Apps & Mobile Entwicklung
Trusted Access for Cyber: GPT 5.4 Cyber ist OpenAIs Reaktion auf Claude Mythos

OpenAI gerät weiter unter Zugzwang und hat nach Claude Mythos von Anthropic ebenfalls ein angepasstes KI-Modell für defensive Cyber-Sicherheit vorgestellt, womit zugleich das bereits länger bestehende „Trusted-Access-for-Cyber“-Programm (TAC) ausgebaut wird, das verifizierten Experten Zugriff auf neue Funktionen bietet.
Erweiterte Sicherheitsstrategie
Mit diesem Schritt will das Unternehmen seine Strategie erweitern, um der rasant voranschreitenden Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz zu begegnen. Da auch Angreifer zunehmend auf KI setzen, würden bisherige Methoden laut OpenAI nicht mehr ausreichen. Als ein Aspekt von zahlreichen folgenden wurde das bereits seit 2023 im Rahmen des Grant Program existierende TAC-Programm auf Tausende verifizierter einzelner Cyber-Sicherheitsfachkräfte sowie Hunderte Teams ausgeweitet, die für den Schutz kritischer Softwaresysteme verantwortlich sind. Das Vorhaben soll in den kommenden Jahren kontinuierlich ausgebaut werden, wofür OpenAI bereits leistungsfähigere Versionen seines Chatbots ChatGPT angekündigt hat.
Die Erweiterung des Sicherheitsprogramms geht mit dem Aspekt einher, dass Cyber-Risiken laut OpenAI aus einer Kombination von Modellfähigkeiten, Benutzeridentität, Absichtssignalen und Zugriffsebene resultieren und nicht allein vom verwendeten Modell abhängen. Mit ChatGPT 5.4 Cyber will das Unternehmen nun eine für solche Fragestellungen optimierte Version geschaffen haben. Diese wird als „cyber-permissive“ beschrieben, da sie die Ablehnungsschwellen für legitime Sicherheitsanwendungsfälle senkt und gleichzeitig bestehende Schutzmaßnahmen aufrechterhält.
Prävention statt aktive Abwehr
Das System soll dabei nicht bei der aktiven Abwehr von Cyber-Angriffen unterstützen, sondern bereits vorgelagert ansetzen. Es soll unter anderem Schwachstellen in Code-Basen sowie in komplexen Softwaresystemen identifizieren können; ebenso umfasst der Funktionsumfang die Analyse von Malware oder anderem schadhaften Code sowie das Reverse Engineering von Binärdateien. Diese Eigenschaften sollen es Sicherheitsexperten ermöglichen, Risiken in kompilierter Software effektiver erkennen und analysieren zu können. Flankierend wurde ein Förderprogramm für Cyber-Sicherheit im Umfang von 10 Millionen US-Dollar gestartet und mehr als 1.000 Open-Source-Projekte mit Codex for Open Source ausgestattet, das unter anderem kostenlose Sicherheitsscans bereitstellt.
Automatisierte Methoden statt spätere Audits
Eine automatisierte Erkennung von Schwachstellen soll unter anderem durch Codex Security erfolgen, das nach einer sechsmonatigen Beta-Phase nun öffentlich zugänglich ist. In einem begleitenden Blogbeitrag hebt OpenAI die Fortschritte des neuen Systems hervor und erklärt, dass Sicherheitsfachleute damit Schwachstellen in Software nicht nur automatisch erkennen, sondern auch beheben lassen können sollen. Kontinuierliche Modell-Upgrades sollen die Wirksamkeit künftig nicht nur sichern, sondern weiter steigern. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass die aktuellen Sicherheitsvorkehrungen für bestehende und kurzfristige Modelle als ausreichend gelten, zukünftige Systeme jedoch aufgrund steigender KI-Fähigkeiten stärkere Schutzmaßnahmen erfordern werden.
