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Rugone Xever 7 Pro: Outdoor-Handy mit Nachtsicht-, Wärmebildkamera & Wechselakku


Die meisten Outdoor-Handys sind dick und schwer. Das Rugone Xever 7 Pro will das ändern – mit hellem OLED-Display, Wechselakku und Flir-Kamera.

Dieses Outdoor-Handy ist ungewohnt alltagstauglich: Dank eines vergleichsweise schlanken Gehäuses hat man hier nicht das Gefühl, einen Backstein spazieren zu führen. Robust ist es allemal. Das spannendste Feature ist aber neben der Wärmebild- und Nachtsichtkamera der wechselbare Akku. Der Hersteller liefert das Gerät mit einer Ladestation und gleich zwei Akkupacks. Die Kamera überrascht positiv – zumindest bei Tag.

Rugone dürfte nicht vielen ein Begriff sein – dabei handelt es sich um eine neue Marke des Herstellers Ulefone, die eine jüngere Zielgruppe ansprechen möchte. Auf der IFA 2025 feiert das robuste Smartphone seine Premiere. Was es in der Praxis bietet, zeigt unser Test.

Design

Das Rugone Xever 7 Pro bietet den typisch martialischen Look eines Rugged-Phones. Das Metallgehäuse ist rundum mit Gummi überzogen – auf der Rückseite befindet sich eine abnehmbare Metallplatte für den austauschbaren Akku, der mit einem Schieberegler arretiert wird.

Minimal ragt das mittig platzierte Kameramodul heraus. Rechts gibt es neben dem Powerbutton mit Fingerabdrucksensor eine zusätzliche Taste. Standardmäßig startet diese die Kamera, lässt sich in den Einstellungen aber frei belegen. Auf der gegenüberliegenden Seite sitzt ein weiterer programmierbarer Button – beide Tasten sind von einem leuchtenden Ring umrandet und so leicht zu finden.

Mit Abmessungen von 173,6 × 84,4 × 14,1 mm und einem Gewicht von 325 g ist das Rugone zwar deutlich größer, fast doppelt so dick und auch fast doppelt so schwer wie ein herkömmliches Smartphone. Für ein Outdoor-Handy ist es aber erstaunlich flach und filigran. Trotz der stattlichen Ausmaße passt es sogar in die Hosentasche – zumindest bei einer Herrenhose.

Gewohnt robust ist das Gerät allemal: Es bringt das übliche Zertifikat für die US-Militärnorm MIL-STD-810H mit und zeigt sich widerstandsfähig gegen Stürze, Erschütterungen und Temperaturunterschiede. Es ist ferner nach IP68 und IP69K staub- und wasserdicht gegen zeitweiliges Untertauchen (1,5 Meter Tiefe für 30 Minuten) und übersteht sogar einen Hochdruckreiniger. Dieser Schutz kann allerdings mit der Zeit nachlassen – eine Garantie gegen Wasserschäden bietet Ulefone hier nicht. Wir haben das Gerät im Büro mehrfach auf den Boden geworfen – es hat die Prozedur ohne Blessuren überstanden.

Display

Zu den größten Stärken des Geräts gehört das Display mit 6,67 Zoll. Hier kommt ein AMOLED-Panel zum Einsatz – noch immer nicht selbstverständlich bei einem Outdoor-Handy. Dieses löst messerscharf mit 2400 × 1080 Pixeln auf und bietet eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz, die wahlweise automatisch zwischen 60 und 120 Hz umschaltet. Das sorgt für geschmeidige Animationen.

Die Bildqualität ist ebenfalls exzellent: lebhafte Farben, klare Darstellung und stabile Blickwinkel. Die Kontraste sind sehr ausgeprägt und gut abgestimmt. Ferner gibt es ein Always-on-Display (AOD) zur Anzeige der Uhrzeit oder Benachrichtigungen. HDR10 ist ebenfalls an Bord, und dank Widevine-Level-1-Zertifikat lassen sich Inhalte bei Streamingdiensten wie Netflix in Full HD wiedergeben.

