Entwicklung & Code
software-architektur.tv: Spec-Driven Development mit Simon Martinelli
In dieser Episode spricht Ralf D. Müller mit Simon Martinelli über den AI Unified Process (AIUP), einen agilen und iterativen Entwicklungsansatz, der Requirements ins Zentrum stellt – nicht den Code. Martinelli zeigt, wie man mit AIUP moderne Software entwickelt, bei der Anforderungen, Spezifikationen, Code und Tests gemeinsam durch kurze Iterationen wachsen, während KI als Konsistenz-Engine dient.
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Das Duo diskutiert die zentrale Frage: Braucht es perfekte, deterministische Spezifikationen für KI-Code-Generierung? Simon Martinelli argumentiert, dass das der falsche Ansatz ist. Stattdessen ermöglicht AIUP iterative Verbesserung: Requirements treiben die Entwicklung, Spezifikationen werden detaillierter und Tests schützen das Systemverhalten, während der generierte Code sich gemeinsam mit allem anderen weiterentwickelt.
Lisa Maria Schäfer malt dieses Mal keine Sketchnotes.
Livestream am 16. Januar
Die Ausstrahlung findet am Freitag, 16. Januar 2026 live ab 13:00 Uhr statt. Die Folge steht im Anschluss als Aufzeichnung bereit. Während des Livestreams können Interessierte Fragen via Twitch-Chat, YouTube-Chat oder anonym über das Formular auf der Videocast-Seite einbringen.
software-architektur.tv ist ein Videocast von Eberhard Wolff, Blogger sowie Podcaster auf iX und bekannter Softwarearchitekt, der als Head of Architecture bei SWAGLab arbeitet. Zum Team gehören außerdem Lisa Maria Schäfer (Socreatory) und Ralf D. Müller (DB Systel). Seit Juni 2020 sind über 250 Folgen entstanden, die unterschiedliche Bereiche der Softwarearchitektur beleuchten – mal mit Gästen, mal Wolff, Schäfer oder Müller solo. Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren bindet iX (heise Developer) die über YouTube gestreamten Episoden im Online-Channel ein, sodass Zuschauer dem Videocast aus den Heise Medien heraus folgen können.
Weitere Informationen zu den Folgen finden sich auf der Videocast-Seite.
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(mdo)
Entwicklung & Code
Software Testing: Der perfekte Konferenz-Abstract
In dieser Episode spricht Richard Seidl mit Elmar Jürgens über die Kunst, hochwertige Programme für Softwaretest-Konferenzen wie die Eurostar in Oslo zu gestalten. Die beiden nehmen die Hörer mit hinter die Kulissen: Was unterscheidet die Eurostar von anderen Konferenzen? Wie läuft die Auswahl von Vorträgen ab, und warum reicht KI-generierter Text allein nicht aus?
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Elmar Jürgens erzählt, wie viele Einreichungen geprüft wurden, welche Kriterien für Akzeptanz und Ablehnung eine Rolle spielen und warum Feedback für Speaker so wichtig ist. Das Motto „Testing at its best“ dient als roter Faden und regt dazu an, eigene Erfahrungen auf die Bühne zu bringen.
Dr. Elmar Jürgens hat über statische Codeanalyse promoviert und für seine Doktorarbeit den Software-Engineering-Preis der Ernst-Denert-Stiftung erhalten. Er ist Mitgründer der CQSE GmbH und begleitet seit zehn Jahren Teams bei der Verbesserung ihrer Qualitätssicherungs- und Testprozesse. Elmar Jürgens spricht regelmäßig auf Forschungs- und Industriekonferenzen und wurde für seine Vorträge mehrfach ausgezeichnet. 2015 wurde er zum Junior Fellow der Gesellschaft für Informatik ernannt.
Software Testing im Gespräch
Bei diesem Format dreht sich alles um Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste schauen sich Dinge an, die mehr Qualität in die Softwareentwicklung bringen.
