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Weiteres Standbein für UMC?: Mögliche NAND-Flash-Produktion trifft auf (zu) hohe Hürden


Weiteres Standbein für UMC?: Mögliche NAND-Flash-Produktion trifft auf (zu) hohe Hürden

Bild: UMC

UMC als zweitgrößte taiwanische Foundry hat zuletzt evaluiert, ob man nicht auch bald NAND-Flash produzieren könnte und sich so etwas breiter aufstellt. Dabei traf der Halbleiterhersteller auf viele Hürden in diversen Bereichen, die das Thema selbst im aktuellen Boom eher unwahrscheinlich werden lassen.

Viertgrößter Fertiger und dennoch ein schwerer Stand

UMC ist ein großer Halbleiterhersteller, der mit älteren Prozessen jedes Quartal Millionen Chips fertigt und so viele Märkte bedient. Auf dem Papier ist UMC nach TSMC, Samsung und SMIC der weltweit viertgrößte Chiphersteller. Das bedeutet jedoch, dass auf ihn nur rund vier Prozent Marktanteil entfallen. Mit älteren Chips lässt sich zudem lange nicht so viel Geld verdienen, wie es beispielsweise TSMC vorlebt. Im Gegenteil sogar, man agierte in den letzten Jahren stets nur knapp über der schwarzen Null, ohne einen wirklichen Aufwärtstrend.

Dazu trägt bei, dass die Fabriken nicht gut ausgelastet sind. Noch 2024 lag die Auslastung zum Jahresende bei gerade einmal 70 Prozent, kletterte Ende 2025 aber immerhin auf 78 Prozent. Eine Million belichtete 300-mm-Wafer im Quartal heißt das normiert, doch die Kapazität liegt bei 1,3 Millionen Wafern. Es könnten also noch 30 Prozent mehr verkauft werden. Werte unterhalb der 80-Prozent-Marke gelten in der Branche schnell als potenzielles Verlustgeschäft, was die Zahlen von UMC auch untermauern.

UMCs Daten zu Fertigung, Kapazität und Finanzen (Bild: UMC)

Zu große Hürden beim NAND-Flash-Einstieg?

Dass sich UMC deshalb umsieht, um die Reinraumkapazitäten auszulasten und noch etwas mehr Geld zu verdienen, erscheint nachvollziehbar. Doch mal eben schnell die Produktion von Logic-Chips auf Speicher umzustellen, ist nicht so einfach, wie es sich eventuell anhört. Es fehlt letztlich an fast allen Enden etwas: Das passende Equipment ist nicht vorhanden, notwendiges Personal mit Fachkenntnissen ist knapp und auch die IP-Frage ist ungeklärt. Denn eigenes Know-how hat UMC in dem Bereich nur bedingt, müsste also mit einem anderen NAND-Hersteller kooperieren. Der wiederum muss gewillt sein, sein Wissen zu teilen. Doch gern herausgeben die Branchenriesen dies ungern.

Preiserhöhungen für fast alle Produkte

Aktuell sieht es deshalb danach aus, dass UMC vorerst nicht in das NAND-Flash-Geschäft einsteigen wird. Um jedoch angesichts weltweiter Krisen und gestiegener Rohstoff- und Energiepreise weiter wirtschaftlich arbeiten zu können, werden zum zweiten Halbjahr 2026 die Preise angepasst, was auch Bestandskunden trifft. Um fünf, zehn oder auch mal 15 Prozent werden diese erhöht. Je nach Produkt und Kunde greifen die Erhöhungen in unterschiedlicher Form.



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Cybersicherheit: Claude Mythos behebt 271 Schwachstellen in Firefox


Anfang des Monats stellte Anthropic mit Claude Mythos ein KI-System vor, das durch seine Fähigkeiten beim Auffinden und Ausnutzen von Sicherheitslücken gleichermaßen Interesse wie Bedenken auslöste. Mozilla hat nun in einem Blog-Eintrag erläutert, welche Rolle das Werkzeug bereits jetzt bei der Absicherung von Firefox spielt.

Erster Erfolg schnell erkennbar

Bereits bei ersten Analysen mit Opus 4.6 Anfang Februar konnte das KI-Modell zur Behebung von 22 sicherheitskritischen Schwachstellen in Firefox 148 beitragen. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Anthropic erhielten die Entwickler zudem Zugriff auf eine frühe Vorschauversion von Claude Mythos, mit der sie eine spätere Firefox-Iteration detailliert untersuchten, die schließlich als Version 150 veröffentlicht wurde. Dabei identifizierten und beseitigten Mozilla und Anthropic gemeinsam insgesamt 271 Schwachstellen, die allein während der ersten Auswertung entdeckt wurden.

