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RE-SHIRT, Peak Protect, Jimmy, Heartbeat Revivel, purora, Butjer – Das Grillbrett treten vor die Löwen


#DHDL

Die Löwen brüllen wieder! An diesem Montag geht es bei Vox erneut in “Die Höhle der Löwen”. In der aktuellen Folge pitchen RE-SHIRT, Peak Protect, Jimmy, Heartbeat Revivel, purora und Butjer – Das Grillbrett.

RE-SHIRT, Peak Protect, Jimmy, Heartbeat Revivel, purora, Butjer – Das Grillbrett treten vor die Löwen

In der erfolgreiche VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) dreht sich in der mittlerweile 19. Staffel wieder alles um spektakuläre Geschäftsideen, außergewöhnliche Pitches und umkämpfte Deals. Zur Löwen-Jury gehören in dieser Frühjahrs-Staffel der Regal-Löwe Ralf Dümmel, die Venture-Capital-Löwin Janna Ensthaler, der Sales-Löwe Carsten Maschmeyer, die Beauty-Löwin Judith Williams, die Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und der Startup-Löwe Frank Thelen.

Die DHDL-Startups der Woche

RE-SHIRT aus München
Anna Hadzelek (36) und Emmy Schumacher (36) betreten die Bühne mit einer Idee, die sowohl die Textilwelt als auch die Umwelt aufhorchen lassen soll: Ein T-Shirt, das nur für einen einmaligen Anlass sichtbar ist und danach einfach verschwindet. „Ein T-Shirt-Aufdruck, der nach dem Waschen einfach wieder verschwindet“, erklären die beiden Gründerinnen von RE-SHIRT. Ihre Innovation: eine weltweit einzigartige Textildruckfarbe auf Basis natürlicher Rohstoffe, die sich rückstandslos auswaschen lässt – und so aus Einweg-T-Shirts echte Kreislaufprodukte macht. Die Idee ist simpel, aber revolutionär: Bedruckte Shirts für Messen, Events, Abschlussfeiern oder Junggesellenabschiede können nach einmaligem Tragen im Alltag weiter genutzt werden. Dadurch sparen die Gründerinnen nicht nur Ressourcen, sondern setzen auch auf ein nachhaltiges Geschäftsmodell im B2B-Bereich. „Es ist schon ein sehr wichtiger Tag für uns, weil wir mit jemandem im Boot, der nicht nur investiert, sondern uns auch langfristig begleitet, ein Stück Planungssicherheit gewinnen würden“, betonen Anna und Emmy. Und die Löwen? Sie sind neugierig, stellen kritische Fragen zu Marktpotenzial, Umsatz und Vertrieb, doch werden sie auch 350.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile investieren?

Battle-Pitch
Auch in dieser Staffel gibt es wieder den Battle-Pitch: Zwei Gründer(-teams) treten dabei im jeweils einminütigen Kurzpitch gegeneinander an – doch nur eines von beiden bekommt die Chance, den Löwen sein Produkt in voller Länge zu präsentieren. Wer darf um einen Deal kämpfen und wer muss „Die Höhle der Löwen“ sofort wieder verlassen?

Peak Protect aus A-Leobendorf
Christopher Czellary (17)
Angebot: 75.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile

Jimmy aus Königsmoos
Philipp Hammerer (16)
Angebot: 80.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile

Regelverstoß in der Höhle der Löwen! Im Gründer-Battle treten die Teenager Philipp Hammerer (16) mit dem Ausbildungsportal Jimmy und Christopher Czellary (17) mit Peak Protect, einer ausziehbaren Handysicherung, gegeneinander an. Eigentlich sind die Regeln klar: 60 Sekunden Pitch, einer bleibt und einer geht – ohne Chance auf einen Deal. Doch diesmal läuft alles anders. Die Löwen sind sich uneins und es kommt zu einer Wendung, mit der niemand gerechnet hat.