Die aktuelle Ausgabe ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar: „Der perfekte Konferenz-Abstract – Elmar Jürgens“.
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(mdo)
Entwicklung & Code
Browser-Engine Servo 0.0.5 mit Post-Quanten-Kryptografie veröffentlicht
Die Open-Source-Browser-Engine Servo ist in Version 0.0.5 erschienen. Das monatliche Release bringt Unterstützung für moderne Kryptografie-Standards: Servo gibt an, als erste Browser-Engine die Post-Quanten-Algorithmen ML-KEM (Module-Lattice-Based Key-Encapsulation Mechanism) und ML-DSA (Module-Lattice-Based Digital Signature Algorithm) vollständig in der Web Crypto API implementiert zu haben. Dazu kommen AES-OCB und verbessertes AES-GCM sowie detailliertere Fehlermeldungen bei kryptografischen Operationen.
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Die quantenresistenten Verfahren schützen vor sogenannten Harvest-Now-Decrypt-Later-Angriffen, bei denen Angreifer verschlüsselte Daten sammeln, um sie später mit Quantencomputern zu entschlüsseln. ML-DSA hasht den Public Key zusätzlich, um Kollisionen und Key-Swapping-Angriffe zu verhindern. Wie das Servo-Projekt im Blog mitteilt, führt die Engine damit vor etablierten Browsern bei neuen Web-Cryptography-Algorithmen.
Bei den Web-Standards hat Servo 0.0.5 zahlreiche Verbesserungen erhalten: Die Engine unterstützt nun zum Vorladen von Ressourcen, und für bessere Kontrolle beim Seitenaufbau sowie und für Formulare. Die Funktion navigator.sendBeacon() ist nun standardmäßig aktiviert und ermöglicht zuverlässige, asynchrone Datenübertragung beim Verlassen einer Seite, ohne die Navigation zu blockieren. Außerdem wurde die OGG-Unterstützung im -Element reaktiviert, nachdem alte GStreamer-Bugs behoben worden waren.
CSS-Erweiterungen umfassen cursor-color, content: auf allen Elementen, ::details-content und :open auf
:active auf . Die Rust-basierte CSS-Engine Stylo wurde auf den Stand von Januar 2026 aktualisiert und beherrscht damit color-mix() sowie verbesserte Animationen für Borders und Overflow.
Performance und Stabilität
Servo 0.0.5 soll spürbare Performance-Verbesserungen bringen: Die IPC-Kanäle arbeiten effizienter, was besonders im Single-Process-Modus Geschwindigkeitsvorteile bringt. Der Socket-Timeout wurde auf 15 Sekunden gesetzt und jede Instanz benötigt vier Threads weniger als zuvor. Verbessertes Caching für SVG und animierte Bilder sowie Garbage-Collection-Optimierungen für Canvas und WebGPU beschleunigen die Darstellung. Die Verarbeitung von Nicht-ASCII-Text wurde sowohl bei Zeit als auch Speicherbedarf optimiert.
Zahlreiche Fixes erhöhen die Stabilität in den Bereichen Layout, WebGPU, Text-Input und IndexedDB. Das Block-Layout wurde überarbeitet und die JavaScript-Unterstützung erweitert: Cyclic Imports, Import Attributes und JSON Modules funktionieren nun korrekt. Die Origin API, MouseEvent.detail und Request.keepalive stehen ebenfalls zur Verfügung. IndexedDB macht Fortschritte bei Connection-Queues und Request-Granularity, muss aber weiterhin per --pref dom_indexeddb_enabled aktiviert werden.
Embedding und Plattformen
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Für Entwickler, die Servo in eigene Anwendungen einbetten möchten, bringt Version 0.0.5 wichtige Verbesserungen: Cross-Compilation von einem Windows-Host ist nun möglich und SiteDataManager::clear_site_data() erlaubt DSGVO-konformes Löschen von gespeicherten Daten pro Host. Git-Abhängigkeiten sind jetzt gepinnt, um Reproduzierbarkeit zu gewährleisten. Die Grundlage für einen Accessibility Tree wurde gelegt, der künftig Technik rund um die Barrierefreiheit unterstützen soll.
