Künstliche Intelligenz
Test: Ottocast Screenflow – Carplay-& Android-Auto-Display mit Netflix & Youtube
Ein Auto-Display zum Nachrüsten von Carplay und Android Auto – und das sogar mit Netflix und Youtube? Der Ottocast Screenflow hat einiges zu bieten.
Wer ein älteres Auto fährt, muss nicht auf Carplay oder Android Auto verzichten: Mit dem Ottocast Screenflow lassen sich die bekannten Smartphone-Schnittstellen kabellos nachrüsten. Der große Bildschirm wird wie ein Navigationsgerät montiert und verbindet sich anschließend drahtlos mit dem Smartphone.
Ein besonderes Extra: Das Gerät verfügt über ein eigenes System mit zusätzlichen Apps – darunter Netflix und YouTube, die bei Android Auto und Carplay normalerweise gesperrt sind. So lässt sich das Display in Pausen auch zum Streamen nutzen. Wie sich der Carplay-Monitor im Test schlägt und wo seine Schwächen liegen, zeigen wir im Testbericht.
Display & Verarbeitung
Das Ottocast Screenflow tritt im typischen Look eines Carplay-Displays auf. Der Monitor bietet ein breites Bildformat und mit einer Diagonale von 11,4 Zoll eine großzügige Anzeigefläche. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, ist sauber verarbeitet und zeigt weder scharfe Kanten noch sichtbare Spaltmaße.
Der Bildschirm liefert eine scharfe Darstellung mit 1920 × 720 Pixeln. Full-HD-Auflösung bietet er zwar nicht, für die Nutzung von Carplay, Android Auto und gelegentliches Video-Streaming im Auto reicht die Bildqualität jedoch aus. Mit 60 FPS bietet die Anzeige eine flüssige Darstellung. Eine automatische Helligkeitsanpassung fehlt. Es gibt lediglich einen Tag- und einen Nachtmodus, zwischen denen man manuell über die Schnelleinstellungen wechseln kann, um zwei voreingestellte Helligkeitsstufen zu nutzen – eher unpraktisch, da dies den Fahrer ablenkt.
Auf der Rückseite befinden sich seitlich Anschlüsse für ein AUX-Kabel zur Verbindung mit dem Autoradio sowie ein Videoeingang für eine optional erhältliche Rückfahrkamera. Zusätzlich gibt es einen microSD-Slot, über den sich Audio- und Videodateien direkt abspielen lassen. Die Stromversorgung erfolgt über den USB-C-Anschluss per 12‑Volt‑Adapter.
Montage & Einrichtung
Im Lieferumfang liegt eine Halterung zum festen Aufkleben auf das Armaturenbrett. Sie hält sehr stabil, der große Bildschirm kann jedoch bei kleinen Fahrzeugen die Sicht beeinträchtigen. Im Test mit einem Opel Adam ragte die Anzeige leicht ins Sichtfeld.
Optional bietet Ottocast für rund 18 Euro (Code: CYBER40) eine Saugnapfhalterung an. Auch Modelle anderer Zubehöranbieter passen meist, da die vier Befestigungslöcher auf der Rückseite genormt sind. Damit lässt sich der Monitor flexibler ausrichten und bei Bedarf tiefer positionieren. In unserem Test hielt diese Lösung jedoch vor allem im Sommer nicht zuverlässig im Cockpit.
Die Stromversorgung erfolgt über USB-C. Ein 12-Volt-Adapter liegt bei, der Bildschirm lässt sich aber auch direkt über einen USB-C-Ausgang im Auto oder per Powerbank betreiben. Für Android Auto oder Carplay muss man das Smartphone per Bluetooth koppeln, anschließend baut das Gerät automatisch eine lokale WLAN-Verbindung auf.
Funktionen & Anwendung
Der Screenflow selbst bietet eine eigene Bedienoberfläche auf Basis von Android 13. Nach dem Einschalten startet das System innerhalb weniger Sekunden und zeigt den Startbildschirm. Auf dem Startbildschirm erscheinen dann die Symbole für Android Auto und Carplay. Die Verbindung steht in der Regel nach etwa 30 Sekunden. Vereinzelt dauert es bis zu eine Minute.
Dank des breiten Bildformats zeigt der Screen standardmäßig bei Carplay und Android Auto eine Navigations-App wie Google Maps zusammen mit einer Musik-App wie Spotify. Auf Wunsch lässt sich diese Carplay- und Android-Auto-Ansicht parallel mit dem Homescreen und weiteren Apps im Splitscreen darstellen.
Wer die zusätzlichen Apps auf dem Homescreen nutzen will, muss zuvor einen WLAN-Hotspot über das Smartphone bereitstellen und das Display damit verbinden. Wer möchte, kann über den Videoeingang auch eine Rückfahrkamera anschließen. Aufgrund des hohen Montageaufwands haben wir das im Test allerdings nicht ausprobiert.
Ab Werk sind Apps wie Netflix, YouTube, Tiktok und Youtube Music vorinstalliert. Zudem steht ein eigener App-Store des Herstellers bereit, der jedoch nicht den vollen Umfang des Google Play Store bietet. Im Test funktionierte das problemlos – Internetverbindung und Handyempfang vorausgesetzt. Nach der Anmeldung mit dem eigenen Konto ließen sich Netflix- und Youtube-Inhalte direkt auf dem Bildschirm abspielen.
