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Künstliche Intelligenz

Überwachung der Reisewege: EU plant Ausweitung der Passagierdatenspeicherung


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Die digitale Überwachung von Reisenden innerhalb der EU soll deutlich erweitert werden. Was bisher primär Fluggäste betraf, wollen viele Mitgliedstaaten auf nahezu alle grenzüberschreitenden Verkehrsmittel ausdehnen. Ein internes Dokument des EU-Rates, das die Bürgerrechtsorganisation Statewatch veröffentlicht hat, offenbart die Pläne der früheren dänischen EU-Ratspräsidentschaft zur Weiterentwicklung der Beschattung von Touristen und Geschäftsreisenden. Das zunächst als vertraulich eingestufte Papier verdeutlicht, dass Sicherheitsbehörden eine „verkehrsträgerneutrale“ Überwachung anstreben.

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Seit 2016 verpflichtet die Richtlinie über Passenger Name Records (PNR) Fluggesellschaften, umfangreiche Datensätze ihrer Passagiere an Polizeibehörden wie hierzulande das Bundeskriminalamt (BKA) zu übermitteln. Diese Daten umfassen etwa Namen, Adressen, Zahlungsinformationen und sogar die Menüwahl. Algorithmen filtern diese Informationen, um „Personen von Interesse“ zu identifizieren. Die neue Initiative zeigt, dass dieses Prinzip auf den maritimen Sektor sowie den Fernverkehr auf Schiene und Straße übertragen werden soll.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Seeverkehr. Der ehemalige Ratsvorsitz hat vorgeschlagen, den Zugriff auf maritime Reisedaten zu harmonisieren. Dies betrifft Informationen, die Reedereien bei Kreuzfahrten und Fähren bereits erheben. Eine spezielle Arbeitsgruppe aus Mitgliedstaaten und der EU-Kommission soll technische Hürden abbauen.

Parallel soll die Überwachung des Landwegs forciert werden: Das Dokument nennt explizit Langstreckenbusse und internationale Züge. Auch die Ausweitung der automatischen Autokennzeichen-Erfassung ist Teil der Strategie, um Fahrzeugbewegungen über Grenzen hinweg präziser nachverfolgbar zu machen. Damit würde das bisherige Überwachungsnetz engmaschig über den gesamten Kontinent gespannt.

Ein kritischer Punkt ist die geplante Zweckänderung der Daten. Ursprünglich wurde die PNR-Speicherung mit der Bekämpfung von Terrorismus begründet. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) setzte 2022 enge Grenzen und untersagte die anlasslose Massenspeicherung bei Flügen innerhalb der EU. Die neue Strategie lässt erkennen, dass die Mitgliedstaaten nun eine Nutzung über die Strafverfolgung hinaus anstreben, etwa fürs Grenzmanagement und die Migrationskontrolle.

Statewatch warnt, dass damit höchstrichterliche Vorgaben gezielt umgangen würden. Wenn Daten zur Terrorbekämpfung plötzlich zur Kontrolle des Aufenthaltsstatus oder zur Aufdeckung von Sozialbetrug nutzbar wären, drohe die Erosion von Datenschutzrechten. Die EU-Kommission müsse prüfen, ob „transportneutrale“ Regeln anstelle spezifischer Vorschriften für einzelne Verkehrsgattungen tatsächlich sinnvoll sind.

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Die Wirksamkeit der PNR-Sammlung wird generell hinterfragt. In Deutschland führte die Auswertung von 548 Millionen Datensätzen 2024 zu nur 1525 Verhaftungen. Dennoch drängen viele Mitgliedstaaten auf ein schnelles Vorgehen. Einige Delegationen fordern zwar, dass neue Ansätze verhältnismäßig sein und auf soliden Folgenabschätzungen basieren müssten. 2019 stellte sich die damalige Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) auch noch gegen erste EU-Überlegungen, Reiseinformationen von Bahn- und Schiffspassagieren auf Vorrat zu sammeln. Doch die Zeichen deuten auf eine Ausdehnung einschlägiger Programme hin.

Die kommenden Monate dürften entscheidend werden: Im Sommer steht die nächste Evaluation der PNR-Richtlinie an, die als Basis für weitere Gesetzesvorschläge dienen dürfte. Ziel scheint Beobachtern zufolge der Bau eines lückenlosen digitalen Schutzwalls zu sein, der schier jede Reisebewegung innerhalb der Gemeinschaft registriert und analysiert.