Mit dem System wird die Codebasis kontinuierlich auf Schwachstellen überprüft, sodass verbesserte KI-Modelle Sicherheitslücken identifizieren können, die frühere Versionen übersehen haben. In einem nächsten Schritt werden gefundene Probleme validiert, bevor Entwicklern Korrekturen vorgeschlagen oder diese eigenständig umgesetzt werden. In der kürzlich abgeschlossenen Testphase konnte das Tool bereits mehr als 3.000 kritische und schwerwiegende Schwachstellen sowie weitere mit geringerer Auswirkung in Open-Source-Projekten beheben. Ziel ist es, den Übergang von periodischen Audits oder nachgelagerten Korrekturen hin zu einer kontinuierlichen, KI-gestützten Überprüfung zu vollziehen.
Stark reglementierte Zugriffe
OpenAI hat das System nun zusätzlich um streng reglementierte Zugriffe erweitert, die den Zugang zu entsprechenden Funktionen kontrollieren. Dadurch soll ChatGPT 5.4 Cyber möglichst breit verfügbar sein, ohne Missbrauch zu begünstigen. Da das System laut OpenAI deutlich „freizügiger“ agiert, erhalten ausschließlich verifizierte Experten sowie zugelassene Unternehmenskunden einen gestaffelten Zugriff auf das TAC-Programm, der auf verschiedenen Authentifizierungsstufen basiert. Gleiches gilt für geprüfte Organisationen, Forscher und Sicherheitsanbieter. Die Vergabe der Zugriffsrechte erfolgt schrittweise, um eine sichere und kontrollierte Bereitstellung zu gewährleisten.
Apps & Mobile Entwicklung
Noctua „Thermosiphon“: Pumpenlose AIO kühlt Ryzen jetzt bei 230 W, Q3 2027 im Visier
Noctuas All-in-One-Wasserkühler haben als Noctua NL-LC1 die Serienreife erreicht. Parallel gehen die Arbeiten an der dank Phasenwechselkühlung ohne Pumpe funktionierenden AIO „Thermosiphon“ weiter. Auf dem Messestand in Taipeh zeigt Noctua eine optimierte Version, die einen 9950X3D bei 230 Watt so gut kühlt wie eine NL-LC1-36.
Die Kühlleistung wurde deutlich erhöht
Vor zwei Jahren hatte Noctua den „Thermosiphon“ erstmals als Studio ausgestellt, vor einem Jahr lief ein Prototyp auf dem Messestand, der einen Ryzen 7 9800X3D bei 100 Watt auf Temperatur hielt. Aber um marktreif zu sein, muss mehr gehen.
In diesem Jahr stellt Noctua eine optimierte Variante aus, die einen 9950X3D bei 230 Watt Verlustleitung kühlen kann – und dabei das Leistungsniveau der klassischen AIO Noctua NL-LC1-36 mit 360-mm-Radiator erreicht (ca. 80 °C).
Dieses Prinzip steckt dahinter
Noctuas „Thermosiphon“-Kühler wirkt auf den ersten Blick wie eine AIO: Es gibt einen Kühler auf der CPU, zwei Schläuche vom Kühler zum Radiator (Zu- und Ableitung) sowie zwei Lüfter auf dem Radiator.
Doch im Kühlsystem fließt keine klassische Flüssigkeit, sondern ein Kühlmittel, das den Aggregatzustand von flüssig auf gasförmig wechselt: Wird es am Kühler (Verdampfer) erhitzt, verdampft es und nimmt dabei viel Energie auf. Das gasförmige Medium – und nur das gasförmige – steigt daraufhin zum Radiator (Kondensator) auf, wo es abkühlt und kondensiert – dabei wird die aufgenommene Energie wieder freigesetzt. Anschließend fließt es zum Kühler zurück.
Und das passiert ganz ohne Pumpe, nur in Folge der sich ändernden Dichte (Thermosiphon-Effekt). Nur noch die Lüfter bleiben als mechanisch bewegliche Komponenten im System.
Diese Herausforderungen gibt es
Das Prinzip klingt schlüssig, warum nicht gleich so? Weil der in der Theorie so einfach zu beschreibende Prozess ohne Pumpe in der vielfältigen Praxis schwer zu beherrschen ist. Gründe sind unter anderem:
- Die sich ständig wechselnde Abwärme des Prozessors.
