Künstliche Intelligenz
Update für APT: Debian-Pakete installieren, zurückspulen, weitermachen
Mit APT 3.2.0 erscheint die stabile Freigabe der 3.2-Entwicklungslinie, die die bereits in den 3.1-Vorversionen eingeführten History-Funktionen sowie die dort entwickelten Änderungen am Dependency-Solver bündelt. Admins können Paketoperationen damit gezielter nachvollziehen und rückgängig machen, während komplexe Upgrades stabiler ablaufen sollen.
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Das APT (Advanced Package Tool) verwaltet Softwarepakete unter Debian und darauf aufbauenden Distributionen wie Ubuntu. Es installiert, aktualisiert und entfernt Software und setzt dabei auf dpkg und das .deb-Paketformat.
Transaktions-Historie: Paketänderungen nachvollziehen
Zu den auffälligsten Funktionen der 3.2-Serie gehört die bereits in 3.1.6 und 3.1.7 angelegte History für strukturierte Paket-Transaktionen. Bisher ließen sich Änderungen nur über Logdateien wie /var/log/apt/history.log rekonstruieren. Jetzt stehen dafür eigene Befehle bereit: apt history-list zeigt vergangene Transaktionen, apt history-info liefert Details zu einer bestimmten Aktion. apt history-undo und apt history-redo machen Änderungen rückgängig oder wiederholen sie, apt history-rollback setzt den Paketzustand auf einen früheren Zeitpunkt zurück.
Ein Beispiel: Ein Upgrade installiert inkompatible Paketversionen. Der Admin identifiziert die betroffene Transaktion über apt history-list, prüft die Details mit apt history-info und macht die Änderung mit apt history-undo rückgängig. Im Unterschied zu Snapshot-basierten Ansätzen wie Btrfs oder ZFS arbeitet die Funktion ausschließlich auf Paketebene – Konfigurationsdateien oder andere Systemzustände erfasst sie nicht. Die Funktionen entstanden in den Vorabversionen 3.1.6 und 3.1.7 und sind mit 3.2.0 Teil der 3.2-Serie.
Überarbeiteter Dependency-Solver
Die zweite große Baustelle betrifft den Dependency-Solver. Er berechnet, welche Paketkombinationen bei einer Installation oder einem Upgrade zusammenpassen. APT bündelt hier mit dem Update mehrere Arbeiten am Solver, darunter Änderungen am Backtracking – also der Fähigkeit, bei Sackgassen in der Abhängigkeitsauflösung systematisch alternative Wege zu prüfen. Auch das Verhalten bei virtuellen Paketen (Provides) wurde angepasst: Bieten mehrere Pakete dieselbe Abhängigkeit an, kann der Solver dadurch in manchen Fällen andere Kombinationen wählen als bisher.
Besonders relevant ist das bei umfangreichen Dist-Upgrades und Setups mit externen Repositories, wo viele Paketquellen oder komplexe Abhängigkeiten aufeinandertreffen.
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Weitere Änderungen
Daneben enthält APT auch die im Changelog genannte Funktion „Upgrade by source package“ – relevant vor allem für Entwickler und automatisierte Build-Prozesse. Hinzu kommen interne Optimierungen bei der Abhängigkeitsauflösung.
Technische Details zum Update lassen sich im Changelog des Projekts nachvollziehen.
(fo)
Künstliche Intelligenz
Netzteiländerung beim MacBook Pro M5 Max und M5 Pro sorgt für Ärger
Apple hat in mehreren Ländern das beim neuen MacBook Pro mit 16-Zoll-Bildschirm mitgelieferte Netzteil verändert. Die Geräte mit M5 Max und M5 Pro werden mit einer 140-Watt-Stromversorgung verkauft. Diese verfügte bislang innen stets über einen C7-Anschluss, an den auch Eurostecker-Kabel via Kleingerätekupplung direkt passten – sowie Apples eigene Aufsätze für verschiedene Länderstecker, die der Konzern über viele Jahre auch im Rahmen seines World-Travel-Adapter-Kits (ab 101 €) verkauft hatte. Letzteres wurde allerdings kürzlich vom Markt genommen.
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Interner Anschluss verändert
Der nun verbaute männliche Anschluss in den M5-Max- und M5-Pro-Netzteilen scheint proprietär zu sein. Er ist damit auch nicht mehr kompatibel zu Apples eigenem Netzteilverlängerungskabel (ab 21,05 €), wie Bilder zeigen, die Macrumors veröffentlicht hat. Im Vergleich zum C7 ist der Anschluss länger und dünner und ihm fehlt die typische Einbuchtung. Es blieb zunächst unklar, ob Apple die Veränderung weltweit vornimmt oder nur in bestimmten Märkten. Berichte dazu gibt es unter anderem aus Australien sowie China.
Das 140-Watt-Netzteil wird von Apple auch einzeln veräußert, etwa im Reich der Mitte, wie ChargerLAB zeigte. Das Gerät ermöglicht wie gehabt unter anderem das Aufladen eines 16-Zoll-MacBook-Pro-Rechners zu 50 Prozent in einer halben Stunde, sofern man ein USB-C-auf-MagSafe-3-Kabel oder ein 240-Watt-fähiges USB-C-Kabel verwendet.