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Künstliche Intelligenz

KI-Einsatz: Anspruchsvolle Aufgaben werden delegiert, Routine bleibt


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Die Rechnung vieler Chefs klingt einleuchtend: Die KI übernimmt Routineaufgaben, Mitarbeiter konzentrieren sich auf die komplexen Probleme. Doch die Realität sieht anders aus, wie eine neue Untersuchung des KI-Entwicklers Anthropic zeigt (PDF). In der Praxis werden an die Künstliche Intelligenz vor allem die anspruchsvollen Aufgaben delegiert – für die sie mit 66 Prozent eine deutlich niedrigere Erfolgsquote aufweist als bei einfachen Tätigkeiten. Die Folge: Viele Jobs werden „deskilled“, wie die Forscher es nennen. Die anspruchsvollen Teile verschwinden, die Routinearbeit bleibt.

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Die Studie basiert auf zwei Millionen anonymisierten Nutzungsdaten aus November 2025, die per KI ausgewertet wurden. Anthropic hat dafür erstmals systematisch gemessen, nicht nur wofür Claude zum Einsatz kommt, sondern auch wie erfolgreich.

Als Beispiele für dieses „Deskilling“ nennt die Studie technische Redakteure und Reisebüroangestellte. Der technische Redakteur analysiert mithilfe der KI neue Entwicklungen, um den Bedarf für Überarbeitungen zu bestimmen, oder lässt bereits veröffentlichte Materialien überprüfen, um Revisionsbedarf festzustellen. Während er diese komplexen Aufgaben abgibt, kümmert er sich selbst weiterhin lieber um das Zeichnen von Skizzen oder die Produktion. Im Reisebüro verbleiben bevorzugt Aufgaben wie das Anfordern und Ausdrucken von Fahrkarten oder das Abwickeln von Zahlungen beim Menschen. Bei schwierigen Arbeiten wie das Planen von Reiserouten oder Kostenberechnungen wird hingegen die Hilfe der KI in Anspruch genommen.

Dies verblüfft auf den ersten Blick, weil Fehler in den Ergebnissen komplexer Aufgabenstellungen oft schwerer zu erkennen sind als bei einfachen Aufgaben. Und laut Anthropics Zahlen liegt die Erfolgsquote bei einfachen Aufgaben bei 70 Prozent, während sie bei komplexen Fällen auf 66 Prozent sinkt. Dass die Nutzer dies in Kauf nehmen, dürfte vor allem an der Zeitersparnis liegen. Aufgaben, die Menschen ohne KI etwa drei Stunden kosten würden, ließen sich mit KI in rund 15 Minuten erledigen, behauptet Anthropic.

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Eine weitere Erkenntnis aus der Studie ist, dass KI die Ungleichheit zwischen reicheren und ärmeren Ländern und den jeweiligen Lebensverhältnissen weiter vergrößern könnte. In reichen Ländern mit höherem Pro-Kopf-Einkommen werde die KI vielseitig und auch für Privates eingesetzt, etwa in den USA, Japan und Südkorea. In ärmeren Ländern konzentriere sich die Nutzung auf Lernen und spezifische Arbeitsaufgaben.

So viel Nachdenklichkeit über Nebeneffekte der eigenen Produkte wirkt in der KI-Branche auf den ersten Blick ungewohnt. Doch Anthropic hat in der Vergangenheit bereits mehrfach Aufmerksamkeit damit erregt, dem euphorischen Grundton, der Big Tech sonst innewohnt, etwas Selbstreflexion entgegenzusetzen. Und oft auch mit dem Erfolg, dass der kleinere Mitbewerber von OpenAI (ChatGPT) und Google (Gemini) damit in die Schlagzeilen kam.


(mki)



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Künstliche Intelligenz

enterJS 2026: Das Programm der JavaScript-Konferenz steht fest


Die enterJS 2026 findet am 16. und 17. Juni in Mannheim statt. Die Veranstalter iX und dpunkt.verlag präsentieren das diesjährige Vortragsprogramm rund um die neuesten Entwicklungen in der JavaScript-gestützten Enterprise-Welt. Die Konferenz richtet sich unter anderem an Frontend- und Backend-Developer, Softwarearchitektinnen, UX/UI-Designer und Tester.

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Das Konferenzprogramm bietet an zwei Tagen in drei Tracks über 30 Vorträge, die der Programmbeirat in einem teilanonymisierten Prozess ausgewählt hat. Am Vortag der Hauptkonferenz, dem 15. Juni, stehen vier Workshops zu KI-Backends, Angular, Security und eventbasierten Node.js-Anwendungen zur Auswahl.

Die erste Keynote steht ebenfalls bereits fest. In den ersten Konferenztag startet Michael Hablich, Produktmanager für Chrome DevTools und Puppeteer, mit dem Thema „Wenn KI-Agenten zu deinen Nutzern werden“. Das vielfältige Konferenzprogramm umfasst Vorträge zu Accessibility, Security, React, Angular, Vue, Svelte und vielem mehr.

