Künstliche Intelligenz
Schadsoftware eliminieren: Mit freien Werkzeugen auf Malwarepirsch
Wer bei einem Verdacht auf einem einzelnen Rechner schnell prüfen will, ob sich dort Schadsoftware eingenistet hat, kann dafür verschiedene kostenlose und Open-Source-Tools nutzen. Werkzeuge wie THOR Lite, YARA und ClamAV spüren verdächtige Dateien auf und PersistenceSniper und trawler decken Persistenzmechanismen auf. Ergänzt durch bewährte Tools wie Autoruns, Sigcheck und DensityScout entsteht eine schlagkräftige Sammlung für den Incident-Check. Der Artikel stellt die Werkzeuge im Detail vor, erklärt ihre Ausgaben und zeigt, wie man Malwarefunde bewertet. Um die Werkzeuge greifbar zu machen, greift er auf Beispiele mit der Schadsoftware brbbot.exe zurück, die der zweite Teil der iX-Reihe zum Reverse Engineering analysiert hat.
- Für die Suche nach Malware auf einzelnen Systemen stehen zahlreiche kostenlose und Open-Source-Tools zur Verfügung.
- Mit THOR Lite, YARA, ClamAV, Sigcheck und DensityScout lassen sich verdächtige Dateien erkennen, während PersistenceSniper, trawler und Autoruns den Fokus auf Persistenzmechanismen legen.
- Die Kombination aller Tools ermöglicht ein vollständigeres Bild des Systems und erleichtert die zuverlässige Erkennung von Schadsoftware.
Mit THOR Lite verdächtige Dateien und Prozesse erkennen
Der Scanner THOR Lite eignet sich für einen schnellen Rundumcheck verdächtiger Dateien und Spuren. Es handelt sich um einen Indicators-of-Compromise-Scanner (IOC), der Schadsoftware, Angreifertools und auffällige Aktivitäten auf kompromittierten Systemen erkennt. THOR Lite ist die kostenlose Variante des kommerziellen Produkts von Nextron Systems und erfordert lediglich eine kostenfreie Lizenz, die nach der Eingabe von Kontaktdaten über die Webseite erhältlich ist. Das Tool läuft auf Windows, Linux und macOS, benötigt keine Installation und bringt ein Open-Source-Datenset von rund 4.000 YARA-Regeln mit, darunter solche, die Webshells, Hacktools, bösartige Skripte und Dateien erkennen. Zusätzlich analysiert THOR Lite laufende Prozesse und Netzwerkverbindungen.
Scans lassen sich in unterschiedlichen Modi starten: default, quick, soft oder intense. Für einen besonders gründlichen Scan auf einem Windows-System nutzt man den folgenden Befehl:
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Schadsoftware eliminieren: Mit freien Werkzeugen auf Malwarepirsch“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.
Künstliche Intelligenz
Copilot: Microsofts KI-Assistent soll direkten Zugriff auf Dokumente erhalten
Microsofts KI-Assistent Copilot soll Word-Dokumente künftig direkt bearbeiten können. Das kündigte der US-Konzern an. Dem Unternehmen zufolge bleiben alle von Copilot in Word getätigten Änderungen nachvollziehbar und reversibel.
Weiterlesen nach der Anzeige
Der neue Funktionsumfang des KI-Assistenten soll ab März für die Desktop-, Mac- und Web-Anwendungen von Microsofts Textverarbeitungsprogramm verteilt werden. Nutzer sollen die neue Funktion bei Bedarf vollständig deaktivieren können.
Bislang ist Copilot in Microsoft 365-Anwendungen nur für Benutzer mit einem Geschäfts-, Schul- oder Unikonto und zugehörigem Business-Abonnement verfügbar. Das Chatfenster des KI-Chatbots lässt sich derzeit über das Menüband von Word, Excel, PowerPoint, Outlook oder anderen Microsoft 365-Anwendungen öffnen. Bislang kann Copilot geöffnete Dokumente allerdings nur lesen und sie nicht direkt editieren. Das soll sich nun ändern.
Mehraufwand in Aussicht?
Der geplante erweiterte Dokumentenzugriff von Copilot könnte in Zukunft Probleme mit sich bringen. Schon jetzt sind Strukturen und Layouts von Text-, Tabellen- oder Präsentationsdokumenten fragil. Mit dem geplanten direkten Zugriff von Copilot auf Dokumente der 365-Anwendungen kommt eine weitere Instanz hinzu, die gezähmt werden will.
So müssen Nutzer künftig mutmaßlich zusätzliche Zeit damit verbringen, die von Copilot vorgenommenen Änderungen zu überprüfen und unbeabsichtigte Modifikationen zu korrigieren. Sind Bearbeitungen von Copilot häufig fehlerhaft, untergräbt das zudem das Vertrauen der Nutzer in KI-Funktionen.
(rah)
Künstliche Intelligenz
Linien, Licht und leise Töne: Die Bilder der Woche 9
Sieben Tage, sieben sehr unterschiedliche Motive – verbunden durch ein feines Gespür für Linie, Licht und Reduktion. Unsere Auswahl zeigt, welche Wirkung Bilder entfalten können, wenn Gestaltung und Technik bewusst zusammenspielen. Klare Kontraste, gezielte Schärfe und eine ruhige Bildaufteilung lenken den Blick und geben den Motiven Raum.
Weiterlesen nach der Anzeige
Auffällig ist der Mut zur Vereinfachung. Viel Leerraum, starke Hell-Dunkel-Gegensätze und wiederkehrende Formen prägen gleich mehrere Aufnahmen. Architektur wird zur Geometrie, Spuren im Schnee zu grafischen Zeichen und ein Alltagsobjekt zum Studienobjekt. Dazu kommen feine Naturbeobachtungen und ein Hauch von Humor. So entsteht eine Bildstrecke, die technische Präzision und erzählerische Leichtigkeit klug verbindet.
Ich gehe in den Birkenwald, denn meine Pillen… von Otto Hitzegrad

