Apps & Mobile Entwicklung
Android XR ausprobiert: Das ist Googles Rückkehr in den Markt der Smart Glasses
Google will dieses Jahres erste Smart Glasses mit Audio-Ausgabe auf den Markt bringen. Später sind auch Varianten mit Display im Brillenglas geplant. Einen dieser Prototypen konnte ComputerBase zum MWC 2026 kurz ausprobieren. Gemini reagierte schnell, übersetzte Spanisch und Farsi und verwandelte den Stand in eine Raumstation.
Google Gemini nimmt zentrale Rolle ein
Entsprechende Pläne hatte Google erstmals zur eigenen Entwicklerkonferenz im Mai letzten Jahres bekannt gegeben. Rund zwölf Jahre nach der Google Glass will das Unternehmen gemeinsam mit Partnern und diesmal auf Android XR basierend wieder in den Markt der Smart Glasses mit Augmented Reality einsteigen. Eine wichtige Rolle wird dabei auch Google Gemini spielen. Der AI-Assistent soll neben Smartphones, Tablets, Smartwatches, Autos und Fernsehern auch auf Android XR zum Einsatz kommen.
Zwei Brillenpartner, auch mit Korrekturgläsern
Anders als bei den Pixel-Smartphones sind nach aktuellem Stand keine Smart Glasses direkt von Google geplant. Das Unternehmen setzt aktuell auf zwei Partner, die Googles Technologie integrieren und für die eigentlichen Brillen verantwortlich sein werden. Bei den Brillenherstellern holt Google das südkoreanische Unternehmen Gentle Monster und Warby Parker aus den USA ins Boot. Beide Unternehmen sollen „stylische“ Brillen mit Android XR anbieten. Möglich sein werden dabei auch Brillen mit optischer Korrektur. Zur Messe hat Google auf entsprechende Einsätze für den Prototyp gesetzt. Mit Samsung wiederum arbeitet Google an einer Referenzplattform, um mit anderen Unternehmen ein Ökosystem neuer Smart Glasses aufzubauen. Entwickler haben seit Ende 2025 Zugang zu dieser Plattform.
Zum MWC in Barcelona konnte ComputerBase kurz einen Prototyp von Google ausprobieren, der auch bereits mit einem Display im rechten Brillenglas ausgestattet war. Ein zusätzliche visuelle Informationen darstellendes Display ist optional für Android XR. Zur ersten Markteinführung noch im Laufe dieses Jahres sind zunächst einmal Modelle ausschließlich mit Audio-Ausgabe geplant. Die ersten Smart Glasses sollen mit einer Kamera, mehreren Mikrofonen und Lautsprechern ausgestattet sein. Hardware-Partner bei den Chipsätzen ist Qualcomm. Google hatte bereits zur I/O letztes Jahr preisgegeben, dass die neuen Brillen ein Smartphone voraussetzen werden, demnach zumindest nicht in jedem Punkt vollständig eigenständig agieren. Das erlaube Nutzern den Zugriff auf Apps, ohne in die Tasche greifen zu müssen. Bedacht werden muss auch das stark limitierte Power-Budget (in Watt) von Smart Glasses. Qualcomm gibt für Augmented-Reality-Brillen ein Budget von ungefähr 1 Watt an.
Live-Übersetzung, Musik abspielen, Bildgenerierung
Mit der von Google für die Demo zur Verfügung gestellten Brille ließ sich via Sprache und einer Schaltfläche im rechten Brillenbügel interagieren. Wie auf Smartphones lässt sich Gemini mittels „Hey Google“ starten, alternativ kann eine Schaltfläche im rechten Brillenbügel für zwei Sekunden gehalten werden, um den Assistenten zu aktivieren, der daraufhin zuhört. Im Anschluss erscheint eine kleine Gemini-Sprechblase im Display des rechten Brillenglas, über die sowohl die akustischen Eingaben des Nutzers als auch die Ausgaben dargestellt. Zusätzlich erfolgt die Audio-Ausgabe über die Lautsprecher im Gestell, wobei diese primär für den Träger zu hören ist. Außenstehende konnten die Ausgabe in deutlich minimierter Lautstärke wahrnehmen, wie weitere Journalisten vor Ort bestätigten.
Anwendungsbeispiele vor Ort waren die Live-Übersetzung mit Google Translate, die Bilderkennung mit anschließender Musikwiedergabe sowie die Bildgenerierung via Nano Banana. Ein Branchenkollege konnte zudem die Navigation mit Google Maps ausprobieren, diese Anwendung war aber nicht Teil der Demo für ComputerBase.