Auszug aus dem Programm:

  • Es wird auch langsam Zeit! Die neue Temporal API
  • Production-Ready RAG mit Node.js: Schnell, robust, echt
  • Zeit für OAuth 2.1 – Authorization Best Practices als neuer Standard
  • Fullstack-Anwendungen mit React und TanStack
  • Zukunft der Web-Accessibility: Neue Ansätze, neue Tools, neue Chancen
  • Code Reviews – Wie man es so richtig falsch macht
  • Node.js 26: What‘s New in Core, and Why It Matters

Dabei kommt auf der enterJS in der originellen Location, der Manufaktur in Mannheim, auch das Networking nicht zu kurz – Pausen mitsamt Verpflegung sowie ein Diskussionspanel am Abend des ersten Konferenztags sind Teil der Veranstaltung. Die Teilnehmenden können dieses Mal selbst darüber abstimmen, über welches Thema im Panel diskutiert werden soll.


Eindrücke von der Konferenz enterJS 2025

Eindrücke von der Konferenz enterJS 2025

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Ein Ticket für die enterJS lässt sich bis zum 28. April 2026 für 969 Euro (alle Preise zzgl. 19 % MwSt.) erwerben. Danach steigt der Preis auf 1149 Euro an. Wer mit seinem Team bucht, profitiert ab drei Personen von Gruppenrabatten, die der Online-Ticketshop automatisch berechnet. Ein Workshop-Ticket kostet 549 Euro.

Darüber hinaus planen die Veranstalter den Online-Thementag „enterJS Integrate AI“ am 28. April. Er wird sich damit befassen, wie Entwicklerinnen und Entwickler KI so in ihre Anwendungen integrieren können, dass diese wirklich besser werden – statt komplizierter, unsicherer oder frustrierender.

Weitere Informationen dazu finden sich bald auf der enterJS-Website. Interessierte können darüber hinaus einen Newsletter abonnieren, um über die enterJS und ihren Thementag auf dem Laufenden zu beiben.


(mai)



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iX-Workshop: Identitäten in Entra ID mit Conditional Access Policies schützen


Ein zentraler Bestandteil vieler Unternehmensnetzwerke ist Microsofts cloudbasierter Authentifizierungs- und Zugriffsverwaltungsdienst Entra ID. Für Cyberkriminelle ist er ein häufiges Ziel, um die Identität von Benutzern und Geräten anzugreifen und so per Rechteausweitung an interne Daten zu gelangen.

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Im Workshop Zugriffskontrolle mit Zero Trust: Identitäten in Entra ID mit Conditional Access Policies absichern erfahren Sie, wie Sie das Zero-Trust-Prinzip in Entra ID erfolgreich umsetzen. Dazu lernen Sie Conditional Access Policies (CAP) als zentrales Sicherheitselement für Microsoft 365 und Azure kennen. Anhand konkreter Szenarien bekommen Sie einen umfassenden Überblick, wie CAPs funktionieren und sich von herkömmlichen Firewall-Regeln unterscheiden.

Weiterhin erfahren Sie, wie Signale, Bedingungen und Kontrollen die Zugriffsentscheidungen beeinflussen. Mit diesem Know-how bauen Sie eigenständig einen eigenen Richtliniensatz auf. Zunächst erarbeiten Sie einen eigenen Sicherheitsstandard auf Grundlage einer Multi-Faktor-Authentifizierung, die Sie danach um weitere Funktionen ergänzen, darunter den Tokenschutz und die Integration von Microsoft Defender for Cloud Apps. Anschließend blockieren Sie unsichere Authentifizierungsmethoden und testen die selbstentwickelten CAPs.

Februar
26.02.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 29. Jan. 2026
Mai
07.05.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 09. Apr. 2026
Juli
28.07.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 30. Jun. 2026
November
10.11.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 13. Okt. 2026

Von diesem Workshop profitieren Administratoren, die cloudbasierte Anwendungen von Microsoft konfigurieren und verwalten, sowie IT-Sicherheitsverantwortliche und Entscheidungsträger, die eine Zero-Trust-Strategie planen und umsetzen wollen.

Referent des Workshops ist Tim Mittermeier, Head of Cybersecurity bei Corporate Trust. Er verfügt über eine langjährige Erfahrung als Penetrationstester und ist Experte für die Sicherheit von hybriden Infrastrukturen und Cloud-Umgebungen. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 20 Personen begrenzt, um einen intensiven Austausch zwischen Teilnehmern und Referent zu gewährleisten.


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(ilk)



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