Künstliche Intelligenz
Streaming-Streit: Oberlandesgericht Köln verbietet Übernahme der ARD-Mediathek
Ein seit Monaten andauerndes Tauziehen um Grenzen des digitalen Rundfunkrechts ist entschieden. In einem Urteil vom Freitag hat das Oberlandesgericht (OLG) Köln eine weitreichende Entscheidung gegen den privaten Streaming-Anbieter Joyn gefällt. Der 6. Zivilsenat bestätigte damit ein Verbot des Landgerichts Köln vom April 2025 und verschärfte die Auflagen gegen die Tochtergesellschaft von ProSiebenSat.1, die Inhalte der ARD-Mediathek ohne Erlaubnis in das eigene Angebot integriert hatte.
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Mit dem Beschluss unterstreichen die Richter, dass schon das bloße Verlinken sowie das Einbetten („Embedding“) fremder Mediathek-Inhalte zum Zwecke der eigenen Reichweitensteigerung unzulässig ist (Az.: 6 U 75/25). Ausnahme: eine explizite Zustimmung des Rechteinhabers liegt vor.
Der Konflikt schwelt bereits seit Anfang 2025. Joyn begann damals völlig unerwartet, Inhalte der ARD großflächig als integrierten Link anzubieten. Dabei waren vorangegangene Kooperationsverhandlungen gescheitert. Der Betreiber des Streaming-Portals vertrat die Auffassung, öffentlich-rechtlich finanzierte Inhalte dürften ohne Zustimmung genutzt werden. Die ARD sah darin jedoch eine massive Rechtsverletzung.
ProSiebenSat.1 rechtfertigte das Vorgehen ursprünglich als rechtlich zulässiges „Beta-Testing“. Die Gruppe berief sich dabei auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs sowie auf ein eigenes Gutachten. Die ARD erwirkte jedoch eine einstweilige Verfügung, da ihre Mediathek als urheberrechtlich geschützte Datenbank anzusehen sei.
Wettbewerbsrecht und Markenschutz im Fokus
Besonders deutlich ist die Begründung des OLG unter dem Vorsitz von Martin Hohlweck, da sie über das reine Urheberrecht hinausgeht: Die Kammer wertete das Verhalten von Joyn als unlauter im Sinne des Wettbewerbsrechts und als Verstoß gegen den Medienstaatsvertrag. Sie stellte klar, dass auch eine gebührenfinanzierte Anstalt in einem Wettbewerbsverhältnis zu privaten Anbietern stehe und ihre Investitionen in die digitale Infrastruktur schützen dürfe, selbst wenn sie die Inhalte kostenlos anbietet. Das Recht zur Verlinkung decke es keinesfalls ab, eine gesamte Mediathek zu übernehmen, um das eigene kommerzielle Angebot zu verbreitern.
Zudem sah das Gericht eine Täuschung der Nutzer über die Herkunft des Angebots, da Joyn das Aussehen und den Inhalt der ARD-Mediathek weitgehend nachahmte. Die Verwendung der ARD-Marken stufte die zweite Instanz ebenfalls als unzulässig ein, weil eine Verwechslungsgefahr bestehe. Da die Entscheidung im einstweiligen Verfügungsverfahren ergangen ist, sind weitere Rechtsmittel zum Bundesgerichtshof in diesem Strang des Rechtsstreits nicht mehr möglich.
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Parallele Niederlagen
Das Urteil festigt die juristische Position der öffentlich-rechtlichen Sender, die an mehreren Fronten gegen die Einbindung ihrer Inhalte kämpfen. Bereits Ende Mai 2025 unterlag Joyn vor dem Landgericht München I in ähnlichen Verfahren gegen das ZDF und Arte. Auch dort erkannten die Richter eine Verletzung des Medienstaatsvertrags. Zwar hatte Joyn die umstrittene Praxis bereits Anfang März 2025 vorläufig eingestellt. Doch die grundsätzliche Klärung der Rechtslage durch das OLG Köln sorgt nun für ein deutliches Signal an die Branche.
