Künstliche Intelligenz
Spotify kündigt KI-generierte Remixe und Podcasts an
Der Streamingdienst Spotify und der Musikkonzern Universal Music Group haben eine Lizenzvereinbarung für ein neues Werkzeug für generative künstliche Intelligenz geschlossen. Damit können Nutzer künftig eigene Coverversionen und Remixe von Liedern teilnehmender Musiker erstellen. Künstler und Songwriter sollen dabei an den Umsätzen beteiligt werden. Das Tool startet als kostenpflichtiges Add-on zusätzlich zum Premium-Abo.
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Spotify-Co-CEO Alex Norström betonte in der Mitteilung, dass die Neuerung auf der ausdrücklichen Zustimmung der Beteiligten, deren Nennung sowie einer finanziellen Kompensation basiere. Durch den technologischen Wandel wolle man das gesamte Ökosystem zu einer reichhaltigeren Erfahrung für Hörer weiterentwickeln. Lucian Grainge, Vorstandsvorsitzender von Universal Music, erklärte, die Initiative sei fest auf die Künstler ausgerichtet und wurzele in verantwortungsvoller KI. Die Kooperation diene dazu, das wirtschaftliche Wachstum des gesamten Musik-Ökosystems voranzutreiben.
KI-Funktionen auch für Podcasts
Auf seinem Investor Day 2026 kündigte der Tech-Konzern zudem weitere KI-Funktionen für den Podcast-Bereich an. Hörer sollen der Anwendung in bestimmten Märkten ab sofort Fragen zu einer laufenden Episode stellen können, woraufhin das System Konzepte erklären oder Empfehlungen ausgeben soll. Darüber hinaus werde es künftig möglich sein, mit einer neuen Desktop-App „Studio by Spotify Labs“ durch einfache Texteingaben, Dokumente oder Links eigene, sogenannte persönliche Podcasts zur privaten Nutzung zu generieren.
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Der Einsatz von generativen KI-Modellen führt im Audiosektor seit einiger Zeit zu tiefgreifenden Veränderungen. Universal Music hatte sich im Herbst 2025 bereits mit dem KI-Musikgeneratordienst Udio auf einen Vergleich im Urheberrechtsstreit geeinigt und Lizenzvereinbarungen für das KI-Training geschlossen. Parallel dazu führen komplett KI-generierte Bands auf Spotify zu Diskussionen über die langfristigen Auswirkungen der Technologie auf Verlage und Urheber.
(egia)
Künstliche Intelligenz
Thread und Matter: Die Zukunft des Smart Home? | c’t uplink
Der heimische Smart-Home-Zoo hat seine Tücken: Jedes Gerät bringt eigene Apps und Automatiken, die wiederum nicht mit Geräten anderer Anbieter sprechen. Mit Smart-Home-Hubs von Apple, Amazon und Google oder freien Lösungen wie Home Assistant lassen sich die smarten Insellösungen halbwegs unter einen Hut bringen. Doch viele Gadgets funken obendrein proprietär, sodass sich neben dem WLAN-Router einige Funkzentralen ansammeln. Dieses Chaos sollen die Standards Thread und Matter beseitigen.
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Den wöchentlichen c’t-Podcast c’t uplink gibt es …
In dieser Ausgabe von c’t uplink sprechen wir darüber, wie man Thread-Funk im eigenen Smart Home aufsetzt und stellen fest, dass viele Nutzer bereits Thread-Netzwerke haben, ohne es zu wissen. Zudem beleuchten wir, wie sich das herstellerübergreifende Kommunikationsprotokoll Matter im Alltag bewährt. Dabei zeigen wir, was bereits gut funktioniert, wo Probleme lauern und wie man sie löst.
Mit Ikea ist obendrein ein großer Anbieter für den Massenmarkt auf den Thread/Matter-Zug aufgesprungen. Wir beschreiben, was die Ikea-Produkte leisten und welche Vor- und Nachteile sie mitbringen. Zudem besprechen wir, wie man Thread- und Matter-Geräte direkt in Home Assistant einbindet und sich damit die nicht ganz so günstige Thread-Funk-Zentrale des Möbelhauses möglicherweise sparen kann.