- Die damit ständig wechselnde Menge verdampfter Flüssigkeit.
- Damit einhergehende Probleme beim Sicherstellen einer kontrollierten Verdampfung.
- Auch bei niedriger Last auf verlustarmen CPUs muss genug Dampf entstehen, um den Kreislauf am Laufen zu halten.
- Aber zu viel Dampf im System oder das Entstehen einer so genannten Siedekrise (Leidenfrost-Effekt) gilt es zu verhindern.
- Flüssigkeit zwischen Verdampfer und Kondensator gilt es zu vermeiden.
Deutliche Verbesserungen am Verdampfer
Um diese Herausforderungen noch besser zu meisten, hat Noctua gegenüber der im Mai 2025 ausgestellten Version den Verdampfer noch einmal angepasst. Über 400 Prototypen soll es gegeben haben, aber auch der Kondensator wurde in 25 verschiedenen Versionen getestet.
Sowohl die neue Geometrie als auch die jetzt gesinterte Oberfläche mit Kapillaren sind das Ergebnis der weiteren Forschung im Verdampfer, die zur Computex in Theorie, anhand von Messwerten und dem laufenden System präsentiert werden.
Das Sichtfenster, so Noctua im Gespräch auf der Messe, werde es wohl vorerst aber nicht in die Serie schaffen. In der Entwicklung sei es sehr hilfreich, um mit Hilfe von High-Speed-Kameras die Dampfbildung zu evaluieren, und auch als Aussteller ein Highlight. Die zusätzliche Dichtung serienreif anzubieten, ist zumindest für den Start aber nicht geplant.
Entscheidung gefallen: Sie kommt!
Die Entwicklung sei im letzten Jahr so gut vorangekommen, dass Noctua inzwischen auch einen Termin für den Veröffentlichungszeitpunkt nennt: Im 3. Quartal 2027 soll es so weit sein, auf der Computex 2027 könnte also die Präsentation der fertigen Plattform erfolgen.
Nicht die erste Idee dieser Art
der8auer hatte bereits zu Ende 2018 eine AiO mit Phasenwechselkühlung zur Serienreife entwickeln wollen. Doch dazu kam es am Ende nie. Auch Noctua hatte bisher nur von einem absehbar mehrjährigen Vorhaben gesprochen, die Möglichkeit, dass die Entwicklungen nie zur Serienreife geführt werden kann, schien zu bestehen. Doch Noctua hat es allem Anschein nach geschafft: Der „Noctua Thermosiphon“, die dann vermutlich erste PC-AIO ohne Pumpe, kommt.
Ein pumpenloses Produkt hatte die dänische Firma Noiselimit in Form des Silentflux bereits 2007 gezeigt, welches ebenfalls ein Kühlmittel und die Verdampfung nutzte. Dieser ist aber aufgrund der kompakten Abmaße nicht als AiO anzusehen.
Apps & Mobile Entwicklung
Zenbook 14 für 2026: Asus bietet Notebook mit AMD, Intel und Qualcomm an
Asus legt das Zenbook 14 für 2026 neu auf und bietet es mit einer breiten Auswahl von Prozessoren von AMD, Intel und Qualcomm an. Der Hersteller setzt bei seiner Konstruktion auf „Ceraluminum“, das Leichtigkeit mit Stabilität verbinden soll. Mit den Chips von AMD und Qualcomm seien Laufzeiten von rund 21 Stunden möglich.
Das neue Zenbook 14 ohne weiteren Namenszusatz wie „Pro“ oder „A“ kommt dieses Jahr in drei Prozessor-Varianten auf den Markt: UX3480AA mit Intel Core Ultra Series 3, UX3480KA mit AMD Krackan Point und UX3480QA mit Snapdragon X. Auch für diese Notebooks liegen aber noch keine Informationen für den deutschen Markt vor, da Asus weiterhin einen Patentstreit mit Nokia austrägt, der aktuell den Verkauf in Deutschland unterbindet. Auf anderen Märkten ist hingegen im dritten Quartal mit dem Zenbook 14 zu rechnen, Preise liegen aber auch für diese Märkte noch nicht vor.