Ich gehe in den Birkenwald, denn meine Pillen
(Bild: Otto Hitzegrad)
Ein Birkenwald im Winter. Die schmalen, hellen Stämme stehen dicht nebeneinander. Schnee liegt auf dem Boden und verleiht dem Bild Ruhe. Die Schwarz-Weiß-Umsetzung betont die starken Kontraste zwischen der weißen Rinde und den dunklen Zwischenräumen. Die senkrechten Linien verleihen dem Foto einen klaren Rhythmus. Stamm für Stamm entsteht so ein grafisches Muster.
Galeriefotograf Otto Hitzegrad hat uns zu seinem Bild geschrieben: „’Ich gehe in den Birkenwald, denn meine Pillen wirken bald‘ (frei nach Martin Kippenberger). Na gut, man kann denken, was man will, ich fand das passend. Den Birkenweg hatte ich schon lange im Visier, als aber Neuschnee fiel, habe ich mich frühmorgens sofort auf mein Fahrrad geschwungen, damit ich diese kleine Birkenallee menschenfrei hatte! Obwohl ich ungern hochkant fotografiere, war das hier ein Muss.“
secret eye 1 von anbeco4macro

secret eye 1
(Bild: anbeco4macro)
Eine Siamkatze schaut durch eine Glastür, in der sich ihr Gesicht spiegelt und somit doppelt. Ihre blauen Augen leuchten intensiv und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Durch die Spiegelung entstehen zwei Ebenen, die durch die Linien der Glastür voneinander getrennt werden.
Weiterlesen nach der Anzeige
Fotografin Anne Bender berichtet über ihr Bild: „Die Spiegelung der Siamkatze in der Glastür eines Geschäfts fiel mir direkt auf. Der Titel ‚secret eye‘ ergab sich dann bei genauerer Betrachtung des Fotos am Rechner. Die Bearbeitung beschränkte sich auf leichte Farbanpassungen (Hervorhebung der Augen), das Entrauschen und das Zuschneiden des Bildes, sodass die Türfuge genau ins Zentrum des Bildes rückte.“

footprints I
(Bild: lgfokus)
Fußabdrücke ziehen sich durch eine schneebedeckte Fläche. Die minimalistische Komposition lebt von dem vielen Leerraum. Die Spur verläuft leicht diagonal durchs Bild und gibt die Richtung vor. Durch die reduzierte Gestaltung wird der Blick ganz auf Formen und Kontraste gelenkt, wodurch die Aufnahme fast grafisch wirkt. Trotz der Stille ist Bewegung zu spüren. Das Bild zeigt anschaulich, wie stark ein Motiv wirken kann, wenn es konsequent reduziert wird.
Glühbirne von lichtbild

Glühbirne
(Bild: lichtbild)
Eine zerbrochene Glühbirne füllt das Bild. Risse durchziehen das Glas und legen das Innenleben frei. Die eigentlich runde Form der Glühbirne kontrastiert mit den harten, unregelmäßigen Linien der Glassplitter. Klare Kontraste heben das Objekt vom Hintergrund ab und lenken den Blick auf seine Details. Das Experiment zeigt: Selbst ein kaputtes Alltagsobjekt kann eine starke Bildwirkung entfalten.
Abbey Road von Martin Ruopp

Abbey road
(Bild: Martin Ruopp)
Zwei Pinguine marschieren nebeneinander über den Beton am Meer. Im Hintergrund funkelt das Wasser und auf den Felsen dösen Artgenossen. Der Auftritt wirkt wie ein tierisches Cover-Remake – nur ohne Zebrastreifen. Der Moment sitzt und der Gleichschritt verleiht der Szene Witz und Rhythmus.
Oktagon von Karsten Gieselmann

