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W Social in der Übersicht: Europas Social-Media-Antwort


Mit W Social soll bald eine europäische Alternative zu US-Social-Plattformen starten, die Unabhängigkeit, Sichtbarkeit, Transparenz und auch Einkünfte verspricht. Ein Versprechen ist bisher aber noch der Status quo der Plattform.

Eine neue Social-Media-Plattform soll sich ein Europa als Gegenmodell zu den großen US Playern etablieren. W Social heißt diese Plattform, die auf Transparenz, Datenschutz, Verifizierung und freie Meinungsäußerung setzt und damit den oft regierungsnahen Plattformen der USA etwas entgegensetzen soll. Das neue Medium soll in Europa gehostet und verwaltet werden. W Social geht für erste User bereits an den Start und kommt mit einem großen Versprechen und vielen Fragezeichen daher. Wir werfen einen Blick auf die Plattform, ihren Namen und eine Bekannte als CEO.


Grok:

Nacktbild-Skandal und Top-Platzierung im App Store

Grok Imagine-Startseite
© Grok, xAI

Das ist W Social: Trust your feed

Die Abhängigkeit der Digitalwelt und des Social-Media-Kosmos von großen US-Konzernen ist unstrittig. Zugleich aber machen einige Entwicklungen auf Plattformen wie X, Instagram, TikTok und Co. Sorgen. xAI zeigte zuletzt wieder des Öfteren, dass ein Mangel an Moderation für X und Grok zu großen Problemen wie illegitimen Deepfakes und Falschaussagen führen kann – im UK stand kürzlich sogar die Abschaltung von X im Raum. In den USA klagen die User der neuen US-TikTok-Version neben technischen Problemen auch über Reichweiteneinschränkungen bei kritischen Themen und den Verlust von Monetarisierungsoptionen. Eine politische Abhängigkeit durch die Nähe zur Trump-Regierung könnte sich verschärfen.

Die gibt es auch bei Meta. CEO Mark Zuckerberg nannte X vergangenes Jahr als Vorbild und setzte europäische Gesetze mit institutionalisierter Zensur gleich. Zudem nimmt die Machtkonzentration von Google beziehungsweise Alphabet zu man denke an die Deals für die Suchmaschine und Gemini –, obwohl in der jüngeren Vergangenheit oft von Teilzerschlagungen und regulatorischen Einschränkungen die Rede war.

Deshalb ist die digitale Souveränität in Europa mehr denn je ein Thema. Schon jetzt finden User in Europa einige Tech-Alternativen, zum Beispiel Mistral AI mit le Chat anstelle von ChatGPT. Doch andere Player wie Mastodon und XING können es in vielerlei Hinsicht nicht mit X und LinkedIn aufnehmen. TikTok, YouTube und Instagram als Riesenplattformen stehen weitgehend konkurrenzlos dar. Sie sind zentral für Creator, Brands und Advertiser.

Doch in Europa soll es mit W Social eine neue Option geben, die allen Usern mehr Unabhängigkeit verleiht. Prof. Dr. Anna Zeiter, zuvor Global Chief Privacy Officer und Vice President für Privacy, Data & AI Responsibility bei eBay, gibt als neue CEO Informationen zum neuen sozialen Netzwerk preis. Auf LinkedIn betont sie, dass es einen „dringenden Bedarf für ein soziales Medium, gebaut, gehostet und verwaltet in Europa“, gebe.

Das W in W Social steht zum einen stellvertretend für den Zusammenhalt – we –, zum anderen soll es zwei V-Buchstaben darstellen. Diese stehen für Values und Verification. Denn die Plattform soll als Ort für sicheres Datenteilen, transparente Strukturen und vor allem Unabhängigkeit von mächtigen Tech-Konzernen fungieren. Das Unternehmen hinter der Plattform ist aktuell W Social AB, welches der Swedish Data Protection Authority (Integritetsskyddsmyndigheten – IMY) unterliegt. Das geht aus den Privatsphärerichtlinien der Plattform-Seite hervor. Dort wird auch erklärt, dass zunächst nur einige User über den Datenzugriff der Plattform informiert werden.