Wichtiger Hinweis: Wer während der Fahrt Videos oder Streaming-Dienste nutzt, riskiert nicht nur eine gefährliche Ablenkung, sondern auch ein Bußgeld: Laut § 23 Abs. 1a StVO ist das Bedienen von Geräten mit Display während der Fahrt verboten.
Für die Tonübertragung empfiehlt sich eine Verbindung per AUX-Kabel – vorausgesetzt, das Autoradio verfügt über einen entsprechenden Eingang. Fahrzeuge ohne AUX-Anschluss können alternativ den integrierten FM-Transmitter nutzen. Dabei sendet der Bildschirm das Audiosignal per Funk an das Radio. Dazu wählt man am Ottocast Screenflow eine freie Frequenz und stimmt das Autoradio darauf ab. Die Klangqualität ist dabei deutlich schwächer und anfälliger für Störungen, wenn nahegelegene Radiosender auf derselben Frequenz senden.
Sowohl bei der Verbindung per AUX-Kabel als auch über den FM-Transmitter funktioniert die Lenkradfernbedienung nicht für die Titelauswahl. Lediglich die Lautstärke kann man damit steuern. Im Display selbst ist zudem ein Lautsprecher integriert, der jedoch nur einen dünnen und wenig überzeugenden Klang bietet. Auch über FM-Transmitter oder AUX-Kabel überzeugt die Klangqualität nicht vollständig: Podcasts klingen teils blechern und übersteuern leicht. Einen Equalizer zur Anpassung der Wiedergabe gibt es nicht.
Als dritte Option nennt der Hersteller Bluetooth. Der Screenflow unterstützt jedoch kein Dual-Bluetooth. Das bedeutet: Ist der Monitor per Bluetooth mit dem Autoradio gekoppelt, muss das Smartphone per Kabel angeschlossen werden. Im Test mit einem Opel Adam erkannte das Autoradio den Screenflow allerdings nicht als Bluetooth-Gerät – diese Variante funktionierte daher nicht.
Preis
Bei Ottocast kostet der Screenflow derzeit 120 Euro. Mit dem Code TS20 sinkt der Preis auf 96 Euro. Mit Saugnapfhalterung liegt der Preis dann bei 104 Euro.
Hinweis: Auch wenn die Ware aus deutschen Lagern versendet wird, hat der Hersteller seinen Sitz in China. Beim Kauf können daher abweichende Bedingungen von den in der EU üblichen Verbraucherschutzrechten gelten – etwa bei Gewährleistung, Widerruf oder Käuferschutz.
Der Hersteller bietet eine 30‑Tage‑Rückgabemöglichkeit an, die jedoch mit zusätzlichen Versandkosten verbunden sein kann. Für Transportversicherung und Garantie fallen teils weitere Gebühren an.
Fazit
Der Ottocast Screenflow bringt Android Auto und Carplay kabellos in ältere Fahrzeuge. Das große, helle Display startet schnell und lässt sich einfach einrichten. Ein besonderer Pluspunkt ist die Möglichkeit, Netflix und Youtube per App direkt über das System zu nutzen – Funktionen, die andere Nachrüstlösungen meistens nicht bieten.
In kleineren Fahrzeugen kann der Bildschirm jedoch die Sicht auf die Fahrbahn einschränken. Eine alternative Halterung fehlt, und im Test zeigten sich einzelne Schwächen: Android Auto startete im Test mitunter verzögert, die Audioausgabe musste häufig erneut manuell gewählt werden, eine automatische Helligkeitsregelung fehlt bedauerlicherweise.
Wer Android Auto oder Carplay nachrüsten und zugleich Streaming-Funktionen nutzen möchte, findet im Ottocast Screenflow aber eine passende Lösung mit Alleinstellungsmerkmal.
Künstliche Intelligenz
TNBT sagt Tschüss: Auf Wiedersehen, Vision Pro | TNBT-Podcast
Ein massiver Sprung bei der Bildqualität, ein ausgefleischtes Betriebssystem, funktionierende Augen- und Gestensteuerung sowie tiefe Integration in das Apple-Ökosystem: Die Vision Pro brachte viel frischen Wind in die Virtual-Reality-Welt und tritt trotzdem auf der Stelle. Die Probleme und Fehlstellen sind hinlänglich bekannt – zu teuer, zu unpraktisch, kaum alltagstauglich, wenige Apps.
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In Episode 59 – der letzten Folge – spricht Leo Becker noch einmal mit Mark Zimmermann, Leiter für mobile Lösungen bei EnBW. Wir tauschen uns über die vergangenen knapp zwei Jahre mit der Vision Pro aus, was wir über räumliches Computing gelernt haben – und wie KI der Vision Pro den Boden unter den Füßen weggezogen hat.
