör begründet wird.

Um den niedrigeren Preis zu ermöglichen, verändert Commodore die Ausstattung und Beschaffung des Callback 8020. Die bislang standardmäßig mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer werden künftig optional angeboten. Außerdem verwendet das Unternehmen standardmäßig sogenannte „Post Consumer“-Speicherchips, also wiederaufbereitete Speicherbausteine, die laut Commodore umfangreich getestet wurden und dieselbe einjährige Garantie erhalten wie Geräte mit fabrikneuem Speicher. Wer neuen Speicher bevorzugt, kann diesen gegen Aufpreis wählen.

In der Mitteilung begründet Commodore den ursprünglichen Preis unter anderem mit hohen Kosten für Arbeitsspeicher, der angespannten Lage auf dem Halbleitermarkt sowie dem eigenen Anspruch, keine Nutzerdaten zur Finanzierung des Geschäftsmodells zu verwenden. Anders als viele Smartphone-Hersteller wolle das Unternehmen keine Hardware über Datensammlung und Werbung querfinanzieren.

Zum Verkaufsstart am 30. Juni soll es zudem einen einmaligen Rabatt von weiteren 50 US-Dollar für registrierte Interessenten geben. Damit sinkt der Einstiegspreis am ersten Verkaufstag auf 349 US-Dollar.

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Das Callback 8020 richtet sich an Nutzer, die eine Alternative zu einem modernen Android-Smartphone mit bewusst eingeschränkten Möglichkeiten und weniger Ablenkungen suchen. Laut Commodore blockiert das Gerät soziale Netzwerke auf Hardware-Ebene, unterstützt aber viele gängige Android-Apps.


(sht)



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