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Trump-Administration scheitert: Gericht blockiert Anthropics Einstufung als Lieferkettenrisiko


Im Rahmen des Konflikts über den Pentagon-Deal wurde Anthropic von US-Verteidigungsminister Peter Hegseth als Lieferkettenrisiko eingestuft. Mit diesem Beschluss habe die Trump-Administration ihre Kompetenzen überschritten, hat nun ein Gericht entschieden. Per einstweiliger Verfügung wurde die Einstufung vorerst aufgehoben.

Das Urteil kommt von einem kalifornischen Bundesbezirksgericht. Die Richterin Rita Lin wurde noch von Ex-Präsident Joe Biden ernannt.

Vergeltung für Kritik statt nationale Sicherheitsinteressen

Anthropic hatte die Klage Anfang März eingereicht. Das KI-Unternehmen argumentiert, die Kritik an den Verträgen wäre durch die Meinungsfreiheit in den USA gedeckt. Die Richterin folgte dem. „Anthropic dafür zu bestrafen, dass es die Vergabepraktiken der US-Regierung öffentlich kritisch diskutiert, ist ein klassischer Fall illegaler Vergeltung im Sinne des ersten Verfassungszusatzes“, so Lin.

Naheliegend ist laut der Richterin, dass es der Trump-Administration weniger um die nationale Sicherheit ging, sondern eher um das Bestrafen von öffentlicher Kritik. Lin: „Das Kriegsministerium liefert keine legitime Grundlage, um ausgehend von Anthropics offen vorgetragenen Forderungen nach Nutzungsbeschränkungen zu schließen, dass das Unternehmen zu einem Saboteur werden könnte.

Die einstweilige Verfügung tritt erst nach sieben Tagen in Kraft. Bis dahin hat die Trump-Administration noch Zeit, um Berufung einzulegen.

KI-Massenüberwachung und Steuerung autonomer Waffen als Streitpunkt

Anthropic wurde von Verteidigungsminister Peter Hegseth, der sich selbst als Kriegsminister bezeichnet, als Lieferkettenrisiko eingestuft, weil das KI-Unternehmen sich weigerte, dem US-Militär KI-Modelle ohne Restriktionen bereitzustellen. Bei den Fähigkeiten ging es um den Einsatz der Modelle für die Massenüberwachung innerhalb der USA sowie um das autonome Steuern von Waffen. Wozu aktuelle KI-Modelle als Überwachungsinstrument in der Lage sind, hat die ETH Zürich in einer Studie dargelegt.

Die Trump-Administration argumentierte, die Modelle nur für rechtmäßige Zwecke einsetzen zu wollen. Private Unternehmen dürften zudem nicht über militärische Einsatzszenarien entscheiden. Anthropics Vorgehen bewertete man daher als Gefahr für die nationale Sicherheit.

Hintergründe zum AI-Konflikt zwischen Anthropic und dem Pentagon

Dass man nicht nur die Verträge beendete, sondern Anthropic als Risiko für Lieferketten einstufte, war aber eine bis dato nicht bekannte Eskalationsstufe. Solche Maßnahmen betrafen bislang nur chinesische Netzwerkausrüster wie Huawei oder den russischen Antiviren-Hersteller Kaspersky Labs. In beiden Fällen bestand die Sorge vor Hintertüren in kritischer Infrastruktur. Bei Anthropic analysierten Beobachter hingegen, dass es vor allem eine Machtdemonstration der Trump-Administration war, die zu dem Beschluss führte.

Die Konsequenzen für Anthropic sind weitreichend. Zunächst finanziell: Hinfällig wurde der Vertrag mit dem Pentagon in Höhe von 200 Millionen US-Dollar. Wesentlich schwerwiegender ist aber, dass aufgrund der Einstufung als Lieferkettenrisiko keine Unternehmen mehr mit Anthropic zusammenarbeiten sollten, die auch Verträge mit dem Pentagon haben. Je nach Lesart unterscheidet sich die Auslegung dieses Beschlusses. Ein gravierender Einschnitt ist es aber auf alle Fälle für Cloud-Provider wie Amazon und Google, die mit zweistelligen Milliarden-Beträgen bei Anthropic investiert sind und eng mit der US-Regierung zusammenarbeiten.

