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Künstliche Intelligenz

Prognose: 2028 wird KI-Coding teurer als menschliche Entwickler


Zunehmender Tokenverbrauch und die Umstellung auf verbrauchsbasierte Abrechnungsmodelle werden laut Prognose der Marktforscher von Gartner Coding mit generativer KI zunehmend verteuern. 2028 dürften die Kosten dann laut Gartner den globalen Durchschnittslohn eines Entwicklers übersteigen – die Prognose basiert auf einem weltweiten Mittelwert von rund 2.000 US-Dollar pro Monat.

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„Unternehmen gehen rasch von der Testphase zur groß angelegten Einführung von KI-Codingsagenten über, doch viele unterschätzen die finanziellen Auswirkungen des steigenden Token-Verbrauchs“, erklärte Gartner-Analyst Nitish Tyagi. Mehr Disziplin beim Tokenverbrauch werde aber nicht allein aus den Entscheidungen der Entwickler erwachsen, führte Tyagi aus. Die neigten seiner Ansicht nach eher zu Komfort und Schnelligkeit als zu Kosteneffizienz. Ohne ein geregeltes Betriebsmodell für die Entwicklung könnten die Kosten in den Unternehmen schneller steigen als die Produktivitätsgewinne, die KI-Tools erreichen sollen.

Gegenüber dem Fachdienst The Register schränkte Tyagi auch ein, dass die Kosten natürlich nicht jedes Entwicklergehalt auf der Welt übersteigen würden – in den USA werde etwa besser bezahlt als in Indien. Allerdings seien die Tokenkosten pro Entwickler bereits über den Gehältern in Indien angelangt. Von 20 bis 100 US-Dollar pro Entwickler komme man nun in Größenordnungen von 2000 bis 5000 US-Dollar, teilweise auch 20.000 US-Dollar.

„Führungskräfte im Bereich Softwareentwicklung sind zunehmend besorgt, da sich tokenbasierte KI-Ausgaben immer schwerer rechtfertigen lassen und Budgets oft früher als erwartet aufgebraucht sind“, sagte Tyagi. Unter anderem hatte im April der Uber-CTO Praveen Neppalli Naga mit der Aussage für Aufsehen gesorgt, dass das jährliche Token-Budget der Firma bereits aufgebraucht sei. Darauf legte Uber-Präsident Andrew Macdonald im Mai in einem Podcast nach, dass der Nutzen des KI-Einsatzes auch nicht klar sei. Ein Zuwachs an nützlichen Funktionen für Verbraucher habe sich nicht abgezeichnet. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Deutschland, wo laut einer Bitkom-Umfrage rund ein Drittel der befragten Unternehmen von den Kosten ihres KI-Einsatzes überrascht worden ist.

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Laut Gartner mangelt es bei den Anbietern auch an Transparenz bei der Berechnung und Abrechnung des Token-Verbrauchs. Integrierte Funktionen zur Kostenoptimierung in ihren KI-Codierungsagenten hätten die Anbieter ebenfalls noch nicht bereitgestellt. Das mache es den Unternehmen schwerer, Kosten genau zu prognostizieren und zu kontrollieren.

Hinzu komme ferner die mangelhafte Steuerung der Nutzung in den Unternehmen, die für übermäßige Ausgaben sorge. Als häufige Fehlerquellen nennt Gartner etwa unkontrollierte Autonomie in agentengesteuerten Arbeitsabläufen sowie überladene Kontextfenster. Insgesamt dürfte sich die Preisspirale noch weiter drehen, schätzt Tyagi ein: „Die Kosten für KI-Coding werden weiter steigen, da Infrastrukturinvestitionen und Herausforderungen bei der Rentabilität die Modellpreise in die Höhe treiben.“

Um die Kosten im Griff zu halten, empfehlen die Gartner-Analysten unter anderem Tokenschwellenwerte und automatisierte Überwachung einzuführen. Ebenfalls sollten Aufgaben für die KI möglichst segmentiert werden, damit sie auch von kleineren Modellen bewältigt werden können. Spitzenmodelle sollten lediglich für komplexe Aufgaben mit hoher Wertschöpfung zum Einsatz kommen. Ferner sollten Entwickler geschult werden, ihre KI-Prompts auf Sparsamkeit zu optimieren, indem sie nur relevante Informationen einbeziehen und Inhalte nach Möglichkeit zusammenfassen.


(axk)



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Künstliche Intelligenz

Leica SL3-P: Neue Vollformatkamera mit 44 Megapixeln für 6.000 Euro


Die Leica SL3-P übernimmt die Technik der SL3 und kombiniert einen hochauflösenden Vollformatsensor mit schnellen Serienbildern und umfangreichen Videofunktionen. In ihrem Inneren steckt nach Leica-Angaben ein rückwärtig belichteter Vollformatsensor (BSI) mit 44 Megapixeln, der einen Dynamikumfang von bis zu 14 Blendenstufen schaffen soll. Wer mehr Auflösung braucht, kann den Multishot-Modus nutzen: Er kombiniert mehrere Aufnahmen zu Bildern mit bis zu 176 Megapixeln. Der ISO-Bereich reicht laut Hersteller von ISO 50 bis 200.000.