Während die Eilverfahren damit weitgehend abgeschlossen sind, werden die juristischen Auseinandersetzungen in der ersten Instanz in der Hauptsache fortgeführt. Für die ARD und die weiteren betroffenen Sender bedeutet der Kölner Beschluss jedoch einen Etappensieg zur Sicherung ihrer digitalen Souveränität. Die Kölner Richter unterstrichen, dass private Portale nicht einfach „Trittbrettfahren“ dürfen, um ihr eigenes Angebot auf Kosten der öffentlich-rechtlichen Beitragszahler aufzuwerten.
(mho)
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Nvidia-Konkurrenz: Google will sein TPU-Geschäft angeblich groß aufziehen
Google hat mit Meta offenbar einen großen Fisch an Land gezogen, der die eigenen Tensor Processing Units (TPUs) kaufen und in Rechenzentren einsetzen will. TPU nennt Google seine KI-Beschleuniger, die als Alternative unter anderem zu Nvidias und AMDs GPUs dienen. Aktuell ist die Version TPU v7.
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Laut The Information ist das Abkommen zwischen Google und Meta auf mehrere Jahre ausgelegt. Im Vergleich zu den Millionen von Beschleunigern, die Meta von AMD und Nvidia für Dutzende Milliarden US-Dollar kauft, geht es beim Google-Deal um deutlich kleinere Summen. Von mehreren Milliarden US-Dollar ist die Rede. Insbesondere der Preis pro Beschleuniger dürfte niedriger sein als bei der Konkurrenz.
Google bekommt so als Hardware-Zulieferer einen Fuß in die Tür. Angeblich will der Konzern künftig zehn Prozent von Nvidias Marktanteil abhaben. Das wären voriges Jahr rund 16 Milliarden US-Dollar gewesen, rein auf KI-Beschleuniger bezogen: Mit solchen machte Nvidia 162,4 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz, mit Netzwerk-Hardware weitere 31,4 Milliarden, Tendenz weiter steigend.
Google-Joint-Ventures für mehr Verbreitung
Um die Verbreitung von TPUs voranzutreiben, will Google mit einem nicht genannten, großen Investor angeblich ein Joint-Venture gründen. Darüber könnte der Konzern die KI-Beschleuniger an weitere Betreiber von Rechenzentren leasen. Weitere Joint-Ventures mit anderen Investoren könnten folgen. Alternativ zum Leasing könnten diese Tochterunternehmen auch ganze Rechenzentren für Kunden betreiben.
Google muss derweil die Vermarktung der eigenen TPUs und den Einsatz von Nvidia-Hardware ausbalancieren. Mindestens für die Vermietung innerhalb der eigenen Cloud ist Google weiter auf Nvidias KI-Beschleuniger angewiesen, weil viele Kunden mit Nvidias Software arbeiten.
Nvidia-Chef Jensen Huang schließt laut The Information gezielt Abkommen ab, um vielversprechende Firmen an sich zu binden, darunter zuletzt Anthropic. Solche Tendenzen zeigten sich schon früher, etwa bei Nvidias Einstieg bei Groq, womit die Firma einem Deal zwischen OpenAI und Groq zuvorkam. Huang sei nur allzu bewusst, dass mit Gemini und Claude manche der besten KI-Modelle mit Google-Hardware trainiert wurden.
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TPU v7 als Alternative
Googles TPU v7 ist auf dem Papier mit 4,6 FP8-Petaflops langsamer als Nvidias Blackwell Ultra (B300) mit 5 Pflops beziehungsweise 10 mit Sparsity (Wegfall von Nullen in den Matrizen). Auch die Speicherkapazität ist mit 192 statt 288 GByte HBM3e geringer.