Statt Anthropic hat OpenAI den Deal übernommen, musste dafür aber reichlich Kritik einstecken.

Verfahren werden sich noch in die Länge ziehen

Anthropic ist mit dem Urteil zufrieden. Wie Reuters berichtet, läuft neben dem Verfahren noch ein zweites in Washington. Da nicht damit zu rechnen ist, dass die Trump-Administration so schnell nachgibt, dürften sich die Verfahren noch in die Länge ziehen.



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TrimUI Brick Pro U: Retro-Handheld wird teurer, Händler bietet Erstattung an


TrimUI Brick Pro U: Retro-Handheld wird teurer, Händler bietet Erstattung an

Bild: Trimui

Für den TrimUI Brick Pro U mit vollständig CNC-gefrästem Metallgehäuse wurde ursprünglich ein Preis von rund 150 US-Dollar erwartet, zu dem zahlreiche Händler bereits Vorbestellungen entgegen nahmen. Inzwischen ist der Verkaufspreis deutlich gestiegen. Das sorgt bei Vorbestellern für Unmut, ein erster Händler reagiert bereits.

GoGameGeek versucht das Problem praktisch zu lösen

So hat sich einem Bericht von Retro Handhelds zufolge der Händler GoGameGeek in den vergangenen Stunden per E-Mail an seine Kunden gewandt. Zunächst erhielten allerdings nur diejenigen eine Nachricht, die sich aufgrund der Preiserhöhung selbst aktiv an den Verkäufer gewendet hatten. Erst später wurden auch die übrigen Vorbesteller informiert.

In der E-Mail bietet der Händler den Käufern drei Möglichkeiten an, um mit der geänderten Preissituation umzugehen. Die bevorzugte Lösung sieht vor, die Differenz zum neuen Preis der Metallversion nachzuzahlen. Käufer, die ursprünglich 135,99 US-Dollar bezahlt haben, müssten demnach 76,50 US-Dollar zusätzlich entrichten. Bei einem ursprünglichen Kaufpreis von 159,99 US-Dollar beläuft sich die Nachzahlung auf 52,50 US-Dollar. Als Ausgleich legt GoGameGeek ein Zubehörpaket mit Displayschutz und Tragetasche im Wert von rund 25 US-Dollar kostenlos bei. Alternativ können Kunden auf den TrimUI Brick Pro und damit auf die Kunststoffversion des Handhelds wechseln. Dabei stehen verschiedene Speicherkonfigurationen zur Auswahl, die jeweilige Preisdifferenz erstattet der Händler anschließend. GoGameGeek hebt zudem hervor, dass die Kunststoffversion günstiger, leichter sowie alltagstauglicher sei.

Als dritte Option bietet der Händler eine vollständige Rückerstattung an. Der Kaufpreis soll ohne Abzüge oder Gebühren über die ursprünglich genutzte Zahlungsmethode zurückerstattet und die Bestellung anschließend storniert werden.

Nur geringer Spielraum

In der E-Mail bringt der Händler zudem sein Bedauern über die Preiserhöhung zum Ausdruck, betont jedoch zugleich, als Distributor keinen Einfluss auf diese Entscheidung gehabt zu haben. Man habe aber versucht, die Auswirkungen durch Sonderangebote und kostenlose Zugaben abzumildern.

Warum es zu der deutlichen Preiserhöhung bei dem erst vor rund zwei Wochen vorgestellten Handheld gekommen ist, bleibt bislang offen. TrimUI hat sich hierzu bisher nicht geäußert. Es dürfte allerdings nicht verwundern, wenn diese mit der aktuellen Speicherkrise und den gestiegenen Preisen insbesondere für Arbeitsspeicher in Zusammenhang steht. Aktuell wird der Brick Pro U im hauseigenen Online-Shop ab 293,99 US-Dollar ohne Speicherkarte angeboten. Je nach Speicherkarte steigt der Preis auf 304,99 US-Dollar (64 GB), 329,99 US-Dollar (128 GB) beziehungsweise 349,99 US-Dollar (256 GB).