Before we launch W Social publicly, we are inviting a small group to receive early updates and confidential information about W Social. This notice explains what personal data we collect during the pre launch phase, why we collect it, how we use and store it, with whom we share it, how long we keep it, and what rights you have. A separate and more detailed privacy policy will apply once the platform is launched […].

Aktueller Zugriff und Pläne für W Social

Es gibt bereits die Website wsocial.eu. Allerdings können vorerst nur User mit einem Code für den Early Access die Plattform nutzen. Sie wird im kleinen Kreis auf Invite-only-Basis getestet. Auf der Website sehen Besucher:innen aber schon, worauf das Team hinter der Plattform abzielt: eine Alternative zu US-Netzwerken und Social Media aus Asien zu schaffen.

So sieht die W Social Website bisher aus, © W Social
So sieht die W Social Website bisher aus, © W Social

Dabei soll diese Alternative die User als Menschen identifizieren und verifizieren. So sollen Bots und AI Creator als wenig authentische Elemente minimiert werden. Außerdem soll die enge Verknüpfung an die Datenschutzregeln der EU dafür sorgen, dass die User ihre Daten möglichst frei verwalten können, auch ohne mit agressiver Werbung konfrontiert zu werden. Stattdessen sollen hochwertige Inhalte, nicht zuletzt von journalistischen Medien, im Feed auftauchen und dort für Vertrauen sorgen. Der Claim der Plattform ist: „Trust your feed“. Creator, Marken und Medien, die dort posten, könnten an Einnahmen sogar direkt beteiligt werden, wie t-online berichet.

Unterdessen ist jedoch unklar, wie W Social finanziert werden soll. Zunächst sollen 1.000 VIP Leader für das Projekt gewonnen werden. W Social AB als Unternehmen hinter der Plattform fungiert als Subunternehmen von We Don’t Have Time AB, einer freien Plattform für den Klimaschutz, die von über 750 Investor:innen aus 15 Ländern per Crowdfunding finanziert wird. Der erste Teil der Finanzierung soll durch den We Don’t Have Time AB-Initiator Ingmar Rentzhog kommen. Eine Finanzierungsrunde wird für das zweite Quartal 2026 angstrebt.

Ebenfalls offen ist derzeit, wann W Social für alle geöffnet wird und wie die Plattform schnell User gewinnen kann. Für die Entwicklung zeichnet neben Prof. Dr. Anna Zeiter ein Gremium verantwortlich, dem unter anderem der frühere FDP-Politiker und Vizekanzler Philipp Rösler angehört, die Klimaexpertin Sandrine Dixson-Declève und Cristina Caffarra von der EuroStack Foundation. Sie werden einen Fokus auf eine freie Plattform legen, die auch offene Schnittstellen fördern dürfte. Noch ist nicht öffentlich einsehbar, inwieweit das Fediverse bedient würde. Aber die Übernahme von Postings und eventuell weiteren Elementen von anderen Plattformen könnte den Wechsel zu W Social fördern.

Außerdem wirbt W Social mit einer Algorithmuskontrolle und hohen Anforderungen an die Sicherheit und Authentizität – etwa durch die Notwendigkeit, sich mit einem Ausweis zu verifizieren. Der Washinton Post-Kolumnist Ishaan Tharoor zeigt auf X einen Ausschnitt aus dem Preview-Video zur Plattform.

Ob W Social aber eine Chance hat, sich gegen die etablierten Player durchzusetzen, wird einerseits vom Monaterisierungsmodell abhängen – wird es Werbung geben? –, andererseits womöglich ebenso von den politischen Entwicklungen im Jahr 2026. Eine europäische Alternative zu X und Co. ist verlockend, kommt aber reichlich spät. Ihren Nutzen im Alltag von Millionen Usern muss diese erst beweisen, wobei gerade die hehren Ziele zu Datenschutz, Sicherheit und Co. für manche als Einstiegshürde gelten könnten. Wir dürfen auf die nächsten Schritte der Plattform gespannt sein.