Die größte positive Überraschung ist aber die Helligkeit – erstaunlicherweise eine der typischen Schwachstellen dieser Geräteklasse. Das Rugone Xever 7 Pro ist auch bei Tageslicht und Sonnenschein im Test gut ablesbar. Im manuellen Modus erreicht die Anzeige rund 500 Nits, bei aktiver Automatik schnellt der Wert laut unseren Messungen auf knapp 1000 Nits hoch. Bei Bedarf sind laut Hersteller kurzzeitig sogar bis zu 2000 Nits möglich – so etwas hatten wir noch bei keinem Rugged-Phone.

Kamera

Das Rugone Xever 7 Pro setzt als Hauptkamera auf einen 50-Megapixel-Sensor (f/1.88) mit optischer Bildstabilisierung (OIS). Dazu gesellen sich eine Nachtsichtkamera mit Infrarotsensor und 64 Megapixel sowie eine Wärmebildkamera von Flir – ein Trio, das eher nach Spezialeinheit klingt als nach Smartphone. Weitwinkel- oder Makrolinsen fehlen, was angesichts des gebotenen Kamera-Arsenals zu verschmerzen ist. Die Frontkamera löst mit 32 Megapixeln auf.

Die Hauptkamera stammt von Samsung (Sensor: GN9) und ist eine positive Überraschung. Sie schießt erstaunlich gute Fotos bei Tag – zumindest für das, was wir von Outdoor-Handys bisher gewohnt waren. Aufnahmen sind dank OIS ziemlich scharf, bieten ausgeprägte Bilddetails, und die Farben kommen sehr natürlich herüber. Auch der Dynamikumfang stimmt – selbst bei den trüben Lichtverhältnissen des bayerischen Winters liefert das Xever 7 Pro gute Ergebnisse.

Lediglich die Zoom-Fähigkeiten sind etwas eingeschränkt. Bei zweifachem Zoom gelingen Bilder nahezu ohne Verluste, mehr als vierfach ist gar nicht möglich – und dann wird es sichtbar pixelig. Bei Nacht nehmen Bilddetails und insbesondere Schärfe trotz OIS stark ab: Aufnahmen wirken verschwommen und sind von deutlichem Bildrauschen geprägt.

Nachts schlägt dann ohnehin die Stunde der Infrarotkamera, die als Nachtsichtgerät dient. Sie liefert Aufnahmen in Schwarzweiß. Der Autofokus der Nachtsichtkamera arbeitet recht träge, doch wer Geduld mitbringt und die Hand ruhig hält, wird mit erstaunlich detaillierten und scharfen Aufnahmen belohnt – selbst in absoluter Dunkelheit.

Selfies sehen ordentlich aus und wirken in der Farbgebung natürlich. Bei der Schärfe ist allerdings noch etwas Luft nach oben. Auffällig: Einen Porträtmodus sucht man vergeblich. Es lassen sich lediglich einige Verschönerungseffekte aktivieren, etwa zum Glätten der Haut – eine Option zum Erzeugen eines Bokehs konnten wir jedoch nicht finden.

Die Wärmebildkamera stammt von Flir und macht Temperaturunterschiede durch farbliche Darstellung sichtbar. Bedient wird sie nicht über die Kamera-App, sondern über die My-Flir-App. Dort stehen verschiedene Farbpaletten zur Auswahl. Praktisches Plus: Flir blendet zusätzlich Konturen ein, was das Deuten der Wärmebilder deutlich erleichtert. Per Fadenkreuz lässt sich zudem die Temperatur einzelner Stellen im Bild anzeigen. Die Auflösung beträgt 160 × 120 Pixel, der Messbereich deckt −10 °C bis 450 °C ab – bei einer Empfindlichkeit von unter 50 mK, was ein mehr als ordentlicher Wert ist.

