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Speicherkrise: Micron macht so viel Umsatz wie AMD und Intel zusammen


Der Speicherhersteller Micron ist der erste von drei Weltmarktführern, der Geschäftszahlen für den Jahresbeginn 2026 veröffentlicht. Sie zeigen, wie erheblich die aktuelle Speicherkrise ist und wie enorm Speicherhersteller davon profitieren.

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Micron hat von Anfang Dezember 2025 bis Ende Februar 2026 rund 23,9 Milliarden US-Dollar umgesetzt. In diesen Zeitraum fällt das zweite Fiskalquartal 2026 für Micron. In nur drei Monaten ist der Umsatz damit um 75 Prozent gewachsen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 196 Prozent. Microns Umsatz ist damit auf dem Niveau von AMD und Intel zusammen.

Das Wachstum beim Nettogewinn ist mit 13,8 Milliarden US-Dollar noch viel größer, da Micron die Preise steigert und damit die Marge maximiert. Ein Jahr zuvor machte die Firma 1,6 Milliarden US-Dollar Nettogewinn. Die Bruttomarge ist in dem Zeitraum von 56 auf 74 Prozent gestiegen, die Betriebsmarge von 45 auf 68 Prozent. Micron verbucht das als Rekord.

Obwohl KI-Rechenzentren die Speicherkrise ausgelöst haben, verzeichnet Micron das größte Wachstum bei NAND-Flash (SSD-Speicher) und DRAM (Arbeitsspeicher) für Desktop-PCs, Notebooks, Smartphones und andere Client-Geräte. In einem Jahr ist der Umsatz von 2,2 Milliarden auf 7,7 Milliarden US-Dollar gestiegen. Die Betriebsmarge explodiert von einem auf 76 Prozent.

Damit ist Client-Speicher das lukrativste Geschäft für Micron. Das liegt an den besonders hohen Preissteigerungen, die der Hersteller dort durchdrücken kann. In nur einem einzigen Quartal ist der Umsatz um 81 Prozent gestiegen – obwohl die verkaufte Speichermenge aufgrund von Produktionsumstellungen gesunken ist. Das heißt, die Preise sind um über 81 Prozent gestiegen.



Microns Umsatz nach Sparten aufgeschlüsselt. „Cloud Memory“ enthält DRAM und NAND-Flash für Cloud- und KI-Rechenzentren. Mit „Core Data Center“ sind klassische Server ohne KI-Fokus gemeint.

(Bild: Micron)

KI- und Cloud-Rechenzentren haben zuletzt gut 7,7 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht, klassische Server 5,7 Milliarden. Automotive und Embedded landeten bei 2,7 Milliarden US-Dollar. Alle Sparten verzeichneten erhebliches Wachstum.

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DRAM für Arbeitsspeicher bleibt Microns Kerngeschäft. 18,8 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 79 Prozent des Umsatzes entfielen auf diesen Speichertyp. NAND-Flash für SSDs landete bei 5 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 21 Prozent.

Beide Speichertypen bleiben bis auf Weiteres knapp. Micron erwartet keine Entspannung im Kalenderjahr 2026. Auch darüber hinaus sollen DRAM und NAND-Flash knapp bleiben. Bei SSDs sieht die Situation besonders schlecht aus: „Wir stellen derzeit fest, dass die Nachfrage nach NAND-Speicher auf absehbare Zeit deutlich über unserem verfügbaren Angebot liegt.“

Langfristige Abkommen mit Abnehmern untermauern, dass die Industrie keine platzende KI-Blase erwartet: Micron hat ein erstes fünfjähriges „strategisches Kundenabkommen“ unterschrieben. Darin sollen anders als in bisherigen Langzeit-Rahmenverträgen „spezifische Verpflichtungen“ vermerkt sein.

Die Investitionen in neue Fertigungskapazitäten steigen derweil. Micron will im Fiskaljahr 2026 (September 2025 bis Ende August 2026) über 25 Milliarden US-Dollar investieren. Im folgenden Fiskaljahr 2027 sollen die Ausgaben um mindestens 10 Milliarden US-Dollar steigen, hauptsächlich für zusätzliche Fertigungskapazität. Bisherige Investitionen schlagen sich allerdings erst frühestens Ende 2027 auf die Produktionsmenge aus, da der Bau neuer Halbleiterwerke dauert.

Micron bestätigt Schätzungen, dass die Fertigungskapazität von DRAM und NAND-Flash im Kalenderjahr 2026 herstellerübergreifend um gut 20 Prozent steigen soll. Diese Steigerung kommt durch neuere Fertigungsprozesse, die mehr beziehungsweise dichter gepackte Speicherchips auf einem Wafer ermöglichen.

Im laufenden Quartal erwartet Micron 33,5 Milliarden US-Dollar Umsatz (+/- 750 Millionen). Das entspricht 40 Prozent sequenzielles Wachstum. Die Bruttomarge soll auf 81 Prozent steigen. Heißt: Die Preise steigen weiter erheblich.