Apertus LLM:

Schweiz startet offene ChatGPT-Alternative

– Europas Antwort auf Big-Tech-KI

Schweizer Flagge weht im Wind vor wolkigem Himmel, steht für den Launch von Apertus LLM, einer offenen KI-Alternative aus der Schweiz.
© Aleks M – Unsplash





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Bundesliga: DFL meldet Umsatzrekord von mehr als 6,3 Milliarden Euro


Der deutsche Profifußball hat in der Saison 2024/25 wirtschaftlich ein Rekordjahr hingelegt: Laut dem neuen Wirtschaftsreport der DFL erzielten die 36 Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga und 2. Bundesliga gemeinsam einen Umsatz von 6,33 Milliarden Euro – so viel wie nie zuvor.

Damit stiegen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent beziehungsweise 461 Millionen Euro. Einen wesentlichen Anteil zum Rekordergebnis

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Baumarkt: Toom startet erstmals Haltungskampagne


Protagonistin der Kampagne ist die 80-jährige Aktivistin Irmela Mensah-Schramm.

Der Baumarktbetreiber Toom hat auf Online-Kanälen ein Video veröffentlicht, mit dem sich das Unternehmen aus der Rewe Group gegen Hass und für Zivilcourage positioniert. Die Kampagne ist gleich aus mehreren Gründen bemerkenswert.

Toom startet in das neue Jahr mit einer außergewöhnlichen Kampagne. Auf Kanälen wie Youtube und Instagram hat die Baumarktkette ein 20

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Ostfriesische Gelassenheit: So gechillt reagiert Langeoog auf die Mobile.de-Kampagne


Charmant und entspannt antwortet Langeoog auf die Spitzen in der jüngsten Mobile.de-Kampagne

Langeoog steht im Zentrum der neuen Mobile.de-Kampagne. Die Insel wird vom Fahrzeugmarkt liebevoll geneckt. Jetzt kontern Bürgermeister und der Tourismusverband.

Langeoog ist derzeit ziemlich angesagt. Im ZDF gab es am Sonntag im Länderspiegel eine Reportage über die ostfriesische Insel. Seit ein paar Tagen schon spielt Langeoog in einer Kampagne von Mobile.de die Hauptrolle. Der Fahrzeugmarkt zieht das Eiland darin liebevoll wegen seiner Autofreiheit auf: „Aber zum Glück lebst du nicht auf Langeoog“, heißt es unter anderem in dem Film.

Über diesen Satz könnten sich die Bewohner aufregen. Sie könnten auch tief beleidigt sein. Doch stattdessen reagieren sie im Ostfriesen-Chill, statt aufzubrausen wie ein Nordseesturm. Lässig, gewitzt und entspannt. Onno Brüling, Bürgermeister von Langeoog, antwortet mit einem offenen Brief und preist darin die Autofreiheit als echten Luxus: „Ins Rollen bringen wir hier Koffer, ‚hupen‘ tun hier nur Möwen, Staus entstehen hier nur in der Schlange zum Lieblingseis oder Lieblingsfischbrötchen“, heißt es darin unter anderem.
Kurz darauf folgt ein Reel, in dem er selbst im Strandkorb Platz nimmt und mit einem Insulaner friesisch-trocken über die Mobile.de-Werbung spricht. Seit heute dreht sich die Geschichte weiter. Der Langeoog Tourismus-Service veröffentlicht einen Film, der im Stil der Mobile.de-Kampagne gedreht ist – mit heiterer Musik und freundlichen Bildern. Natur. Fahrrad. Entspanntheit. Das Leben ohne Auto auf der Insel wird gegen dem Dauerstau in der Großstadt gegenübergestellt. „Zum Glück lebst du auf Langeoog.“

Die Liebeserklärung an die Insel und ihre Bewohner verantwortet St. Elmo’s als kreativer Partner. Das Ergebnis ist beste Tourismuswerbung, die unter anderem über Youtube gestreut wird. Und das Verhältnis zu Mobile.de? Bleibt entspannt. Denn Autos gucken sie sich die Insulaner durchaus gerne an: auf Mobile.de.



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