Videos lassen sich maximal in 2K-Auflösung bei 30 FPS aufnehmen, mit der Selfiekamera ist bei Full HD Schluss. Die Qualität ist eher mäßig: Farben wirken etwas ausgewaschen, und auch die Stabilisierung überzeugt nicht vollends. Immerhin lassen sich Videos auch mit der Nachtsicht- sowie der Wärmebildkamera aufnehmen.

Ausstattung

Etwas schwachbrüstig ist die Ausstattung beim SoC: Der MediaTek Dimensity 7025 liefert solide Leistung für alle gängigen Aufgaben des Alltags, ohne aber mit besonders hoher Performance zu glänzen. Beim Benchmark PCMark Work erreicht das Xever 7 Pro etwa 11.500 Punkte – ein solider Wert der unteren Mittelklasse.

Im Alltag läuft das Gerät damit recht geschmeidig und erledigt Aufgaben zügig. Die Grafikperformance ist schwach ausgeprägt: Den üblichen Benchmark Wild Life von 3DMark konnten wir gar nicht starten. Lediglich Sling Shot Extreme schaffte rund 2600 Punkte. Für Casual Games ist das ausreichend, für grafisch aufwendige Titel aber zu wenig.

Sehr umfassend ist dafür die Speicherausstattung: Ein interner Speicher nach UFS 3.1 mit 512 GB steckt im Handy, dazu kommen üppige 12 GB RAM. Eine Erweiterung per microSD-Karte ist ebenfalls möglich, falls das noch immer nicht reichen sollte.

Veraltet sind hingegen die Schnittstellen: Das Gerät unterstützt lediglich Wi-Fi 5 sowie Bluetooth 5.2. NFC und ein Infrarot-Port sind aber an Bord. Der Anschluss liefert mit USB-C 2.0 nur eine langsame Datenübertragung – aber selbst in der gehobenen Mittelklasse machen das andere Smartphones kaum besser. 5G ist immerhin vorhanden. Bei der Ortung zeigt sich das Rugone sehr präzise und nutzt dafür GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS. Laut GPS-Test erreichen wir Werte um einen Meter – das ist top.

Am oberen Rand des Geräts gibt es sogar einen 3,5-mm-Klinkeneingang für Kopfhörer mit Kabel. Ein UKW-Radio ist ebenfalls integriert, benötigt allerdings ein Kopfhörerkabel als Antenne. Dazu kommt eine leuchtstarke Taschenlampe. Beide zusätzlichen Tasten sind programmierbar und können jeweils bis zu drei Funktionen erfüllen – für kurzes, doppeltes und langes Drücken.

Software

Das Rugone Xever 7 Pro läuft mit Android 15. Die Bedienoberfläche nennt der Hersteller Rugone OS – diese erinnert stark an Stock-Android. Von Haus aus gibt es keinen App-Drawer, diesen kann man aber über die Einstellungen hinzufügen, die man durch längeres Drücken des Screens aufruft – dort findet sich die Option unter dem Punkt „Desktop-Modus“.

Mit Bloatware hält sich der Hersteller erfreulich zurück, abgesehen von einigen Tools. Dafür gibt es erweiterte Einstellungsoptionen, etwa für einen Kindermodus, zur Optimierung der Laufzeit oder zur Programmierung der zusätzlichen Knöpfe.

Software-Updates soll es laut Aussagen des Herstellers auf der IFA für rund drei Jahre geben – offiziell bestätigt ist das bisher aber nicht. Der Sicherheitspatch stammt zum Testzeitpunkt Ende Februar noch aus Dezember 2024 und könnte langsam ein Update vertragen. Wir gehen hier nicht von allzu regelmäßigen Updates aus – leider.

Akku

Verglichen mit anderen Outdoor-Handys bietet das Rugone Xever 7 Pro einen nahezu winzigen Akku mit 5500 mAh. Allerdings ist dieser herausnehmbar – der Hersteller legt gleich einen zweiten Akku bei. Ein praktisches und seltenes Feature, das wir bislang nur von Samsung kannten. Im Gerät ist ein kleiner Akku zum Überbrücken des Wechselvorgangs eingebaut, der etwa drei Minuten durchhält.

