Künstliche Intelligenz
Schweizer Gesundheitsdaten: Eidgenossen gegen US-Cloud-Dominanz
Zum Polit-Krimi entwickelt sich ein Großauftrag für die IT-Branche in der Schweiz. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) treibt mit dem Projekt „Swiss Health Data Space“ (SwissHDS) die digitale Entwicklung des Gesundheitswesens voran. Ziel ist ein vernetzter Datenraum für den Austausch von Patientendaten zwischen Ärzten und Spitälern. Es geht um ein zweistelliges Millionenbudget – und eine Grundsatzentscheidung für digitale Souveränität.
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Die Brisanz liegt laut NZZ im Anforderungskatalog : Die Infrastruktur müsse ausschließlich Schweizer Recht unterliegen und dürfe keine Abhängigkeit von äußeren Jurisdiktionen aufweisen. Explizit nennt das BAG demnach den US Cloud Act. Damit stünden US-Konzerne wie Microsoft, Google oder AWS faktisch vor verschlossenen Türen. Da diese Konzerne – unabhängig vom Serverstandort – US-Behörden Zugriff gewähren müssen, könnten sie die Schweizer Bedingungen kaum erfüllen.
Intern ist die Sprache beim BAG noch deutlicher. Die NZZ zitiert aus E-Mails, wonach vor allem Abhängigkeit von Staaten als riskant gilt, die im Ernstfall „den Stecker ziehen könnten“. Das Vertrauen der Bevölkerung hänge maßgeblich daran, dass der Staat den Schutz hochsensibler Gesundheitsdaten vor fremdem Zugriff garantieren könne. Das deckt sich mit Resolutionen von Datenschützern, die öffentliche Verwaltungen in der Pflicht sehen.
Der WTO-Konflikt und die Diplomatie
Der Vorstoß zu SwissHDS bringt Bern in eine missliche Lage. Das für Beschaffungen zuständige Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) rudert bereits vorsichtig zurück und bezeichnet die Formulierungen als „ungeschickt“. Grund: Die Schweiz ist an WTO-Regeln gebunden, die Gleichbehandlung aller Bieter vorschreiben. Ein pauschaler Ausschluss von US-Firmen könnte als völkerrechtswidriger Protektionismus gewertet werden. Das Thema gleicht einem diplomatischen Minenfeld, da die Schweiz über Handelsabkommen mit der Trump-Regierung verhandelt.
Befürworter der Initiative sehen digitale Souveränität als zwingende technische Sicherheitsanforderung. Marc Wilczek, CEO des deutschen Anbieters Plusserver, lobt das wachsende Souveränitätsbewusstsein. Der Schutz kritischer Daten sei kein optionales Extra mehr. Kritiker warnen indes vor einer „ideologischen Abschottung“. Der Verzicht auf US-Technik könnte IT-Projekte verteuern und Innovation bremsen. Generell ist die Schweiz eng mit dem US-Tech-Sektor verwoben: Google betreibt in Zürich seinen größten Entwicklungsstandort außerhalb der USA.
Ob die strikten Vorgaben bis zur finalen Ausschreibung Bestand haben, ist eine Nagelprobe für die politische Standhaftigkeit der Eidgenossen gegenüber Washington.
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(nie)
Künstliche Intelligenz
KI-Kamera von Flox Intelligence soll Wildtiere von Bahnstrecken vertreiben
Mit Künstlicher Intelligenz (KI) gegen Wildtierunfälle: Ein KI-basiertes Erkennungssystem soll Wildtiere frühzeitig erkennen und von der Bahnstrecke vertreiben helfen. Davon sollen Bahnverkehr und Natur profitieren.
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Ende 2024 haben Flox Intelligence und der französische Schienenfahrzeugbauhersteller Alstom einen Feldtest begonnen, bei dem die KI verschiedene Tierarten bei den Schienen erkennen soll. Im April hat die zweite Phase des Feldtests begonnen, in der zusätzlich zur Videoerkennung akustische Abschreckung zum Einsatz kommt, wie die beiden Unternehmen mitgeteilt haben. Die Tests werden auf mehreren Strecken der schwedischen Eisenbahngesellschaft Tåg i Bergslagen durchgeführt.
