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„Directive 8020“ angespielt: Tod im All

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Schweizer Gesundheitsdaten: Eidgenossen gegen US-Cloud-Dominanz


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Zum Polit-Krimi entwickelt sich ein Großauftrag für die IT-Branche in der Schweiz. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) treibt mit dem Projekt „Swiss Health Data Space“ (SwissHDS) die digitale Entwicklung des Gesundheitswesens voran. Ziel ist ein vernetzter Datenraum für den Austausch von Patientendaten zwischen Ärzten und Spitälern. Es geht um ein zweistelliges Millionenbudget – und eine Grundsatzentscheidung für digitale Souveränität.

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Die Brisanz liegt laut NZZ im Anforderungskatalog : Die Infrastruktur müsse ausschließlich Schweizer Recht unterliegen und dürfe keine Abhängigkeit von äußeren Jurisdiktionen aufweisen. Explizit nennt das BAG demnach den US Cloud Act. Damit stünden US-Konzerne wie Microsoft, Google oder AWS faktisch vor verschlossenen Türen. Da diese Konzerne – unabhängig vom Serverstandort – US-Behörden Zugriff gewähren müssen, könnten sie die Schweizer Bedingungen kaum erfüllen.

Intern ist die Sprache beim BAG noch deutlicher. Die NZZ zitiert aus E-Mails, wonach vor allem Abhängigkeit von Staaten als riskant gilt, die im Ernstfall „den Stecker ziehen könnten“. Das Vertrauen der Bevölkerung hänge maßgeblich daran, dass der Staat den Schutz hochsensibler Gesundheitsdaten vor fremdem Zugriff garantieren könne. Das deckt sich mit Resolutionen von Datenschützern, die öffentliche Verwaltungen in der Pflicht sehen.

Der Vorstoß zu SwissHDS bringt Bern in eine missliche Lage. Das für Beschaffungen zuständige Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) rudert bereits vorsichtig zurück und bezeichnet die Formulierungen als „ungeschickt“. Grund: Die Schweiz ist an WTO-Regeln gebunden, die Gleichbehandlung aller Bieter vorschreiben. Ein pauschaler Ausschluss von US-Firmen könnte als völkerrechtswidriger Protektionismus gewertet werden. Das Thema gleicht einem diplomatischen Minenfeld, da die Schweiz über Handelsabkommen mit der Trump-Regierung verhandelt.

Befürworter der Initiative sehen digitale Souveränität als zwingende technische Sicherheitsanforderung. Marc Wilczek, CEO des deutschen Anbieters Plusserver, lobt das wachsende Souveränitätsbewusstsein. Der Schutz kritischer Daten sei kein optionales Extra mehr. Kritiker warnen indes vor einer „ideologischen Abschottung“. Der Verzicht auf US-Technik könnte IT-Projekte verteuern und Innovation bremsen. Generell ist die Schweiz eng mit dem US-Tech-Sektor verwoben: Google betreibt in Zürich seinen größten Entwicklungsstandort außerhalb der USA.

Ob die strikten Vorgaben bis zur finalen Ausschreibung Bestand haben, ist eine Nagelprobe für die politische Standhaftigkeit der Eidgenossen gegenüber Washington.

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KI-Kamera von Flox Intelligence soll Wildtiere von Bahnstrecken vertreiben


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Mit Künstlicher Intelligenz (KI) gegen Wildtierunfälle: Ein KI-basiertes Erkennungssystem soll Wildtiere frühzeitig erkennen und von der Bahnstrecke vertreiben helfen. Davon sollen Bahnverkehr und Natur profitieren.

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Ende 2024 haben Flox Intelligence und der französische Schienenfahrzeugbauhersteller Alstom einen Feldtest begonnen, bei dem die KI verschiedene Tierarten bei den Schienen erkennen soll. Im April hat die zweite Phase des Feldtests begonnen, in der zusätzlich zur Videoerkennung akustische Abschreckung zum Einsatz kommt, wie die beiden Unternehmen mitgeteilt haben. Die Tests werden auf mehreren Strecken der schwedischen Eisenbahngesellschaft Tåg i Bergslagen durchgeführt.

Das System stammt von dem schwedischen Unternehmen Flox Intelligence. Es hat eine Kamera entwickelt, die mit KI Wildtiere erkennt. Die Kameras werden entlang der Bahnstrecke aufgestellt und sollen die Tiere mit akustischen Signalen verscheuchen, wenn diese sich den Schienen nähern.

Das System erkennt viele verschiedene Tierarten, Vögel ebenso wie Elche, Rehe, Füchse oder Wildschweine. Es kategorisiert jede Erkennung und soll so seine Fähigkeiten ständig verbessern.