Seit Mitte 2023 – kurz vor der Enthüllung der Vision Pro – setzte sich TNBT mit den vielen offenen Fragen rund um VR-Headsets und Apples Rolle in diesem Segment auseinander. „The next big thing“ ist die Vision Pro nicht geworden. Offen bleibt, ob sich Apple damit in eine Sackgasse manövriert hat oder doch ganz langsam die Basis für etwas Neues schaffen kann. Wir sagen jedenfalls Danke fürs Zuhören und das Feedback.
(lbe)
Künstliche Intelligenz
Glasfaser-Strategiewechsel der Telekom: Auf dem Land ist die Action
Die Deutsche Telekom steht in ihrem Heimatmarkt unter Druck: Lange Zeit hatten die Bonner den Glasfaser-Ausbau eher damit vorangetrieben, Bürgersteige statt Bürger mit Leitungen zu versorgen. Doch damit soll jetzt Schluss sein: Eine Million Glasfaseranschlüsse will die Deutsche Telekom 2027 mit ihren Partnern bis in die Haushalte legen. Und dafür sieht sie sich auf Kurs: 25 Millionen Glasfaseranschlüsse bis 2030 seien weiterhin das Ziel, setzt der seit März 2025 für Deutschland zuständige Vorstand Rodrigo Diehl die Marke fest.
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Damit sei nicht nur „Homes Passed“ gemeint, also Glasfaser am Bürgersteig, versichern gleich mehrere Vertreter des Konzerns. Und auch nicht einfach nur „Fibre to the building“ (FTTB), also Hausstich und Netzabschlusspunkt im Keller. Sondern wirklich bis zum Endkunden verfügbare Glasfaser – in Mehrfamilienhäusern also auch mit der notwendigen Verkabelung im Haus, die Netzebene 4 (NE4).
Aus 12,5 Millionen Haushalten, an denen 870.000 Kilometer Telekom-Glasfaser vorbeiführen, soll also absehbar mehr als die Hälfte aller deutschen Haushalte werden. Damit leitet der gebürtige Argentinier Diehl einen Strategiewechsel ein. Diehl will die verschiedenen Ziele, die sich die Telekom über die Jahre gesetzt hat, nun auch tatsächlich erreichen.
Take-Up-Rate soll deutlich steigen
Rein freiwillig geschieht das nicht: Immer größer wird der Druck, dass das DSL-Netz in einem geordneten Prozess abgeschaltet werden soll. Die EU-Kommission will diese „Kupfer-Glas-Migration“ bis spätestens 2035 europaweit erreicht haben. Die Bundesnetzagentur hat als zuständige Regulierungsbehörde dazu in dieser Woche ein Konzept vorgestellt.
Die Festnetzanschlüsse sind für das Deutschlandgeschäft der Telekom mit zwei Dritteln der Umsätze das Brot-und-Butter-Geschäft. Sie hat ihre Infrastruktur in den vergangenen Jahren bereits deutlich ausgebaut, auch wenn in der Branche über die genaue Investitionshöhe sehr unterschiedliche Rechnungen existieren.
Die Kunden sehen bislang meist wenig Grund, auf Glasfaser zu wechseln: zu hohe Preise für Produkte, deren Leistungsfähigkeit den Bedarf vieler Nutzer übersteigt. Das ist ein Problem – wenn auch bislang weniger für die Telekom als für ihre Konkurrenten, die von der DSL-Nutzung nicht profitieren. Die sogenannte Take-Up-Rate, das Verhältnis zwischen vorhandenen und auch tatsächlich gebuchten Anschlüssen, war bislang ausgesprochen schlecht. Im vergangenen Jahr berichtete der Konzern von mageren 16 Prozent.
Doch auch die Telekom muss weg von der alten Technik. Während die Ausbaukosten in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen sind – laut Telekom seit 2020 um 46 Prozent – halten die Verbraucherpreise nicht Schritt. Doch der Anbieter steht vor dem Dilemma: Entweder baut er selbst aus und schließt an – oder er verliert Kunden dauerhaft an die Konkurrenz. Deshalb heißt das Ziel jetzt: Die Kunden sollen Glasfaser buchen und das am besten bei der Telekom selbst.
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Der Häuserkampf geht weiter
Bei Einfamilienhäusern sei die Take-Up-Rate gut, schildert Diehl, bei Mehrfamilienhäusern jedoch weiterhin ausbaufähig. Das ist der derzeitige Haupt-Flaschenhals für schnelleren Glasfaserausbau: Deutschland ist Mieterland, von 39,3 Millionen Haushalten leben über die Hälfte zur Miete.
Dazu kommt ein starkes Stadt-Land-Gefälle: Gerade in den Ballungszentren, dort, wo die Telekom bereits viel Glasfaser im Straßenland liegen hat, ist die Zahl der Mietwohnungen hoch. Doch der Ausbau in den Häusern, die sogenannte Netzebene 4, ist technisch schwierig und organisatorisch aufwändig. „Mit 10 Prozent Auslastung fliegt kein Business Case“, sagt Diehl in Berlin. Die 90 Prozent ohne Vertrag seien aber immerhin die Chance auf ein gutes Geschäft.