Servo 0.0.5 ist für Windows, macOS (x86 und ARM, unsigned), Linux (mit geteilten Bibliotheken), Android und OpenHarmony verfügbar. Bei macOS ist wegen der fehlenden Signatur eine manuelle Freigabe nötig. Die Engine unterstützt nun auch HTTPS_PROXY und NO_PROXY für Netzwerk-Konfigurationen. Die vollständigen Release Notes stehen bei GitHub bereit.
Hintergrund des Projekts
Servo ist eine experimentelle Browser-Engine, die Mozilla ursprünglich 2012 startete, um moderne Webtechnologien in der Programmiersprache Rust zu implementieren. Nach einer längeren Unterbrechung gab es für das Projekt 2023 einen Neustart unter der Linux Foundation Europe mit Unterstützung von Igalia. Seit Oktober 2025 erscheinen monatliche Releases, die auf Nightly-Builds aufbauen und durch manuelle Tests ergänzt werden. Die Engine zielt darauf ab, Entwicklern eine leichtgewichtige, performante Alternative für die Einbettung von Web-Technologien in Anwendungen zu bieten.
Das erste offizielle Release 0.0.1 brachte im Oktober 2025 erstmals vorkompilierte Binaries für ARM-Macs. Die CSS-Engine Stylo, die Servo und Firefox gemeinsam nutzen, hat sich als stabil erwiesen und zeigt, wie Rust-Code in produktiven Browser-Umgebungen eingesetzt werden kann.
(fo)
Entwicklung & Code
PHP Foundation mit neuer Führung: Elizabeth Barron ist Executive Director
Die PHP Foundation bekommt eine neue Führung: Elizabeth Barron übernimmt die Rolle der Executive Director. Die Entscheidung fiel nach einem Auswahlverfahren, das ein internes Komitee um Nils Adermann, Sebastian Bergmann, Lorna Mitchell und Ben Ramsey begleitet hat. Barron folgt auf Roman Pronskiy, der sich künftig stärker auf seine Tätigkeit bei JetBrains konzentrieren will, der Foundation aber als Vorstandsmitglied erhalten bleibt und die Übergabe begleitet.
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Elizabeth Barron bringt langjährige Erfahrung aus der PHP-Community und der Open-Source-Welt mit. Sie war Mitgründerin einer gemeinnützigen Organisation zur Förderung von Frauen und nicht-binären Personen in der PHP-Branche, arbeitete als Community-Managerin bei GitHub und verantwortete dort unter anderem Outreach-Programme wie „Patchwork“. Das sind Initiativen, die gezielt neue Mitwirkende ansprechen und sie beim Einstieg in Open-Source-Projekte unterstützen. Zudem engagierte sie sich im CHAOSS-Projekt, das Kennzahlen und Methoden zur Bewertung der Gesundheit von Open-Source-Communities entwickelt. Ihre Schwerpunkte liegen im Community-Aufbau und Fundraising sowie in strategischer Weiterentwicklung und operativer Leitung von Open-Source-Initiativen.
Auftrag: PHP langfristig absichern
Die PHP Foundation wurde 2021 gegründet, um die langfristige Weiterentwicklung der Programmiersprache organisatorisch und finanziell abzusichern – unter anderem als Reaktion auf personelle Veränderungen im Core-Team. Die Stiftung sammelt Sponsorengelder, unterstützt Core-Entwicklerinnen und -Entwickler finanziell und schafft verlässliche Strukturen rund um Governance und Förderung. Mit Barron an der Spitze will die Organisation diesen Kurs fortsetzen und die Grundlage dafür stärken, dass die Programmiersprache PHP auch künftig einen großen Teil des Webs antreibt.
Nähere Informationen finden sich im Beitrag auf dem offiziellen Blog der PHP Foundation.
(mdo)
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