Wildtiere überqueren eine Bahnstrecke und werden dabei von einem KI-System erkennt und markiert

Wildtiere überqueren eine Bahnstrecke und werden dabei von einem KI-System erkennt und markiert

(Bild: Flox Intelligence)

Besonders gut erkennt die KI Nutztiere und Vögel wie Krähen und Tauben. Elche und Rehe hingegen erforderten einen größeren Trainingsaufwand, um den gleichen Grad an Genauigkeit zu erreichen. „Unsere Feldtests zeigen, dass KI das Potenzial hat, Tiere mit hoher Präzision zu identifizieren“, sagte Flox-Intelligence-Chefin Sara Nozkova.

In Schweden kommt es demnach jedes Jahr zu rund etwa 5.000 Zusammenstößen mit Tieren. Diese schaden der Natur ebenso wie dem Verkehr: Tiere werden verletzt oder sterben, es kommt zu Verspätungen im Bahnverkehr, Züge werden beschädigt und müssen repariert werden. Zudem haben solche Unfälle auch emotionale Auswirkungen auf die Zugführer.

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„Wir waren positiv überrascht, wie viele Tiere wir von einem einzigen Zug aus beobachten konnten, auf Abschnitten mit vielen Kollisionen“, sagte Maria Signal Martebo, Geschäftsführerin von Alstom Schweden. „Die bisherigen Tests haben uns ein besseres Verständnis dafür vermittelt, welche Arten sich in Gleisnähe bewegen, wie wirksam die bestehenden Wildschutzzäune sind und wie die Technik sowohl zu sichererem Verkehr als auch zu neuen Erkenntnissen über die Tierwelt entlang der Bahnstrecke beitragen kann.“


(wpl)



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PC-Selbstbau: Markt steht vor einem massiven Einbruch


PC- und Komponentenhersteller stellen sich auf einen Einbruch der Nachfrage im restlichen Jahr ein, der insbesondere den Selbstbau-Markt trifft. Marktführer Asus soll Prognosen zufolge Mühe haben, in diesem Jahr auf 10 Millionen Mainboard-Verkäufe zu kommen. 2025 waren es noch über 15 Millionen.

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Bei den Wettbewerbern auf den Plätzen Zwei, Drei und Vier soll es ähnlich aussehen: Der Absart von MSI und Gigabyte soll jeweils um rund 25 Prozent einbrechen, auf 8,4 Millionen bis 9 Millionen Stück. Asrock könnte mit einem Rückgang um 37 Prozent auf 2,7 Millionen Mainboards besonders schlecht dastehen. Die Lieferungen von Mainboards an PC-Hersteller sollen teils noch stärker einbrechen. Im Falle von MSI ist von einem Rückgang von 60 Prozent unter anderem an Partner wie Lenovo die Rede.

Über die Zahlen berichtet die taiwanische Digitimes, mit üblicherweise guten Kontakten zu den dort ansässigen Mainboard-Herstellern. Immerhin: Bei Asus und Gigabyte soll das Servergeschäft gut laufen, sodass die Firmen den Umsatzverlust abfedern können. Schlechter sieht es vor allem bei Zulieferern aus. Kleine Firmen könnten vor dem Aus stehen. Hinter vorgehaltener Hand sprechen Quellen von einem „Einbruch auf ganzer Linie“.

Im Zuge der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das erste Quartal Anfang Mai sagte AMDs Finanzchefin Jean Hu, dass die Firma einen Einbruch des Gaming-Umsatzes um mehr als 20 Prozent erwartet. Der Vergleich ist mit dem ersten Halbjahr und nicht etwa mit dem gleichen Vorjahreszeitraum. Da die Ferien- und Weihnachtszeit zum Jahresende traditionell besonders verkaufsstark ist, dürfte der Jahresvergleich noch schlechter ausfallen.

Der Gaming-Umsatz besteht bei AMD hauptsächlich aus Desktop-Grafikkarten und Konsolenprozessoren. Die Prognose untermauert den schlechten Stand des PC-Markts.

Hauptgrund sind die enorm gestiegenen und voraussichtlich weiter steigenden Speicherpreise: Arbeitsspeicher und SSDs verkommen zum Luxusgut, während Cloud-Hyperscaler für ihre KI-Rechenzentren den Markt leerfegen.

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Durch sekundäre Effekte wie Nvidias verschobener oder gestrichener Super-Refresh der RTX-5000-Grafikkarten fehlen Anreize zum Kauf neuer PCs, merkt Digitimes aus Herstellerkreisen an. Die nächste Generation GeForce RTX 6000 lässt voraussichtlich bis 2028 auf sich warten. Zudem sollen auch die Prozessorpreise steigen, weil AMD und Intel den Fokus auf Servermodelle legen.


(mma)



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