Insbesondere die Abstimmung mit den Vermietern für den Ausbau ist neben veralteten Vorschriften für die Verlegung auf Netzeben 4 und 5 schwierig. Doch auch wenn Telekom und Konkurrenz immer wieder betonen, sie seien mit der Wohnungswirtschaft im Gespräch: Bislang passiert hier wenig.
Vermieter profitieren von den schnelleren Infrastrukturen nicht direkt. Ob es ein „Recht auf Vollausbau“ für die Glasfaseranbieter geben soll, ist derzeit Gegenstand der politischen Diskussion. Dann würde für alle Kunden ausgebaut, sobald ein einziger Anschluss gebucht wird.
Für Diehl ist das der Schlüssel: In der Vergangenheit sei die Telekom für jeden einzelnen Vertrag neu in die Mehrfamilienhäuser gegangen, um den Ausbau bis zum Endkunden vorzunehmen, sagt er. Das sei zu teuer, damit solle nun Schluss sein: Vollausbau sei der einzig sinnvolle Weg.
Hauptgegner Fernsehkabel
Der Telekom-Hauptgegner im Glasfaser-Häuserkampf bleibt aber eine eigentlich uralte Technologie. „TV-Kabelnetze sind auch Kupfernetze“, sagt Diehl. Es brauche Klarheit, dass nur Glasfasernetze die Zukunft seien, führt er aus. Und eben nicht Begriffe „gigabitfähige Netze“, mit denen die Kabelnetzbetreiber operieren. Keine ganz neue Forderung, aber eine, die für die Telekom entscheidend ist.
„Wir sind gegen eine Zwangsmigration“, sagt Diehl. Aber über Regeln für die DSL-Abschaltung zu sprechen, ist offenbar nicht mehr völlig tabu. Die Telekom will sich hier offener zeigen als in der Vergangenheit, als sie darauf beharrte, dass allein sie über ihr Kupfernetz entscheide. Sie spare auch keinen Cent an der Instandhaltung ihrer Kupfernetze, solange diese betrieben würden.
Und auch zu offeneren Zugangsmodellen für Wettbewerber zeigte sich Diehl durchaus bereit – wenn denn Open Access für alle am Markt verpflichtend würde. Das würde der Telekom auch aus anderen Gründen durchaus in die Karten spielen: Im Skalengeschäft Telekommunikation hat die Telekom eine gute Ausgangsposition.
Diehl will aufs Land – und überbauen
Das wiederum hängt mit der vielleicht folgenreichsten Änderung an der Telekomstrategie zusammen: Während die Mehrfamilienhaus-Großstädte umkämpft bleiben, will Diehl die unmittelbare Konkurrenz nun dort angreifen, wo die bislang mit Glasfaser noch allein ist. „Unsere Wettbewerber haben hauptsächlich in ländlichen Gebieten ausgebaut“, sagt Diehl. Dort sei die Action. Das bedeute unter anderem: Einfamilienhäuser. Die buchen besonders häufig Glasfaseranschlüsse – auch, weil das den Wert der Immobilie steigert.
Doch während die Telekom bislang stark darum bemüht war, den Eindruck einer direkten Konkurrenz mit anderen Glasfaseranbietern zu vermeiden, klingt das nun deutlich anders: Gerade einmal drei Prozent der Gebiete wären in Deutschland Überbaugebiete. Spanien etwa habe 70 Prozent mehrfach ausgebaute Gebiete, das sei also kein Problem, schildert Diehl.
Man darf das als Kampfansage deuten – die von den Mitbewerbern aufmerksam verfolgt wird. Der kapitalgetriebene Glasfaserausbaumarkt steht derzeit gewaltig unter Druck, seitdem die Zinskosten angestiegen sind. Übernahmegerüchte gehören derzeit zum Tagesgeschäft.
„Wir werden viel mehr in ländlichen Gebieten bauen“, erläutert der Deutschland-Vorstand der Telekom. Und meint damit auch den Überbau: Künftig könnten mehrere Glasfaseranbieter mit ihren physischen Leitungen einem Kunden ihre Dienste anbieten.
Der Bonner Konzern hat neben dem DSL-Netz einen weiteren entscheidenden Vorteil: Das Unternehmen ist weniger stark von den Zinskosten abhängig, kann den Ausbau weitgehend aus Eigenmitteln stemmen. Viele der Glasfaseranbieter hätten ihre Geschäftsmodelle mit höheren Einnahmen pro Nutzer berechnet, rechnet Rodrigo Diehl vor.
Wenn nun auch noch die Deutsche Telekom in die bereits von der Konkurrenz erschlossenen Gebiete geht, dürfte das für manche den wirtschaftlichen Todesstoß bedeuten. Dass die Telekom andere Netze übernimmt, schließt Diehl nicht kategorisch aus, dämpft aber die Erwartungen: Nur wenn ein Netz auch technologisch dem Telekomstandard annähernd entspreche, käme eine Kooperation überhaupt infrage. Und natürlich würde auch das Kartellrecht eine wichtige Rolle spielen – und etwa eine Übernahme in der Größenordnung der „Deutsche Giganetz“ von vornherein unmöglich machen. Die Investoren werden es gehört haben.