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Zu Gast im Studio: Sven Hansen, Berti Kolbow-Lehradt
Host: Stefan Porteck
Produktion: Tobias Reimer
► Mehr zu Thread und Matter sowie einen Test der IKEA-Smart-Home-Produkte lesen Sie ab dem 9. Juli 2026 bei heise+ (€):
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(spo)
Künstliche Intelligenz
„iPhone Ultra“: Nutzt Apple einen Verkaufsansatz wie beim iPhone X?
Im September soll Apple sein allererstes Foldable auf den Markt bringen, das mutmaßlich den Namen „iPhone Ultra“ tragen wird. Der bekannte Analyst Ming-Chi Kuo von TF International Securities hat nun aus Angaben aus der Apple-Lieferkette Rückschlüsse gezogen, wie die Verkaufsstrategie sein wird. Angeblich geht Apple dabei ähnlich vor wie beim iPhone X: Die Herbstgeräte werden zwar gemeinsam im September vorgestellt, die Verfügbarkeit des Ultra aber (leicht) nach hinten verschoben. Auch soll es zumindest anfangs bei den Stückzahlen recht knapp werden, es ist also noch in diesem Jahr mit einem Ausverkauf zu rechnen, bevor Apple im Frühjahr mehr Einheiten nachproduzieren kann.
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Orientierung am X
Das iPhone X war im September 2017 zusammen mit dem iPhone 8 und 8 Plus vorgestellt worden. Vorbestellungen des X, Apples erstem Modell mit Face-ID-Gesichtserkennung und Kamera-„Notch“, starteten aber erst Ende Oktober mit einem Verkaufsstart am 3. November, während iPhone 8 und 8 Plus bereits 10 Tage nach Vorstellung verfügbar waren.
Ähnlich könnte Apple nun auch beim iPhone Ultra agieren. Seinen Quellen nach werden im zweiten Halbjahr 2026 zwischen 7 und 8 Millionen Einheiten des Foldable produziert. Zum Vergleich: Die zusammen mit dem Ultra erwarteten Modelle 18 Pro und 18 Pro Max werden allein im dritten Quartal bis zu 22 Millionen Mal ausgeliefert, so Kuo.
Hoher Preis, trotzdem ausverkauft?
Beim Preis dürfte Apple hoch hinaus wollen. Kuo schätzt hier mittlerweile zwischen 2300 und 2500 US-Dollar (ohne Umsatzsteuer). Entsprechend dürften die Geräte in Euro nochmals teurer werden, womöglich gar über 2700 Euro kosten. Die Lieferkette und die Carrier rechnen damit, dass Apple die Geräte aufgrund der anfänglich eher kleinen Stückzahlen dennoch zum Vorbestellstart ausverkaufen wird. Die Lieferbarkeit werde dann bis Dezember schlecht bleiben.
Kuo zufolge ist noch nicht abzusehen, ob das Ultra ein Hit wird. Erst Ende 2026 bis zum ersten Quartal 2027 werde sich die tatsächliche Nachfrage messen lassen. Tatsächlich hatte Apple bislang stets Problem, „Sondervarianten“ seiner iPhones abzusetzen, wie etwa das iPhone Air. In diesem Herbst soll es nur drei neue Modelle geben, iPhone 18, 18e und womöglich Air 2 sind angeblich erst im Frühjahr 2027 geplant.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Punkt MC03: Google-freies Smartphone kommt ohne Abo zum höheren Preis
Das Schweizer Unternehmen Punkt. hat sein im Zuge der CES 2026 vorgestelltes Modell MC03 in den Verkauf gegeben. Das Smartphone kommt ohne Google-Dienste, besitzt einen austauschbaren Akku und soll in Europa hergestellt werden. Zunächst verlangte das Unternehmen für das 700 Euro teure Gerät monatliche Gebühren für das Betriebssystem AphyOS. Diese fallen weg, jedoch ist das Smartphone nun noch teurer geworden.