Allerdings ist die TPU v7 mit geschätzt 1000 statt 1400 Watt sparsamer. Dafür setzt Google auf den modernen 3-Nanometer-Fertigungsprozess N3P vom Chipauftragsfertiger TSMC, während Nvidia auf den verbesserten 5-nm-Prozess 4NP zurückgreift. Effizienz entwickelt sich zur wichtigsten Metrik, da alle Hyperscaler bei der Stromzufuhr zu ihren Rechenzentren limitiert sind. Zudem wollen sich Hyperscaler offensichtlich nicht von Nvidia als alleinigen Zulieferer abhängig machen.
(mma)
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Top 5: Der beste Heizungsventilator im Test – schneller warm dank Lüfter
Egal, ob Speedcomfort, Climatebooster oder Ecocalm – ein Heizungsventilator verteilt warme Luft schneller im Raum. Wir zeigen die fünf besten Heizungslüfter aus unseren Tests.
Die letzte Gasrechnung liegt noch schwer im Magen, plötzlich tauchen überall diese kleinen Ventilatoren unter Heizkörpern auf. Die Versprechen der Hersteller klingen verlockend: weniger Heizkosten, schneller warm, mehr Wärme aus dem vorhandenen System. Doch was steckt dahinter? Im Test haben wir fünf Heizungslüfter geprüft und zeigen, welcher der beste ist, wann sich die Investition lohnt – und wo das Geld besser in smarte Thermostate (Bestenliste) fließt.
Welcher Heizkörperventilator ist Testsieger?
Speedcomfort 2025 ist unser Testsieger. Er verschwindet weitestgehend unsichtbar unter der Heizung, lässt sich modular erweitern und ist im Test der leiseste. Ein Modul mit Control-Sensor kostet etwa 70 Euro, eines ohne 45 Euro.
Der Climatebooster Radiator Pro ist unser Technologiesieger. Der robuste Heizkörperventilator kommt im Metallgehäuse mit starken Lüftern und in vielen Längen. Die 50-cm-Variante kostet etwa 159 Euro, für die 3-m-Version sind 425 Euro fällig.
Der Sichler ZX-7968 ist unser Preis-Leistungs-Sieger. Der Heizkörperventilator kommt mit Akku, Timer und drei Lüfterstufen für 50 Euro. Im Doppelpack kostet er nur 37,50 Euro pro Gerät.
Ist ein Heizkörperventilator sinnvoll?
Ein Heizungsventilator ist kein Heizlüfter. Der wichtige Unterschied: Er erzeugt keine eigene Wärme, sondern soll die vorhandene Energie effizienter verteilen. Während ein klassischer Heizkörper auf natürliche Konvektion setzt – warme Luft steigt langsam auf, kalte sinkt ab –, beschleunigt ein Heizkörperverstärker diesen Prozess.
Die Physik dahinter ist simpel: Kleine Axiallüfter am Boden des Heizkörpers oder auf seiner oberen Seite saugen kühle Raumluft an und schicken sie durch die Lamellen. Die Luft nimmt Wärme auf und der Raum wird schneller warm. Klingt logisch, funktioniert aber nicht bei allen Heizungen gleich gut.
Kann man mit einem Heizkörperventilator Heizkosten sparen?
Die Herstellerversprechen von gerne mal 20 Prozent Energieeinsparung sollten mit Vorsicht betrachtet werden. Nach dem Energieerhaltungssatz erzeugen die Lüfter keine zusätzliche Wärme, sondern optimieren lediglich deren Verteilung.
Doch wie viel bringt ein Heizungslüfter wirklich? Ein dreimonatiger Praxistest von heise online in einem ungedämmten 50er-Jahre-Bau liefert realistische Einschätzungen. Das Ergebnis: Die Lüfter beschleunigen das Aufheizen spürbar und erhöhen den Komfort – besonders bei ungünstigen Bedingungen wie Möbeln vor dem Heizkörper oder einem Fensterbrett direkt darüber. Die tatsächliche Ersparnis hängt aber stark von Raumgröße, Dämmung, Heizkörpertyp und Thermostateinstellung ab. In gut gedämmten Neubauten fällt der Effekt geringer aus als in Altbauten mit hohem Wärmeverlust.