Das UX3480AA setzt auf Intel
Im UX3480AA lässt sich das Zenbook 14 mit bis zu Intel Core Ultra 9 Series 3 alias Panther Lake konfigurieren. Das lässt im Vergleich zu den zwei anderen Modellen mit kleineren Chips einen höheren Preis vermuten. Dafür spricht auch das 14 Zoll große 3K-OLED-Display, das ansonsten nämlich nicht in dieser Baureihe anzutreffen ist.
Das Chassis bringt es auf 1,2 kg und wird teils aus Ceraluminum gefertigt. Dabei handelt es sich um ein von Asus entwickeltes Gehäusematerial, das die Leichtigkeit von Aluminium mit einer besonders harten, keramikähnlichen Oberfläche kombiniert. Dabei wird die Aluminiumoberfläche durch einen speziellen elektrochemischen Prozess umgewandelt, sodass sie widerstandsfähiger gegen Kratzer, Abnutzung und Fingerabdrücke wird, ohne das Gewicht deutlich zu erhöhen. Ceraluminum kommt für das Notebook-Cover zum Einsatz, das weitere Gehäuse sei laut Asus „all metal“.
AMD gibt es im UX3480KA
Wer hingegen zum UX3480KA greift, erhält maximal den AMD Ryzen AI 7 345, eine Krackan-Point-Lösung mit Zen 5 und Zen 5c sowie AMD Radeon 840M. Der Chip wird analog zur Intel-Variante mit einer TDP von 35 Watt betrieben. Die Laufzeiten für die Videowiedergabe fallen mit 21 Stunden gegenüber 17 Stunden aber länger als bei Intel aus. Auch dieses Zenbook 14 kommt auf ein Gesamtgewicht von 1,2 kg. Anders verhält es sich beim Display, wo das OLED-Panel maximal Full HD mit 60 Hz statt 3K bietet.
Snapdragon X für das UX3480QA
Das gilt auch für das UX3480QA mit Snapdragon X, wobei das von Asus gewählte Logo den Einsatz des kleinsten Snapdragon X ohne „Elite“ oder „Plus“ nahelegt, von dem es mit dem X1-26-100 ohnehin nur eine SKU gibt. Eine im Asus-Hauptquartier in Taiwan ausgestellte Platine des Notebooks zeigte aber den X1-42-100, der eigentlich unter die Snapdragon X Plus mit silbernem Logo fällt. In jedem Fall kommen beim Qualcomm-basierten Zenbook 14 aber noch nicht die neuesten Snapdragon X2 Elite (Extreme) oder Snapdragon X2 Plus zum Einsatz. Das wiederum dürfte dem (noch unbekannten) Preis des Notebooks zugutekommen.
Wie bei der AMD-Ausführung gibt Qualcomm Laufzeiten von bis zu 21 Stunden für das Videostreaming an. Möglich macht das auch hier unter anderem ein OLED-Panel, maximal Full HD mit 60 Hz. Die TDP des Chips beziffert der Hersteller mit 28 Watt.
Für alle Modelle des neuen Zenbook 14 gilt, dass diese Anschlüsse einmal USB-A (rechts) sowie einmal HDMI, zweimal USB-C und Audio (rechts) bieten. Verbaut ist zudem stets eine Full-HD-Webcam mit zusätzlichem Infrarotsensor für die biometrische Anmeldung via Gesichtserkennung mit Windows Hello. Im Vergleich zum Vorgänger fällt zudem das Touchpad größer aus und die Tastatur bietet jetzt 1,7 mm Tastenhub.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Asus unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
Apps & Mobile Entwicklung
RTX Spark Superchip: Nvidia greift AMD und Intel im Windows-PC-Markt an
Mit DGX Spark hatte Nvidia den „kleinsten KI-Supercomputer“ eingeführt. Jetzt folgt auf Basis des gleichen Blackwell-Chips RTX Spark. Statt auf Linux setzt RTX Spark auf Windows on Arm und richtet sich an Consumer. KI-Entwickler, Creator und Spieler sollen RTX Spark als Notebook oder Desktop-PC kaufen können.