Die Live-Übersetzung ist entweder mittels Text- oder Audio-Ausgabe möglich. Für die Demo sprach der Google-Mitarbeiter einmal in Spanisch und einmal in Farsi mit dem Träger, beides konnte die Brille mit kleiner Verzögerung annähernd in Echtzeit übersetzen. Dabei erfolgte die Audio-Ausgabe in natürlicher Sprache in Englisch, die Zeiten starrer Roboterstimmen sind definitiv vorbei. Was derzeit nicht möglich ist, ist die Audio-Ausgabe auch für die andere Person, wenn dann zum Beispiel auf Englisch geantwortet wird, die andere Person aber überhaupt kein Englisch beherrscht. Die Ausgabe erfolgt in diesem Fall in Textform über die App auf dem Smartphone.
Die Brille kann über die integrierte Kamera zudem Objekte erkennen und Aktionen mit Bezug dazu ausführen. Am Stand ließ sich ein Schallplattencover fotografieren und anschließend die zugehörigen Musik in YouTube Music abspielen. Sobald die Kamera in der Front aktiv ist, zeigt die Brille dies auch mittels LED an. Ob Google damit das „Glasshole“-Problem und das Stigma omnipräsenter Sensoren wie unter anderem Kameras gelöst hat, ist schwer zu sagen. Die Bereitschaft dafür in der Gesellschaft scheint aktuell mehr gegebenen zu sein als vor mehr als einer Dekade mit Google Glass.
Anfragen gehen häufig in die Cloud
Darüber hinaus stehen auch vom Smartphone bekannte Funktionen wie die Bildgenerierung mittels Künstlicher Intelligenz zur Auswahl. Nano Banana verwandelte den Stand auf individuelle Nachfrage zum Beispiel in eine Raumstation. Dabei handelte es sich um eine eigens gewählte Anfrage und nicht nur um eine von Google „vorprogrammierte“ Funktion, die das Feature lediglich emuliert. Nano Banana wird dabei in der Cloud und nicht auf dem verbundenen Smartphone ausgeführt. Ob für solche und ähnliche Funktionen in Zukunft ein kostenpflichtiges Google-AI-Pro-Abonnement vorausgesetzt wird, konnte Google vor Ort nicht beantworten. Das wird sich zur nächsten I/O respektive später im Jahr zeigen müssen.
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tado°: Steuerung mehrerer Haushalte mit einem Konto kommt

tado° ermöglicht mit einem Update die Steuerung mehrerer Haushalte oder Büros mit einem Konto. Damit können auch V3+-Produkte und tado X unter einem Konto verwaltet werden. Die Funktion wird ab Sommer 2026 für alle Nutzer von tado° verfügbar sein.
Ab Sommer sollen Nutzer auf diese Weise smarte Thermostate in bis zu fünf Haushalten über ein einziges Konto steuern können. Für das eigene Zuhause, das Büro oder die Ferienwohnung sind so keine getrennten Accounts mehr erforderlich, was die Steuerung deutlich vereinfacht. Zusätzliche Kosten entstehen hierfür nicht.
Durch die gemeinsame Verwaltung mehrerer Haushalte ist nun auch eine abgestimmte automatische Steuerung etwa durch Geofencing möglich. Verlässt man das Zuhause und macht sich auf den Weg zur Ferienwohnung, kann nun zuhause automatisch die Heizung ausgeschaltet und in der Ferienwohnung automatisch vor Ankunft eingeschaltet werden, ohne dass man hierfür manuell eingreifen und zwischen den Accounts wechseln muss.
Verschiedene Generationen möglich
Dabei ist auch ein Mischbetrieb verschiedener tado°-Generationen möglich. Während in einem Haushalt tado X läuft, kann in einem anderen Haushalt weiterhin die ältere V3+-Generation genutzt werden. Erstmals können Nutzer somit unterschiedliche tado°-Produktlinien mit demselben Konto verwalten.
Im Test der smarten Heizungssteuerung tado° X war von ComputerBase bereits bemängelt worden, dass keine Möglichkeit besteht, zwei Haushalte in einer App zu betreiben, ohne dies über zwei Accounts umzusetzen, zwischen denen dann immer wieder durch Aus- und Einloggen gewechselt werden muss.