Mit einem Akku sollte das Rugone Xever 7 Pro gut über den Tag kommen – beim Battery Test von PCMark erreichten wir einen Wert von etwa 12,5 Stunden. Das entspricht dem Schnitt der meisten von uns getesteten Geräte, ist aber deutlich kürzer als bei den grobschlächtigen Outdoor-Smartphones.

Ein Ladegerät sowie eine Ladeschale liegen bei – darin befindet sich der zweite Akku. Die Schale liefert allerdings nur 18 W über die Pogo-Pins, kann aber auch den zweiten Akku laden – damit dauert der Ladevorgang fast vier Stunden. Direkt per Netzteil sind es immerhin 33 W, damit benötigt eine vollständige Ladung mehr als zwei Stunden. Kabelloses Laden gibt es nicht.

Preis

Ein Schnäppchen ist das Rugone Xever 7 Pro bei alledem nicht. Die UVP beträgt sehr stolze 700 Euro. Derzeit bekommt man das Gerät über Alza für knapp 620 Euro – immer noch viel Geld für das Gebotene. Andere Farbvarianten gibt es hierzulande nicht, auch wenn auf der Webseite des Herstellers Modelle mit anderen Rückseiten zu sehen sind – etwa im Wintercamouflage-Look.

Etwas günstiger ist das Rugone Xever 7. Dieses verzichtet auf die Wärmebildkamera von Flir und nutzt dafür eine Weitwinkellinse – mit 509 Euro ist es etwas günstiger und ansonsten weitgehend identisch.

Fazit

Das Rugone Xever 7 Pro ist eine positive Überraschung aus dem Hause Ulefone. Dank des schlanken Gehäuses ist das robuste Mobilgerät ungewohnt alltagstauglich. Das OLED-Display gehört zum Besten, was wir je bei einem Rugged-Phone gesehen haben. Die Kamera liefert bei Tag ebenfalls ab, und Nachtsicht- wie Wärmebildkamera sind spannende und gelungene Extras.

Etwas kurz fällt im Vergleich die Akkulaufzeit aus – dank des Schnellwechselsystems und des zweiten Akkus lässt sich die Laufzeit aber bequem verlängern, ohne dass das Gerät zu klobig wird. Bei Fotos unter schwachen Lichtverhältnissen und bei Videos schwächelt das Gerät etwas, die Performance ist zudem eher mittelmäßig. Auch mit einem langfristigen und regelmäßigen Software-Support ist wie üblich in dieser Geräteklasse nicht zu rechnen. Dennoch ist das Rugone Xever 7 Pro für uns aktuell eine der stärksten Empfehlungen unter den Outdoor-Handys.



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Last Call zur Mastering Observability: OpenTelemetry, KI und Agenten-Systeme


Die Mastering Observability steht 2026 unter dem Leitgedanken, den Fokus von massenhafter Datenerhebung auf zielgerichtete Erkenntnisgewinnung zu verschieben. Statt in Terabytes an Logs, Metriken und Traces zu versinken, sollen Ops- und Entwicklungsteams lernen, proaktives Reliability Engineering zu betreiben. Das Programm gliedert sich in zwei Schwerpunkte: zum einen Observability für KI- und agentenbasierte Systeme, zum anderen Übergang von reaktiven zu vorausschauenden Operations für mehr Resilienz, Sicherheit, Compliance und Kostenkontrolle.

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Den Auftakt gestalten Severin Neumann (Causely) und Juraci Paixao Kroehling (OllyGarden) mit einem gemeinsamen Vortrag darüber, wie sich der Schwerpunkt von der reinen Datensammlung hin zu gezieltem Verstehen verschieben lässt. Der Titel „Weniger Sammeln, mehr Verstehen – hin zu proaktivem Reliability Engineering“ gibt die Stoßrichtung vor.