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Top 10: Der beste Fitness-Tracker im Test – gute Pulsuhren schon unter 100 Euro
Whoop 4.0
Whoop 4.0 will als Fitness-Wearable helfen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit basierend auf wissenschaftlicher Grundlage zu optimieren. Für wen sich das Armband mit integriertem optischen Sensor lohnt, klären wir im Test.
- guter KI-Coach
- integrierte Trainingsdatenbank für Kraftsport
- guter Pulssensor
- teuer
- kein integriertes GPS
- Stressmessung teilweise ungenau
Whoop 4.0 im Test
Whoop 4.0 will als Fitness-Wearable helfen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit basierend auf wissenschaftlicher Grundlage zu optimieren. Für wen sich das Armband mit integriertem optischen Sensor lohnt, klären wir im Test.
Im Segment der Fitness-Tracker ist das Whoop 4.0 in gleich mehrerlei Hinsicht ein besonderes Produkt. Denn anders als die Geräte von Fitbit, Garmin, Huawei und Co. verzichtet der Hersteller des Whoop-Bands auf ein Display. Gemessene Daten lassen sich dementsprechend nur in der App ablesen. Ferner bekommen Anwender das Whoop 4.0 weitestgehend kostenlos, müssen für die Nutzung aber ein kostenpflichtiges Abo abschließen.
Wir haben uns das Whoop 4.0 mit seiner einzigartigen Funktionsweise genauer angeschaut und klären in unserem Test, für wen sich die Anschaffung des Wearables und das zugehörige Abonnement lohnt.
Design: Wie trägt man Whoop?
Wie bereits erwähnt, verzichtet der Hersteller beim Whoop 4.0 vollständig auf ein Display. Damit möchte das Unternehmen eine seiner Meinung nach unnötige Ablenkung eliminieren und den Fokus auf die reine Datenanalyse legen. Das Gerät besteht dementsprechend aus einem kleinen schwarzen Gehäuse, in dem der Akku und die Sensoren des Trackers eingebaut sind, bestehend aus fünf LEDs mit grünem und infrarotem Licht sowie vier Fotodioden, die Herzfrequenz, Hauttemperatur und Blutsauerstoff messen.
Neben dem eigentlichen Gerät ist im Lieferumfang ein gewebtes Stoffarmband und ein drahtloses Akku-Ladepack enthalten. Das Armband lässt sich flexibel in der Größe anpassen und wird am Gehäuse des Whoop 4.0 eingeklemmt. Mit einem Bügelmechanismus kann man anschließend das Armband am Handgelenk fixieren. Was auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig wirkt, entpuppt sich in der Praxis als durchdachte und bequeme Lösung, die dazu führt, dass man das Whoop 4.0 im Alltag kaum spürt.
Whoop bietet zudem eine Vielzahl an Zubehör an, darunter neben verschiedenen Armbändern aus unterschiedlichen Materialien und Bizepsbändern für das Tragen am Oberarm auch Arm-Sleeves oder Unterwäsche, in der man das Wearable platzieren kann. Dadurch hat man die Möglichkeit, das Whoop 4.0 an verschiedenen Stellen am Körper zu tragen und es weitestgehend unter der eigenen Kleidung verschwinden zu lassen. Für bestimmte Sportarten, bei denen ein Armband am Handgelenk hinderlich oder sogar gefährlich sein kann, ist das definitiv ein Vorteil gegenüber anderen Fitness-Trackern.
Das Whoop 4.0 ist übrigens nach IP68-Standard zertifiziert und übersteht damit ein Eintauchen in zehn Metern Wassertiefe für maximal zwei Stunden. Der Tracker eignet sich dementsprechend auch für den Einsatz bei diversen Wassersportarten.
Einrichtung: Kann man Whoop auch ohne Mitgliedschaft nutzen?
Das Whoop 4.0 funktioniert nur im Rahmen eines Abo-Modells. Die Einrichtung erfolgt ein wenig anders als bei einem herkömmlichen Fitness-Tracker. Möchte man das Whoop 4.0 ausprobieren, erstellt man einen Account bei Whoop und lässt sich das Whoop 4.0 zuschicken. Für Neukunden ist eine 30-tägige kostenlose Testphase inklusive. Sobald der Test abgelaufen ist, wird man in der App aufgefordert, ein Abo abzuschließen, damit man weiter alle Funktionen von Whoop nutzen kann.
Die Einrichtung des Trackers an sich funktioniert aber denkbar einfach. Wir laden die Whoop-App auf unser Smartphone herunter, loggen uns mit unserem Account ein und koppeln das Wearable via Bluetooth über die Geräteeinstellungen mit dem Handy. Nach erfolgreicher Kopplung können wir uns durch ein Tutorial klicken, das uns die wichtigsten Funktionen des Whoop-Bands und der App erklärt.
Aktivität & Training: Was zeichnet Whoop auf?
Obwohl es sich beim Whoop 4.0 um ein Fitnessarmband handelt, gibt es im Vergleich zu klassischen Smartwatches (Bestenliste) und Fitness-Trackern (Bestenliste) einige wesentliche Unterschiede. Das wichtigste Detail vorweg: Das Whoop verzichtet auf ein Display, sodass die Bedienung nur in Verbindung mit dem Smartphone möglich ist. GPS-Features oder ein Schrittzähler fehlen komplett.
