Künstliche Intelligenz
Raspberry Pi Pico knackt die PS3
Die PS3-Modding-Szene hält den Atem an: Ein Team um Modder Modyfiktor hat Custom Firmware auf Playstation-3-Konsolen der Modelle Super Slim & Slim mit NOR-Flash zum Laufen gebracht. Das galt bisher als unmöglich. Und natürlich kam dabei Hardware zum Einsatz, die Makern gut bekannt ist.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die Modder haben einen Raspberry Pi Pico mit RP2040 direkt an die Hauptplatine der Konsole angeschlossen. Der Mikrocontroller fungiert dabei als eine Art Modchip und injiziert bei jedem Start einen Payload direkt in den Arbeitsspeicher der PS3. Entscheidend ist: Es handelt sich nicht um einen Software-Exploit auf Betriebssystemebene, sondern um einen hardwarebasierten Eingriff in den Bootprozess und gilt daher als unpatchbar.

Konsole auf; Pico rein. Das löten werden Maker bestimmt schaffen.
(Bild: Modyfikator)
HEN (Homebrew Enabler) ist seit Jahren der Standardweg, um auf neueren PS3-Modellen überhaupt Homebrew auszuführen. Technisch handelt es sich dabei um einen Software-Exploit, der nach jedem Start manuell aktiviert werden muss. HEN verschafft Zugriff auf Modding-Funktionen wie das Starten von Homebrew-Anwendungen, Backup-Managern oder das Patchen einzelner Systemfunktionen im laufenden Betrieb. Im Gegensatz zu echter Custom Firmware läuft dabei aber weiterhin Sonys originale Firmware, die nur temporär im RAM modifiziert wird. Das bringt Einschränkungen mit sich: Kein direkter Zugriff auf Low-Level-Funktionen und stark begrenzte Hardwarekontrolle. Für den Alltag vieler Nutzer war HEN ein brauchbarer Kompromiss: Stabil, relativ einfach zu installieren und ohne Löteisen. Für tiefere Eingriffe blieb es jedoch immer eine Notlösung und genau an dieser Stelle setzt der neue Pi-Pico-Ansatz an.
Diese neue Modding-Methode eröffnet Möglichkeiten, die unter HEN schlicht nicht erreichbar sind. Besonders erwähnt wird die Rückkehr von OtherOS: Linux lässt sich wieder nativ auf der PS3 betreiben, eine Funktion, die Sony 2010 offiziell entfernt hatte. Auch echtes Hardware-Overclocking wird möglich. Im gezeigten Setup läuft der RSX-Grafikchip mit 850 MHz und bleibt dabei bei rund 55 Grad Celsius stabil. Solche Eingriffe sind mit HEN nicht realisierbar. Hinzu kommt die Möglichkeit, PS2-ISOs direkt abzuspielen.

Laut dem Post läuft die Konsole mit diesen Daten stabil.
(Bild: Modyfikator)
Maker, die sowieso schon einen Pi Pico auf dem Basteltisch liegen haben, können ihre PS3-Konsolen aber noch nicht zum Zittern bringen. Bisher wurde nämlich noch keine genaue Anleitung veröffentlicht. Die soll aber folgen. Die grundlegende Machbarkeit ist bereits belegt. Für Maker zeigt das Projekt mal wieder eindrucksvoll, wie viel Potenzial in kleinen Mikrocontrollern steckt.
Weiterlesen nach der Anzeige
Wem es jetzt in den Fingern juckt, seine Konsolen zu modden, kann in unserem Artikel nachlesen, wie man Linux auf einer Playstation 4 installieren kann.
(das)
Künstliche Intelligenz
Fahrradbranche konsolidiert sich: Trekkingräder und Leasing bleiben Treiber
Die deutsche Fahrradwirtschaft, bestehend aus dem Zweirad-Industrie-Verband ZIV, dem Verbund Service und Fahrrad (VSF) und Zukunft Fahrrad, hat die Zahlen des deutschen Fahrradmarkts für das Jahr 2025 vorgestellt. Die Verbände hoffen in diesem Jahr nach einem weiteren leichten Umsatzeinbruch im Jahr 2025 auf bessere Geschäfte.
Weiterlesen nach der Anzeige
Laut dem Verbund konnten 2025 Erlöse von 5,85 Milliarden Euro eingefahren werden. Diese entsprechen einem erneuten Rückgang um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, es handelt sich dabei um das schwächste Ergebnis seit dem Corona-Boom – der Umsatz liegt jedoch weiterhin deutlich über dem Vor-Corona-Niveau.
Absatz auf Vor-Corona-Niveau, Umsatz weit darüber
So befinde sich die deutsche Fahrradbranche beim Fahrrad- und E-Bike-Absatz in etwa wieder auf Vor-Corona-Niveau, der Umsatz liege indes noch immer sehr deutlich darüber. „Da hat sich tatsächlich ein neues Normal ergeben“, sagte ZIV-Geschäftsführer Burkhard Stork im Zuge der Pressekonferenz. „Die Fahrradwirtschaft hat den Schwankungen der vergangenen Jahre nicht nur standgehalten, sondern sich auf hohem Niveau konsolidiert,“ so der ZIV.