Microns Aktie ist seit Bekanntgabe der Geschäftszahlen um etwa sieben Prozent gefallen. Das dürfte allerdings an der gesamten Marktlage liegen: Fast alle Techunternehmen sind gerade rot, auch wegen des Iran-Kriegs. Zudem finden Analysten die prognostizierte Marge nicht hoch genug.


(mma)



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Astronomie: Braune Zwerge rotieren langsamer als riesige Gasplaneten


Eine US-amerikanische Forschungsgruppe hat womöglich eine Eigenschaft entdeckt, mit der sich riesige Gasplaneten von gescheiterten Sternen – den sogenannten Braunen Zwergen – zuverlässiger unterscheiden lassen. Die oft ähnlich hellen und ähnlich warmen Himmelskörper drehten sich mit einer merklich unterschiedlichen Geschwindigkeit, fasst die Northwestern University aus Illinois zusammen. Das könnte nicht nur dabei helfen, die beiden Objektarten künftig leichter zu differenzieren. Die Entdeckung könnte auch Einblick in unterschiedliche Entstehungsmechanismen der sonst so ähnlichen Himmelskörper geben, denn die Rotationsgeschwindigkeit ist gewissermaßen ein Überbleibsel ihrer jeweiligen Frühgeschichte.

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Durch ein Teleskop betrachtet, glichen sich Braune Zwerge und riesige Gasplaneten sehr, erklärt das Forschungsteam. Aber während Gasriesen eindeutig Exoplaneten sind, die den großen Gasplaneten Jupiter und Saturn aus dem Sonnensystem gleichen, sind Braune Zwerge eher Sterne. Anders als echte Sterne wurde bei ihnen aber keine Kernfusion gezündet. Die Unterscheidung wird dabei durch den Sachverhalt erschwert, dass die größten Gasriesen größer sind als die kleinsten Braunen Zwerge. Sollte sich die Rotationsgeschwindigkeit jetzt tatsächlich als zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal bestätigen, könnte das die Erforschung beider Arten von Himmelskörpern voranbringen.

Gefunden hat die Forschungsgruppe den Unterschied mit dem W.M. Keck Observatory auf dem Mauna Kea in Hawaii. Damit hat sie sechs riesige Exoplaneten und 25 Braune Zwerge ins Visier genommen. Zusammen mit Daten aus früheren Analysen habe sich ein deutliches Muster gezeigt: Exoplaneten rotieren demnach viel näher an jener Geschwindigkeit, bei der es sie zerreißen würde. Das deute darauf hin, dass Braune Zwerge nach ihrer Entstehung viel mehr Rotationsgeschwindigkeit verlieren. Während Gasriesen um Sterne entstehen, können Braune Zwerge sich dort bilden oder ganz alleine im All. Interessanterweise drehen sich Braune Zwerge, die andere Sterne umkreisen, am langsamsten. Das und mehr erklärt die Forschungsgruppe im Astronomical Journal.


(mho)



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Transform 2026: Was tun gegen den Transformation Overload?


Etliche Unternehmen haben bereits KI-Pilotprojekte gestartet oder setzen KI schon auf breiter Basis ein. Allerdings bleiben Rollenmodelle, Verantwortungsstrukturen und Talentarchitekturen häufig unverändert. Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Deloitte zeigt, dass der Engpass der KI-Transformation nicht mehr in der Technologie selbst liegt, sondern im Organisationsdesign, in der Governance-Reife und in der Neudefinition von Arbeit.

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Nina Moeller, Geschäftsführerin, Materna TMT, beschreibt es schon im Titel ihres Talks auf der Transform. Es herrscht vielerorts „Transformation Overload“. Transformation ist nicht mehr nur ein zeitlich und organisatorisch begrenztes Projekt, sondern der Dauerzustand quer durchs Unternehmen, in dem etliche Transformations- und Veränderungsinitiativen parallel laufen.

Die Folge ist Transformation Overload: Orientierungslosigkeit, Überforderung und sinkende Wirksamkeit, weil Change-Projekte um Zeit, Aufmerksamkeit und Ressourcen konkurrieren. Ihrer Ansicht nach gilt es zukünftig nicht mehr um die erfolgreiche Steuerung einzelner Change-Projekte. Unternehmen müssten vielmehr Change als dauerhaften Zustand orchestrieren.

Josephine Hofmann, stellvertretende Leiterin des Forschungsbereiches Arbeitsgestaltung und Unternehmensorganisation beim Fraunhofer IAO, ging in ihrem Talk darauf ein, was der vermehrte Einsatz von KI mit Mitarbeitern macht, insbesondere mit Führungskräften.

So führe Kollege KI-Agent zu einer allgemeinen Verunsicherung. Mitarbeiter fragten sich, was sie und ihre Arbeit noch wert seien, wenn die KI ihre Tätigkeiten oft schneller und rund um die Uhr erledige. Wenn KI Tätigkeiten von Menschen übernehme, bestehe auch die Gefahr von De-Skilling: Wenn der Mitarbeiter aus Fleisch und Blut Tätigkeiten nicht mehr regelmäßig ausführt, kann er Fertigkeiten verlernen. Last not least könne KI im Team auch zu einem veränderten Sozialverhalten unter Mitarbeitern führen, wie aktuelle Studien zeigen.