Nvidia RTX Spark: „Der Windows-PC für das KI-Agenten-Zeitalter“
6.144 Blackwell-Shader + 20 Arm-CPU-Kerne
Hinter RTX Spark steckt ein in 3 nm bei TSMC gefertigtes SoC mit 70 Milliarden Transistoren. Dieses vereint eine Blackwell-GPU mit 6.144 „CUDA Cores“ (wie RTX 5070) und 1 PetaFLOPs FP4 AI Performance mit einer zusammen mit MediaTek entwickelten Grace-CPU mit 20 Kernen. Gemeinsam wird auf bis zu 128 GB LPDDR5X als Unified Memory zugegriffen. Damit liegen die gleichen Eckdaten wie beim SoC hinter DGX Spark vor, es handelt sich also ebenfalls um den Nvidia GB10, über den ComputerBase bereits ausführlich berichtet hat und ihn auch bereits ausprobieren konnte.
- DGX Spark: Nvidia gibt Einblick in die Technik des GB10
- Nvidia DGX Spark im Test: Ein Blick auf den kleinsten KI-Supercomputer der Welt
Auch bei RTX Spark kommt der NVLink mit 600 GB/s zum Verbinden von GPU und CPU zum Einsatz. Beim LPDDR5X werden nun 300 GB/s genannt, das dürfte aber nur ein Aufrunden von den 273 GB/s des LPDDR5X-8533 bei DGX Spark sein. In der Spitze wird es erneut 128 GB geben, aber den Gerüchten zufolge sind auch kleinere Varianten geplant. Mehr dazu verraten hat Nvidia selbst noch nicht, doch die neue Plattform startet auch erst später in diesem Jahr.
Während es bei den Recheneinheiten zumindest auf den ersten Blick (alle Daten liegen noch nicht vor) keine Änderung gibt, ist der externe I/O-Bereich etwas anders aufgebaut. Dort entfällt die schnelle Netzwerkschnittstelle 10 GbE. Auf Nachfrage hat Nvidia aber die Unterstützung von USB4 und Thunderbolt bestätigt.
Zudem soll es eine NPU geben, die weniger anspruchsvolle KI-Aufgaben wie Copilot+ bei geringer Leistungsaufnahme übernehmen kann, ohne dafür die GPU nutzen zu müssen.
RTX Spark ist auf Windows zugeschnitten
Während die Hardware-Plattform nahezu identisch zu DGX Spark für KI-Entwickler unter Linux ausfällt, richtet sich RTX Spark laut Nvidia zusätzlich an Creator und Gamer. Die Software-Plattform lautet Windows, womit eine größere Zielgruppe erschlossen werden soll. Angeblich arbeitet Nvidia bereits seit „drei Jahren“ gemeinsam mit Microsoft an der Umsetzung. Dieses Mal soll es mit Windows on Arm aber besser klappen.
Auf RTX Spark wird Windows um KI-Agenten erweitert
Vor allem für das Ausführen von KI-Agenten direkt auf dem eigenen System ist RTX Spark konzipiert. Die Agenten sollen direkt von der Taskleiste abrufbar sein. Zu den Software-Partnern zählt auch Adobe und hat Programme wie Photoshop und Premiere extra für RTX Spark angepasst.
Viele weitere Entwickler der Software- und Games-Branche sollen ebenfalls an Optimierungen für RTX Spark und Windows on Arm gearbeitet haben. Auch mit Anbietern von Anti-Cheat-Systemen arbeite Nvidia zusammen, damit diese zu der neuen Plattform kompatibel sind.
