Künstliche Intelligenz
Tesla arbeitet angeblich weiter an Apple CarPlay-Integration
Tesla arbeitet angeblich weiterhin an einer Integration von Apple CarPlay. Seit dem ersten Bekanntwerden von Tests bei dem E-Auto-Hersteller von Elon Musk im November 2025 war es zunächst ruhig um das Thema geworden. Jetzt legte Bloomberg-Reporter Mark Gurman, der den Stein auch ins Rollen gebracht hatte, nach: Die Nicht-Ultra-Version von CarPlay sei bei Tesla weiterhin in Arbeit, berichtete er in seinem wöchentlichen Power-On-Newsletter. Mehr dazu gäbe es in Kürze.
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Sollte Tesla das Apple-User-Interface für das iPhone tatsächlich in seine Fahrzeuge integrieren, würde einer der beharrlichsten Verweigerer von CarPlay umkippen. Bislang stand das Unternehmen auf dem Standpunkt, dass das, was CarPlay Nutzern zu bieten hat, im Tesla-eigenen Infotainment-System hinreichend abgebildet wird. So gibt es auch eigene Apps für Apple Music und Apple Podcasts. Die Tesla-Navigations-App ist eng mit dem Lademanagement verwoben, sodass externe Navi-Apps es schwer haben dürften, einen echten Mehrwert zu liefern. Wer allerdings zum Beispiel Podcast-Apps wie Overcast oder Pocket Casts verwendet, vermisst CarPlay im Tesla: Via Bluetooth können die Podcasts zwar trotzdem über die Lautsprecher des Autos ausgegeben werden, aber die Bedienung ist mühsamer als in Fahrzeugen mit CarPlay-Integration. Ähnliches gilt auch für andere Apps.
CarPlay im Fenster
Laut den im November bekannt gewordenen Informationen soll Tesla planen, CarPlay in einem Fenster darzustellen. Damit würde die Apple-Benutzeroberfläche also nicht wie in vielen anderen Fahrzeugen den gesamten Bildschirm des Infotainmentsystems übernehmen. Angesichts der Größe der Tesla-Bildschirme wäre der nutzbare Bereich aber ausreichend groß für die Belange CarPlays. Auch plane Tesla nicht, die nächste Generation von CarPlay, CarPlay Ultra, einzusetzen. Diese erstreckt sich auch auf Instrumente im Armaturenbrett und erlaubt eine Steuerung von verschiedenen Fahrzeugfunktionen – all dies im Apple-Design. Bislang unterstützen dies aber nur sehr wenige Autohersteller.
Dass Tesla CarPlay jetzt überhaupt zulassen will, hängt laut Medienberichten mit den sinkenden Verkaufszahlen des Autoherstellers zusammen. In den USA ist zudem eine Steuergutschrift weggefallen, die den Vertrieb der Fahrzeuge belastet. CarPlay könnte hier einen neuen Kaufanreiz liefern, da laut einer McKinsey-Studie knapp ein Drittel aller Autokäufer das Fehlen von CarPlay als Ausschlusskriterium beim Fahrzeugkauf betrachtet. Diese Zahlen hat auch Apple in der Vergangenheit gerne betont.
(mki)
Künstliche Intelligenz
Schluss mit Datensammelwut: Google macht reCAPTCHA DSGVO-konformer
Lange Zeit war der Einsatz von Googles reCAPTCHA für europäische Webseitenbetreiber ein datenschutzrechtlicher Drahtseilakt. Der Dienst soll gegen Bots und Spam schützen. Doch die Art der Datenverarbeitung sorgte regelmäßig für Kopfschmerzen in Rechtsabteilungen. Bisher agierte Google bei der Analyse von Nutzerverhalten weitgehend als eigenständiger „Datenverantwortlicher“. Das bedeutete, dass der US-Konzern selbst entschied, wie und zu welchen Zwecken die im Hintergrund gesammelten Informationen verarbeitet wurden – oft unter Verweis auf die allgemeinen Google-Datenschutzbestimmungen. Diese Ära der Unverbindlichkeit geht nun zu Ende.
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Wie Google angekündigt hat, steht ein Richtungswechsel bevor. Zum 2. April 2026 stellt der Tech-Riese das Betriebsmodell von reCAPTCHA weltweit um. Der Dienst wandelt sich von einem Angebot mit eigener Datenhoheit hin zu einer klassischen Auftragsverarbeitung.