Mario-Leander Reimer

Mario-Leander Reimer

Mario-Leander Reimer

Anschließend widmet sich Mario-Leander Reimer von QAware dem Thema „Agentic Observability“. Sein Vortrag zeigt auf, wie sich Observability-Konzepte mithilfe von OpenTelemetry auf Multi-Agenten-Architekturen übertragen lassen – ein Feld, das angesichts des wachsenden Einsatzes autonomer KI-Agenten in der Softwareentwicklung zunehmend an Relevanz gewinnt.

Kroehling betritt die virtuelle Bühne ein zweites Mal und nimmt sich in „The Hidden Cost of Bad Telemetry“ die versteckten Kosten mangelhafter Telemetriedaten vor. Der Talk soll praxisnah vermitteln, wie sich fehlerhafte oder überflüssige Daten identifizieren und beseitigen lassen, bevor sie die gesamte Observability-Strategie untergraben.

Nach der Mittagspause richtet sich Kasper Borg Nissen von Dash0 an Plattform-Teams. Sein Vortrag „OpenTelemetry for Platform Engineers“ behandelt den Aufbau von Self-Service-Observability als Plattform-Dienst. Severin Neumann kehrt danach mit „AI für SRE richtig einsetzen: Von klassischer Automation bis LLMs“ zurück und geht der Frage nach, welche Rolle KI-Werkzeuge – von regelbasierter Automatisierung bis hin zu großen Sprachmodellen – im Site Reliability Engineering spielen können.

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Kasper Borg Nissen

Kasper Borg Nissen

Kasper Borg Nissen

Den Abschluss des Vortragsteils übernimmt Sophia Solomon von Elastic. In „From Diagnosis to Action: Building AI Agents That Fix Problems“ demonstriert sie, wie sich KI-Agenten konstruieren lassen, die nicht nur Probleme diagnostizieren, sondern eigenständig Gegenmaßnahmen einleiten. Danach folgt ein Panel unter dem Titel „Observability in the age of AI delivery speed – are machines outpacing humans?“, moderiert von Bastian Spanneberg.

Das Ticket für die Mastering Observability kostet 299 Euro (alle Preise zzgl. MwSt.). Gruppen ab drei Personen erhalten im Ticketshop automatisch mindestens 10 Prozent Rabatt.

Die Online-Konferenz richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler, Ops-Fachleute, DevOps- und Plattform-Teams. Wer über den Fortgang der Mastering Observability auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich auf der Website für den Newsletter registrieren oder den Veranstaltern auf LinkedIn (iX; dpunkt) folgen – der aktuelle Hashtag lautet #masteringobs.


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Dienstag: US-Behörde beendet Tesla-Untersuchung, Treibstoffaufschlag bei Amazon


Aufatmen für US-Elektroautobauer Tesla. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat ihre Untersuchung zu Teslas Fernsteuerungsfunktion beendet. Der Grund: zu wenige schwere Unfälle und Software-Aktualisierungen. Untersuchungen zu Teslas Full Self-Driving-System aber laufen weiter. Amazon erhebt aufgrund gestiegener Treibstoffpreise bald vorübergehende Zuschläge auf seine Fulfillment-Gebühren für Händler. In Europa steigen diese aber weniger stark als in Nordamerika. Und ein Gericht in Rom erklärt die Preiserhöhungsklauseln von Netflix Italia seit 2017 für ungültig und ordnet Rückerstattungen an – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Die „Full Self-Driving“-Software des US-Elektroautokonzerns Tesla ist bereits seit Längerem im Visier der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Die Behörde hat Bedenken wegen Unfällen, eingeschränkter Sicht und der Frage, ob die FSD-Systeme von Tesla die Fahrer unter realen Bedingungen ausreichend warnen. Derzeit laufen diverse Untersuchungen. Eine andere Überprüfung hat die NHTSA hingegen nun beendet. Nach Software-Updates stellte die Verkehrsaufsicht ihre Untersuchung zu Teslas Fernsteuerungsfunktion jetzt ein. Wegen der ist es zwar immer wieder zu Vorfällen gekommen, aber eben zu keinen schweren. Teslas Fernsteuerungsfunktion: US-Aufsichtsbehörde stellt Untersuchung ein