Welche Heizkörpertypen eignen sich?
Nicht jeder Heizkörper harmoniert gleich gut mit einem Ventilator. Am zuverlässigsten funktionieren klassische Plattenheizkörper (Typ 11, 21 oder 22) – also die flachen, rechteckigen Modelle, die in den meisten Wohnungen hängen. Hier lassen sich die Lüfter einfach unter den Lamellen befestigen oder magnetisch fixieren.
Bei Rippenheizkörpern – den gusseisernen Klassikern aus Altbauten – wird es schwieriger. Die unregelmäßige Form erschwert die Montage. Für Fußbodenheizungen, Konvektoren oder Handtuchheizkörper sind die Geräte nicht konzipiert. Doch auch dafür gibt es Lösungen, wie diese hier von Ecocalm.
Wie laut sind Heizungsventilatoren?
Die Lautstärke ist ein entscheidendes Kriterium – schließlich sollen die kleinen Helfer im Wohnzimmer oder Schlafzimmer arbeiten, ohne zu nerven. Bleiben im Test nur wenige Modelle auf niedrigster Stufe nahezu unhörbar.
Der Speedcomfort 2025 setzt hier den Maßstab. Er arbeitet so leise, dass er im Alltagsbetrieb praktisch nicht auffällt. Auch der Sichler ZX-7968 bleibt auf niedriger Stufe vergleichsweise zurückhaltend. Auf höchster Stufe drehen alle Modelle hörbar auf – das liegt in der Natur rotierender Lüfterblätter. Der Bergström Heatboost Pro ist der lauteste Heizungsventilator im Test.
Wie funktioniert die Montage?
Die Installation ist bei allen getesteten Modellen ohne Werkzeug möglich – handwerkliches Talent benötigt niemand. Drei Befestigungsarten dominieren den Markt.
Im Heizkörper: Magnete fixieren den Lüfter direkt im Heizkörper. Das geht schnell und hinterlässt keine Spuren. Der Speedcomfort 2025 nutzt dieses Prinzip besonders elegant – einfach unter den Heizkörper klicken, fertig.
Unter dem Heizkörper: Der Climatebooster Radiator Pro arbeitet mit einem Schienensystem. Die Montage dauert etwas länger, sitzt dafür aber bombenfest und wirkt wie eine natürliche Erweiterung des Heizkörpers.
Auf dem Heizkörper: Etwa der Sichler ZX-7968 sitzt über einen Magneten gesichert auf dem Heizkörper. Das sieht zwar weniger elegant aus als Heizungslüfter im oder unter der Heizung. Allerdings können auf dem Heizkörper liegende Modelle die Luft nicht nur vertikal, sondern auch horizontal in den Raum blasen.
Benötige ich eine Steckdose in der Nähe?
Die meisten Heizungsventilatoren benötigen eine Steckdose. Das kann unpraktisch werden, wenn die nächste Dose zwei Meter entfernt sitzt. Kabelkanäle oder Verlängerungskabel schaffen Abhilfe, sehen aber nicht gerade schick aus.
Doch es gibt Heizungsventilatoren mit Akku, wie der Sichler ZX-7968 und der Bergström Heatboost Pro: Sie besitzen einen eingebauten Akku und arbeiten sowohl kabelgebunden als auch kabellos. Das macht sie flexibel einsetzbar – etwa an Heizkörpern in Fluren oder Treppenhäusern, wo Steckdosen Mangelware sind.
Steuern die Lüfter sich selbst?