Verkaufsstart im Juni/Juli

Darüber hinaus hat TrimUI inzwischen auch einen Termin für die Auslieferung der beiden Handhelds genannt. Während Käufer des TrimUI Brick Pro ab dem 30. Juni 2026 ihre ersten Spielrunden absolvieren können, müssen sich Käufer der Metallversion noch bis zum 30. Juli 2026 gedulden.



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Asus ROG Equalizer: Schmorstellen am Kabel sind eine Fälschung


Asus ROG Equalizer: Schmorstellen am Kabel sind eine Fälschung

Bild: Asus

Asus hat mit dem ROG Equalizer ein 12V-2×6-Kabel entwickelt, das eine verbesserte Stromverteilung bieten soll. Bereits zuvor zeigte sich der bekannte Tech-Youtuber „der8auer“ wenig begeistert von diesem Stromkabel. Jetzt gibt es erste Anwenderberichte von geschmolzenen Steckerkontakten des Equalizer-Kabels.

Eigentlich soll das Asus ROG Equalizer mögliche Abweichungen im Stromfluss reduzieren und so eine gleichmäßigere Stromversorgung vom Netzteil zur Grafikkarte gewährleisten. Doch dieses 12V-2×6-PCIe-Kabel wird nun im chinesischen Forum „Chiphell“ mit verschmorten Pins abgebildet. Es ist jedoch anzumerken, dass der Anwenderbericht inzwischen nicht mehr öffentlich zugänglich ist und laut Videocardz keine Details zur genutzten Hardware liefert.

Unklarer Bericht zum Asus ROG Equalizer-Kabel

Das Asus ROG Equalizer setzt auf den 12V-2×6-Anschluss, der im Gegensatz zum Vorgänger (alias der ersten Revision) 12VHPWR durch Anpassungen an den Pins sicherstellen soll, dass ein Stromfluss erst bei komplettem Einrasten des Kabels erfolgt. Asus‘ Kabel soll darüber hinaus statt auf 9,2 Ampere auf bis zu 17 Ampere pro Ader ausgelegt worden sein, was für eine „höhere Belastbarkeit“ sorgen, während ein ausgeglichener Stromfluss über die Pins zu einer niedrigeren Temperatur des Kabels führen soll.

Ein Bild aus dem Chiphell-Forum zeigt nun jedoch ein ROG-Equalizer-Kabel mit offensichtlichen Schmorspuren an drei Kontaktstellen, wie aus einem Beitrag von Uniko’s Hardware auf X hervorgeht. Welche Last dabei am Computer anlag und welche Kombination aus Grafikkarte und Netzteil neben dem abgebildeten Equalizer-12V-2×6-Kabel hierbei verwendet wurde, geht aus dem inzwischen deaktivierten Foren-Post nicht hervor.

Hier ist das Asus ROG Equalizer-Kabel mit den geschmolzenen Steckerkontakten abgebildet.
Hier ist das Asus ROG Equalizer-Kabel mit den geschmolzenen Steckerkontakten abgebildet. (Bild: Chiphell/Uniko’s Hardware)

Aktuell für 50 Euro erhältlich

Während das Asus ROG Equalizer in den USA zum Preis von rund 50 US-Dollar angeboten wird, ist das 12V-2×6-Kabel in Deutschland aktuell beispielsweise bei Amazon zum Preis von 49,90 Euro erhältlich*. Bislang fehlt eine offizielle Stellungnahme von Asus zum Anwenderbericht im Chiphell-Forum.