Schnelle Verlängerung dank C7
Die Apple-Netzteile sind zwar teuer, haben aber einen guten Ruf. Durch die Verwendung des C7-Anschlusses, an den man durch Abnahme des Stromsteckers gelangte, konnte man sie auch vergleichsweise einfach verlängern. Mit dem proprietären Anschluss müsste Apple nun sowohl sein Verlängerungskabel als auch sein World-Travel-Adapter-Kit anpassen. Beides ist bislang nicht geschehen.
In der EU und in Großbritannien hatte Apple zuletzt damit begonnen, Notebooks ohne Netzteil zu verkaufen. Dies gilt etwa für das MacBook Neo. Laut EU-Vorgaben müssen Hersteller Nutzern erlauben, ihren Rechner auch ohne Stromversorgung zu erwerben, sofern sie bereits eine solche besitzen. Apple interpretiert das so, dass es künftig gar keine Netzteile in der Verpackung mehr gibt. Eine Alternative mit Netzteil ist nicht im Programm. Die Gerätepreise sanken dadurch übrigens nicht.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Juniper: Unter anderem Root-Sicherheitslücken in Junos OS geschlossen
Mehrere Sicherheitslücken gefährden Netzwerk- und Sicherheitsprodukte von Juniper. Die Schwachstellen stecken im Netzwerkbetriebssystem Junos OS und Junos OS Evolved, die unter anderem die Basis für Router und Switches bilden. Im schlimmsten Fall verschaffen sich Angreifer weitreichende Rechte auf Geräten. Bislang warnt der Netzwerkausrüster nicht vor Attacken. Admins sollten die Sicherheitsupdates dennoch zeitnah installieren.
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Mehrere Gefahren
Im Sicherheitsbereich der Juniper-Website sind 28 nun geschlossene Softwareschwachstellen aufgelistet. Dort finden Netzwerkadmins auch die Sicherheitsupdates, deren Auflistung den Rahmen dieser Meldung sprengt.
Von den Lücken sind einige mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestuft. So können Angreifer etwa mit präparierten BGP-Anfragen an verwundbaren Geräten ansetzen und Abstürze auslösen (CVE-2026-33797).
Angreifer können sich aber auch an mehreren Stellen Root-Rechte verschaffen (etwa CVE-2026-21916). Mit derart weitreichenden Rechten liegt es nahe, dass Geräte als vollständig kompromittiert gelten. In diesem Fall gibt es aber eine Hürde, und ein lokaler Angreifer muss bereits über niedrige Nutzerrechte verfügen. Das ist auch die Voraussetzung für einen weiteren Angriff, bei dem sensible Daten leaken können (CVE-2026-33776).
Die Fabric-Management-Software Apstra ist ebenfalls verwundbar. Aufgrund einer fehlerhaften SSH-Implementierung kann sich ein Angreifer ohne Authentifizierung als Man-in-the-Middle in Verbindungen einklinken (CVE-2026-13914 „hoch“).
Aufgrund eines Standardpassworts in vLWC sind unbefugte Zugriffe vorstellbar (CVE-2026-33784). Diese Sicherheitslücke ist mit dem Bedrohungsgrad „kritisch“ eingestuft.
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(des)
Künstliche Intelligenz
Kine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
Die wegweisende Konstruktion der Exakta wurde zur Blaupause nachfolgender SLR-Generationen. Zum ersten Mal zeigte eine Kleinbildkamera ein Sucherbild, das exakt dem späteren Foto entsprach. Die Mattscheibe mit ihrem stets gültigen Reflexbild definierte das fotografische Arbeiten neu. Schärfe, Schärfeverlauf und Bildkomposition ließen sich präzise beurteilen – und das für alle Brennweiten gleichermaßen, ganz ohne externe Hilfsmittel.
Jahrzehnte später, im Zeitalter grafischer Benutzeroberflächen, bezeichnete das Akronym WYSIWYG (What you see is what you get) eine vergleichbare Errungenschaft in der Computerwelt. Ihagee wählte eine schlichtere Terminologie und verkündete das Ende der „Blindfotografie“. Photo Porst, damals das „größte Photohaus der Welt“, griff dies auf und bewarb die Kine-Exakta als „Kamera der Zukunft“.

Bernd Kieckhöfel beschäftigt sich seit 2014 mit der Adaption alter Objektive. Aktuell faszinieren ihn Optiken aus Filmkameras und Kino-Projektoren. Er hat seine Erfahrungen in mehreren Büchern veröffentlicht und schreibt für verschiedene Magazine.
Wer damals mit Sucherkameras fotografierte – sei es mit einer Leica, Contax oder anderen Modellen –, kannte das Parallaxen-Dilemma. Bei Normalbrennweiten ermöglichte der Sucher zwar eine hinreichend genaue Einschätzung, doch im Nahbereich setzte die Physik Grenzen: Während der Sucher die Blüte einer Rose anvisierte, bildete das leicht versetzt angeordnete Objektiv lediglich den Stängel ab. Weitwinkel- und Teleobjektive erforderten zudem separate Aufstecksucher. Zubehör wie Entfernungsmesser und Schärfentiefentabellen halfen zwar, doch um Bildausschnitt und Wirkung zuverlässig zu bestimmen, waren viel Erfahrung und ein kleiner Werkzeugkasten nötig.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild“.
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