Damit gliedert sich der Bot-Schutz in die Riege der professionellen Google Cloud Services ein und folgt künftig denselben Compliance-Vorgaben, die Kunden bereits von der Cloud-Plattform des Hyperscalers kennen. Der Schritt geht über eine formale Anpassung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen hinaus: er verschiebt das Machtgefüge in der Datenverarbeitung zugunsten der Betreiber.
Rollentausch bei der Datenverantwortung
In der Praxis bedeutet die Transformation, dass vom Frühjahr an die Webseitenbetreiber selbst in die Rolle des „Data Controllers“ schlüpfen. Sie bestimmen damit Zweck und Mittel der Datenverarbeitung, während Google lediglich als „Data Processor“ agiert. Google verarbeitet die auf den Kunden-Webseiten erhobenen Daten also nur noch nach strengen Anweisungen der jeweiligen Betreiber.
Damit reagiert das Unternehmen auf anhaltende Kritik von Datenschützern. Sie monierten, dass Nutzerdaten aus Sicherheitsabfragen unbemerkt in die riesigen Profiling-Töpfe des Werbekonzerns fließen könnten. Mit der neuen Struktur wird eine klare Trennwand eingezogen: Die erhobenen Informationen dürfen fortan nur noch für die Bereitstellung, Wartung und Sicherheit des reCAPTCHA-Dienstes selbst verwendet werden.
Besonders deutlich dürfte die Änderung für die Anwender sein. Wer eine Webseite aufruft, die durch reCAPTCHA geschützt ist, sieht im kleinen Logo-Badge oft noch den Hinweis auf die Google-Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen des Konzerns. Diese Verweise werden ab dem Stichtag verschwinden. Da die Nutzer nicht mehr den allgemeinen Google-Bedingungen unterworfen sind, entfällt die direkte rechtliche Verknüpfung im Widget. Google fordert seine Kunden proaktiv dazu auf, bestehende manuelle Hinweise auf die Google-Privacy-Policy im Zusammenhang mit reCAPTCHA von ihren Präsenzen zu entfernen, um der neuen Rechtslage gerecht zu werden.
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Nahtloser Übergang und rechtliche Klarheit
Technisch gesehen soll der Übergang für Admins weitgehend geräuschlos erfolgen. Google versichert, dass es keine Unterbrechungen im Service geben werde. Bestehende Site-Keys behielten ihre Gültigkeit. Auch die Funktionsweise von Sicherheitsfunktionen wie Account Defense oder SMS-Schutz bleibe unangetastet. Interessant ist indes die strategische Einbettung: Da alle Classic-Keys bereits in die Cloud-Plattform migriert wurden, erfolgt die Verarbeitung nun einheitlich im Rahmen des sogenannten Cloud Data Processing Addendum. Dieser Zusatz soll Firmen die benötigte Rechtssicherheit geben, da die Datenverarbeitung nun zweckgebunden auf die Bedrohungserkennung und Betrugsprävention limitiert ist.
Der Wandel kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. In einer Ära, in der KI nicht nur zur Abwehr, sondern auch zur Erstellung immer raffinierterer Bots genutzt wird, steigt der Bedarf an verlässlichen Verifizierungswerkzeugen. Webseitenbetreiber können prinzipiell künftig mit deutlich weniger Bedenken argumentieren, dass der Einsatz des Tools zur Wahrung berechtigter Interessen nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erfolgt. Denn die Gefahr, Nutzerrechte durch unkontrolliertes Tracking zu verletzen, ist erst einmal vom Tisch.
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(nie)
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Tipps für Microsofts Sysinternals-Werkzeuge | heise online
Eine Sammlung kostenloser Werkzeuge, mit denen Sie Windows so richtig tief unter die Haube schauen und dort herumschrauben können, das ist die Sysinternals-Suite. Zu den Klassikern aus der Suite gehören „Autoruns“ (zeigt alle Programme, die Windows beim Hochfahren automatisch mitstartet), der „Process Explorer“ (ein alternativer Taskmanager) und der „Process Monitor“, der alle (!) Zugriffe auf Laufwerke und Registry protokolliert. Es stecken aber noch über 70 weitere Werkzeuge in der Suite.