Bereits zuvor zeigte das Asus ROG-Equalizer-Kabel in Messungen des Tech-YouTubers Roman Hartung alias „der8auer“ bis zu 4 Ampere Pin-Differenzen, was eine Warnmeldung der Messeinrichtung zur Folge hatte. „Out of the Box“ war der versprochene Vorteil durch den Einsatz des Kabels also nicht nachweisbar. Erst nach Modifikationen des Kabels konnte der YouTuber hingegen eine bessere Verteilung erzielen, wodurch die Unterschiede in der Stromstärke nur noch bei ungefähr 1,5 Ampere lagen.

Update

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.



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Vodafone: Gigabit-Internet jetzt für mehr als 30 Mio. Haushalte


Vodafone: Gigabit-Internet jetzt für mehr als 30 Mio. Haushalte

Bild: Vodafone

Mit dem „Gigabit-Update Mai 2026“ kann Vodafone nun mehr als 30 Millionen Haushalte vermelden, die man in Deutschland auf verschiedenen Wegen mit Gigabit-Internet versorgen kann. Drei Viertel aller Menschen in Deutschland können laut Unternehmens­angaben demnach Gigabit-Internet von Vodafone nutzen.

Zuletzt hat die Kooperation mit Deutsche Glasfaser die Glasfaser-Reichweite deutlich erhöht und 70.000 Haushalte haben im Mai von Segmentierungen im Kabelnetz profitiert.

Mehr Haushalte – zumindest auf dem Papier in der Vermarktung

Konkret spricht das Unternehmen nun von 30,9 Millionen Haushalten, denen über Kabel-Glasfaser (HFC) oder Glasfaser (FTTH) eine Geschwindigkeit von mindestens einem Gigabit pro Sekunde angeboten werden kann. Ende März waren es noch 29,7 Millionen Haushalte. Grund für diesen Anstieg ist vor allem die Wiederaufnahme der Vermarktungs­kooperation mit der Deutschen Glasfaser und der weitere Ausbau durch die OXG – dem Joint Venture von Vodafone.

In Bielefeld startete das Unternehmen demnach den Tiefbau für mehr als 30.000 Haushalte. In Hamburg wurde das Projekt zudem ausgeweitet, so dass insgesamt mehr als 161.000 Haushalte nun Glasfaser aus dem Projekt bekommen sollen. Danke der neuen Partnerschaft mit Deutsche Giganetz und der wieder­aufgenommenen Zusammenarbeit mit der Deutschen Glasfaser konnte Vodafone die Glasfaser-Reichweite von 12,4 Millionen im April auf 14,6 Millionen FTTH-Anschlüsse im Mai vergrößern.

Mehr Geschwindigkeit durch stärkere Segmentierung

Und auch bei der Modernisierung seines Kabel-Glasfasernetzes vermeldet Vodafone erneut Fortschritte: Im Mai haben Techniker in ganz Deutschland 200 Segmentierungen
und Fiber-Deep-Maßnahmen in 69 Städten und Gemeinden beendet. Von diesem Maßnahmen sollen 70.000 Haushalte profitieren, indem sie mehr Kapazität und mehr Stabilität an ihren Kabel-Glasfaser-Anschlüssen erhalten, so Vodafone. Verhältnismäßig besonders viele Maßnahmen hat Vodafone nach eigenen Angaben in Ascheberg (10 Maßnahmen), Berlin (8), Hamburg (8), Essen (7) und Mönchengladbach (7) abgeschlossen.

Bei der Netz-Segmentierung teilt Vodafone sein Kabel-Glasfasernetz in kleinere Abschnitte. Da Kabel ein sogenanntes „Shared Medium“ ist, bei dem sich alle Nutzer in einem Bereich die Bandbreite teilen, dient das Verfahren der Kapazitäts­erweiterung. Durch das Verkleinern der Segmente greifen weniger Haushalte auf dieselben Frequenzen zu, wodurch jedem Kunden mehr Bandbreite zur Verfügung steht. Weniger Nutzer als vorher teilen sich somit die zur Verfügung stehende Bandbreite.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Vodafone unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühest­mögliche Veröffentlichungs­zeitpunkt.



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