Stattdessen misst Whoop die tägliche Belastung, der unser Körper ausgesetzt ist, und bewertet sie auf einer Skala von null bis 21. Um die jeweilige Anstrengung eines Tages zu berechnen, berücksichtigt der Tracker verschiedene biometrische Daten wie Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung und Hauttemperatur. Der gesamte Belastungswert basiert dann sowohl auf körperlicher Aktivität wie Sport oder Arbeit als auch auf Stress und Erholungsmaßnahmen.
Zusätzlich gibt es eine Anzeige für den täglichen Stresslevel, den sogenannten Stress-Monitor. Dieser zeigt an, wie viel Zeit wir mit wie viel Stress verbracht haben. Dabei unterscheidet Whoop zwischen Phasen mit niedrigem, mittlerem und hohem Stress sowie Stress innerhalb und außerhalb von Belastungsaktivitäten sowie beim Schlafen. Diese Werte vergleicht der Tracker mit anderen Tagen und zeigt langfristige Trends auf, von denen wir ableiten können, ob bestimmte Aktivitäten uns besonders viel Stress verursachen. In der Praxis funktionierte das größtenteils zuverlässig und nachvollziehbar. Allerdings kam es in einem Fall zu seltsamen Werten, als die Testerin entspannt auf dem Sofa lag, das Whoop-Band aber einen hohen Stresslevel attestierte.
In Kombination mit dem Stress-Monitor können wir anhand der Logbuch-Funktion prüfen, wie sich bestimmte Verhaltensweisen auf unsere physische und psychische Gesundheit sowie Erholung auswirken. Dazu legen wir in der App eine Auswahl verschiedener Verhaltensweisen fest, etwa „Dehnübungen gemacht“, „genug Wasser getrunken“ oder „Spät arbeiten“. Die Optionen zur Personalisierung des Logbuchs umfassen eine Vielzahl unterschiedlicher Aktivitäten und Gewohnheiten aus den Bereichen Erholung, Ernährung, Gesundheitszustand, Lifestyle, Medikamente, mentale Gesundheit, Schlaf und mehr. Wer regelmäßig die entsprechenden Daten im Logbuch einträgt und eine Gewohnheit variabel ausführt, erhält in der App konkrete Informationen über deren Auswirkungen. Dabei unterscheidet Whoop, in welchem Maß eine Gewohnheit der eigenen Erholung hilft oder schadet. Im Fall unserer Testerin berechnete der Fitness-Tracker, dass die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten wie Ibuprofen die Erholung um sieben Prozent verschlechtert.
Ob diese Analysen tatsächlich realistische Werte ergeben, lässt sich subjektiv schwer einschätzen. Wer sich die Mühe macht und über mehrere Tage die entsprechenden Daten im Logbuch einträgt, kann aber zumindest gewisse Trends ausmachen und erhält Anregungen, welche Gewohnheiten die physische und psychische Erholung beeinflussen könnten.
Neben den Gesundheitsdaten im Alltag zeichnet Whoop auch konkrete Trainingseinheiten auf. Körperliche Belastung registriert das Armband automatisch, wer aber eine bestimmte Sportart tracken möchte, muss die Aufzeichnung zunächst manuell in der App aktivieren. Hat man ein paar Einheiten derselben Sportart abgeschlossen, erkennt das Armband mit der Zeit aber automatisch, wenn man eine entsprechende Trainingseinheit ausführt. Wir haben die automatische Trainingserkennung mit dem Laufen ausprobiert, was in unserem Fall auch reibungslos funktioniert hat.
Starten wir ein Ausdauertraining, etwa Laufen oder Radfahren, können wir die Strecke aufzeichnen. Allerdings muss dafür die App auf dem Smartphone aktiv sein und Zugriff auf unseren Standort erhalten, weil das Whoop 4.0 nicht über ein eigenes GPS-Modul verfügt. Anhand unserer aktuellen Belastungsdaten empfiehlt uns die App ein spezifisches Belastungsziel, das wir aktivieren oder deaktivieren können. Erreichen wir das Ziel, erhalten wir eine Benachrichtigung in der App. Das Ziel berücksichtigt unsere Trainings- und Erholungsziele, die wir wiederum in der App festlegen können.
Nutzer, die das Whoop 4.0 vorwiegend für Krafttraining verwenden möchten, können sich den Strength-Trainer zunutze machen. Dabei handelt es sich um eine Art Trainingsdatenbank in der App, die vorprogrammierte Workouts unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade beinhaltet. Außerdem können wir mithilfe des Strength-Trainers eigene Trainingseinheiten erstellen und dabei sowohl Übungen als auch Sätze und Wiederholungen definieren. Die App gibt dann an, welche Muskelgruppen wir mit dem jeweiligen Training konkret belastet haben.
Ferner haben wir die Möglichkeit, in der App konkrete Ziele für Training und Fitness festzulegen. Dazu stellt uns Whoop in der App einige Fragen, auf deren Basis wir dann Empfehlungen für unseren Trainingsalltag erhalten. Empfiehlt Whoop uns in der App dann etwa basierend auf unserer aktuellen Erholung eine bestimmte Trainingsbelastung, können wir direkt über die App eine entsprechende Aktivität starten, um das Belastungsziel zu erreichen. Das funktionierte im Test absolut intuitiv und problemlos.