Wegen des Iran-Krieges sind die Öl- und Gasexporte aus der Golfregion weitgehend unterbrochen. Die Folge: Das geringere Angebot am Weltmarkt lässt die Treibstoffpreise weltweit steigen – auch in Regionen, die von der Lieferunterbrechung nicht betroffen sind. Die höheren Kosten wirken sich wiederum auf die gesamte Wirtschaft aus. Da bildet auch die Logistikbranche keine Ausnahme. US-Online-Händler Amazon erhebt nun vorübergehende Zuschläge auf seine Fulfillment-Gebühren für Händler. Wer in Europa über Amazon verkauft und zustellen lässt, muss also bald einen Treibstoffaufschlag zahlen. Treibstoffpreise: Amazon Fulfillment-Gebühren steigen in Europa nur geringfügig

Gerade erst hat Netflix in seinem wichtigsten Verbrauchermarkt, den USA, erneut die Abopreise erhöht – zum zweiten Mal seit Anfang 2025. In Deutschland liegt die letzte Preiserhöhung von Netflix zwei Jahre zurück. Im Vergleich zu den Vereinigten Staaten sind die Preise in Deutschland noch verhältnismäßig günstig. Wann die nächste Preiserhöhung kommt, ist unklar. In Italien dagegen dürften die Abopreise für viele Verbraucher sinken. Denn ein Gericht in Rom hat die Preiserhöhungsklauseln von Netflix seit 2017 für ungültig erklärt. Abonnenten haben Anspruch auf eine Reduzierung des aktuellen Abopreises, die Rückerstattung zu Unrecht gezahlter Beträge und Schadensersatz. Das Unternehmen kündigte Berufung an. Netflix Italia: Gericht erklärt Preiserhöhungen für ungültig

Seit Monaten bekämpft Russland verstärkt westliche Messengerdienste wie WhatsApp oder Signal. Im Februar wurde beispielsweise WhatsApp technisch blockiert. Die Regierung in Moskau möchte, dass Nutzer den staatlichen Messenger „MAX“ verwenden, der zu einer Art „Everything-App“ nach dem Vorbild des chinesischen WeChat ausgebaut werden soll. WhatsApp bezeichnete Max als „staatliche Überwachungs-App“. Um staatlich verbotene Messenger wie WhatsApp oder Telegram in Russland noch nutzen zu können, sind VPNs nötig. Doch auch die sind nun ins Visier Moskaus geraten. Zuletzt setzten die russischen Behörden neue Mechanismen ein, um die Nutzung von VPNs zu erschweren. Daraufhin kam es zu einem großflächigen Ausfall digitaler Zahlungsmöglichkeiten im Land. Russland sperrt Messenger und VPNs – und seine Banken gleich mit

Den gehypten KI-Assistenten OpenClaw mit einem Claude-Abo zu nutzen, war eigentlich nie vorgesehen. Bei der Konfiguration von OpenClaw gab es allerdings einen Weg, seine Token aus dem Claude-Abo dennoch für den KI-Assistenten zu nutzen. Damit ist nun Schluss. Claude-Entwickler Anthropic schiebt OpenClaw den Riegel vor – zumindest bei Kunden seiner Claude-Abomodelle. Der Zugang für Tools von Drittanbietern ist ab jetzt gesperrt. Die Änderung dürfte vor allem private Nutzer treffen, die ihren Eigenbedarf mit einem Claude-Abo decken. Anthropic wirft OpenClaw aus seinen Claude-Abos

Auch noch wichtig:

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(akn)



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Netflix Italia: Gericht erklärt Preiserhöhungen für ungültig


Die Preiserhöhungen, die Netflix seinen italienischen Abonnenten sieben Jahre lang auferlegt hat, sind rechtswidrig. Das entschied ein Gericht in Rom und verpflichtete den italienischen Ableger des US-Streamingkonzerns zur Rückerstattung zu Unrecht gezahlter Beträge. Geklagt hatte die italienische Verbraucherorganisation Movimento Consumatori (MC).