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Abomodell gestrichen
Laut der Ankündigung vom Januar 2026 enthielt der ursprüngliche Verkaufspreis von 699 Euro die 12-monatige Nutzungsgebühr für das Betriebssystem AphyOS des Entwicklers Apostrophy. Danach sollten Käuferinnen und Käufer für die weitere Nutzung ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen, das jederzeit vor Ablauf gekündigt werden könne. Entschieden sich Nutzer für ein monatlich kündbares Modell, hätte es mit 9,99 Euro im Monat zu Buche geschlagen. Im Abo-Bundle hätte es für 3 Jahre 129 Euro und für 5 Jahre 199 Euro gekostet.

Das Punkt. MC03 von vorn und hinten.
(Bild: Punkt.)
Von diesem Modell hat Punkt. sich aber offenbar verabschiedet. Stattdessen hat der Hersteller den einmaligen Kaufpreis um 50 Euro auf 745 Euro angehoben. So erklärt das Unternehmen es auch auf der Produktseite: „Keine laufenden Abonnementgebühren – ein einmaliger Kaufpreis für den vollständigen Funktionsumfang.“
Android 15
Der Hersteller beschreibt sein Modell MC03 mit dem Betriebssystem AphyOS als „eine echte technologische Alternative zu Big Tech“. AphyOS basiert zurzeit auf Android 15 (Android Open Source Project, AOSP) und setzt „auf höchste Datenhoheit und -sicherheit“. Bestandteile des Betriebssystems sind dem Hersteller zufolge Funktionen, „die Tracking- und Profiling-Technologien, Bloatware, versteckte Apps und unhandliche Hintergrunddienste“ herausfiltern. Ferner verhindere es „Spionageversuche und nutzt gehärteten Code zur Abwehr von Angriffen, unterstützt durch ein Secure Element auf Bankenniveau“. Der Hersteller verspricht 5 Jahre Sicherheitsupdates und 3 Jahre Funktionsupdates, also neue, große Android-Versionen.
Auf Seiten der Hardware ähnelt das MC03 stark dem Gigaset-Modell GS6 Pro (Test), das der Hersteller für knapp 450 Euro anbietet. Es ist in der unteren Mittelklasse angesiedelt. Als Prozessor setzt der Hersteller auf einen Dimensity 7300 von MediaTek, der auch im 250 Euro günstigen CMF Phone 2 Pro verbaut ist. Der Arbeitsspeicher ist 8 GByte groß, der Flashspeicher 256 GByte. Immerhin kann der Speicher per MicroSD-Karte erweitert werden, was mittlerweile Seltenheitswert hat.
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Basiert offenbar auf Gigaset GS6 Pro
Der OLED-Bildschirm des MC03 hat eine Diagonale von 6,67 Zoll und unterstützt eine Bildwiederholrate von 120 Hertz. Der austauschbare Akku ist mit 5200 mAh (GS6 Pro 5300 mAh) angegeben. Er kann kabelgebunden mit 30 W (PD 3.0) und kabellos mit 15 W geladen werden. Das 240 g schwere Smartphone ist trotz seines auswechselbaren Akkus nach Schutzart IP68 gegen Eindringen von Staub und Wasser geschützt.
Seitens der Kameras sind rückseitig ein 64-MP-Weitwinkel mit Phasenerkennungs-Autofokus (PDAF), ein 8-MP-Ultraweitwinkel mit Festfokus und eine 2-MP-Makrokamera mit Festfokus an Bord. Die Selfiekamera hat einen 32-MP-Sensor mit Festfokus.
Wie das MC03 wird das GS6 Pro mit Android 15 ausgeliefert, verfügt aber über Google-Dienste. Hinsichtlich der Updates verspricht Gigaset lediglich Android 16 und 17 sowie 7 Jahre Sicherheitspatches. Also ein Android-Update weniger, aber zwei Jahre Patches mehr.
Gigaset hat übrigens eine weitere Partnerschaft für das GS6 Pro: Murena, der französische Entwickler der Google-freien Android-Version /e/OS, bietet das Smartphone mit bis zu acht Jahren Softwaresupport temporär für 399 Euro statt 450 Euro an. Das Murena-Modell hat /e/OS 4.0 vorinstalliert, das auf Android 16 basiert.
(afl)
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