Heartbeat Revivel aus Berlin
„Wer ist bereit, mit mir Leben zu retten?“ Diese Gründerin steht nicht für ein gewöhnliches Startup: „Das ist wirklich eine Mission. Ich möchte, dass jeder hilft!“ Rettungssanitäterin und Erste-Hilfe-Ausbilderin Nicole Oudes (38) stellt mit Heartbeat Revivel ein tragbares, schlüsselbundgroßes Soundgerät vor, das im Notfall klare, gesprochene Schritt-für-Schritt-Anweisungen zur Wiederbelebung gibt – jederzeit und überall einsetzbar. Der Hintergrund ist alarmierend: Jährlich erleiden rund 70.000 Menschen in Deutschland einen Herzstillstand. Doch nur in etwa 40 Prozent der Fälle beginnen Laien mit Wiederbelebungsmaßnahmen. „Das bedeutet, dass 42.000 Menschen sterben jedes Jahr ohne Chance auf eine Wiederbelebung“, erklärt Nicole. Jede Minute ohne Hilfe verringert die Überlebenschance um zehn Prozent. Das Gerät führt Ersthelfer strukturiert durch die lebensrettenden Maßnahmen – von der Überprüfung der Atmung über den Notruf bis hin zur Herzdruckmassage im richtigen Rhythmus. Ein integriertes Metronom gibt den Takt vor, zusätzlich gibt es einen Baby- und Kindermodus. Die Gründerin produziert bislang selbst – vom 3D-Druck des Gehäuses bis zur Programmierung der Platine. Um Produktion, Vertrieb und Reichweite professionell auszubauen, bietet sie den Löwen 20 Prozent ihres Unternehmens für 160.000 Euro an. Ihre Vision: flächendeckende Verfügbarkeit – „überall“, vom Einzelhandel bis in private Haushalte.

purora aus A-Raab
Mit purora betritt ein echtes Familienprojekt die Bühne: Gründer Heinz Pöttinger (38) treibt die Vision gemeinsam mit Beatrice Ilie (28) voran – unterstützt von seiner gesamten Familie. Vater Heinz senior, Mutter Eva sowie die Brüder Moritz, Nikolaus und Georg stehen nicht nur moralisch hinter dem Projekt, sondern sind auch aktiv daran beteiligt. Ein Familienunternehmen mit klarer Mission – und einem bemerkenswerten finanziellen Hintergrund: Bereits 7 Millionen Euro sind aus der Familienholding in die Entwicklung geflossen. „Fast good statt Fast Food“ – so lautet die Vision von Heinz. Aufgewachsen auf einem Biobauernhof, geprägt von frischen Lebensmitteln wie Löwenzahn, Brennnesseln und Beeren, möchte er gesunde Ernährung alltagstauglich machen. Sein Ansatz: ein durchdachtes Ernährungskonzept aus Technik und Bio-Mahlzeiten. Herzstück ist der eigens entwickelte „ThermoTwist“, ein Mixer, der kalt mixt oder Speisen schonend auf 42 bzw. 52 Grad erwärmt. Passend dazu bietet purora fertige Bio-Mahlzeiten im Glas: Smoothies, Porridges, Proteinshakes oder Suppen – frei von Zuckerzusätzen und künstlichen Inhaltsstoffen. Rund 30 verschiedene Mahlzeiten umfasst das Sortiment bereits. Neben dem Endkundengeschäft setzt das Startup auf B2B-Kunden wie Offices, Hotels oder Fitnessstudios sowie auf Kochbücher und Ernährungskuren. Neben einer Investition von 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile erhofft sich purora vor allem strategische Unterstützung: Die Vertriebsexpertise und das Netzwerk der Löwen sollen beim internationalen Markenaufbau und beim Ausbau des Vertriebs helfen. 

Butjer – Das Grillbrett aus Schweiburg
Heute wird in der Höhle angegrillt – und das mit prominenter Unterstützung: Boxer-Legende Axel Schulz steht persönlich am Rost und bringt nicht nur Würstchen, sondern auch jede Menge Energie mit. Gemeinsam mit den Gründern Enrico Krüger (50), Udo Mammone (38) und Tim Gollenstede (40) präsentiert er BUTJER – DAS GRILLBRETT, ein multifunktionales 6-in-1-Tool, das das Wenden, Servieren und Reinigen am Grill deutlich einfacher machen soll. Die Idee entstand aus einer echten Pannensituation: Bei einem Grill-Event fehlte plötzlich das wichtigste Werkzeug – die Grillzange. Kurzerhand wurde improvisiert, mit einem Reibebrett von der benachbarten Baustelle. Aus einem Provisorium entwickelte sich schließlich ein durchdachtes Produkt aus Vollholz mit integrierter Edelstahlklinge. Das Grillbrett vereint Hitzeschutz, Wender, Wurstschaufel, Steak-Haken, Rostreiniger und Bieröffner in einem Tool – praktisch, robust und mit einem Augenzwinkern entwickelt. Axel Schulz lernte die drei Gründer bei einer Grillmeisterschaft kennen. Begeistert von Produkt und Teamgeist unterstützt er BUTJER heute als Werbegesicht. „Die Jungs sind sensationell – und das Brett hat mir am Grill echt den Hintern gerettet“, so der Ex-Boxprofi, der das Tool inzwischen selbst regelmäßig einsetzt. Für den nächsten Wachstumsschritt suchen die Gründer 100.000 Euro für 15 Prozent Anteile an ihrer noch zu gründenden GmbH. Ob die Löwen bei so viel Grillleidenschaft anbrennen oder ob am Ende doch jemand K.O. geht?