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Das Titelbild der Ausgabe 03 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

Das Titelbild der Ausgabe 03 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

(Bild: 

heise

)

Auch beim Autofokus hat sich etwas getan. Leica setzt hier auf drei Technologien gleichzeitig – Phasendetektion, Tiefenkarte und Kontrasterkennung. Insgesamt 819 AF-Punkte stehen zur Verfügung, Motive erkennt das System automatisch. Bis zu 40 Bilder pro Sekunde sind möglich, und das mit durchgehender Autofokus-Nachführung, wie Leica angibt.

Beim Video filmt die SL3-P nach Herstellerangaben in bis zu 8K. Im sogenannten Open-Gate-Modus im 3:2-Format schafft sie 8,1K bei 24 Bildern pro Sekunde und nutzt dabei die komplette Sensorfläche. Daneben gibt es 8K bei 30p, 5,9K bei 60p sowie Zeitlupen in 4K bei 120 Bildern pro Sekunde. Der Apple-ProRes-Codec ist mit bis zu 5,8K integriert. Für den L-Log-Farbraum hat Leica zwei neue kamerainterne Farbprofile spendiert, „Leica Pure“ und „Leica Cine“.

Gefertigt wird die SL3-P in Deutschland – typisch für Leicas Fotografie-Philosophie der Handwerkskunst. Auffällig: Das Metallgehäuse kommt ohne das rote Markenlogo aus, auch die Bedienelemente sind durchgehend schwarz. In den Fotonews der Woche 45/2025 hatten wir bereits die SL3 Reporter vorgestellt, die auf derselben technischen Basis aufbaut und ebenfalls auf den roten Punkt verzichtet. Gegen Staub und Spritzwasser ist die Kamera nach IP54 geschützt. Sie nutzt das L-Mount-Bajonett und versteht sich damit auch mit Objektiven der L-Mount-Allianzpartner.



Das Display unterscheidet mittels Farbcode zwischen Foto- und Videoaufnahmen. Der Bildschirm lässt sich nach oben und unten klappen, etwa für Aufnahmen über Kopf oder in bodennähe.

(Bild: Leica)

Foto- und Videomodus hält die Bedienoberfläche strikt getrennt. Ein Farbcode hilft bei der Unterscheidung – Rot steht für Foto, Gelb für Video. Der neigbare Monitor passt seine Anzeige automatisch an die jeweilige Kameraausrichtung an, so der Hersteller.

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Für die Verbindung zu anderen Geräten stehen WLAN, Bluetooth und USB-C bereit. Über die hauseigene Leica-Fotos-App lassen sich Bilder und Videos herunterladen, auch fernsteuern kann man die Kamera damit. Tethering läuft nativ mit Lightroom Classic und Capture One, und per Adobe Frame.io wandern Dateien direkt aus der Kamera in die Cloud.

Dazu kommt die Content-Credentials-Technologie, die dem Standard der Content Authenticity Initiative (CAI) folgt. Fotografen können ihre Aufnahmen so mit manipulationssicheren Metadaten versehen, um die Urheberschaft nachzuweisen. Auch die Leica Q3 Monochrom setzt auf diese Technologie – sie war das erste Modell der Q-Serie mit Content-Credentials-Unterstützung.



Das neue 50 mm f/1.4 ist laut Leica eines der kompaktesten Objektive seiner Klasse, der Preis ist – typisch Leica – hoch.

(Bild: Leica)

Neben der Kamera zeigt Leica zwei neue Objektive. Das Summilux-SL 1:1,4/50 ASPH. ist laut Hersteller das weltweit kompakteste Autofokus-Objektiv mit 50 Millimetern Brennweite bei einer Lichtstärke von 1:1,4. Mit 74 Millimetern Durchmesser, 75,5 Millimetern Länge und 584 Gramm Gewicht bleibt es handlich. Verbaut sind zwei asphärische Linsenelemente und elf Blendenlamellen, die Naheinstellgrenze liegt bei 50 Zentimetern. Gefertigt wird auch dieses Objektiv in Deutschland; den Preis gibt Leica mit 4.500 Euro an.

Das zweite Objektiv ist das APO-Macro-Elmarit-SL 1:2,8/100 und nach Leicas Worten der Nachfolger des 1987 vorgestellten APO-Macro-Elmarit-R. Es bringt eine apochromatische Korrektur, eine Naheinstellgrenze von 30 Zentimetern und einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:1 mit. Die Blende hat neun Lamellen. Mit Gegenlichtblende wiegt es 862 Gramm und misst 137,6 Millimeter in der Länge. Dafür ruft Leica 2.450 Euro auf. Beide Objektive sollen ab Ende 2026 erhältlich sein.

Allein kostet die SL3-P 6.000 Euro. Zum Start gibt es außerdem drei Kits: mit dem Vario-Elmarit-SL 28-70 für 7.000 Euro, mit dem Vario-Elmarit-SL 24-70 für 7.500 Euro und mit den beiden Zooms – 24-70 sowie 70-200 – für 9.800 Euro. Verkaufsstart ist der 25. Juni 2026 in Leica Stores, im Online-Shop sowie bei autorisierten Händlern.