Um diese und weitere Veränderungen zu bewältigen, schlägt Hofmann ein ganzes Bündel an Maßnahmen vor. Dazu zählen zum Beispiel ein gemeinsamer Wissenspool sowie eine gemeinschaftlich gepflegte Promptbibliothek – viel in Eigeninitiative im Team aufbereitetes und bereitgestelltes Know-how.

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Was die Fortbildung von Mitarbeitern zu Digitalthemen „von oben“ betrifft, herrscht nach einer Umfrage von Bitkom Research noch viel Verbesserungspotenzial. So bieten die meisten Unternehmen für ausgewählte Mitarbeiter Weiterbildungen zu Digitalthemen an – aber nur 14 Prozent schulen alle oder fast alle Beschäftigten.

Zwei Drittel der befragten Unternehmen schulen immerhin vereinzelt in der Belegschaft. 40 Prozent der Unternehmen geben an, dass die Beschäftigten keine Lust auf Weiterbildungen zu Digitalthemen haben, ebenso vielen fehle die Zeit, Beschäftigte weiterzubilden, und 28 Prozent sagen, es mangele dafür an Geld.


(jo)



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Zunächst in den USA: Microsoft will Weg für „Medical Superintelligence“ ebnen


Microsoft hat mit „Copilot Health“ einen eigens für Gesundheitsfragen konzipierten KI‑Assistenten vorgestellt, der persönliche Gesundheitsdaten aus Wearables, Arztakten und Laboren in einer zentralen, sicheren Umgebung bündelt und nutzerfreundlich aufbereitet. Der Dienst läuft zunächst in den USA und ist als ergänzende Informationsquelle für Patientinnen und Patienten gedacht, nicht als Medizinprodukt oder Ersatz für ärztliche Konsultationen. Der Dienst ist in den USA für diejenigen verfügbar, die über 18 Jahre alt sind und sich für einen Test anmelden.

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Das Bild zeigt eine Nutzeroberfläche von Microsoft Copilot Health, genauer den Bereich zum Verbinden von Gesundheitsdatenquellen.  Zu sehen sind vier Optionen, die aktuell noch deaktiviert sind bzw. Schieberegler:  Connect your health records – für medizinische Unterlagen bzw. elektronische Patientenakten; Connect to Apple Health – für Daten aus Apple Health; Connect to Oura – für Daten aus dem Oura-Ring, Connect to Function – vermutlich eine weitere Gesundheitsquelle oder Fitnessplattform

Das Bild zeigt eine Nutzeroberfläche von Microsoft Copilot Health, genauer den Bereich zum Verbinden von Gesundheitsdatenquellen.  Zu sehen sind vier Optionen, die aktuell noch deaktiviert sind bzw. Schieberegler:  Connect your health records – für medizinische Unterlagen bzw. elektronische Patientenakten; Connect to Apple Health – für Daten aus Apple Health; Connect to Oura – für Daten aus dem Oura-Ring, Connect to Function – vermutlich eine weitere Gesundheitsquelle oder Fitnessplattform

Über Schieberegler können Nutzerinnen und Nutzer festlegen, welche Gesundheitsdaten sie Microsoft anvertrauen.

(Bild: Microsoft)

Copilot Health soll laut Microsoft Daten aus über 50 Wearable‑Plattformen aggregieren, zum Beispiel Apple Health, Fitbit und dem Oura‑Ring sowie klinische Informationen aus einem Netzwerk von mehr als 50.000 Gesundheitseinrichtungen in den USA über die Plattform HealthEx. Aus diesen Daten will das System Aktivität, Schlaf, Vitalwerte oder Laborergebnisse bewerten und sie so visualisieren, dass Nutzer einen besseren Überblick über ihren Gesundheitsstatus erhalten.

Microsoft betont ausdrücklich, dass Copilot Health keine Diagnosen stelle und keine Therapieempfehlungen ausspreiche. Es soll Nutzerinnen und Nutzern helfen, Symptome einzuordnen, Laborwerte zu verstehen und gezielte Fragen für Arzttermine vorzubereiten, damit die Arztgespräche effizienter verlaufen.

Gesundheitsbezogene Chats in Copilot Health sollen in einem separaten, abgeschirmten Bereich laufen, der von der allgemeinen Copilot‑Nutzung getrennt ist. Details dazu und zu Sicherheitsvorkehrungen bei der Datenübermittlung lässt Microsoft offen. Die Gesundheitsdaten würden nicht zur Verbesserung der KI‑Modelle verwendet.

Zur Beantwortung medizinischer Fragen nutzt Copilot Health Inhalte von Gesundheitsorganisationen aus rund 50 Ländern. Die klinische Sicherheit wurde von einem externen Gremium mit über 230 Ärztinnen und Ärzten aus mehr als 24 Ländern begleitet. Damit konkurriert Microsoft mit ähnlichen KI‑Angeboten wie ChatGPT Health von OpenAI, deren Schwächen kürzlich eine Studie offenbarte. Wann und ob Copilot Health auch in Deutschland verfügbar sein wird, ist noch unklar.


(mack)



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