Tipp: Alles über die Vox-Gründershow gibt es in unserer großen DHDL-Rubrik.

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Foto (oben): RTL / Bernd-Michael Maurer



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DHDL-Battle: zwei Gründer, zwei Deals – das gab es noch nie


Das gab es noch nie bei DHDL: Zwei Junggründer pitchen gegeneinander – und am Ende bekommen beide einen Deal, emotionaler Papa-Moment inklusive.

Die zwei Jungunternehmer im Pitch-Battle: Christopher Czellary (l.) und Philipp Hammerer (r.).

Die zwei Jungunternehmer im Pitch-Battle: Christopher Czellary (l.) und Philipp Hammerer (r.).
RTL / Bernd-Michael Maurer

Im jüngsten Battle jemals, traten am Montag zwei minderjährige Jungunternehmer bei „Die Höhle der Löwen“ gegeneinander an – und sorgten nicht nur wegen ihres Alters für ein Novum bei DHDL.

Beim sogenannten Battle pitchen zwei Gründer kurz nacheinander und haben nur jeweils eine Minute Zeit, die Löwen zu überzeugen. Im Anschluss entscheiden die Investoren dann, wer weiterkommt. Der- oder diejenige darf dann weiterpitchen – und hat die Chance auf ein Investment. Normalerweise. An diesem Tag lief aber alles anders – zumindest für Team Maschmeyer und Gründer Philipp Hammerer.

Junges Battle: Die Pitches

Dieser pitchte zuerst mit seinem Startup „Jimmy-Ausbildung“, welches Schüler durch Chat-Interviews und KI-Matching zu den passenden Unternehmen bringen soll. So will der 16-jährige Gründer, der sich mit zwölf Jahren selber das Programmieren beigebracht haben soll, den Fachkräftemangel in der Azubi-Branche beenden. Seine Forderung: 80.000 Euro für 20 Prozent seiner Anteile.

Nach dem ersten Pitch folgt dann Gründer Nummer Zwei: Christopher Czellary mit „Peak Protect“. Der 17-Jährige, der schon immer, „wie Papa“, Unternehmer werden wollte, will Smartphones vor dem Herunterfallen und Diebstahl schützen. Dafür hat er einen Gummistrang entworfen, der an der Hose befestigt wird. Christopher Czellary fordert 75.000 Euro für 25 Prozent seiner Anteile.

Knackiges 3:2 für Peak Protect

Nach diesen Pitches kommt es dann zum ersten Showdown. Während alle von Alter und Engagement der Junggründer begeistert sind, bilden sich zwei Lager. Maschmeyer betont, dass „Unternehmen und Azubis schwer zusammenfinden“, und sieht bei Jimmy-Ausbildung großes Potenzial. Allerdings kann er nur eine weitere Löwin überzeugen.

Scheitert (zunächst) im Battle: Philipp Hammerer.

Scheitert (zunächst) im Battle: Philipp Hammerer.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Die restlichen Löwen sind von Peak Protect begeistert – auch wegen eigenen Erfahrungswerten. Während Dagmar Wöhrl berichtet, dass ihr Handy in Ecuador geklaut wurde, verlor Janna Ensthalers Tochter ihres auf der Skipiste. Das sind genug Argumente für die Löwen. So wird es zu einer knappen 3:2 Entscheidung für Peak Protect. Ralf Dümmel muss die schwere Botschaft überbringen.