Möglichkeiten werden erweitert

Diese Ergebnisse nähren die Erwartung, mit der rasanten Entwicklung auf Angreiferseite Schritt halten zu können, die ebenfalls zunehmend auf automatisierte Werkzeuge beim Auffinden von Schwachstellen setzen. Bisher lag der Konsens daher eher in der Feststellung, dass es ein unrealistisches Ziel wäre, Exploits vollständig eliminieren zu können. Gleichzeitig weist Mozilla darauf hin, dass die Angriffsfläche moderner Software so groß ist, dass sie mit herkömmlichen Mitteln nur schwer umfassend abgesichert werden kann. Die bisherigen Möglichkeiten waren zudem stark durch verfügbare personelle Ressourcen begrenzt.

Keine Wunderwaffe gegen Cyber-Kriminalität

Gleichzeitig betont Mozilla, dass auch Claude Mythos kein Wunderwerk ist und ebenso keine unendlichen Möglichkeiten besitzt – womit bei den Überprüfungen schnell die Realität wieder gegriffen hat. Bei diesen habe sich schnell gezeigt, dass das Modell keine Schwachstellen aufdecken konnte, die nicht auch von menschlichen Experten mit ausreichend Zeit und Ressourcen gefunden worden wären. Der entscheidende Unterschied liege demnach vor allem im Tempo und in der Skalierbarkeit der Kontrolle. Mozilla widerspricht damit der Einschätzung einiger Experten, wonach künftige KI-Systeme völlig neue Arten von Sicherheitslücken identifizieren könnten, die über das aktuelle Verständnis von Entwicklern hinausgehen.

  • Claude Mythos und Opus 4.7: Was leisten Anthropics neue Spitzenmodelle?

Das passt zu Analysen wie der von Red Hat. Der Anbieter der Linux-Distribution bewertet ebenfalls vor allem die Menge an Sicherheitslücken und -berichten als herausfordernd. Für IT-Anbieter wäre es künftig daher bedeutend, Ressourcen so zu priorisieren, dass bei Tausenden Meldungen zuerst die kritischen und gefährlichen Schwachstellen behoben werden.



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Anker Thus: Erster eigener AI-Chip wird in Deutschland produziert


Anker Thus: Erster eigener AI-Chip wird in Deutschland produziert

Bild: Anker

Mit Thus enthüllt Anker heute seinen ersten eigenen AI-Chip, der in Dresden, Deutschland, hergestellt wird. Der auf NOR-Flash basierende KI-Chip soll neuronale Netze in Endgeräte von Anker bringen, wobei zunächst der Audio-Bereich für ANC und ENC den Chip erhalten wird.

Eigenentwicklung wird in Dresden produziert

Perspektivisch gesehen plant das Unternehmen eine Erweiterung in viele mobile Accessories und IoT-Produkte. Laut Anker handelt es sich bei dem AI-Chip um eine Eigenentwicklung, also keine Lizenzierung von Technologie anderer Unternehmen. Anker habe die AI-Plattform entwickelt, die nun von einem Partner in Deutschland produziert werde.

Edge AI statt LLM

Nach Angaben von Anker verfügt der Chip über eine Rechenleistung von 5 GOPS, kann also fünf Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde durchführen. Von schnellen AI-Beschleunigern, die mehrere Hundert oder gar tausend TOPS, also Billionen Rechenoperationen pro Sekunde ausführen können, ist das Unternehmen zwar weit entfernt, der Thus-AI-Chip von Anker ist allerdings auch klar auf sehr spezielles Edge-AI ausgelegt. Es kommt insbesondere kein vollwertiges LLM wie Gemini oder ChatGPT zum Einsatz, sondern ein auf die Anforderungen und Bedürfnisse von Anker zugeschnittenes Modell. In Zukunft seien auch Chips mit unterschiedlichen Leistungsstufen denkbar, um sie in verschiedenen Produkten mit unterschiedlicher Leistung und Stromversorgung einzusetzen, so Anker gegenüber ComputerBase.

Einsatz in vielen Anker-Produkten geplant

Während Anker heute die AI-Plattform vorstellt, will das Unternehmen in den kommenden Monaten zeigen, wie diese in Produkte für den Endkunden integriert werden kann und welche Vorteile sie dort bietet. Denn Thus ist nicht als Einzelprodukt gedacht, sondern als Plattform für die kommenden Jahre. Ziel ist es, die lokale KI schrittweise in die gesamte
Produktpalette von Anker hinweg zu bringen, so das Unternehmen. Den Anfang sollen Ankündigungen am 21. Mai in New York zum Anker-Day-Event des Unternehmens machen.