Oktagon
(Bild: Karsten Gieselmann)
Ein Blick nach oben, in ein Treppenhaus. Die Kamera blickt exakt ins Zentrum des oktogonalen Lichthofs. Acht Kanten formen ein klares Muster. Stufe um Stufe zieht sich das Geländer nach oben und rahmt die Öffnung wie ein grafisches Element ein. Eine strenge Symmetrie bestimmt das Bild. Die Wiederholung der Formen erzeugt Rhythmus und Ruhe zugleich. Das Foto zeigt eindrucksvoll, wie aus Architektur reine Geometrie wird. Das Treppenhaus wirkt nicht mehr funktional, sondern wie eine abstrakte Komposition.
Berge im Herbst von Texas Longhorn

Berge im Herbst
(Bild: Texas Longhorn)
Sanfte Bergketten ziehen sich in der Ferne durch die Landschaft. Darüber spannt sich ein Himmel mit Wolken. Die Wiesen leuchten in warmen Farben, während die dunkleren Wälder Kontraste setzen. Der Blick wandert vom farbigen Vordergrund hinauf zu den Gipfeln im Hintergrund. Weiches Licht modelliert die Formen und betont die Strukturen der Natur. So entsteht eine Berglandschaft, die Stille und Weite ausstrahlt und die ganze Farbvielfalt des Herbstes in den Bergen zeigt.
(vat)
Künstliche Intelligenz
Keypad 2 NFC: „Ab Start“ mit HomeKey von Apple – Aliro sei Dank
Nukis gerade vorgestellte Aliro-Erweiterung für die Smart Locks des österreichischen Anbieters soll zum Verkaufsstart mit den Standards HomeKey (Apple) sowie Digital Home Key (Samsung) kompatibel sein. Das teilte die Firma gegenüber Mac & i mit. „Apple HomeKey und Samsung Digital Home Key unterstützen ab Start Aliro 1.0 und werden somit auch funktionieren“, so das Unternehmen. Aliro, ein Smart-Lock-Standard der Zertifizierungsorganisation Connectivity Standards Alliance (CSA), wurde in dieser Woche offiziell in der ersten Finalversion verabschiedet. Unklar blieb zunächst, ob Apple, Samsung und auch Google Updates für ihre Software liefern müssen, damit Aliro 1.0 unterstützt wird.
Weiterlesen nach der Anzeige
Ein Standard für Apple, Samsung und Google
Mit Apple HomeKey und Samsung Digital Home Key ist es möglich, Schlösser per NFC zu öffnen. Dazu muss man nur sein Smartphone oder seine Computeruhr an ein NFC-fähiges Keypad halten. Bislang klappte das jeweils nur mit passender Hardware, so bietet etwa der chineische Anbieter Aqara mit dem U200 eines der ersten Schlösser nur für Home Key an. Aliro vereinheitlicht die Schnittstelle nun erstmals, orientiert sich dabei an anderen Smart-Home-Standards wie Matter.
Nukis Keypad 2 NFC ist eine neue Version des bestehenden, Bluetooth-basierten Keypads für die smarten Schlösser des Herstellers. Es lässt sich für bestehende Locks des Herstellers ab der 2. Generation nachrüsten. Bislang wird nur per Fingerabdruck oder PIN-Code entsperrt, mit der NFC-Variante kommt nun Aliro via NFC hinzu. Verkaufsstart ist ab dem 24. März, einen Preis hat Nuki noch nicht genannt. Das Gerät ist bislang das erste seiner Art auf dem europäischen Markt.
Ultra-Wideband fehlt noch, Nuki überlegt aber
Zum Einsatz von Aliro muss ein Matter-Hub im Netzwerk vorhanden sein, gab Nuki weiter an. Bei Apple wäre das dann ein HomePod 2, HomePod mini oder Apple TV 4K. Auf der IFA hatte Nuki das System mit einem SmartThings-Hub demonstriert. Interessant: Neben HomeKey und Digital Home Key soll man auch die Nuki-App zum Entsperren per NFC nutzen können – via neuer „Tap to Open“-Funktion.
Das Keypad 2 NFC wird laut Nuki Ultra-Wideband (UWB) nicht unterstützen, obwohl das die HomeKey-only Konkurrenz von Aqara (noch nicht in Europa erhältlich) mittlerweile kann. Die Auto-Unlock-Funktion ist darüber deutlich genauer und sicherer möglich als mittels Bluetooth Low Energy (BLE). UWB sei eine „wegweisende Technologie“ so Nuki, „für ein noch präziseres Hands-free-Erlebnis“, die man für europäische Türsysteme anpassen will. Das Unternehmen möchte aber noch keine Roadmap verraten, wann es so weit ist. Das heißt wohl: Wer HomeKey oder Digital Home Key mit Nuki einsetzen will, muss später eine weitere Keypad-Variante erwerben, wenn er auch noch UWB haben möchte.
Weiterlesen nach der Anzeige
(bsc)
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Social Mediavor 2 WochenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Datenschutz & Sicherheitvor 3 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Künstliche Intelligenzvor 1 Woche
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenGame Over: JetBrains beendet Fleet und startet mit KI‑Plattform neu
-
Social Mediavor 2 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenDigital Health: „Den meisten ist nicht klar, wie existenziell IT‑Sicherheit ist“