AI Assist & Auto Assist: Ein Abo für alle Haushalte
Erfreulich für Nutzer ist dabei auch, dass ein bestehendes Abonnement für AI Assist (tado° X) oder Auto-Assist (für V3+ und ältere Generationen) in allen verwalteten Haushalten genutzt werden kann. Das Abonnement bietet Funktionen wie die automatische ortsabhängige Steuerung (Geofencing), Fenster-Offen-Erkennung, adaptives Heizen und mehr.
Die Steuerung mehrerer Wohnungen oder Häuser wird für alle tado°-Nutzer verfügbar sein. AI-Assist- und Auto-Assist-Abonnenten können gleichzeitig in all ihren Haushalten angemeldet sein und den „Ein-Klick“-Wechsel in der tado°-App nutzen, während Nicht-Abonnenten sich ab- und wieder anmelden, um zwischen den Wohneinheiten zu wechseln.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von tado° unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Firefox 150: Jubiläum mit besser geteilter Ansicht und neuen Tab-Funktionen

Mozilla hat Firefox 150 veröffentlicht und spendiert dem Browser zum Jubiläum eine überarbeitete geteilte Ansicht sowie weitere Verbesserungen. Dazu zählen unter anderem das Teilen mehrerer Tabs in einem Schritt und erweiterte PDF-Funktionen. Parallel dazu wurden mehr als 40 teils kritische Sicherheitslücken geschlossen.
Verbesserte geteilte Ansicht und leichteres Teilen
Mozilla hat die mit der vorherigen Version eingeführte geteilte Ansicht erneut überarbeitet und deren Bedienung deutlich vereinfacht. So lässt sich nun per Rechtsklick ein beliebiger Link anwählen und über das Kontextmenü mit der Option „Link in geteilter Ansicht öffnen“ direkt neben dem aktuellen Tab darstellen. Zusätzlich können beim Erstellen einer geteilten Ansicht nun auch bereits geöffnete Tabs durchsucht werden. Die Position der Tabs lässt sich über die neue Funktion „Tabs umkehren“ im Tab-Kontextmenü schnell anpassen.
Darüber hinaus erlaubt Firefox 150 nun das gleichzeitige Teilen mehrerer Tabs in nur einem Schritt. Beim Einfügen in andere Anwendungen enthalten die erzeugten Links sowohl den Seitentitel als auch die URL, was die Lesbarkeit verbessern soll. Auch der integrierte PDF-Editor wurde erweitert und unterstützt nun das Neuordnen, Kopieren, Einfügen, Löschen und Exportieren von Seiten.
Auch unter Linux gibt es Verbesserungen
Auch abseits dieser Funktionen wurden in der Anwendung Optimierungen umgesetzt. Unter Linux unterstützt Firefox nun den GTK-Emoji-Picker, sodass sich Emojis über die systemweite Tastenkombination (in der Regel Strg+.) einfügen lassen. Zudem stellt Mozilla für Linux-Nutzer unter Red Hat, Fedora, openSUSE und anderen RPM-basierten Distributionen ein neues .rpm-Paket bereit. Darüber hinaus stehen Firefox-Web-Apps nun auch Anwendern unter Windows zur Verfügung, die den Browser über den Microsoft Store installiert haben.
Leichterer Umgang mit Profilen
Auch die Verwaltung von Profilen wurde überarbeitet und vereinfacht. Die entsprechenden Funktionen stehen nun allen Benutzern zur Verfügung, einschließlich Anwendern von Windows 10. Gleiches gilt für die Möglichkeit, Profile in eine Datei zu sichern, die nun ebenfalls für alle Nutzer von Windows 10 und Windows 11 verfügbar ist. Dies schließt auch diejenigen ein, die bereits das neue Profilverwaltungssystem einsetzen.
Alle Änderungen und Neuerungen sind in den Release Notes aufgelistet.
Kritische Lücken erfordern schnelles Update
Mit Firefox 150 haben die Entwickler zudem mehr als 40 Schwachstellen behoben, von denen 13 als kritisch eingestuft wurden. Dazu zählen unter anderem Use-after-free-Probleme in verschiedenen Komponenten wie Core & HTML oder WebRTC, aber auch weitere sicherheitsrelevante Fehler wurden beseitigt. Diese Lücken können ausreichen, damit Angreifer sensible Daten auslesen oder im schlimmsten Fall die Kontrolle über ein betroffenes System übernehmen. Entsprechend wird empfohlen, die neue Version zeitnah zu installieren. In den Security Fixes listet Mozilla sämtliche behobenen Schwachstellen im Detail auf.