Compute-in-Memory mit NOR Flash

Anker möchte mit Thus zudem ein generelles Problem von AI-Chips gelöst haben, indem das Language Model direkt auf einem NOR-Flash betrieben wird. Inference ist generell durch Speicher begrenzt, das Hin und Her zwischen Prozessor und Speicher verschlingt zudem viel Energie. Durch den ausschließlichen Einsatz von NOR-Flash soll genau dieses Problem des großen Energieverbrauchs und des Hin und Hers gelöst werden – Speicherung und
Verarbeitung von Informationen finden an einem Ort statt. Und in der Edge-AI-Anwendung von Anker könnte dies durchaus funktionieren. Gleichzeitig benötigt NOR-Flash-basiertes Compute-in-Memory nur etwa ein Sechstel der physischen Fläche von SRAM-basierten Alternativen, eignet sich daher besonders gut für kompakte Produkte wie Ankers geplante Earbuds.

Anker Thus AI-Chip
Anker Thus AI-Chip (Bild: Anker)

Erstes Produkt mit Thus: Kabellose Earbuds

Anker plant den AI-Chip zunächst in kabellosen Earbuds einzusetzen, was zugleich die schwierigste Aufgabe sei, da in diesem Bereich ein niedriger Energieverbrauch kritisch sei und nur wenig Platz für zusätzliche Chips bereitstehe. Zudem werde der Chip hier für ANC und ENC (Environmental Noise Cancellation) fortwährend genutzt. Etwa im Bereich der Filterung von Hintergrundgeräuschen und der Stimme des Trägers bei Telefonaten sei das neuronale Netz deutlich leistungsfähiger als bisherige Lösungen. Anker spricht von bis zu 150 Mal mehr Rechenleistung. Ein Local Learning, bei dem der AI-Chip etwa die Stimme des Trägers erlernt, finde aber nicht statt, da hierfür wiederum Daten gespeichert werden müssten.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Anker unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.



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tado°: Steuerung mehrerer Haushalte mit einem Konto kommt


tado°: Steuerung mehrerer Haushalte mit einem Konto kommt

Bild: tado°

tado° ermöglicht mit einem Update die Steuerung mehrerer Haushalte oder Büros mit einem Konto. Damit können auch V3+-Produkte und tado X unter einem Konto verwaltet werden. Die Funktion wird ab Sommer 2026 für alle Nutzer von tado° verfügbar sein.

Ab Sommer sollen Nutzer auf diese Weise smarte Thermostate in bis zu fünf Haushalten über ein einziges Konto steuern können. Für das eigene Zuhause, das Büro oder die Ferienwohnung sind so keine getrennten Accounts mehr erforderlich, was die Steuerung deutlich vereinfacht. Zusätzliche Kosten entstehen hierfür nicht.

Durch die gemeinsame Verwaltung mehrerer Haushalte ist nun auch eine abgestimmte automatische Steuerung etwa durch Geofencing möglich. Verlässt man das Zuhause und macht sich auf den Weg zur Ferienwohnung, kann nun zuhause automatisch die Heizung ausgeschaltet und in der Ferienwohnung automatisch vor Ankunft eingeschaltet werden, ohne dass man hierfür manuell eingreifen und zwischen den Accounts wechseln muss.

Verschiedene Generationen möglich

Dabei ist auch ein Mischbetrieb verschiedener tado°-Generationen möglich. Während in einem Haushalt tado X läuft, kann in einem anderen Haushalt weiterhin die ältere V3+-Generation genutzt werden. Erstmals können Nutzer somit unterschiedliche tado°-Produktlinien mit demselben Konto verwalten.

Im Test der smarten Heizungs­steuerung tado° X war von ComputerBase bereits bemängelt worden, dass keine Möglichkeit besteht, zwei Haushalte in einer App zu betreiben, ohne dies über zwei Accounts umzusetzen, zwischen denen dann immer wieder durch Aus- und Einloggen gewechselt werden muss.

AI Assist & Auto Assist: Ein Abo für alle Haushalte

Erfreulich für Nutzer ist dabei auch, dass ein bestehendes Abonnement für AI Assist (tado° X) oder Auto-Assist (für V3+ und ältere Generationen) in allen verwalteten Haushalten genutzt werden kann. Das Abonnement bietet Funktionen wie die automatische ortsabhängige Steuerung (Geofencing), Fenster-Offen-Erkennung, adaptives Heizen und mehr.

Die Steuerung mehrerer Wohnungen oder Häuser wird für alle tado°-Nutzer verfügbar sein. AI-Assist- und Auto-Assist-Abonnenten können gleichzeitig in all ihren Haushalten angemeldet sein und den „Ein-Klick“-Wechsel in der tado°-App nutzen, während Nicht-Abonnenten sich ab- und wieder anmelden, um zwischen den Wohneinheiten zu wechseln.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von tado° unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungs­zeitpunkt.



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