- Sämtliche Systemwerkzeuge der Sysinternals-Suite lassen sich auf verschiedenen Wegen auf den Rechner holen, etwa per Browser, Store und sogar mit dem Explorer.
- Den Umgang mit den Kommandozeilenprogrammen aus der Suite erleichtern Sie sich mit dem Anpassen einer Systemvariable.
- Für manche Programme haben wir spezielle Tipps, die Ihnen viel Zeit sparen.
Geschrieben wurden die Werkzeuge von Mark Russinovich und seinen Kollegen von der Firma Winternals, und zwar meist noch vor der Übernahme durch Microsoft vor mittlerweile zwei Jahrzehnten. Heute arbeitet er dort als Chief Technology Officer für Azure. Die längst auf die Microsoft-Website umgezogenen Sysinternals-Programme werden dennoch stets aktuell gehalten.
Hier soll es allerdings nicht darum gehen, was Sie mit den einzelnen Werkzeugen alles anfangen können (Details dazu finden Sie hier: nützliche Profi-Tools aus der Sysinternals Suite). Stattdessen finden Sie hier Tipps, wie Sie die Programme mit möglichst wenig Aufwand erhalten und starten können.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Tipps für Microsofts Sysinternals-Werkzeuge“.
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Künstliche Intelligenz
enterJS Integrate AI: So bringt KI echten Mehrwert in Webanwendungen
Am 28. April 2026 laden die Veranstalter der Enterprise-JavaScript-Konferenz enterJS zum Online-Thementag: Die eintägige Veranstaltung enterJS Integrate AI zeigt, wie man KI sinnvoll in seine Webanwendungen integriert, sodass diese wirklich besser werden – statt komplizierter, unsicherer oder frustrierender.
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Konzipiert von dpunkt.verlag und iX in Kooperation mit dem enterJS-Beirat Sebastian Springer, richtet sich die Online-Konferenz an Fullstack- und Frontend-Developer sowie technikaffine Produktverantwortliche. Zum Programmstart sind vergünstigte Frühbuchertickets verfügbar.
Echter Mehrwert durch KI im Web
In sechs jeweils 45-minütigen Vorträgen am 28. April geben die Sprecherinnen und Sprecher Einblicke in ausgewählte Themengebiete rund um die KI-Integration im Web: Wann ist Voice AI in Webanwendungen sinnvoll – und wann nicht? Das klärt Marius Obert in seinem Vortrag, während Christian Liebel den Weg zu smarteren Webanwendungen mit WebNN API und Prompt API demonstriert. Vicky Pirker nimmt die Teilnehmenden mit auf eine Reise von „KI vs. Mensch“ zu „KI und Mensch“ und spickt ihren Vortrag mit Praxisbeispielen für einen geeigneten KI-Einsatz. Zum Abschluss reflektieren die Speaker die Vorträge des Tages in einer Diskussionsrunde.

Workshop zu LangChain und LangGraph

Sebastian Springer weckt als Dozent für JavaScript, Sprecher auf Konferenzen und Autor die Begeisterung für professionelle Entwicklung mit JavaScript.
Am 7. Mai haben Interessierte darüber hinaus die Gelegenheit, ihr Wissen in einem ganztägigen Online-Workshop zu vertiefen. Sie lernen von Sebastian Springer, wie sie KI-Workflows verstehen und souverän einsetzen können, und tauchen dazu tief in die Tools LangChain und LangGraph ein.
Die Teilnehmenden sollten solide JavaScript-Kenntnisse, Grundwissen in Node.js und erste Erfahrungen mit LLMs besitzen. Am Ende des Tages nehmen sie ein klares Architekturverständnis mit, das ihnen ermöglicht, eigene KI-Anwendungen souverän zu planen, umzusetzen und langfristig wartbar zu gestalten.
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Ab sofort: Frühbuchertickets und Gruppenrabatte
Mit Veröffentlichung des Programms stehen vergünstigte Frühbuchertickets zur Buchung bereit: Ein Ticket kostet 249 Euro (alle Preise zzgl. 19 % MwSt.). Wer mit seinen Kolleginnen und Kollegen teilnimmt, profitiert ab drei Personen von einem Gruppenrabatt. Der Ganztages-Workshop lässt sich für 549 Euro pro Person buchen.
Weitere Informationen rund um den enterJS-Thementag bietet die Website, auf der sich zudem ein Newsletter abonnieren lässt.
(mai)
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