Alle von uns getesteten Modelle starten und stoppen automatisch. Ein eingebauter Temperatursensor erkennt, wenn der Heizkörper warm wird, und schaltet die Lüfter ein. Das passiert üblicherweise bei etwa 33 Grad Celsius. Kühlt der Heizkörper ab, stoppen sie wieder. Das spart Strom und verhindert, dass die Ventilatoren kalte Luft durch den Raum blasen.
Die Heizkörperventilatoren beherrschen diese Automatik im Test zuverlässig. Lediglich beim Ecocalm ohne digitalen Sensor ist die Abschalttemperatur zu gering gewählt, so läuft er noch eine ganze Weile nach, auch wenn der Heizkörper bereits ausgekühlt ist.
Was kostet ein Heizungslüfter – und wann rechnet er sich?
Die Preisspanne reicht von rund 35 Euro für den Bergström Heatboost Pro bis über 400 Euro für den drei Meter langen Climatebooster Radiator Pro. Der Sichler ZX-7968 kostet unter 50 Euro und liefert als Preis-Leistungs-Sieger eine solide Leistung zum fairen Preis.
Die Amortisierung hängt vom individuellen Heizverhalten ab. Wer einen schlecht platzierten Heizkörper hat – etwa hinter einem Sofa oder unter einer tiefen Fensterbank – profitiert stärker als jemand mit frei stehenden Heizkörpern in einem gut gedämmten Neubau. Der Praxistest von heise online zeigt: Gerade in Altbauten mit hohem Wärmeverlust und ungünstiger Heizkörperplatzierung machen sich die Lüfter bezahlt. Grundsätzlich gilt: Je höher die Heizkosten, desto schneller rechnet sich die Investition.
Der Stromverbrauch der Lüfter selbst fällt kaum ins Gewicht. Die kleinen Motoren ziehen zwischen 1 und 5 Watt – das kostet über eine gesamte Heizperiode weniger als einen Euro.
Worauf muss ich beim Kauf achten?
Fünf Punkte entscheiden über die richtige Wahl:
- Heizkörpertyp prüfen: Passt der Lüfter zum vorhandenen Heizkörper? Den Heizkörpertyp vorher ausmessen.
- Lautstärke gewichten: Im Schlafzimmer zählt jedes Dezibel. Hier lohnt sich der Griff zum leiseren Modell.
- Automatik bevorzugen: Ein Temperatursensor spart Strom und Nerven. Manuelles Ein- und Ausschalten vergisst man garantiert.
- Stromversorgung klären: Steckdose in der Nähe? Wenn nicht, kommt ein akkubetriebenes Modell infrage.
- Anzahl der Lüfter planen: Breite Heizkörper benötigen mehrere Lüftermodule. Der Speedcomfort 2025 lässt sich modular erweitern – einfach mehrere Einheiten nebeneinander setzen.
Welche DIY-Lösungen gibt es?
Wer einen 3D-Drucker besitzt, kann sich passende Halterungen für handelsübliche PC-Lüfter (80 mm oder 120 mm) selbst drucken. Auf Plattformen wie Thingiverse oder Printables finden sich fertige Vorlagen, die exakt unter gängige Plattenheizkörper passen. Die gedruckten Halterungen bestehen meist aus PETG – das hält Temperaturen bis 80 °C problemlos aus, PLA dagegen kann sich bei Heizungswärme verformen.
Kombiniert mit leisen 12-V-Lüftern, Neodym-Magneten zur Befestigung und einer PWM-Lüftersteuerung mit passendem Netzteil entsteht so je nach Komponenten ein funktionsfähiger Heizungslüfter für 10 bis 30 Euro. Lüfter von Noctua sind dabei etwas teurer als die von anderen Herstellern, hier kommt es auf die eigene Produktauswahl an, wie teuer das Gesamtpaket schlussendlich wird.