Die Stückzahl der verkauften Räder ging laut ZIV nur leicht von 3,9 auf 3,8 Millionen zurück. Der Marktanteil lag bei 52,7 Prozent für E-Bikes und 47,3 Prozent für klassische Fahrräder. Mit rund 2 Millionen verkauften E-Bikes blieb der Absatz auf hohem Niveau.
Zudem konnten Kundinnen und Kunden vor allem bei E-Bikes von hohen Rabatten profitieren, da der Durchschnittspreis um 3,8 Prozent auf 2550 Euro sank. Herkömmliche Fahrräder kosteten wie im Vorjahr im Schnitt 500 Euro. In fast allen Modellgruppen wurden die Preise durch Rabattaktionen gedrückt, dabei konnten hochpreisige Renn- und Gravelräder den Schnitt stabilisieren. Laut ZIV könnten die nach Corona sprunghaft gefüllten Lager weiter abverkauft werden, „ein normales Niveau dürfte bis Ende dieses Jahres wieder erreicht werden“, so der Verband.
Laut Burkhard Stork pendelt sich die Fahrradbranche auf einem stabilen Niveau ein: „Die Nachfrage nach Fahrrädern ist weniger konjunkturabhängig als oft angenommen. Insgesamt bleibt die Fahrradwirtschaft ein verlässlicher Garant für langfristige Wertschöpfung.“ Ferner hielt er fest, dass sich der Mix etwas verschiebe. Aktuell steige der Anteil klassischer Räder, während der E-Bike-Markt sich auf hohem Niveau leicht korrigiert.
Weiterlesen nach der Anzeige
Trekkingräder besonders gefragt
Hinsichtlich der Modelle bleibt das Trekkingrad das beliebteste Fahrrad mit einem Marktanteil von 38 Prozent in Deutschland. Darauf folgt mit großem Abstand das Cityrad mit 14 Prozent, gefolgt vom Gravelbike mit einem Anteil von zehn Prozent. Lastenräder nehmen derweil einen Anteil von zwei Prozent des Marktes ein. Der Verband hält fest, dass Lastenräder ihre Position gefestigt haben.
Lesen Sie auch
Schaut man nur auf die E-Bikes, liegen E-Mountainbikes mit 38 Prozent auf Platz 1, gefolgt von E-Trekkingrädern mit 24 Prozent, E-Cityrädern mit 19 Prozent und E-Lastenrädern mit 9,5 Prozent.
Wachstum bei Leasing und Refurbishment
Im Hinblick auf die Verkaufswege werden etwa zwei Drittel der Fahrräder über den stationären Fachhandel abgesetzt, weitere 24 Prozent über spezialisierte Online-Händler. Der Umsatz mit Fahrrädern im Fachhandel sank jedoch um 6,8 Prozent. Dabei blieben die durchschnittlichen Kaufpreise hoch: Kunden bezahlen im Fachhandel 1445 Euro für klassische Fahrräder und 3972 Euro für E-Bikes. Erfreulich ist laut dem Verbund Service und Fahrrad (VSF) die Entwicklung bei den Werkstattleistungen: Sie legten beim Umsatz um 13,5 Prozent zu, allgemein hofft der Verbund auf ein stärkeres Werkstattgeschäft. Die große Mehrheit der Werkstätten plane einen Ausbau der Service-Leistungen.
Ein relevanter Treiber der durchschnittlichen Preise pro Rad in den VSF-Betrieben stellt mit einem Umsatzanteil von knapp 42 Prozent das Dienstradleasing dar. Mit Zuschüssen von Arbeitgebern und Abgabevorteilen greifen Kunden öfter zu teureren und besser ausgestatteten Modellen. Jedoch war die Zahl der 2025 neu geleasten Diensträder mit 720.000 Rädern um fünf Prozent geringer als im Vorjahr. Nach Einschätzung des Verbands Zukunft Fahrrad nutzen nur elf Prozent der rund 22,6 Millionen Leasing-berechtigten Menschen die Möglichkeiten. Derzeit bieten laut Verband mehr als 340.000 Unternehmen ihren Mitarbeitenden Dienstradleasing als Benefit an.
Begleiterscheinung des Dienstradleasings sind Leasingrückläufer, die in den Refurbishment-Markt fließen. Die professionell aufbereiteten, oft hochwertigen Gebrauchträder nehmen laut ZIV inzwischen einen „nennenswerten Anteil am Gesamtmarkt“ ein. Seit 2023 ist den Daten der Verbände zufolge die Zahl der jährlich verkauften Refurbished-Räder um rund 192 Prozent gestiegen.
(afl)
Künstliche Intelligenz
Blauer Haken: Elon Musks Plattform X reagiert auf EU-Strafandrohung
Die Social-Media-Plattform X, das frühere Twitter, reagiert mit Vorschlägen auf eine Strafandrohung der Europäischen Kommission unter dem Digitale-Dienste-Gesetz. Das bestätigte am Mittag ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel. Nach konstruktiven Gesprächen in den vergangenen Wochen werte die Aufsichtsbehörde es als positives Zeichen, dass X nun fristgerecht Vorschläge unterbreitet habe.