Neben der Belastungsaufzeichnung bietet die Whoop-App noch einen separaten Reiter für die Erholung. Dabei berücksichtigt Whoop verschiedene Werte wie unseren Schlaf, unsere Ruheherzfrequenz und unsere Herzfrequenzvariabilität. Um unseren Erholungswert zu berechnen, vergleicht die App die aktuellen Daten mit früheren Messungen und gibt einen Prozentsatz aus. Je niedriger unser Ruhepuls und je höher unsere Herzfrequenzvariabilität bei guter Schlafleistung ausfallen, desto besser bewertet Whoop unsere Erholung. Die gemessenen Werte für Ruhepuls und HFV wichen in unserem Fall nur minimal von den Daten unseres Kontrollgeräts (Garmin Fenix 7) ab. Entsprechend lassen sich also glaubwürdige Rückschlüsse über den Grad unserer Erholung aus den Analysen der Whoop-App ziehen.
Insgesamt bietet das Whoop 4.0 eine Vielzahl an Möglichkeiten, das eigene Training aufzuzeichnen, allerdings liegt der Fokus des Wearables primär auf der erlittenen Belastung. Daten wie Schritt- und Trittfrequenz, Durchschnittstempo oder VO2 Max sucht man vergebens. Dass man zudem für praktisch jede Aktivität das Smartphone benötigt, weil das Armband über kein eigenes Display verfügt, schränkt den Nutzen des Wearables beim Training ein. Wer auf Daten wie Herzfrequenz oder das Lauftempo angewiesen ist, kommt also um den Einsatz einer zusätzlichen Smartwatch einschlägiger Hersteller nicht herum. Das führt wiederum die Intention von Whoop teilweise ad absurdum, ein ablenkungsfreies Armband anbieten zu wollen.
Schlaf: Was kann Whoop alles messen?
Das Schlaf-Tracking gehört zu den zentralen Funktionen des Whoop 4.0, weil unser Schlaf signifikante Auswirkungen auf unsere Erholung hat. Der Tracker berechnet unsere Schlafaktivität anhand von Daten wie Herzfrequenz, Hauttemperatur, Dauer und den einzelnen Schlafphasen. Die von Whoop in der App aufbereitete Statistik berücksichtigt unsere Zeit im Bett, die Beständigkeit unseres Schlafs (also die Variabilität unserer Schlaf- und Weckzeiten), das Maß an erholsamem Schlaf sowie unser Schlafdefizit. Unsere Schlafleistung gibt an, wie viel wir geschlafen haben im Vergleich mit der benötigten Menge an Schlaf.
Die App erklärt sämtliche Schlafparameter in ausführlichen Informationsboxen. Alle Daten werden zudem in einzelnen Tabellen aufbereitet und vorangegangenen Tagen, Wochen und Monaten gegenübergestellt, sodass wir langfristige Trends ablesen können. Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt hat das Whoop 4.0 in unserem Test zuverlässig aufgezeichnet. Die Messungen der Schlafphasen entsprachen unserem subjektiven Empfinden und wichen nur geringfügig von den Daten unseres Kontrollgeräts ab.
Bei Bedarf kann man in der Whoop-App auch eine Weckfunktion aktivieren. Das Whoop 4.0 weckt seinen Nutzer dann entweder zu einer bestimmten Uhrzeit oder auf Wunsch im Rahmen eines Zeitfensters mit der intelligenten Weckfunktion. Das Band vibriert dann, wenn wir uns entsprechend der Messung unserer Schlafphasen gerade besonders nahe am Wachzustand befinden. Um die Vibration zu deaktivieren, müssen wir mit dem Finger auf die Oberseite des Whoop-Bands tippen. Das funktionierte im Test nicht immer zuverlässig.
Features: Welche Funktionen gibt es noch?
Neben den zahlreichen Analyse-Funktionen für Belastung, Erholung und Schlaf verfügt das Whoop 4.0 über einen integrierten K.I.-Bot. Dieser sogenannte Whoop-Coach befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase, funktioniert aber in deutscher Sprache und beantwortet uns Fragen zu unseren Daten. Wir können beispielsweise nach konkreten Trainingsempfehlungen fragen oder um eine Einschätzung unserer Schlafdaten bitten. Dabei gilt: Je mehr Daten das Whoop-Band bereits über uns gesammelt hat, desto genauer und umfangreicher fallen die Antworten des Bots aus. In unserem Fall hat die K.I. durchaus nachvollziehbare Antworten auf unsere Fragen gegeben. Die Antwortzeit blieb mit wenigen Sekunden dabei jederzeit im annehmbaren Rahmen.