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Gesetz zur Stärkung der Cybersicherheit: Ärzte sehen Schweigepflicht gefährdet


Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat den Regierungsentwurf für das „Gesetz zur Stärkung der Cybersicherheit“ kritisiert. Zwar begrüße sie grundsätzlich das Ziel, die Cyberabwehr zu stärken, die geplanten Befugnisse dürften jedoch nicht zulasten der ärztlichen Schweigepflicht gehen. „Die verdeckten Abwehrmaßnahmen können auch Gesundheitsdaten von Versicherten betreffen, die von Vertragsärztinnen und -ärzten sowie Vertragspsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten verarbeitet werden“, heißt es von der KBV.

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Ihrer Ansicht nach könnten die vorgesehenen verdeckten Cyberabwehrmaßnahmen auch Arztpraxen betreffen. Praxisverwaltungssysteme und die Telematikinfrastruktur seien regelmäßig Ziel von Schadsoftware, insbesondere Ransomware. Würden Sicherheitsbehörden auf kompromittierte Systeme zugreifen, könnten sie dadurch, ohne Wissen der Versicherten, auch auf besonders sensible Gesundheitsdaten stoßen, warnt die Ärztevertretung. Die Sorge der KBV kommt nicht von ungefähr: Einrichtungen des Gesundheitswesens gehören seit Jahren zu den bevorzugten Zielen von Cyberkriminellen.

Laut der Bundesregierung dienen die Befugnisse ausschließlich der Gefahrenabwehr und seien keine Überwachungsmaßnahmen. Nach Sicht der KBV ist für den Schutz der ärztlichen Schweigepflicht nicht entscheidend, welchem Zweck der staatliche Zugriff diene. Entscheidend sei, ob die Behörden tatsächlich Zugang zu vertraulichen Patientendaten erhalten könnten.

Die Ärztevertretung fordert deshalb, den besonderen Schutz von Berufsgeheimnisträgern nach § 62 Bundeskriminalamtgesetz auf die neuen Cyberabwehrmaßnahmen auszudehnen und eine entsprechende Regelung auch im Bundespolizeigesetz zu schaffen. So solle gewährleistet werden, dass die Kommunikation zwischen Ärzten, Psychotherapeuten und ihren Patienten auch im Rahmen staatlicher Cyberabwehrmaßnahmen besonders geschützt bleibt.

Mit dem Gesetzentwurf sollen die Befugnisse von Bundespolizei und Bundeskriminalamt erweitert werden, um Cyberangriffe schneller erkennen, bewerten und abwehren zu können. Vorgesehen ist unter anderem, Datenverkehr umzuleiten sowie auf kompromittierten IT-Systemen Daten auszulesen, zu löschen oder zu verändern.

Mit ihrer Kritik steht die KBV nicht allein. So warnt die Arbeitsgruppe Kritische Infrastrukturen (AG KRITIS) vor weitreichenden Eingriffsbefugnissen der Sicherheitsbehörden, fordert stärkere rechtsstaatliche Kontrollmechanismen und einen restriktiveren Umgang mit Sicherheitslücken. Während sich die AG KRITIS vor allem auf grundsätzliche Fragen staatlicher Cyberbefugnisse konzentriert, hebt die KBV insbesondere die Risiken für die ärztliche Schweigepflicht und den Schutz sensibler Gesundheitsdaten hervor.

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(mack)



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Kühl durch die Hitze: Mythen und Fakten rund um die Klimaanlage


Nichts kühlt besser bei Hitze als eine Klimaanlage. Doch gerade in Deutschland ist die Skepsis gegenüber den kühlenden Klimageräten immer noch hoch, trotz weiter steigender Sommertemperaturen. Ob nun der steife Nacken oder die Kosten, viele scheuen die Anschaffung einer eigenen Klimaanlage.

In diesem Artikel möchten wir mit einigen Mythen zur Klimaanlage aufräumen und ein paar Fakten liefern, die Ihnen die Entscheidung für oder gegen eine Klimaanlage erleichtern. Ob nun mobiles Klimagerät oder eine fest installierte Anlage, Optionen gibt es am Markt einige. Welcher Typ die richtige Wahl für Sie ist, finden Sie hier ebenfalls. Falls Ihnen weitere Mythen oder Fragen zum Thema Klimaanlage auf den Nägeln brennen, stellen Sie diese gerne im Forum unter diesem Artikel.

Pauschal ist das falsch. Bei guter Pflege und Wartung hat man keine erhöhte Belastung durch Keime und Krankheitserreger zu erwarten. In der Regel reicht es, die Filter vor den Lufteinlässen regelmäßig zu reinigen. Die Filter halten auch Staub und Pollen ab, die für Asthmatiker und generell empfindliche Menschen zum Problem werden können.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kühl durch die Hitze: Mythen und Fakten rund um die Klimaanlage“.
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