Aber so sichtlich Peak Protect-Gründer Christopher Czellary sich freut, genauso offensichtlich ist sein Gegner Philipp Hammerer geknickt. Bis Carsten Maschmeyer interveniert und sich nochmal an den jungen Gründer richtet: „Renn mal nicht ganz aus dem Studio weg“. Optimistisch, doch noch einen Deal zu bekommen, verabschiedet sich dieser von der Bühne, die nun Christopher Czellary gehört.

Die Löwen probieren die zwei Produktvarianten von ihm dann sogar selbst aus. Begeistert von Produkt und Umsatz, welcher laut Gründer 90.000 Euro in 90 Tagen betragen haben soll, fragen diese ihn über seinen Alltag zwischen Schule und Gründertum aus. Sein Programm ist: vormittags Unterricht, nachmittags Bestellungen verschicken. Telefonate mit den chinesischen Lieferanten macht Czellary selbst, sagt er.

Die Löwen Judith Williams (l.) und Carsten Maschmeyer (r.) schauen ganz genau hin.

Die Löwen Judith Williams (l.) und Carsten Maschmeyer (r.) schauen ganz genau hin.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Ein emotionaler Moment

Dass das nicht ohne Papa geht, ist klar. Vater Rainer Czellary kommt auf die Bühne und Papa sowie Sohn loben einander – es wird emotional in der Höhle. Nach einer tränenreichen Umarmung der beiden sind die Löwen von Produkt und Emotionen so überwältigt, dass sowohl Ensthaler als auch Dümmel investieren wollen. Dümmel, der Lieblingslöwe von Christopher und Rainer Czellary, bekommt dann den Zuschlag.

Happy End: Deals für beide Teens

Doch das ist nicht das Ende der Geschichte. Nach diesem erfolgreichen ersten Deal, folgte ein erfolgreicher zweiter Deal: Maschmeyer geht noch in der Sendung hinter die Bühne und erklärt sich als großer Fan von Junggründer Philipp Hammerer. Und: er will investieren. Der Deal kommt zustande, trotz des Ausscheidens von Hammerer im Battle – das gab es noch nie bei DHDL.

Maschmeyer sagt dazu nach der Sendung zu Gründerszene: „Den größten Fachkräftemangel gibt es bei Ausbildungsberufen. Jimmy-Ausbildung sorgt dafür, dass Bewerber und Ausbildungsbetriebe schnell zusammenfinden: Statt seitenlanger Anschreiben reicht ein kurzes Interview in der App und die Unternehmen bewerben sich bei den passenden Azubis von morgen. Als Philipp seine Lösung vorgestellt hat, war mir sofort klar: Das ist nicht nur technisch klug, sondern wird dafür sorgen, dass Ausbildungsplätze schneller und passender besetzt werden. Auch wenn die anderen Löwen mich überstimmt haben und Philipp das Battle verloren hat, hat er mich überzeugt.“

Und der Deal mit Christopher Czellary? Auch der blieb laut Sprecherin von Dümmel nach der Sendung bestehen.





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Super Streusel: Diese Schwestern haben gemeinsam gegründet


Super Streusel: Diese Schwestern haben gemeinsam gegründet

Kati Decker und Dani Sichting sind die Macherinnen von Super Streusel, einem Versandhandel für Kuchendekoration.
Bertold Fabricius

Das Bild des klassischen Familienbetriebs ist tief im deutschen Wirtschaftsverständnis verankert: der Vater als Gründer und Chef, die Mutter als Lenkerin im Hintergrund, die Kinder als Nachfolger in der zweiten und dritten Generation. Auch für Kati Decker und Dani Sichting wäre das eine Option gewesen. Der Familie gehörten früher mehrere Konditoreien im Rheinland.

Doch weder die Schwestern (noch ihr Bruder) wollten den elterlichen Betrieb übernehmen. Dass sie heute dennoch ein Familienunternehmen führen, empfinden die beiden als eine Art Fügung. Gemeinsame Kindheitserinnerungen, und ein geteilter Chefinnensessel – das passt für die beiden, wie bunte Streusel auf süßen Kuchen. Und die Schwestern sind mit ihrer Unternehmensform nicht allein. Aber Geschwister als Unternehmenslenker – kann das auf Dauer gut gehen?