Gaming-Performance wie RTX 5070 Laptop
Auf der Bühne zeigte Huang zwei RTX-Spark-Notebooks, auf denen 007 Frist Light und Forza Horizon 6 liefen. Während die 6.144 CUDA-Cores der Blackwell-GPU einer GeForce RTX 5070 für Desktop-Systeme entsprechen, soll die Gaming-Leistung aber eher auf Augenhöhe der RTX 5070 Laptop GPU (4.608 CUDA-Cores) liegen. Das überrascht nicht, schließlich wird die GPU von RTX Spark mit einer deutlich geringeren TDP als der Desktop-Chip betrieben. Ein Nvidia-Sprecher nannte in der Presserunde eine TDP von maximal 80 Watt für ein RTX-Spark-Notebook. Und LPDDR5X ist langsamer als GDDR7 – dafür mit bis zu 128 GB reichlich vorhanden.
Das ist weniger als die typischen 100 bis 115 Watt, die für eine RTX 5070 Laptop GPU anliegen. Zumal es sich beim GB10 von RTX Spark um ein SoC inklusive CPU handelt. Daher spricht Nvidia von einer vergleichbaren Leistung wie bei der RTX 5070 Laptop GPU bei einer „viel niedrigeren Leistungsaufnahme“. Kommende Game-Ready-Treiber sollen dann auch RTX Spark berücksichtigen.
Genaue Performance-Werte in Form von Benchmarks hat Nvidia aber noch nicht vorgelegt. Das gilt auch für die CPU-Leistung, die Nvidia aber als „wettbewerbsfähig“ erachtet. RTX Spark soll auch aktuellen x86-Plattformen wie AMD Strix Halo und Intel Panther Lake Paroli bieten.
Mehrere SKUs für Notebook und Desktop
Die oben genannte Hardware ist allerdings nur die maximale Ausbaustufe von RTX Spark. Nvidia hat nämlich verschiedene „SKUs“ für „viele verschiedene Preisklassen“ in Aussicht gestellt. Mehr als 30 Notebook-Designs seien zu erwarten. Den OEMs werde dabei überlassen, welche Form von Kühlung sie einsetzen. Von sechs großen Partnern wurden bereits konkrete Modelle der nachfolgend aufgeführten Serien angekündigt:
- Asus ProArt P14, P16
- Dell XPS 16
- HP OmniBook X 14, Ultra 16
- Lenovo Yoga Pro 9n
- Microsoft Surface Laptop Ultra
- MSI Prestige N16 Flip AI+
Eine Art Referenzdesign zeigt Nvidia aber doch: Die Notebooks sollen bis 14 mm flach und bis zu 1,4 kg schwer ausfallen sowie ein Aluminiumgehäuse mit gläsernem Touchpad besitzen. Ein Tandem-OLED-Display mit G-Sync-Support ist demnach ebenso gesetzt wie ein Akku, der einen ganzen Tag halten soll. Kombinationen des GB10-SoC mit einer zusätzlichen diskreten GPU wird es nicht geben, was angesichts der Platzverhältnisse und des zusätzlichen Kühlungsaufwands nur logisch erscheint.
Die angeblich „kompakten“ Desktop-Versionen wurden noch nicht konkret gezeigt, aber die Partner mit Acer, Asus, Dell, Gigabyte, HP, MSI und Lenovo benannt.
RTX Spark startet im Herbst
Sowohl die Notebooks als auch die Desktop-PCs mit RTX Spark sollen diesen Herbst verfügbar werden. Preise wurden noch nicht genannt. Es liegt allerdings nahe, dass RTX Spark zumindest einen günstigeren Einstieg als DGX Spark bieten wird, um ein breiteres Publikum anzusprechen. Der von der Redaktion getestete DGX Spark in Form des Asus Ascent kostet immerhin stolze 3.570 Euro.
DLSS 4.5 Ray Reconstruction kommt
Parallel kündigt Nvidia an, dass im August DLSS 4.5 Ray Reconstruction mit „2nd Gen Transformer“ erscheint. Das Feature verspricht eine bessere Bildqualität bei Raytracing und soll für alle RTX-Grafikkarten und später auch für RTX Spark zur Verfügung stehen.
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniPhone Fold Leak: Apple spart sich wohl iPad‑Multitasking
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenPetra‑AI: KI soll Frauen in der Perimenopause unterstützen
-
Social Mediavor 2 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview


