Künstliche Intelligenz
Uber übernimmt Lieferdienst Getir in der Türkei
Die Marktkonsolidierung bei Lieferdiensten schreitet auch in der Türkei voran. Uber, Mehrheitseigentümer des türkischen Anbieters Trendyol Go, übernimmt dessen Mitbewerber Getir, sofern die Wettbewerbsbehörde des Landes das genehmigt. Das haben Uber und der bisherige Getir-Mehrheitseigentümer Mubdala Investment am Montag mitgeteilt. Getir liefert in der Türkei in Windeseile Speisen, Lebensmittel, Einzelhandelswaren sowie Wasser.
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Mubdala ist ein riesiger Staatsfonds des Emirates Abu Dhabi, der ab 2021 in Getir und diverse Tochterunternehmen investiert hat. Der Lieferdienst musste wiederholt durch Finanzspritzen gerettet werden und sich aus allen ausländischen Märkten, darunter Deutschland und die USA, zurückziehen, um nicht unterzugehen. Im September 2024 übernahm Mubdala schließlich die Kontrolle Getirs, sehr zum Unbill dessen Gründers, der vergeblich vor Gericht zog.
Beförderungsvermittler Uber möchte laut Mitteilung beide türkische Marken, Getir und Trendyol Go, weiterführen. Trendyol-Nutzer sollen über diese App mehr Lebensmittel bestellen können. Die über Trendyol verfügbaren Restaurants werden auch in der Getir-App angeboten werden. Das Wort getir ist eine Variante des türkischen Äquivalents von „bringen”.
Fürwahr verlustreich
Finanzielle Details verraten Uber und Mubdala nicht. Dass sich die Sache für die Araber am Ende ausgezahlt hat, ist unwahrscheinlich. 2022 wurde Getir noch mit zwölf Milliarden US-Dollar bewertet; davon kann heute keine Rede mehr sein. Die gesamte Branche ist ihrem Hype, der maßgeblich von den COVID19-bedingten Einschränkungen beeinflusst war, nicht gerecht geworden. Der Betrieb eines Sofortlieferdienstes ist sehr aufwändig, die Kunden wollen aber nicht viel bezahlen. Zahlreiche Anbieter rund um die Welt sind übernommen worden oder mussten zusperren.
Die Getir-Tochterfirmen Bitaksi (eine Taxi-App) und Getir Finans (Finanzgeschäfte) sind von der Übernahme nicht erfasst. Für diese sucht Mubdala noch Käufer. Die Mietwagenfirma Getir Acar konnte der arabische Fonds im Vorjahr an den türkischen Konkurrenten Tiktak veräußern.
(ds)
Künstliche Intelligenz
Software Testing: Software-Engineering von morgen
In dieser Episode sprechen Richard Seidl und Ina Schieferdecker über Next-Gen Software Engineering und Qualität im KI-Zeitalter. Schieferdecker plädiert für Shift-left und klare Testspezifikationen. Das Duo diskutiert, wie Low-Code und No-Code das modellbasierte Arbeiten stärken. Ina Schieferdecker warnt vor durchgewunkenem Code und stellt die Idee eines Model-Bus vor, der Anforderungen, Architektur, Tests und Ausführung über Werkzeuge synchron hält.
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Über Ina Schieferdecker
Prof. Dr.-Ing. Ina Schieferdecker ist unabhängige Forscherin und Honorarprofessorin für Softwarebasierte Innovationen an der Technischen Universität Berlin. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und Ehrenmitglied des German Testing Board e. V. (GTB) sowie aktiv im International Software Testing Qualifications Board. Darüber hinaus ist sie Präsidiumsmitglied der Gesellschaft für Informatik sowie Vorstandsmitglied von Informatics Europe. Ihre Forschungsinteressen umfassen Software Quality Engineering, offene Datenplattformen und die Twin-Transformation von Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Sie ist u.a. Preisträgerin des Deutschen Preises für Software-Qualität des ASQF, der GI-TAV und des GTB.
(Bild: TechSolution)

Der betterCode() GenAI Summit zeigt alle Aspekte der KI-gestützten Softwareentwicklung von geeigneten Tools über praktische Anwendungen bis zu den Auswirkungen auf Entwicklungsteams.
Das Programm des betterCode() GenAI Summit behandelt aktuelle Tools, Best Practices und Möglichkeiten, aber auch die Risiken und rechtlichen Rahmenbedingungen KI-gestützter Softwareentwicklung. Unter anderem gibt es Vorträge zu folgenden Themen:
- Coding Agents im Praxiseinsatz: Auswahl und Orchestrierung
- KI in der Praxis: Strategien zur Modernisierung komplexer Legacy-Systeme
- Spec-Driven Development: Das Ende des Vibe Coding
- Sicherheitsnetze für den sicheren Einsatz von Coding-Agenten
- KI-generierter Code zwischen Effizienzgewinn und Rechtsrisiko
- Design Patterns für das Zeitalter der Agenten
Bis zum 21. April sind die Tickets zum vergünstigten Frühbuchertarif von 999 Euro (zzgl. 19 % MwSt.) verfügbar.
Bei diesem Podcast dreht sich alles um Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste schauen sich Dinge an, die mehr Qualität in die Softwareentwicklung bringen.
Die aktuelle Ausgabe ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar: „Software-Engineering von morgen – Ina Schieferdecker“ und steht auf YouTube bereit.
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(mdo)
Künstliche Intelligenz
Autark im Ernstfall: Fünf Notfallradios mit Kurbel- und Solarladung im Test
Angesichts steigender Blackout-Sorgen gewinnen Notfallradios erneut an Bedeutung. Über UKW oder DAB+ sollen sie auch dann wichtige Informationen bereitstellen, wenn die Stromversorgung und das Internet ausfallen. Neben großen, fest eingebauten Akkus und Batteriefächern verfügen sie auch über Solarzellen. Zur Not lässt sich zudem eine Kurbel ausklappen, um durch rhythmische Drehungen selbst mechanisch Strom zu erzeugen – Muskelkater inklusive. Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, ein vom Stromnetz unabhängiges Radio für den Krisenfall bereitzuhalten.
In unserem Vergleichstest von fünf Notfallradios überprüfen wir, wie gut die Notladung in der Praxis funktioniert. Dabei zeigte sich, dass das Kurbeln nur bei manchen Exemplaren wirklich Sinn ergibt. Auch als Powerbank taugen nicht alle Geräte. Beim Empfang, der Klangqualität, den Anschlüssen und der Nutzung als Taschenlampe (meist mit kaltem Licht) zeigten sich im Test ebenfalls erstaunlich große Unterschiede. Im Ernstfall bringen zwar alle Exemplare Licht in die dunkle Wohnung, doch die Umsetzung reicht von einem schmalen Lichtstrahl bis hin zu bequem ausklappbaren Leselampen oder einer praktischen Elektrolaterne mit Tragegriff.
- Wenn Stromnetz und Mobilfunk ausfallen, bleibt Radio oft die letzte Informationsquelle – idealerweise autark mit Kurbel- oder Solarladung.
- Wir haben fünf Notfallradios getestet, die auch als Taschenlampe, Powerbank und bei manchen Modellen auch als Bluetooth-Lautsprecher dienen.
- Der ausführliche Test zeigt, welche Konzepte im Ernstfall überzeugen und wo die Grenzen dieser Multifunktionsgeräte liegen.
In diesem Artikel überprüfen wir, ob sich ein teures Premiumgerät wie das Sangean MMR-99 lohnt oder ob ein kleines Schnäppchen von Bewinner sogar länger durchhält. Darüber hinaus testen wir einige Geräte aus dem mittleren Preissegment: das Libovgogo DF-585, das Mesqool 1030DAB und das Fospower D8.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Autark im Ernstfall: Fünf Notfallradios mit Kurbel- und Solarladung im Test“.
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Ältere DSL-Tarife der Telekom werden teurer
Manche DSL-Kunden der Deutschen Telekom sollen ab April 2026 zwei Euro im Monat mehr bezahlen. Betroffen sind DSL-Verträge, die vor April 2023 abgeschlossen worden sind. Sie tragen Marketing-Bezeichnungen wie Call & Surf oder Magenta Zuhause. Der Telecom-Konzern hat damit begonnen, die jeweiligen Kunden über die Preiserhöhung in Kenntnis zu setzen.
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Die Betroffenen können entweder den höheren Preis bezahlen oder ihren Vertrag binnen dreier Monate außerordentlich kündigen. Laut heise online Tarifrechner gibt es Konkurrenzangebote ab zirka 19 Euro monatlich.
Die Deutsche Telekom begründet die Preiserhöhung mit gestiegenen Kosten. Neukunden des Marktführers müssen demnach noch höhere Preise hinnehmen, als die betroffenen Altkunden.
Kündigungstermin mit Bedacht wählen
Wer seinen DSL-Vertrag mit der Telekom innerhalb der Drei-Monats-Frist außerordentlich kündigt, ist an keine Kündigungsfrist gebunden. Allerdings sollte der Termin dem neuen Anbieter überlassen werden, um nicht ohne Internetzugang dazustehen. Ist der Anschluss einmal deaktiviert, kann ein Neuanschluss zusätzliche Kosten nach sich ziehen.
Internetanschlusstarife variieren je nach gewünschten Bandbreiten. Nicht alle Anbieter sind bundesweit tätig, also spielt auch der jeweilige Standort eine Rolle. Nicht zuletzt hängt der Preis von der gewünschten Zugangstechnik ab, ob es wieder DSL oder aber Glasfaser, TV-Kabel oder ein kabelloses Verfahren mit Funkverbindung sein soll.
DT dominiert
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Die Zahl der DSL-Anschlüsse in Deutschland ist rückläufig. 2020 und 2021 gab es laut Erhebung der Bundesnetzagentur (BNetzA) den historischen Höchststand von 25,4 Millionen; Ende Juni 2025 waren es nur noch 23,2 Millionen.
Davon entfielen 13,5 Millionen auf die Deutsche Telekom sowie 8,2 Millionen auf Mitbewerber, die entweder die vollständige Leistung der Deutschen Telekom unter eigener Marke weiterverkaufen oder den von der Deutschen Telekom bereitgestellten Bitstream vermarkten. Die Tarife können sich dennoch wesentlich unterscheiden. Nur 1,5 Millionen DSL-Anschlüsse sind demnach von alternativen Anbietern realisiert, sei es vollständig oder unter Anmietung der Telekom-Anschlussleitung.
(ds)
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