Erst Kuchen, dann Streusel

Für Kati Decker und Dani Sichting bisher ja, sie sind die Macherinnen von Super Streusel, einem Versandhandel für ausgefallene Kuchendekoration. Angefangen haben die beiden allerdings mit einem anderen Start-up. Die Schwestern vertrieben über das Internet Cakepops, also kleine Kuchen am Stiel. Im Jahr 2013 gründete Dani Sichting den Shop. Wenig später stieg Schwester Kati Decker bei „Guter Kuchen“ ein. Dabei allerdings stellten sie fest, dass es auf dem deutschen Markt nur wenig Dekoration zu kaufen gab. Und so deckten sie sich für ihre Cakepops unter anderem in Australien und Nordamerika ein.

„Irgendwann haben wir uns gedacht: Wenn wir so dringend mehr Auswahl an Streuseln brauchen, dann geht es anderen sicher auch so“, erzählt Dani. Die Idee zum Kuchendeko-Vertrieb war geboren. „Bis zum Name Super Streusel war es dann nicht mehr weit“, sagt Kati. „Nach Guter Kuchen konnte nur Super Streusel kommen“, beendet Dani den Gedanken der Schwester.

2018 hatten die Schwestern die Idee für die handgemischten Streuselmixe.

2018 hatten die Schwestern die Idee für die handgemischten Streuselmixe.
Super Streusel

Das war 2018. Anfangs war es allerdings alles andere als einfach. „Wir hatten Probleme, auf die Mindestbestellmengen zu kommen“, erinnert sich Kati. Heute ist das anders: Super Streusel lässt bei vielen Herstellern mit eigenen Stanzen produzieren – exklusiv für die Marke. Gerade läuft eine bundesweite Aktion mit einem großen Schokokuss-Hersteller. Zudem hat der Europapark in Rust (Baden-Württemberg) bei Super Streusel Deko entwickeln lassen, die nun den ganzen Sommer auf das Eis im Park rieseln. Dazu haben die Schwestern das Repertoire der handgemischten Streuselmixe um Kuchenglasur erweitert, vertreiben sogar zuckerfreie Streuselvarianten und bieten auf ihrer Plattform Silikonformen, Spritztüllen, Glitzerpuder und Backmischungen an. Musik-Act DIKKA hat ebenso seine eigene Kollektion wie Sänger Ross Antony.

Was als kleiner Betrieb mit nur drei weiteren Mitarbeitenden begann, ist heute ein Unternehmen mit 55 Angestellten. In wenigen Wochen steht ein Umzug in eine größere Betriebszentrale an. Der Komplex aus Büro und Lager an der Kieler Straße ist zu klein geworden. „Früher hatten wir hier einen schönen Eingangsbereich, jetzt stehen hier die Hochregallager. Wir brauchten mehr Platz“, sagt Dani.

Als Kinder haben wir uns hin und wieder gestritten, wie Geschwister eben sind.

Natürlich war nicht immer alles harmonisch. „Als Kinder haben wir uns hin und wieder gestritten, wie Geschwister eben sind“, erinnert sich Dani. Und auch in der Anfangszeit im Start-up „gab es schon mal Streit – aus Überforderung, weil wir alles selbst gemacht haben“, sagt Kati. Dani ergänzt: „Im ersten Jahr war das.“ Heute? „Gibt es eigentlich keinen Tag mehr, an dem wir streiten.“

Dass sie als Schwestern zusammenarbeiten, empfinden beide als großen Vorteil. „Wir sind glücklich, dass wir das Unternehmen gemeinsam führen“, sagt Dani. Und Kati ergänzt: „Weil man sich alles sagen kann.“ Diese Offenheit ist für sie ein zentraler Erfolgsfaktor. „Man versucht nicht alles selbst zu lösen, wie es vielleicht wäre, wenn man einen Mit-Geschäftsführer hätte, zu dem man keine engere Beziehung hat. Man fragt einfach schnell die andere, weil sie ja die Schwester ist“, erklärt Dani.

Viele erfolgreiche Familienunternehmen

Was für die beiden Schwestern ein Erfolgsrezept ist, ist es auch für rund 420.000 andere Firmen in Deutschland. Zahlen des Verbands der Familienunternehmen zufolge sind rund 90 Prozent aller deutschen Unternehmen von Familien geführt. In Hamburg sind es zwar im Vergleich zu Ländern wie Bayern oder Baden-Württemberg, wo es viele Kleinbetriebe, Landwirtschaft und Handwerk gibt, pro Kopf wenige Familienunternehmen. Allerdings gilt Hamburg als Hauptstadt der erfolgreichen Familienbetriebe. 186 der 5000 umsatzstärksten Familienunternehmen finden sich laut Mittelstandsportal „Die Deutsche Wirtschaft“ in der Hansestadt. Darunter sind die bekannten großen Namen wie Otto, Beiersdorf oder Fielmann.