Das System stammt von dem schwedischen Unternehmen Flox Intelligence. Es hat eine Kamera entwickelt, die mit KI Wildtiere erkennt. Die Kameras werden entlang der Bahnstrecke aufgestellt und sollen die Tiere mit akustischen Signalen verscheuchen, wenn diese sich den Schienen nähern.
Das System lernt
Das System erkennt viele verschiedene Tierarten, Vögel ebenso wie Elche, Rehe, Füchse oder Wildschweine. Es kategorisiert jede Erkennung und soll so seine Fähigkeiten ständig verbessern.

(Bild: Flox Intelligence)
Besonders gut erkennt die KI Nutztiere und Vögel wie Krähen und Tauben. Elche und Rehe hingegen erforderten einen größeren Trainingsaufwand, um den gleichen Grad an Genauigkeit zu erreichen. „Unsere Feldtests zeigen, dass KI das Potenzial hat, Tiere mit hoher Präzision zu identifizieren“, sagte Flox-Intelligence-Chefin Sara Nozkova.
In Schweden kommt es demnach jedes Jahr zu rund etwa 5.000 Zusammenstößen mit Tieren. Diese schaden der Natur ebenso wie dem Verkehr: Tiere werden verletzt oder sterben, es kommt zu Verspätungen im Bahnverkehr, Züge werden beschädigt und müssen repariert werden. Zudem haben solche Unfälle auch emotionale Auswirkungen auf die Zugführer.
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„Wir waren positiv überrascht, wie viele Tiere wir von einem einzigen Zug aus beobachten konnten, auf Abschnitten mit vielen Kollisionen“, sagte Maria Signal Martebo, Geschäftsführerin von Alstom Schweden. „Die bisherigen Tests haben uns ein besseres Verständnis dafür vermittelt, welche Arten sich in Gleisnähe bewegen, wie wirksam die bestehenden Wildschutzzäune sind und wie die Technik sowohl zu sichererem Verkehr als auch zu neuen Erkenntnissen über die Tierwelt entlang der Bahnstrecke beitragen kann.“
(wpl)
Künstliche Intelligenz
PC-Selbstbau: Markt steht vor einem massiven Einbruch
PC- und Komponentenhersteller stellen sich auf einen Einbruch der Nachfrage im restlichen Jahr ein, der insbesondere den Selbstbau-Markt trifft. Marktführer Asus soll Prognosen zufolge Mühe haben, in diesem Jahr auf 10 Millionen Mainboard-Verkäufe zu kommen. 2025 waren es noch über 15 Millionen.
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Bei den Wettbewerbern auf den Plätzen Zwei, Drei und Vier soll es ähnlich aussehen: Der Absart von MSI und Gigabyte soll jeweils um rund 25 Prozent einbrechen, auf 8,4 Millionen bis 9 Millionen Stück. Asrock könnte mit einem Rückgang um 37 Prozent auf 2,7 Millionen Mainboards besonders schlecht dastehen. Die Lieferungen von Mainboards an PC-Hersteller sollen teils noch stärker einbrechen. Im Falle von MSI ist von einem Rückgang von 60 Prozent unter anderem an Partner wie Lenovo die Rede.
Über die Zahlen berichtet die taiwanische Digitimes, mit üblicherweise guten Kontakten zu den dort ansässigen Mainboard-Herstellern. Immerhin: Bei Asus und Gigabyte soll das Servergeschäft gut laufen, sodass die Firmen den Umsatzverlust abfedern können. Schlechter sieht es vor allem bei Zulieferern aus. Kleine Firmen könnten vor dem Aus stehen. Hinter vorgehaltener Hand sprechen Quellen von einem „Einbruch auf ganzer Linie“.
AMD stimmte auf schlechte Zahlen ein
Im Zuge der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das erste Quartal Anfang Mai sagte AMDs Finanzchefin Jean Hu, dass die Firma einen Einbruch des Gaming-Umsatzes um mehr als 20 Prozent erwartet. Der Vergleich ist mit dem ersten Halbjahr und nicht etwa mit dem gleichen Vorjahreszeitraum. Da die Ferien- und Weihnachtszeit zum Jahresende traditionell besonders verkaufsstark ist, dürfte der Jahresvergleich noch schlechter ausfallen.
Der Gaming-Umsatz besteht bei AMD hauptsächlich aus Desktop-Grafikkarten und Konsolenprozessoren. Die Prognose untermauert den schlechten Stand des PC-Markts.
Hauptgrund sind die enorm gestiegenen und voraussichtlich weiter steigenden Speicherpreise: Arbeitsspeicher und SSDs verkommen zum Luxusgut, während Cloud-Hyperscaler für ihre KI-Rechenzentren den Markt leerfegen.
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Durch sekundäre Effekte wie Nvidias verschobener oder gestrichener Super-Refresh der RTX-5000-Grafikkarten fehlen Anreize zum Kauf neuer PCs, merkt Digitimes aus Herstellerkreisen an. Die nächste Generation GeForce RTX 6000 lässt voraussichtlich bis 2028 auf sich warten. Zudem sollen auch die Prozessorpreise steigen, weil AMD und Intel den Fokus auf Servermodelle legen.
(mma)
Künstliche Intelligenz
Top 7: Die beste Kompressor-Kühlbox im Test – Anker Solix vor Ecoflow & Dometic
Unterwegs aktiv kühlen oder einfrieren? Eine Kompressor-Kühlbox ist die Lösung. Wir zeigen die besten Modelle im Test und worauf es beim Kauf ankommt.
Ob beim Campen im Urlaub, auf dem Festival, bei der Gartenparty zur Fußball-WM 2026 oder am Strand: An heißen Tagen gehören kalte Getränke für viele dazu. Auch Grillgut und andere Lebensmittel müssen unterwegs zuverlässig gekühlt werden. Der Markt bietet dafür eine breite Auswahl an Kühlboxen, die sich neben Größe und Aufteilung vor allem in der eingesetzten Kühltechnik unterscheiden – und genau hier lohnt der genaue Blick, denn nicht jede Technik eignet sich für jeden Einsatzzweck.
Passive Kühlboxen halten vorgekühlte Lebensmittel lediglich auf Temperatur. Thermoelektrische Modelle kühlen zwar aktiv, ihre Leistung hängt jedoch stark von der Umgebungstemperatur ab und reicht für ein echtes Herunterkühlen meist nicht aus. Anders als thermoelektrische Modelle erreichen Kompressor-Kühlboxen zuverlässig Temperaturen bis in den Minusbereich und können so Getränke, Lebensmittel oder Eis nicht nur kühl halten, sondern auch aktiv herunterkühlen oder einfrieren.
Diese Bestenliste zeigt die besten Kompressor-Kühlboxen aus unseren Tests. Außerdem klären wir, ob sich Extras wie App-Anbindung, Akku oder Eiswürfelbereiter in der Praxis lohnen.
Welche ist die beste Kompressor-Kühlbox?
Am besten im Test abgeschnitten hat die Anker Solix Everfrost 2 40L für 650 Euro, wodurch sie zum Testsieger wird. Ihr praktisches Design, die lange Akkulaufzeit mit optional erweiterbaren Akkus und eine starke Kühlleistung machen sie zur besten Wahl für mehrtägige Festivalaufenthalte, Camping-Ausflüge oder Wochenendtrips.
Als Technologiesieger geht die Ecoflow Glacier Classic 35 L für 584 Euro hervor. Sie bietet eine hohe Kühlleistung, eine präzise Steuerung per Display und App ermöglicht das Aufladen per Solarpanel.
Die Plug-in Festivals Icecube 40 ist unser Preis-Leistungs-Sieger. Sie vereint schickes, hochwertiges Design mit einem fairen Preis: Die Variante mit 30 Litern gibt es etwa ab 271 Euro.
Wie funktioniert eine Kompressor-Kühlbox?
Kompressor-Kühlboxen arbeiten nach demselben Prinzip wie ein Haushaltskühlschrank. Als Kältemittel kommen meist natürliche Stoffe wie Propan (R290) oder synthetische FKW-Gemische zum Einsatz. Der Kompressor verdichtet das gasförmige Kältemittel, das anschließend im Kondensator verflüssigt wird und dabei Wärme nach außen abgibt. Im Verdampfer im Inneren der Box expandiert das Kältemittel wieder, geht in den gasförmigen Zustand über und entzieht dem Innenraum dabei die Wärme. So entsteht die eigentliche Kühlleistung.
In den vergangenen Jahren haben Kompressor-Kühlboxen deutliche Fortschritte bei Energieverbrauch und Kühlleistung gemacht. Temperaturen von bis zu –20 Grad Celsius sind möglich, sodass sich viele Modelle auch als mobile Gefriertruhe nutzen lassen. Anders als Absorberkühlboxen arbeiten sie weitgehend unabhängig von der Umgebungstemperatur. Erst ab einer Außentemperatur von etwa 40 Grad Celsius lässt die Kühlleistung spürbar nach.
Zur Stromversorgung dienen üblicherweise 12 oder 24 Volt (Bordnetz) sowie 230 Volt (Steckdose). Zunehmend gibt es auch Modelle mit integriertem oder optionalem Akku. Ein Gasbetrieb wie bei Absorbergeräten ist nicht möglich. Nachteile gegenüber Absorbern: Kompressor-Kühlboxen sind deutlich hörbar und schwerer.
Stromverbrauch und Lautstärke im Test
Wir haben mittlerweile sieben Kompressor-Kühlboxen einzeln im Praxiseinsatz getestet. Bei Stromverbrauch und Lautstärke unterscheiden sich die Modelle nur geringfügig. Sind Box und Inhalt einmal heruntergekühlt, liegt die Leistungsaufnahme im Eco-Modus bei durchschnittlich 30 bis 55 Watt, bei voller Leistung bei rund 50 bis 70 Watt.
Über das 230-Volt-Netzteil fällt der Verbrauch wegen der Wandlungsverluste höher aus – im Test waren es je nach Gerät bis zu 140 Watt. Der Betrieb über den 12-Volt-Anschluss (Zigarettenanzünder) ist daher oft effizienter. Einige Modelle, etwa von Plug-in Festivals oder Dometic, kamen an der Steckdose aber auch mit 50 Watt oder weniger aus. Wer die Kühlbox an einer Powerstation oder im Wohnmobil betreibt, sollte den tatsächlichen Verbrauch im Auge behalten – er entscheidet maßgeblich über die mögliche Laufzeit.
Die Lautstärke beträgt in einem Meter Entfernung je nach Betriebsmodus zwischen 38 und knapp über 50 dB(A) – wie oft der Kompressor anläuft, um zu kühlen, ist hier wichtiger als die reine Lautstärke. Wer eine Kühlbox für Camping sucht, sollte zu einem Modell mit möglichst geringer Lautstärke greifen oder darauf achten, dass das Gerät nicht unmittelbar in der Nähe des Schlafbereichs ist. Einige Modelle sind zudem mit einem Eco-Modus ausgestattet, der weniger lautstark arbeitet. Für die Nacht ist der Wechsel in diesen dann sinnvoll, um sich und den angrenzenden Campern einen unruhigen Schlaf zu ersparen.
Wie funktionieren Kühlboxen ohne Kompressor?
Neben Kompressor-Kühlboxen gibt es noch andere technische Alternativen – allerdings haben alle Systeme ihre Einschränkungen, weshalb wir eine Kompressor-Kühlbox trotz der lauten Betriebsgeräusche als besten Kompromiss bevorzugen würden.
Passive Kühlboxen besitzen gar kein aktives Kühlaggregat, sondern schützen das Kühlgut nur durch dicke, isolierte Wände und den Einsatz von vorgekühlten Kühlakkus. Wie lange die vorgekühlten Lebensmittel oder Getränke in der passiven Kühlbox kühl bleiben, ist stark von der Außentemperatur abhängig. Passive Kühlboxen eignen sich also nur zum Kühlhalten, nicht aber zum Herunterkühlen – ideal etwa für gekühlte Drinks und Snacks beim Picknick am See oder den Transport im Pkw, nicht aber für mehrtägige Roadtrips. Die bunten Kunststoffbehälter gibt es dafür schon ab etwa 10 Euro.
Nur etwas teurer als passive Boxen sind thermoelektrische Kühlboxen – letztlich handelt es sich dabei um passive Boxen mit integrierter Kühlung. Die dick isolierten Boxen haben dazu in der Regel einen kleinen Lüfter im Deckel integriert. Zur Versorgung dient der 12-Volt-Anschluss (Zigarettenanzünder) im Pkw. Soll das Gerät auch an einer Schuko-Steckdose funktionieren, benötigt man ein Modell mit zusätzlichem 230-Volt-Netzteil. Die Kühlleistung solcher thermoelektrischen Boxen ist allerdings sehr gering und noch dazu von der Außentemperatur abhängig. Letztlich sind solche Systeme nur in Kombination mit vorgekühlter Ware und Kühlpads sinnvoll nutzbar. Um etwa Lebensmittel auf einer langen Fahrt oder einen Tag am See frisch zu halten, ist diese Lösung ab rund 30 Euro geeignet. Zum Herunterkühlen oder für längere Zeiträume fehlt es aber an Leistung.