Weiterlesen nach der Anzeige
Blauer Haken soll weiter überarbeitet werden
Die X International Unlimited Corporation mit Sitz in Irland wurde im Dezember von der EU-Kommission wegen mehrerer Verstöße gegen den Digital Services Act unter Androhung von wiederkehrenden Strafzahlungen dazu aufgefordert, Missstände zu beheben. Die aktuellen Vorschläge betreffen dabei den Sachverhalt der Vergabe des sogenannten „Blauer Haken“-Symbols.
Diese waren ursprünglich bei Twitter ausschließlich für verifizierte Accounts vorgesehen, nach der Umbenennung zu X war dieses Symbol jedoch auch für zahlende Kunden erhältlich. Nach Kritik hatte X bereits Änderungen am Vergabesystem vorgenommen. Die EU-Kommission als DSA-Aufsichtsbehörde hält jedoch auch das derzeitige Vergabesystem für irreführend und fürchtet, dass es Betrug begünstigen könnte. X hat hierzu nun Änderungsvorschläge unterbreitet, über die keine Details öffentlich bekannt sind.
Die Vorschläge will die EU-Kommission jetzt analysieren. Von Erzwingungsstrafen profitiere weder der Betreiber noch die EU-Kommission oder die Nutzer, sagt ein Sprecher: „Wenn es nicht ausreicht, werden wir uns konstruktiv mit X auseinandersetzen.“ Für die beiden anderen Vorwürfe, die zur Dezember-Strafanordnung geführt haben, laufen die Fristen noch bis zum 28. April.
Frist für 120-Millionen-Strafe läuft Montag ab
Bis zum kommenden Montag muss zudem die 120-Millionen-Euro-Strafzahlung bei der EU-Kommission eingehen. Gegen diese im Dezember gegen X ausgesprochene Strafe von 120 Millionen Euro hatte der Betreiber im Februar rechtliche Schritte beim Europäischen Gericht (EuG) unternommen (Aktenzeichen T-114/26). Das EuG ist die untere der beiden EU-Gerichtsinstanzen, die für Verwaltungsakte der EU-Kommission zuständig ist.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die Untersuchungsverfahren zu anderen möglichen DSA-Verstößen des Anbieters, wie im Zusammenhang mit der Grok-KI, laufen derweil parallel weiter. Das Verfahren gegen X gilt aufgrund der Eigentümerschaft des Anbieters als politisch besonders heikel.
Lesen Sie auch
(mki)
Künstliche Intelligenz
iX-Workshops: Backup und Recovery mit Proxmox
Der Proxmox Backup Server (PBS) bietet Features wie Deduplizierung, Verschlüsselung und Multi-Site-Synchronisation – doch erst mit der richtigen Implementierung entsteht daraus ein funktionierendes Disaster-Recovery-System.
Weiterlesen nach der Anzeige
Backup-Architektur mit Proxmox systematisch aufbauen
Genau hier setzt der Workshop Backup und Recovery mit Proxmox: Daten automatisiert sichern und nach Ausfällen wiederherstellen an: Sie lernen, wie Sie eine Backup-Strategie planen, PBS installieren und konfigurieren sowie die Backup-Optionen von Proxmox VE optimal kombinieren. So entwickeln Sie eine tragfähige Backup-Architektur, die im Ernstfall zuverlässig funktioniert – und nicht nur auf dem Papier überzeugt.
Backup und Recovery im realen Praxistest
Der Schwerpunkt liegt klar auf der Praxis: Sie richten eine DR-Site ein, simulieren typische Ausfallszenarien und testen verschiedene Recovery-Verfahren in einer Laborumgebung. Dabei automatisieren Sie Wiederherstellungsprozesse und entwickeln wartbare Testroutinen für den laufenden Betrieb. Am Ende wissen Sie nicht nur, welche Funktionen PBS bietet, sondern wie Sie daraus eine belastbare, getestete Backup- und Recovery-Strategie für Ihr Unternehmen entwickeln.
|
Mai 07.05.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 09. Apr. 2026 |
|
Oktober 28.10.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 30. Sept. 2026 |
Dieser Workshop richtet sich gezielt an Administratoren und IT-Verantwortliche, die ein professionelles Backup- und Disaster-Recovery-System mit Proxmox-Technologien implementieren möchten.
Ihr Trainer Frank Bartkewitz ist als zertifizierter Proxmox-VE-Trainer bei der croit GmbH tätig. Zu seinen Schwerpunkten zählen Systemadministration und Netzwerktechnik, insbesondere Virtualisierungslösungen wie Proxmox VE.
Weiterlesen nach der Anzeige

(ilk)
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Social Mediavor 2 WochenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 1 MonatCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Wochen
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 3 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
-
UX/UI & Webdesignvor 1 MonatEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenAumovio: neue Displaykonzepte und Zentralrechner mit NXP‑Prozessor
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenÜber 220 m³ Fläche: Neuer Satellit von AST SpaceMobile ist noch größer