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Das Gericht in Rom gab der Klage von MC gegen Netflix Italia statt und erklärte die Vertragsklauseln, die Preiserhöhungen von 2017 bis 2024 ermöglichten, für unlauter und somit ungültig. Die Klauseln verstießen gegen das italienische Verbraucherschutzgesetz, indem sie Änderungen ohne Angabe eines triftigen Grundes im Vertrag erlaubten, so die Verbraucherschützer in einer Erklärung zum Gerichtsurteil. Damit seien die einseitigen Abonnementpreiserhöhungen von Netflix in den Jahren 2017, 2019, 2021 und November 2024 rechtswidrig, so das Gericht, mit Ausnahme der Erhöhungen für Verträge, die nach Januar 2024 abgeschlossen wurden.

Laut dem Urteil hat jeder Abonnent Anspruch auf eine Reduzierung des aktuellen Abonnementpreises, die Rückerstattung zu Unrecht gezahlter Beträge und gegebenenfalls Schadensersatz. Auch Verbraucher, die ihr Abonnement im Laufe der Zeit gekündigt haben, haben ein Recht auf Rückerstattung.

Laut MC betrifft die Gerichtsentscheidung Millionen von Verbrauchern. Schätzungen zufolge ist die Zahl der Netflix-Abonnenten in Italien von 1,9 Millionen im Jahr 2019 auf rund 5,4 Millionen im Oktober vergangenen Jahres gestiegen. „Für das Premium-Abo belaufen sich die unrechtmäßigen Preiserhöhungen aus den Jahren 2017, 2019, 2021 und 2024 derzeit auf insgesamt 8 Euro pro Monat, für das Standard-Abo auf insgesamt 4 Euro pro Monat“, erklärten die Anwälte von MC. „Ein Premium-Kunde, der Netflix seit 2017 ununterbrochen bezahlt hat, hat Anspruch auf eine Rückerstattung von rund 500 Euro, ein Standard-Kunde auf rund 250 Euro.“

Das Urteil verpflichtet Netflix außerdem, die Preise seiner bestehenden Abonnements um die Höhe der unrechtmäßigen Erhöhungen zu senken. „Wenn Netflix die Preise nicht umgehend senkt und die Kunden entschädigt, werden wir eine Sammelklage einreichen, um sicherzustellen, dass alle Nutzer die zu Unrecht gezahlten Beträge zurückerhalten“, erklärte Alessandro Mostaccio, Präsident von Movimento Consumatori.

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Netflix kündigte in einer Stellungnahme an, gegen die Entscheidung des Gerichts Berufung einzulegen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. „Wir nehmen Verbraucherrechte sehr ernst und sind überzeugt, dass unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen stets mit italienischem Recht und der gängigen Praxis vereinbar waren“, so das Unternehmen.

Gerade erst hat Netflix in seinem wichtigsten Markt USA erneut die Abopreise erhöht – zum zweiten Mal seit Anfang 2025. In Deutschland liegt die letzte Preiserhöhung von Netflix zwei Jahre zurück. Das Standard-Abo mit Werbung kostet 5 Euro, ohne Werbung 14 Euro pro Monat. Für das Premium-Abo werden monatlich 20 Euro fällig; Zusatzmitglieder kosten je nach Basisabo 4 oder 5 Euro pro Monat. Im Vergleich zu den Vereinigten Staaten sind die Preise in Deutschland noch verhältnismäßig günstig. Offen ist, ob und wann Netflix seine Preise in Deutschland und Europa weiter erhöht.


(akn)



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