Aber die Hansestadt hat auch bei den kleineren Familienbetrieben starke Marken zu bieten. Eine dieser bekannten Labels ist das Schwesternbusiness „Hey Honey“. Den Grundstein für ihre Yogaklamottenmarke legten die Schwestern Imke von Johnston und Janka Oeljeschlager 2015, beide waren in der Textil- und Modebranche beheimatet und beide sind Yoga-Fans. Was sie zu diesem Zeitpunkt nicht wissen konnten: Fünf Jahre später würde eine Pandemie die Welt aus den Angeln heben und die Menschheit ins Homeoffice verbannen.

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In der Zwangsisolation verschoben sich die Prioritäten, das veränderte auch die Mode. Warum sich in eine kneifende Jeans zwängen, wenn man genauso gut in lässiger Homewear an der Video-Konferenz teilnehmen kann?

Zu sagen, „Hey Honey“ verdanke seinen Erfolg der Pandemie, wäre zu einfach. Schließlich waren die Leggings, deren Markenzeichen früh Leoprint-Muster waren, getaucht in für Leoprint ungewöhnlichen Farben – Altrosé, Kobaltblau oder Smaragdgrün – bereits zwei Jahre nach Firmengründung und damit lange vor Corona der letzte Schrei. Und nicht nur unter Yogis.

Etwa zu diesem Zeitpunkt, 2017, stieß Tomma Oeljeschlager, die heute für alles rund ums Marketing zuständig ist, hinzu. Die Gründerinnen kamen an den Punkt, an dem klar war: Das wird größer, als zu zweit zu stemmen ist.

Tomma hatte zu dem Zeitpunkt gerade fertig studiert. „Meine Schwestern haben mich angesprochen und ich habe nicht lange gezögert. Die Entscheidung fiel aus dem Bauch heraus und war absolut richtig.“ Als die Menschen nach dem Ausnahmezustand schließlich wieder in die Büros zurückkehrten, wurde klar: Sportliche Kleidung generell war bürotauglich geworden. Das verpasste dem jungen Label noch einen zusätzlichen Schub.

„Hey Honey“. Den Grundstein für ihre Yogaklamottenmarke legten die Schwestern Imke von Johnston und Janka Oeljeschlager 2015.

„Hey Honey“. Den Grundstein für ihre Yogaklamottenmarke legten die Schwestern Imke von Johnston und Janka Oeljeschlager 2015.
Hey Honey/SCHAH PHOTOGRAPHY

Die drei Schwestern ziehen an einem Strang, was nicht heiße, bei ihnen laufe stets alles rund. „Klar knirscht es auch mal. Meistens dann, wenn wir unter Zeitdruck stehen oder viele Themen parallel jonglieren müssen. Wir sind drei unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Stärken – das ist unsere große Stärke, kann aber im Alltag auch zu Spannungen führen“, sagt Tomma Oeljeschlager. Es helfe dann, die „Reibung“ als Teil des Prozesses zu sehen – „sie zeigt, dass alle mit Herzblut dabei sind.“ Meistens hake es, wenn es um Geschmacksfragen oder kreative Entscheidungen geht, bei denen wir nicht sofort auf einen Nenner kommen.

Zuletzt ging es um eine neue Print-Idee, da waren sich zwei in einer Sache einig, die Dritte hingegen nicht. Aber es sei nie ein Gegeneinander, sondern eher ein Ringen um die beste Idee, so Tomma Oeljeschlager. „Wir haben uns dann die Zeit genommen, noch einmal auf unsere Marken-DNA zu schauen und haben uns bei unserem Team Feedback eingeholt. Am Ende haben wir den Entwurf überarbeitet und einen gemeinsamen Weg gefunden – mit einem Ergebnis, das wir alle lieben.“

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Zusammen seit dem ersten Atemzug

Der Kit, der sie zusammenhält, ist, dass sie sich blind vertrauen. „Wir kennen uns seit dem ersten Atemzug, das schafft eine ganz besondere Form der Zusammenarbeit.“ Gleichzeitig sei genau diese Nähe manchmal auch herausfordernd, weil sich Berufliches und Privates schwer trennen lässt. „Da hilft es sich bewusst zu machen, dass man nicht immer alles gleich klären muss. Oft ist es gut, eine Nacht oder mehrere darüber zu schlafen.“

Wir kennen uns in- und auswendig – mit allen Stärken und Schwächen. Aber genau deshalb sind wir auch besonders achtsam miteinander.