Für Frauen bietet das Whoop 4.0 übrigens noch die Möglichkeit, den eigenen Zyklus aufzuzeichnen. Dabei kann man Symptome wie einen aufgeblähten Bauch oder konkrete Schmerzen über das Logbuch notieren. Tragen wir den Beginn der Periode ein, informiert uns die App über die aktuelle Zyklusphase und berät uns zur Trainingsintensität. Außerdem macht Whoop konkrete Angaben zur Schlafeffizienz, abhängig von unseren Zyklusdaten. Die Empfehlungen in der App sind hilfreich für Frauen, die zyklusbasiert trainieren möchten. Leider verzichtet Whoop auf eine Option, mit deren Hilfe wir unsere Körpertemperatur und weitere Zyklusdaten notieren können. Für Methoden wie NFP ist das Zyklustracking von Whoop daher nicht geeignet.
Akku: Wie lange läuft das Whoop 4.0?
Whoop gibt die Akkulaufzeit des Whoop 4.0 mit rund fünf Tagen an. Diesen Wert konnten wir in unserem Test bestätigen: Nach drei Trainingseinheiten in fünf Tagen zu je etwa anderthalb Stunden war die Ladung des Akkus nach knapp fünf Tagen erschöpft. Der Hersteller liefert den Tracker aber mit einem kabellosen Akku-Pack aus, das ebenfalls wasserdicht ist. Dadurch kann man die Laufzeit des Wearables deutlich verlängern, ohne es ablegen zu müssen. Das Akku-Pack wird einfach über das Whoop-Band geschoben und lädt den Akku dann unterwegs wieder auf. Um das Akku-Pack selbst aufzuladen, ist im Lieferumfang ein USB-C-Ladekabel enthalten. Wer möchte, kann außerdem zusätzliche Akku-Packs im Online-Shop von Whoop zum Preis von 49 Euro (genauer gesagt 59 Euro für variable Farben) erwerben.
Preis: Wie viel kostet Whoop 4.0?
Anders als die meisten anderen Anbieter am Markt für Wearables verfolgt Whoop ein Preismodell, das nicht auf dem Modell „Buy to Use“ basiert. Anstatt also einmalig mehrere hundert Euro für das Whoop 4.0 zu investieren, müssen Nutzer ein Abonnement abschließen. Darin enthalten sind das Whoop 4.0 als Neugerät oder generalüberholtes Gebrauchtmodell inklusive Superknit-Armband und Akkupack. Neukunden können den Tracker für 30 Tage kostenlos testen. Am Ende der Testphase muss man dann ein kostenpflichtiges Abo abschließen, andernfalls wird das Whoop 4.0 nutzlos.
Für das Abonnement bietet Whoop verschiedene Bezahlpläne an. Ein Monatsabo kostet 30 Euro, allerdings liegt die Mindestlaufzeit bei 12 Monaten. Nach Ablauf der 12 Monate ist das Abo jeweils monatlich kündbar. Alternativ können wir auch direkt ein Jahresabo abschließen und auf einen Schlag 264 Euro zahlen. Die monatlichen Kosten belaufen sich dann auf 22 Euro. Die teuerste Version ist Whoop Pro. Hier zahlen wir einmalig 408 Euro (34 Euro pro Monat), erhalten dafür aber 20 Prozent Rabatt auf alle Artikel im Shop sowie einen Gratisartikel alle drei Monate.
Fazit: Für wen lohnt sich das Whoop?
Der Hersteller hat mit dem Whoop 4.0 eine klare Zielgruppe vor Augen, nämlich die der Daten-Nerds. Wer am liebsten jedes noch so kleine Detail tracken und den Körper minutiös überwachen möchte, kommt mit dem Whoop 4.0 definitiv auf seine Kosten. Der Umfang der Datenanalysen ist immens und erlaubt tiefgreifende Einblicke in die eigenen Gewohnheiten.
Am Ende muss sich Whoop aber die Frage gefallen lassen, wer dieses Wearable wirklich benötigt. Zwar bewirbt der Hersteller explizit damit, dass der Tracker ein ablenkungsfreies Training ermöglicht, aber diese Prämisse läuft ins Leere, wenn wir für viele Features eben zum Smartphone greifen oder auf andere, zusätzliche Tracker und Smartwatches ausweichen müssen.
Ja, das, was das Whoop 4.0 machen soll und will, macht es gut. Aber ob man dafür wirklich 22 Euro oder mehr im Monat zahlen muss, lässt sich nur sehr individuell beantworten. Denn alle Funktionen und Analysen, die Whoop bietet, liefern auch die Mitbewerber am Markt für smarte Wearables und Fitness-Tracker. Eine Garmin Fenix 7 zeichnet genauso den Schlaf, die Herzfrequenz und die Belastung auf wie das Whoop 4.0 und hat zudem noch viele weitere nützliche Features zu bieten, dank derer man wirklich auf ein Smartphone verzichten kann.
Möchte man zusätzlich noch Gewohnheiten tracken, die sich möglicherweise auf die eigene Erholung auswirken, kann man das auch ohne Whoop tun – nämlich ganz altmodisch mit Stift und Papier oder mit einer kostenlosen Smartphone-App wie Habitnow oder Daylio. Das Whoop 4.0 ist also letztlich nur für diejenigen Nutzer interessant, die typische Trackingfeatures für Schlaf, Belastung und Erholung nicht mit anderen Maßnahmen aufzeichnen können oder wollen.
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