Wer es smart mag, spannt einen ESP32 oder Raspberry Pi ein. Ein Temperaturfühler (etwa ein DS18B20 für unter 3 Euro) am Heizkörper misst die Oberflächentemperatur und steuert die Lüfter per Relais oder Mosfet automatisch. Mit ESPHome oder einem kleinen Python-Script lässt sich das Ganze in Home Assistant einbinden – inklusive Logging, Zeitsteuerung und Push-Benachrichtigung aufs Handy. Technisch reizvoll, aber mit Aufwand verbunden.
Fazit
Heizungsventilatoren sind keine Wunderwaffen – aber ein simples und günstiges Mittel, um mehr aus dem vorhandenen Heizkörper herauszuholen. Besonders in Altbauten mit schlechter Dämmung und ungünstig platzierten Heizkörpern beschleunigen sie das Aufheizen spürbar, wie auch der dreimonatige Praxistest von heise online zeigt.
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Apple vollendet KI-Kurskorrektur: Agentisches Coding in Xcode 26.3
Apple hat die fertige Version seiner Entwicklungsumgebung Xcode in Version 26.3 veröffentlicht. Mit dem Update hält agentisches Coding in die Mac-App Einzug. Entwickler sind damit nicht mehr auf zusätzliche Software-Tools angewiesen, wohl aber auf einen Zugang zu einem geeigneten Large-Language-Modell. OpenAI Codex und Anthropic Claude Agent werden sozusagen „ab Werk“ unterstützt. Es können aber auch Coding Agents und Softwaretools eingesetzt werden, sofern diese das Model Context Protocol (MCP) unterstützen.
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Damit hat Apple seine große KI-Kurskorrektur vollendet: Ursprünglich, im Juni 2024, hatte Apple nämlich eigentlich ein eigenes KI-Modell nur für Coding in Aussicht gestellt. Swift Assist sollte als Begleit-Tool für alle Coding-Aufgaben dienen, agentisch Ideen in Code umsetzen und auf einem cloudbasierten Apple-Modell basieren. Apple pries diese Idee damals damit an, dass Nutzercode nicht auf Apples Servern gespeichert oder zum Modelltraining verwendet wird. Die Spezialisierung auf Swift-Code im Training sowie der Zugang zu den jeweils neuesten SDKs sollten den Swift Assist von den Fähigkeiten der generalisierten KI-Modelle abheben.
Kehrtwende und ein Happy End
Doch aus Apples großen Plänen wurde nichts. Als nach einem Jahr noch nicht einmal eine erste Beta-Version von Swift Assist zu sehen war, schlug das Unternehmen auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2025 einen neuen Weg ein. Statt der eigenen KI schuf Apple eine Schnittstelle zu ChatGPT, die auch für Claude von Anthropic oder andere KI-Modelle verwendet werden konnte. Dies war bereits ein großer und vor allem sofort verfügbarer Schritt nach vorne. Wenn es allerdings darum ging, Projektparameter zu ändern, Storyboards zu verändern oder tiefergehende Eingriffe in vorhandenem Code vorzunehmen, musste die KI passen und konnte nur Ratschläge geben.
Mit der jetzigen Integration von Coding Agents erhält die KI deutlich weitreichendere Möglichkeiten, auf geöffnete Projekte zuzugreifen. Sie kann auch erzeugten Code auf Lauffähigkeit überprüfen und Fehlermeldungen direkt verarbeiten. Damit kann Apple der nächsten WWDC im Juni deutlich entspannter entgegensehen. Spannend bleibt, ob und inwieweit sich der für die Foundation Models geschlossene Deal mit Google, künftig dessen KI Gemini zu verwenden, auch auf die Entwicklertools auswirkt. Gemini 3 gilt auch als recht stark im Coding. Eine Integration wäre aus Sicht vieler Entwickler wünschenswert.
Ab sofort im App Store
Xcode 26.3 war Anfang Februar als Release Candidate veröffentlicht worden. Die Integration der Coding Agents kam für viele zu einem überraschenden Zeitpunkt. Die fertige Version ist Xcodekostenlos im App Store abrufbar.
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(mki)
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