Weiter geht es mit den Absorberkühlboxen, deren Technik auch etwa in Campingkühlschränken zu finden ist. Hier wird ein Wasser-Ammoniak-Gemisch elektrisch erhitzt und das Ammoniak verdampft und entzieht der Kühlbox dabei Wärme. Anschließend wird das Ammoniak wieder absorbiert und der Kreislauf beginnt von vorn.
Sehr positiv ist die ausgesprochen geringe Geräuschentwicklung der Absorberkühlboxen. In der Praxis sind sie kaum bis gar nicht zu hören. Die Anschaffungskosten sind im Vergleich zu Geräten mit Kompressor vergleichbar. Allerdings arbeiten die Geräte weniger effektiv und benötigen vergleichsweise viel Strom oder Gas.
Die Absorber-Kühlung ist außerdem stark von der Außentemperatur abhängig. Ab einer Außentemperatur von 30 bis 35 Grad Celsius nimmt die Kühlleistung ab und schwankt stark. Deshalb sind sie nicht für sensible Lebensmittel oder Medikamente geeignet. Im besten Fall erreichen solche Systeme Temperaturen von 25 Grad Celsius unter der Umgebungstemperatur.
Welche Extras bei Kühlboxen sind sinnvoll?
Abgesehen von den verschiedenen Technologien, gibt es auch Unterschiede in der Ausstattung. So bieten mittlerweile viele Hersteller Kühlboxen mit App-Anbindung ans Smartphone an. Wer besonders empfindliche Lebensmittel oder gar Medikamente lagern will, hat so die Temperatur immer im Blick und kann diese per App regulieren – ein seltener Anwendungsfall. Letztlich sind die Geräte mit smarter Anbindung aber häufig etwas teurer und bieten aus unserer Sicht kaum praktischen Mehrwert – im Zweifel tut es hier auch ein einfaches Funkthermometer.
Praktisch finden wir einen teilbaren Kühlraum, da so etwa Lebensmittel und Eis gelagert werden können.
Noch relativ neu sind Kühlboxen mit integriertem Akku, welche auch fernab vom Stromnetz funktionieren. Neben einfachen thermoelektrischen Geräten gibt es mittlerweile auch Kompressor-Kühlboxen mit integriertem Stromspeicher. Der Vorteil liegt hier klar auf der Hand: permanente Kühlung auch fernab einer Steckdose. Unser Testsieger, die Anker Solix Everfrost 2, schafft so mit einer Akkuladung etwa 50 Stunden Kühlbetrieb. Besonders Campingurlauber und Festivalbesucher profitieren hier von den Akkus. Wer seine Kühlbox nur daheim verwendet, benötigt nicht zwangsläufig ein Gerät mit Akku-Option.
Fazit
Vor dem Kauf einer Kühlbox sollte klar sein, ob sie Getränke und Lebensmittel lediglich kühl halten oder auch aktiv herunterkühlen soll. Wer nur vorgekühlte Getränke vor schnellem Erwärmen schützen will, kommt mit einer günstigen passiven Kühlbox samt Kühlakkus gut zurecht.
Für aktives Herunterkühlen führt dagegen kein Weg an einer Kompressor-Kühlbox vorbei – und damit an einer deutlich höheren Investition. Unser Favorit ist hier die zugegeben hochpreisige Anker Solix Everfrost 2. Wer beim Stromverbrauch und beim Service Abstriche akzeptiert, fährt aber auch mit den anderen getesteten Modellen gut. Entscheidend für den Kauf sind aus unserer Sicht vor allem die passende Größe, der geplante Einsatzort und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis.
Soll die Kühlbox fernab einer Steckdose oder eines Kfz zum Einsatz kommen, empfiehlt sich ein Modell mit integriertem oder nachrüstbarem Akku. Eine Alternative ist die Kombination aus einer günstigeren Kompressor-Kühlbox und einer ausreichend dimensionierten Powerstation. Der Vorteil: Die Powerstation lässt sich parallel auch für andere Verbraucher nutzen.
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