Auch Varianten mit verlängertem Support erhalten Updates
Parallel dazu haben auch die ESR-Versionen 140.10.0 und 115.35.0 mit verlängertem Support Aktualisierungen erhalten. Wie bei diesen Veröffentlichungen üblich, bringen sie keine neuen Funktionen mit sich, sondern konzentrieren sich ausschließlich auf die Behebung von Sicherheitsproblemen. Konkret wurden dabei 26 beziehungsweise 11 teils kritische Schwachstellen geschlossen, weshalb auch hier eine zeitnahe Installation empfohlen wird.
Ab sofort verfügbar
Firefox 150 sowie Firefox 140.10.0 ESR und 115.35.0 ESR stehen ab sofort auf der Website von Mozilla zum Download bereit. Ebenso lässt sich die Aktualisierung über die Update-Funktion im Browser anstoßen, wobei die meisten Anwender mittlerweile auch eine Benachrichtigung über die neue Version erhalten haben dürften. Alternativ können die neuen Versionen auch wie gewohnt bequem über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase bezogen werden.
Downloads
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4,7 Sterne
Firefox ist ein freier Browser der gemeinnützigen Mozilla Foundation mit vielen Erweiterungen.
- Version 150.0 Deutsch
- Version 140.10.0 ESR Deutsch
- Version 115.35.0 ESR Deutsch
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Xbox GamePass: Der Preis sinkt wieder, weil Call of Duty später kommt

Microsoft geht einen Schritt zurück: Zwei Versionen des Game Pass werden wieder etwas günstiger. Das liegt an der Streichung eines großen Namens: Call of Duty wird nicht mehr ab Tag 1 über das Abo spielbar sein, sondern erst nach einer gewissen Wartezeit.
Ganz die vorherigen Preise erreicht der Game Pass nicht, die letzte, deutliche Erhöhung aus Oktober 2025 nimmt der Konzern nur teilweise zurück. Der GamePass Essential und die Premium-Version, der Standard-GamePass, bleiben ohnehin so teuer wie zuvor.
Die teuersten Pässe werden günstiger
Im Preis gesenkt wird der GamePass auf dem PC. Er kostet künftig rund 13 statt wie bisher 15 Euro. Noch deutlicher fällt der Preis der teuersten Version. Der GamePass Ultimate kostet fortan knapp 21 statt bisher 27 Euro. Damit wäre die letzte Preiserhöhung auf ein übliches Niveau korrigiert worden.
Der gesenkte Preis korreliert mit gekürztem Angebot. Call of Duty wird nicht mehr direkt bei Erscheinen, also nicht mehr „Day One“, im Game Pass enthalten sein. Künftig werden sie erst in „der darauf folgenden Weihnachtssaison“ und damit rund ein Jahr verzögert Teil des Angebots. Wie bisher bleiben sie der Ultimate-Stufe vorbehalten.
Die Strategie liegt auf der Hand. Microsoft nimmt so zwei Mal das Weihnachtsgeschäft mit und setzt Anreize, den Titel trotz GamePass-Abo zu kaufen um sofort spielen zu können. Die Rechnung scheint klar, denn die Platzierung von Call of Duty: Black Ops 6 im GamePass soll 300 Millionen US-Dollar an Einnahmen gekostet haben. Der Titel konnte nicht über den Verkaufspreis, sondern ausschließlich über Mikrotransaktionen monetarisiert werden.
Änderungen mit Ankündigung
Microsoft hatte zuletzt versucht, die Profitabilität seiner Gaming-Sparte über den Branchendurchschnitt hinaus zu steigern. Preiserhöhungen im GamePass und das Zusammenstreichen von Spieleprojekten zu Gunsten von zugkräftigen Marken waren die Folge. Der jüngste Wechsel an der Führungsspitze durch den Abgang von Xbox-Urgestein Phil Spencer sowie schlechte Zahlen des Gaming-Bereichs hatten weitere Änderungen bereits angekündigt.
Asha Sharma, die aus der KI-Sparte des Konzerns kommt, hatte erst letzte Woche erklärt, dass der GamePass zu teuer sei und kurzfristig betrachtet mehr Gegenwert bieten müsse. Langfristig soll sich das Angebot jedoch vom aktuellen Modell wegbewegen und flexibler werden.
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