Es heißt ja, dass einen kaum jemand so verletzen könne wie Geschwister. Weil sie um die wunden Punkte wissen, die man von anderen gut zu verstecken weiß. Kommt das dem Schwestern-Trio bekannt vor? „Auf jeden Fall. Wir kennen uns in- und auswendig – mit allen Stärken und Schwächen. Aber genau deshalb sind wir auch besonders achtsam miteinander. Wir sprechen Konflikte direkt an und wissen, dass am Ende die Beziehung zueinander wichtiger ist als jeder Streit. Diese Offenheit und Tiefe machen unsere Zusammenarbeit so besonders – und stark.“

Was beide Gründerinnenkombos eint: Die Schwestern haben gelernt, ihre familiäre Nähe in unternehmerische Klarheit zu übersetzen – und dabei eine neue Form des Familienunternehmens geschaffen. Nicht geerbt, sondern gemeinsam gegründet. Und das bringt ihnen einen Vertrauensvorschuss, den kein Businessplan der Welt garantieren könnte.

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5 neue Startups: conmeet, Ionic Wind, STARQstrom, enermaind, Twentyfour Industries


#Brandneu

Es ist wieder soweit – neue Startups stehen in den Startlöchern! Hier sind einige spannende junge Unternehmen, die man kennen sollte. Heute werfen wir einen Blick auf diese Neugründungen: conmeet, Ionic Wind, STARQstrom, enermaind und Twentyfour Industries.

5 neue Startups: conmeet, Ionic Wind, STARQstrom, enermaind, Twentyfour Industries

deutsche-startups.de stellt heute erneut eine Auswahl junger Startups vor, die in den vergangenen Wochen und Monaten gegründet wurden oder kürzlich aus dem Stealth-Mode hervorgetreten sind. Noch mehr spannende Neugründungen gibt es übrigens in unserem Newsletter Startup-Radar.

conmeet
conmeet aus Borken, von Leandro Ananias, Lennart Eckerlein und Seriengründer Benedikt Kisner (netgo group) ins Leben gerufen, bringt sich als „cloud-native All-in-One-Plattform für prozessorientierte Bau- und Handwerksunternehmen“ in Stellung.

Ionic Wind
Die frische Firma Ionic Wind aus St.Gallen entwickelt eine spezielle Luftstrom Technologie zur energieeffizienten Kühlung von Hochleistungselektronik und Computerchips. „We use electric fields to move air instead of conventional rotating machinery“, erklärt das von Donato Rubinetti, Frederik Bauer, Rico Chandra und Liubov Shishaeva gegründete Startup.

STARQstrom
Das Startup STARQstrom aus Hamburg, von Peter Vest und Fabio Griemens an den Start gebracht, setzt auf grünen Strom für Unternehmen und Haushalte ohne Umwege. Der Strom kommt direkt aus deutschen Wind- und Solarparks, ist deshalb „günstig im Preis und transparent im Ursprung“. 

enermaind
Bei enermaind aus Aachen, von Hubertus Lemken, Benjamin Wirtz und Christian Kirsch auf die Beine gestellt, „trifft Energie auf Intelligenz“. Das Startup sieht sich als „Partner für intelligente Lösungen in der Energiewirtschaft“. „Wir verbinden tiefes Branchenwissen mit modernster Technologie und Künstlicher Intelligenz“, heißt es.

Twentyfour Industries
Twentyfour Industries aus München hat militärische Kleinstdrohnen im Angebot. „Twentyfour Industries designs, manufactures, and deploys drones for European and allied partners – cost-effectively, at scale, and with end-to-end operational support“, teilt das Team der Gründer Clemens Kürten, Erik Linden und Martin Eichenhofer mit. 

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

WELCOME TO STARTUPLAND


SAVE THE DATE: Bereits am 18. März findet unsere dritte STARTUPLAND statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über Startupland

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Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E



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